Beiträge von Climbingfreak

    Hallo

    Letzte Bild , etwas jüngere Frk erinnert Makroskopisch an Disciotis venosa , auch diese Pilz in alte Stadium kann schwarz sein . Hast du Geruch testiert ?

    LG beli !

    Dann sollten zumindest unreife Asci und Paraphysen zu sehen sein...


    l.g.

    Stefan

    Hi Murph,


    mach mal eine KOH-Rekation und miss mal die Sporen aus. Das ist der sicherste Weg die Daldinia zu bestimmen. Es gibt von Marc Stadler eine sehr gute Daldinia-Monographie mit Schlüssel, die du zu Rate ziehen kannst. Es gibt 4-5 Daldinia-Arten in der Größe, die du aber meiner Erinnerung nach alle sehr gut mit den genannten Merkmalen trennen kannst. Ohne jetzt Werner nahe treten zu wollen, sollte der Fund trotzdem untersucht werden. Bestimmung mittels Substrat ist immer mit einer Unsicherheit verbunden, denn Überspringer sind nie zu 100% auszuschließen. Ist die Außenhaut deines Fundes "rissig"?


    Auf jeden Fall ein sehr hübscher Fund, zu dem ich dich sehr herzlich beglückwünsche.


    Wenn du keine Lust auf eine genaue Bestimmung hast, kannst du den Fund in jedem Fall als D. concentrica s.l. ablegen.


    Ansonsten bestünde ja noch die Möglichkeit einem Mikroskopiker des Forums eine Probe zuzusenden. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass z.B. Toffel Interesse hätte.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    Chlamydosporen sind so eine Art Backupsicherung des Pilzes. Die sind stark dickwandig, meist melanisiert und aufällig. Die haben nix mit Konidien zu tun, das sind asexuell gebildete Sporen für die Verbreitung des Pilzes.


    Was ich am wahrscheinlichsten halte bei deinem Fund: Ich denke da an alte Stäublingsleichen, die schon mit Fremdpilzen befallen sind. Die dünne pergamentartige Außenhülle der "Becher" lässt mich auf die Idee kommen. Wie war denn die Konsistenz deines Fundes? Derb ledrig-spröde oder flexibel pergamentartig?


    Deine gezeigten Mikrobilder lassen mich auch an alte Stäublinge denken.


    Aber gut das ist nur eine Idee von mir. Zumindest für Konidiomata halte ich deinen Fund nicht.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    auf Laubholz kommt Mycarium nucleatum. Hätte ich auch schon vorgeschlagen, aber nachdem Andreas nun mit dem Sternenrotz so sicher ist, lass ich das.


    Also noch mal kurz zu den beiden "Kernzitterlingen":


    Auf Nadelholz (meist Fichte oder Kiefer) Tremella encephala, parasitiert Stereum sanguinolentum. Die Fruchtkörper der Art fehlen durchaus mal. Ich hatte schon einige Funde, wo auf dem Nadelholzast nur der Zitterling fruktifizierte.


    Auf Laubholz Myxarium nucleatum.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    mal wieder ein lustig Liedlein, auf das ich bei der Mitarbeit im Chorliederbuch gestoßen bin. :)


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    l.g.

    Stefan

    Hi,


    wieder mal sehr schöne Funde, wunderbar dokumentiert. Bei dem Aspergillus bist du dir sicher? Hattest du den mal unterm Mikro. Sieht mir ein bisschen zu lang gestielt aus für Aspergillus.


    Übrigens sind die nicht so schwer in der Bestimmung. Aspergillen haben schöne griffige Merkmale; im Gegensatz zu Penicillium. Die morphologisch zu trennen ist nur mit Spezialnährmedien möglich.


    l.g.

    Stefan

    ja

    Vielen Dank Nobi. :)


    Na ja, im Berliner Raum gibt es auch schon eine Fundstelle. Ansonsten bin ich ja nicht zwingend ein Becherlingssucher. Ich sehe mir gerne mal einen operculaten an, das ist richtig, aber ich lobe mir dann trotzdem noch die Tintlinge, Risspilze und Ritterlinge.


    Hier im konkreten Fall gabs 2 Gründe dafür, dass ich mir den angesehen habe.


    1. er wuchs im Garten meiner Oma

    2. er ist sehr dunkel


    l.g.

    Stefan

    Hi Wastl,


    1. das sind Helmlinge; wenn auf vergrabenem Fichtenzapfen ist es der Fichtenzapfenhelmling; wenn nicht, dann ein anderer.


    2. Stereum hirsutum; kommt gerne auch an Birke.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    dann herzlich willkommen. Es gibt bestimmt essbare Pilze in Kuba; nur kennt die keiner oder hat die bisher versucht. Ansonsten denke ich schon, dass du mit Parasolen oder Riesenträuschlingen auch in Kuba gute Zuchtchancen haben wirst.


    l.g.

    Stefan

    Hallo Ulla,


    hat dein Fund Septen? Hast du das Buch Genera of Hyphomycetes? Das wäre in dem Fall mein erster Anlaufpunkt.


    Wenn der aber keine Septen hat, dann hast du einen Zygomyceten (Auf den Fotos kann ich das nicht genau erkennen. Ich meine Setpen zu sehen, bin mir aber nicht sicher). Das ist so ganz und gar nicht meine Richtung.


    Leider kann ich dir ansonsten ad hoc nicht helfen, aber ein schöner, interessanter Fund ist das allemal.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    mal eine kurze Zwischeninfo. Ich habe auch den Fund bei FB gepostet; schon allein deswegen, weil da z.B. Björn Wergen sehr aktiv ist. Wie dem auch sei. Relativ schnell wurden 2 Namen ins Spiel gebracht. Nämlich Peziza alaskana und P. labessiana, den "Frühen Becherling", wie Christian ihn auf seiner Seite getauft hat.


    Peziza labessiana / Früher Becherling - Ostsee Pilze Online


    Ich hatte natürlich auch mit beiden Namen verglichen, denn im Hohmeyer sind beide Arten nicht enthalten. Mit den Mikromerkmalen, meines Fundes passte P. labessiana perfekt. Gestern hat sich noch Torsten Richter bei mir über Nobi gemeldet. Vielen Dank für die Weiterleitung der Info Nobi.


    Torsten meinte auch, dass es sich bei dem Fund um P. labessiana handelt, was mich sehr freut, denn 1. ist die Art in Sachsen noch nicht nachgewiesen und 2. gibt es laut PD in Deutschland aktuell (23.2.2020) nur 5 Fundpunkte und 10 Datensätze, was mich am meisten freut.


    Verbreitung Peziza labessiana Boud. 1907


    Selbstverständlich werde ich trotzdem noch einen Sporenabwurf versuchen und noch Sporenbilder in BWB nachreichen; schon allein deswegen um die Technik mal auszuprobieren und auch um Sporenbilder als Nachweis zu haben. Kann ja auch mal für einen Vortrag wichtig sein. Ein was gutes hat das. Ich hatte so früh im Jahr bisher noch keinen sächsichen Erstnachweis. :)


    l.g.

    Stefan

    Hi Werner,


    ich kenne die Fusarien etwas; zumindest weiß ich genug, dass ich mir keine Artbestimmung zutraue. ==21 Auf jeden Fall ein feiner, interessanter Fund. Waren die Makrokonidien septiert? Wenn nein, dann ist das auch kein "echtes" Fusarium, aber das nur am Rande. Eine ehemalige Arbeitskollegin war noch eine der wenigen Menschen in Deutschland, welche Fusarien morphologisch bestimmen konnten. Ich hab für mich eine Liste erstellt, auf der ich die Pilzgruppen, mit denen ich mich nicht befassen möchte, verewigt habe. Die Hypocreales stehen da sehr weit oben. ==Gnolm7==Gnolm10


    Hast du mal mit Herrn Jaklitsch Kontakt aufgenommen? Ansonsten kann ich mal meinen Freund "Toffel" anschreiben. Vielleicht hat er die entsprechende Arbeit. Er hat sich in letzter Zeit intensiver mit Nectria s.l. beschäftigt.


    Danke auf jeden Fall für den Beitrag. Übrigens als Fehler würde ich das nicht bezeichnen, dass du das mitgenommen hast. So was bildet immer ungemein, wie ich finde. ==Gnolm10


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    vielleicht eine Anomalie. So was kommt wohl häufiger mal bei Bebrütung in der Feuchten Kammer vor. Ist aber auch nur eine Idee. Um Conocyben mache im im Regelfall immer einen großen Bogen.


    l.g.

    Stefan