Die letzten Wochen in der Heide und einem Hochmoor

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  • Liebe Pilzfreunde, in den letzten Wochen war nur wenig zu finden. Ein paar Neulinge gab es aber dennoch, die ich euch zeigen möchte.


    Wie immer, alle Funde wurden nur makroskopisch betrachtet und die Bestimmung reicht daher teilweise nun bis zur Art.


    Über Hinweise und Ergänzungen freue ich mich natürlich. Los geht´s



    Habitat 1: Eine sandige Magerwiese, die leider nur einen bruchteil der Üblichen Arten zeigt. Die Lage war einfach zu lange trocken. Es reicht aber immer noch für ein paar

    tolle Funde


    1.)

    01.09.26 Clitopilus scyphoides agg.: Ein kreideweisser nabelingsartig/trichterartig vertiefter Fk mit eingerolltem Rand mitten auf der Magerwiese

    Der Geruch ist mehr als deutlich mehlartig.. Ich bin im ersten Moment von Blüten ausgegangen. Es gibt wohl einige Variationen, daher das agg.





    2.)

    21.09.26 Entoloma / Subgenius Alboleptonia: Eine weisse Entoloma aus der Alboleptonia Bereich. Dieser sehr sehr kleine Rötling war im einer Magerwiesenumgebung

    im Sand zwischen hohem Gas zu finden. Ein absoluter Zufallstreffer, weil direkt in der Nachbarschaft klassische Wiesenrötlinge zu finden waren, sonst hätte ich ihn nie gefunden.

    Dieser ist mit einen Hutdurchmesser von nur 2 bis maximal 5 mm ausserorderntlich klein und aus meiner Sicht kommt E. sericellum alleine aufgrund der

    Größe nicht mehr in frage. Innerhalb von Alboleptonia sehe ich Ihn nur zu den kleinsten Arten zählen.

    Die Lamellen haben einen leichten gelben Schimmmer und wachsen auffällig in der Enticklungsphasen am Stiel herab. Die Kollektion erlaubt eine gute Beobachtung der Entwicklungsformen. Der Geruch war unauffällig und eine Geschacksprobe wurde nicht durchgeführt

    Sichtung aller sehr kleiner Arten aus der Alboleptonia Ecke (FE 5C), die eine Sandige Magerwiese bevorzugt und einen solch kleinen Habitus zeigt.


    Habitat:






    Hier ist die Entwicklung der Lamellen gut zu erkennen



    3.)

    21.09.26 Coprinopsis candidata: Aufgrund der gut erkennbaren Flocken auf dem Hut würde ich meine Fund Coprinopsis candidata - den flockigen Scheibchentintling

    bezeichen wollen. Die vergänglichen Schüppchen sind gut zu sehen. Die Gruppe war im besten Zustand zu finden und sahen richtig gut aus.




    4.)

    23.09.26 Hortiboletus engelii: Ein besonders hübsches Exemplar in der Heide unter Quercus. Das gelbes Fleisch und diese Punkte in Stielbasis führen schnell zu ihm.

    Im Abgang zeigt sich auch ein leichtes blauen.




    5.)

    23.09.26 Entoloma / Omphalioid Fk: Ein ausgesprochnen tief genabelter brauner Fk ohne Zonierung. Gedrungen mit kurzen spitz zulaufenden Stiel und bogigen Lamellen

    Ein sonnenexponiert Platz im Sand findet die Gruppe mit bis zu 2,5 cm Hutdurchmesser gut. Das Habitat ist ein sandiger Standort. Die Farbe ohne erkennbare

    Zonierung und Riefung, ein gedrungenen Wuchs, sehr tief genabelt mit bogigen Lamellen und kleiig beige braune Hutstruktur lassen an E. Neglectum

    denken. E. Undatum hat deutlich mehr graue Töne und neigt zur Zonierung. Da wären noch die mediterane Art E. cittoi, die neigt aber auch

    zur zonierung. Arbeitsitel E. neglectum. Hier hilft nur das Mikroskop und die Sichtung von FE 5c.




    Ausgewachsen





    Habitat 2: Paralell habe war ich gelegentlich im Hochmoor und konnte schon einige interessante FK finden. Der blaue Entoloma Im Moos, z.B. Es gab auch noch andere interessante Funde


    6.)

    04.09.26 Ein Hygrophorus spec.: Ein Schneckling der sehr stark auf Verletzung reagiert. Das Habitat hat auf der linken Seite, Betula und Nadelbäume

    und der rechten Seite des Weges Fagus und Betula. Basaltschotter war nicht weit entfernt. Obwohl ich dieses Merkmal für sehr auffällig halte,

    finde ich keine Schneckling mit dieser Eigenschaft (Reaktion auf Verletzung). Ich hoffe auf eure Inspiration :)







    7.)

    09.09.26 Cordyceps farinosa?: Eine Anamorphe form von Cordyceps und diese wäre aus meiner sicht makroskopisch Cord. farinosa. Die Basis ist gut erkennbar gelblich.

    Der einzige Versuch das Insekt freizulegen war leider nicht erfolgreich. Das Gelände war stark abfallend zum Wasserlauf und es waren nur wenige

    Kernkeulen nur in diesem Bereich zu finden.




    8.)

    09.09.26 Flammulaster carpophiloides agg.: Ein junger Schüppling auf Buchecker. Ich finde da kommt nur Flammulaster carpophiloides agg in Frage.

    Wie ich sehe gibt es einige Variationen, daher das agg.




    9.)

    22.09.26 Coprinopsis auf Dung. Eine sehr kleine Cophrofile auffällige Art mit nur 3 mm Hutdurchmesser und Höhe und ist mit knappen 3cm recht langstielig.

    Das Substart halte ich für Reh-Losung oder doch Hase?. Das Habitat ist mitten im Hochmoor zwischen Betula und Aldus im Moos.

    Auf der Suche nach einem sehr kleinen coprohilen Art mit Coprinopsis lagopus Habitus. Vielleicht hat coprinusspezi (Hans) eine Idee?


    Kaum scharf zu bekommen, sorry






    10.)

    28.09.26 Agaricus spec.: Eine stark rötende Art. Diese finde ich normalerweise nicht. Sektion Sanguinolenti? Blutegeerlinge ohne Reaktion auf KOH!

    Diese Fk wurden unter Kiefern im Hochmoor gefunden. Die Momographie von Para lesen und die Ringeigenschaften und Velumbildung beim Jungen FK vergleichen.






    11.)

    15.10.26 Entoloma rhodocylix: Im Hochmoor unter Alnus im Moos in sauerer Umgebung stehend. Es hat etwas gedauert bis ich auf eine Entoloma gekommen bin. In diesem Fall erst

    nach einem Spp-Abwurf. Der Habitus sieht wie eine graue Ricknella im Moor aus. Sehr eindeutig Entoloma rhodocylix - der Erlennabelrötling (wie passend)

    oder unter Pilze Deutschland als Becherrötling geführt!?







    12.)

    16.10.26 Cortinarius betulinus: Wie im letzten Jahr ein sehr heller FK wieder ohne erkennbare blautöne, ausserordentlich schleimiger Schleierling unter Betula im Hochmoor, Huthaut nicht entfernbar Stiel schleimig und Keulig geformt. Er schmeckt mild und richt unauffällig. Das Schnittbild zeigt im Hutbereich immer eine graue Stelle. ich finde Ihn jedes Jahr unter Betula




    Habitat 3: Ein ehemaliges Basaltabbaugebiet (ausgesprochen basige Umgebung) mit einigen Brandstellen

    sollte jemand eine gute Basis für die Brandpilz bestimmung haben, bin ich für jeden Tip dankbar.


    13.)

    24.09.26 Lactarius citriolens - Fransenmilchling, die langen Fransen in verbindung mit einer citronengelbe Milch und im Schnittbild in der Stielbereich und

    gelbverfärbung über den Lamellen eine fehlende Zonierung, der stark basische Standort mit Laubmischbaumbestand finde ich sehr passend. Der Habitus ist recht groß.






    14.)

    24.09.26 Lactarius controversus: Ein besonders gedrungener, großer FK mit sehr scharfer weißer Milch.

    Die Lamellen sind sehr auffällig gegabelt am Stiel angewachsen die Lemellen stehen sehr dicht.





    Noch ein paar Impressionen von den Brandstellen, vielleicht kann Alex AlexanderK ein paar Hinweise geben?


    Gallertartige FK grünlich sehr häufig


    gestielte Becherlinge 3-4mm


    Nabelartige FK in groß und sehr klein



    sehr klein






    Ich hoffe es hat euch etwas gefallen. Nun gut, es war etwas viele Funde, ich sollte diese wahrscheinlich besser aufteilen.


    lg Rainer

  • Hallo Rainer


    Sehr schöne Fotos von oft sehr seltenen Arten aber leider so für uns nicht immer nachvollziehbar.

    Zumindest bei den Tintlingen geht das garnicht ohne Mikros.

    Was ich jetzt zu dem oberen Coprinus sagen würde!

    schönes Foto und das war´s dann, leider, schade.


    Liebe Grüße Hans

    bender-biotop.de

  • 4.)

    23.09.26 Hortiboletus engelii: Ein besonders hübsches Exemplar in der Heide unter Quercus. Das gelbes Fleisch und diese Punkte in Stielbasis führen schnell zu ihm.

    Im Abgang zeigt sich auch ein leichtes blauen.

    Hallo Rainer,

    mich erinnert das eher an Xerocomellus cisalpinus oder pruinatus, wegen dem gelben Fleisch eher an den Zweiten.

    Die roten Flecken erinnern mich nicht an die karottenroten Punkte von Hortiboletus engelii,

    viele Grüsse

    Matthias

  • Hi.


    Sehr schöne Bilderstrecke mit vielen Pilzen, die mir nicht bekannt vorkommen.

    Bei den meisten kann ich nicht viel beitragen, dein Filzröhrling ist aber sicherlich nicht H. engelli sondern ein Rotfuß - vermutlich einfach Xerocomellus pruinatus mit dem gelben Stielfleisch und blauen hauptsächlich im unteren Stiel.


    LG.

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  • Dein rötender "Schneckling" wird Gomphidius maculatus sein.

    Grüße Axel

    "Das Artensterben ist der neue Klimawandel. Der Verlust der Biodiversität ist die wahre Krise des 21. Jahrhunderts"

    aus Glaubrecht: "Das Ende der Evolution"