Beiträge von Karl W

    Diesen Rost hab ich noch nicht gefunden ( zu wenig Kiefern in unserer Monokultur?) . Befällt er alle Greiskräuter?

    Hallo Hilmi,

    Kiefer ist schon erforderlich und zur Verbreitung schreibt Jule:
    Vorkommen: Verbreitet auf Hain-Greiskraut (S. ovatus agg.), Wald-Greiskraut (S. sylvaticus), Gewöhnlichem Greiskraut (S. vulgaris) und Schmalblättrigem Greiskraut (S. inaequidens), aber auch auf zahlreichen weiteren Arten der Gattung sowie auf Aschenkraut (Tephroseris)

    Auf Gewöhnlichem Greiskraut (S. vulgaris) hatte ich selbst bisher allerdings nur die Aecien von Puccinia lagenophorae

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    zur Zeit kann man schon Uredien von Coleosporium senecionis (Kiefernnadel-Greiskrautrost) finden.
    Hier an Senecio inaequidens (Schmalblättriges Greiskraut)




    Die zunächst von der Epidermis bedeckten Uredien setzen beim Aufplatzen ungestielte, warzige Uredosporen frei




    Im Spätsommer bis Herbst bilden sich zusätzlich krustenartige, orangebraune Telien



    Der Pilz wechselt zu Pinus sp. (Kiefernarten) auf deren Nadeln im Frühjahr Spermogonien uns Aezien gebildet werden

    LG Karl


    ich fand die noch nie in freier Wildbahn.

    Hallo, Marcel,

    da die Hasenglöckchen in den Gärten wie Unkraut wachsen, werden sie bei uns häufig mit den Gartenabfällen in die Natur entsorgt. In den von atlantisch geprägtem Klima beeinflussten Bereichen Westdeutschlands, Belgiens oder in Großbritannien gibt es große Laubwälder, wo die HG Teppiche bilden wie bei uns die Buschwindröschen oder Märzenbecher. In solchen Wäldern wachsen manchmal auch Stechpalmen. Das wäre einer meiner Wünsche, eine solche Waldgesellschaft anschauen zu können.

    Hier wächst die Wildform Hyacinthoides non-scripta
    https://www.kreis-heinsberg.de…t-verlassen-werden-2.html

    LG Karl

    Ich habe einen Screenshot der von mir erfassten Arten und deren Rote-Liste-Status gemacht. Demnach sind mindestens drei vom Aussterben bedrohte Arten dort vertreten, 4 Arten sind in der Kategorie 2.

    Von H. aurantiosplendens gab es 2024 mehr als 100 Exemplare auf der kleinen Wiesenfläche. Karl W und andere Pilzexperten sind begeistert gewesen.


    Hallo Claudia,

    vielleicht kannst Du das als gesicherten Nachweis aufführen

    Hygrocybe aurantiosplendens
    16.10.24 Katzhütte Oelserstr.

    leg: Hämmerling, Claudia

    det: Wehr, Karl (mikroskopisch bestätigt)

    Standortaufnahme vom 16.10.24


    Karl Wehr


    Landeskoordinator für Pilzkartierung in NRW

    Landeskoordinatoren für Pilzkartierung - www.dgfm-ev.de/de/


    LG Karl

    Hallo Steffen,

    Die var. flavida kenne ich an drei Stellen aus dem gleichen Myzel über Jahre immer nur in gelb.

    Was Du zeigst kenne ich nur als Trocken- bzw. Altersschaden aber an der Wuchsstelle kommen in anderen Jahrn auch weiße Frk. vor.

    LG Karl

    Hallo Rainer

    der Rötling muss mikroskopiert werden. Gerne erscheinen im Frühjahr E. cunneatum und E. cetratum die ich aber meist in Nadelstreu bei Pinus finde. Vorstellen könnte ich mir auch noch E. conferendum.

    Der Trichterling erinnert stark an Clitocybe fragrans zumindest Bild 2 + 3. Frühjahrsfunde hatte ich schon häufiger, empfinde den Geruch allerding mehr anis- als bittermandelartig.

    LG Karl

    Ich hoffe diese Ungenauigkeit im FAN 8 bei den genannten Arten ist da die Ausnahme und nicht die Regel. Normalerweise sollte es doch ein genaues und gutes Werk sein, oder?


    Benjamin

    Hallo Benjamin,

    zumidest bei den Telamonien gibt es weitere sehr zweifelhafte Synonymisierungen bei C. decipiens.
    Zur Zeit sind diese auch auf https://www.pilze-deutschland.…iens-pers-zawadzki-1835-1 noch so dargestellt

    Nach dem nächsten Update wird sich da einiges ändern, was Frank Tomentella schon in Mykis übernommen hat . Cortinarius sertipes war für mich immer eine gute an Pappel gebundene Art und das wird auch wieder so dargestellt.
    Ebenfalls wieder eigenständig geführt werden Cortinarius falsosus und C. pulchripes jeweils mit entsprechenden Synonymen, aber da ist Hias Matthias der zuständige Spezialist und ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken.

    LG Karl

    Hallo Reinhard,

    schneide doch mal ein Sklerotium durch, wenn Du nicht sicher bist. Das müsste ja innen weiß sein.
    Die Anwesenheit eines Sklerotiums und der pruinose Stiel ließen ja keinen Zweifel an Gymnopus impudicus var. graveolens.

    Antonin & Noordeloos (2010) halten in ihrer Monographie an dem 1997 ungültig publizierten Namen Gymnopus graveolens fest.
    Man darf gespannt sein, was sie in der geplanten Ausgabe von Fungi Europaei 15 drin steht.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    endlich habe ich Puccinia acetosae an Sauerampfer mal selber gefunden und dann noch als Neufund für das Depot (NSG Brachter Wald).

    Sauerampfer (Rumex acetosa)


    Blattoberseite


    Stäubende Uredien auf der Blattunterseite



    Uredosporen






    Die Art kann auch an anderen spitzblättrigen Arten der Gattung auftreten


    LG Karl

    Hallo Karl,

    Das wird sich ändern, denn hatte diesen Fund vergessen zu kartieren ^^

    Ich hoffe du hast heute Glück gehabt :)


    Hallo Thorben,

    sehr gut, dann nehme ich den schon in die Liste ohne Fundorte auf.

    Im Depot war es eher mäßig und besonders an Pflanzenstängeln und Zweigen waren keine frischen Frk. zu finden. Kleine Blätterpilze waren meist angetrocknet und bei Helvella und Gyromitra Totalausfall. Immerhin gab einen neuen Rostpilz an Rumex, den ich noch nicht abschließend bestimmt habe und mit einem Fälbling bin ich auch noch beschäftigt. Neu gegenüber dem 01.03 war sonst nur Parasola schroeteri.

    LG Karl

    Lieber Christoph,


    danke für Deine ausführliche Stellungnahme. Die Formulierung "nach der jetzt gültigen Auffassung" hatte ich als Klarstellung für Jörg gewählt, da wir uns im Onlinetreffen über Funde unterhalten haben und ich dabei den Namen R. roseocremea ins Spiel brachte.

    Dem Umstand, dass bei weiteren Aufsammlungen möglicherweise neben Salicaceae noch andere Wirte auftreten können, werden die Autoren wohl auch nicht widersprechen.


    Das es im Artikel von der zur Art erhobenen R. rubrata und von R. persicina unter Pappel keine morphologischen Beschreibungen und gegenseitige Abgrenzung gibt, finde ich auch schade und die zitierte Literaur muss ich mir noch besorgen. Meine mehrfachen als R. roseocremea bestimmten Funde kann ich leider nur mit einem als R. persicina bestimmten Eigenfund aus eine Kalkbuchenwald mit eingestreuten Eichen und einem von Werner Jurkeit als R. persicina var. rubrata bestimmten Fund vergleichen.
    Die Veröffentlichung der durch die Autoren vorgenommene mikromorphologischen Untersuchung des Holotyps von R. roseocremea und die Abgrenzung zu R. rubrata wäre jedenfalls sehr zu begrüßen

    Dem Umstand, dass sich durch die Aufnahme weitere Loki in die Phyllogenie Änderungen ergeben können oder auch nicht, ist nichts hinzuzufügen.


    LG Karl

    Hallo Karl,


    wenn ich das jetzt richtig verstanden habe existiert R. roseocremea nun doch nicht und es ist weiterhin R. persicina oder liege ich da falsch?


    VG Jörg

    Hallo Jörg,

    Ja, R. roseocremea ist ein Synonym von R. persicina. Allerdings wurde R. persicina in früheren Gattungsbearbeitungen unter verschiedenen Laubbäumen auf unterschiedlichen Böden beschrieben, jedoch wurde Pappel nie erwähnt. Nach der jetzt gültigen Auffassung ist R. persicina jedoch die an Pappelarten gebundene Art, wobei wohl auch Weide noch in Betracht kommt.


    LG Karl

    Hallo zusammen

    Wer die Zeitschrift für Mykologie 92 (1): 15-30 gelesen hat ist ja bereits informiert.

    Für alle anderen zur Info:
    Die Sequenzierung des Typus von R. roseocremea und weiterer Funde hat zu folgenden Ergebnissen geführt:

    Russula persicina
    Krombh.
    Synonyme: Russula rubicunda Quel.
    Russula roseocremea R. Socha, Hálek & Baier

    Russula rubrata (Romagn.) F. Hampe, Kleine & Manz comb et. stat. nov.
    Basionym: Russula persicina var. rubrata Romagnesi
    Synonym: Russula persicina var. decembris Benigni, Barigelli & Petroselli

    Beide Arten sind nah verwandt unterscheiden sich jedoch deutlich in ihren ökologischen Ansprüchen

    Russula persicina ist gewöhnlich mit verschiedenen Pappelarten vergesellschaftet und ist aus Tagebaurekultivierungsgebieten bekannt. Eigene Funde kamen an ähnlichen Standorten vor. Russula rubrata ist meist mit Fagaceae assoziert und bevorzugt meist basische Böden.

    LG Karl

    Karl W – hast du mittlerweile mehr Glück gehabt?

    Hallo Christoph,

    tatsächlich bin ich am Wochenende im Allgäu fündig geworden. Beim Besuch meine Tochter und meine Enkel habe ich am Zaun zum Nachbargarten einen kleinen Bestand von Scharbockskraut mit Erfolg abgesucht.

    Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei aber wenigstens das Handy.


    Entscheidend sind aber letztlich die Mikros :)





    LG Karl