Beiträge von Karl W

    Hallo zusammen


    Das gelbe Basismyzel ist für mich das einzige sichere Merkmal zur Unterscheidung von X. ferrugineus und X. subtomentosus. Blauen der Fruchtkörper und auffallend gelb leuchtende Röhren können die Bestimmung nur abrunden, da sie vom Alter der Fruchtkörper und/oder der Witterung abhängig sind. Auch bei Hutfarbe und Stielzeichnung (glatt oder adrig/netzig) kommen Übergänge vor. Der Pilz von Mario ist sicherlich X. ferrugineus, da die Gelbfärbung des Basismycels m. E. deutlich genug zu sehen ist. Pablo wird sich zu seinem Exemplar sicherlich noch äußern. Als Anhang noch meine schönste Kollektion von X. ferrugineus, deren Fleisch völlig ohne Blautöne war.


    LG Karl

    Hallo Wildpilz


    Das Milchen siehst Du am Besten, wenn Du die Lamellen mit einem Messer anritzt. Auf dem Foto am Beispiel des Hainbuchenmilchlings zu sehen. Das heißt nicht, dass ich Deinen Pilz für diese Art halte. Nordischer Milchling ist durchaus eine Option.


    LG Karl


    Markus: Deine Bedenken kann ich gut verstehen. Wenn ich die Art nicht schon so gesehen hätte, wäre ich mit meiner Einschätzung sicher zurückhaltender gewesen. Schau Dir mal den Winzling in der Mitte unten an. Leider habe ich davon keine isolierte Nahaufnahme gemacht.


    Gerd: Die Bilder 1 - 4 von Christian zeigen den Gleichen Fruchtkörper in verschiedenen Ansichten und auf Bild 1 ist er doch deutlich runzlig


    LG Karl


    Hallo Ralf


    Schöner Bericht mit guten Fotos! I. mixtilis kommt mir riesig vor. Kenne ich nur mit 2- 3 cm Durchmesser und fast immer im Nadelwald. Möglicherweise täuscht die Größe im Bild ja auch.


    LG Karl

    Hallo Andreas


    Klasse portraetiert! Der Stiel von R. aurora ist nicht immer netzig, oder das Netz ist nur an der Stielspitze vorhanden und unter der Lupe erkennbar. Die Darstellung auf Fotos ist durch die weiße Farbe schwierig. Hier mal eine Blende unterbelichtet und geschärft. Die SV-Reaktion funktioniert auch auf den Lamellen.


    LG Karl



    Gerade erst gesehen, das das Bild nicht den aktuellen Namen zeigt. Wahrscheinlich noch aus Pilze der Schweiz übernommen. R. aurora ist auch im Index fungorum der gültige Name.

    Hallo Hans


    Du bist wohl auf dem richtigen Weg. Um eine Kontrolle der Cheilozystiden wirst Du aber nicht herumkommen.
    V. caesiotincta wird von manchen Autoren synonym zu V. murinella gesehen. Cheilozystiden mehr oder weniger flaschenförmig (breite Basis mit ausgezogener Spitze) und bis zu 70 µm lang. V. hypopithys hat Cheilozystiden bis über 100 µm Länge. Die Form der Sporen spricht eher für V. murinella, da diese bei V. hypopithys etwas gedrungener sind.


    LG Karl

    Hallo Stefan


    Das Sporenpulver auf dem dünnen Ring wirkt recht dunkel, weshalb mir der Gedanke an einen Träuschling kam. Bei meinem Fund war der Geruch eher pilzlich/banal. Laut Literatur soll der Geruch gelegentlich an coconut erinnern. S. inuncta hat feucht einen ziemlich schmierigen Hut, was möglicherweise weiter hilft.
    Die späte Erscheinungszeit spricht nicht unbedingt gegen A. praecox. Ich hatte schon Exemplare im November, die ich erst nach Mikroskopie zuordnen konnte. Ohne Sporenabwurf wird es wohl keine Sicherheit geben


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Der Geruch war kaum wahrnehmbar. Bei drei Exemplaren konnte ich mir den Luxus erlauben, bei einem die Lamellen zu quetschen. Der Geruch war schwach "pilzig", aber nicht deutlich mehlig.


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde


    Bevor ich am Freitag zu einem wahrscheinlich pilzfreien Urlaub ins Hochgebirge aufbreche, hier noch einige hübsche Pilze. Eigentlich war ich nur zur Begutachtung eines Röhrlings auf seinen Speisewert gebeten worden, der sich als völlig überständiger und nicht mehr bestimmbarer Filzröhrling entpuppte. Auf die Bemerkung: "Hier gibt es noch andere Pilze" und einen ersten Blick gab es nur noch eins. Ab nach Hause um Kamera und Stativ zu holen. Da läuft man sich manchmal die Hacken ab und kommt mit träneneden Augen nach Hause und dann so was.


    Kleinsporiger Olivschnitzling (Simocybe centunculus)


    Ach, sicher ein unreifes Stummelfüsschen (Crepidotus). Nach Sporenabwurf und Mikroskopie das erfreuliche Ergebnis. Ein nur 1 cm großer Verwandter des Mehräslings (Clitopilus prunulus).
    Blassblättriger Räsling (Clitopilus hobsonii)


    Ein kleines Schmuckstück. Orangeroter Helmling (Mycena acicula)


    Beim nächsten hatte ich was interessanteres erwartet. Wer kommt bei einem Einzelexemplar mit 5mm Hutdurchmesser, das seitlich aus einem bemoosten Holzstumpf herausragt auf
    Hasenpfote (Corpinopsis lagopus; Synonym Coprinus lagopus)


    Und zum guten Schluss für mich ein Erstfund.
    Bräunender Mehlschirmling (Cystolepiota pulverulenta) begleitet vom Halsbandschwindling (Marasmius rotula)


    LG Karl

    Schon im letzten Jahr tauchte ein Einzelfruchtkörper auf, den ich als I. dulcamara angesehen und nicht näher untersucht habe. In der letzten Woche kamen mehrere Fruchtkörper unter einer Mini-Birke. Hutdruchmesser max. 2,5 cm, Lamellen ohne olive Töne (Schneide bei aufgeschirmten Frk. braun). Auch bei dem jungen Fruchtkörper nur spärliches Velum, was nach Starkregen nicht unbedingt etwas zu sagen hat.


    Kaulos: nur an der Stielspitze
    Cheilos: dünnwandig, mehrfach gegliedert mit oft stark erweiterten Endzellen. Die braungefärbten Cheilos waren meistens kollabiert.
    Sporen: 8,5 - 9,8 x 5,1 - 5,7


    Ich komme auf nicht anderes als I. fuscomarginata


    Kaulos 400-fach


    Cheilos in Wasser


    Cheilos in Kongorot


    Sporen


    LG Karl

    Hallo Holger


    Für Schleierlinge bevorzugt 40 %. Besonders bei älteren oder durchwässerten Fruchtkörpern bekommt man damit noch zuverlässige Ergebnisse. Bei Täublingen funktioniert 40 % auch, wobei mir eigentlich nur die Unterscheidung von R. foetens/subfoetens (subfoetens im Fleisch gelb) und R. insignis/pectinatoides (insignis Stielbasis und bei sehr jungen Frk. Hutrand orange) einfällt. Bei R. insignis funktioniert auch konz. Ammoniak.
    3% KOH verwende ich nur zum mikroskopieren (z.B. Gelbfärbung der Zystidenwände bei Inocybe, Sporen der meisten Braunsporer, aufquellen von Exsikkaten).


    LG Karl

    Hallo Stefan


    Versuche es zunächst mal mit Kongorot und einem dünnen Präparat von der Stielspitze, wo die Kaulos meistens reichlicher zu finden sind. Wie Ditte schon schrieb "ein Fädchen abziehen" heißt so dünn wie möglich, das man durch das Präparat hindurch sehen kann. Wenn der Stiel schon abgegriffen ist, nimm das Präparat an einer Stelle, an der unter der Lupe noch Reif zu erkennen ist.
    LG Karl



    Du solltest auch mit dem Feintrieb in mehreren Ebenen suchen, dann klappt es sicher.

    Hallo Sven


    I. curvipes kann gut hinkommen. Der breite Buckel bei dem liegenden Exemplar in der Mitte ist typisch. Ich hatte bei meinen Funden unter den Cheilozystiden allerdings einen größeren Anteil sie so aussahen wie die rechte Pleurozystide.


    LG Karl

    Hallo Hannes


    Ich muss mich den Bemerkungen von Ingo weitgehend anschließen, aber einer geht, da ich ihn gut kenne. Der rauhstielige Ackerling ist das sicher nicht. Die längsgestreiften Stiele sprechen für A. putaminum. Eine Art die immer mal wieder, meist in Verbindung mit Holzresten (Mulch), auftritt. Die tränenden Saumpilze können auch uralte Champignons sein. P. plicatilis geht ohne Mikros nicht, aber die Gruppe der Arten ohne Velum ist sicher richtig.


    LG Karl

    Hallo Wühlmull


    Sehr schöne Aufnahmen!!!
    An den Wetterstern glaube ich auch. Der Tintling ist aus der Gruppe um den Haustintling (C. domesticus). Die Helmlinge sind ohne nähere Angaben und/oder Mikroskopie nicht sicher zu bestimmen. Es gibt neben dem Waldfreundrübling noch eine sehr ähnliche Art, die früher auch synonymiseirt wurde Gymnopus (Collybia) ocior.
    LG Karl