Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    nachdem bei FB die ganze Zeit schon wieder Morcheln und Lorcheln gepostet wurden, musste ich heute das mal checken. Der erste Standort ist wohl leider erloschen, da wuchs schon die letzten 2-3 Jahre nix, aber im "Märchenwald" wurde ich dann fündig.


    Noch sind sie ganz klein und niedlich; werden aber bald groß. ==Gnolm26


    Gyromitra esculenta, die Frühjahrslorchel; stark bis tödlich giftig. Übrigens esculenta bedeutet "die essbare" übersetzt. Eine Umbenennung wurde ja schon mehrfach angeregt, ist aber nicht möglich, weil die Taxonomie nicht auf die Giftigkeit Rücksicht nimmt. Die Art ist als Gyromitra esculenta gültig beschrieben und daran wird dann auch nix mehr geändert.





    l.g.

    Stefan

    Hi,


    zudem verirren sich auch einige weitere Pilze gerne mal an Zapfen. Ich hatte auch schon Maronen und Kahle Kremplinge die an Zapfen wuchsen.


    Merke: Es gibt spezialisierte Pilze, die an Zapfen wachsen, aber nicht jeder Pilz, der auch an einem Zapfen wächst, gehört dazu.


    l.g.

    Stefan


    P.S. Werner und Pablo haben zu den anderen Pilzen ja schon alles wichtige gesagt.

    Cool...sowas Ähnliches (natürlich auch auf Cassette!) haben wir im Zuge der Unterrichtseinheit "Trivialliteratur" auch mal gemacht. "Wer hat Melanie entführt?" hieß das Drama glaube ich, und von der Version von Mr. Kagi (wir waren in einer Klasse) und seinen Freunden existiert sogar noch eine Kopie! Merkwürdigerweise erinnern viele Passagen irgendwie an alte Otto-Sketche...:grofl:

    Ah das erklärt einiges. Deswegen ist Melli so lange nicht mehr im Forum gewesen. ==Gnolm10==Gnolm7

    Hi,


    ja bei Daldinia sp. bin ich voll bei dir. Aber ohne Mikro und KOH-Probe und Monographie von Marc Stadler sind die Vertreter der Gattung nicht zu bestimmen. Du kannst die Monographie/Publikationen von Marc frei runterladen.


    Er ist ein Gattungsspezialist für Hypoxylon s.l.


    Eventuell kannst du auch einen Beleg verschicken. Es gibt bestimmt Leute, die an dem Fund Interesse haben; angefangen von Björn Wergen bis Toffel.


    l.g.

    Stefan

    Das war auch nicht böse gemeint. Für meine brauchbaren Mikrofotos hat es lange Zeit eine kleine Kompaktkamera getan, die ich einfach auf das Okular aufgesetzt habe. So mache ich meine Mikrofotos auf Tagungen noch immer. Du musst ein bisschen mit den Einstellungen spielen, dafür klappt das aber wenns einmal läuft ziemlich passabel.


    Nur als Tipp meinerseits.


    l.g.

    Stefan


    P.S. und bitte gerne weiter anfragen. :)

    Hi,


    an deinem 1. Inocybe-Werk habe ich großes Interesse. Gerne können wir weiteres per PN klären.


    Ach und noch eine Sache. Die Bilder sind nicht zu sehen. Kannst du die bitte noch mal neu hochladen und einfügen bitte? Manchmal gibts beim Upload Probleme.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    bei deiner "Striegeligen Tramete" würde ich ein großes Fragezeichen setzen. Normal sehen die nicht so aus. Auf den ersten Blick würde ich erstmal als Arbeitsname Daedalopsis confragosa, Rötende Tramete vergeben. :)


    Zu deiner Daldinia schreibe ich im Anfragethread was.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ich hab mich mit Ripariellus nur marginal beschäftigt. Ich hatte 2015 zur 1. Boletus-Tagung den Erstnachweis für Sachsen-Anhalt mit der Art. Die Bestimmung und Bestätigung erfolgte dann durch Toffel und Thomas Roedig. Auf jeden Fall ist die Huthautstruktur wichtig, das hab ich mir noch im Hinterkopf behalten. Es gab auch von Thomas einen interessanten Boletus-Artikel wo der die rothütigen Xeroxomusse s.l. auseinenander nimmt. Es gibt sogar von rothütige Formen von pruinatus, oder wars X. porosporus? Ich weiß es nicht mehr.


    l.g.

    Stefan

    Tja so kann man sich täuschen. :) Du solltest dir in jedem Fall die gängigsten Chemikalien besorgen Björn. Mit der HCl-Probe hättest du selbst Gewissheit gehabt. Noch was kurz zu dem Geruch von C. stercorea. Der riecht für mich wie gekochter Rosenkohl; keinesfalls aber wie der faulige Kohlgeruch gemischt mit Erbrochenem, wie es z.B. bei Orangeseitlingen der Fall ist. Je nach Eigengeruch der Dungprobe kann aber auch der Geruch der Tintlinge da auch untergehen, bzw. nicht auffällig herausgerochen werden.


    Danke für deine Meinung/Korrektur Nobi.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    kurz was zu meinem Werdegang. Ich war auch schon als Kleinkind fasziniert von Pilzen. Auf gemeinsamen Pilzsuchen mit der Familie war ich damals immer derjenige mit dem "Pilzblick". So hab ich im Laufe der Zeit mir im Selbststudium mittels Pilzbuch die wichtigsten Röhrlinge selbst beigebracht. Mit 15-16 kannte ich dann die gängigsten Röhrlinge; inkl. der Hexen.


    Mit Abi und anschließendem Biochemiestudium rückten dann andere Dinge in den Fokus. Erst nach meinem Studium 2006 habe ich mich wieder mit Pilzen befasst und mein alter Wunsch PSV zu werden hat sich wieder bestärkt. Ich hab mir im Selbststudium alles wichtige beigebracht (mit etwas Unterstützung der Dresdner PSV) und dann auch 2012 meine Prüfung abgelegt. Irgendwann habe ich dann Toffel und Heidrun kennen gelernt und von dem Pilzkartierungsprojekt in Sachsen erfahren. Seit November 2013 bin ich hier im Forum aktiv.


    Mit Toffel und Heidrun bin ich immer noch viel unterwegs. Inzwischen hab ich mich auch schon auf spezielle Pilzgruppen spezialisiert (Ritterlinge, Risspilze, Tintlinge, Strophariaceaen und Phytos). Schirmlinge, Dachpilze und hin und wieder mal einen Schleierling sehe ich mir auch gerne mal an.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    auf den Fotos sieht das für mich eher nach Kristallen, als nach Warzen auf den Velumelementen aus. Ich kann nun das hier besser einschätzen als auf FB, weil ich die Fotos nun auch endlich vergrößern kann. :)


    Dass du keinen Geruch wahrgenommen hast, passt auch. Demzufolge aus meiner Sicht: Sect. Nivei.


    l.g.

    Stefan

    Dann kommen wir mal zu den anderen Mikros.


    Zuerst der Tulpenbecher: Sporengröße 42-43 x 17-18 µm. Für so einen kleinen Becher sind die schon auffallend groß. Auch sind die großen Öltropfen sehr markant.




    Bei der Teufelsurne waren erwartungsgemäß die Sporen noch nicht reif. Die freien sichtbaren Sporen sind wahrscheinlich aufgrund der Präparierung freigesetzt worden. Auch war die Konsistenz der Apothecien sehr knorplig, so dass ich große Mühe hatte ein gescheites Präparat hinzukriegen. Auffällig waren solche Kettenstrukturen, wie im 2. Bild zu sehen sind. Spricht man in solchen Fällen noch von Paraphysen?




    l.g.

    Stefan

    Hi,


    kommen wir zu den versprochenen Mikrofotos. Fangen wir mit der Sarcoscypha an.


    Die Außenhaare sind gekräuselt; Substrat war wahrscheinlich Salix/Weide. Demnach ist es der "Österreicher" S. austriaca.


    Interessant waren für mich die Paraphysen des Bechers. Das rote Pigment ist deutlich warzig inkurstiert. Das war mir bei meinen vorherigen mikroskopischen Betrachtungen der Art noch gar nicht so aufgefallen.






    l.g.

    Stefan

    Grüß dich, Pablo, also er meint, es sei natürlich besser, ordentlich getrocknetes Fleisch zu nehmen. Ich denke auch, dass das offene Innere von so einem Riesenbovist nach den langen Monaten von Bakterien kontaminiert sein dürfte - und außerdem wäre es für dich ein ziemlicher Aufwand ohne Auto wieder nach Nußloch zu fahren.

    Ich dachte, dass vielleicht ein paar Foristen Riesenbovist getrocknet im Glas hätten. Da das aber nicht der Fall zu sein scheint, such ich eben selbst im nächsten Jahr einen frischen Pilz und trockne für ihn ein Stück davon.

    Liebe Mittagsgrüße, Ditte

    Hallo,


    nur mal kurz was von meiner Seite aus. Die Bakterien sind nicht so schlimm; deutlich unglücklicher ist so was wegen Fremdpilzen. Gerade solche ubiquitären Pilze wie Aspergillen, Penicillien und Cladosporien usw. dürften mit ihrer Fremd-DNA wesentlich kritischer sein für die Sequenzierung. Das aber nur am Rande, falls das jemanden interessiert.


    Leider habe ich auch keine getrockneten Riesenboviste da, bzw. bin ich überfragt, ob überhaupt jemand die für kulinarische Zwecke trocknet. Auf meinem Speiseplan steht die Art zumindest nicht...


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    verteufelt mal nicht die Penicillien so! Ihr dürft nicht vergessen, wer das Penicillin für uns herstellt. Zudem gibt es Arten, die in der Lebensmittelproduktion eingesetzt werden; beim Camembert und Roquefort, original ungarische Salami und diverse asiatische Sojaprodukte z.B.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    sehr schöne Tour wieder mal. Zu dem Rubellus; da wird Matthias bestimmt auch mit H. ripariellus abgeglichen haben? Rubellus ist eine Parkart/Wegrandart auf trockeneren Standorten. Hier gar nicht mal selten. Hi ripariellus hingegen ist eine Art, die an Ufern/feuchteren Stellen wächst. Der würde zu eurem Exkursionsgebiet eher passen.


    l.g.

    Stefan