Beiträge von Karl W

    Hallo Björn,

    Nr. 1 Ist wie schon gesagt eine Griseine und wegen der patiell netzigen Sporen und der SPP-Farbe wohl R. parazurea. R. ionochlora hat isolierte Elemente mit einigen Verbindungem

    Nr. 2 finde bisher nichts passendes

    Nr. 3 R. risigallina passt gut

    Nr. 4 bin ebenfalls bei Griseine aber noch bei keiner sicheren Art

    Nr. 5 R. bresadolae (früher atropurpurea) . Da passt Alles auch wenn die Ockerflecken oft nicht so zahlreich sind. Ein gutes Merkmal ist das hele SPP welches man bei der Lamellenfarbe nicht rwarten würde

    Nr. 6 Bin ich ebenfalls bei R. lepida. Kau mal längere Zeit auf einem größeren Stück eum wenn du die Art wieder findest. Der Geschmack ist zwar nicht scharf, aber ganz mild ist er auch nicht. Das Fleisch müsste sich sehr hart anfühlen



    LG Karl

    Lieber Karl,

    danke für deine Tipps!

    Wie Mausmann, liest du anscheinend die Beiträge nicht vollständig durch. Der Sporenabwurf ist längst in Arbeit. Wenn das Pilzchen ausgesport hat, stelle ich es sofort ein...:gzwinkern:

    Aber wieso "im Alter verändern"? Die sind doch noch ganz jung und nicht mal richtig aufgeschirmt. Für Saftlinge waren die mir eigentlich zu trocken und der Hut zu wenig durchscheinend, deshalb kam ich da nicht gleich drauf. Aber welche Art es sein soll, ist mir immer noch nicht ganz klar.

    Papageigrüner? Also das ist einer der wenigen Pilze, die ich schon mehrmals selbst in der Hand hatte. Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Der Hut ist null grün und null feucht oder glänzend. Und das bißchen Grün am Stiel deutet also auf den hin?

    Das mit dem Sporenabwurf habe ich tatsächlich übersehen sorry.
    Wenn Du mit angefeuchteten Fingern kreisförmig über einen Hut fährst, wirst du feststellen, dass er sich schmierig anfühlt.
    Alternativ kannst Du auch einen Hut an die befeuchteten Lippen drücken "kissing test" und dann spürst Du es noch besser oder der Pilz bleibt sogar kleben :)
    Die rasch verschwindende Hutfarbe ist natürlich verwirrend aber richtig blöd wird es erst, wenn Du bei Dauerregen weiße Fruchtkörper findest, die nur noch etwas gelb an der Stielspitze haben, aber dann sind die Pilze wenigstens noch schleimig. Und ja, Du hast tätsächlich Papageiensaftlinge im Garten. Glückwunsch !!!

    LG Karl

    PS. Das Sporenpulver wird weiß sein :giggle:

    Halo Martin,

    Bezüglich der Bestimmung bin ich der gleichen Meinug. Unglücklich ist die Wahl des deutschen Namens, da die Art sowohl jung ohne Rottöne und alt noch gleichmäßig rot auftreten kann. Häufig sind Mischfarben oder Rottöne nur am Hutrand. Im Alter ist oft in der Hutmitte ein olivlicher Ton zu sehen und die Stiele grauen etwas.

    LG Karl

    Hallo zusamen,

    danke für Eure positiven Resonanzen


    Hall Karl, da habt Ihr wieder einmal Pilze gefunden, von denen ich bislang nicht einmal den Namen kannte. Wirklich großartige Sachen! Der letze ist ein Goldblatt oder?

    Hallo Claudia,

    ja das Goldblatt ist jetzt chronologisch im Beitrag eingebunden

    Bei Euch dürfen die Satane sogar ausreifen, während sie am aktuell wohl einzigem Fundort Sachsens Jahr für Jahr bestialisch gemeuchelt werden.

    Jörg hatte den Mordfall hier dokumentiert, falls Du das noch nicht entdeckt hast.

    Lieber Nobi,
    habe ich gelesen. So erging es auch meinen Satansröhrlingen im Krefelder Stadtwald :(


    Die folgenden Bilder von den Silbernen und vom Ochsen halte ich schlichtweg für sensationell! Da ist Schnappatmung angesagt!

    Danke, genial finde ich das Bild von Rainer aus Bodennähe mit den R. rubrosanguineus rechts hinten


    Bei den Wahnsinnsfunden darf man sich schon mal verschreiben!;) Du meinst sicherlich Butyriboletus regius. Fechtner war meiner Meinung nach nie König!:D


    Übrigens, grüß' ihn mal bei Gelegenheit. Er fehlt hier im Dungpilz-Forum, und nicht nur da!;(

    Danke für den Hinweis auf die Monarchie :giggle:, habe ich korrigiert.

    Die grüße an Ralf leite ich gerne weiter

    Liebe Pilzfreunde,

    am letzten Samstag nutzten wir den Tag um vor erneut einsetzender Trockenheit und Wärme einige Gebiete in der Eifel zu besuchen. In den beiden vergangene Wochen waren wir mehrfach in unterschiedlicher Besetzung unterwegs und entsprechend fiel die Auswahl auf die erfolgsversprechendsten. Schon vor Sonnenaufgang ging es los und bis zum ersten Stop waren die Lichtverhältnisse ausreichend. In diesem seit Jahren bekannten Wald hofften wir auf den Königsröhrling, der gelegentlich dort anzutreffen ist. Der erste Schritt in den Wald überraschte uns stattdessen mit einem Röhrling, den wir bisher von dort noch nicht kannten.
    Satansröhrling (Rubroboletus satanas)


    Nur wenige Meter entfernt fand sich der Schöne Zonen-Milchling (Lactarius zonarius)


    und in unmittelbarer Nähe der Silberrröhrling (Butyriboletus fechtneri)


    Währen ich noch mit dem Bild beschäftigt war flachste Rainer schon "Warum fotografierst Du nicht die Schönen"
    Silberrröhrling (Butyriboletus fechtneri)


    Auch ein Sommersteinpilz (Boletus aestivalis) wurde nicht verschmäht, während Rainer dem König einen Besuch abstattete.


    Der Königsröhrling ((Butyriboletus regius fechtneri) war ein Opfer der Schleimratten geworden und nur noch Bruchstücke waren zu erkennen. Wir freuten uns trotzdem, dass das Myzel noch aktiv war.
    Inzwischen entdeckte Ralf mehrere Grupen und Reihen des Riesenrötlings (Entoloma sinuatum)


    Neben Hexenröhrlingen wurden noch weitere Arten notiert, die ohne Foto blieben und es ging weiter ins nächste Gebiet. Auch hier war das Pilzaufkommen recht erfreulich und vorbei an Mehlräslingen, Dachpilzen, Schirmlingen und weiteren Arten ging es in Richtung Röhrlingshotspot. "Was für Ochsen" brach es aus Rainer heraus :D. Soviele Fruchtkörper hat es lange nicht gegeben :love:
    Ochsen-Röhrling (Imperator torosus)






    An diesem Standort haben wir schon von Speisepilzsammlern total zerschnittene Exemplare gefunden, aber diesmal war nur ein Fruchtkörper umgelegt


    und wir nutzten diesen Umstand zu einem Dokumentationsbild
    Ochsen-Röhrling (Imperator torosus)


    Neben den Ochsenröhrlingen fand sich eine weitere Seltenheit, die wohl gerne den gleichen Standort teilt. Ein Traumpaar vom
    Weinroten Purpur-Röhrling oder auch Mosers Satans-Röhrling (Rubroboletus rubrosanguineus)


    Während wir wechselweise die Ochsen ins Visier nahmen, kamen weitere Objekte vor die Linse
    Scharfe Zinnober-Täubling (Russula rubra)


    Bitterer Schleimkopf (Cortinarius infractus)


    und noch diese Prachtexemplar vom Sommersteinpilz (Boletus aestivalis)


    Auf dem Rückweg fand sich noch ein weiteres Exemplar vom
    Weinroten Purpur-Röhrling oder auch Mosers Satans-Röhrling (Rubroboletus rubrosanguineus)


    Schönfuß-Röhrling (Caloboletus calopus)


    Am Wegrand stand eine schöne Gruppe eines Verwandten des Tiger-Ritterlings (Tricholoma pardinum) Synonym T. tigrinum
    Seidiger Tieger-Ritterling (Tricholoma filamentosum)




    Weiter ging es auf eine benachbarte Kuppe, die in der Vorwoche unter Anderem Schwarzhütigen Steinpilz und Körnchen-Röhrling zu bieten hatte. Neben überständigen Exemplaren und einigen Banalarten, fand sich ein Cortinarius (Schleierling) der ausführlich dokumentiert wurde. Die spätere Bestimmung ergab
    Widschwein-Gürtelfuß (Cortinarius suillonigrescens)






    Noch nicht mal 10:30 womit sich das frühe Aufstehen schon bezahlt gemacht hat und Weiterfahrt zum nächsten Gebiet. Bei fast unbewölktem Himmel wurde es allmälich warm und ein langer südlich exponierter Hang lag vor uns. Ein kurzes Zögern, ob wir uns das bei vollem Sonnenschein antun sollen endete bald. Schon von weitem lachte uns eine Röhrlingsgruppe entgegen. Üblicherweise hat der Stiel dieser Art ein wunderschönes rotes Netz, welches beim größten Exemplar vollständig von Schnecken abgefressen war.
    Blasshütiger Pupur-Röhrling (Rubroboletus rhodoxanthus)


    Da kam einem doch der Weg gleich nicht mehr so mühsam vor und wir wurden mit weiteren Funden belohnt.
    Laubwald-Rotkappe früher Eichen-Rotkappe (Leccinum aurantiacum) früher L. quercinum


    Sommersteinpilze (Boletus aestivalis) in großer Zahl


    Gewöhnlicher Steinpilz (Boletus edulis)


    Und bald eine weitere seltene Art
    Gelbhütiger Pupur-Röhrling (Imperator luteocupreus)








    In einem oberflächlich versauerten Bereich stand der
    Schönfuß-Röhrling (Caloboletus calopus)


    Durch einen mit Eichen durchmischten Kalk-Buchenwald ging es, diesmal leicht absteigend, zurück zum Auto. Auch hier stießen wir auf große Mengen vom

    Riesenrötling (Entoloma sinuatum)

    Neben weiteren Steinpilzen fand sich völlig unversehrt der

    Flockenstielige Hexen-Röhrling (Neoboletus erythropus)

    erste Korallen, die nicht zur Bestimmung mitgenommen wurden

    Wahrscheinlich die Gelbliche- oder Rosagelbe Koralle (Ramaria flavescens)

    und junge Anhängselröhrlinge (Butyriboletus appendiculatus)



    Wiederum ein absolutes Highlight war ein Massenvorkommen vom

    Gelbporigen Rauhfuß (Leccinellum crocipodium)





    Kurz vor erreichen des Autos noch eine wunderschöne Gruppe

    Parasol (Macrolepiota procera)


    Nach dieser langen Runde nahmen wir uns kurz Zeit unseren Hunger und Durst zu stillen und brachen noch im gleichen Gebiet zur nächsten Runde auf.

    Nächster Fund war der Düstere oder Porphyr-Röhrling (Porphyrellus porphyrosporus)

    Bisher hatten sich die Täublinge noch rar gemacht und es gab meist überständige oder einzelne Exemplare. Dafür stellten ca. 20 Exemplare einer sehr seltenen Art alles in den Schatten

    Rubinroter Täubling (Russula zvarae)




    Neu für mich :love: war dann der Enten-Täubling oder Graugrüner Reiftäubling (Russula anatina)


    Ein noch wenig bekannter Röhrling, der in diesem Gebiet jedoch recht häufig ist, war der

    Rosahütiger Anhängsel-Röhrling (Butyriboletus roseogriseus)


    Inzwischen ging es auf 16:00 zu und erste Ermüdungserscheinungen wurden durch einen Stop an unserer Lieblingseisdiele überbrückt. Natürlich nur ein Eis auf der Hand, da Rainer noch ein weiteres Gebiet absteuern wollte, das in der Vorwoche schon vielversprechend aussah. Kaum angehalten fielen einige Weiß-Täublinge ins Auge, die momentan aufgrund von Sequenzierungsergebnissen nicht sicher auf Artebene bestimmbar sind.

    Gemeiner Weiß-Täubling Formenkreis (Russula delica agg.)


    Weiter ging es in einen Eichen- Hainbuchen-Wald. Was hier an Pilzen stand hätte einen ganzen Tag zur Bearbeitung gebraucht und es blieb manches ohne Foto. Es blieb immer noch genug :)

    Flügelsporiger Milchling (Lactarius pterosporus)


    Schon ertönt der Ruf von Ralf "Hier steht das Goldblatt"
    Europäische Goldblatt (Phylloporus pelletieri)


    Riesen-Scheidenstreifling (Amanita ceciliae)




    Hainbuchenröhrling (Leccinum pseudoscabrum) oder Leccinellum carpini


    Ein einzelner Wulstling entpuppte sich später leider nur als Grauer Scheidenstreifling (Amanita vaginata)




    Aufallend waren gelbgrüne Täublinge, die erst später identifiziert wurden. Der zweite europäische Frauentäubling gilt heute als eigene Art. Die speckigen Lamellen teilt er mit dem normalen Frauentäubling.
    (Russula flavoviridis)


    Erst mikroskopisch bestimmt wurde der Schwachfleckende Täubling (Russula persicina)


    Ein Risspilz darf nicht fehlen. Leider zeigt er nur ganz frisch und noch nicht angetrocknet sein namengebendes Merkmal, aber seinen intensiven, süßlicher Geruch teilen nur wenige Arten der Gattung.
    Grünscheiteliger Risspilz (Inocybe corydalina)


    Müüüüüde :sleeping: Inzwischen ist es 18:30 geworden, was uns nicht davon abhielt noch kurz auf der anderen Straßenseite zu schauen. In einer mageren Wiese trotzten noch einige Saftlinge der Trockenheit.
    Spitzgebuckelter Saftling (Hygrocybe acutoconica) Synoynm H. persistens oder auch umgekehrt ^^


    Noch kurz ein Blick in den benachbarten Buchenwald
    Olivbrauner Rauhkopf (Cortinarius cotoneus)


    Auch diesen Bereich kennen wir seit Jahren und haben ihn schon oft aufgesucht. Der Tag endete wie er begann, den zum ersten Mal fanden wir dort den
    Satansröhrling (Rubroboletus satanas)


    Ein umwerfender, langer Tag ging zu Ende und wir traten den Heimweg an.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    früher oder später solltest Du Dir Eisensulfat- und Guajaklösung zulegen, wenn Du weiterhin Täublinge bearbeitest. Leider kann ich Dir so keine Bestimmungshile geben. Möglicherweise eine Fabranomalie.

    LG Karl

    sehe ich das richtig, daß ich die beiden Hemileccinums am sichersten mikroskopisch über die Huthaut unterscheiden kann? Dann würde ich mir da einfach mal einen Fruchtkörper aus dem Vorgarten klauen ausleihen.

    Hallo Björn,

    das siehst Du richtig und würde ich auch empfehlen. Ich kenne H. impolitum überwiegend mit der von Dir gezeigten hellen Hutfarbe und nur sehr junge Exempare dunkel, was H. depilatum für Deine Fund natürlich nicht unbedingt ausschließt.

    Hallo Bjoern,


    Hemileccinum depilatum erkenn man am besten an dessen gehämmerte Hutoberfläche. Das ist schlecht zu erklären. Am besten du guckst mal hier. H. impolitum hat das nie.

    Hallo Jörg,

    auf der Seite sind sicherlich auch H. depilatum dabei, aber auch Aureoboletus gentilis und wer weiß was noch.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    völlig unerwartet fand ich zu Wochenbeginn in einem Klinikgelände ein Massenvorkommen von Täublingen. Die schönsten Kollektionen möchte ich Euch hier zeigen.

    Sehr scharf im Geschmack und mit auffallendem Geruch, der etwas an reifen Käse erinnert.
    Brauner Camemberttäubling (Russula amaenolens)


    Zumindest jung schmeckt auch der nächste Kandidat scharf. Vorkommen meist unter Eiche, Fabe feucht mitunter leuchtend rot, abgetrocknet oder älter jedoch meist weinrot bis puprfarben. Typisch sind die fast nie fehlenden ockerfarbenen Flecken oder eingestreuten Punkte, die jedoch nicht immer so deutlich sind wie in diesem Bild.
    Purpurschwarzer Täubling (Russula bresadolae) meist noch als Russula atropurpuea abgebildet


    Die nächste Kollektion, sollte selbst den letzten Zweifler davon überzeugen, dass man Täublinge nicht nur nach Farbe bestimmen kann. Zwar waren mir durch häufige Funde fast alle abgebildeten Farbtöne bekannt, aber noch nie gleichzeitig an einem Fundort. Ja auch das blassgelbe Exemplar links, hatte wie alle Heringstäublinge eine grüne Eisensulfatreaktion und war kein übersehener "Pfirsischtäubling" :)
    Gebrauchliche deutsche Namen sind Purpurroter- oder Fleischviolette Heringstäubling, was sicherlich irreführend ist.
    Starkriechender Heringstäubling (Russula graveolens)


    In typischer Ausprägung ist die nächste Art leicht zu erkennen, jedoch kann die violette Stielfarbe unauffällig sein oder fehlen. Hilfreich ist dann noch der irgendwie fischartige Geruch. Woher die oft verwendete Bezechnung Pfirsichtäubling kommt, hat sich mir nicht erschlossen.
    Violettstieliger Täubling (Russula violeipes)


    Nahezu unverwechselbar ist in normaler Ausprägung ein weiterer Täubling. Findet man Einzelexemplare ohne Grüntöne ist die schöne Zeichnung jedoch absolut unauffällig und der Pilz bleibt wohlmöglich sogar unbeachtet.
    Grüngefelderter Täubling (Russula virescens)


    Ich hatte auch schon noch extremere fast weiße Exemplare nahezu ohne Zeichnung


    Hier noch einer im schönsten Kleid


    LG Karl

    Ein Hallo an die Spezialisten

    Darf ich diesen Pilz ungestraft Hortiboletus bubalinus nennen, oder gibt es noch eine Alternative? Wäre für mich der erste eigene Fund.





    LG Karl

    Hallo Norbert,

    die Guajak-Reaktion kannst Du als negativ notieren. Eine Wartezeit von 15 Minuten ist für diese Reaktion viel zu lange und auch eine eventuelle Verfärbung nach zwei Min. hat kaum noch Aussagekraft. Negativ für R. ionochlora ist aber ok.

    LG Karl

    Magst du noch sagen, warum das erste Bild X. longipes darstellt und was es mit den 20 cm danebenstehenden auf sich hat?

    Hast du die auch mikroskopiert?

    Hallo Ingo,

    mikroskopierte steht oben dabei ;) und ja, das gilt für beide. War halt nur ein Beispiel, dass X. longipes keinesfalls immer schlank ist.

    LG Karl

    Und dann schrieb ich ja, dass da ganz viele dieser Pilze standen. Stimmt aber nicht. Da stehen ganz viele auf den Hängen die von oben exakt so aussehen nur haben die keine farbige Lamellenscheide. Bis ich die mit den farbigen Lamellenscheiden wieder gefunden hatte ^^

    Hallo Maria,

    das verschiedene sehr ähnliche Arten aus dieser Gruppe durcheinander wachsen ist absolut normal und manchmal geradezu fürchterlich. Es kann auch sehr schnell passieren, dass man mal eine Mischkollektion auf einem Bild hat. Ohne mikroskopishe Absicherung ist eine sichere Bestimmung oft nicht möglich. Makroskopisch kommen neben schwarzblauen auch blassbraune Schneiden vor und oft sind nicht alle Lamellenschneiden vollständig oder nur ein Teil der Lamellen gefärbt (Lupe). Weiter zu beachten wäre eine eventuelle blaugraue Färbung der Lamellen selbst und die Beschaffenheit der Stieloberfläche (glatt, faserig, an der Spitze bereift). Es lohnt sich nur einheitliche Kollektionen von jungen und alten Frk. zu sammeln, da manche Farbtöne nur bei jungen Frk. zusehen sind und rasch verschwinden.

    Hier mal ein Beispiel


    und das ist noch nicht mal extrem. Bei den meisten Arten verschwindet die blaue Stielfarbe viel rascher als im Bild oben

    LG Karl

    Hallo Karl,


    ich bin zwar nicht Nobi aber bei dir gibt es noch viel mehr Interessantes zu finden als hier. Wenn ich gesundheitlich besser drauf wäre würde ich solch ein Angebot sofort annnehmen.

    Hallo Jörg,

    auf so engem Raum so viele Arten wie in Deinem Park sind schon außergewöhnlich :daumen:. Sicherlich gibt es in der Eifel weitere interessante Arten, aber gewöhnlich müssen wir dafür mehrfach verschiedene Gebiete anfahren und richtig gut ist nur jede zehnte Tour.

    LG Karl

    Ich bleibe mal bei Ganoderma resinaceum ;). Der Bursche legt sich immer noch gewaltig ins Zeug und hat das Größenwachstum noch nicht völlig abgeschlossen.

    LG Karl



    ich habe noch getrocknetes Material und mit etwas Glück kann ich mich heute Abend auch noch auf Nachsuche begeben. Allerdings gehts morgen erstmal nach Frankreich in den Urlaub. Ich habe die getrockneten Fruchtkörper aber separiert und könnte sie zu gegebener Zeit verschicken.

    Hallo Tobias,

    das Material ist ja lange haltbar und daher eilt es ja nicht.

    Schönen Urlaub
    Karl

    Hallo Karl,


    ich bin darüber auch schon ins Grübeln geraten. Vielleicht liegt es ja, wie auch der intensive Geruch daran, dass die Fruchtkörper sehr frisch waren. Jedenfalls hat sich bei den entnommenen Pilzen der Blauton im Hut schnell verloren und die Hüte wirkten allesamt bald schiefergrau (so nach 2-3 Stunden).


    lG, Tobias

    Hallo Tobias,

    ich hatte mit Gerhard Wölfel und Machiel Noordeloos Kontakt und beide kenne die Art nicht so blau. Hast Du getrocknetes Material von dem Fund?

    LG Karl

    Hallo Mausmann,
    inzwischen müsste Alles ok sein.
    LG Karl

    Danke für den Hinweis mit den Bildern, die ich wohl nur sehe weil sie noch im Cache sind und Caloboletus ist natürlich klar.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    auch wenn die weitgehend anhaltende Trockenheit nur ein geringes Pilzaufkommen zuläßt kommt doch einiges zusammen, wenn man an fünf Tagen in Folge unterwegs ist. Seit Wochen habe ich vergeblich meine bekannten Fundstellen im Krefelder Stadtwald abgesucht. Selbst am Rand des Weihers der sonst eine Bank ist, bisher Fehlanzeige. Am letzten Donnerstag dann ein einzelner Röhrling, der aber dafür alles bisher gesehene in den Schatten stellte.

    Wurzelnder Bitterröhrling (Caloboletus radicans)


    Völlig überraschend dann mitten in der Wiese noch als Zugabe eine wunderschöne Kollektion des Blutroten Röhrlings (Hortiboletus rubellus)


    Am nächsten Tag in einem Feuchtgebiet, das seinen Namen kaum noch verdiente, standen sicher fast 100 Exemplare auf fünf Metern in einem ausgetrockneten Graben.
    Blutroter Röhrling (Hortiboletus rubellus)




    Am Samstag ging es dann auf eine lange Eifeltour. Erfreulicherweise wurden wir gleich am ersten aufgesuchten Standort fündig und freuten uns über zahlreiche wenn auch noch kleine Exemplare.
    Satansröhrling (Rubroboletus satanas)






    Im gleichen Bereich fanden sich kleine und nach kurzer Suche auch größere Exemplare von
    Wurzelnder Bitterröhrling (Caloboletus radicans)




    Wir hatten uns gut informiert wo es stärkere Niederschläge gab, aber in kaum einem Gebiet gab es mehr als drei Arten und meist keine Röhrlinge. Dazwischen aber immer wieder Lichtblicke und man freute sich über wenige Exemplare vom.
    Körnchenröhrling (Suillus granulatus)


    Plötzlich dann die Stimme von Rainer " Warum fotografierst Du nicht die Vielen" ^^ Im tiefen Gras erst aus unmittelbarer Nähe zu entdecken gabe es etliche Exemplare und einen Hexenring
    Körnchenröhrling (Suillus granulatus)




    Nach weiteren Nichtfunden in zwei Gebieten gab es wieder Erfreuliches :)
    Ochsenröhrling (Imperator torosus)




    Normalerweise zerschneiden wir solche Raritäten nur, wenn es für eine Bestimmung unverzichtbar ist oder zahlreiche Exemplare erscheinen. Diesmal machten wir eine Ausnahme, da es von den Eifelfunden noch kein Belegmaterial für ein Herbar gibt. Der Pilz blaut sehr stark bei Berührung und Verletzungen, hat aber im Gegensatz zu den Purpur- und Hexenröhrlingen gelbe Röhrenmündungen.
    Ochsenröhrling (Imperator torosus)


    Den für mich überraschendsten Fund gab es dann kurz vor dem Parkplatz. Seit Jahren kommen dort Netzstielige Hexenröhrlinge vor, die jedoch nie näher untersucht wurden. Beim Anschnitt fiel sofort das rote Fleisch im Hut auf, bevor die bekannte Blauverfärbung einsetzte. Im Foto nur schwierig darzustellen aber noch eindeutig erkennbar. Es sollte sich um eine Varietät des "normalen" Hexenröhrlings handeln.
    Netzstieliger Hexenröhrling (Suillellus luridus var. erythrotheron)






    Auch am Sonntag auf einer Gemeinschaftsexkursion mit dem Arbeitskreis Pilzkunde Ruhr gab es einige Röhrlinge. Augenscheinlich kommen die Rotfußröhrlinge auch mit geringer Bodenfeuchte zurecht und erstaunliherweise gab es immer wieder mal sehr frische Exemplare ohne Schimmel. In fast optimalem Zustand zeigte sich mehrfach
    Blutroter Röhrling (Hortiboletus rubellus)




    Dazu noch ein weiterer Vertreter der Gattung. Eichen-Filzröhrling (Hortiboletus engelii)


    Man kann auch blöd sein :haue:. Stielbasis angeschnitten um die orangen Pünktchen zu zeigen und dann ein Blatt übersehen, das der Wind darauf geweht hat.
    Eichen-Filzröhrling (Hortiboletus engelii)


    In einem noch nicht ausgetrockneten Torfmoosbestand fanden sich winzige Rauhfußröhrlinge
    Wollstieliger Rauhfuß (Leccinum cyaneobasileucum) wird in der Flora Agaricina Neerlandica VII wieder von der weißen Form als var. brunneogriseolum unterschieden


    Gestern dann noch ein Abstecher zu einem Standort, an welchem bei guten Bedingungen zahlreiche Röhrlinge und Täublinge zu finden sind. Aus dem trockenen und harten Boden quälten sich tatsächlich einige kleine Exemplare hervor und auch ein älterer Herr trotzte der Trockenheit.
    Wurzelnder Bitterröhrling (Caloboletus radicans)


    Den Abschluss bildet zwar kein Röhrling, aber immerhin ein Vertreter der Röhrlingartigen (Boletales) von der Eifeltour. Ich nehme mir ja nur selten Zeit mal eine banale Art zu fotografieren und dazu noch einen Einzelfruchtkörper. Bei geringem Pilzaufkommen und geeignetem Standort hier mal eine Ausnahme :)
    Falscher Pfifferling (Hygrophorpsis aurantiaca)


    LG Karl