Beiträge von Karl W

    Hallo Karl


    Wie am besten Makroskopisch L. echinatum und umbrinum trennen . Glaube jetzt das ich habe in meine Kollektion ein paar Funde , sehr ähnlich an Thorbens Fund welche ich habe als L. echinatum bestimmen

    LG

    Hallo Beli

    Bei L. echinatum bleibt beim Ablösen der Stacheln ein Netz zurück und die Stacheln sind viel derber, weshalb er ja auch Igelstäubling genannt wird.


    LG Karl

    Hallo zusammen

    Ich war leider zu beschäftigt, um mich früher einzuschalten obwohl die Geoglossaceae zu meinen Lieblingsgattungen unter den Ascomyceten gehören. Ich kann das von Ingo und Nobi gesagte voll bestätigen.
    Beide Kollektionen sind recht typisch. Die Paraphysen von G. umbratile sind nach meiner Beobachtung immer schwach pigmentiert und nur ein Teil der Paraphysen hat erweiterte Endzellen (wobei der Anteil hier schon recht hoch ist). Andernfalls müsste man noch mit Arten, die aus dem mediterranen Raum bekannt sind vergleichen. Da gibt es noch geesteranii , pseudoumbratile, subumbratile, wobei die evt. noch nicht alle gültig beschrieben sind.
    Bei G. fallax kann ich mir beim besten Willen keine bessere Darstellung wünschen. Ich habe nur selten einzelne Sporen mit 10 oder mehr Septen bei meinne Kollektionen gesehen und die Sporenlänge passt ebenfalls. Toll sieht man die Paraphysen welche wie Benkert schreibt "durch eine reichlich vorhandene Kittmasse verklebt sind". Ein absolut geniales Bild.

    Zur Verwechselung mit G. elongatum waren Benkert und Roobeek möglicherweise auf dem falschen Dampfer (und damit wären auch unsere bisherigen Bestimmungen falsch). G. elongatum wurde ja in die Gattung Hemileucoglossum überführt. Gattungsmerkmal sind dunkle Seten mit abgerundeten Enden am Stiel wie bei der Typusart
    H. littorale. Die Überführung von G. elongatum in die Gattung hat mich zunächst irritiert.


    Hemileucoglossum alveolatum (E.J. Durand ex Rehm) Arauzo comb. nov. Mycobank MB 809535

    Basionimo: Leptoglossum alveolatum E.J. Durand ex Rehm Annal. Mycol. 2(1) :32 ( 1904)

    ≡ Geoglossum alveolatum (E.J. Durand ex Rehm) E.J. Durand Annal. Mycol. 6(5) :432 (1908)


    Hemileucoglossum intermedium (E.J. Durand) Arauzo comb. nov. Mycobank MB 809534

    Basionimo: Geoglossum intermedium E.J. Durand. Annal. Mycol. 6(5) :431 (1908)


    Hemileucoglossum elongatum (Starb. ex Nannf.) Arauzo comb. nov. Mycobank MB 809536

    Basionimo: Geoglossum elongatum Starb. ex Nannf. Ark. Bot., 30 :24 (1942)


    Jetzt habe ich mal bei Nannfeld (1942) nachgelesen worauf die Umkombination basiert und das gefunden:



    Augenscheinlich reichte Arauzo das bereits aus. Ich habe inzwischen mal einem Fund von G. elongatum wie Ingo und ich sie kennen zur Sequenzierung weitergeleitet. Bin gespannt, was dabei herauskommt.

    Leider habe ich auf der DGfM-Tagung Mathias Lüderitz nicht angetroffen der einen Fund auf Fehmarn als G. elongatum bestimmt hat. Mir fehlen leider die Kontaktdaten um ihn mal anzuschreiben. nobi kannst Du helfen?

    LG Karl

    Hallo Björn,

    kein Problem. Ich musste selber im Beitrag zweimal nachlesen und mir beide Arten genau ansehen. L. echinatum hatte ich sogar makroskopisch schon völlig ausgeschlossen, da ich die Art oft gesehen habe.

    LG Karl

    ich wäre hier wegen des Sporenornaments auch bei L. nigrescens.

    Hallo Björn,

    bei L. nigrescens sollte nach Ablösen der Stacheln ein Netz erkennbar sein, was Thorben ja verneint. . Ich denke die zuerst genannte Einschätzung als L. umbrinum ist richtig.

    LG Karl

    PS Bestimmung nach "Puffballs in Northern and Cenral Europe"

    Hallo tuppie,

    Ich kann es morgen wohl schaffen und könnte eine Präsentation über Winter- und Frühjahrspilze zeigen, die ich für Freitag bei der Tagung der Westfälischen Pilzfreunde vorbereitet habe. Wäre quasi ein Probelauf für mich :).

    LG Karl

    Von Clavaria flavipes konnte ich bisher nur recht junge Exemplare untersuchen. Die Fruchtkörper waren tief im dichten Moos verborgen und schauten nur mit der absoluten Spitze daraus hervor. Abgesehen vom Fuß waren sie ziemlich blass:


    Die zweite Kollektion von Ingo hat genau diese strohgelbe Farbe und die Sporen passen in Form und Größe auch wunderbar dazu, das sollte eine typische C. flavipes sein.

    Hallo zusammen

    C. flavipes hatte ich bei Kollektion 2 ja makroskopisch schon angenommen und sehe die ebenfalls als absolut bestätigt an. Nahezu kreisrunde Sporen mit Apikulus habe ich bei 4 Kollektionen gefunden. Interesant ist vielleicht noch, dass auch bei ausgelassten Frk. das Fleisch noch gelb ist. Somit wäre eine hier diskutierte, eventuelle Verwechselungsmöglichkeit mit ältern C. falcata zu vermeiden. An der Bruchstelle rechts gut zu sehen.


    LG Karl

    Hallo Jörg

    Alle Wiesenkeulchen wachsen gewöhnlich gesellig, können aber auch mal allein stehen. Makroskopisch habe ich nach zahllosen Funden bei frischen Exemplaren eine 95%ige Übereinstimmung des im Feld vermuteten Namens mit dem Ergebnis der mikroskopischen Nachprüfung. Bei Deinem Exemplar traue ich mir keine Prognose zu und bringe mit C. luteoalba sogar noch einen weiteren Namen ins Spiel.

    LG Karl

    Hallo zusammen

    Ich setzte in meinen Beiträgen gewöhnlich beide Namen ein und häufiger auch Hinweise zur Bestimmung oder zu Verwechselungsmöglichkeiten. Das kostet letztendlich aber auch eine Menge Zeit und wenn ich nur die lateinischen Namen verwenden würde, könnte ich die Anzahl meiner Beiträge mühelos verdreifachen. Jedes Ding hat eben zwei Seiten und so werden eben etliche Funde nicht gezeigt. Jetzt habt Ihr die Wahl :D.

    LG Karl

    Hallo Ingo

    Eine wirklich schicke Wiese hast Du da.

    Die blassgelben Keulchen mit subglobosen Sporen halte ich eher für Clavaria flavipes.

    Sporen mit 0 - 3 Septen im Abwurf sind für Glutinoglossum glutinipes normal und die übrigen Mikros passen perfekt zu der Art

    LG Karl

    Hallo Rudi,

    tolle Funde und tolle Bilder. An Entoloma griseocyaneum melde ich leise Zweifel an, da die Stiele Deines Fundes augenscheinlich glatt sind.

    LG karl

    Hallo Ritterlingskenner

    Die Frk. habe ich im Kalk-Buchenwald so nebenbei als T. ustale fotografiert und leider nichts mitgenommen da ich schon mit Cortinarien und Täublingen bepackt war. Bei Ansicht des Bildes kamen bei mir Zweifel auf. Kann die helle Stielspitze schon als ausreichendes Merkmal für T. ustaloides angesehen werden?

    LG Karl

    Hallo Ruben,

    bei dem Schirmling kann ich mir sehr gut Cystodermella granulosa vorstellen, eine Art die ich schon mehrfach in Saftlingswiesen angetroffen habe. Die weißen und die gelben Wiesenkeulen müsste man mikroskopisch absichern aber wohl C. fragilis und C. helvola. Bei dem unbekannten Saftling ohne Lamellenansatz und Angaben zur Schleimigkeit von Stiel und Hut she ich keine Chance auf eine Bestimmung.

    LG Karl

    Hallo Uwe,

    vielen Dank für Deine interessanten Hinweise. Da ich nur einen halben Frk. vorsorglich auf dem Dörrex gelegt hatte, konnte ich mir den Rest noch genau ansehen. Zwischen den an den Knollen anhaftenden Laubresten waren weitere Rhizomorphen zu finden. Die Beschreibung und die Angaben zum Geruch bei Ludwig passen gut. Die Sporenmaße liegen zumindest voll im Bereich der zitierten Literaturangaben. Ich werde vorsorlich noch die zitierte Literatur einsehen soweit verfügbar.

    LG Karl

    Liebe Cortinarienexperten

    In einem von Buche dominierten Kalkbuchenwald der Eifel standen gestern die abgebildeten Exemplare, die ich nicht zuordnen kann.
    Geruch vorhanden aber nicht zu beschreiben, keine Spur von violetten Tönen, keine KOH-Reaktion in allen Teilen des Fruchtkörpers
    Sporen: deutlich warzig 9,9 - 11,5 x 5,6 - 6,7 mµ; Mittel: 10,7 x 6,1; Q = 1,6 - 1,9 Qm = 1,75
    Einiges erinnert an die benachbart stehenden C. saporatus dem die weißen Velumpatches fehlen aber die kenne ich nicht so gelb. Andere Arten wie C.rapaceotomentosus kenne ich nicht aus eigener Anschauung

    LG Karl