Hallo zusammen,
ich bin dabei und habe einen Echten Mehltau, den Björn in NRW noch nicht gemeldet hat
.
Jetzt dreh ich mal eine Runde und schaue ob die 35l/m² von Montag schon was gebracht haben
und hoffe auf "richtige" Pilze.
LG Karl
Beiträge von Karl W
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Hallo Bernd,
beim Stiel in Auflicht hatte ich schon beim ersten, weniger stark vergrößerten Bild den Eindruck, dass die Stielbekleidung nicht pigmentiert ist. Pigment sehe ich mir zwar immer zuerst in Wasser an, aber sehr feine Inkrustationen sieht man manchmal in Kongo/NH3 sogar besser.
LG Karl -
Hallo Steffen,
Kartieren würde ich gerne, Mykis ist Uralt-Software deren Nutzung eine Zumutung darstellt.
Mykis läuft hin bis zur neuesten Access Version von Office 2024 und wird von über 300 Kartierern in Deutschland benutzt. Das Programm als eine Zumutung zu bezeichnen, finde ich (freundlich ausgedrückt) unangebracht. Vorallem weil ich meine meiste Zeit, die ich mykologisch arbeite, damit verbringe. Mykis ist taxonomisch die Basis vieler anderer Kartierungsprogramme in Deutschland und hat Schnittstellen zu mehreren Kartierungsportalen (z.B. DGfM-Kartierung von Axel Schilling, Pilze Deutschland.de, RLZ-Portal und Mushpits-in Vorbereitung).
Frank
Da kann ich Frank nur zustimmen. Wenn ich von einer Kartierungsexkursion komme, lege ich Funde die bearbeitet werden müssen zum aussporen aus und wenn ich beginne zu mikroskopieren habe ich alle makroskopisch bestimmbaren Funde schon in Mykis eingegeben. Besser und schneller geht das mit keinem anderen Programm.
LG Karl -
Hallo Bernd,
in der Gruppe mit mehrfach septierten, inkrustierten Elementen in der Huthaut kommt bei Deiner Sporengröße eigentlich neben E. hirtum nur noch E. dystaloides in Betracht. Der wesentliche Unterschied besteht in der Stielbekleidung, die bei E. hirtum keine Inkrutationen aufweist.
LG Karl -
Hi,
ich bin dabei und kann eine zoologisch-mykologisch-botanische Kombination zeigen
und wenige Bilder von mykologisch-botanischen Kombinationen
LG Karl -
Danke für den Hinweis. Ist dann Mycobank hier unaktuell?
Die Arten werden nicht aufeinander verwiesen. Habe beide Artnamen eingegeben und werden nicht Synonym aufgeführt.
Im Index fungorum ist
Current Name:
Pucciniastrum epilobii G.H. Otth, Mitt. naturf. Ges. Bern 476-479: 72 (1861)
Synonymy:
Erysibe pustulata (Pers.) Wallr., Fl. crypt. Germ. (Norimbergae) 2: 198 (1833)
Melampsora epilobii Fuckel, Jb. nassau. Ver. Naturk. 23-24: 44 (1870) [1869-70]
Melampsora pustulata (Pers.) J. Schröt., in Cohn, Krypt.-Fl. Schlesien (Breslau) 3.1(17–24): 364 (1887) [1889]
Phragmopsora epilobii (G.H. Otth) Magnus, Hedwigia 14: 123 (1875)
Pucciniastrum abieti-chamaenerii Kleb., in Pringsheim, Jb. wiss. Bot. 34: 387 (1900)
Pucciniastrum chamerionis Rostr. [as 'chamaenerii'], Plantepatologi: 304 (1902)
Pucciniastrum pustulatum (Pers.) Dietel, in Engler & Prantl, Nat. Pflanzenfam., Teil. I (Leipzig) 1(1**): 47 (1897) [1900]
Uredo pustulata Pers., Syn. meth. fung. (Göttingen) 1: 219 (1801)
Uredo pustulata a epilobii Pers., Syn. meth. fung. (Göttingen) 1: 219 (1801)
Hier ist Mykobank aktueller wenn man sich die angegebene aktuelle Quelle ansieht:
Scholler, M; Braun, U; Buchheit, R; Schulte, T; Bubner, B. 2022. Studies on European rust fungi, Pucciniales: molecular phylogeny, taxonomy, and nomenclature of miscellaneous genera and species in Pucciniastraceae and Coleosporiaceae. Mycological Progress. 21(8, no. 64):1-25Pucciniastrum on Epilobium s. lat.
Our studies show that Pucciniastrum species on
Epilobium s. lat. (Epilobium incl. Chamaenerion) may be
separated into three morpho-taxa which correspond well
with the phylogenetic results. These taxa are named
Pucciniastrum epilobi i (on Ch. angustifolium) ,
P. pustulatum (on Epilobium spp. and Oenothera spp.),
and P. epilobii-dodonaei (on Ch. dodonei).
LG Karl -
Hallo Corinne,
In FoNE Band 2 und auch bei Kibby ist die Art nicht enthalten, weil sie vorwiegend südlich verbreitet ist.
In der Monografie von Basso FE 7 ist sie enthalten und ebenso in Pilze der Schweiz. Beide Quellen geben scharfen Geschmack an, womit wirklich nur L. pallidus bleibt.
LG Karl -
Hi,
die Art wird inzwischen als Pucciniastrum epilobii kartiert.
LG Karl -
Hallo zusammen,
Ulla lamproderma hat ja schon alles wesentliche geschrieben und ohne weitere Angaben ist eine Bestimmung nicht möglich. Auch für mich ist L. acerrimus wegen fehlender Queraderung in Stielnähe raus. Zu weiteren, ähnlichen Arten passt die Ökoligie nicht.
Unterscheidung von L. zonarius und L. evosmusLactarius zonarius unterscheidet sich von L. evosmus durch den deutlich filzigen Rand bei jungen Exemplaren,
den helleren Sporenabdruck und den Geruch, der bei L. zonarius süßlich und fruchtig sein kann,
aber niemals so deutlich apfelartig und Russulafellea-artig wie bei L. evosmus. Der Hut von L. evosmus
ist heller, nicht so leuchtend orange und meist weniger deutlich zoniert. Das Fruchtfleisch von L. evosmus
kann sich zu hellgrau verfärben, wird jedoch niemals rosa. Der Stiel von L. evosmus ist nicht skrobikuliert.
Mikroskopisch gesehen ist die Sporenornamentik ein deutliches Unterscheidungsmerkmal: Sie besteht
bei L. zonarius hauptsächlich aus isolierten Elementen und neigt dazu, ein zebraartiges Muster zu bilden, während
die Elemente bei L. evosmus stärker miteinander verbunden sind. Weitere mikroskopische Unterschiede sind die etwas
dickere Schleimschicht in der Pileipellis von L. evosmus, die reichlicheren Cheilomacrocystidia
in L. evosmus und die stärker hervorstehenden Pleuropseudocystidia in L. evosmus, die oft
in eine Schleimkappe eingebettet sind. Das letztgenannte Merkmal ist bei L. evosmus sehr auffällig und wurde bei L. zonarius nicht beobachtet
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Es bleiben auch ohne die nur frisch feststellbaren Merkmae also noch Möglichkeiten, falls die fehlenden Grübchen am Stiel on L. evosmus nicht schon ein Killerkriterium sind.
In der Flora Agaricina Neerlandica Vol 7 ist bei L. evosmus noch zu lesen:Molekulare Beweise deuten darauf hin, dass es sich möglicherweise um zwei Arten handelt. Morphologische und ökologische Merkmale zur Unterscheidung der beiden Arten werden derzeit untersucht (Nuytinck et al., in Vorbereitung).
Ich weiß nicht ob da schon was veröffentlicht ist.
LG Karl -
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Hallo Claudia,
die Peronospora und Puccinia haben halt den großen Vorteil, daß man da nicht ewig dran rummikroskopieren muß, wie an diesen drei Urlaubs-Rötlingen, wo man dann am Ende immer noch nicht weiß, was es ist und Karl fragen muß

Hier hätte ich spontan in der UG Pouzarella gesucht
E. majusculum habe ich häufig so gefunden, würde aber auch mal mit E. formosum vergleichen
Erster Gedanke E. chalybaeum. In Fe5b wird im Text darauf hingewiesen, dass die Lamellenschneide nicht immer braun sein muss. Seit Erscheinen von FE5b schau ich mir ja auch vermeintlich klare Funde immer wieder genau an. Ich hatte zuletzt zwei Kollektionen im Depot, bei denen einmal junge Lamellen eindeutig blau waren und nur beim ältesten Frk. die Schneiden blassbraun. Bei der zweiten Kollektion konnte man die blauen Schneiden nur noch erahnen, die Schneiden bzw. der Inhalt der Cheilos war farblos. Beide Kollektionen waren incl. Sporen, HDS und Maaßen der Cheilos identisch und die Lamellenschneiden steril.
Funde mit blauen Lamellen und schon jung braun gefärbten Schneiden hatte ich bisher nur auf Kalk.
LG KarlBjörn
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12. Und eine Gruppe Rhizopogon, wo ich mal wieder an der Frage scheitere, ob die Rhizomorphen den Fruchtkörper ganz umhüllen oder nicht.
Hallo Björn,
bei der Beurteilung war ich früher auch unsicher, habe mich aber inzwischen in Anlehnung an
https://www.trueffelsuche.de/g…hizopogon-luteolus_b.html
für Frk. wie Du sie zeigst für Ja antschieden.
LG Karl -
Hallo zusammen,
wenn ich von breitelliptischen Sporen ausgehe, lande ich in diesem Schlüssel auch mühelos bei S. umborum.https://interactivekeys.myfg.o…dentikit/scutellinia.html
LG Karl -
Hallo Werner,
nach alles was Schupfnudel schon zusammengefasst hat und was in dem neuen Buch von Michal Mikšík nachzulesen ist, zeigt Dein Fund die Merkmale, welche es erlauben sollten C. kluzakii makroskopisch anzusprechen. Die ausführliche Diskussion in der oben verlinkten Originalbeschreibung von B. kluzakii zeigt das m. E. auch sehr gut.
Völlig unabhängig davon gibt es aber sequenzierte Funde von C. kluzakii, bei denen man makroskopisch nicht im Traum an diese Art denken würde und eben auch rosahütige C. radicans, dann aber mit bräunlicher Subkutis.
LG Karl
PS Michal wäre wahrscheinlich froh, wenn er Dein Schnittbild für sein Buch gehabt hätte
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Hi
Ich werde dazu kommen kann aber nicht so lange wie letzte Woche und würde gerne den Anfang mit einigen interessanten Funden machen.
LG Karl -
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Hallo zusammen,
auf Sandböden reichen nach langer Trockenheit auch 30 l Regen pro m² erfahrungsgemäß nicht für ein nennenswertes Pilzwachstum aus. In den 10 Tagen danach kam jedoch immer wieder etwas Nachschub und die Temperaturen bleiben unter 25 °C . Zeit für einen Besuch in mein Hauptexkursionsgebiet um die Lage zu checken.
Am Parkplatz sah es schon recht erfreulich aus.Nelkenförmiger Warzenpilz (Thelephora caryophyllea) wenn auch schon leicht angetrocknet
Direkt daneben ein Fund, den ich nicht bis zur Artebene bestimmen konnte.
Mallocybe dulcamara agg. Früher meist als Bittersüßer Risspilz (Inocybe dulcamara) bezeichnet
Ein noch wenig bekannter Täubling ist Russula roseocremea
Ein stattlicher Goldröhrling (Suillus grvillei)
Das war zumindest ein Fingerzeig auf mögliche Funde im eigentlichen Gebiet und schon bald gab es an schattigen Stellen und im hohen Gras einige meiner Lieblinge.
Safrangelber Saftling (Hygrocybe acutoconica s. str.) Sporen schlank und teileweise schwach eingeschnürt
Bei trockenem Hut und Stiel, mit herablaufenden Lamellen landet man schnall beim
Pfifferlings-Saftling (Hygrocybe cantharellus)
Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica agg.)
Auch ohne junge Exemplare mit blassblauen Lamellen mit etwas Erfahrung mikroskopisch bestimmbar
Blaublättriger Zärtling (Entoloma chalybaeum)
Hier eine weitere Gruppe
Schwarzviolette, gesägte Lamellenschneiden und sehr dunkel bleibende Hüten kennzeichnen
Gesägtblättriger Zärtling (Entoloma serrulatum)
Noch einer aus der Untergattung Cyanula. Ohne Erfahrung, ist auch eine so üppige Kollektion nicht sicher bestimmbar, weil junge Fruchtkörper fehlen.
Mikroskopie führt zuDreifarbiger Zärtling (Entoloma poliopus)Die Sequenzierung führte eindeutig zu Entoloma chalybaeum, was allerdings auch absolute Experten in Erstaunen versetzt hat.Nummer vier wird nach älterer Literatur gewöhnlich als Entoloma corvinum bestimmt. Nach FUNGI EUROPAEI 5b kommt man zu
Kahlstieliger Porphyr-Zärtling (Entoloma porphyrogriseum), wobei der deutsche Name der heutigen Auffassung nicht gerecht wird
Zum Schluss zwei namenlose Keulchen. Clavaria falcata/acuta hätte Bogenschnallen an den Basidien und das Wurmförmige Keulchen (Clavaria fragilis/vermicularis) kann man ausschließen, da mein Fund schlankere Sporen hat
Sehr zahlreich war auch ein blassoragefarbenes Keulchen zu finden. Älter Funde habe ich früher als Clavaria amoenoides bestimmt, aber das stimmt nicht mit der Originalbeschreibung aus Ostasien überein. Es bleibt abzuwarten, was künftige Erforschungen bei Clavaria ergeben.
LG Karl
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Nummer 3 ist spannend - das schaut nach Xerocomus silwoodensis aus, was ein schöner Fund wäre. Standen da Pappeln?
Hi, das war auch mein erster Gedanke, da es kürzlich einen Fund in NRW gab. Gegen Xerocomus silwoodensis spricht das fehlende Gilben im Hutfleisch, aber vielleicht hat Kräuter Hannes das ja kurz nach dem Anschnitt noch gesehen. Beim Trocknen soll es sich noch verstärken und klar Pappel scheint bisher der obligate Partner zu sein.
Das Bild wurde mir von dem NRW-Fund zugeschickt
LG Karl -
Moin, seltsam Aretah. Ich habe H. acutoconica in diesem Jahr an insgesamt vier Standorten jeweils mehrere Exemplare gefunden. Darunter sind zwei Standorte, die definitiv nicht basisch, weil sie auf Wiesen (mitten im Fichtenwald) wachsen. Scheinbar habe die ein gutes Jahr.
Hallo Claudia,
bei uns finde ich in diesem Jahr nur kleine Grüppchen, weil es zu wenig geregnet hat. In guten Jahren bildet die Art allerdings Teppiche auf sauren Sandböden.
LG Karl -
Gratulation zum schönen Fund. Soviel ich weiß hat der aber keinen Artrang und wird als Zitronenhütiger Steinpilz (Boletus edulis var. citrinus) geführt da er sich gentechnisch nicht von B. edulis unterscheidet.
Hallo Jörg,
im neuen Röhrlingsbuch von Mikšik lese ich soeben, dass Vassilkov schon 1966 Boletus edulis f. citrinus draus gemacht hat
Ich hatte 2014 das Glück ihn mal frisch zu finden.
LG Karl -
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Hallo Jan-Arne,
H. sciophanus ist ein uralter Fries´scher Name, der inzwischen als Gliophorus sciophanus (Fr.) Herink 1958 auf die europäischen Funde angewendet werden sollte.
Synonym ist Gliophorus perplexus ss. auct. europ.
Gliophorus europerplexus hat keinen Deutschen Namen, weil es noch keinen Nachweis in Deutschland gibt. Im übrigen finde ich den Namen für diese neue Art total daneben.
Irrtümlicherweise wurde der Name dadurch in Mykis vorübergehend auf Gliophorus perplexus ss. auct. europ. angewendet.
Es mag natürlich sein, dass sich unter den heute als G. sciophanus (Ziegelbrauner Saftling) kartierten Funde welche von G. europerplexus verbergen.
LG Karl -
Hallo Romana,
die Art wird in dieser Arbeit beschrieben. Ainsworth et al 2013 DNA_barcoding_and_morphological_studies_reveal_two new species.pdf
Nach Foto alleine würde ich mir eine Trennung von H. psittacinus var. perplexus (inzwischwn H. sciophanus) nicht zutrauen.
LG Karl -
ist es richtig, dass S. queletti bei Berührung an Hut und Stiel
nicht blaut und an der Röhrenmündung nur sehr schwach reagiert?
LG Rainer
Hallo Rainer,
das kann ich absolut nicht bestätigen. Ich habe Funde die zumindest auf Hut und Röhren stark blauen. Möglicherweise schwankt das je nach Alter und Witterung etwas.
LG Karl -
Ich versuche dazu zu kommen, wenn ich mit Mikroskopieren fertig werde. Zeigen kann ich was aus meinem Wohnzimmer.
LG Karl -
Hallo Jörg,
hast Du den Geruch nach Liebstöckel wahrgenommen? Bei meinen war es eindeutig.
LG Karl
