Risspilze?

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 346 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Matthias.

  • Liebe Pilzmenschen

    Aufgrund der grossen Dürre hier hab ich mal die Niederschlagsmengen studiert und heute eine Wanderung im Senseoberland (Kanton Freiburg) gemacht. Da hats in den letzten 30 Tagen doch tatsächlich 60 mm geregnet und über 30 davon vor vier, fünf Tagen. Ich war zwischen 850 und 1400 m unterwegs.


    Schon gleich auf der ersten Weide gabs einwandfreie, frische Wiesenchampignons (wie ich glaube - Champignons lasse ich normalerweise stehen).

    Hoffnung keimte auf!


    Im Wald folgte ein Holzstück mit Gelbstieligen Nitrathelmlingen, wie ich denke.



    Danach gabs leider kaum noch was.


    Am kalkigen Wegrand im ansonsten sauren hauptsächlich Fichtenwald sind mir noch folgende Gesellen als Einzelexemplare begegnet: Ich glaube Risspilze. Vielleicht lässst sich dazu ja etwas sagen. Ich bin da kompletter Anfänger und weiss nur, dass dies schwierig sein dürfte...

    Der erste hat für mich typischen Risspilzhabitus:

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    Der Fruchtkörper war etwa 6 cm hoch und roch undefinierbar, ganz leicht unangenehm, aber keinesfalls spermatisch. Auffällig sind die verfilzten Schuppen auf dem Hut und die feinschuppige Stielspitze.


    Der zweite Fruchtkörper könnte ebenfalls ein Risspilz sein, da bin ich mir jedoch unsicher:

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    Der Pilz hat einen sparrig-schuppigen Stiel bis zur deutlichen Ringzone. Er war höchstens 5 cm hoch. Die Huthaut wirkt auf den ersten Blick filzig, ist jedoch auch leicht schuppig. Der Geruch ist absolut unauffällig. Ich bin mal bei Mallocybe terrigena gelandet, was mich jedoch ausser des deutschen Namens Schuppigstieliger Risspilz nicht ganz zu überzeugen vermag. Das Fleisch müsste da ja gelb sein...


    Lässt sich da mehr sagen?


    Ansonsten haben mich noch einige vertrocknete Rotstielige Ledertäublinge überrascht angeschaut:



    An einer einzigen Stelle ganz oben gabs Röhrlinge: Aufgrund massiven Golschimmelbefalls lässt sich nur mutmassen, dass es zwei Flockis und ein Steinpilz waren. Diesen Anblick erspare ich euch!


    Liebe Grüsse aus der Savanne der Voralpen

    Andreas


    PS: Teilweise war ich überrascht, dass an den Glocken Kühe hingen und nicht Elefanten oder Löwen.

  • Hallo Andreas


    Schöne Funde. Für mich sieht das auch nach Mallocybe terrigena aus. Hier mal ein Foto von einem meiner mikroskopierten Funde als Vergleich:



    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Hi,


    der 2. ist Mallocybe terrigena. Zum ersten sage ich ohne Mikrodaten nix. Aus meiner Sicht kommt da einiges in Frage.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.