Beiträge von Climbingfreak

    Hallo Peter


    Hab schon geschrieben , Hygrophorus personi , das passt Perfekt an Ökologie


    LG beli !

    Hi,


    genau, sehe ich auch so. An deinen H. carpini glaube ich nicht so wirklich; nicht im reinen Buchenwald; ohne Hainbuche. Den kannst du mal mit H. unicolor vergleichen.


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    ich hatte gestern nochmal alles mit sämtlichen Schlüsseln nachvollzogen. Der Knackpunkt ist wirklich die Sporengröße. Wenn ein Großteil der Sporen 10-12µm lang ist; wenige aber bis 14 µm, dann nehme ich den Schlüsselweg, Sporen unter 12 µm Länge. Ich lande dann automatisch bei C. pseudonivea; beim Gröger, FN und bei Andreas Schlüssel, zumal Andreas ja in seiner Artbeschreibung, die Nobi auch eingebunden hat, aussagt, dass die Sporenlänge 10-14 µm beträgt.


    Was mich am meisten irritiert ist der Fund der reinweiße Fund auf Goaßlweide 2016, den Peter Karasch und ich seinerzeit als C. pseudonivea (auf Kuhdung) bestimmt hatten. Ich hatte den damals auch mikroskopiert. Im Gröger wird auch eine reinweiße Varietät von C. pseudonivea erwähnt.



    Nun meine Frage. Was haben wir damals hier gefunden, bzw. wie erkenne ich solche untypischen Kollektionen von C. nivea oben? Wenn ich die Art ausschlüssle lande ich, wie bereits gesagt, mit allen 3 Schlüsseln bei C. pseudonivea.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    so anhand von Bildern nicht unbedingt leicht. Ich würde den 2. auch für Tr. albobrunneum sensu FNE 4 halten. Den ersten tendenziell auch. Wichtig wären noch die Angabe von Hutschleimigkeit, Geruch und Geschmack.


    Matsutake wundere dich bitte nicht, dass du unterschiedliche Angaben von Tr. albobrunneum und Tr. stans in der Literatur findest. Das ist ein großes Problem, dass die Autoren die Arten unterschiedlich auslegen. Ingo hat das in seinen Tintlingsartikeln sehr gut auseinandergedröselt.


    l.g.

    Stefan

    Hi Nobi,


    danke für deinen Hinweis.==Gnolm8 Ich habe gerade selber nochmals bei C. nivea nachgeschlagen. Mir war gar nicht bewusst, dass C. nivea auch solche eckigen Sporen haben kann. Bisher kannte ich das "nur" von C. pseudonivea. Für mich waren die Mikromerkmale ausschlaggebender: Sporen eckig, abgeflacht und die Länge von 10-14 µm. Ich hatte C. nivea auch schon 1-2 Mal und bei den Kollektionen waren die Sporen eindeutig ellipsoid.


    Wir hatten übrigens auch genau solche weißen Tintlinge (auf Kuhdung) auf der "Goaßlweide" 2016 in Bernried, die Peter Karasch und ich als C. pseudonivea ansprachen. (Gut, Peter hat die angesprochen; ich hab nachmikroskopiert). Ich war ja damals noch nicht so tintlingsaffin. Ich muss mal das Bild raussuchen.


    l.g.

    Stefan

    Hi Nobi,


    danke für deinen Hinweis.==Gnolm8 Ich habe gerade selber nochmals bei C. nivea nachgeschlagen. Mir war gar nicht bewusst, dass C. nivea auch solche eckigen Sporen haben kann. Bisher kannte ich das "nur" von C. pseudonivea. Für mich waren die Mikromerkmale ausschlaggebender: Sporen eckig, abgeflacht und die Länge von 10-14 µm. Ich hatte C. nivea auch schon 1-2 Mal und bei den Kollektionen waren die Sporen eindeutig ellipsoid.


    Wir hatten übrigens auch genau solche weißen Tintlinge (auf Kuhdung) auf der "Goaßlweide" 2016 in Bernried, die Peter Karasch und ich als C. pseudonivea ansprachen. (Gut, Peter hat die angesprochen; ich hab nachmikroskopiert). Ich war ja damals noch nicht so tintlingsaffin. Ich muss mal das Bild raussuchen.


    l.g.

    Stefan

    Hallo,


    mir hat das Thema keine Ruhe gelassen, einfach weil ich das irre spannend finde. Ich wollte auch nicht den BMG-Tagungsthread damit zerschießen, so dass ich die Beiträge hierher rüberkopiert habe. nobi_†  Felli


    Den 2. Tintling habe ich von Felli auf Pferdedung bekommen. Ich hatte erst auf Coprinopis nivea getippt. Unterm Mikro war die Sache schnell klar. Sporen von 10-14 µm, stark abgeflacht, "fünfeckig". Die Nivei-Gruppe war klar; da bleibt nur Coprinopsis pseudonivea übrig. Hatte ich auch schon 2-3 Jahre nicht mehr.




    l.g.

    Stefan

    Ja da hat der Thomas schon mal gut vorgelegt. Die Ritterlinge hätte ich dann auch noch vorgestellt. Macht aber nix. Dafür kommt bei mir was schönes.


    Zunächst möchte ich mich bei Günter und Uwe bedanken für die nachträglichen Bildbestimmungen. ==12Steffen und ich wurden von Namen zugeschüttet, wir konnten uns das nicht alles merken; erst recht nicht, was wir da eigentlich fotografiert hatten.


    Gut, weiter gehts mit Cortinarius magicus in jung.



    Es ist auch immer wieder schön, wenn man einen Einblick in bestimmte Pilzruppen bekommt; in dem Fall in die weißen Schnecklinge und Ritterlinge. Davon gab es auf der Tagung reichlich Arten. Der Wald hier stand voll mit Elfenbeinschnecklingen Hygrophorus eburneus. Im Unterschied zu H. discoxanthus verfärbt sich die Art im Alter nicht und dessen KOH-Reaktion ist am ganzen FK positiv; die KOH Reaktion bei unserem Fund ist allerdings nur an der Stielbasis positiv. ==Gnolm19



    Hygrophorus latitabundus der Große Kiefernschneckling hatte ich ja schon zur Boletus-Tagung. War ein schönes Wiedersehen. Ich hoffe nur, dass ich nicht wieder ein paar Jahre warten muss, bis ich den mal wieder sehe.



    Die Fotografie von der Gruppe gestaltete sich als äußerst schwierig. Immerhin 1-2 taugliche Bilder konnte ich machen. Hydnum albidum der Weiße Stoppelpilz (mikroskopisch abgesichert).



    Weil er so schön war und ich nebenbei den zum ersten Mal gesehen habe, zeige ich den gerne auch noch mal; Tricholoma squarrulosum.



    Auch wunderschön; leider nur etwas verblasst Cortinarius caerulescens - Blauer Klumpfuß.



    Dann noch ein Sensationsfund von Christoph: Xerula caussei - Schwarzbrauner Wurzelrübling. Er war darüber ganz aus dem Häuschen.



    Dankenswerterweise durfte ich Christophs Stativ für das Bild verwenden; freihändisch habe ich den nicht scharfgestellt bekommen. Dann ein großer weißer, trockener Schneckling Hygrophorus penarius.



    Abschließen möchte ich noch mit 2 Tintlingen.


    Den ersten hat Toffel gefunden (Bild auch von Toffel); am Wegrand. Sah aus, wie ein kleiner Sprechttintling. Nur der Geruch hatte nicht gepasst. Schon irgendwie streng "chemisch" nach Lösungsmittel, allerdings nicht nach Mottenkugeln.



    Großes Erstaunen überkam mich, als ich mir die Sporen von dem unterm Mikro ansah. Die waren herzförmig. ==Gnolm11==Gnolm11==Gnolm11



    Picacei-Gruppe war anhand der Velumstruktur klar. Herzförmige Sporen? In der Picacei-Gruppe? Mal geschüsselt und schnell kam ich auf Coprinopsis episcopalis. ==Gnolm15 Krass. Toller Fund.


    Den 2. Tintling habe ich von Felli auf Pferdedung bekommen. Ich hatte erst auf Coprinopis nivea getippt. Unterm Mikro war die Sache schnell klar. Sporen von 10-14 µm, stark abgeflacht, "fünfeckig". Die Nivei-Gruppe war klar; da bleibt nur Coprinopsis pseudonivea übrig. Hatte ich auch schon 2-3 Jahre nicht mehr.




    Damit verabschiede ich mich mit meiner bekannt liebenswürdigen Art; fürs erste. ==Gnolm7==Gnolm10


    l.g.

    Stefan

    Salve!


    Dann kommt ja noch einer der Streitpunkte der Leccinologen ins Spiel: Darf nun Leccinum holopus an der Stielbasis (und im unteren Stielteil im Schnitt) grünlich bis bläulich färben oder nicht?
    Die gleiche Frage stellt sich ja bei Leccinum scabrum auch. Ich meine nein (bei beiden), aber meine private Meinung ist da völlig unerheblich.
    An den Wollstieligen dachte ich bei deinem Fund vor allem wegen der Struktur der Stielschuppen.



    LG, Pablo.

    Wenn der sich im Schnitt nicht verfärbte, hätte ich L. nucatum ins Spiel gebracht. Das ist ein kräftigerer Holopus mit sparrigen Stielschuppen.


    l.g.

    Stefan

    ...bekommt sie Climby-Stefan fürs scharfe Glas (vorausgesetzt er hat Interesse). :);)

    LG

    Ute

    Hi,


    Pablo hat dir ja schon alles wichtige dazu geschrieben. :) Wichtig wären gute Bilder der FK und komplette Schnittbilder. Du schreibst was von einer Blufärbung im Schnitt. Wo trat die denn genau auf? Stielbasis? Der Climby- Stefan hat bei so was immer Interesse, wird aber ggf. die Funde an Experten weiterreichen.


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    die nächsten Tage sind sehr voll mit Terminen, so dass ich nur kleckerweise was posten kann. Aber gut. Fangen wir an.


    Die hatte ich ja schon vorgestellt. Waren allerdings noch Jungeulen. Ist auch besser so. Wer weiß, was die Schleiereulen so mit Bergfinken anstellen.



    Nur ein paar Meter weiter die nächsten Phlegmacien; Cortinarius rhizophorus.




    Direkt daneben Cortinarius magicus, der Elfenreihenklumpfuß in alt. Leider fehlen die schönen metallisch glänzenden Farben bei den alten Fruchtkörpern.



    Spannend wird es immer, wenn Günter und Uwe eine Kollektion zur Bestimmung mitnehmen.



    Igel kurz vor dem Winterschlaf...



    Daneben ein sehr spannender Fund; das Wurzelnde Graublatt; Tephrocybe rancida neu wohl Lyophyllum rancidum. Name ist Programm. Der Pilz riecht wirklich ranzig.



    Fund von Günter: Strophariaceae war sofort klar (an Laubholz); nur welche Gattung?



    Ich dachte sofort an einen Flämmling. Wir alle haben ein bisschen hin und her überlegt; nur kam nix schlüssiges bei rum. Im Quartier haben wir dem dann Christoph gezeigt. Er meinte sofort ein Schüppling. Klar auf dem Foto sind die Stielschuppen gut zu erkennen. Im Feld war uns das nicht aufgefallen. Mit der Info war der Pilz schnell bestimmt.==Gnolm7 Die fehlenden Pleurozystiden waren auffällig (ja manchmal ist auch ein fehlendes Merkmal auffällig); die Cheilos sahen aus, die Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Spielfiguren ("auf schlau" tibiform). Damit war der Fall klar. Pholiota tuberculosa; Krummstieliger Schüppling. Hatte den letzes Jahr übrigens in gradstielig. Aber gut, deutsche Namen halt. Die muss man nicht verstehen. *kopfschüttel*


    So das wars erstmal. Teil 2 des Kalkbuchenwaldes dann morgen oder übermorgen.


    l.g.

    Stefan

    Ritterlingsbestimmung lebt auch von Kostproben. So scharf ist Tr. sciodes nun auch wieder nicht. Virgatum soll da schlimmer sein. ;)

    Hallo, Stefan!


    Hat er nicht. Aber der Pilz, der schreit ja nahezu: "Hallo! Ich hab' da auch eine Weißtanne gefunden!" g:-)



    LG; Pablo.

    Auch wieder war; hätte ich nur oben da mal nachgefragt, aber im Endeffekt ist das wurscht; du hast das ja nachgeholt. ==Gnolm8

    War auch mein Gedanke, aber dann hätte Walleo vielleicht was von Weißtannen geschrieben...

    Hi,


    ist der 1. Pilz im Bild braunhütig? Wenn ja ist der Elfenbeinschneckling raus. Bei den weißen Schnechlingen im Buchenwald hilft bei der Betimmung KOH, bzw. einen Tag liegen lassen.


    Ich tippe hier auf Hygrophorus discoxanthus auf deutsch vielleicht Verfärbender Schneckling oder H. eburneus, den erwähnten Elfenbeinschneckling. Wenn am nächsten Tag der FK sich orange verfärbt, ist es dicoxanthus; wenn nur das nur bei der Stielbasis passiert; eburneus.


    Verzehrsfreihgaben gibt es übrigens hier im Forum nicht.


    l.g.

    Stefan