Tricholoma mega-equestre
- frank2507
- Unerledigt
Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 506 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von ingosixecho.
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Hallo Frank, beeindruckendes Kerlchen! Was ist das für ein Zeug an dem FK? Sand?
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Moin Grüni/Kagi,
ja der Fruchtkörper stammt aus der Nähe von Nürnberg/Lorenzer Reichswald. Das ist ein richtiger Flechten-Kiefernwald (Cladonio-Pinetum) auf EXTREM sandigen Boden, dort wachsen ganz andere Arten als in "meinem" Eichen-Hainbuchenwald auf basischem Basaltboden.
Beste Grüße,
Frank
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Hallo Frank, toller Fund!
Das letzte Bild irritiert mich ein bisschen- es könnte suggerieren hier wäre ein Speisepilzsammler unterwegs.
Ich unterstelle dir nicht, dass du den Eimer verspeisen wolltest, das hätte vermutlich auch ziemlich geknirscht.. aber es könnte für manch einen so aussehen.
Daher möchte ich für mögliche Mitleser/ Speisepilzsammler anmerken: der Grünling kommt in der Gegend zwar häufig vor, ist aber dennoch nach der Artenschutzverordnung geschützt; zudem gibt es das Risiko einer Vergiftung („Equestre Syndrom“) und er sollte daher nicht gesammelt werden.
Viele Grüße & ein schönes Wochenende
Ingo
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Hallo Ingo,
Danke für den Hinweis. Ich möchte den Grünling nicht verspeisen - die Problematik ist mir bekannt. Anmerken möchte ich, dass in diesem Habitat auch noch andere, sehr ähnliche Arten vorkommen (z. B. T. joachimii und T. chrysophyllum) und ich es durchaus für möglich halte, dass bei einem derartig von der Norm abweichenden Fruchtkörper Überraschungen bei näherem Hinsehen nicht ausgeschlossen sind, es sich also möglicherweise gar nicht um T. equestre s. str. handelt.
Jacob Heilmann-Clausen hat in seiner Tricholoma-Monografie und auch in diversen wissenschaftlichen Veröffentlichungen darauf hingewiesen, dass das näherer Untersuchung bedarf und ich meine mich zu erinnern, etwas von Climbingfreak und ingosixecho vor mehreren Jahren über ein Ritterlings-Sequenzierprojekt gelesen zu haben.
Beste Grüße,
Frank
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Hi,
mit dem extrem gelbem Hut denke ich hier an Tr. frondosae denken. Tr. equestre kenne ich anders.
l.g.
Stefan
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Hi Stefan,
ja auch die Hutfarbe war deutlich anders als ich das kenne und dort sehe. Allerdings war da weit und breit keine Pappel, ein reiner Flechtenkiefernwald. Kann denn T. frondosae auch mit Kiefer?
Gruß,
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Hallo Frank,
ich empfehle in dem Zusammenhang einen Blick auf das Kladogramm bei Heilmann-Clausen (online irgendwo) zu werfen. Sowohl bei T. frondosae als auch bei T. equestre sind mehrere Kladen vorhanden.
Persönlich kenne ich schon zwei völlig verschiedene T. frondosae, die auch auf Chemikalien verschieden reagieren. Beide bei Espen. Mit einem Gentest landest du wahrscheinlich in einer der vorhandenen Kladen von frondosae oder equestre. Ansonsten ist T. equestre an sich eine sehr variable Art. Ich hatte schon solche mit Zwergwuchs und auch Trümmer mit 20 cm. Hutdurchmesser.
Hier:
Neues von den Grünlingen - Forum der Deutschen Gesellschaft für MykologieHallo Ritterlingsfreunde, neben den ganzen Braunen Ritterlingen habe ich mir in den vergangenen Wochen auch noch einige Grünlinge angeschaut. Besonders…forum.dgfm-ev.degibt es mehr dazu.
Das Tricholoma Sequenzierungsprojekt betrifft die braunen Ritterlinge. Das befindet sich gleich daneben im DGfM Forum. Dazu wollte ich noch mal was schreiben. Ein Projekt mit den Grünen fände ich auch spannend. Mit dem Speisewert verhält es sich wohl so wie mit den Kremplingen. Niemand weiß ganz genau, welche Art aus dem jeweiligen Komplex die Vergiftungen verursacht hatte. Dazu gehören meiner Meinung nach auch noch solche Arten wie T. joachimii, von dem auch mehrere Kladen festgestellt wurden.
Bei den Braunen weiß ich es mittlerweile ganz genau (hatte ich auch dort geschrieben).
Grüßlis Ingo
