Hi,
deinen Unbekannten an Fichte kannst du mit Antrodia serialis vergleichen. Zu dem Reibeisenpilz sag ich nix, das sollen die machen, die sich damit auskennen.
l.g.
Stefan
Hi,
deinen Unbekannten an Fichte kannst du mit Antrodia serialis vergleichen. Zu dem Reibeisenpilz sag ich nix, das sollen die machen, die sich damit auskennen.
l.g.
Stefan
Alles anzeigenHallo
Mir wundert anderes , wie ist möglich in DE Lebensmittel ohne daten (Herstellername ,Herkunftsland , richtige Lebensmittelname , genaue Pflückdatum usw ) verkaufen ?
Mich Boletus erinnert stark nach Boletus quercicola .
LG beli !
Hi,
das ist lebensmittelrechtlich nicht vorgesehen; ein Pflückdatum schon mal gar nicht. Klar wäre es toll, wichtig und richtig, wenn zu den auch wiss. Artnamen genannt werden würden. Bei den Fischen ist das rechtlich verankert. Bei Obst, Gemüse und Pilzen aber nicht.
Ansonsten ist das wirklich ein sehr interessanter Thread. Zu Rechtlichkeiten bezüglich Marktpilzen haben Harry Andersson und ich zur letzten DGfM-Tagung je einen Vortrag gehalten.
Bei solchen unklar bezeichneten Pilzen/Waren wäre durchaus mal eine Anzeige beim zuständigen Lebensmittelüberwachungsamt der Stadt Münster und wenn am Stand auch noch Handelsklassen ausgewiesen wären, auch noch bei der Stelle für die Überwachung der Vermarktungsnormen im Land NRW angebracht, denn nur bei Zuchtchampis ist die Angabe einer Vermakrtungsnorm zulässig.
l.g.
Stefan
Hi,
erstmal die musikalische Untermalung Herr Kapellmeister; Musik ab bitte: ![]()
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Als "Bergfink" (=ältester Bergsteigerchor Europas) ist es klar, dass ich die "Stimmen der Berge" der Berge als Interpreten herausgesucht habe.
Ihr fragt euch bestimmt, was das ganze soll. Nun ganz einfach; einerseits ist gerade Frühling und die ganzen Frühjahrsascos stehen voll in Blüte, andererseits gilt es auch mal schon lange ausgesprochene Einladungen einzulösen. Zudem musste ich einfach auch mal wieder raus, denn aufgrund meiner nicht so schönen gesamten persönlichen Gemengelage und seit neuestem einen Pflegefall in der Familie, tut ein kleiner Ausflug wirklich mal gut.
Also bin ich mit Toffel nach Merseburg zu Ulla (lamproderma) und Gunnar (hengu) gefahren. Wir hatten uns die Tulpenbecher und für mich noch viel spektakulärer die Teufelsurnen gewünscht. Wir fuhren dann die entsprechenden Habitate gezielt an und konnten dann die Schönheiten ausgiebig bewundern und fotografieren.
Fangen wir mal an: Tulpenbecherlinge Microstroma protractum in unterschiedlichem Alter, aber noch in jedem Fall fotogen.
und in den gleichen Habitaten zu finden, sind die Teufelsurnen Urnula craterium. Hier ist der deutsche Name Programm. Es sollte mehr solche schöne schwarze Becherlingsarten geben. ![]()
Wo der Teufel seine Urnen hinterlässt, ist auch eine interessante Giftpflanze nicht weit weg. Die Gänsesterbe oder aber Bleicher Schöterich Erysimum crepidifolium hat wohl durchaus zu einigen tödlichen Vergiftungen bei Gänsen geführt. Auf jeden Fall eine wirklich beeindruckende Brassicaceae.
Als krönender Abschluss ging es zu einem leicht matschigen Steilhang (Trockenrasen) ins Saaletal. Es war dort ziemlich rutschig, so dass ich nur wenig Fotos gemacht habe. Einen Pilz konnte ich aber noch aus sicherem Stand fotografieren. Es war der Hauptgrund für den Abstecher. Wenn man mit Gunner, einem Hypogäenspezialisten, unterwegs ist, bleiben solche Pilze halt nicht aus. Es ist die Steppentrüffel Gastrosporium simplex.
Ich bedanke mich bei Ulla, Gunnar und Toffel für den wunderschönen Tag und das Zeigen der tollen Naturschönheiten.
kleiner Nachtrag: Das Bild stammt von letzter Woche. Mich hat die Mutter eines Chorfreundes angeschrieben, weil sie vermeintliche "Orangebecherlinge" gefunden habe. Anhand der begefügten Bilder war schnell klar, dass es sich um einen Prachtbecherling handeln muss. Ich bin mit Heidrun hingefahren. Ich gehe vom "Österreicher" aus; allerdings muss der noch mikroskopisch abgesichert werden. Das Bild wollte ich euch aber nicht vorenthalten.
Mikrobilder von der Urnularia und der Microstroma reiche ich gerne nach.
l.g.
Stefan
Hi,
herzlichen Glückwunsch auch von mir. Zu deinem letzten: da würde ich auch H. leucomeleana nicht ausschließen.
l.g.
Stefan
Hallo Stefan
danke für deine Antwort - gehe ich dann richtig mit der annahme das ohne Sequenz dann Bestimmungstechnisch nix geht ?
LG,Eike
Das wäre eine Option. Eine andere wäre mal wirklich zu schlüsseln. Peniciliium s. st. sind zumindest sehr aufwendig in der Bestimmung. Da geht viel über Wachstum, Nichtwachstum; inkl. Verfärbungen auf bestimmten Spezialnährmedien usw. Damit sind die gut bestimmbar; nur leider hat niemand diese Spezialnährmedien einfach so zu Hause rumliegen; auch viele Speziallabore nicht.
Zu Paecilomyces an sich weiß ich zu wenig. Ich erkenne die Gattung in Kultur und das wars dann. Auf jeden Fall sind solche Hyphomyceten immer nur in standardisierten Nährmedien zu bestimmen, da sie in der freien Natur teilweise eine andere Wuchsform haben. Das ist einer der wichtigsten Grundregeln bei den Deuteromyceten/Hyphomyceten.
l.g.
Stefan
Hi,
versuch mal Paecilomyces.
Auf jeden Fall ist das was aus der Penicillium-Ecke...
l.g.
Stefan
Hi,
dann wird die Bestimmung ohne Wirtspilz schwer, zumindest makroskopisch. Ihr könnt sehr gut recht haben. So jung hatte ich den noch nicht.
l.g.
Stefan
Alles anzeigenHalllo beli,
ich sehe dazwischen Poren?! Könnte das nicht ein Trichaptum-Art sein?
Grüßle
RudiS
Hi,
käme nicht an Birke und würde nicht so kraus-flächig wachsen. Ch. purpureum passt schon.
l.g.
Stefan
Hi,
ja in jedem Fall ein Herobasidiomycet, wahrscheinlich irgendeine Exidia s.l..
Makroskopisch an Laubholz mit dem Aussehen fällt mir leider keine Art mit dem Aussehen ein. Auf jeden Fall ein spannender Fund.
l.g.
Stefan
Hi,
bei mir liegts daran, dass ich das Moos nicht, bzw. nur in sehr kleinen Polstern in meiner Umgebung habe, bzw. bisher finden konnte. Ich hielt bis vor kurzem Brachythecium rutabulum, das hier überall wächst, für Orthotrichum affine. Inzwischen bin ich schlauer.
l.g.
Stefan
Nur noch mal ne Frage meinerseits in die Runde? Oben steht was von Ahornlaub? Ich kenne die Art bisher nur von Pappellaub; insbesondere Espenlaub. Besiedelt der Pilz auch anderes Laub?
Danke für's einordnen, Stefan.
Klar doch. Einordnen ist meine Spezialität. ![]()
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Und Danke für den Vergleich des Tulstoma - is ja schon fast beschämend
die Unterschiede sind wirklich gravierend!
Es gibt nix, wofür du dich schämen müsstest. Wir sind hier alle um zu lernen.![]()
Oha, dann muss ich mal vorbeikommen, wenn die wieder da sind. Wenn es allerdings nur fimbriatum ist, komme ich natürlich nicht. ![]()
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Ansonsten Stielbovisten sehen trotzdem etwas anders aus und vor allem wachsen die nicht an irgendwelchen Bucheckern oder so. Dafür passt das Habitat nicht. Die wollen eher baumfreihe, sonnige Flächen.
Hier mal ein Fund von mir im Vergleich.
und täglich grüßt die Tulostoma
Über die Härte der Exoporidie kann ich auch wenig sagen. Mein Fund der Art damals war noch sehr frisch und fühlt sich aktuell eher zäh ledrig an als hart...
l.g.
Stefan
Hi,
das sind alte Kragenerdsterne. Sehr schöner Fund.
l.g.
Stefan
Kelchbecherlinge wollte ich in diesem Jahr nicht fotografieren, da sie meine Festplatte bereits überfluten. Schon beim ersten Exemplar wurde der Gedanke verworfen, da der Anblick auf den bemoosten Stamm einfach zu toll war. Roter oder auch Österreichischer Kelchbecherling (Sarcoscypha austriaca)
Wenn man einmal dran ist, kommt es auf zwei Bilder mehr auch nciht an
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Trifft gerade mein Komikzentrum.
Hallo Karl,
danke für den schönen Stimmungsvollen Bericht. P. aporos und C. picacea sind um diese Zeit wirklich eine große Überraschung für mich gewesen.
Danke auch an Nobi und Matthias für die Auflösung der Ciboria-Frage.
l.g.
Stefan
Die Bestimmung des Fundes machte ich knapp 5 Jahre später im März 2020.
Tja, Zeitmangel ist eben Zeitmangel.
Bei diesem Fund handelt es sich um einen Aktinomyceten. Aktinomyceten sind Strahlenpilze, die zu den Bakterien gehören.
Hi,
was denn nun? Bakterien oder Pilze? Beides gleichzeitig geht nicht.
l.g.
Stefan
das mit der KOH-Reaktion wird ein bisschen schwierig. Mein Fläschchen steht schon seit Jahren unbenutzt und es hat ausgeflockt
Die Aussenseite ist auch heute überhaut nicht "rissig".
Ich hatte auch das Gefühl, dass der Pilz frisch ist.
Hi,
macht nix. Das was ausflockt sind Silikate, die sich vom Glas gelöst haben. Die Reaktion geht trotzdem noch; weiß ich aus eigener Erfahrung. ![]()
l.g.
Stefan
Erledigt. ![]()
Alles anzeigenHallo Stefan,
ok, es mag natürlich sein, dass die praktische Prüfung schwerer ist als sie theoretische. Dann wäre es aber zumindest schon mal gut keine Schwierigkeiten in der Theorie zu haben, um nicht mit zwei Baustellen gleichzeitig belastet zu sein.
Gibt es denn einen konkreten Tipp, wie man sich speziell auf die praktische Prüfung vorbereiten kann, damit man da eben nicht durchfällt?Grüße
Sandra
Ja, Pilze bestimmen am praktischen Beispiel und natürlich das sichere Ansprechen der wichtigsten Giftpilze. In der Prüfung werden auch "echte" Beratungen simuliert (die sog. Korbkontrolle).
l.g.
Stefan
Hi Nobi,
danke für deinen Einwand. Habe oben meinen Text entsprechend geändert. ![]()
l.g.
Stefan
Dann noch einen Tipp von mir. Die theorethische Prüfung ist gut und schön. Diese testet "nur" euer Grunldlagenwissen. Die praktische ist noch wichtiger. Wenn man die Prüfung nicht besteht, dann liegt es meist an Fehlern, die dort gemacht werden.
l.g.
Stefan
Hi,
das sind Judasohren...
l.g.
Stefan
Ich habe beim Googeln z.B. Exidia thuretiana - den Weißlichen Drüsling entdeckt, dem ich aber persönlich noch nie begegnet bin.
Auf jeden Fall ist das auch eine Option.
Allerdings ist das wirklich was für Leute, welche sich mit "Heteros" intensiver befassen. Anhand des Fotos mag ich mich nicht festlegen; auch insbesondere durch die Lichtreflexe.
l.g.
Stefan
Hi,
na dann herzlichen Glückwunsch.
l.g.
Stefan
