Beiträge von Karl W

    Hallo Beli,

    danke für Deine Antwort. Damit scheint auch dieser Fund geklärt zu sein

    LG Karl

    Servus Karl, was spricht denn bei dem kleinen Blauen gegen C. caerulescens?

    Hallo Matthias,

    danke für Deinen Hinweis.Da passt sehr viel und im Feld war das der erste Gedanke. Auch die Sporen würden passen. Irritierend ist die KOH-Reakton auf dem Hut, die nirgendwo erwähnt wird. Es ist weder rot noch rosa wie bei vielen anderen Arten, sondern eher bräunlich. Vielleicht wird ja auch nur der blaue Farbstoff durch Alkali zerstört. Die Reaktion ist konstant und trat auch zu Hause getestet bei dem jüngsten, dunkelblauen Fruchtkörper auf. Vielleicht kann ja Cortinarius oder Mykollege_Günter noch was dazu sagen.

    LG Karl

    da hat's ja richtig gebrummt! Zumindest im Vergleich zu hier. Könnte Dein Phlegmacium "am Rand eines Buchenbestandes" Cortinarius luhmannii sein? Scheint mir gut zu passen.

    Hallo Helmut,

    danke für Deinen Hinweis. C. luhmannii kennen wir recht gut. Das Universalvelum ist nicht rein weiß, wie bei unserm Fund und auch die dunkelviolette Farbe junger Fruchtkörper und wäre ungewöhnlich.

    LG Karl

    Hallo zusammen,


    gestern mit Rainer in der Eifel gab es Cortinarien in nie gesehener Menge. Zwar sind Kalk-Buchenwälder und Nadelwälder fast pilzleer, aber auf einer wärmebegünstigten Kalkkuppe mit überwiegend Hainbuche und Hasel konnten wir uns austoben. Ich hoffe der Bericht kann der Epertenmeinung Cortinarius  Mykollege_Günter einigermaßen standhalten.


    Auf den ersten Blick fielen und 3 blaue Klumfüße ins Auge und es wurden immer mehr. Die sattblaue wenig ausblassende Farbe, kräftiges blaue Velum, blasses in der Knolle gelbliches Fleisch und elliptische Sporen führen zu

    Cortinarius eucaeruleus











    Wer kann da schon nein sagen, aber damit soll es auch reichen

    Ebenso häufig gab es einen ockergelben Cortinarius, der unschwer der Multiformes-Gruppe zuzuordnen war. Am Standort wurde von einem Experten vor einiger Zeit mal Cortinarius polymorphus bestimmt. Es passen alle Merkmale zu dieser Art auch wenn der gerippte Hutrand bei den frischen Exemplaren nur undeutlich zu erkennen ist.

    Höchstwahrscheinlich Cortinarius polymorphus





    Eine seltene Art, die wir bisher meist nur in wenigen Exemplaren gefunden haben, schob ebenfalls zahllose Fruchtkörper aus dem Boden. Mehlgeruch und mehliger Geschmack in Verbindung mit jung olivlichen Tönen führen zu

    Cortinarius flavovirens







    Nein, die wurden nicht mehrfach umdrapiert und zusammengestellt. Es waren wirklich so viele :)

    Nur zehn Meter entfernt eine weitere Gruppe, die erst zu Hause den endgültigen Namen erhielt
    Cortinaius flavovirens


    Zur Abwechslung mal ein Einzelexemplar. Ein gutes Merkmal sind die auch im Alter meist noch vorhanden Velumreste

    Cortinarius saporatus

    Eine für mich neue Art, die Rainer am Standort als Vermutung ansprach, hat sich bestätigt.

    Cortinarius prasinus



    Hier mit KOH - Reaktion

    Eine Art mit rauhem Hut und auffallenden Velumgürteln die überwiegend bei Laubbäumen wächst war auch anzutreffen

    Cortinarius cliduchus

    Hier noch eine Kollektion vom Nachmittag aus einer anderen Ecke


    Bei den düsteren Lamellen ist man rasch bei

    Cortinarius infractus agg.


    Jetzt wieder eine Art mit zumindest jung deutlichen Blautönen

    Cortinarius coerulescentium


    Eine hübsche Gruppe mit je nach Alter recht variablen Farben auf dem Hut und rot gerandeter Knolle

    Cortinarius rufoolivaceus


    Fast vier Stunden waren vergangen und nach kurzem Durchschnaufen ging es in einen kleinen Bereich, der uns früher schon positiv aufgefallen war.


    Einer meiner Lieblinge unter den Schleierlingen. Eher unscheinbar gefärbt aber mit violett gerandeter

    Cortinarius arcuatorum

    Hier die schöne KOH-Reaktion, die auch im Fleisch auftritt


    Hier noch ältere Fruchtkörper vom Nachmittag die sehr schön die Problematik bei der Cortinarienbestimmung zeigen. Von dem violetten Velum ist nichts mehr zu sehen


    Ein Schleimfuß mit jung blauem Hut, der rasch ausblasst. Geschmack extrem bitter und in Verbindung mit blauem Hut unverwechselbar.

    Cortinarius croceocaeruleus





    Am Rand eines Buchenbestandes, wuchs eine kleine Art, die uns Rätsel aufgibt. Jung blau, rasch verblassend, scharf gerandete Knolle. KOH auf dem Hut führt zu einer rosabraunen Verfärbung. KOH im Fleisch negativ. Sporen amygdaliform im Mittel 9,5 x 5 mµ

    Cortinarius sp. caerulescens danke Beli und Günter


    Die letzte Etappe ging noch in einen Eichen–Hainbuchen–Wald und es folgt der letzte Schleierling. Nach dem Ausbuddeln des tief im Erdreich eingesenkten, violetten Stiels, war dar Pilz zwar nicht mehr fotogen, gab aber noch einen honigartigen Geruch von sich.

    Gruppe um Cortinarius elatior


    Einer muss der letzte sein. Einzelexemplar nicht auf Artebene bestimmt.
    Cortinarius callochrous agg.


    Was für ein Tag! Die Bearbeitung von Telamonien bzw. Rauhköpfen blieb aus Kapazitätsgründen völlig auf der Strecke. Schöne Funde aus anderen Gattungen folgen in einem späteren Bericht


    LG Karl

    was denkt ihr über eine Conocybe-Art? Für Tubaria conspersa finde ich den Ring /Zone sehr ausgeprägt.

    Hallo Simon,


    ich nehme an Du meinst Pholiotina (ich fasse die zumindest immer noch als eigene Gattung auf). Da würde ich eher rostfarbenes Sporenpulver erwarten, das Velum würde nicht so filigran den gesamten Hut bedecken und mir fällt auch keine Art auf Laubholzästen ein (wobei ich natürlich nicht alle Arten aus der Gattung kenne).

    Vielleicht hat Timm ja einen Sporenabwurf gemacht und man landet wohlmöglich noch bei Psathyrella oder sonstwo.

    LG Karl


    Hall zusammen,

    Frank Dämmrich Tomentella hat in der Zeitschrift Boletus Band 46 Heft 1 2025 einen kommentierten Artenschlüssel zum Postia caesia- Komplex in Deutschland publiziert.

    Demnach kommt Postia alni an Laubholz (Außnahme Pappel), Postia subcaesia s.str. ist eine wärmeliebende Art fast ohne Blautöne. Die meisten als P. subcaesia bestimmten Funde an Laubholz sind wohl erstgenannter Art zuzuordnen.

    Postia caesia ist wohl die häufigste Art an Nadelholz und mit der striegeligen Hutoberfläche scheint das der Fund von Joana zu sein

    Eine in Mitteleuropa an Fichte gebundene Art mit deutlichen Blautönen ist Postia cyanescens, jedoch mit kahler Hutoberfläche

    Postia simulans, kahl bis kurzhaarig soll meist an Nadelholz aber auch an Laubholz vokommen

    Bleibt noch Postia populi, ebenfalls kahl mit Vorkommen an Populus tremula (Pappel)


    LG Karl

    PS Ich werde sicherlich vorerst alle Funde zusätzlich mikroskopieren, bis ich mir ein Bild gemacht habe

    Eine Art der Sanguinae mit cremocker SPP kann ich mir hier auch nicht richtig vorstellen oder kann R. persicina mit rein weissem Stiel und solch satt roten Hüten daherkommen?

    Ansonsten fallen mir scharfe Arten mit roter Huthaut nur aus der set. Maculatinae, welche dann cremefarbenenes SPP hätten.

    Hättest du noch einen Rat?


    Liebe Corinne,

    leider haben wir weder Sporenpulverfarbe noch Guajakreaktion. Da wird man kaum zu einem sicheren Ergebnis kommen.

    LG Karl

    Hallo Bernd,

    das sieht doch gut aus für L. marginatum. Hier eine Abbildung mit Stiel. https://www.inaturalist.org/observations/59373003
    Jeppson schreibt ja dazu "often with radially plicate base".
    Es müsste zwischen Endo- und Exoperidie eine dünne Zellschicht zu finden sein, die laut Kreisel auch für das rasche Ablösen der Endoperidie verantwortlich ist.
    Jeppson: The brown velvety layer of the endoperidium consists of thick-walled large (up to 90 mµ in diameter) spaerocysts, seperating the two peridia
    Auch wenn die Zellen jung noch weiß sind, sollten sie doch zu finden sein.

    LG Karl

    Hallo zusammen

    G. junonius sieht jung tatsächlich täuschend ähnlich aus. In diesem Alter sollten aber die Lamellen noch vollständig vom Ring verborgen sein, der auch im Alter zumindest als abgesetzter Kranz erhalten bleibt.



    Hier eine Gruppe junger Fruchtkörper und darunter im Abstand von einer Woche erneut fotografiert



    LG Karl

    Hallo Elisabeth!

    Hier Dein Ramaria-Bildband, mit dem Du alle gelben Ramarien im Wald bestimmen kannst. Einen Saftling gibt es noch obendrauf. ;)

    Liebe Grüße, Tuppie

    Liebe Tuppie,

    was Du als R. mairei abgebildet hast ist R. flavescens :D

    LG Karl

    wie steht ihr zu Mushpits?

    Für Kartierungsexkursionen, auf denen schnell mal 50 oder mehr Funde zusammenkommen wohl ungeeignet. Für Einzelpersonen, die nicht mit Mykis arbeiten mag es eine Alternative sein. Mir wäre es aber zu zeitaufwändig jede Banalart zu fotografieren und dann käme noch das Problem mit dem Export zu Mykis.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    ich bin dabei und habe einen Echten Mehltau, den Björn in NRW noch nicht gemeldet hat :cool: .
    Jetzt dreh ich mal eine Runde und schaue ob die 35l/m² von Montag schon was gebracht haben
    und hoffe auf "richtige" Pilze.

    LG Karl