Beiträge von Karl W

    Hallo Björn,

    wie man es von Dir nicht anders kennt mal wieder eine Tolle Dokumentation :daumen:.

    Der Nabeling sieht für mich auch nach O. pyxidata aus, wobei es sich lohnen kann gelegentlich den Stiel mit der Lupe genau zu betrachten. Irgenwann geht einem dann mal O. hepatica ins Netz :)


    Der Hering sieht schon sehr nach R. graveolens agg. aus. Neben dem Fehlen von erweiterten Zellen in der HDS und den Sporen, sind die oft abrupt verjüngten, spitz zulaufenden Haare ein gutes Merkmal für R. graveolens.

    LG Karl





    Hallo Ben,

    bie solchen Funden musst Du auf ein eventuelles Gilben der Lamellen von älteren Fruchtkörpern und auf den Geruch achten, um unter den Erdritterlingen weiter eingrenzen zu können. Ohne Mehlgeruch und ohne Gilben wärst Du wohl bei Tricholoma terreum.

    LG Karl

    ohne jetzt die Mikros gecheckt zu haben, vermute ich ganz stark Mycena inclinata, den Buntstieligen Helmling.

    Hallo Nobi,

    volle Zustimmung. Hier Mycena inclinata unten auch so abgebildet und die Mikros sind gleich dabei.

    Schade, dass nun die D&D-Tagung abgesagt wurde. Ich hätte mich über ein Wiedersehen sehr gefreut.

    Jetzt hast Du aber den Finger in eine Wunde gelegt :(. Habe den ganzen Tag nicht daran gedacht, weil ich von gestern so viel zu mikroskopieren hatte. Gerade Dich endlich wieder zu sehen, hatte ich mich besonders gefreut.

    LG Karl

    Ich denke Pholiotina mairei hat das Rennen gewonnen, denn die passt.

    Was mich nur stört sind die Skizzen von der P. mairei (Siehe hier Hausknecht und FN Seite 760) zu den Cheilozystiden, denn diese passen absolut nicht zu meinen Cheilos.

    Ansonsten eigentlich nichts anderes außer die P. mairei und andere Funde wie von dir oder mycocharentes sind die gleichen.

    Ich lasse diese als P. mairei laufen.

    Hallo Thorben,

    in der verlinkten Arbeit von Hausknecht finde ich keine Abb. von P. mairei und die einzelne Cheilozystide in FN ist wohl etwas dürftig, zeigt aber zumindest die geringere Länge, welche Hausknecht in der Monographie in FE 11 zur Abgrenzung ähnlicher Arten angibt. Zur Sicherheit könntest Du noch die Cheilos messen, welche nicht breiter als 9 und nicht länger als 50 mµ sein sollten.

    LG Karl

    PS. ohne die HDS hat man manchmal kein Chance Galerina (hyphig) und Conocybe/Pholiotina (zellig) zu trennen. Conocybe kann man natürlich noch an den lecitiyformen Cheilos festmachen. Zellige Huthaut findest Du übrigens auch bei Agrocybe um bei den Braunsporern zu bleiben und bei Naucoria gibt es einen widen Wust von unterschiedlicher HDS, der sogar auf Artebene relavant sein kann. Wenn Du mal einen Ritterling mit zelliger Huthaut findest, hast Du wohl eine Dermoloma vor Dir ;)

    Der von Beli vorgeschlagene Coprinus sterquilinus ist das sicherlich nicht.

    Der ist nicht so kräftig und ich kenne ihn nur von alten Misthaufen.

    Hallo Nobi,

    so sehe ich das auch, obwohl ich C. sterquilinus bisher nur einmal gefunden habe. Zumindest bei diesem Fund waren die Schuppen auf dem Hut wesentlich feiner als bei C. comatus und der Ring saß tiefer. Sind das nach Deiner Erfahrung konstante Merkmale zur Abgrenzung?

    LG Karl


    Hallo Claudia,

    schöne Zugabe :). Der von unten gelbflockige Ring ist sicherlich kein Hinweis auf A. mellea ss.str. Den hat meist auch A. lutea = gallica und A. borealis. Die Hutfarba von A. mellea ist meist (grün)gelb und der Ring bleibt auch bei älteren Frk. erhalten. Bei der ersten Wiesenkeule solltest Du C. luteoalba mit in Betracht ziehen.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    heute habe ich nach vielen Jahren mal wieder den Maulwurfsegerling (Allopsalliota geesterani) gefunden. Die Art wurde 1986 aus den Niederlanden als Agaricus geesterani beschrieben und 1999 in eine eigene Gattung gestellt. Der erste Fund in Deutschland gelang coprinusspezi 1993 und er zeigte mir damals den Pilz am Standort, ohne das wir ihn zunächst bestimmen konnten. Die abgebildeten Exemplare sind nur wenige Meter von der ursprünglichen Fundstelle entfernt.
    Bis heute sind nur fünf weitere Fundorte in Deutschland kartiert Verbreitung Allopsalliota geesterani (Bas & Heinem.) Nauta & Bas 1999

    Die Fruchtkörper entwickeln sich unterirdisch und schieben sich von einer dicken Erdschicht bedeckt aus dem Boden (hier vorsichtig entfernt damit man den Pilz überhaupt sieht )


    Bei Berührung färbt sich der gesamte Fruchtkörper spontan in nahezu allen Teilen gelb. Im Fleisch schlägt die Farbe nach eineger Zeit meisten in ein schmutziges rosarot um


    LG Karl

    Und ich werde natürlich welche einsammeln, wenn sie tatsächlich jemand untersuchen möchte.

    Liebe Tuppie,

    ich würde die Pilze schon unters scharfe Glas legen, aber selbst Foto und Mikroskopie führen nicht unbedingt zu einem Ergebnis. Wichtig wäre zunächst mal zu wissen, ob die Stiele wirklich blaugrau sind oder ob es nur auf dem Foto so wirkt. Ebenfalls wichtig wäre genau mit einer Lupe zu betrachten, ob einige Lamellenschneiden teilweise blassbraun oder ähnlich pigmentiert sind. Hilfreich wäre auch noch Hutdurchmesser und Stiellänge. Vielleicht findst Du auch noch einen Winzling mit blauem Pigment.

    LG Karl

    Liebe Tuppie,

    gerne habe ich mir Deinen Bericht angesehen und Macrolepiota in dieser Abstufung wir ja auch nicht so oft gezeigt.

    Nr. 5 ist mir einfach noch zu jung für einen Namensvorschlag

    Nr. 8 ist Schneckling eher unwahrscheinlich da üblicherweise mit Bäumen vergesellschaftet. Bei Ellerlingen sollten die Lamellen eher etwas entfernter und dicker sein. Ich kann mir da sehr gut einen Trichterling vorstellen, aber eine weitere Eingrenzung ist mir ohne SPP-Farbe und Geruch nicht möglich.

    Nr. 10 ist ein Rötling aus der Untergattung Leptonia, was Nobi sicher schon gesehen hat. Erinnert etwas an Entoloma turci da ohne Blautöne und ungerieft, aber die blaugraue Stielfarbe spricht eher dagegen. Nur jung blaue Töne, die sehr rasch verschwinden hat Entoloma exile. Auffallend bei dieser Art wäre die lange dunkel abgesetzte Hutmitte, die aber bei den meisten Fruchtkörpern nicht zu beurteilen ist. Ich kenne E. exile aber deutlicher gerieft. Ohne Mikro ist eine genaue Bestimmung kaum möglich. Zu allem Überfluss ist es durchaus möglich, dass die Fruchtkörper ganz frisch deutlich blau waren und einige noch unbeschriebene Arten gibts es ebenfalls.

    Nr. 11 steht ja schon dran :D

    Nr. 12 halte ich für Hygrocybe ceracea. Beim Stumpfen sind die Lamellen nicht breit angewachsen und die Hutoberfläche ist schierig bis schleimig.

    LG Karl

    Hallo Schupfnudel,

    Laccaria kann zwar bis zur Unkenntlichkeit ausblassen, aber normalerweise beahlten die Lamellen ihre Farbe. Ich mag nicht so richtig an die Gattung glauben. Hast Du mal dran gerochen?

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    auch bei mir stand der Pilz in meiner Wunschliste ganz weit oben, seit ich erstmals eine Abbildung davon gesehen habe. Einen Tip für die Suche kann ich beim besten Willen nicht geben. Der erste Fruchtkörper 2017 war ein Zufallsfund im Display beim Kontrollieren einer Aufnahme von Clavulina rugosa, aber wie auf einem Bild zu sehen, wird auch die Nachbarschaft von Lactarius controversus nicht verschmäht. An Bäumen gab es eine Mischung aus Fichte, Kiefer, Birke und Espe, also auch nicht wirklich hilfreich bei der Suche. Da hilft wohl einfach nur Glück.

    LG Karl

    Hallo, Karl!


    Diese großfrüchtigen Crepidoti in meiner Gegend (ohne epipterygia - Huthaut) sind zu 99% applanatus. Allerdings bisweilen schon mit recht variablen Sporen. Ich denke, da muss man aufpassen: Wenn Fruchtkörper mit eingestreuten 2-sporigen Basidien, dann hat man immer auch einige recht große sporen mit rumschwimmen.
    Crepidotus athochthonus taucht hier vereinzelt auf, der aber mikroskopisch völlig anders aussieht.
    Eine Kollektion aus der malachius - Ecke (also jedenfalls eine Kollektion, die nicht applanatus ist) hatte mir nur Magellan mal zugeschickt, da hattest du dich auch zu geäußter. Das Thema zum Nachlesen gibt's >hier<.

    Hallo Pablo,

    ich habe auch nur 2 Kollektionen sicher als C. malachius bestimmt und sonst auch überwiegend C. applanatus. Bei der hier vorgestellte Kollektion mit Sporenabwürfen von je einem jungen und einem älteren Exemplar war bei 40 Messungen keine Spore kleiner 6,2. Ich habe sogar bewusst, mehr kleine als große Sporen gemessen, als ich auf Qm= 6,6 mµ kam. Bei einer erneuten Messung nach dem Zufallsprinzip kam ich sogar auf fast 6,9 mµ im Schnitt.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    der Titel mag zwar etwas irreführend sein, aber man fühlte sich daran erinnert :)
    Beim Kontrollbesuch einer bekannten Wuchsstelle gemeinsam mit Lucky waren wir beinahe fassungslos über das massenhafte Auftreten. Vorsichtig bewegten wir uns auf Knien ( mit Lesebrille) vorwärts, um die kleinen Pilzchen nicht zu zertreten und selbst beim Entfernen einzelner Blätter, zum besseren fotografieren, tauchten weitere Fruchtkörper auf.

    Traubenstieliger Sklerotienrübling (Dendrocollybia racemosa)


    Au einer Fläche von ca. 2 m² fanden wir eine Gruppe nach der anderen


    Ob sich die zahlreichen kopflosen Exemplare noch weiter entwickeln, werden wir im Auge behalten


    Hier glaubten wir die schönste Gruppe gefunden zu haben


    Mein selbst gesetztes Zeitkontingen war längst überschritten, aber daran konnte man nicht vorbeigehen:love:


    LG Karl

    Hallo Stefan,

    im Gröger ist M. polioleuca eine Art mit Makrozystiden und dunklem Stielfleisch. M. melaleuca steht im Teilschlüssel b) als Art ohen Zystiden

    LG Karl