Hallo Chris,
wie bereits bei FB so auch hier. An Heidekeule geht kein Weg vorbei ![]()
Woher ist die Angabe mit kleinen stacheligen Sporen, die Dich verunsichert?
LG Karl
Beiträge von Karl W
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Hallo Hermann
Soll entzündungshemmende (antibiotische und antivirale) sowie tumorhemmende Stoffe enthalten
Das ist eine sehr dürftige Aussage ohne eine seriöse Quelle zu erwähnen.
LG Karl -
Was die Funde in Deutschland angeht, werden in der Z. Mykol. 84 (2018) noch drei Funde aus Bayern MTB 8133/21 (12.9.2016) und Hessen MTB 5221/32 (ohne Datum) und MTB 5118/22 (28.10.2017) von Jule angegeben, außerdem ein Fund aus Wangen/Allgäu aus dem Jahre 2010. Die sind aber offenbar alle (noch) nicht in Pilze-Deutschland eingegangen.
Jo, den aus Bayern hatte ich inzwischen oben schon ergänzt und was die weiteren Funde angeht funktioniert mein altes Gedächnis nicht mehr so gut

war der Fund zufällig in einer Hainbuchenschonung und wie sah generell der Fundort aus ?
Bei mir war der Fund in einer dichten Hainbuchenschonung, die sehr gut geschützt vor äußeren Einflüssen ist.
der Fund war im Mischwald der leider keinen Anhaltspunkt für weitere Funde gibt
LG Karl -
Hallo Thorben
Auch wenn die Phytos ja eher als unterkartiert angesehen werden können ist das ein Superfund. Mit Ausnahme eines Fundes den wir 2017 beim DBU-Projekt in der Wahner Heide hatten, liegen die wenigen weiteren in Pilze Deutschland angezeigten Funde mehr als 100 Jahre zurück.
LG Karl
@ edit Es sind sicher noch nicht alle Funde übernommen Melampsoridium carpini | (Obligat) Phytoparasitische Kleinpilze -
GriasDi Karl,
Besten Dank!
Oje..ist das kompliziert....
An liabn Gruaß,
Werner
Hallo Werner,
ich komme auch nicht immer ans Ziel damit, aber immer noch besser ein Pilz mit cf. bestimmt, als ungezählte falsche Fundangaben. Ich hatte an einem Tag fünf Kollektionen von vermeintlichen H. lacunosa und drei waren was Anderes. Man muss halt zunächst mal alles einsammeln und sich den Dingern langsam annähern.
LG Karl -
Hallo Nobi,
danke für diese interessante Mitteilung
LG Karl -
Hallo Karl, was genau meinst du mit kartiert werden, bei wem, wie? Ich kenne leider keinen Pilzexperten hier in Idar-Oberstein. Sammle selbst nur aus Interesse und zum verzehr. LG Dany
Hallo Dany
Fundmeldungen werden über Koordinatoren der Bundesländer gesammelt und in die Datenbank der Pilze Deutschlands eingepflegt. Schau mal hier wie selten die Rauchgraue Keule ist. Verbreitung Clavaria fumosa Pers. : Fr. 1821
Bleibt die Frage, ob man die Art ohne Überprüfung ausreichend sicher benennen kann. Wolfgang P. was meinst Du dazu?
LG Karl -
Würde das mal als Grubenlorchel benennen.
Hallo Norbert,
die Grubenlorchel hat nicht so dunkle Stiele und außerdem Querverbindungen zwischen den Längsrippen. Es gibt noch einige ähnliche Arten.
A synopsis of the saddle fungi (Helvella: Ascomycota) in Europe ...: Ingenta Connect
LG Karl -
Toller Fund

Das sieht wie die Graue Keule (Clavaria fumosa) aus. Der Fund sollte kartiert werden, da es kaum mehr als 3 Fundorte in Rheinland-Pfalz gibt. Vielleicht kennst du ja jemanden der mikroskopisch überprüft.
LG Karl -
Hallo Lucas,
ich würde auch C. malicorius nicht völlig ausschließen. Leider zeigst Du kein vollständiges Schnitbild. Sind Dir im Fleisch olivliche Töen aufgefallen?
LG Karl -
Hallo Felli,
Nr. 4 erinnert mich an Microglossum evt. rufescens
Nr. 5 würde ich mal mit Clavulinopsis umbrinella vergleichen.
LG Karl -
Was für ein wunderbarer Beitrag, Karl!
Ich habe mich gestern von "meinen" Saftlingen verabschiedet und nahm an, dass der Frost in der letzten Nacht Matsch aus ihnen gemacht hat.
Hallo Claudia,
danke für das Kompliment. Wir hatten Glück noch gerade rechtzeitig am richtigen Ort zu sein. In den darauffolgenden Nächten hat es dort heftig gefroren.
LG Karl -
überrascht bin ich allerdings, dass sich 2020 in der Eifel zu so einem herausragenden Saftlingsjahr entwickelt hat (Zitat Karl: „In solchen Mengen habe ich Saftlinge seit mehr als 15 Jahren nicht gesehen“).
Hallo Ingo
der überwiegende Teil der Eifelwiesen ist schlecht bis sehr schlecht. Es gab nur einen schmalen Bereich der während der langen Trockenzeit etwas mehr Regen abbekommen hat und wo kleinräumig Gewitter mit Starkregen waren. Nur in diesem Berich gibt es ein hohes Saftlingsaufkommen. Alle Aufnahmen sind von zwei benachbarten Wiesen in diesem Bereich.
LG Karl -
Hallo zusammen,
nach Wiesenpilze vor dem Frost nun die Fortsetzung
Eine benachbarte Wiese ließ die Herzen höher schlagen.
In solchen Mengen habe ich Saftlinge seit mehr als 15 Jahren nicht gesehen
Kirschroter Saftling (Hygrocybe coccinea)
Weiße Saftlinge in Reihen sieht man auch nicht alle Tage
Schneeweißer- oder auch Jungfern-Ellerling (Cuphophyllus virgineus)
Weiter geht es in orange
Orange-Ellerling (Cuphophyllus pratensis)
Es müssen ja nicht immer Saftlinge sein
Gut gefiel mir auch der Rostrote Körnchenschirmling (Cystodermella granulosa)
Einige Erdzungen ließen sich ebenfalls sehen
Runzelstielige Erdzunge (Geoglosum umbratile)
Ein hübscher Rötling, den ich als Blauschwarzer Rötlingn (Entoloma atrocaeruleum) bestimmen konnte
Keine Saftlingsexkursion ohne Vögel
Wie häufig bei dieser Art, entdeckt man zunächst ältere schon etwas ausgeblasste Exemplare aber bei genauer Suche wird es immer besser.
Papageien-Saftling (Gliophorus psittacinus)
Um diese Prachtexemplare im Gras zu entdecken muste man sich schon auf Händen und Knien bewegen
Kaum zu glauben, das es noch aufregender werden kann. Der bisher einzige Fund in NRW war ein Einzelfruchtkörper im Jahr 2006
Rosa Saftling (Porpolomopsis calyptriformis)
Durchgefroren aber hochzufrieden traten wir den Heimweg an
LG Karl -
Da der Stiel glatt war, ist es also wieder mal "nur" Omphalina pyxidata.
Das war auch mein erster Gedanke
Bei der Gamundia waren die Sporen optisch schon ein wenig warzig, aber das kommt auf den Fotos leider nicht so gut rüber.... ist halt ein Weißsporer und kein Rostpilz

Ein toller Fund, den ich selber erst am 24.10.20 erstmals in der Venloer Heide hatte.
Lactarius rufus ist sicher wobei ich nachgelesen musste, dass er neben Kiefer und Fichte auch mit Birke kann. Das war mir neu.
LG Karl -
Hallo Björn,
geht die Geopora nicht mit der Benkert-Arbeit. Benkert D (2010) Die Gattung Geopora Harkn. (Pezizales) in Deutschland – Erfahrungen und offene Fragen. Z. Mykol. 76(2): 129-152.
LG Karl -
Hallo Björn,
in einer Atempause zwischen Exkursionen und Bestimmungen bin ich endlich dazu gekommen genauer in Deine Berichte zu schauen. Geopora arenicola sehe ich als eindeutig an.
LG Karl -
Hallo Björn,
wie war die Sporengröße bei G. elongatum in etwa?
LG Karl -
Hallo zusammen,
schon vor 7:30 näherte ich mich mit Rainer am letzten Dienstag unserem Exkursionsziel und mit 6°C wähnten wir uns auf der sicheren Seite. Kurz vor 8:00 an der Wiese angekommen nur noch 1°C aber alles schien gut. Kein Rauhreif zu sehen aber als ich den ersten Pilz anfasste war dieser überfroren und spontan brach das SCH-Wort aus mir heraus.
Der erste Pilz gleich mit Eisüberzug, aber schön ist er ja doch. Größter Saftling (Hygrocybe punicea)
Die Sonne erschien und rasch hatten wir uns vom ersten Schreck erholt. Bei weniger ansehnlicher Oberfläche macht die Art auch von der Seite eine gute Figur.
Größter Saftling (Hygrocybe punicea)
Hier nochmal aufgetaut
Große Freude beim Anblick des Blauen Rötlings (Entoloma bloxamii) Nach erneutem Fund 2021 an gleicher Stelle und genauer Untersuchung E. atromadidum
Die Freude steigerte sich zur überschwänglichen Begeisterung
Blauer Rötling (Entoloma bloxamii) Nach erneutem Fund 2021 an gleicher Stelle und genauer Untersuchung E. atromadidum
Drei gelbe Saftlinge ließen sich bei Beachtung der wichtigsten Merkmale schon makroskopisch ansprechen.
Relativ schmächtige Art mit schmierigem Hut, trockenem Stiel und breit angewachsenen Lamellen.
Zerbrechlicher Saftling (Hygrocybe ceracea)
Kräftigere Art mit feucht schleimigem Hut und fast freien Lamellen
Stumpfer Saftling (Hygrocybe chlorophana)
Kräftige Art mit trockenem Hut, fast freien Lamellen mit orangefarbenen Reflex und auffallendem Geruch nach Blattwanzen
Schnürsporiger Saftling (Hygrocybe quieta)
Zwischen den Saftlingen fanden sich immer wieder Wiesenkeulchen
Gelbweißes Keulchen (Clavulinopsis luteoalba)
Clavulinopsis luteoalba 03.11.20 Nettersheim 1.jpg
Goldgelbe Wiesenkeule (Clavulinopsis helvola)
Geweihförmige Wiesenkoralle (Clavuliopsis corniculata)
Eine echte Rarität ist die Fleischfarbene Keule (Clavaria incarnata)
Zum Abschluss von Teil I noch eine Art, die erst 2017 neu beschrieben wurde. CM69104.pdf
Von der Weißen Wiesenkoralle (Ramariopsis kunzei) unterscheidet sich die Art neben ihrer enormen Größe durch stärker stachelige länglichere Sporen.
Robuste Wiesenkoralle (Ramariopsis robusta)
Ramariopsis robusta 03.11.20 Nettersheim 1.jpg
LG Karl -
Ja, die Suche nach Schnallen ist tatsächlich recht kompliziert. Ich war mir auch relativ unsicher, ob ich z.B. bei den Basidien einfach die Schnallen nur nicht gefunden habe.
Hallo Matthias,
bist Du eigentlich im Brachter Wald unterwegs oder im ehem. Munitionsdepot in dem ich seit 20 Jahren mit Begehungserlaubnis für die gesperrten Bereiche kartiere?
Eine Idee ist mir noch gekommen: Vergleiche Deinen Fund mal mit E. tenellum
LG Karl -
Hallo Björn,
tolle Funde
.In Deinen Nabeling 11. kann ich beim besten Willen nicht A. rustica sehen. Der Sporenquotiet führt zwar so gerade noch zu Teilschlüssel d) und über Sporengröße und Inkrustierungen kommst Du zwangsläufig zu A. rustica, aber das ist ein dunkelbrauner Pilz mit ebensolchen Lamellen (L schmutzig braun, graubraun). Wählst Du den den alternativen Weg kommst Du zu Teilschlüssel f auch hier bezüglich des Sporenquotienten natürlich nur knapp drin, landest Du bei 8b.
Bei Gamundia striatula ist schwer zu erkennen, ob die Sporen wirklich warzig sind, was ja der Fall sein sollte.
LG Karl -
Halllo Mathias,
so voll ausgereifte Exemplare ohne eine Idee zu haben wie sie jung ausehen nehme ich nicht mehr mit. Vor lauter reifen Sporen ist es mir zu mühsam nach Schnallen, Zystiden und/oder 2- bzw. 4-sporigen Basidien zu suchen. Ich kenne keine Art ohne Schnallen und/oder ohne Zystiden, die für Deinen Fund in Betracht kommt.
LG Karl -
Demnach also Hodophilus foetens s.l.
Oder würde man die Lamellen als entfernt stehend bezeichnen in der Gattung? Dann wäre ich nach dem Artikel bei unserem Fund am ehesten bei H. subfoetens.
Hallo Pablo,
das sehe ich auch so. Ich hatte neulich eine "echte" foetens mit 24 - 28 durchgehenden Lamellen.
LG Karl -
Hodophilus foetens:
Hallo Rudi,
da gibt es inzwischen mehrere Arten. Den DNA-Freaks
sei Dank .
LG Karl
Adamčík Mycol Progress (2017) 16 Circumscription of species in the Hodophilus foetens complex.pdf -
Von dem Hypomyces habe ich noch was im Kühlschrank liegen. Ich habe bis jetzt ja noch nicht so schrecklich viele Erdzungen gesehen, aber hatte offenbar Glück, daß ich die "gammeligen" gefunden habe

Hallo Bjorn,
danach habe ich im Depot fast 10 Jahre gesucht, bis ich an Geoglossum umbratile erstmals fündig wurde und in diese Zeit hatte ich sicherlich einige hundert Fundstellen und tausende von Exemplaren.
LG Karl
