Beiträge von Climbingfreak

    Klar, ich hatte gestern meine wortschöpferischen Tag (inzwischen ist Mitternacht durch). ==Gnolm19==Gnolm7

    Hi,


    feine Funde. Ich muss bei 2-3 Sachen doch intervenieren.


    3. Der Ritterling sieht komisch aus. Das ist nie und nimmer T.fracticum/batschii. Der sieht so aus:


    https://de.wikipedia.org/wiki/fastberingter_ritterling


    Was immer das ist. Das sieht aus wie eine Mischung aus T. ustale, T. pessundatum und T. stans. Wie war denn die Ökologie des Fundortes? Was waren dort für Baumarten?


    Zur Hypholoma marginatum: der sollte so aussehen:


    hypholoma_marginatum.html


    Entweder ist dein Fund ein verkappter Grünblättriger oder was anderes aus der Gattung. Ich würde hier mal das Mikro bemühen oder noch zum Fundort hingehen, wenn die etwas reifer sind.


    Deinen unbekannten auf Wiese kannst du mit Echinoderma aspera vergleichen.


    l.g.

    Stefan

    hallo Stephan,

    in fungi of temperate europe wird noch ein L. schistophilum beschrieben.???!!!

    Hi,


    ja das mag sein. Ich kenne das Werk nicht. Schau mal in den Artikel von Peter Welt und Christoph Hahn, wo beide diese Art vorstellen. Dann wirst du sehen, dass das der obige Fund nicht sein kann; schon allein deshalb, weil L. schistophilum einen dunkleren Hut hat. Zudmindest ist das eine Art, die auf Schiefer bei Birke kommt. Der obige Fund stammt aus einem Moorgebiet.


    https://www.dgfm-ev.de/publika…fuer-deutschland/download


    l.g.

    STefan

    Und bitte nicht Kartoffelboviste und mit Bovisten in einen Topf werfen. Die Sclerodermas gehören zu den Boletales, während Bovista (und Lycoperdon s.l.) zu den Agaricales gehören. Aber das nur am Rande. Ich bin hier auch bei einer Scleroderma, bzw. mit sehr viel Wohlwollen bei einer Rhizopogon. Auf jeden Fall ist das ein Basidiomycet.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ich schreibe jetzt noch auch mal was. :) Schließlich habe ich ja gerade auf der Sachsentagung einen Leccinum-Vortrag gehalten. Also ich halte mich an meine beiden Lieblingsleccinulogen nämlich PeterW und Christoph. ==Gnolm7


    Das ist aus meiner Sicht Leccinum cyaneobasileucum aufgrund der blauenden Stielbasis. Aufgrund des hellen Hutes ist das auch L. cyaneobasileucum im Sinne von Lannoy und Estades. Leccinum holopus darf im Schnitt keinerlei Verfärbungen zeigen; analog L. scabrum.


    Zudem ist laut Christoph noch L. nucatum von L. holopus zu trennen. Ersterer ist größer und hat sparrige abstehende Stielschuppen.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    also erstmal gibts hier im Forum keine Verzehrsfreigabe!! Wenn du dir die Pilze in die Pfanne haust, dann tust du das auf eigene Gefahr. Als PSV gebe ich nur Pilze frei, die ich auch in den Händen hatte. Selbiges gilt auch für alle anderen hier im Forum. Alles andere wäre unverantwortlich.


    Ansonsten ist der Kuhröhrling sehr zäh. Du hast mit dem wenig Freude. Du kaust darauf wie auf Leder.


    l.g.

    Stefan

    Ja such mal raus. Ich weiß, dass Cadmium bei den Champis proteingebunden vorliegen muss, denn einige Arten brauchen Cd für die Fruktifikation; zumindest laut Christoph.


    Demzufolge wäre es schon spannend, wie die Zellen beim Kauen z.B. aufgeschlossen werden, denn Proteingebundenes Cd kann definitiv resorbiert werden. Übrigens bei Cadmium in Weizen weiß man auch, dass es sogar im im Korn angreichert wird; also nicht nur in den Spelzen.


    l.g.

    Stefan

    Das mag sein, ist aber für den Pilzsammler wohl nicht relevant. Eine Gruppe mutiger Wissenschaftler aus Braunschweig hat in den 80ern in einem Selbstversuch ermittelt, dass, zumindest was Cadmium und Blei angeht, die Schwermetalle nach dem Verzehr den Magen-Darm-Trakt passieren, ohne resorbiert zu werden. Zumindest konnten Sie weder im Blut noch im Urin nach dem Verzehr eine Erhöhung der entsprechenden Metall-Konzentrationen feststellen, vielmehr waren die Metalle in entsprechender Menge im Stuhl zu finden. Könnte heute Abend die genaue Quelle mal raussuchen.


    Gruß

    Bernd

    Bei Blei gehe ich da mit. Das ist meist Bodenpartikelgebunden. Bei Cadmium sieht das aber anders aus. Dort zumindest findet eine aktive Resorption statt seitens der Pilze und von Weizen z.B. statt. Ich habe mich auch schon intensiv mit der Thematik Cadmium in Getreide beschäftigt. Dort findet wohl eine Resorption im Darm statt, weswegen da auch strenge Grenzwerte existieren. Weißt du welche Matrices die Wissenschaftler damals verzehrt haben? Das wäre spannend. Zudem ist bei Cadmium die Sicherheitsberwertung durch das BfR neu erfolgt. Ich war damals btw zu einem Kongress zu dem Thema auch in Berlin anwesend. ;)


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    wenn der auf Druck noch am Hut und Stiel gilbt, dann kannst du den als A. augustus eintüten. Allerdings warne ich vor dem Verzehr in jedem Fall, denn die Art reichert sehr stark Cadmium an. Das ist ein sehr potentes Cancerogen und ist stark nirerengiftig.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    wie war der Geruch und was war das Substrat? Du hast in jedem Fall einen Vertreter aus dem P. cervinus-Komplex gefunden. Für die Bestimmung der Kleinart muss unbedingt mikroskopiert werden.


    Wenn auf Nadelholz gewachsen und der FK nicht deutlich rettichartig riecht, wäre es tendenziell P. pouzarianus.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    röten oder gilben die eher nach dem Anschnitt, bzw. nach dem Anfassen? Ansonsten schwer, auch mit Mikroskopie und weiteren Informationen. Champis sind keine einfache Gattung.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    macht doch bitte noch ein paar Angaben. Ökologie des Fundortes, Geruch, Geschmack und Schnittbild der komplett der Länge nach. Gerne auch noch einen Sporenabdruck. Erst dann können wir genaueres sagen.


    Möglich, dass ihr einen der braunen Ritterlinge gefunden habt. Die von Beli vorgeschlagenen Lepistas kommen aus meiner Sicht erstmal nicht in die engere Auswahl.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    nur so ein Gedanke; spontan muss ich an Coprinopsis mitraespora denken. Allerdings sollte der Fund unbedingt mikroskopiert werden. Das ist nur ein Name, der meinem Bauchgefühl entstammt. Wichtig wären, Velum, Sporen und Hymenialzystiden. Wenn du das alles hast, sehen wir weiter.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ohne Schnittbild schwierig, aber so spontan aus dem Bauch heraus Agarius sp. vielleicht einer der Waldchampis. Wenn der gilbt und nach Anis riecht, wäre auch noch A. augustus drin.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ich würde den Mottowettbewerb auch nicht absetzen wollen. Wenn eine Reduzierung, dann max. nur auf 3 Termine im Jahr. Eine Ankündigung/Jahresplan, wie von Mausmann vorgeschlagen würde ich auch begrüßen, denn so können passende Fotos auf Pilztouren gezielter geschossen werden.


    l.g.

    Stefan

    Hi,

    aaalsoo in Sachsen heißen die "Braunhedel" und nicht anders. ==Gnolm7==Gnolm19


    Ansonsten auch von mir ein herzliches Willkommen Elisabeth. In München gibts einen tollen Pilzverein, wo du bestimmt schnell Anschluss finden wirst. Ich kenne da einige Leute persönlich und die sind alle sehr nett und hilfsbereit.


    Hier im Forum sind es u.a. Bergwald und Tricholomopsis :)


    l.g.

    Stefan

    Ist halt schade (jammer, jammer...), dass hier im Forum nicht wirklich mehr ein paar Leute sind, die sich für so etwas interessieren. Man könnte dann zumindest auf ein paar Erfahrungswerte oder sogar Beurteilungen hoffen, ohne dass man sich mit Ideen, die man hier bekommt, ständig irgendwo anders schlau machen muss. Aber ist ja eigentlich logisch, dass man sich in einem Pilzforum eher über Pilze unterhält, als über das Fotografieren. Wieso komme ich denn da jetzt erst drauf???

    Hallo Fredy,


    ich interessiere mich sehr für die Fotografie, schon allein deswegen, damit ich gescheite Fotodokus von Funden machen kann, falls die Funde mal für weitere Untersuchungen wichtig werden.


    Leider fehlt mir die Erfahrung schon bei den Basics. Ich mach leider immer nur Fotos mit Automatikeinstellungen. Ich komme mit dem Manuellen Programmen meiner Kameras nicht klar. Ebenso würde ich gerne mal den Trick testen "maximale Tiefenschärfe erzeugen bei kleiner geöffneter Blende"; blöd wirds nur, wenn ich nicht weiß, wie die Blende manuell einzustellen geht.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    nur noch eine kleine Ergänzung von mir. Durch die Tintlinge direkt droht euch keine Gesundheitsgefahr. Dennoch können sie Holz zersetzen, was im Falle von tragenden Elementen fatal wäre. Zudem können sich aufgrund der Feuchtigkeit noch andere, diesmal wirklich gesundheitsgefährdende Pilze ansiedeln. Ich würde auch schnellstmöglich die Ursache abklären lassen. Vielleicht ist ja auch ein Wasserrohr undicht oder so.


    l.g.

    Stefan