Beiträge von Karl W

    Hallo Sebastian

    Mit Pholiotina vestita bin ich nicht ganz glücklich, da mir für so junge Fruchtkörper das Velum zu spärlich erscheint.


    Der Anteil an Zystiden mit erweiterter Spilze erscheint mir auf Deinen Bildern für C. vestita recht hoch. Möglicherweise hast Du P. velata (= apendiculata) erwischt. Schau nochmal unter Ölimmersion, ob die Sporen keinen Keimporus besitzen.

    Die kleinen FizaRü´s dürften Mauseschwanzrüblinge sein.

    Cortinarius diasemospermus hat einen pelargoniumartigen Geruch, der bei C. hemitrichus fehlt.

    LG Karl

    Hallo Ingo

    großartige Funde. Den blauen Nabeling hatte ich im Depot zwischen 2009 und 2015 an vier Stellen aber nie zweimal an der gleichen. Die anderen Arten haben sich mir noch nicht gezeigt.

    LG Karl

    Ludwig bezeichnet Spadicea als Dattelbraunen Saftling (108.20). Den meinte ich. Nicht H. Colemanniana.

    Alles klar, ich hatte mich schon gewundert ;). Toller Fund:daumen:

    Nr. 3 Gelbrandiger Saftling passt sehr gut.
    Nr. 4 Hier sehe ich zumindest nach dem ersten Bild auch die var. chloroides. Ohne Rottöne mit fast weißen Lamellen finde ich die Art standorttreu fast in jedem Jahr
    Nr. 5 Völlig normales Altersstadium vom Papageiensaftling @edit: das linke Exemplar auf dem zweiten Bild ist was anderes
    Nr. 6 passt noch für den Kirschroten. Diese Exemplare entwickeln sich schon in die gleiche Richtung


    Nr. 6 passt auf jeden Fall für beide Aufnahmen
    Nr. 7 ist klar und in Nr. 8 sehe ich noch Hygrcybe virginea

    LG Karl

    Hallo Sebastion

    Nr. 2 würde ich unbedingt mal mit Hygroybe spadicea vergleichen. Der Dattelbraune Ellerling hat herablaufende Lamellen und kommt auch von der Hutoberfläche nicht in Frage.

    Zu Nr. 3 fehlen einige Infos wie Schmierigkeit von Hut und Stiel. Evt. auch der Geschmack

    LG Karl

    Ganz fantastisch, Karl!:thumbup:

    Mit Bild 5 ist Dir ein Kalenderbild gelungen. Einfach perfekt!


    Das ist dann meinem Wissen nach der zwölfte rezente Fundort dieser schönen Art in Deutschland.

    Danke für das dicke Lob lieber Nobi,

    die genauen Funddaten schicke ich Dir zu und gleich noch einen neuen Fundort von Heute :D. Nachdem ich diesen Artikel Koniks sollen Heidelandschaft erhalten helfen | Bausis Blog gelesen hatte, wusste ich ja wo ich suchen muss.

    LG Karl

    der von Gube berichtete Fund aus Jena war ähnlich üppig wie der den Karl oben vorstellt. Dutzende von Pferdeäppelhaufen waren dicht mit Poronia besetzt! Im Jenaer Fall ein Bio-Reiterhof mit "ganz normalen" Pferden.

    Hallo Andreas,

    das die Pferderasse nicht entscheident ist, davon bin ich auch überzeugt. Koniks werden halt gerne zur Beweidung eingesetzt, weil sie recht robust sind und ganzjährig draußen bleiben können. Wesentlich ist wie Du schreibst, die Ernährung und das Habitat. Auf Dung der zwischen Heidekraut liegt kommen wegen des Mikroklimas wesentlich mehr Fruchtkörper auch anderer Arten als auf Dung der auf einer offenen, abgegrasten Wiese liegt.

    Ich habe gerade ein Gutachten über eine beweidete Magerrasen-/Wachholderheidefläche auf der Schwäbischen Alb angefertigt. Es war sehr krass zu sehen, dass auf Pferdedung nur eine einzige Pilzart zu finden war (Parasola misera), während auf derselben Fläche auf dem Schafdung 10 verschiedene Arten gefunden wurden, Die Pferde werden vom angrenzenden Pferdehof immer für ein paar Tage auf die Fläche gebracht und dann wieder für einige Zeit runtergenommen, um Überweidung zu verhindern. Dadurch bekommen sie immer wieder fungizibehandeltes Stallfutter und damit gibts auch keine Pilze auf Dung. Meine Hypothese jedenfalls.

    Ob jetzt fungizidbelastetes Futter, Silage oder Antibiotikabehandlung entscheidend sind sei mal dahingestellt. Tatsache ist sicherlich, dass Poronia besonders empfinglich ist wobei auch davon ausgegangen werden kann, wenn Poronia kommt kommen auch reichlich andere Arten.. In dem "Depot", wo seit 2003 Poronia finden sind bisher mehr als 60 Arten nachgeweisen.

    LG Karl

    Hallo Karl,

    das ist beeindruckend für alle Dungi-Fans. Schade, dass du nicht auch ein Foto für die Konik-Fans gemacht hast. Meinst du eigentlich, dass die Ausbreitung der Punktierten Porenscheibe etwas damit zu tun hat, dass die Landschaftspflege mit Koniks zunimmt, oder ist den Pilzen der Dungproduzent egal?

    Hallo Claudia,

    es sind inzwischen wohl einzelne Funde auf Kaninchen- und Schafdung in jüngerer Zeit gemeldet, aber Haptsubstrat ist auf jeden Fall Pferdedung.
    Specht P, Schubert H, Wandelt R (2016) Erster Nachweis von Poronia punctata auf Schafdung. Z. Mykol. 82(1): 135-143.

    Da gibt es aber ziemlich komplexe Zusammenhänge, sonst wäre die Art ja irgendwann mal in einem Reitstall aufgetaucht. An ergiebigen Standorten werden die Die Pferde ganzjährig im Freien gehalten und vorwiegen in sauren Heidegebieten. Beim Zufüttern darf nur Futter zum Einsatz kommen, welches in solchen Gebieten geschnitten wurde. Auch heißt es die Pferde dürfen nicht mit Antibiotika behandelt werden. Umfangreiche Informationen findet man in diesem Artikel
    Gube M (2010) Poronia punctata (L.: Fr.) Fr. in Thüringen. Z. Mykol. 76(1): 59-66.

    Der in Mitteleuropa vom Aussterben bedrohte Ascomycet Poronia punctata wurde nahe Cospeda bei Jena (Thüringen) nachgewiesen. Neben Fund- und Standortbeschreibung wird die Verbreitung der Art in Deutschland und Europa besprochen. Die Beziehungen zu verwandten Arten sowie mögliche Ursachen für den generellen Rückgang von P. punctata werden diskutiert.
    Umfassende Informationen findest Du auch hierZM541093Lohmeyer.pdf

    LG Karl

    Liebe Dungpilz-Freunde

    Im letzten Jahr lernte ich ein ehemals militärisch genutztes Gebiet kennen, das seit kurzer Zeit mit Koniks beweidet wurde. Nach langer Suche fand sich dort auch die Punktierte Porenscheibe (Poronia punctata) in geringer Zahl.


    Poronia punctata galt in Deutschland als verschollen und erst in den letzten ca 15 Jahren gibt es einige Vorkommen mit zunehmender Tendenz. Wie unglaublich sich bei geeigneten Bedingungen eine solche Art ausbreiten kann, hat mich gestern bei einem erneuten Besuch aber fast erschlagen.

    Keine fünf Minuten bis zum ersten Treffer und schon sehr zufrieden weil das Vorkommen erhalten blieb.


    Das war aber erst der Anfang


    Fast auf Schritt und Tritt ging es weiter


    Zeit für Nahaufnahmen




    Wenn ich bisher noch glaubte auf eine ergiebige Ecke gestoßen zu sein, wurde ich bald eines Besseren belehrt.
    Die Dinger standen praktisch überall.




    Dachte ich schon es reicht mit der Fotoausbeute kam dieser Klumpen


    An der Gruppe kam ich dann auch nicht ohne Bild vorbei, aber dann reichte es.


    Ein solches Massenvorkommen fast gleichmäßig über die Fläche verteilt, musste natürlich zu Hause gewürdigt werden












    Hier noch in Lugol




    Wie schon so oft habe ich mir gesagt, die Art brauche ich nie mehr zu fotografieren. Aber ich werde es bestimmt wieder tun :kaffee:

    LG Karl

    Hallo Dungpilzfreunde,

    oft findet man kleine weiße Knöpfchen die noch nicht voll entwickelt sind oder bereits alte Pilze in Schieflage. Gestern kam mal alles zusammen :)

    Schneeweißer Dungtintling (Coprinopsis nivea)


    in unmittelbare Nähe dann als wären sie zusammengestellt was aber nicht der Fall ist.


    Vielleicht 20m entfernt lichtete ich noch ein Einzelexemplar ab, da ich die Kamera noch griffbereit hatte. Leider nicht eingesammelt, da ich ja schon Material hatte. Am Bildschirm viel mir dann die cremefarben Hutoberfläche und die Stielfarbe auf. Ist das noch in der Variationsbreite oder muss man dabei an C. pseudoniveus denken?



    LG Karl

    2. Galerinchen gab es auch. Diese hier haben Schnallen, dünnwandige Pleurozystiden, keine Velumsreste am Stiel, die Sporen sind ornamentiert und messen (8.5+-0.5) µm x (5.6+-0.2) µm, Q=1.5+-0.1 bzw. (7.9-10.0) µm x (5.1-5.9) µm, Q=1.4-1.7, sind dextrinoid. Pileozystiden habe ich keine gefunden, so daß ich mit den 4-sporigen Basidien dann bei Galerina vittiformis var. vittiformis lande. Was sagen die Experten dazu?

    Hallo Björn

    Du mauserst Dich ja selbst zum Experten. G. vittiformis var. vittiformis ist eindeutig richtig.

    5. Von Karl gab es auf FB die Ansage, daß wer sein Wohnzimmer betritt mindestens eine neue Art beisteuern muß. Das habe ich dann natürlich auch getan: Peronospora vernalis ex Spergula morisonii

    Perfekt und die Art ist nicht nur neu für das NSG Brachter Wald sondern auch in NRW noch nicht kartiert.

    LG Karl

    Hallo an alle,


    im Rest der Welt wundert sich niemand über Saftlinge im Wald, das ist eine mitteleuropäische Sichtweise.


    Passt also, dass Du in einem Ahorn-Eschen-Wald fündig geworden bist - beide bilden keine Ektomykorrhiza, und gerade Eschen-Wälder sind bekannt dafür, die typischen CHEGD-Arten (Clavaria, Hygrocybe, Entoloma, Geoglossum, Dermoloma) zu beherbergen, die man sonst von Magerrasen kennt.

    Hallo zusammen,

    da spielt sicher auch mit rein das Wiesen Kulturlandschaften sind. Die von Wolfgang aufgeführten Artengruppen gab es in Mitteleuropa sicherlich schon bevor Ackerbau und Viehzucht praktiziert wurden und dann eben in Wäldern.

    LG Karl

    Macrolepiota olivascens hat ein recht kräftiges Sporenpulver, so in Richtung Cognac mit Rosatouch. Hier rötet das Fleisch im Alter und das Stielfleisch kann auch türkis werden, der Hut ist jung schön rotbraun, die Lamellen können kräftig rot werden, wenn sie eintrocknen. Vorkommen:hochmontan, gerne auf Almwiesen oder in lichten grasreichen Bergwäldern. Ich kenne M. olivascens zwischen 1200 und 1700 Meter Höhe aus den Alpen.

    Hallo Christoph,

    Die Verbreitung wird von Ludwig von der Ebene bis in die subalpine Stufe und von der temperaten bis in die hemiboreale Zone angegeben. Das würde sich auch mit der Verbreitungskarte Verbreitung Macrolepiota olivascens M.M. Moser 1961 decken, sofern richtig bestimmt.
    Ich hatte im August 2017 einen als M. olivascens bestimmten Fund in Mönchengladbach/Rheydt. Leider nur ein Einzelfruchtkörper der noch dazu noch recht klein war. Ich hätte ihn ja zu gerne noch wachsen lassen aber der wäre wahrscheinlich dann im Korb eines Sammlers gelandet. Die Sporenpulverfarbe war ähnlich M. rhodosperma. Röten ist mir zumindest in der Stielrinde aufgefallen.



    LG Karl

    Für mich ebenfalls ein klarer Fall von Cyathus stercoreus.

    Lieber Nobi,

    Irgendwie erinnert mich das Ganze an Deinen Besuch im Depot als die ganze Bande Cyathus olla auf einem Pferdeapfel als Cyathus stercoreus fotografiert hat ==Gnolm7.
    Du warst natürlich aufmerksam und hast den Fund richtig als C. olla bestimmt ==Pilz24

    LG Karl

    Hallo Norbert,

    ich kenne C. stercoreus recht gut und neben den Peridiolen passen auch die jungen noch geschlossenen Frk. sehr gut. Die Größe würde mich absolut nicht stören.

    LG Karl

    Hallo Thorben,

    ich hatte in diesem Jahr meinen ersten Fund, den ich ohne Bauchschmerzen als G. sapineus bezeichnet habe. Die grobe Inkrustation der HDS im direkten Vergleich mit G. penetrans war auffällig. Kannst Du denn die Breite der HDS-Hyphen mit den Beschreibungen nachvollziehen? Das scheint mir das sicherste Merkmal zu sein.

    LG Karl

    Nach welchen Kriterien wird denn jetzt in der Funga Nordica zwischen L.ambustum und S. gibberosa unterschieden ?

    Sp nodulose (fig. 501F). Cap 3-25 mm, conical to bell-shaped or convex, often with a papilla, sometimes with depressed centre with age, smooth to finely tomentose, brownish grey to greyish brown, hygrophanous, translucently striate in outer part; gills emarginate to almost free, medium spaced to crowded, greyish to greyish brown; stem 20-70 x 1-3 mm, cylindrical, greyish brown, often whitish floccose, sometimes with a pseudorrhiza connected to black sclerotia; smell and taste farinaceous. Sp 5-8 x 4-6.5 μm. In forests, amongs mosses, etc., sometimes on burnt ground; summer to late autumn; rare in temp.-suba.; DK (DD), NO (LC). – B&K 3:254, Lud 44.27 (both as L. ambustum), RdM 45:151.

    L. gibberosum (Jul. Schäff.) M. Lange (Tephrocybe g. (Jul. Schäff.) P.D. Orton)

    - Sp with small, rounded warts (fig. 503A). Cap 5-25 mm, convex to plane or slightly depressed, smooth, yellowish brown to dark brown, hygrophanous, not or slightly translucently striate; gills emarginate, medium spaced to crowded, whitish to pale yellowish buff; stem 25-60 x 1-4 mm, cylindrical, yellowish brown to dark brown; sometimes subfasciculate; smell faintly farinaceous. Sp 5-7 μm, globose. On burnt ground; autumn; rare in temp.-suba.; DK (NT), FI (LC), SE (LC). – Mic Due 378, RdM 33:267, 45:152.

    L. ambustum (Fr.: Fr.) Singer (Tephrocybe a. (Fr.: Fr.) Donk)

    LG Karl

    Da sollte doch atratum passen, oder?

    Hallo Harald

    L. atratum ist m. E. ziemlich unbestritten die Art mit breit elliptischen Sporen. Es stellt sich allenfalls die Frage, ob hier L. ambustum oder L. gibberosum vorliegt die bei Ludwig und in Pilze der Schweiz synonymisiert, in der Funga Nordica jedoch getrennt werden. Aus Lyophyllum gibberosum wurde inzwischen Sagaranella gibberosa.

    LG Karl