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letzter Beitrag von antoff am

NSG Brachter Wald (Depot) 08. + 11 August Teil 1

  • Hallo zusammen,

    nachdem mir Matthias antoff freundlicherweise mitgeteilt hatte, das sein Fund von Inocybe dunensis Inocybe javorkae? erneut im Depot aufgetreten und neu für das Gebiet ist, war ich am nächsten Morgen sofort zur Stelle. Es zeigte sich allgemein ein deutlicher Artenzuwachs, der drei Tage später einen weiteren Besuch erforderte. Insgesamt konnte ich 74 Arten erfassen, was auf den Sandböden im Sommer schon sehr ungewöhnlich ist.

    Das Objekt der Begierde Dünen-Risspilz (Inocybe dunensis)


    Gemeiner Wirrkopf (Inocybe lacera)


    Sowohl bei Eiche als auch bei Birke zeigte sich Rotbrauner Scheidenstreifling (Amanita fulva)


    Rotbrauner Scheidenstreifling (Amanita fulva)


    Nicht in jedem Jahr erscheint der Narzissengelbe Wulstling (Amanita gemmata)


    Der Gelbblättrige Waldfreundrübling (Gymnopus ocior) hat keineswegs immer gelbe Lamellen. Trotz der relativ dunklen Hutfarbe zur Sicherheit mikroskopisch überprüft


    Der Kupferrote Gelbfuß (Chroogomphus rutilus) wurde in mehrere Arten aufgetrennt und ist makroskopisch nur noch als Aggregat ansprechbar. Die Überprüfung der Lamellentrama mit Melzer zeigte keinerlei Reaktion weshalb es sich bei folgendem Bild um (Chroogomphus mediterraneus) handelt.


    In schattigen Bereichen fanden sich auch makellose kleine Pilzchen
    Rosshaar-Schwindling (Gymnopus androsaceus)


    Blaustieliger Heftelnabeling (Rickenella swartzii)


    Einer von 6 verschiedenen Bauchpilzen. Hasenstäubling (Lycoperdon utriforme)


    Flockenstieliger Hexenröhrling (Neoboletus erythropus)


    Viel dünnfleischiger als der Gewöhliche Erdwarzenpilz (Thelephora terrestris) und zentral gestielt
    Nelkenförmiger Warzenpilz (Thelephora caryophyllea)


    Auf Pferdedung zeigten sich erste Exemplare der Punktierten Porenscheibe (Poronia punctata)
    Hier die Nebenfruchtform


    Auch Sprödblättler waren nicht nur als Einzelexemplare am Start sondern teilweise sogar ausgesprochen häufig
    Die Milch wird beim Eintrocknen gelb, was besonders gut auf einem Papiertaschentuch zu beobachten ist. Neben mildem Geschmack und Vorkommen bei Birke gute Bestimmungsmerkmale.
    Milder Schwefelmilchling, Flattermilchling (Lactarius tabidus)


    Die starke Eisensulfatreaktion am Stiel ist eine gute Bestätigung für den
    Speisetäubling (Russula vesca)


    Ein Birkenbegleiter mit nur wenig scharfem Geschmack, dessen Stiel nach einiger Zeit gelbe Flecken aufweist (hier noch nicht ausgeprägt). Hier mal recht blasse Exemplare.
    Vielfarbiger Täubling (Russula versicolor)


    Ein Milder roter Täubling mit cremefarbenem Sporenpulver IIIa. Kam mehrfach bei Birken vor und ich hatte ihn auch schon im Fichtenwald. Hier erstmal für mich unter Buche.
    Ziegelroter Täuling (Russula velenovskyi)


    Massenvorkommen von Pfifferlingen sind auf Sandböden bei Birke sicher nicht häufig. Hier nur einige von weiteren Gruppen, die im NSG natürlich nur mit der Kamera gesammelt wurden.;(
    Gewöhnlicher Pfifferling (Cantharellus cibarius)


    Gewöhnlicher Pfifferling (Cantharellus cibarius)


    Gewöhnlicher Pfifferling (Cantharellus cibarius)


    Die Wiesenpilze folgen ein Teil 2 weil es mir zu spät wird und wer Schreibfehler findet darf sie behalten ==Gnolm7

    LG Karl

  • Wow!

    Das sind also einige der Pilze, vom denen Du mit uns eine Mikroskopierpause gemacht hast.


    Auch wenn ich mich wiederhole, ich finde es klasse, dass Du - so ganz nebenbei - auch immer Bestimmungs-Merkmale nennst.

  • kurz vorm Bettgehen noch schnell Deinen tollen Beitrag angschaut.

    Jetzt weiß ich auch wovon ich heut Nacht träumen werd...:)

    Guten Morgen Werner
    Ich hoffe Du hast gut geschlafen :)

    Wow!

    Das sind also einige der Pilze, vom denen Du mit uns eine Mikroskopierpause gemacht hast.


    Auch wenn ich mich wiederhole, ich finde es klasse, dass Du - so ganz nebenbei - auch immer Bestimmungs-Merkmale nennst.

    Hallo Tuppie,
    die zeitaufwändigen Arten kommen erst in Teil 2 und mit den Bestimmungsmerkmalen das ist zwar auch zeitaufwändig, aber ich bleibe weiterhin bemüht.


    wieder mal ein schön anzuschauender Bericht aus dem Depot. Da freue ich mich schon auf Teil 2.

    Danke Björn,
    ich hoffe wir werden uns die Arten auch mal gemeinsam ansehen können, aber meine spontanen Entscheidungen zu den Exkursionen sind zwischen 5:00 und 6:00 am Morgen gefallen.

    LG karl

  • Hallo Karl,

    ich hatte am Tag zuvor zwar auch einige Arten gesehen, dieser Artenreichtum macht mich dann aber tatsächlich wirklich sprachlos.:)

    Toll, dass die Kollektion von Inocybe dunensis noch so ansehnlich gewesen ist. Und hier habe ich direkt noch eine Frage: Ditte schrieb ja bei meinem Beitrag, dass meine Sporenmaße größer als ihre gewesen seien. Was ist denn bei deinen Sporenmessungen herausgekommen?

    Liebe Grüße

    Matthias


    P.S. Dass Massenvorkommen der Pfifferlinge macht mich übrigens auch sprachlos.:)

  • Und hier habe ich direkt noch eine Frage: Ditte schrieb ja bei meinem Beitrag, dass meine Sporenmaße größer als ihre gewesen seien. Was ist denn bei deinen Sporenmessungen herausgekommen?

    Hallo Matthias

    Meine Sporen waren etwas kürzer als Deine.

    Messung Matthias -- 9,5 - 13,3 X 5,8 - 6,6; Mittelwert: 12,1 X 6,25

    Messung Karl --------- 8,8 - 12,6 X 5,6 - 6,8; Mittelwert: 10,9 X 6,3

    LG Karl

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