Beiträge von Karl W

    GriasDi Karl,

    ich hab bei der 4sporigen Entoloma cetratum gleich an E. (cetratum var) cuneatum gedacht. Spricht da was dagegen?

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Hallo Werner,

    den Einwand kann ich sehr gut nachvollziehen. Die Fruchtkörper sind jedoch nicht papilliert, jung einheitlich braun gefärbt und die helle Hutmitte ist lediglich ausgeblasst. Mirkoskopisch ist da nicht viel drin. Leider wurden in der Vergangenheit die Kaulozystiden oft nicht betrachtet. Nach meiner Beobachtung sind die bei E. pallescens, cunneatum und lanuginosipes jeweils bis über 100 mµ lang und bei E. cetratum nur bis 60 mµ. Ich hatte auch schon Funde von E. testaceum und E. testaceum var. bavaricum 4-sporig mit allerdings teilweise spärlichen Cheilozystiden, bei denen ich selber die Kaulos nicht beachtet hatte.
    Soweit mir bekannt ist werden wohl nicht alle Arten erhalten bleiben (Noordeloos mündlich) und ich warte eigentlich schon länger auf eine Publikation. Machiel wird aber zunächst die Arbeit über die Sektion (oder Untergattung) Cyanula fertigstellen.

    LG Karl

    Hallo Björn


    Du hast unsere Funde perfekt in Szene gesetzt :daumen:

    4. Das Schöne an Touren mit Karl: Rötlinge bekommen sehr einfach einen Namen. Hier Entoloma pallescens

    Einfach nicht gerade und wenn man bei Ludwig unter E. cetratum nachliest wird es "unerfreulich". Es bleibt abzuwarten, wieviele Arten aus dem Komplex nach DNA-Analysen kassiert werden. Unser Fund hatte 4-sporige Basidien, Schnallen und keine Zystiden, weshalb ich in Verbindung mit der dunklen Hutfarbe unschwer zu E. pallescens komme.

    6. Ein mild schmeckender Zapfenrübling. Wenn man genügend quetscht, sind die Zystiden natürlich alle blitzblank. Am Ende aber auch ein Foto, das nicht gequetscht wurde. Da meine ich Kristallschöpfe auf den Zystiden zu erkennen. Oder müßten die noch kräftiger ausgeprägt sein?

    Nach Mikros ist das eindeutig der Bittere Kiefernzapfenrübling (Strobilurus tenacellus), dessen bitterer Geschmack oft nicht eindeutig ist. Beim Milden Kiefernzapfenrübling (Strobilurus stephanocystis) sind die Kristallschöpfe wesentlich stärker ausgeprägt und ein Teil der Zystiden ist dickkeulig. Schau mal in Pilze der Schweiz Band 3


    7. Von Karl und Tanja bestimmt: Pholiota graminis an Juncus sp.

    Der Schüppling wird in der Literatur häufig als Synonym von P. conissans aufgefasst (siehe aber Ludwig und Komentare bei Gröger). Solange die Arten in Mykis getrennt erfasst werden, bleibe ich ebenfalls bei der Trennung. Zusammenlegen ist später einfacher als trennen.

    8. Ebenfalls an Juncus: Ein cyphelloider Pilz, wo ich keine rechte Idee zu habe.

    Schwiiiiiierig :). Calptella capula sollte schlankere Sporen habe und sonst hätte ich auch keine passende Idee. Lehmann beschreibt in Fungi Cimbricae 3 eine Arrhenia retiruga f. cyphelloides mit teilweise sehr ähnlichen Abbildungen.

    LG Karl

    Hallo Claudia,

    wunderschöne Eindrücke. Die Adonisröschen habe ich noch nie in der Natur gesehen, aber darf mich nach Hitze und Trockenheit des letzten Jahres über zahlreiche Blüten in meinem Steingarten freuen. Bisher hatte ich überwiegend Triebe ohne Blüten.

    LG Karl

    Liebe Ascomycetenfreunde

    Auf am Boden liegenden Mistelzweigen findet man zur Zeit die Anamorphe von Phaeobotryosphaeria visci. Auf abgestorbenen Pflanzenteilen wahrscheinlich in fast jedem Mistelbestand zu finden, aber bisher nur lückig kartiert.








    Konidien bis über 40 mµ lang




    Wahrscheinlich noch nicht völlig ausgereifte Konidien


    LG Karl

    Hallo Thorben

    Man sieht auf Bild 2 doch wunderschön, dass die Haare gekräuselt sind. Auch die nur bei S. austriaca in dieser Form auftretende Sporenkeimung kann man kaum schöner zeigen. Hinzu kommt auch der Anteil an eingedellten Sporen der bei S. coccinea eher geringer ist.
    Hast Du das Präparat der Haare am Hutrand genommen? Besser klappt es von der Außenseite oder am gestielten Teil.

    LG Karl

    Kann die das? Oder sind die Fruchtkörper vielleicht irgendwie geschädigt? Oder leben da vielleicht zwei Arten vergesellschaftet an einem Standort?

    Hallo Pablo,

    die können im Alter schon recht dunkel werden und A. spathulata und A. lobata sind jung nie cyphelloid

    Hier im Ausschnitt aus einem Übersichtsbild, siehst Du rechts und links jeweils einmal die Unterseite


    Hier die Oberseite aus dem gleichen Bestand nur etwas feuchter


    LG Karl

    1) Exidia truncata

    (stimmt der Name so? Da gibt es doch irgendwie ein Durcheinander)

    Hallo Raphael,

    ich muss sicherheitshalber auch immer mal wieder nachschauen und versuche es mal

    Das ist der Abgestutzte Drüsling, der lange als Exidia truncata geführt wurde, aber heute im Sinne der Originalbeschreibung
    Exidia glandulosa (Bull.) Fr. 1822 genannt wird (mit E. truncata als Synonym). Der Deutscher Name ist auch Stoppeliger Drüsling.

    Der Warzige Drüsling heißt heute Exidia nigricans (With.) P. Roberts 2009 (mit E. plana als Synonym). Diese Art wurde lange
    als E. glandulosa und oft mit dem deutschen Namen Hexenbuter bezeichnet.

    LG Karl

    Hallo Ogni,

    das Aussehen und der Standort sind für G. ancilis absolut typisch. Es dauert unvorstellbar lange, bis diese Art reife Sporen ausbildet. Bei diesem Exemplar fand ich zwar Sporen in den Asci aber noch ohne die typischen Enden. Erst nach mehreren Präparaten wurde ich in einem Ascus fündig.




    LG Karl

    ich hatte dieses Jahr schon S. austriaca und S. coccinea und bilde mir ein,daß man da mit der Lupe tatsächlich einen gewissen Unterschied in der Behaarung erkennen kann. Aber bevor ich mir da sichere Aussagen zutraue, möchte ich gerne noch viele weitere Funde vor der Lupe gehabt haben.

    Hallo zusammen

    Die optische Unterscheidung von S. austriaca ist nur möglich, wenn die Exemplare in optimalem Zustand sind. Da die Fruchtkörper fast immer im Moos stehen, sind die Haare aber oft so feucht und angapppt, dass es sogar schwierig wird schöne Präparate zu machen. Bei dem nächsten Bild ist es mir mal optimal gelungen aber leider nur mit einer 1,2 megapixel Einsteckkamera in 640 x 480 Pixel.

    Das gelingt übrigens im unteren Teil oft besser als am Hutrand.

    Hier mal Ein Foto mit der gleichen Kamera durch die Stereolupe bei 30-facher Vergrößerung


    Und hier S. coccinea




    Es kann also mal klappen, aber bei Weitem nicht immer.

    LG Karl

    mit Peltigera didactyla liegst Du richtig.

    Hallo Ingo,

    vielen Dank für Deine Bestätigung. Peltigera didactyla und P. rufescens sind in der Nähe meines Wohnortes kartiert, wie ich inzwischen nachgesehen habe. P. rufescens soll es im Depot geben und die habe ich wahrscheinlich schon gesehen. Bei meinem nächsten Besuch nehme ich mal Material mit, da mein Interesse jetzt geweckt ist. :)

    LG Karl

    Hallo Andreas

    Vielen Dank für Deine Ergänzung. Wie bereits erwähnt beschäftige ich mich nicht sehr mit Porlingen und habe den Pilz bisher meist sehr frisch gesehen. Bei näherer Betrachtung sehe ich das resupinate Wachstum jetzt zumindest in Ansätzen auch bei frischen Fruchtkörpern an der Schnittfläche eines liegenden Stammes.

    LG Karl

    nein, das ist Ischnoderma resinosum.

    In diesem Wuchsstadium riecht er auch meist nach Anisgebäck.

    Hallo Andreas

    Deine Idee gefällt mir, besonders wenn ich Bild 5 ansehe. Da wäre ich wohl nicht drauf gekommen, weil ich die Art frisch und mit Guttationstropfen vor Augen hatte. Den Geruch werde ich mal hinterfragen.

    LG Karl

    Das heißt, ich muss unbedingt mal ein paar Peltigeras selber mikroskopieren und mir das mal anschauen.

    Das habe ich mir nach der schönen Vorstellung und den Zusatzinformationen auch gedacht :). Da fiel mir doch ein, das ich am Rand meines Steingartens eine Peltigera gesehen und bisher ignoriert hatte. Hier also meine erste Flechtenuntersuchung.







    Kann man bestimmt noch dünner schneiden aber aller Anfang ist schwer




    Das man dazu Nostoc sagt wusste ich vorgestern noch nicht





    Hier erkennt man schlanke, septierte Sporen






    Dann habe ich sogar freie Sporen gefunden :)


    und spaßeshalber mal in Melzer geschaut. Bring zwar keinen großen Erkenntnisgewinn zur Bestimmung aber sieht interessant aus.





    Die Septen der Sporen sieht man immerhin etwas besser und den Apikalapparat muss ich mir nochmal genauer ansehen




    na dann auch noch Kongorot




    Erstaunlicherweise sieht man bei freien Sporen teilweise kaum noch Septen und 1000fach in Öl hab ich nicht mehr probiert.


    Als blutiger Flechen-Laie bin ich natürlich von einer Bestimmung noch entfernt. Die Sporenlänge bis über 75 mµ scheint aber gegen Peltigera praetextata zu sprechen.
    Peltigera didactyla ist mein momentaner Arbeitsname.

    LG Karl

    Liebe Holzpilzkenner,

    heute bekam ich die angehängten Bilder und Infos mit der Bitte um Bestimmungshilfe geschickt. Da ich mich nur wenig mit Porlingen beschäftige bitte ich um Eure Hilfe.
    Wachstum an Linde. Die kleinen Sporen sind kommaförmig, um 4,5 - 6 µ x1,5 - 2 µ. Feinste Poren, 3 -4/mm. Keine Setae.

    LG Karl













    Hallo Björn,

    sehr schön :). Roseodiscus formosus hat sich mir leider immer noch nicht gezeigt obwohl ich das Wirtsmoos erkenne und gestern wieder mehrere Stunden an geeigneten Stellen im Gernzland gesucht habe.

    LG Karl

    Hallo Nobi, an das Schaf mag ich noch nicht so richtig glauben. Schafdung kenne ich schon aus früher Kindheit, die Herde war immer in der Nähe unseres Hauses. Das hier ist viel zu groß für Schaf.

    Hallo Ralph,

    vielleicht eine neue Rasse Wollschweine :D, dann kommt nobi_† sofort sammeln :giggle:

    LG Karl

    Hallo Raphael

    ein sehr schönes Portrait einer immer noch wenig bekannten Art. Zum Vorkommen hat Jochen ja bereits ergänzt, dass die Art im Flachland regelmäßig gefunden werden kann. Alle mir bekannten Fundstellen sind jedoch keineswegs feucht sondern magere, sehr lückig bewachsene Sandböden. Einige Funde hatte ich auch in nacktem Sand ohne sichtbare Verbindung zu Moosen.
    Du hast gegenüber Stefan bereits erwähnt "sichere Bestimmung gelingt nur mit jungen, frischen Exemplaren". Dem stimme ich zu, wenn man die Art nicht schon oft und in kompletten Kollektionen gesehen hat. Es schein so zu sein, dass die orange Farbe von R. fibula im Zentrum länger erhalten bleibt, als die mehr oder weniger braunen Töne von R. mellea, was man sehr schön bei dem ersten Bild von Christoph Tricholomopsis sieht.
    Hier mal ein Bild von ausgeblassten R. fibula zum Vergleich


    Man findet aber immer wieder Grenzfälle die einen ins Grübeln bringen können, besonders wenn beide Arten weniger als einen Meter auseinander gefunden werden, was nicht selten vokomt.
    Hier einer meiner ältesten Funde
    Rickenella mellea 19.11.2011


    Hier meine erste Kollektion mit sehr deutlichem Farbunterschied zu R. fibula 23.10.2014


    Erst am 12.10.2017 kam dann der Volltreffer. Die kleinen Köpfchen in der Bildmitte hatten kaum einen mm Durchmesser. Selbst bei bedecktem Himmel, relativ geringen Temperaturen und nahezu Windstille muss man schon früh am Morgen unterwegs sein, um die so zu erwischen.


    Das relativiert natürlich die Aussage oben unter Verwechselungsmöglichkeiten;)

    Lieber Stefan,
    ich hoffe das wirst Du jetzt nicht mehr tun. Ich hatte R. mellea schon 2018 bei der Jubiläumstagung vorgestellt und wenn ich mich richtig erinnere hat Hans-Jürgen

    Hardtke die Beachtung der Art den sächsischen Kartieren ans Herz gelegt :giggle:
    LG Karl