Ja da hat der Thomas schon mal gut vorgelegt. Die Ritterlinge hätte ich dann auch noch vorgestellt. Macht aber nix. Dafür kommt bei mir was schönes.
Zunächst möchte ich mich bei Günter und Uwe bedanken für die nachträglichen Bildbestimmungen.
Steffen und ich wurden von Namen zugeschüttet, wir konnten uns das nicht alles merken; erst recht nicht, was wir da eigentlich fotografiert hatten.
Gut, weiter gehts mit Cortinarius magicus in jung.

Es ist auch immer wieder schön, wenn man einen Einblick in bestimmte Pilzruppen bekommt; in dem Fall in die weißen Schnecklinge und Ritterlinge. Davon gab es auf der Tagung reichlich Arten. Der Wald hier stand voll mit Elfenbeinschnecklingen Hygrophorus eburneus. Im Unterschied zu H. discoxanthus verfärbt sich die Art im Alter nicht und dessen KOH-Reaktion ist am ganzen FK positiv; die KOH Reaktion bei unserem Fund ist allerdings nur an der Stielbasis positiv. 

Hygrophorus latitabundus der Große Kiefernschneckling hatte ich ja schon zur Boletus-Tagung. War ein schönes Wiedersehen. Ich hoffe nur, dass ich nicht wieder ein paar Jahre warten muss, bis ich den mal wieder sehe.

Die Fotografie von der Gruppe gestaltete sich als äußerst schwierig. Immerhin 1-2 taugliche Bilder konnte ich machen. Hydnum albidum der Weiße Stoppelpilz (mikroskopisch abgesichert).

Weil er so schön war und ich nebenbei den zum ersten Mal gesehen habe, zeige ich den gerne auch noch mal; Tricholoma squarrulosum.

Auch wunderschön; leider nur etwas verblasst Cortinarius caerulescens - Blauer Klumpfuß.

Dann noch ein Sensationsfund von Christoph: Xerula caussei - Schwarzbrauner Wurzelrübling. Er war darüber ganz aus dem Häuschen.

Dankenswerterweise durfte ich Christophs Stativ für das Bild verwenden; freihändisch habe ich den nicht scharfgestellt bekommen. Dann ein großer weißer, trockener Schneckling Hygrophorus penarius.

Abschließen möchte ich noch mit 2 Tintlingen.
Den ersten hat Toffel gefunden (Bild auch von Toffel); am Wegrand. Sah aus, wie ein kleiner Sprechttintling. Nur der Geruch hatte nicht gepasst. Schon irgendwie streng "chemisch" nach Lösungsmittel, allerdings nicht nach Mottenkugeln.

Großes Erstaunen überkam mich, als ich mir die Sporen von dem unterm Mikro ansah. Die waren herzförmig. 



Picacei-Gruppe war anhand der Velumstruktur klar. Herzförmige Sporen? In der Picacei-Gruppe? Mal geschüsselt und schnell kam ich auf Coprinopsis episcopalis.
Krass. Toller Fund.
Den 2. Tintling habe ich von Felli auf Pferdedung bekommen. Ich hatte erst auf Coprinopis nivea getippt. Unterm Mikro war die Sache schnell klar. Sporen von 10-14 µm, stark abgeflacht, "fünfeckig". Die Nivei-Gruppe war klar; da bleibt nur Coprinopsis pseudonivea übrig. Hatte ich auch schon 2-3 Jahre nicht mehr.


Damit verabschiede ich mich mit meiner bekannt liebenswürdigen Art; fürs erste. 

l.g.
Stefan