Beiträge von Karl W

    Was die Funde in Deutschland angeht, werden in der Z. Mykol. 84 (2018) noch drei Funde aus Bayern MTB 8133/21 (12.9.2016) und Hessen MTB 5221/32 (ohne Datum) und MTB 5118/22 (28.10.2017) von Jule angegeben, außerdem ein Fund aus Wangen/Allgäu aus dem Jahre 2010. Die sind aber offenbar alle (noch) nicht in Pilze-Deutschland eingegangen.

    Jo, den aus Bayern hatte ich inzwischen oben schon ergänzt und was die weiteren Funde angeht funktioniert mein altes Gedächnis nicht mehr so gut ^^


    war der Fund zufällig in einer Hainbuchenschonung und wie sah generell der Fundort aus ?

    Bei mir war der Fund in einer dichten Hainbuchenschonung, die sehr gut geschützt vor äußeren Einflüssen ist.

    der Fund war im Mischwald der leider keinen Anhaltspunkt für weitere Funde gibt

    LG Karl

    GriasDi Karl,

    Besten Dank!

    Oje..ist das kompliziert....

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Hallo Werner,

    ich komme auch nicht immer ans Ziel damit, aber immer noch besser ein Pilz mit cf. bestimmt, als ungezählte falsche Fundangaben. Ich hatte an einem Tag fünf Kollektionen von vermeintlichen H. lacunosa und drei waren was Anderes. Man muss halt zunächst mal alles einsammeln und sich den Dingern langsam annähern.

    LG Karl

    Hallo Karl, was genau meinst du mit kartiert werden, bei wem, wie? Ich kenne leider keinen Pilzexperten hier in Idar-Oberstein. Sammle selbst nur aus Interesse und zum verzehr. LG Dany

    Hallo Dany

    Fundmeldungen werden über Koordinatoren der Bundesländer gesammelt und in die Datenbank der Pilze Deutschlands eingepflegt. Schau mal hier wie selten die Rauchgraue Keule ist. Verbreitung Clavaria fumosa Pers. : Fr. 1821
    Bleibt die Frage, ob man die Art ohne Überprüfung ausreichend sicher benennen kann. Wolfgang P. was meinst Du dazu?

    LG Karl

    Was für ein wunderbarer Beitrag, Karl!

    Ich habe mich gestern von "meinen" Saftlingen verabschiedet und nahm an, dass der Frost in der letzten Nacht Matsch aus ihnen gemacht hat.

    Hallo Claudia,

    danke für das Kompliment. Wir hatten Glück noch gerade rechtzeitig am richtigen Ort zu sein. In den darauffolgenden Nächten hat es dort heftig gefroren.

    LG Karl

    überrascht bin ich allerdings, dass sich 2020 in der Eifel zu so einem herausragenden Saftlingsjahr entwickelt hat (Zitat Karl: „In solchen Mengen habe ich Saftlinge seit mehr als 15 Jahren nicht gesehen“).

    Hallo Ingo

    der überwiegende Teil der Eifelwiesen ist schlecht bis sehr schlecht. Es gab nur einen schmalen Bereich der während der langen Trockenzeit etwas mehr Regen abbekommen hat und wo kleinräumig Gewitter mit Starkregen waren. Nur in diesem Berich gibt es ein hohes Saftlingsaufkommen. Alle Aufnahmen sind von zwei benachbarten Wiesen in diesem Bereich.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    nach Wiesenpilze vor dem Frost nun die Fortsetzung

    Eine benachbarte Wiese ließ die Herzen höher schlagen.


    In solchen Mengen habe ich Saftlinge seit mehr als 15 Jahren nicht gesehen


    Kirschroter Saftling (Hygrocybe coccinea)






    Weiße Saftlinge in Reihen sieht man auch nicht alle Tage


    Schneeweißer- oder auch Jungfern-Ellerling (Cuphophyllus virgineus)


    Weiter geht es in orange


    Orange-Ellerling (Cuphophyllus pratensis)




    Es müssen ja nicht immer Saftlinge sein;)
    Gut gefiel mir auch der Rostrote Körnchenschirmling (Cystodermella granulosa)






    Einige Erdzungen ließen sich ebenfalls sehen
    Runzelstielige Erdzunge (Geoglosum umbratile)


    Ein hübscher Rötling, den ich als Blauschwarzer Rötlingn (Entoloma atrocaeruleum) bestimmen konnte


    Keine Saftlingsexkursion ohne Vögel :)

    Wie häufig bei dieser Art, entdeckt man zunächst ältere schon etwas ausgeblasste Exemplare aber bei genauer Suche wird es immer besser.
    Papageien-Saftling (Gliophorus psittacinus)




    Um diese Prachtexemplare im Gras zu entdecken muste man sich schon auf Händen und Knien bewegen


    Kaum zu glauben, das es noch aufregender werden kann. Der bisher einzige Fund in NRW war ein Einzelfruchtkörper im Jahr 2006
    Rosa Saftling (Porpolomopsis calyptriformis)






    Durchgefroren aber hochzufrieden traten wir den Heimweg an

    LG Karl

    Da der Stiel glatt war, ist es also wieder mal "nur" Omphalina pyxidata.

    Das war auch mein erster Gedanke

    Bei der Gamundia waren die Sporen optisch schon ein wenig warzig, aber das kommt auf den Fotos leider nicht so gut rüber.... ist halt ein Weißsporer und kein Rostpilz :D

    Ein toller Fund, den ich selber erst am 24.10.20 erstmals in der Venloer Heide hatte.


    Lactarius rufus ist sicher wobei ich nachgelesen musste, dass er neben Kiefer und Fichte auch mit Birke kann. Das war mir neu.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    schon vor 7:30 näherte ich mich mit Rainer am letzten Dienstag unserem Exkursionsziel und mit 6°C wähnten wir uns auf der sicheren Seite. Kurz vor 8:00 an der Wiese angekommen nur noch 1°C aber alles schien gut. Kein Rauhreif zu sehen aber als ich den ersten Pilz anfasste war dieser überfroren und spontan brach das SCH-Wort aus mir heraus.

    Der erste Pilz gleich mit Eisüberzug, aber schön ist er ja doch. Größter Saftling (Hygrocybe punicea)


    Die Sonne erschien und rasch hatten wir uns vom ersten Schreck erholt. Bei weniger ansehnlicher Oberfläche macht die Art auch von der Seite eine gute Figur.
    Größter Saftling (Hygrocybe punicea)



    Hier nochmal aufgetaut :)


    Große Freude beim Anblick des Blauen Rötlings (Entoloma bloxamii) Nach erneutem Fund 2021 an gleicher Stelle und genauer Untersuchung E. atromadidum


    Die Freude steigerte sich zur überschwänglichen Begeisterung
    Blauer Rötling (Entoloma bloxamii) Nach erneutem Fund 2021 an gleicher Stelle und genauer Untersuchung E. atromadidum




    Drei gelbe Saftlinge ließen sich bei Beachtung der wichtigsten Merkmale schon makroskopisch ansprechen.
    Relativ schmächtige Art mit schmierigem Hut, trockenem Stiel und breit angewachsenen Lamellen.
    Zerbrechlicher Saftling (Hygrocybe ceracea)




    Kräftigere Art mit feucht schleimigem Hut und fast freien Lamellen
    Stumpfer Saftling (Hygrocybe chlorophana)




    Kräftige Art mit trockenem Hut, fast freien Lamellen mit orangefarbenen Reflex und auffallendem Geruch nach Blattwanzen
    Schnürsporiger Saftling (Hygrocybe quieta)




    Zwischen den Saftlingen fanden sich immer wieder Wiesenkeulchen
    Gelbweißes Keulchen (Clavulinopsis luteoalba)
    Clavulinopsis luteoalba 03.11.20 Nettersheim 1.jpg

    Goldgelbe Wiesenkeule (Clavulinopsis helvola)


    Geweihförmige Wiesenkoralle (Clavuliopsis corniculata)


    Eine echte Rarität ist die Fleischfarbene Keule (Clavaria incarnata)


    Zum Abschluss von Teil I noch eine Art, die erst 2017 neu beschrieben wurde. CM69104.pdf
    Von der Weißen Wiesenkoralle (Ramariopsis kunzei) unterscheidet sich die Art neben ihrer enormen Größe durch stärker stachelige länglichere Sporen.
    Robuste Wiesenkoralle (Ramariopsis robusta)
    Ramariopsis robusta 03.11.20 Nettersheim 1.jpg





    LG Karl

    Ja, die Suche nach Schnallen ist tatsächlich recht kompliziert. Ich war mir auch relativ unsicher, ob ich z.B. bei den Basidien einfach die Schnallen nur nicht gefunden habe.

    Hallo Matthias,

    bist Du eigentlich im Brachter Wald unterwegs oder im ehem. Munitionsdepot in dem ich seit 20 Jahren mit Begehungserlaubnis für die gesperrten Bereiche kartiere?

    Eine Idee ist mir noch gekommen: Vergleiche Deinen Fund mal mit E. tenellum

    LG Karl

    Hallo Björn,

    tolle Funde:daumen:.

    In Deinen Nabeling 11. kann ich beim besten Willen nicht A. rustica sehen. Der Sporenquotiet führt zwar so gerade noch zu Teilschlüssel d) und über Sporengröße und Inkrustierungen kommst Du zwangsläufig zu A. rustica, aber das ist ein dunkelbrauner Pilz mit ebensolchen Lamellen (L schmutzig braun, graubraun). Wählst Du den den alternativen Weg kommst Du zu Teilschlüssel f auch hier bezüglich des Sporenquotienten natürlich nur knapp drin, landest Du bei 8b.

    Bei Gamundia striatula ist schwer zu erkennen, ob die Sporen wirklich warzig sind, was ja der Fall sein sollte.

    LG Karl

    Halllo Mathias,

    so voll ausgereifte Exemplare ohne eine Idee zu haben wie sie jung ausehen nehme ich nicht mehr mit. Vor lauter reifen Sporen ist es mir zu mühsam nach Schnallen, Zystiden und/oder 2- bzw. 4-sporigen Basidien zu suchen. Ich kenne keine Art ohne Schnallen und/oder ohne Zystiden, die für Deinen Fund in Betracht kommt.

    LG Karl

    Von dem Hypomyces habe ich noch was im Kühlschrank liegen. Ich habe bis jetzt ja noch nicht so schrecklich viele Erdzungen gesehen, aber hatte offenbar Glück, daß ich die "gammeligen" gefunden habe :D

    Hallo Bjorn,

    danach habe ich im Depot fast 10 Jahre gesucht, bis ich an Geoglossum umbratile erstmals fündig wurde und in diese Zeit hatte ich sicherlich einige hundert Fundstellen und tausende von Exemplaren.

    LG Karl