Beiträge von Karl W

    Bei dem Gedanken, dass die bestimmt werden mussten, bekomme ich Beklemmungen.
    Am allerbesten finde ich den Schlaupilz🤣.

    Hallo Claudia,

    wenn man sich nicht zu sehr von den Farben leiten lässt, Sporenpulverfarbe bestimmt und und etwas Chemie anwendet, gehen viele Arten ohne Mikroskop. Wichtig ist noch der Baumpartner. Den Schlauchpilz fand ich allerdings auch toll.

    LG Karl

    Wie riecht denn der Duftende Zwergtäubling (Russula odorata)? Als nächster kommt ja einer, der Pelargonium im Namen hat und ähnlich riechen soll. Riechen diese Pilze dann nach den Pelargonienblättern oder nach den Blüten?

    Hallo Tuppie

    R. odorata riecht laut Literatur süßlich-fruchtig,nach Äpfeln und Quitten hab ich auch schon gelesen und selber hat mich der Geruch an Mirabellen erinnert.

    R. pelargonium riecht (manchmal schwach) nach Pelargoniumblättern.

    LG Karl

    PS. Du weißt ja, dass Gerüche oft unterschiedlich empfunden werden

    Hallo zusammen

    Nach Fröhliches Täublingsraten mit acht Ansichten des Eichen-Heringstäubling (Russula graveolens agg.) folgt nun ein Bericht des Täublingskurses mit Felix Hampe und Robin Dost, der für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen interessant und lehrreich war. Vier volle Arbeitstage jeweils beginnend mit Exkursionen in ausgewählte Gebiete einem abschließenden Theorieblock am Vormittag des fünften Tages und ein gemeinsamer Grillabend, ließen keine Wünsche offen. Inklusive einiger von den Teilnehmern mitgebrachter Funde gab es mehr als 65 Arten zu bestaunen von denen ich natürlich nur eine kleine Auswahl vorstellen kann.

    An allen Tagen war der Tisch reich gedeckt :)




    Zwei Kollektionen des Eichen-Heringstäubling (Russula graveolens agg.)




    Die weitere Farbpalette gab es ja schon zu sehen. Alles Russula graveolens agg.


    Die für alle Heringstäublinge charakteristische Eisensulfatreaktion erleichter die Abgrenzung von den übrigen Arten natürlich gewaltig


    Interessante Farbvariante des Ockertäublings (Russula ochroleuca) Die orange KOH-Reaktion an der Stielbasis entlarft ihn.


    Blaugrüner oder auch Blaugrauer Reiftäubling (Russula parazurea) mit nur einem Teil der möglichen Farben


    Neu für mich war unter anderem der Apfeltäubling (Russula paludosa) der gewöhnlich im feuchten Nadelwald vorkommt.




    Sein Doppelgänger Ziegelroter Täubling (Russula velenovskyi) kann Probleme bereiten, wenn er nicht wie hier bei Birke sondern unter Fichte erscheint, hat aber gewöhnlich keinen rot überlaufenen Stiel


    Zu den kleinen, gebrechlichen, milden Dottersporern gehört der Duftende Zwergtäubling (Russula odorata) Vorkommen bei Eiche.




    Einen ähnlichen Geruch aber wesentliche hellere Sporen und scharfen Geschmack hat der Pelargonien-Täubling (Russula pelargonia agg.)






    Toll war der Fund der Fund der gelben Form des Wechselfarbigen Spei -Täublings (Russula fragilis) einem scharfen Weißsporer


    Hier gemeinsam mit typischen Exemplaren, aber der kann auch grün oder diverse Mischtöne
    Russula fragilis var. gilva 05.09.21 Hannover.jpg

    Von oben sehr ähnlich und ebenfalls scharf jedoch mit dunklerem Sporenpulver. Sonnentäubling (Russula solaris)


    Beifang gab es natürlich auch zu Genüge :)

    Nadelholzröhrling (Buchwaldoboletus lignicola) in Assoziation mit dem Nadelholz-Braunporling


    Ein Massenvorkommen eines Schleierlings Untergattung Phlegmacium (Cortinarius scaurocaninus)




    Ein Schlaupilz soll nicht fehlen (Microglossum griseoviride)


    LG Karl

    Hallo zusammen,

    bei der heutigen Eifeltour mit Rainer verdient eine Art einen eigenen Beitrag :).

    Schleiereule (Cortinarius praestans)

    Wegen des notwendigen Weitwinkels zunächst zwei Handyfotos


    Wer hätte gedacht, dass es sich nur um den Auftakt handelt der noch durch eine 7 m lange Reihe übertroffen wird


    Dann das erste Bild mit meiner Kamera


    Alle weiteren Bilder sind nicht mal Ausschnitte aus den Reihen sondern sie standen einfach so rum und zeigten sich in fast alle Altersstufen

















    LG Karl

    Liebe Mitratende

    Beim Zusammenstellen des Bildes hatte ich noch nicht daran gedacht es hier zu zeigen, sondern wollte ein Bild der gleichen Art toppen, welches ich vor zwei Jahren gemacht habe.
    Genau diese Bild zeigt nobi_† jetzt und hat schon vieles erwähnt, was ich gerade schreiben wollte und mir jetzt ersparen kann :)

    Auch im vorliegenden Fall standen alle Pilze unter der gleichen Eiche, allerdings zu Hunderten sodass ich kaum 5 Minuten für die Zusammenstellung gebraucht habe. Zu ergänzen ist noch, dass alle Heringstäublinge sich bei Berührung oder auf Druck an Stiel und Lamellen braun färben.
    Der beste deutsche Name wäre wahrscheinlich Eichen-Heringstäubling. Werner Jurkeit hat ja fast ein halbes Leben damit verbracht, morphologische Unterschiede zwischen den Arten herauszuarbeiten und unterscheidet mehrere Arten. Genetische Untersuchungen lassen zumindest in der LTS keine Trennung zu und ich kenne zu wenig davon, um beurteilen zu können ob sich bei Untersuchung weiterer Genabschnitte etwas anderes ergibt. Xerampelinae Russula clavipes complex Adamcik Mycologia 108(4) 2016.pdf
    Eine deutsche Zusammenfassung mit Mikros findet man auch in der Zeitschrift "Der Tintling" dessen Nr, ich gerade nicht greifbar haben.

    LG Karl

    @edit: Zur Ergänzung noch den ersten Satz von Felix im Theorieblock:
    Lasst Euch bei der Täublingsbestimmung nicht von den Farben leiten

    dann setze ich einfach mal komplett auf Russula graveolens agg.

    Genau das ist er :)


    Also versicolor...

    Hallo Rudi, möglicherweise hast Du nicht alles gelesen.
    R. versicolor kann natürlich ein ähnliches Farbenspektrum, wächst aber nicht bei Eiche sondern bei Birke, ist zumindest in den Lamellen scharf und gilgt im Alter am Stiel.

    LiebeTäublingsfreunde

    Dennoch: Sind das echt acht verschiedene Arten oben? Oder doch eher so 5-6?

    Das geht schon in die richtige Richtung

    es würde mich nicht wundern, wenn es am Ende die Variationsbreite der Hutfarbe eines Täublings wäre.

    Und das ist ein Treffer :giggle:

    Möglicherweise wurde teilweise überlesen, dass nur milde Täublinge unter Eiche gezeigt werden.

    Es tritt keine Grau- oder Gelbfärbung am Stiel und den Lamellen auf.
    Für Russula romelli ist das Sporenpulver nicht dunkel genung
    Der richtige Name wurde bei den Lösungsversuchen einmal genannt.
    @ edit: gerade taucht er erneut auf

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    bei den bisherigen Antworten ist noch kein einziger richtiger Name dabei, aber das wäre mir nur nach Bild ja nicht anders gegangen. Es werden nur milde Täublinge unter Eiche gezeigt.

    LG Karl

    Hallo Roman,

    Björn hat ja schon auf die Probleme hingewiesen. Meine Eigenfunde von malachius hatten im Schnitt aus mehreren Messungen 6,9 x 6,6. Ich denke Du hast wirklich noch applanatus.

    LG Karl

    Beeindruckend, dass die 150 S. zur Gattung in der Funga Nordica nicht einmal als Monographie gelten und es da weit Detailliertes gibt.

    Hallo Lars

    Warscheinlich meinst Du nicht die Funga Nordica sondern FUNI OF NORTHERN EUROPE - VOL. 3 In diesem Werk werden wesentliche Vorarbeiten für die spätere Monogrophie FUNGI EUROPAEI Vol. 14 & 14 a geleistet. Es sind halt bei weitem nicht alle Arten enthalten und molekulare Ergebnisse wenig berücksichtigt.
    Noch eine Anmerkung zu Deinem Fund. Am unteren Fruchtkörper im letzten Bild sieht man, das der Hutrand behangen ist. Beim Aufschirmen der Fruchtkörper, löst sich die Corina natürlich vom Stiel und schwindet bei älteren Frk. (fast) vollständig.

    LG Karl

    Hallo Romana,

    auf dem vorletzten Bild das sind sicher Zystiden, die wohl überwiegend keulig und kaum über 50 mµ lang sind. Das würde zu applanatus und malachius var. malachius aber nicht zur var. trichifer passen.
    Sporenmittelwerte für mallachius sind mit 6,8 x 6,4 und für aapplanatus mit 5,4 x 5,1 angegeben

    Nun kannst Du Dich entscheiden :)

    LG Karl

    Hallo Lars,

    die Funga Nordica ist ein Bestimmungsschlüssel und keine Gattungsmonographie. Die aktuelle Monographie hat mit Ergänzungsband wahrscheinlich mehr Seiten über die Gattung Hebeloma, als die gesamte Funga Nordica über alle Agaricales. Ich würden den als Hebleoma spec. ablegen ;)

    LG Karl

    PS. selbst mit Mikroskop ist die Bestimmung von Fälblingen sehr anspruchsvoll und oft ohne sicheres Ergebnis

    Hallo Täublingsfreunde

    Wie gut, wenn man jemanden kannt, der sich auskennt ;)

    Felix hatte Kontakt zu zwei der Autoren mit folgendem Ergebnis:
    Das Problem ist bereits bekannt. Die Arbeit aus welcher der Schlüssel stammt behandelt ja lediglich den Russula albonigra species complex. Die darin behandelten Arten werden vorgestellt, ausführlich beschrieben und sind auch getestet. Im Fall von R. nigricans hat man sich auf Literaturangaben verlassen. Eine vollständige Revision aller Schwärztäublinge mit weiteren neuen Arten ist in Arbeit.


    In diesem Fall wäre es besser gewesen nur den Albonigra-Komplex zu schlüsseln, aber im Nachhinein ist man immer klüger.

    LG Karl

    Hallo Romana

    C. applanatus würde ich wegen Sporen von 7 mµ ausschließen aber ich weiß ja nicht wie die durchschnittliche Größe aus mehreren Messungen ist.

    Auf Deinen Bildern seh ich fast nur Basidien. Trenne mal einen ganz dünnen Streifen von der Lamellenschneide ab und quetsche anfangs nicht so stark.
    Die var. trichifer sollte schon Zystiden bis mindestens 60 mµ Länge haben.

    LG Karl

    Hallo Claus,

    Ich habe inzwischen ebenfalls R. nigircans getestet und bin zum gleichen Ergebnis gekommen wie Du. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob es sich bei den gefärbten Eleenten wirklich um Zystiden handelt, aber dann müsste zumindest ein klärender Hinweis im Schlüssel stehen. Ich hake da mal nach, da ich am Wochenende Felix Hampe sehe.

    LG Karl

    Beim zweiten bin ich mir nicht ganz sicher, denke aber, dass es C. malachius var. trichifer sein könnte, denn die Sporen sind fast kugelig und haben einen Durchmesser von 5 - 7, nur wenige sind kleiner und die Stacheln wirken recht kurz. Übrigens wuchs dieser Pilz an Pinus, das habe ich euch noch vorenthalten.

    Hallo Ramona

    C. malachius var. trichifer unterscheidet sich in erster Linie von C. malachius var. malachius durch längere schlanke Cheilozystiden. Das solltest Du auf jeden Fall prüfen.

    LG Karl