Beiträge von Chorknabe

    Ich würde das "natürliche Auslese" nennen. :saint:

    Sicher war dieser Kommentar witzig gemeint. Rein praktisch wird der PSV mitten in der Nacht aus dem Bett geklingelt, bekommt irgendwann eine Tüte Putzreste geliefert und sucht unter Zeitdruck nach Sporen oder anderen Merkmalen. Derweil liegt der Patient kotzend und mit Bauchkrämpfen in der Klinik und beschäftigt mehr als ein Dutzend Krankenhausmitarbeiter. Zuvor gab es bereits zahlreiche hektische Telefonate zwischen, Krankenhaus, Giftnotrufzenrale und Polizei. Und alles, weil jemand die grundlegendsten Dinge beim Pilzesammeln nicht beachtet hat. Nix für ungut, aber ich kann darüber nicht lachen.

    Hallo Alis,


    auf dem Bild kann man gut erkennen, dass der Stiel sehr schleimig ist oder zumindest mal gewesen sein muss. Diese schleimige Ringzone, darüber eher trocken (und punktiert!) und darunter kräftig schleimig ist typisch bei vielen Schnecklingen. Ich hab's mal in Deinen Bild markiert.


    eine relativ stark gelbe KOH-Reaktion im Fleisch ist auch ein ganz gutes Merkmal. Nicht ganz so chromgelb wie bei den Variicolores, aber immerhin.

    So wirklich stark gelb war die Reaktion bei meinen Funden nicht; eher leicht gelblich bis bräunlich. Siehe folgendes Bild - die Stellen an denen ich mit KOH 3% getestet habe, sind markiert. Vielleicht sind 3% einfach zu wenig für eine kräftige Farbeaktion?


    Wieder sind Deine Bilder unzureichend für eine Einordnung Deines Fundes. Steinpilz oder Gallenröhrling kann man dennoch de facto ausschließen. Ich denke eher an einen Rotfußröhrling - aber das ist eher geraten.


    Noch etwas Grundsätzliches: Du scheinst SEHR unerfahren zu sein was die Pilze angeht. Das ist völlig OK, man kann nicht alles wissen und jeder fängt mal an. Du kannst gerne weiter Dir unbekannte Pilze hier anfragen - dann aber bitte mit besserer Dokumentation. Und vor allem: solltest Du erwägen, Deine Funde verspeisen zu wollen, suche bitte einen Pilzberater in Deiner Nähe auf! Von essbar oder nicht wollen wir hier nichts lesen; die Freigabe von Pilzen nur aufgrund von Bildern ist fahrlässig und daher lehnen wir dies hier im Forum ab.

    Hallo,


    zunächst herzlich willkommen hier im Forum!


    Zu Deiner Anfrage: Deine Pilze haben ALLE zunächst ein Problem: sie sind uralt. Vermutlich haben sie alle Frost abbekommen. Alte Pilze verwesen schnell, und weil Pilze aus Eiweißen bestehen, führt der Verzehr solcher Pilze in der Regel zu einer Lebensmittelvergiftung.


    Davon abgesehen ist es oft schwer bis unmöglich, derartig alte Pilze zu bestimmen. Man kann eigentlich nur raten. Dazu kommt dass die Fotos nicht besonders aussagekräftig sind.


    Für die nächste Anfrage: Bitte beschreibe jeden Pilz kurz, dann mehrere Bilder pro Anfrage, am besten auch mit Schnittbild. Bitte außerdem die Pilze nummerieren - sonst wird es schwierig auf Deine Anfragen zu antworten.

    2 halte ich für Cortinarius varius. Sicherlich keiner der Calochroi, dazu passt die Knolle nicht und auch die weißen Velumfetzen am Hutrand nicht.

    Hallo Thomas, ich bin zwar nicht Andreas, hab aber bei ihm einen Schleierlingskurs besucht==Gnolm13. Guck mal ob der Pilz an der Abbruchkante der Lamellen eine violette Linie hat.

    Den "Trick" kannte ich natürlich, bin aber im Eifer des Gefechts selbst nicht darauf gekommen :rolleyes: Ich hab das gestern mal bei den beiden Fruchtkörpern nachvollzogen. Und siehe da: als ich die Lamellen vom Stiel gelöst hatte, blieben bei beiden Fruchtkörpern eine klar erkenntliche umlaufende blaue Linie am Stiel zurück. Also doch C.varius. Vor lauter Betriebsblindheit hatte ich an den einfach nicht gedacht. Die Art ist für mich aber auch ein regelrechtes Chamäleon. Das meine Funde einen recht zylindrischen Stiel mit einer deutlich ausgeprägten keulenförmigen Knolle aufwiesen, war beim Schlüsseln ebenfalls nicht hilfreich.


    Ich habe bereits mehrfach die Erfahrung gemacht, dass ich bei nicht eindeutig gerandet knolligen Phlegmatien im Zweifelsfall auch mal auch bei den knollenlosen Phlegmatien gegenschlüsseln sollte. Ich freue mich erst mal, dass ich die anderen Phlegematien herausbekommen habe. :cool:

    R.sardonia kenne ich auch im jungen Zustand mit (für eine Täubling) verhältnismäßig gelben Lamellen - er heißt ja nicht umsonst Zitronenblättriger Täubling ;). Dies sehe ich bei Deinem Fund gar nicht. Die fehlende Kiefer wäre für mich ein weiteres Indiz, dass Du da etwas anderes gefunden hast.

    Hallo,


    ich möchte hier eine weitere Phlegmatie zur Diskussion stellen.


    Gefunden bei Bamberg in einem sauren Mischwald mit Fichten, Kiefern, Buchen, Eichen, Pappeln und anderem. Die Funde wuchsen an einem kleinen Wall direkt an einem mit Frostschutz geschotterten Weg. Der Boden in der Gegend ist außerdem sehr tonhaltig (Erde stark rötlich).

    Der Hut war halbkugelig und radialfaserig eingewachsen; im äußeren Bereich hellblau bis lilalich mit leicht metallischem Glanz, in der Mitte jedoch eher gelblich. In der Hutmitte klebten hier und da noch weißliche Velum-Fetzen. Den Lamellen sieht man auch im Alter an, dass sie jung bläulich-violettlich waren. Der Stiel war weißlich mit bläulichem Schimmer. Die gerandete Knolle weist gelblich-bräunliches Velum auf. Das Fleisch im Hut war weißlich, im Stiel bläulich und in der Knolle weißlich mit bräunlichen Tönen ganz unten. KOH auf dem Knollenrand führte zu einer gelb-orangenen Verfärbung; sonst negativ. Der Geruch war zunächst unangenehm käsig (ich fühlte mich an den Bocksdickfuß erinnert), später nur noch muffig. Geschmack der Huthaut war mild. Sporenmaße lagen bei ca. 10 x 5µm.


    Im Feld hatte ich keine Ideen, zu Hause erinnerte ich mich wegen des Farbspiels auf dem Hut an Cortinarius caerulescens. Mit dem Schlüssel der FN bin ich dann auch dort gelandet. Ich dachte das wäre ausschließlich eine kalkliebende Art, aber laut Literatur darf der auch auf Ton-reichen Böden. Einwände?


    Hallo Uwe,


    danke Dir für die Bestätigungen. Zu Nr.2 kann ich noch sagen, dass beim jüngeren Fruchtkörper mit den blauen Lamellen etwas von der Knolle im Boden geblieben ist. Ich hätte den Rest wohl doch herausbuddeln sollen um letzte Gewissheit über die Knollenform zu haben.

    Ich habe vor einigen tagen im Kalknadelwald einige Phlegmatien gefunden, die ich hier vorstellen wollte. Der Wald stand zwar noch voller Schleierlinge, die meisten Exemplare waren aber schon kräftig drüber. Ich habe also noch das aus dem Wald zusammengekratzt was mir noch bestimmbar erschien. Die Fundsituation für alle Arten in diesem Thread war ein Fichtenwald auf Kalk mit wenigen eingestreuten Kiefern; teils Moss, teils Nadelstreu.


    1)

    Ein einzelner Schleierling tief im Moos vergraben. Auffallend heller creme-gräulicher Hut eingewachsen radialfaserig, glatt und leicht klebrig. Lamellen auch im Alter noch recht hell cremefarben bis gräulich; gesägt. Stiel weißlich, gerandete Knolle ebenso. Auch Fleisch weißlich. Geruch nicht vorhanden, Huthaut bitter! KOH überall negativ. Sporen 8,8 x 5,1µm.


    Der FN-Schlüssel führt mich zu Cortinarius caesiostramineus. Das würde von den Eigenschaften (vor allem bittere Huthaut) als auch der Ökologie gut passen. Das wäre laut Literatur allerdings eine vergleichsweise seltene Art, die im Fundwald noch nicht kartografiert wurde.

      




    2)

    Ein recht kräftiger Klumpfuß mit ockerfarbenem Hut (vielleicht sogar grünlichem Hauch?!). Am Hutrand radial faserig eingewachsen, zudem in der Nähe des Hutrands umlaufend mit weißen Velumflecken überzogen. In der Hutmitte weinrötliche Flecken, die für mich aber eher nach einem Befall aussehen (siehe auch Lamellen!). Huthaut am Rand eingerollt. Lamellen jung kräftig lila, teils mit rötlichen Flecken, die ich jedoch für einen Befall halte. Stiel weißlich ohne Blautöne mit einer keulenförmigen Knolle mit weißlichem Velum überzogen. Fleisch in allen Teilen weißlich. Geruch allenfalls leicht erdig, sonst unauffällig. Geschmack (Huthaut) mild. KOH in allen Teilen negativ, auf der Huthaut nach einiger Zeit bräunlich mit rötlichem Einschlag. Sporen 10,9 x 6,3 µm; isoliert warzig.


    Ich habe ihn als Cortinarius piceae bestimmt (früher wohl C.callochrus var. coniferarum). Einwände?




    3)

    Quasi eine Leiche, aber von allen umstehenden Leichen noch die vitalste. Bevor ich ihn im Wald lasse, habe einfach mal KOH auf die Knolle geschmiert und wurde von einer sofortig leuchtend pink-roten Farbreaktion überrascht. Daher habe ich den Fund doch mitgenommen und einem Bestimmungsversuch unterzogen.

    Hut ockerfarben, in der Hutmitte etwas dunkler; am Hutrand mit viel Phantasie mit leicht grünlichem Hauch; radialfaserig eingewachsen. Die Lamellen sind auch im Alter noch lila-gräulich. Stiel weiß mit gerandeter Knolle, Knolle mit etwas gelblichem Velum behangen. Fleisch in der Knolle weißlich, im Stiel wegen Fraß nicht zu bewerten. Geruch unauffällig Geschmack von Huthaut und Fleisch mild. KOH auf Knollenrand und Hutrand leuchtend und sofort pink-rot. Sporen 12,8 x 8,0µm; isoliert warzig.


    Mit dem Schlüssel der FN lande ich bei Cortinarius aureopulverulentus. Kann das hinkommen?



    4)

    Ein Schleierling der zahlreich im Wald zu finden war. Hut homogen hell ockerfarben, nicht radial faserig eingewachsen. Auffällig sind weiße wattige Velumfetzen umlaufend im Außenbereich des Hutes. Lamellen creme-farben - auch im Alter! Stiel weißlich bis creme, ebenso die gerandete Knolle. Fleisch weißlich. Geruch unauffällig, nicht muffig sondern vielleicht leicht würzig. KOH überall negativ.


    Wegen der hellen Lamellen auch im Alter meine ich hier (Leuco)Cortinarius bulbiger vor mir zu haben? Apropos - laut GPBaWü udn FN ist das noch ein Cortinarius. Ist das jetzt ein Cortinarius oder doch Leucocortinarius?

    Ich rieche an jedem Pilz :) Ein spezieller Geruch fiel mir aber nicht auf.

    Hallo Raphael,


    eigenartig. Meine Funde (eben diese sind im Artikel in der ZMykol abgebildet) hatten einen intensiven fruchtig-säuerlichen Geruch. Ich hatte es mit Sauren Drops oder künstlichem Grüner-Apfel-Aroma verglichen. Das war derartig auffällig, dass es auch von namhaften Mykologen bemerkt und in der Literatur erwähnt sein müsste? Insofern wundere ich mich darüber - vielleicht gibt es da tatsächlich mehrere Arten.

    1: Xeromphalina cauticinalis (= X. fellea)

    Die ist in diesem Wald ein Massenpilz, in guten Jahren findet man sie rasig zu Hunderten.

    Da das wohl nicht überall so ist, stelle ich sie mal hier rein.

    Hast Du mal daran gerochen? Meine Funde dieser Art hatten einen extrem kräftigen und auffälligen Geruch, den ich aber nirgends in der Literatur finden konnte.


    P.S.: A.Gminder geht davon aus, dass der Name cauTicinalis ein Schreibfehler ist der sich dann durchgezogen hat. Vermutlich heißt die Art cauLicinalis und sollte künftig auch so genannt werden.

    Siehe dazu der Artikel in der ZMykol im letzten Jahr.

    [..]

    Und ich persönlich sehe auch sonst keinen vernünftigen Grund, die Hälfte im Wald zu lassen.

    Wenn man auf Speisepilzjagd ist, will man den Dreck im Wald lassen. Ich schneide daher für gewöhnlich die Pilze ab, dann bleibt der Waldboden da wo er hingehört. Ausnahme sind hier Steinpilze, weil die dicken Stiele oft noch weit in den Boden reingehen und man viel Pilz verschenkt wenn man ihn abschneidet. Vor Ort schnitze ich dann aber gleich den Schmutz an der Stielbasis weg.

    Wieso den gleich ankreiden?

    Ich wollte den leicht gespannten "Austausch" humoristisch entschärfen. Hat offensichtlich nicht geklappt. Ich ziehe mich daher dezent aus diesem Thread zurück.

    P.S.: Ich nutze die GPBaWü nach wie vor sehr oft für Bestimmungen und Recherche. Bis ich das Niveau erreiche, damit nichts mehr anfangen zu können, werden noch ein paar Jährchen ins Land gehen. Vermutlich noch viel mehr.

    Danke für Eure Kommentare!

    deine "Pholiota" ist m.M.n. eine Mallocybe - vergleich mal mit Mallocybe (inocybe) terrigena - der Ring ist schon weg, weil alte Fruchtkörper...

    Nummer 3 kannst du mal mit Mallocybe terrigena abgleichen, zumindest habe ich die vor Ort so angesprochen, falls es der gleiche Fundort ist, den ich kenne. :)

    Danke Euch. Also doch kein dunkelbraunes Spp. Mallocybe gehörte ja zu den Risspilzen - hätte ich da nicht im Lamellen-Quetschpräparat Zystiden mit Kristallschöpfen finden müssen?!

    Der Fundort ist sicher ein anderer als gedacht - die Funde stammen nicht aus dem Forst sondern dem Reinstedter Grund südlich von Jena. Ein wirklich geniales Revier.

    17) Ein orangener Becherling im Moos. Mit etwas Phantasie meint man eine bewimperten Rand erkennen zu können.

    Und mit noch mehr Fantasie sieht man eine dunkle Färbung dieser Randzellen. Ich vermute hier eine Melastiza.

    Schade, dass die Becherchen vor Ort bleiben mussten, das wäre sicher spannend geworden!

    Mit so Fummelkram hab ich's bisher nicht so. Ich fand das Becherchen dennoch interessant, musste mich aber leider mit meinen Mitbringseln sehr begrenzen. Das nächste mal pack ich sowas ein und mach ein Exikat daraus für eine spätere Untersuchung.


    Mycena zephirus schau ich mir mal an, danke für den Hinweis!

    Cortinarius glaucopus ist krass... Was macht man da, wenn's im Fichtenwald noch eingestreute Eichen und / oder Rotbuchen gibt?
    Weil der ja optisch wie ein Abziehbildchen von Cortinarius magicus aussieht. Oder ist das so ein Problem wie die Abgrenzung zwischen Cortinarius splendens und Cortinarius meinhardii, also im Mischwald nicht mehr bestimmbar?

    Tja, das fragst Du den Falschen :) In der Literatur wird expliziet auf die leichte Verwechselbarkeit hingewiesen; und die Sporenmaße sollen auch sehr ähnlich sein. Aber Oehrling hat ja schon etwas dazu geschrieben.

    Den Schreibfehler habe ich korrigiert.
    Zu 20: Fein, da belese ich mich gleich mal zu der Art. Täublinge lasse ich in der Regel stehen weil ich große Schwierigkeiten mit deren Bestimmung habe. Die Zeit zur Einarbeitung investiere ich zur Zeit lieber in andere Gattungen.
    Zu 14: ich hatte tatsächlich daran gerochen, kann mich aber nicht mehr an den Geruch erinnern. Ich meine aber dass es erdig gerochen haben könnte. Keinesfalls ein auffälliger Geruch wie Frucht, Rettich oder andere markantere Gerüche. Wenn es Rote-Bete gewesen WÄRE - in welche Richtung hätte dann die Reise hingehen können?


    Und ja; Kalknadelwald ist großartig :) Morgen mache ich noch einmal einen Abstecher. Heute war ich noch einmal im Kalklaubwald - ohne Laubbläser ist da nichts mehr zu holen - man steht knietief in Buchenblättern.

    Hallo,


    immer nur Kalklaubwald ist langweilig - daher habe ich mich einmal in den Kalknadelwald begeben :P - für mich ein noch eher unbekanntes Biotop. Neben Pilzkorb und Kamera waren auch Frau und kleines Kind mit auf Tour - was nicht nur meine Möglichkeiten der fundierten Dokumentation vor Ort sondern auch die Nachbereitung zu Hause stark einschränkt. Daher konnte ich nicht jedem Fund die nötige Aufmerksamkeit zukommen lassen. Dennoch wollte ich Euch an meiner Runde teilhaben lassen. Zudem verbleiben auf diese Weise der eine oder andere Rätselpilz ;)



    1)

    Zur Einstimmung eine (nicht nur) im Kalknadelwald häufige Art: der Wohlriechende Schneckling (Hygrophorus agathosmus).



    2)

    Ein weiterer gut kenntlicher Schneckling ist der Schwarzpunktierte Schneckling (Hygrophorus pustulatus).



    3)

    Dieser Pilz musst leider unbestimmt bleiben. Gefunden im Moos eher einzeln wachsend. Der Fruchtkörper war insgesamt recht gummiartig; der Hut auffällig geschuppt; die Lamellen auffällig den Stile herablaufend. Geruch unangenehm. Leider hat der Pilz nur sehr wenig Sporenpulver abgeworfen - mit etwas Raten meine ich, dass es dunkelbraun mit lila Einschlag war. Mein erster Gedanke war Pholiota, aber da ist mir keine Art dazu eingefallen. Ich habe mal ein schnelles Quetschpräparat gemacht und auffällig blasige Cystiden gefunden. Ideen?



    4)

    Unverkennbar eine Inocybe. Die Fruchtkörper sind relativ groß, spitzgebuckelt und haben eine auffällige Hutzeichnung. Weitere Infos außer den Bildern kann ich leider nicht beitragen. Ohne Frage aber ein hübscher Pilz! Vielleicht kann man ihn rein optisch eingrenzen?



    5)

    Neben Fichten gab es auch eingestreute Kiefern im Wald. Dort war der Gemeine Erditterling (Tricholoma terreum) zu finden. Er zeichnet sich durch einen feinfilzigen grauen Hut aus; außerdem fehlen ihm der Geruch und Geschmack nach Mehl.



    6)

    Stachelinge gab es auch. Fundort bei Fichte; ich habe keinen Geschmackstest gemacht. Kann ich trotzdem als Habichtspilz (Sarcodon imbricatus) abspeichern?



    7)

    Eine schöne Koralle mit auffällig grünen Spitzen: die Grünspitzige Koralle (Ramaria apiculata); sie soll relativ selten sein.



    8)

    Bärtige Ritterlinge (Tricholoma vaccinum) gab es auch zu bestaunen.



    9)

    Im Moos stand auch der eine oder andere Seifenritterlinge (Tricholoma saponaceum) - leider ohne Standortbild.

     



    10)

    Eine Cortinarie, die mit etwas Erfahrung gut erkennbar ist und auch häufig für Speisezwecke gesammelt wird: der Semmelgelbe Schleimkopf (Cortinarius varius).



    11)

    Eine weitere Cortinarie aus der Untergattung Phlegmatium: Bräunlicher Hut mit grünem Hutrand, auffällig blaue Lamellen und gelblichem Velum auf Hut- und Knollenrand. Mit KOH ergibt sich eine knallige karmesinrote Verfärbung des Velums: der Goldstaubklumpfuß (Cortinarius aureopulverulentus). Ich hatte ihn hier bereits vorgestellt.



    12)

    Cortinarien gab es zu Hauf. Hier eine weitere Phlegmatie mit gräulich-braunem Hut mit sehr dezentem Grünstich (Hutrand) und kräftig eingewachsen radialfaserige Huthaut. Er wuchs in einer kleinen Gruppe in der Nadelsreu/Moos unter Fichten. Er stellte sich als der Reihige Klumpfuß (Cortinarius glaucopus) heraus.



    13)

    Eine Phlegmatie mit hellem Hut, Lamellen und Stiel, den man regelrecht aus der Erde pulen muss: der Vergrabene Klumpfuß (Cortinarius corrosus).



    14)

    Eine Cortinarie mit einem klumpigen Fuß, aber einer wie ich finde für Phlegmatien untypischen Huthaut, die eher an Rüblinge erinnert.



    15)

    Eine letzte Cortinarie mit auffällig düsteren Lamellen und gallenbitterer Huthaut: eine der mittlerweile 14! =O Arten aus dem Aggregat Bitterer Schleimkopf (Cortinarius infractus).



    16)

    Ein rein weißer Trichterling mit relativ kompaktem und fleischigem Habitus und einen süßlich ranzigen Geruch. Ich verorte ihn irgendwo in der Gruppe um den Bleiweißen Trichterling (Clitocybe phyllophila) herum.



    17)

    Ein orangener Becherling im Moos. Mit etwas Phantasie meint man eine bewimperten Rand erkennen zu können. Vielleicht etwas Borstlingsartiges? Wegen Zeitnot habe ich den Fund im Wald gelassen und kann daher nur diese Bilder bieten.



    18)

    Ein kleiner Pilz mit Helmlingshabitus. Meine erste Idee war Marasmius Wynneae - weitere Untersuchungen fanden nicht statt und der Pilz blieb im Wald.



    19)

    Eine wahre Schönheit mit Stacheln: der Scharfe Korstacheling (Hydnellum peckii).



    20)

    Ein Täubling mi grünem Hut und auffällig gelben Lamellen/Spp. Der Geschmack war mild.




    21)

    Mein persönliches Highlight zum Abschluss: Einer der schönsten Ritterlinge des Waldes ist für mich der Orangerote Ritterling (Tricholoma aurantium). So fotogen hatte ich sie noch nie vor der Linse. :love: