Hallo Björn,
schön, dass B. pusilla wieder da ist. War das auf der gleichen Fläche wie beim Pilzfreundetreffen?
LG Karl
Beiträge von Karl W
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Crepidotus malachius würde ich mir gerne mal angucken, die Art ist mir bisher unbekannt.
Hallo Pablo
Makroskopisch ist C. malachius identisch mit C. applanatus. Ich hatte 2019 einen Fund mit Sporen bis 7,5 mµ zunächst als cf. applanatus abgelegt, bevor mir C, malachius in der Arbeit von Consiglio & Setti auffiel. 2020 hatte ich dann ein reichliches Vorkommen, für das Hans coprinusspezi nach Krefeld gekommen ist und ähnlich große Sporenmaßen ermittelt hat. Crepidotus malachius Gestern habe ich den liegenden Stamm noch aufgesucht, aber es waren keine Frk. dran.
Wenn Du weiter alle Funde von "applanatus" untersuchst, wirst Du sicher mal fündig.
LG Karl -
vielen Dank für eure Antworten! Ich weiß, dass Crepidotus fast ausschließlich nur mikroskopisch bestimmbar ist, außer vielleicht C. mollis und C. crocophyllus, doch für den braucht man KOH.
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Hallo zusammen
Seit Jahren beobachte ich vergeblich eine kurzrasige, moosige Wiese auf dem Krefelder Hauptfriedhof, der ich einiges Potential für Wiesenpilze zugetraut habe. Ich wollte sie mangels Erfolg schon abschreiben, aber gestern wurde der Anfang gemacht..
Orange-Ellerling (Cuphophyllus pratensis)
Schleimfußsaftling, Klebriger Saftling (Hygrocybe glutinipes)
Meistens verstecken die sich ja im Gras, aber dieses Pärchen machte mal eine Ausnahme
Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica)
Unmittelbar benachbart und neu für den Friedhof war auch der Haselmilchling (Lactarius pyrogalus)
Einer der häufigsten Täublinge bei mir mit scharfem Geschmack, charakteristischem Geruch der mich tatsächlich an Camembert erinnert und positiver Guajakreaktion
Camemebert-Täubling (Russula amoenolens)
Heute ging es dann in den Krefelder Stadtwald. Auf meiner Saftlingswiese war zwar Pause, aber dafür gab es einen für mich neuen Täubling. Scharfer Geschmack, Geruch schwer zu beschreiben aber nicht wie der Vorgägnger oben und sehr schwache Guajakreaktion. Außerdem sind die Fruchtkörper etwas kompakter und kräftiger. Ältere und sehr junge Fruchtkörper sind optisch kaum zu unterscheiden.
Großer Kamm-Täubling (Russula sororia)
Neben der namengebenden Farbe (in der Hutmitte), wenig scharfem Geschmack oft mit ockerlichen Flecken und meist bei Eiche wachsend.
Purpurschwarzer Täubling Russula (bresadolae) früher R. atropurperea
Purpurschwarzer Täubling Russula (bresadolae) mit im Alter grauendem Stiel und rostfleckigen Lamellen
Zum Abschluss noch ein Pilz den ich zwar gut kenne, aber seit 6 Jahren nicht mehr so zahlreich gefunden habe. Auf Holzhäxelhaufen, die ich schon seit Wochen beobachte wurde ich jetzt fündig.
Runzeliger Ackerling (Agrocybe rivulosa)
LG Karl -
Hallo Romana
Mit dehnbarer Huthaut und den dunklen Schüppchen kann ich mir auch nur C. mollis var .calolepis vorstellen. Ich glaube inzwischen ist C. calolepis auf Artrang gestellt worden.
Für den zweiten Fund ist die dunkle Färbung alter Fruchtkörper kein Bestimmungskriterium. Eine Bestimmung ist ohne Mikroskop nicht möglich, aber in der Größe denke ich an C. applanatus oder C. malachius.
LG Karl -
Das fehlende n hatte ich völlig überlesen, Karl. Aber ich kenne I. mixtilis unter dem Namen Gerandetknolliger Risspilz. Daher mein vorlauter Hinweis eben. Eine der wenigen Arten die ich manchmal erkennen kann, weil sie bei mir am Küchenfenster wächst.
Hallo Claudia,
das wird wohl sehr unterschiedlich gehandhabt. Bei der großen Zahl von knolligen und gerandetknolligen Risspilzen ja auch kein Wunder.
LG Karl -
Hi,
Zudem hab ich Vertreter aus der Mixtilis-Gruppe bisher noch nicht mit so rimosen Huträndern gehabt.
Hallo Stefan,
bei Betrachtung der gesamten Kollektion hast Du sicher recht, aber ich finde jung gleichen sich die Arten wie ein Ei dem Anderen .
LG Karl -
Schönes Portrait, Karl!

Aber korrigiere doch bitte den Titel.
Einen Kolligen Risspilz kennt weder Google und vermutlich auch nicht Ditte.

LG, Nobi
Erledigt, danke für den Hinweis.
LG Karl -
Hallo zusammen,
ein Massenvorkommen unter einer freistehenden Buche bot die Gelegenheit einen Risspilz in nahezu allen Alterstadien abzulichten. Honiggeruch, gerandete Knolle und und fast glatte, gelbliche Hüte sind gute Merkmale für den Knolligen Risspilz. Sehr ähnlich könne Arten aus der Mixtilis-Gruppe aussehen, die jedoch dickwandige Zystiden besitzen.
Knolliger Risspilz (Inocybe cookei)
Sporen kaum 10 mµ erreichend
Im oberen Stielteil herausragende Hyphenenden sind keine Echten Kaulozystiden
sehen aber hübsch aus
Lammellenschneide ungequetscht
Cheilozystiden meist keulig
Hutdeckschicht aus schlanken teilweise inkrustierten Hyphen
Ich hoffe unbekannte Neubeschreibugen oder Sequenzierungsergebnisse machen mir keinen Strich durch die Rechung
LG Karl -
Hallo
Der Braunrote Lacktrichterling ist das sicher nicht. Die meisten Bilder auf der Referenzseite sind untypisch oder falsch. Das letzte Bild unten rechts zeigt jedoch die typischen Stiele für die Art. Du kannst den Pilz ohne Mikros nur als L. laccata Aggregat ablegen.
LG Karl -
Hallo Björn
Die Volvariella iat toll!. Habe ich bisher immer nur einteln gefunden und Cortinarius bolaris ist sicher. Interessant, was das Rothbachtal immer wieder hervorbringt.
LG Karl -
Hallo Claus
super und danke für die Bestätigung des Schlüsselmerkmals. Leider hatte ich (seit ich den Schlüssel kenne) noch keine der Arten ohne SV-positive Hymenialzystiden. Die Gefundenne Exemplare von R. nigricans waren schon von selbst schwarz.
LG Karl -
Hallo Joli und Werner
Die Vermutung von Werner Edelmann hat sich klar bestätigt. Es handelt sich eindeutig um Marasmiellus ramealis. Die Amyloidität der wenigen Sporen waren wohl eine Täuschung und vor Allem habe ich jetzt einige reife extrem schlanke Sporen gefunden wie sie für die Art typisch sind. Die obere Lage der Hutdeckschicht bestand aus deutlich warzigen Hyphen und die Hyphen darunter waren teilweise deutlich zebraartig pigmentiert.
LG Karl -
Hallo Sebastian
Schau mal hier: Bolbitius titubans var. olivaceus oder bei den weiteren Arten auf der Seite von Hans coprinusspezi
LG Karl -
Hallo Bernd
Auf meinem Monitor hat Deine C. fumosa deutliche Gelbtöne. Da gibt es sicher Verwechselungsarten wie z. B C. amoenoides.
LG Karl -
Hallo Thomas,
das sieht nach dem Feuerschüppling (Pholiota flammans) aus.
LG Karl -
Hallo Karl
Wie ich verstehe, die Sektion Filipedes ist noch nicht genügend erforrscht. Auch wenn ich frische FK gehabt hätte, wäre vermutlich die Bestimmung nicht so einfach, oder?
Hallo Joli,
Einfach sicher nicht aber nur nach Exsikkat unmöglich auch wenn man den Robich Band 1 und 2 hat.
LG Karl -
in dem Zusammenhang sei auch kurz auf diese brandaktuelle Arbeit zu den Schwarztäublingen verwiesen: Enlightening the black and white: species delimitation and UNITE species hypothesis testing in the Russula albonigra species complex | IMA Fungus | Full Text
Hallo Björn,
da warst Du schneller als ich
. Der Schlüssel in der Arbeit ist schrecklich gesetzt und dadurch etwas unübersichtlich, weshalb ich mal einen überarbeiteten Schlüssel hier einbinde. Schwärztäubline Lange_et_al-2021-IMA_Fungus Key.pdf
Beim ersten Eindruck war ich nicht so begeistert, da man zur Bestimmung von R. nigricans schon Sulfovannilin benötigt, aber wenn sich das Merkmal mit der Anfärbung der Hymenialzystiden als brauchbar erweist, ist der Ansatz doch interessant.
Bei Russula atramentosa konnte ich die Reaktion bereits testen.
Es wäre jedenfalls interessant das bei R. densifolia ebenfalls zu prüfen, auch wenn der Fund jetzt schon fast überbestimmt ist.
G Karl -
Servus Joli und Karl,
kann das nicht einfach Marasmiellus ramealis sein?
Hallo Werner
ein interessanter Gedanke, dem ich nochmal nachgehe. Leider habe ich nur einen getrockneten Fruchtkörper und nicht sehr viele Sporen. Mein Eindruck war, dass die Sporen amyloid sind, was Marasmiellus ausgeschlossen hatte. Ich prüfe nochmal die Mikrobilder von der Stielrinde und mikroskopiere die HDS, welche ich mir gestern geschenkt habe.
LG Karl -
Hallo Sebastion
Tolle sehr gut dokumentierte Funde. Nr. 4 ist mit größter Wahrscheinlichkeit Clavaria fumosa.
LG Karl -
Hallo Ingo
Momentan kann ich mir nicht Anderes als E. vilaceoserrulatum vorstellen, wobei die Beschreibung wohl nur auf einer einzigen Kollektion beruht und die Variabilität der Art nicht bekant ist.
LG Karl -
Hallo Bernd
Nr. 5 hier kommt auch E. longistriatum in Betracht
Nr. 6 kann ich mir wie Matthias sehr gut E. infula vorstellen
Nr. 7 bin ich wie Florian bei E. prunuloides
Nr. 8 E. caesiocinctum ist möglich wobei ich E. linkii nicht völlig ausschließen kann
Nr. 10 bin ich wie Florian bei E. mougeotii
LG Karl -
sorry war wohl schon zu spät

Entoloma placidum
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Hallo Joli
Ich habe zuerst nach Schnallen im Fruchtkörper gesucht, um sicher zu sein, dass Cyanula ausgeschlossen ist und habe diese mühelos gefunden. Die Bestimmung und Abgrenzung zu weiteren Arten war mit dieser Arbeit kein Problem. Entoloma subgenus Leptonia Morozova et al. Persoonia 32.pdf
LG Karl -
Hallo Joli,
obwohl die Lamellen eine dunklere Sporenfarbe erwarten ließen, handelt es sich eindeutig um eine Mycena aus der Sektion Filipedes. Eine Bestimmung auf Artebne ist nicht möglich, da wichtige makroskopische Merkmale wie Farbe der frischen Fruchtkörper oder ein eventueller Geruch nicht bekannt sind.
LG Karl
