Hallo Tuppie
das passt doch alles prima. Ich untersuche lieber in Kongorot, weil ich da die Zellwände besser erkenne, aber Wasser geht auch.
LG Karl
Beiträge von Karl W
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Und damit meint er natürlich nicht den vor wenigen Jahren erst beschriebenen C. luhmannii, sondern den von Schäffer beschriebenen C. caesiogriseus.
Also war es ja scheinbar notwendig die Art neu als C. luhmannii zu beschreiben. Mich würd halt interessieren warum
Hallo Werner,
jetzt hast Du mich auch neugierig gemacht und ich hab mal in den Index fungorum geschaut.
Record Details:Cortinarius caesiogriseus Jul. Schäff., Sydowia 5(3-6): 357 (1951)
Nomenclatural comment:
Nom. inval., Art. 36.1 (Shenzhen)
Editorial comment:
Published as 'ad int.'
LG Karl
PS. Statt einer Neubeschreibung hätte man natürlich auch den alten Namen validieren können, aber mit Nomenklaturregeln kenn ich mich nicht so genau aus. -
Unser Herr Garnweidner hat uns den immer als C. caesiogriseus bestimmt.
In dem Zusammenhang würd mich mal interessieren warum die Art neu beschrieben werden musste.
Hallo Werner,
die Frage kann ich natürlich nicht exakt beantworten, aber Edmund Garnweidner als Autor dieser Beschreibung
Startseite | Pilze am Ammersee erkennt die Art offensichtkich an.
LG Karl -
Hallo Gunnar und Uwe
Eure Annahme kann ich voll bestätigen, da mir der Pilz schon von den weiteren Beschreibern Thomas Münzmay und Bernhad Oertel gezeigt wurde. In mehreren Kalk-Buchenwäldern der Eifel findet man die Art in einer Höhe zwischen 350 und 650 m.
LG Karl -
Hallo zusammen,
heute mal viele Zahlen und wenige Bilder. Ein langer Tag mit Hans coprinusspezi , der sich nach ca. 5h verabschiedet und mit Nachbestimmungen begonnen hat. Ein niederländischer Pilzfreund und ich hingen noch fast drei weitere Stunden an. Inzwischen sind diverse Bestimmungs- und Mikroskopierarbeiten abgeschlossen und wir kommen auf 198 Arten bzw. Varietäten. In mehr als 20 Jahren Kartierung im Depot wurde ein derartige Zahl an einem Tag nur zweimal überschritten. Besonders erfreulich war, dass wir 10 Arten erstmals für das Gebiet festgestellt haben und die Gesamtzahl damir jetzt bei 1469 liegt. Durch die Beschäftigung mit der "Buchführung" blieb natürlich weniger Zeit zum fotografieren und bekannte Arten wurden nicht im Bld festgehalten, auch wenn sie noch so schön waren. Man muss eben manchmal Prioritäten setzen.
Einige Bilder gibt es natürlich trotzdem
Gelbe Form des Hohlfuß- Röhrlings (Boletinus cavipes f. aureus)
Hygrophaner Wiesen-Trichterling (Clitocybe agrestis) mit angenehmem würzigen Geruch.
Geradrandiger Rötling (Entocybe turbida) wahrscheinlich bisher übersehen und Neufund für das Gebiet
Kleiner Trockenrasen-Rötling (Entoloma vindobenense) Wahrscheinlich nicht selten aber oft im Vorbeigehen als E. sericeum abgetan worden.
Glatter Schirmling (Lepiota oreadiformis) bisher meistens nur Einzelfrucktkörper gefunden. Diesmal größere Gruppen an mehreren Stellen
Marmorierter Rötelritterling (Lepista panaeolus) neue Fundstelle im Gebiet. Die triste Farbe und die dunklen Flecken sind gute Merkmale
Um Weichritterlinge macht man ja gerne einen Bogen, da die Bestimmungsversuche mit mehreren Schlüsseln auch zu mehreren Ergebnissen führen. Hoffentlich erscheind bald eine gründliche Bearbeitung der Gattung, die schon länger angekündigt ist. Im Depot wird natürlich alles mitgenommen und bei Unstimmigkeiten hat man zumindest eine ausführliche Dokumentation, bis eine genaue Bestimmung möglich ist. Auch Melanoleuca excissa wird wie nicht anders zu erwarten unterscheidlich interpretiert, aber ich habe mich wegen des sehr starken (für mich angenehmen) Geruchs für einen Namen entschieden.
Melanoleuca exscissa var. iris (Kühner) Boekhout erster Nachweis im Gebiet
LG Karl -
Hallo Steve
I have never seen dumbbell-shaped Konidien in Erysiphe heraclei. Compare with Leveillula lanuginosa.
LG Karl -
Ich habe Schnallen an den Basidien und Basidiolen gesucht und nichts gefunden, würde mich darauf nicht verlassen. Da müsste ich nochmal nachgucken. Ich dachte aber, es würde nicht schaden, Schnallen woanders auszuschließen. Guckt man bei Rötlingen nur an den Basidiolen nach Schnallen?
Hallo Oliver,
es gibt etliche Arten, bei denen Schnallen nur an den Basidiolen zu finden sind. Ebenso gibt es Arten, die Schnallen im gesamten Frk. haben, was durchaus bestimmungsrelevant sein kann oder eben Arten völlig ohne Schnallen. Einen Namen habe ich für Deinen Fund ebensowenig wie Wolfgang.
E. sericeum würde ich ausschließen (Sporenquotien praktisch nie über 1,2) und deutlicher inkrustiertes Pigment in der HDS.
LG Karl -
Hallo Tuppie
Pilz 2 ist ganz sicher eine Galerina. Die Form der Zystiden findest Du bei vittiformis/atkinsoniana aber auch perplexa, wobei die augenscheinlich schwache Qrnamentierung der Sporen sogar gut zu perplexa passt. Zur genauen Bestimmung müsstest Du noch auf Pileozystiden und Kaulozystiden schauen und eventuell auch noch auf die Anwesenheit von Pleurozystiden. Galerina ist eine tolle Gattung, aber sie macht etwas Arbeit
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LG Karl -
Hallo Oliver,
makroskopisch passt R. versicolor. Geschmack in den Lamellen scharf, Guajak +++, Starkes Gilben im Stiel, SPP IIIa, Birke als Baumpartner. Da hätte ich glatt aufs Mikroskop verzichtet.
Leider sieht man nur von einer Spore, das Ornament, welches allerdings im Rahmen liegt. Die Haare der HDS sind bei dieser Art gewöhnlich recht dünn und zylindrisch, wie auf Deinen Bildern teilweise zu sehen. Die Elemente auf Bild 7, 8, 9, 11 sind für mich Dermatozystiden. Schau Dir die Huthaut von Täublingen zunächst in Kongorot an. Die Dermatozystiden sind eigentlich fast immer so zu erkennen und Du siehst auch eine mögliche Septierung besser. Es gibt Arten bei denen sich die DZ in SV nur schwach anfärben, aber ich weiß momentan nicht, ob R. versicolor dazu gehört.
LG Karl
Dermatozystiden von R. versicolor in Kongorot -
Hallo Frank
C. splendens ist in allen Teilen auch im Fleisch leuchtend gelb und hat auch noch gelbes Basalmyzel. Die rote KOH-Reaktion kenne ich von C. splendesn so auch nicht
LG Karl -
Hallo Raphael
Nr. 2 erinnert etwas an Entoloma turbidum.
LG Karl -
Hallo zusammen,
seit mir der Unterschied bekannt ist, habe ich bei uns nur noch C. mediterraneus gefunden, aber dafür auch kurz hinter der Grenze den Erstnachweis für die Niederlande. Die haben den noch nicht in der Kartierung.
LG Karl -
Hallo Andreas
Man muss den Lamellenansatz sehen und Du solltest zumindest schreiben ob Hut und/oder Stiel trocken oder schleimig ist. Die Bilder durchnummerieren wäre ebenfalls von Vorteil.
LG Karl -
Vor allem Korallen in ähnlichem Umfang würde ich gern einmal finden.
Hallo Claudia,
die sind in der nächsten Woche sicher fällig
Ich dachte immer, daß der Zerbrechlicher Saftling heißt.
Hallo Jörg
der Name wird im DGfM-Kartierungsprogramm verwendet, aber es gibt noch mehr im Angebot
Zerbrechlicher Gold-Saftling, Zitronensaftling, Zitronengelber Saftling,Wachsiger Saftling, Wachsgelber Saftling, Gebrechlicher Saftling
Welch reiches und schönes Vorkommen dieses Pilzes, der seinem deutschen Namen mehr als gerecht wird!
Ja, das war überragend und gleichzeitig ein für mich neuer und in NRW noch nicht kartierter FundRamariopsis robusta Matouš & Holec Kräftige Wiesenkoralle
Die erst 2017 von Ramaria kunzei u.a wegen der deutlich stacheligen Sporen abgetrennte Art habe ich noch nie gesehen.
Danke ganz besonders fürs Zeigen!

Mein erster Fund der Art ist von 2014. Zunächst noch mit Unbehagen als R. kunzei bezeichnet und später umbenannt. R. kunzei ist viel filigraner und wird nie mehr als faustgroß, wie ich es schon mehrfach bei R. robusta gesehen habe.
LG Karl -
Das ist aber nicht der "Probe"votrag von Karl, den er letzten Mittwoch gehalten hat.

Nein, aber der ist doch noch besser

Ich versuche dabei zu sein und habe nichts zu zeigen, was Ihr nicht Im Wunderland sehen könnt.
LG Karl -
Hallo zusammen
Nachdem der Titel Wiesenpilzwahnsinn bereits verwendet wurde, musste ich auf Wunderland ausweichen
.
Auf dem Weg zur Alme-Tagung im Hochsauerland folgte ich noch einem Hinweis von üppigem Pilzwachstum auf einer bekannten Wiese, die ich 2017 bereits besucht hatte. Zu dritt fanden wir 18 verschiedene Saftlinge und 6 verschiedene Clavariaceen überwiegend in gutem Zustand. Natürlich gab es auch noch diverse Rötlinge, die aber leider überständig und meist nicht mehr bestimmbar waren.
Zur Beschriftung mit wissenschaftlichen und deutschen Namen, habe ich eine zeitsparende Möglichkeit gefunden, da ich meine Funde in das Kartierungsprogramm Mykis eingebe. Fundliste exportieren, hier reinkopieren und Bilder einfügen. Jetzt sind auch noch die Autorenzitate dabei.Cuphophyllus pratensis (Pers.) Bon Orange-Ellerling
Cuphophyllus virgineus (Wulfen) Kovalenko Weißer Ellerling
Gliophorus irrigatus (Pers.) A.M. Ainsw. & P.M. Kirk Grauer Saftling
Gliophorus laetus (Pers.) Herink Zäher Saftling
Gliophorus psittacinus (Schaeff.) Herink Papageien-Saftling
Hygrocybe ceracea (Wulfen) P. Kumm. Gebrechlicher Saftling
Hygrocybe chlorophana (Fr.) Wünsche Stumpfer Saftling
Hygrocybe coccinea (Schaeff.) P. Kumm. Kirschroter Saftling
Hygrocybe conica (Schaeff.) P. Kumm. Kegeliger SaftlingHygrocybe insipida (J.E. Lange) M.M. Moser Gelbrandiger Saftling
Hygrocybe punicea (Fr.) P. Kumm. Granatroter Saftling
Hygrocybe quieta (Kühner) Singer Schnürsporiger Saftling
Hygrocybe reidii Kühner Bitterer Honig-Saftling
Hygrocybe splendidissima (P.D. Orton) M.M. Moser Prächtiger SaftlingNeohygrocybe nitrata (Pers.) Kovalenko Nichtrötender Nitratsaftling
Clavulinopsis corniculata (Schaeff.) Corner Geweihförmige Wiesenkoralle
Clavulinopsis helvola (Pers.) Corner Goldgelbe Wiesenkeule
Clavulinopsis laeticolor (Berk. & M.A. Curtis) R.H. Petersen Schönleuchtende Wiesenkeule
Clavulinopsis luteoalba (Rea) Corner Gelbweiße Wiesenkeule
Ramariopsis robusta Matouš & Holec Kräftige Wiesenkoralle
Cuphophyllus colemannianus (A. Bloxam) Bon Dattelbrauner Ellerling
Neohygrocybe ingrata (J.P. Jensen & F.H. Møller) Herink Rötender NitratsaftlingNeohygrocybe ovina (Bull.) Herink Rötender Saftling Ramariopsis kunzei (Fr.) Corner Weiße Wiesenkoralle
Entoloma conferendum (Britzelm.) Noordel. Kreuzsporiger Glöckling
Entoloma prunuloides (Fr.) Quél. Mehl-Rötling
LG Karl -
Hallo Bernd,
ich habe damals Camarophyllopsis foetens nicht untersucht, da sie zu der Zeit noch eindeutig und unverwechselbar war. Jüngere Funden, die ich nach dem Erscheinen der Publikationen gemacht habe, waren bisher nur H. foetens .
LG Karl -
Hallo Peter,
kein Problem.
LG Karl -
Hallo Thorben
Der Pilz heißt heute R. bresadolae. Neben anderen Merkmalen ist das weiße Sporenpulver trotz cremfarbiger Lamellen ein gutes Merkmal. Meistens finden sich auf dem Hut einige ockerliche Flecken, die Dir vielleicht noch aufgefallen sind und im Alter beginnen die Stiel leicht zu grauen.
LG Karl -
Hallo David
Meiner Meinung nach absolut richtig bestimmt. Die jung gelben Lamellen sind neben anderen Merkmalen sehr charakteristisch.
LG -
Hallo Karl
Wie am besten Makroskopisch L. echinatum und umbrinum trennen . Glaube jetzt das ich habe in meine Kollektion ein paar Funde , sehr ähnlich an Thorbens Fund welche ich habe als L. echinatum bestimmen
LG
Hallo Beli
Bei L. echinatum bleibt beim Ablösen der Stacheln ein Netz zurück und die Stacheln sind viel derber, weshalb er ja auch Igelstäubling genannt wird.
LG Karl -
Hallo Björn,
schon dokumentiert aber mir leider unbekannt. Vielleicht kommt Klaus009 ja vor der Alme-Tagung noch dazu mal reinzuschauen.
LG Karl -
Hallo zusammen
Ich war leider zu beschäftigt, um mich früher einzuschalten obwohl die Geoglossaceae zu meinen Lieblingsgattungen unter den Ascomyceten gehören. Ich kann das von Ingo und Nobi gesagte voll bestätigen.
Beide Kollektionen sind recht typisch. Die Paraphysen von G. umbratile sind nach meiner Beobachtung immer schwach pigmentiert und nur ein Teil der Paraphysen hat erweiterte Endzellen (wobei der Anteil hier schon recht hoch ist). Andernfalls müsste man noch mit Arten, die aus dem mediterranen Raum bekannt sind vergleichen. Da gibt es noch geesteranii , pseudoumbratile, subumbratile, wobei die evt. noch nicht alle gültig beschrieben sind.
Bei G. fallax kann ich mir beim besten Willen keine bessere Darstellung wünschen. Ich habe nur selten einzelne Sporen mit 10 oder mehr Septen bei meinne Kollektionen gesehen und die Sporenlänge passt ebenfalls. Toll sieht man die Paraphysen welche wie Benkert schreibt "durch eine reichlich vorhandene Kittmasse verklebt sind". Ein absolut geniales Bild.
Zur Verwechselung mit G. elongatum waren Benkert und Roobeek möglicherweise auf dem falschen Dampfer (und damit wären auch unsere bisherigen Bestimmungen falsch). G. elongatum wurde ja in die Gattung Hemileucoglossum überführt. Gattungsmerkmal sind dunkle Seten mit abgerundeten Enden am Stiel wie bei der Typusart
H. littorale. Die Überführung von G. elongatum in die Gattung hat mich zunächst irritiert.Hemileucoglossum alveolatum (E.J. Durand ex Rehm) Arauzo comb. nov. Mycobank MB 809535
Basionimo: Leptoglossum alveolatum E.J. Durand ex Rehm Annal. Mycol. 2(1) :32 ( 1904)
≡ Geoglossum alveolatum (E.J. Durand ex Rehm) E.J. Durand Annal. Mycol. 6(5) :432 (1908)
Hemileucoglossum intermedium (E.J. Durand) Arauzo comb. nov. Mycobank MB 809534Basionimo: Geoglossum intermedium E.J. Durand. Annal. Mycol. 6(5) :431 (1908)
Hemileucoglossum elongatum (Starb. ex Nannf.) Arauzo comb. nov. Mycobank MB 809536Basionimo: Geoglossum elongatum Starb. ex Nannf. Ark. Bot., 30 :24 (1942)
Jetzt habe ich mal bei Nannfeld (1942) nachgelesen worauf die Umkombination basiert und das gefunden:
Augenscheinlich reichte Arauzo das bereits aus. Ich habe inzwischen mal einem Fund von G. elongatum wie Ingo und ich sie kennen zur Sequenzierung weitergeleitet. Bin gespannt, was dabei herauskommt.
Leider habe ich auf der DGfM-Tagung Mathias Lüderitz nicht angetroffen der einen Fund auf Fehmarn als G. elongatum bestimmt hat. Mir fehlen leider die Kontaktdaten um ihn mal anzuschreiben. nobi_† kannst Du helfen?
LG Karl -
Hallo Björn,
kein Problem. Ich musste selber im Beitrag zweimal nachlesen und mir beide Arten genau ansehen. L. echinatum hatte ich sogar makroskopisch schon völlig ausgeschlossen, da ich die Art oft gesehen habe.
LG Karl -
ich wäre hier wegen des Sporenornaments auch bei L. nigrescens.
Hallo Björn,
bei L. nigrescens sollte nach Ablösen der Stacheln ein Netz erkennbar sein, was Thorben ja verneint. . Ich denke die zuerst genannte Einschätzung als L. umbrinum ist richtig.
LG Karl
PS Bestimmung nach "Puffballs in Northern and Cenral Europe"
