Vor Jahren hatte ich in einem Pilzkurs einen Menschen kennen gelernt, der sich ausschließlich von dem ernährte, was er frisch fand. Er aß nichts, was gekocht oder gebraten wurde. Auf Exkursionen hat er sich Buchenblätter gezupft und gegessen, sowie auch entsprechende andere Pflanzen. Getrunken hat er fast immer Wasser aus seiner eigenen Flasche. Darin befand sich ein Bodensatz aus Erde, Gräsern und ich weiß nicht was.
Im Pilzkurs wollte er Pilze kennen lernen, um diese roh verzehren zu können. Beim Fund eines Stinkmorcheleis hat er dieses komplett roh verspeist. Auch wenn es etwas lustig aussah, als ihm das grüne Zeugs zwischen den Zähnen herausquoll, er fand den Geschmack ganz okay. So war der Kurs auch für ihn bereichernd.
Der Mann war gesund, aktiv, sympathisch und lebte seit vielen Jahren so. Mir hat nicht nur imponiert, dass er diese Ernährungsweise für sich komplett durchzog, noch viel mehr sein ganz normales Verhalten gegenüber uns allen anderen: Null Sendungsbewusstsein und viel Toleranz. Davon könnten wir uns alle eine Scheibe abschneiden.
Gruß
Peter
