Beiträge von Karl W

    Hallo Lars,

    die Funga Nordica ist ein Bestimmungsschlüssel und keine Gattungsmonographie. Die aktuelle Monographie hat mit Ergänzungsband wahrscheinlich mehr Seiten über die Gattung Hebeloma, als die gesamte Funga Nordica über alle Agaricales. Ich würden den als Hebleoma spec. ablegen ;)

    LG Karl

    PS. selbst mit Mikroskop ist die Bestimmung von Fälblingen sehr anspruchsvoll und oft ohne sicheres Ergebnis

    Hallo Täublingsfreunde

    Wie gut, wenn man jemanden kannt, der sich auskennt ;)

    Felix hatte Kontakt zu zwei der Autoren mit folgendem Ergebnis:
    Das Problem ist bereits bekannt. Die Arbeit aus welcher der Schlüssel stammt behandelt ja lediglich den Russula albonigra species complex. Die darin behandelten Arten werden vorgestellt, ausführlich beschrieben und sind auch getestet. Im Fall von R. nigricans hat man sich auf Literaturangaben verlassen. Eine vollständige Revision aller Schwärztäublinge mit weiteren neuen Arten ist in Arbeit.


    In diesem Fall wäre es besser gewesen nur den Albonigra-Komplex zu schlüsseln, aber im Nachhinein ist man immer klüger.

    LG Karl

    Hallo Romana

    C. applanatus würde ich wegen Sporen von 7 mµ ausschließen aber ich weiß ja nicht wie die durchschnittliche Größe aus mehreren Messungen ist.

    Auf Deinen Bildern seh ich fast nur Basidien. Trenne mal einen ganz dünnen Streifen von der Lamellenschneide ab und quetsche anfangs nicht so stark.
    Die var. trichifer sollte schon Zystiden bis mindestens 60 mµ Länge haben.

    LG Karl

    Hallo Claus,

    Ich habe inzwischen ebenfalls R. nigircans getestet und bin zum gleichen Ergebnis gekommen wie Du. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob es sich bei den gefärbten Eleenten wirklich um Zystiden handelt, aber dann müsste zumindest ein klärender Hinweis im Schlüssel stehen. Ich hake da mal nach, da ich am Wochenende Felix Hampe sehe.

    LG Karl

    Beim zweiten bin ich mir nicht ganz sicher, denke aber, dass es C. malachius var. trichifer sein könnte, denn die Sporen sind fast kugelig und haben einen Durchmesser von 5 - 7, nur wenige sind kleiner und die Stacheln wirken recht kurz. Übrigens wuchs dieser Pilz an Pinus, das habe ich euch noch vorenthalten.

    Hallo Ramona

    C. malachius var. trichifer unterscheidet sich in erster Linie von C. malachius var. malachius durch längere schlanke Cheilozystiden. Das solltest Du auf jeden Fall prüfen.

    LG Karl

    Crepidotus malachius würde ich mir gerne mal angucken, die Art ist mir bisher unbekannt.

    Hallo Pablo

    Makroskopisch ist C. malachius identisch mit C. applanatus. Ich hatte 2019 einen Fund mit Sporen bis 7,5 mµ zunächst als cf. applanatus abgelegt, bevor mir C, malachius in der Arbeit von Consiglio & Setti auffiel. 2020 hatte ich dann ein reichliches Vorkommen, für das Hans coprinusspezi nach Krefeld gekommen ist und ähnlich große Sporenmaßen ermittelt hat. Crepidotus malachius Gestern habe ich den liegenden Stamm noch aufgesucht, aber es waren keine Frk. dran.
    Wenn Du weiter alle Funde von "applanatus" untersuchst, wirst Du sicher mal fündig.

    LG Karl

    vielen Dank für eure Antworten! Ich weiß, dass Crepidotus fast ausschließlich nur mikroskopisch bestimmbar ist, außer vielleicht C. mollis und C. crocophyllus, doch für den braucht man KOH.

    Crepidotus cinnabarinus geht auch noch so :giggle:

    Hallo zusammen


    Seit Jahren beobachte ich vergeblich eine kurzrasige, moosige Wiese auf dem Krefelder Hauptfriedhof, der ich einiges Potential für Wiesenpilze zugetraut habe. Ich wollte sie mangels Erfolg schon abschreiben, aber gestern wurde der Anfang gemacht..
    Orange-Ellerling (Cuphophyllus pratensis)


    Schleimfußsaftling, Klebriger Saftling (Hygrocybe glutinipes)


    Meistens verstecken die sich ja im Gras, aber dieses Pärchen machte mal eine Ausnahme


    Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica)




    Unmittelbar benachbart und neu für den Friedhof war auch der Haselmilchling (Lactarius pyrogalus)


    Einer der häufigsten Täublinge bei mir mit scharfem Geschmack, charakteristischem Geruch der mich tatsächlich an Camembert erinnert und positiver Guajakreaktion
    Camemebert-Täubling (Russula amoenolens)


    Heute ging es dann in den Krefelder Stadtwald. Auf meiner Saftlingswiese war zwar Pause, aber dafür gab es einen für mich neuen Täubling. Scharfer Geschmack, Geruch schwer zu beschreiben aber nicht wie der Vorgägnger oben und sehr schwache Guajakreaktion. Außerdem sind die Fruchtkörper etwas kompakter und kräftiger. Ältere und sehr junge Fruchtkörper sind optisch kaum zu unterscheiden.

    Großer Kamm-Täubling (Russula sororia)


    Neben der namengebenden Farbe (in der Hutmitte), wenig scharfem Geschmack oft mit ockerlichen Flecken und meist bei Eiche wachsend.
    Purpurschwarzer Täubling Russula (bresadolae) früher R. atropurperea


    Purpurschwarzer Täubling Russula (bresadolae) mit im Alter grauendem Stiel und rostfleckigen Lamellen


    Zum Abschluss noch ein Pilz den ich zwar gut kenne, aber seit 6 Jahren nicht mehr so zahlreich gefunden habe. Auf Holzhäxelhaufen, die ich schon seit Wochen beobachte wurde ich jetzt fündig.
    Runzeliger Ackerling (Agrocybe rivulosa)










    LG Karl

    Hallo Romana

    Mit dehnbarer Huthaut und den dunklen Schüppchen kann ich mir auch nur C. mollis var .calolepis vorstellen. Ich glaube inzwischen ist C. calolepis auf Artrang gestellt worden.
    Für den zweiten Fund ist die dunkle Färbung alter Fruchtkörper kein Bestimmungskriterium. Eine Bestimmung ist ohne Mikroskop nicht möglich, aber in der Größe denke ich an C. applanatus oder C. malachius.

    LG Karl

    Das fehlende n hatte ich völlig überlesen, Karl. Aber ich kenne I. mixtilis unter dem Namen Gerandetknolliger Risspilz. Daher mein vorlauter Hinweis eben. Eine der wenigen Arten die ich manchmal erkennen kann, weil sie bei mir am Küchenfenster wächst.

    Hallo Claudia,

    das wird wohl sehr unterschiedlich gehandhabt. Bei der großen Zahl von knolligen und gerandetknolligen Risspilzen ja auch kein Wunder.

    LG Karl

    Hi,


    Zudem hab ich Vertreter aus der Mixtilis-Gruppe bisher noch nicht mit so rimosen Huträndern gehabt.

    Hallo Stefan,

    bei Betrachtung der gesamten Kollektion hast Du sicher recht, aber ich finde jung gleichen sich die Arten wie ein Ei dem Anderen .

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    ein Massenvorkommen unter einer freistehenden Buche bot die Gelegenheit einen Risspilz in nahezu allen Alterstadien abzulichten. Honiggeruch, gerandete Knolle und und fast glatte, gelbliche Hüte sind gute Merkmale für den Knolligen Risspilz. Sehr ähnlich könne Arten aus der Mixtilis-Gruppe aussehen, die jedoch dickwandige Zystiden besitzen.

    Knolliger Risspilz (Inocybe cookei)








    Sporen kaum 10 mµ erreichend




    Im oberen Stielteil herausragende Hyphenenden sind keine Echten Kaulozystiden




    sehen aber hübsch aus


    Lammellenschneide ungequetscht


    Cheilozystiden meist keulig




    Hutdeckschicht aus schlanken teilweise inkrustierten Hyphen


    Ich hoffe unbekannte Neubeschreibugen oder Sequenzierungsergebnisse machen mir keinen Strich durch die Rechung ;)

    LG Karl

    Hallo

    Der Braunrote Lacktrichterling ist das sicher nicht. Die meisten Bilder auf der Referenzseite sind untypisch oder falsch. Das letzte Bild unten rechts zeigt jedoch die typischen Stiele für die Art. Du kannst den Pilz ohne Mikros nur als L. laccata Aggregat ablegen.

    LG Karl

    Hallo Björn

    Die Volvariella iat toll!. Habe ich bisher immer nur einteln gefunden und Cortinarius bolaris ist sicher. Interessant, was das Rothbachtal immer wieder hervorbringt.

    LG Karl

    Hallo Claus

    super und danke für die Bestätigung des Schlüsselmerkmals. Leider hatte ich (seit ich den Schlüssel kenne) noch keine der Arten ohne SV-positive Hymenialzystiden. Die Gefundenne Exemplare von R. nigricans waren schon von selbst schwarz.

    LG Karl

    Hallo Joli und Werner

    Die Vermutung von Werner Edelmann hat sich klar bestätigt. Es handelt sich eindeutig um Marasmiellus ramealis. Die Amyloidität der wenigen Sporen waren wohl eine Täuschung und vor Allem habe ich jetzt einige reife extrem schlanke Sporen gefunden wie sie für die Art typisch sind. Die obere Lage der Hutdeckschicht bestand aus deutlich warzigen Hyphen und die Hyphen darunter waren teilweise deutlich zebraartig pigmentiert.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    da warst Du schneller als ich :). Der Schlüssel in der Arbeit ist schrecklich gesetzt und dadurch etwas unübersichtlich, weshalb ich mal einen überarbeiteten Schlüssel hier einbinde. Schwärztäubline Lange_et_al-2021-IMA_Fungus Key.pdf
    Beim ersten Eindruck war ich nicht so begeistert, da man zur Bestimmung von R. nigricans schon Sulfovannilin benötigt, aber wenn sich das Merkmal mit der Anfärbung der Hymenialzystiden als brauchbar erweist, ist der Ansatz doch interessant.

    Bei Russula atramentosa konnte ich die Reaktion bereits testen.


    Es wäre jedenfalls interessant das bei R. densifolia ebenfalls zu prüfen, auch wenn der Fund jetzt schon fast überbestimmt ist.

    G Karl