Hallo Claudia,
schon die Haare alleine sprechen deutlich für S. austriaca. Hinzu kommen eindeutig Konidien auf Bild 3 und der Anteil eingedellter Sporen liegt oft nur bei 20 - 30 %. Auf Bild 10 sind die doch reichlich vorhanden.
Zu 2 kann ich mir nur deformierte, keimende Sporen vorstellen.
LG Karl
Beiträge von Karl W
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Von A. bohousii gibt es einen Beleg im Herbarium Münster (MSTR) falls Du sonst nicht fündig wirst.
Kontakt zum Herbar (Telefon, Telefax, E-Mail)
Dr. Bernd Tenbergen
Tel.: 0251-591-6020
Fax: 0251-591-6098
E-Mail: bernd.tenbergen@lwl.org -
Hallo Anette & Carina
Ganoderma pfeiferi ist mehrjährig und ungestielt. Ich sehe hier eindeutig G. lucidum.
LG Karl -
Ich füge gleich mal die Literatur von Kucera zu Microglossum dazu.
Hallo Elisabeth,
der schöne bebilderte Schlüssel ist leider völlig überholt. Es fehlen besomders die im angehängten paper beschriebenen neuen Arten und einige Gattungsnamen sind nicht mehr auf dem neuesten Stand.
LG Karl -
Ich war erstmals dabei und fand es sehr interessant.
LG Karl -
Hallo zusammen,
hier eine interessante Arbeit.
Aardtongen.pdf
LG Karl -
Ich habe vor in dieser Zeit im nur 10 km entfernten Stadtkyll Urlaub zu machen und dabei natürlich die Natur zu erkunden.
Alendorf und das Lampertstal sind natürlich fest eingeplant.
Hallo Nobi,
das wäre ja eine tolle Gelegenheit sich zu treffen, zumal ich in der Gegend einige lohneneswerte Ziele kenne.
LG Karl -
Die dritte Art des Aggregates ist wohl C. cardiaspora, inzwischen recht logisch zu cordispora gestellt.
Hallo Nobi und Tobias,
zufällig habe ich mich anläßlich eines Eigenfundes gerade mit der Thematik beschäftigt und auch die von Andreas zitierte Arbeit aus Hawaii eingesehen. Agaricales of the Hawaiian Islands .pdf
In der Tat ein schwierig zu lösender Komplex. Sieht man sich die Sporen von Coprinus cardiasporus aus der Originalbeschreibung an so unterscheiden sie sich recht deutlich von den oben gezeigten.
Bei meinem Fund waren ebenfalls viele Sporen zum Porus hin deutlich verjüngt, aber ich konnte den schon vergehenden Einzelfruchtkörper leider nicht genauer untersuchen. Man müsste sich mal die Stielbekleidung derartiger Funde ansehen, ob man damit zu einem weiteren morphologischen Merkmal kommt um die 4 genetischen Sippen zu trennen.
LG Karl -
toll in Szene gesetzt die Fruchtkörper.
Hallo Sebastian
zuviel der Ehre das war teamwork u. a. mit Markus Pischel
LG Karl -
mal ne Frage. Was bedeutet das "ined" an der Stelle?
Hallo Stefan
Die Art ist noch nicht gültig beschrieben steht aber mit dem Autorenzitat Baral ined. auch in Mykis. Vielleicht wäre nom. prov. die bessere Wahl.
LG Karl -
Hallo Björn,
sehr schöner Bericht. Schade das Du Gymnosporangium tremelloides nicht gefunden hast. Du warst mit Sicherheit an der richtigen Stelle.
Hier der von Jule bestätigte Fund vom 10.05.2019
LG Karl -
Hallo zusammen,
wie schön wenn man durch das Forum mal wieder etwas schlauer geworden ist. Auf den Pilz bin ich erst durch den Beitrag Dumontinia tuberosa gekommen wobei Sebastian_RLP ja auch die Färbung mit Karminessigsäre zeigt.
In einem Bestand von Scharbockskraut (Ficaria verna) wurde ich fündig
Die Sporen hatten eindeutig nur zwei Kerne, wobei ich sie bei 1000facher Vergrößerung unte Ölimmersion abgesucht habe.
Buschwindröschen (Anemone nemorosa) waren übrigens weit und breit nicht zu sehen.
LG Karl -
Ist weg 😉
Für welchen Preis ist es denn weggegangen? Ich habe die komplette Kasette mit Begleitheft im Regal stehen

LG Karl -
Nein, leider nicht. Peter Karasch ist noch nicht dazu gekommen. Falls ich etwas neues weiß, sage ich Bescheid.
Sind ja erst 7 Monate vergangen

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Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure Antworten. Trametes gibbosa erscheint mir sehr plausibel.
LG Karl -
Liebe Porlingskenner,
aus dem Raum Bielefeld erreichte mich eine Anfrage, zu der ich gerne Eure Meinung hätte.Hallo Karl!
Kannst Du mir etwas zu diesem Pilz sagen? Evtl. meine Benennung als Spongipellis spumeus bestätigen, bestimmt nach H. Jahn? In PDS 2 steht als Verwechslungsart Tyromyces fissilis. Der kommt m. E. hier aber eher nicht in Frage. Ich habe den Pilz in der Hand, er ist trocken knochenhart, Sporen sind nicht (mehr) zu finden. Der Baum wurde vor ein paar Wochen gefällt.
Der Pilz stammt von einer über 20 Jahre alten Ausbruchstelle in 8 m Höhe einer Blutbuche und wuchs an der Innenseite des Ausbruchs in Gesellschaft einiger Trameten.
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Eine Besonderheit von S. austriaca oder welche anderen Arten können das auch?
Hallo Claudia,
bei den roten Arten bildet nur S. austriaca Konidiosporen.
Sarcoscypha_Baral1.pdf
LG Karl -
Hallo Stefan,
auch ich sehe keine Chance die drei Zapfenrüblinge (ohne Substrat) nach makroskopisch Merkmalen zu trennen.
Hier noch eine kleine Ergänzung da der Geschmack zweifellos nicht zu den mikroskopischen Merkmalen gehört
.
Gelegentliche angetroffene Exmplare mit deutlich bitterem Geschmack waren bei mikroskopischer Überprüfung immer S. tenacellus. Der überwiegende Teil meiner untersuchten Funde von S. tenacellus war jedoch ebenso mild wie S. stephanocystis und S. esculentus.
LG Karl -
schokoladenbraun - schwarzbraun - rostbraun - tabakbraun - dunkelbraun
Ich kann mir für diese fünf verschiedenen Braun-Bezeichnungen dasselbe vorstellen. Beim Schlüsseln bedeutet dies für mich: Nimm einen Würfel.Wie Schupfnudel schon schrieb helfen regelmäßige Sporenabwürfe um sich ein Bild zu machen.
Schokoladenbraun ist sicher ein unglücklicher Begriff, der aber seit jahrzehnten verwendet wird. Wenn man sich alleine den Unterschied zwischen Bitter- und Milchschokolade vorstellt, geht für mich schokoladenbraun je nach Kakaoanteil schon in schwarzbraun über. Man muss eben alle angegebenen Merkmale berücksichtigen und eventuell beide Schlüsselwege gehen. Zumindest Rost wirst Du aber schon gesehen haben und die Farbe trennen doch Welten
.Leider komme ich mit dem Schlüssel G zu keinem Ziel bzw. wenn ich mich für einen Weg entschieden habe und die Bilder im Internet angeschaut habe, sehe ich keine direkte Ähnlichkeit mit meinem Pilz.
Zu Deinem Pilz wirst Du auch nicht kommen, da er wahrscheinlich frisch dunklere Hutfarben hat, einen glatten Rand aufweist und ohne Mikroskop auf Artebene nicht bestimmbar ist. Außerdem hast Du einen Gattungsschlüssel vor Dir und geh besser in die entsprechende Gattungsbeschreibung im Buch, statt ins Netz.
Leider verlieren manche Pilze ihre Hutfarbe bei Trockenheit und besonders Wind schon nach Stunden, was beim entscheidenden Schlüsselpunkt sogar erwähnt wird.
LG Karl -
Ich sehe hier erstmal einen zierlichen Dunkelsporer was mich zu Schlüssel F führt.
Hallo Sebastian,
den Schlüsselpunkt 1 hast Du dann großzügig übersprungen ("nur Huthaut und Lamellen") passt ja schon nicht. Zur richtigen Gattung kommst Du nur, weil die Gattung doppelt aufgeschlüsselt wird, da sie sowohl häutige als auch fleischige Arten enthält.
LG Karl -
Hallo Peter,
das Sporenpulver ist dunkelbraun bis schwarzbraun (nicht schwarz), womir Du zu Schlüsel F kommst und dann weiter zu Schlüssel G.
LG Karl -
aber Thedgonia ligustrina ist zumindest bei Pilze-Deutschland vorhanden: Verbreitung Thedgonia ligustrina (Boerema) B. Sutton 1973 Ist das noch mal unabhängig von Mykis?
Hallo Björn,
danke, ich habe oben korrigiert. (hatte nach ligustra gesucht
)
LG Karl -
Die Thedgonia an der Königskerze ist ja interessant.
Da fällt mir grad ein...Unter welchem Namen kartiert man denn die Thedgonia an Liguster im Online-Kartierungsprogramm? Das Programm kennt weder Thedgonia ligustrina noch Cercospora ligustrina.
Hallo Werner
T. bellecensisals auch T. ligustrinaistsindin den Taxalisten der Onlinekartierung und Mykis nicht enthalten. Für Mykis gebe ich das an Frank Dämmrich Tomentella weiter, da ich ohnhin noch zwei weitere Arten melden wollte. Wie das mit der Onlinekartierung läuft weiß ich nicht genau.
LG Karl -
Habe auch schon mal welche gefunden, allerdings nur einmal (bei Hamburg).
Hallo Sandra,
Wurde der Fund mit Byssonectria terrestris verglichen? Für B. fusispora erscheinen die Frk. recht gelb.
LG Karl -
Hallo zusammen,
nachdem Jochen Lucky den Schwarzmündigen Kelchberking (Plectania melastoma) schon bei feuchtem Wetter wunderschön abgelichtet hatte Haariges und sonstiges vom Niederrhein besuchten wir am letzten Freitag den Fundort gemeinsam mit Tanja bei trockener Witterung und wurden nicht enttäuscht. Die Orangetöne traten wunderschön zu Tage
.Jochen entdeckte auch noch die für mich erste Giftlorchel (Gyromitra esculenta) des Jahres.
Auf dem Rückweg machte ich mit Tanja noch einen Halt in der Nähe eines Weihers und wir suchten einige Moospolster an Verbundpflaster nach Mossbecherlingen ab. Überraschend zeigte sich stattdessen ein winziger Rotbrauner Nabeling (Omphalina pyxidata)
gefolgt vom Mauernabeling (Arrhenia rickeni)
und bald die Objekte der Begierde in größerer Zahl.
Tanja meinte noch hoffentlich keine Octospora mit langweiligen glatten Sporen, wobei ich ja mit allem zufrieden gewesen wäre da ich meisten zu blind bin um die Dinger zu entdecken. Der erste Blick ins Mikroskop machte Tanja schon glücklich
. Lamprospora mit runden netzigen Sporen.
Sieht nach Lamprospora miniata agg. aus meinte Tanja bald darauf
Einmal in Melzer
Einmal in Baumwollblau/Lactophenol
Nach Sporenmessungen, Vergleich mit verschiedenen Quellen, Einschätzung des Sporenornaments usw. näherten wir uns Lamprospora miniata var. ratisbonensis an. Wer sich schon mit Bryoparasitischen Pezizales beschäftigt hat weiß natürlich das man zur sicheren Bestimmung fast immer das Moos braucht. Zur Erleichterung war der Moosrasen ziemlich einheitlich und kein Wirrwar aus vier oder mehr Arten und nach Blicken durch die Stereolupe und Betrachtung eines Blättchens unter dem Mikroskop sah es für Didymodon vinealis als Wirtsmoos Bildatlas der Moose Deutschlands und damit unseren Favoriten Bryoparasitic Pezizales immer noch gut aus. Moosspezialist Ulrich Abts aus Krefeld, dem ich eine Probe vorbeibrachte bestätigte am nächsten Tag eindeutig Didymodon vinealis als Wirtsmoos und damit auch die Bestimmung von Lamprospora miniata var. ratisbonensis.
Das hat Spaß gemacht
LG Karl
