Beiträge von Karl W

    Hallo zusammen,


    nach Das Ende der Dürre ging es in kleinen Schritten weiter.


    Fahler Röhrling (Hemileccinum impolitum)


    Von ca. 50 Exemplaren, die in trockener Erde steckengeblieben sind und nur wenige cm groß waren, hatten sich nach nur 4 mm Niederschlag immerhin je 2 entwickelt.


    Wurzelnder Bitterröhrling (Caloboletus calopus)


    Satansröhrling (Rubroboletus satanas)


    Einem macht die Trockenheit wenig aus

    Spindeliger Rübling (Gymnopus fusipes)


    Erfreut nahm ich zur Kenntnis, dass die seit ca. 2 Monaten wachsenden Fruchtkörper an einem Eichenstumpf der direkt am Weg mit sehr viel Publikumsverkehr steht, noch unversehrt waren

    Haziger Lackporling (Ganaoderma resinaceum)


    Wegen seiner Seltenheit habe ich dann nochmal die im letzten Beitrag gezeigte Fundstelle aufgesucht und schöne Exemplare in allen Altersstadien nachfotografiert

    Verkahlender Faltenschirmling (Leucooprinus straminellus)



    Überraschung beim Besuch auf dem Krefelder Hauptfriedhof. Wie im letzten Jahr erschien auf einer mageren Wiese der Üppige Rübling. Nur war er mit 15-40 mm Durchmeser alles andere als üppig und wuchs auch nicht büschelig. Mit maximal 9 mµ waren die Sporen etwas kleiner als in der Literatur angegeben. Die Merkmale von Huthaut und Zystiden waren hingegen „normal“. Ich werde das Ding wohl mal einem Gattungsspezialisten vorstellen. Vorerst bleibt es bei

    Üppiger Rübling (Gymnopus luxurians)


    Hier beträgt der Hutdurchmesser nur maximal 20 mm


    Dann fiel mir ein gelber Schimmer im Gras auf und bei vorsichtiger Suche kamen schöne Farbtufer zum Vorschein.

    Schleimfußsaftling (Hygrocybe glutinipes)


    Einmal am Boden erspähte ich noch frische Fruchtkörper, die fast vollständig im Moos steckten und es kam eine Schere zum Einsatz um sie sichtbar zu machen

    Schleimfußsaftling (Hygrocybe glutinipes)


    Der deutsche Name wird ihm nicht gerecht, da der Hut ebenfalls stark schleimig ist. Hut stark durchsheinend gerieft, Lamellen breit angewachsenen bis herablaufend.
    Hutfarbe hellgelb bis sattorange. Eine fast unverwechselbare Art.
    Schleimfußsaftling (Hygrocybe glutinipes)


    Einer sah dann absolut nicht schleimig aus und entpuppte sich nach Mikroskopie als der seltene

    Trockenfuß-Saftling (Hygrocybe subpapillata)



    LG Karl

    Hallo zusammen,

    Macrolepiota rhodosperma kann sehr variabel sein. Auch der Deutsche Name Sternschuppiger Riesenschirmling ist nicht immer zutreffend.
    Ich nenne nur noch solche Funde M. rhodosperma, die tatsächlich rosafarbenes Sporenpulver aufweisen.









    LG Karl

    hebe bitte mal was vom Saftling auf. ich habe heuer damit begonnen H. conica zu sequenzieren. Gerade auch mit Bezug zu den Feuchtstellen-conicas. Da würde mich eine Sequenz deines Fundes schon sehr interessieren.

    Hallo Alex,

    das freut mich. Ich habe schonend getrocknetets Material da.

    LG Karl

    Hygrocybe riparia ist doch bestimmt vom eigenen Teich oder?

    Hallo Jörg,

    ja, wobei ich noch auf eine systematische Bearbeitung der schwärzenden Saftlinge warte. Ohne eine Neotypisierung von H. conica s.str. lohnt sich noch keine Sequenzierung.

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,


    nachdem ich in drei Monaten ganze drei Blätterpilze und keinen Röhrling gesehen hatte, hielten mich lediglich die Phytoparasitischen Kleinpize davon ab, das Hobby zu wechseln. Selbst in feuchten Gebieten mit Torfmoosen ließen sich keine Pilze blicken und selbst in meine Moorbeeten und am Teichrand war nichts zu holen.
    Am 30.08. dann die Erlösung.


    Teichrand Saftling (Hygrocybe riparia) in erfreulicher Menge


    Am folgenden Tag erschien ebenfalls im Garten ein kleiner Dachpilz, was aber bei bisher nur 20 mm Niederschlag in 12 Wochen eher dem gelegentlichen Gießen zu verdanken war.

    Graustieliger Aderndachpilz (Pluteus thomsonii)


    In den folgenden Tagen regnete es gelegentlich ein wenig wobei zumindest kleinräumig bis zu 40 mm zusammen kamen. Eine Exkursion führte gemeinsam mit einigen Pilzfreunden zum Hülser Berg bei Krefeld, wobei die Erwartungen nicht besonders hoch waren. Bereits am Parkplatz zeigten sich aber in feuchter Laubstreu Tintlinge, Faserlinge, Rüblinge und Schwindlinge. Sie waren zwar nicht sonderlich fotogen aber nach der langen Flaute freute man sich über jeden Fruchtkörper. Hier ein kleiner Trichterling, dort ein einzelner Champignon oder Träuschling, ein Schuppiger Porling und ein älterer Netzstieliger Hexenröhrling ließen keine Langeweile aufkommen.


    Ein optisches Highlight war dann die Becherkoralle (Artomyces pyxidatus) in Topzustand



    Aus einem Laubhaufen, der mit Gartenabfällen durchsetzt war, ragten helle Köpfe heraus und bei näherer Betrachtung zeigte sich eine wärmeliebende Art, die seit Jahren immer häufiger auch außerhalb von Gewächshäusern angetroffen werden kann.


    Zwiebelfüßiger Faltenschirmling (Leucocoprinus cepistipes)


    Die Entdeckung des Tages war eine weitere wärmeliebende Art, die bisher nur sehr selten im Freiland gefunden wurde.


    Verkahlender Faltenschirmling (Leucooprinus straminellus)



    Am nächsten Tag ging es, ausgestattet mit der erforderlichen Betretungserlaubnis, mit boccaccio Björn und JanMen Jan-Arne zur Kartierung auf den Truppenübungsplatz Borkenberge. Mit 100 Arten davon 30 neu für das Gebiet hatte wohl niemand von uns gerechnet. Wutzi Claudia es waren weniger als ein Drittel Phytoparasiten darunter ^^ .


    Hier einige Eindrücke:


    Wie schon am Vortag in Krefeld zeigte sich ein üppiger Bestand der Becherkoralle (Artomyces pyxidatus)


    Ebenfalls in tollem Zustand war die Ochsenzunge (Fistulina heptica)


    Jan-Arne entdeckte bei gezielter Suche junge, noch geschlossene Fruchtkörper, die ich in diesem Zustand nicht erkannt hätte. Nach Björn´s fachmännischem Zupfen mit einer Pinzette zeigte sich der Vollgestopfte Nestlings (Nidularia deformis)


    Aus einiger Entfernung hörten wir lautes Klappern. Vielleicht war es aber auch Björn, der in erster Begeisterung Eichhase rief ;) . Es zeigte sich der tolle Anblick einer alten Eiche, die von makellosen Gruppen vollständig umringt war.


    Klapperschwamm (Grifola frondosa)






    Einen schönen Farbtupfer bildeten kaum 2 cm hohe Violette Lacktrichterlinge (Laccaria amethystina)


    Mein persönlicher Favorit war natürlich einer meine blauen Lieblinge. Enten-Zärtling (Entoloma anatinum)

    Stahblaustieliger Rötling oder Körniger Zärtling (Entoloma asprellum)


    nach diesen tollen Eindrücken suchte ich auf der Rückfahrtich noch eine bekannte Stelle in Krefeld auf und wurde an einer Eiche fündig.
    Auch hier die Ochsenzunge (Fistulina heptica) wenn auch nicht mehr in optimalem Zustand

    Hier die Unterseite eines von oben völlig zerfressenen Exemplars



    Unweit davon eine üppige Gruppe vom Seidigen Dachpilz (pluteus petasatus)


    Zum Abschluss meine erste Täublingsgruppe des Jahres. Diese Art wird in vielen Büchern und anderen Quellen noch als Russula pectinatoides bezeichnet, aber das ist eine amerikanische Art

    Kratzender Kammtäubling (Russula recondita)


    So darf es weitergehen


    LG Karl :kaffee:

    Hallo Rainer,


    es hängt halt immer davon ab, welche Quellen man verwendet aber wenn Du schon vom Netz sprichst dann zitiere ich mal aus Wikipedia wo unter Ökologie zu lesen ist, dass der Samtfußrübling ab September erscheint. Sicher ist das Winterhalbjahr die Haupterscheinungszeit, aber gelegentliche Abweichungen kommen halt vor.

    LG Karl

    Hallo Schupfi,

    ich habe mir Mikros der HDS von 3 Aufsammlungen herausgesucht und würde für die von Dir gezeigte HDS P. podospileus ausschließen. Ich habe aber nicht mit neueren Publikationen und eventuell neu beschriebenen Arten verglichen.

    Kollektion 1


    Kollektion 2


    Kollektion 3
    ungequetscht gequetscht



    LG Karl

    Hallo Karl, die Angaben "makroskopisch schwierig" stammen von der KI bzw. vermutlich aus den Quellen, an denen sie sich bedient hat.

    Hallo Stefan,
    dann kann die Konsequenz doch nur sein, diese 99 Arten aus der Liste zu entfernen, da als Lernhilfe unbrauchbar. Hinzu kommen zahlreiche weitere Arten, bei denen die KI nicht zum Ergebnis "makroskopisch schwierig" kommt.


    eine schnelle Lernhilfe nur für sich selbst zusammen stellen möchte, mit 327 sehr oft beschriebenen Speisepilzen und deren potentiell gefährlichen Doppelgängern

    Schon der Ansatz ist falsch, da unter den 327 Arten auch ausgesprochen seltene sind.


    Allgemein ist noch festzustellen, dass die Angaben über ähnliche Arten völlig unvollständig sind.


    Mein Fazit: Netter Versuch mit weitgehend unbrauchbarem Ergebnis.

    LG Karl

    Hallo Schupfi,

    L. azonites halte ich auch für sehr wahrscheinlich. Hast Du mal auf den Geruch geachtet? Ich finde die Umschreibung pizzaartig ziemlich treffend.

    LG Karl