Beiträge von Karl W

    Hallo Bernd

    Nummer 1 ist eindeutig eine Pterula, wie Norbert und Björn bereits geschrieben haben.
    Nummer 3 ist wie Björn schrieb ein Rötling aus der UG Leptonia und höchstwahrscheinlich Entoloma mougeotii
    Nummer 6 ist wohl Russula foetens/subfoetens und auf Artebene nur mikroskopisch zu bestimmen. Es gibt auch noch weitere ähnliche Arten mit einer starken Aniskomponente im Geruch.
    Nummer 11 kann Psathyrella pyrotircha sein, könnte ich aber in dem Alter makroskopisch nicht vom Träneneden Saumpilz unterscheiden.

    LG karl

    ...

    Meine blau(schwarzen) Lieblinge bereiten mir inzwischen Schwierigkeiten. Molekulare Untersuchungen lassen einige neue Arten allerdings auch Zusammenlegungen erwarten (M. Noordeloos pers. Mitteilung). Von 14 dokumentierten Kollektionen hier einige Eindrücke.

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    Klingt nach Verdruss.

    Ich könnte das verstehen. Man kommt ja gar nicht mehr hinterher bei all den neuen Sortierungen, Namen und hastenichjesehn.

    Hallo Mausmann,

    ich sehe das teilweise durchaus positiv. In der Beschreibung von Entoloma chalybaeum steht in der Fungi Europaei: Lamellen jung mit blauen Tönen, Lamellenschneide gleichfarbig oder partiell braun. Wenn sich herausstellt, das es sich bei Exemplaren mit blauen Lamellen ohne gefärbte Schneide um eine eigene Art handelt, muss diese eben neu beschrieben. In der Praxis ist es natürlich komplizierter, weil zunächst die gesamte Literatur nach einem möglicherweise bereits vorhandenen gültigen Namen durchsucht werden muss. Wenn man aus den Typusexemplaren keine Sequenz erhält wird es noch wesentlich komplexer. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die geplante Überarbeitung.
    Eigenen gut dokumentierten Funden kann man dann hoffentlich einen Namen geben.

    LG Karl

    der war bestimmt voll zugedeckt gewesen? So ist jedenfalls mein Eindruck.

    Ich komme zwar zu einem möglichen Arbeitsnamen, aber das müsste ich mikroskopisch überprüfen, dass der weder incrustierte Primordialhyphen noch Dermatozystiden hat. Ansonsten habe ich keine Idee.

    Machen wir es mal spannend und warten weitere Vorschläge ab.


    Hallo Claus,


    mild mit weißem Sporenpulver ohne inkrustierte Primordialhyphen und ohne Dermatozystiden. Da kannst Du auch gleich R. virescens schreiben :D. Ich hatte zweimal solch verkappte Exemplare und konnte erst unter der Lupe an einem Teil des Hutrandes die feldrige Huthaut erkennen. Mikroskopisch konnte ich meine Funde bestätigen.

    LG Karl

    Hallo Romana,

    das Röten an der verletzten Stelle und am Stiel, spricht schon sehr dafür. Normalerweise müsste die Rotfärbung auch auf Hut und Lamellenschneiden auftreten, aber das hast Du beim Handling sicher bemerkt. Der Stiel müsste vollständig bereift also mit Kaulozystiden bedeckt sein. Die ermittelten Mikros passen.

    LG Karl

    Und hier habe ich direkt noch eine Frage: Ditte schrieb ja bei meinem Beitrag, dass meine Sporenmaße größer als ihre gewesen seien. Was ist denn bei deinen Sporenmessungen herausgekommen?

    Hallo Matthias

    Meine Sporen waren etwas kürzer als Deine.

    Messung Matthias -- 9,5 - 13,3 X 5,8 - 6,6; Mittelwert: 12,1 X 6,25

    Messung Karl --------- 8,8 - 12,6 X 5,6 - 6,8; Mittelwert: 10,9 X 6,3

    LG Karl

    Hallo Florian

    Tolle Artenvielfalt zeigst Du uns da. E. corvinum würde ich nochmals überprüfen, da die Stiele mir auf dem Bild zu glatt und zu blau erscheinen.

    LG Karl

    Hallo zusammen

    Nach NSG Brachter Wald (Depot) 08. + 11 August Teil 1 jetzt also die Wiesenpilze. Der großartige Sommer mit regelmäßigen Niederschlägen, oft bewölktem Himmel und moderaten Temperaturen macht es möglich. Saftlinge schieben nach, Keulchen erscheinen in neuen Schüben und endlich kommen mal wieder Leptonien (Untergattung der Rötlinge) in großer Zahl.

    Pfifferlingssaftling (Hygrocybe cantharellus)


    Knoblauchsaftling (Hygrocybe helobia)


    Safrangelber Saftling (Hygrocybe acutoconica / persistens)


    Wurmförmige Keule (Clavaria fragilis)
    Clavaria fragilis 08.08.21 Depot 1.jpg

    Wurmförmige Keule (Clavaria fragilis)
    Clavaria fragilis 08.08.21 Depot 2.jpg

    Leptonie ohne blauschwarze Töne und vollständig gerieft. Gestreifter Rötling oder Zärtling (Entoloma longistriatum)


    Meine blau(schwarzen) Lieblinge bereiten mir inzwischen Schwierigkeiten. Molekulare Untersuchungen lassen einige neue Arten allerdings auch Zusammenlegungen erwarten (M. Noordeloos pers. Mitteilung). Von 14 dokumentierten Kollektionen hier einige Eindrücke.


    So blaue Lamellen hat gewöhnlich Entoloma chalybaeum aber der sollte laut Schlüssel braune Schneiden haben. Wahrscheinlich eine noch nicht publizierte neue Art.

    Edit: Laut Machiel Noordeloos kann E. chalybaeum auch ohne gefärbte Schneide vorkommen wie in FE 5 beschrieben. Schlüsselfehler in der Funga Nordica. Damit ist mein Weltbild von E. chalybaeum wieder hergestellt.




    Möglicherweise die gleiche Art noch jünger.


    Schwarze Hüte mit kontrastierenden, weißen Lamellen und überfaserten Stielen.
    Entoloma cf. corvinum


    Bei den Arten mit schwarzblauen Lamellenschneiden waren oft nur mit Mühe Mischkollektionen zu vermeiden und etliche habe ich stehengelassen. Relativ sicher ist die nächste Art. Blaueschwarze Töne im Hut gehen rasch verloren. Hüte nicht gerieft.
    Blaugesäumter Rötling oder Zärtling (Entoloma caesiocinctum)




    Gesägtblättriger Rötling oder Zärtling (Entoloma serrulatum) ist ähnlich, behält jedoch die dunkle Hutfarbe. Bestimmung mit leichten Bedenken.


    Gesägtblättriger Rötling oder Zärtling (Entoloma serrulatum) ältere Exemplare bleiben dunkel


    Noch eine Kollektion Gesägtblättriger Rötling oder Zärtling (Entoloma serrulatum)



    Das war es vorerst

    LG Karl

    kurz vorm Bettgehen noch schnell Deinen tollen Beitrag angschaut.

    Jetzt weiß ich auch wovon ich heut Nacht träumen werd...:)

    Guten Morgen Werner
    Ich hoffe Du hast gut geschlafen :)

    Wow!

    Das sind also einige der Pilze, vom denen Du mit uns eine Mikroskopierpause gemacht hast.


    Auch wenn ich mich wiederhole, ich finde es klasse, dass Du - so ganz nebenbei - auch immer Bestimmungs-Merkmale nennst.

    Hallo Tuppie,
    die zeitaufwändigen Arten kommen erst in Teil 2 und mit den Bestimmungsmerkmalen das ist zwar auch zeitaufwändig, aber ich bleibe weiterhin bemüht.


    wieder mal ein schön anzuschauender Bericht aus dem Depot. Da freue ich mich schon auf Teil 2.

    Danke Björn,
    ich hoffe wir werden uns die Arten auch mal gemeinsam ansehen können, aber meine spontanen Entscheidungen zu den Exkursionen sind zwischen 5:00 und 6:00 am Morgen gefallen.

    LG karl

    Hallo Raphael,

    das war noch eine richtig tolle Bettlektüre :). Danke für Deinen wiederum tollen Bericht.

    LG Karl

    PS. Mit der Monographie von Jeppson und den Bauchpilzen geht es mir wie Dir aber mit Helvella und Skrede et al. 2017 habe ich oft noch ziemliche Mühe

    Hallo zusammen,

    nachdem mir Matthias antoff freundlicherweise mitgeteilt hatte, das sein Fund von Inocybe dunensis Inocybe javorkae? erneut im Depot aufgetreten und neu für das Gebiet ist, war ich am nächsten Morgen sofort zur Stelle. Es zeigte sich allgemein ein deutlicher Artenzuwachs, der drei Tage später einen weiteren Besuch erforderte. Insgesamt konnte ich 74 Arten erfassen, was auf den Sandböden im Sommer schon sehr ungewöhnlich ist.

    Das Objekt der Begierde Dünen-Risspilz (Inocybe dunensis)


    Gemeiner Wirrkopf (Inocybe lacera)


    Sowohl bei Eiche als auch bei Birke zeigte sich Rotbrauner Scheidenstreifling (Amanita fulva)


    Rotbrauner Scheidenstreifling (Amanita fulva)
    Amanita fulva 11.08.21 Depot 2.jpg

    Nicht in jedem Jahr erscheint der Narzissengelbe Wulstling (Amanita gemmata)


    Der Gelbblättrige Waldfreundrübling (Gymnopus ocior) hat keineswegs immer gelbe Lamellen. Trotz der relativ dunklen Hutfarbe zur Sicherheit mikroskopisch überprüft


    Der Kupferrote Gelbfuß (Chroogomphus rutilus) wurde in mehrere Arten aufgetrennt und ist makroskopisch nur noch als Aggregat ansprechbar. Die Überprüfung der Lamellentrama mit Melzer zeigte keinerlei Reaktion weshalb es sich bei folgendem Bild um (Chroogomphus mediterraneus) handelt.


    In schattigen Bereichen fanden sich auch makellose kleine Pilzchen
    Rosshaar-Schwindling (Gymnopus androsaceus)


    Blaustieliger Heftelnabeling (Rickenella swartzii)


    Einer von 6 verschiedenen Bauchpilzen. Hasenstäubling (Lycoperdon utriforme)


    Flockenstieliger Hexenröhrling (Neoboletus erythropus)


    Viel dünnfleischiger als der Gewöhliche Erdwarzenpilz (Thelephora terrestris) und zentral gestielt
    Nelkenförmiger Warzenpilz (Thelephora caryophyllea)


    Auf Pferdedung zeigten sich erste Exemplare der Punktierten Porenscheibe (Poronia punctata)
    Hier die Nebenfruchtform


    Auch Sprödblättler waren nicht nur als Einzelexemplare am Start sondern teilweise sogar ausgesprochen häufig
    Die Milch wird beim Eintrocknen gelb, was besonders gut auf einem Papiertaschentuch zu beobachten ist. Neben mildem Geschmack und Vorkommen bei Birke gute Bestimmungsmerkmale.
    Milder Schwefelmilchling, Flattermilchling (Lactarius tabidus)


    Die starke Eisensulfatreaktion am Stiel ist eine gute Bestätigung für den
    Speisetäubling (Russula vesca)


    Ein Birkenbegleiter mit nur wenig scharfem Geschmack, dessen Stiel nach einiger Zeit gelbe Flecken aufweist (hier noch nicht ausgeprägt). Hier mal recht blasse Exemplare.
    Vielfarbiger Täubling (Russula versicolor)
    Russula versicolor 11.08.21 Depot.jpg

    Ein Milder roter Täubling mit cremefarbenem Sporenpulver IIIa. Kam mehrfach bei Birken vor und ich hatte ihn auch schon im Fichtenwald. Hier erstmal für mich unter Buche.
    Ziegelroter Täuling (Russula velenovskyi)


    Massenvorkommen von Pfifferlingen sind auf Sandböden bei Birke sicher nicht häufig. Hier nur einige von weiteren Gruppen, die im NSG natürlich nur mit der Kamera gesammelt wurden.;(
    Gewöhnlicher Pfifferling (Cantharellus cibarius)


    Gewöhnlicher Pfifferling (Cantharellus cibarius)


    Gewöhnlicher Pfifferling (Cantharellus cibarius)


    Die Wiesenpilze folgen ein Teil 2 weil es mir zu spät wird und wer Schreibfehler findet darf sie behalten ==Gnolm7

    LG Karl

    Hallo Jörg,

    nach erneuter Betrachtung des Bildes "nicht bekannten Teile unter Eichen" bin ich mit Russula bresadolae (früher atropurpurea) recht sicher.

    LG Karl

    Hallo zusammen

    Als ich die Kristalle erstmals gesehen habe, hielt ich sie für Fremdkörper. Inzwischen habe ich sie bei gezielter Suche auch zweimal in Kongo SDS gefunden, was die von Matthias vorgeschlagene Umkombination überflüssig macht ;)

    LG Karl



    Hallo Bernd,

    zu Nr. 1 bei der Wuchsstelle würde ich Conocybe pubescens sagen

    Nr. 2 wahrscheinlich Panaeolus papilionaceus

    Von Poronia punctata zeigst Du die Nebenfruchtform, die ich heute ebenfalls gefunden habe. Der mehlartige Belag besteht aus Konidisporen.

    LG Karl

    Hallo Luca,

    die Fruchtkörper sind noch sehr jung und ohne sie mal in allen Stadien gesehen zu haben nicht ohne weiteres ansprechbar.
    Mit dem folgenden Bild wird es sicher klarer.

    LG Karl

    deine Funde sind einafach herrlich. Ich habe außer Pfifferlingen und Totentrompeten von denen noch keinen einzigen Pilz jemals zu Gesicht bekommen. Deine Pilze sind immer wieder ein Augenschmaus auch wenn dieses Mal die Saftlinge fehlen.

    Hallo Jörg,

    freut mich, dass es Die gefallen hat. Die meisten Arten kommen auf Kalkböden vor, was möglicherweise die Erklärung ist.

    Sehr interessant finde ich auch, dass Cortinarius rubicundulus auch im Laubwald vorkommt, im Schwarzwald habe ich den seither nur im Fichten-Tannenwald gefunden.

    Hallo Oehrling,

    das finde ich jetzt wieder interessant. Wir finden die Art bisher nur in Kalkbuchenwäldern und dort schon seit vielen Jahren regelmäßig. Ich habe jetzt mal bei Brandrud nachgelesen und dort wird Laub- und Nadelwald angegeben.

    da zeigst Du ja einige Pilze, die wir vor sechs Wochen noch vergeblich gesucht haben!

    Tolle Bilder von ebensolchen Arten!:thumbup:

    Danke Nobi

    Wir waren tatsächlich gemeinsam an den Fundorten, von denen die meisten Bilder stammen :). Die Artenzahl war noch sehr überschaubar und in dem Buchenwald wo wir Ramaria flavosalmonicolor hatten gab es lediglich einige zerfressene Täublinge und C. rubicundulus. Diesen allerding häufig und sogar in zwei Hexenringen.

    LG Karl

    Beim C. melanoxerus sieht man das Hymenium leider nicht. Schaut so aus, als wär's ned deutlich leistig. Drum hätt ich ihn im ersten Moment eher für C. ianthinoxanthus gehalten.

    Hallo Werner, vielen Dank für Deine Anmerkungen, die natürlich immer wilkommen sind.

    Die Fruchtkörper waren noch sehr jung, aber ich habe noch eine weitere Aufnahme, die hoffentlich überzeugender ist.


    Bei so großen Laubwaldpfifferlingen scheint mir oft C. pallens / subpruinosus die bessere Option zu sein, auch wenn sie wie hier schon kahl sind. Der linke Fk schaut aber noch bereift aus.

    Es handelte sich um ein großes Vorkommen, bei dem der Gesamteindruck eindeutig für den normalen Pfifferling sprach. Wir hatten schon eine Woche vorher junge Fruchtkörper gesehen und die hellen Stellen bei den abgebildeten Fruchtkörpern sind auf ein Antrocknen durch den am Vortag kräftigen Wind zurückzuführen.
    C. subpruinosus kommt im Gebiet ebenfalls vor. Hier eine ältere Aufnahme, die wir als diese Art angesehen haben.


    So kleine Imperatorfruchtkörper sind mE sehr schwer zuzuordnen. Ich kenn I. torosus aus den bayrischen (Vor)-alpen mit Fichte vergesellschaftet und würd mich die so jung wohl nur als Imperator ansprechen trauen. Thermophil bei Laubbäumen hab ich nur I. rhodopurpureus und luteocupreus gehabt. Aber wahrscheinlich hast Du an der Stelle ja auch schon reife sicher bestimmte Fk gefunden.

    Den Ochsenröhrling finden wir in der Tat schon seit Jahren an dieser Stelle, die er sich übrigens mit R. rubrosanguineus teilt. Da hätte ich besser den älteren Frk. vom gleichen Tag ebenfalls gezeigt.


    LG Karl

    Hallo zusammen

    Nach Häufige uns seltene Wulstlinge und Milchlinge und Täublinge mit Fehler von letzter Woche nun Pilze aus diversen Gruppen von letzter und dieser Woche.

    Den Beginn mache ich mit einem Schlauchpilz, der etwas an Gallertpilze aus der Gattung Tremella erinnert, die jedoch zu den Heterobasidiomyceten gehören.

    Schlauchzitterling (Ascotremella faginea)


    Wohlriechender Korkstacheling (Hydnellum suaveolens)


    Kammporling (Albatrellus cristatus oder aktuell wohl Laeticutis cristata)


    In der Mitte des letzten Bildes haben sich oben junge Igel versteckt, die ich erst am Bildschirm gesehen habe. Im gleichen Waldstück tummelten sich noch einige Geschwister :)
    Igelstäubling (Lycoperdon echinatum)


    Ein in der Eifel seltener Stäubling
    Flocken-Stäubling (Lycoperdon mammiforme)


    Auch einige Leistlinge waren in zum Teil großen Mengen bereits zu finden.
    Toten- oder Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides)


    Krause Kraterelle (Craterellus sinuosus)


    Krause Kraterelle (Craterellus sinuosus)


    Schwärzender Pfifferling (Cantharellus melanoxeros)


    Wenn Pfifferlinge Handtellergröße erreichen, macht das sammeln Spaß :)
    Pfifferling, Eierschwamm (Cantharellus cibarius)


    Röhrlinge waren noch Mangelware, aber dafür gab es eine wenn auch noch kleine Rarität.
    Ochsenröhrling (Imperator torosus)


    Weiter geht es mit einigen Blätterpilzen
    Durch stark gilbendes Fleisch mal ein leicht bestimmbarer Cortinarius im Buchenwald. Mir ist kein Verwechselungpartner in Mitteleuropa bekannt, was aber in Zeiten von Sequenzieungen nichts heißen muss.
    Gilbender Raukopf (Cortinarius rubicundulus)


    Von der folgenden Art gibt es wohl mehrere Sequenzen. Da helfen auch die düsteren Lamellen und der bittere Geschmack der Huthaut nicht,
    (Cortinarius infractus agg.)


    Die folgende Gruppe kann ich in diesem jungen Zustand nur benennen, weil ich die Art am selben Fleck schon mal ausgewachsen gefunden habe
    (Cortinarius suillonigrescens)


    Ein Rötling, der seinem Namen erst in fortgeschrittenem Alter verdient
    Niedergedrückter Rötling (Entoloma rhodopolium)


    Auf einem liegenden Buchenast standen Orangebraune Flockenschüpplinge (Flammulaster limulatus)


    Den hellen Schnecklingen rückt man am Besten mit KOH auf die Pelle. Dunkle gelbraune Verfärbung auf dem Hut und an der Stielbasis lassen die Art auch in jungem Zustand erkennen. Seinen Namen trägt er aber nicht wegen der KOH-Reaktion sondern weil er im Alter teilweise rostbraun wird.
    Verfärbender Schneckling (Hygrophorus discoxanthus)


    Leicht mit dem Tigeritterling (Tricholoma pardolatum = pardinum) zu verwechseln, der aber eher im Nadelwald als im Buchenwald vorkommt.
    Faseriger Tiger-Ritterling (Tricholoma filamentosum)


    Zum Abschluß noch ein Schwärztäubling. Hut, Stiel und Fleisch färben sich bei Berührung ohne vorhergehende Rosafärbung rasch schwarz. Geschmack absolut mild.
    Milder Schwarztäubling (Russula atramentosa)


    LG Karl


    Man darf sie nicht zu lange braten, sonst werden sie trocken, strohig, zäh und bitter.

    Hallo Peter,

    danke für den Hinweis. Das die Schärfe so schnell vergeht hatte ich nicht erwartet und war wohl zu vorsichtig.

    LG Karl

    Dass er die Schärfe schnell verliert, hat Karl ja schon geschrieben. Ich finde, er hat dann einen ganz feinen, kartoffelähnlichen Geschmack. Aber diese sind nun mal verschieden. Die leichte Bitternote kann ich bestätigen.


    Übrigens reicht sogar Trocknen aus und die Schärfe ist passé. Nur einfrieren werde ich ihn nicht mehr, das potenziert die Bitternote. <X

    Hallo Matthias,

    das hatte Uwe geschrieben und ich kann es jatzt bestätigen ;). Der Geschmack wird total langweilig und ich weiß jetzt warum die Zubereitung in Ungarn mit Speck und Zwiebeln erfolgt. Da ich nur sehr junge Pilze für den Test genommen habe, blieb sogar die bittere Note aus, aber eine Wiederholung wird es sicher nicht geben.

    LG Karl