Beiträge von Climbingfreak

    Inocybe tjallingjorum, der Bereiftknollige Risspilz; wer kommt bloß auf solche bescheuerten Namen?

    Lieber Stefan, also ich finde weit eher Namen nicht gut, die auf ein Merkmal hinweisen, das kein stabiles Merkmal ist und daher den, der sich darauf verlässt, in die Irre führt. Beispiel: Inocybe albomarginata, die meist genau das nicht hat, wonach sie benannt ist: nämlich keinen weißen Hutrand. Und gerade erst habe ich mit einem sehr bekannten ausländischen Mykologen eine Exkursion gemacht, bei der wir albomarginata fanden, und sein prompter Satz war: "Die hat ja keinen weißen Rand!?" Genau das passiert aber sehr häufig,und ich weiß nicht, wie oft mir aus diesem Grund falsch bestimmte Inocyben untergekommen sind. Jedenfalls zur Aufklärung des Namens, den Thom Kuyper vergeben hat: Er hat den Namen zu Ehren von F. Tjallingii und dessen Frau verwendet, Ehrenmitglieder der Niederländischen Mykologischen Gesellschaft, aufgrund ihres überragenden Wissens über die Mykoflora der Ijsselmeerpolder. Nun weißt du es....;)

    Herzlich, Ditte

    Hallo Ditte,


    herzlichen Dank für die Aufklärung. Ich wurde in letzter Zeit öfters "gemaßregelt" (sowohl hier, wie auch auf FB), dass ich keine deutschen Pilznamen verwende. Meine Aussage zu dem "blöden Namen" bezog sich auf den deutschen. Pilze zu Ehren großer Mykologen zu benennen finde ich sehr angemessen, aber dann auch noch mehr oder minder deutsche Namen anzuerfinden, nur damit sie einen haben, finde ich auch blöd. "Bereiftknolliger Risspilz" habe ich übrigens aus Mykis/Pilze Deutschlands übernommen. Das ist keine Erfindung von mir und ja der Name würde auch für mehr Arten passen.


    l.g.

    Stefan

    Hallo Stefan


    Bei Norberts Pilz Sporen (die größte) sin über 12 Mikromillimeter , kann das bei Sulphureum passen (ca 10) ?


    LG beli !

    Hi,


    klar. Das Hauptroblem an der Sache ist die Frage, wie häufig so eine große Spore gebildet wird. Da die Sporenbildung immer einer statistischen Verteilung unterliegt, kommen solche Ausreißer halt vor.


    l.g.

    Stefan

    Wenn die Dinger wirklich so wirksame Mückenjäger sind, dann werfe ich im kommenden Sommer alle Klebefallen aus der Wohnung und setzte mir Schnecklinge in den Blumentopf! :cool:8o

    :grofl::grofl::grofl:


    Kontaktiere mal Norbert Arnold. Der hat da so ein Projekt am Laufen. War das nur der Schneckling oder waren das mehrere mit den Mücken auf dem Hut?

    Vielleicht nicht genau in dem Wortlaut, aber sinngemäß. Sie musste es wissen, weil sozusagen Expertin, saß ja auf einem PF-Erd oben drauf.

    Wichtig in dem Zusammenhang: Pegasus, das war kein Pferd sondern ein Pfluft.

    Dann müssen wir das Lied von Achim Reichel umdichten in "Fliegende Pflüfte", bzw. ist das ja sinnlich doppelgemoppelt. Dann also nur "Pflüfte". ==Gnolm4==Gnolm7

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Hi,


    so letzter Tag. :) Zunächst noch mal 2 Schnappschüsse von Christoph und Günter bei der Fundvorstellung.




    Dann ein paar Funde von Samstag. Viel habe ich an diesem Tag nicht fotografiert.


    Ein Fund, den wir auch schon am Vortag hatten. Hohenbuehelia petaloides der Spatelförmige Muscheling.



    Tricholoma orirubens mit richtig kräftig blauer Stielbasis.



    Einen tollen Fund hatten Toffel und ich an dem Tag: Tricholoma sulphurescens - Gelbweißer Ritterling, ein Pilz der thermophilen Kalklaubwälder; weißer Ritterling, der recht schnell gilbt. Die entferntstehenden Lamellen sind auch ein gutes Erkennungsmerkmal.



    Zu guter Letzt noch einen tollen Risspilz. Markant war die Bräunung, der total bereifte Stiel und die kurzen Hymenialzystiden. Eine Art der Nadelbäume (Kiefer), die gerne in ehemaligen Steinbrüchen, Tongruben oder Sandkieferwälder mit Kalkeinfluss kommt. Inocybe tjallingjorum, der Bereiftknollige Risspilz; wer kommt bloß auf solche bescheuerten Namen? :grolleyes:



    Ein Teilnehmer hat den Pilz Ditte auf den Platz gelegt und wir haben mal zusammen mal aus Übungszwecken den mal geschlüsselt. Hat mich sehr gefreut, denn ich wollte die Art schon lange mal haben. Nun hab ich den in meiner Exsiccatensammlung. ==Gnolm25


    So das wars von meiner Seite zu dem offiziellen Teil. Ein kleiner Beitrag von einer kleinen Privatexkursion von Steffen und mir wird die Tage separat kommen. Da hatten wir auch so einges.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ja Ritterlinge sind hier sehr wahrscheinlich; aber zur Art traue ich mir bei den Angaben, bzw. Bildern her keine Diagnose zu. Wars am Fundtag kalt? Hast du mal welche mitgenommen und nach 1-2 h im warmen Zimmer noch mal dran gerochen?


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    nur so viel von meiner Seite dazu: Es ist/war viel im Umbruch. Die Zugehörigkeiten zu Ordnungen, Familien etc. aus "älteren Büchern", z.B. GPBW könnt ihr inzwischen vergessen. Aktuell helfen was solche Fragestellungen angeht: Die FN, Index Fungorum, aktuelle Publikationen und einige Tintlingsartikel.


    Inocybe z.B. steht genetisch den Stummelfüßchen; Crepidotus sp. als den Cortinarien, weswegen nun die in der Familie Inocybaceae oder Crepidotaceae stehen.


    Tubaria steht laut IF bei den Tubariaceaen.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ja sehr schönes Finale. ==Gnolm8Leider bin ich in letzter Zeit von den nicht phytopathogenen Ascos abgekommen. Ich freue mich für euch, dass ihr so tolle Kleinbecherlingsfunde machen konntet und habe mit großer Freude eurem Tagungsbericht gelesen.


    l.g.

    Stefan