Birnen-Stäublinge

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema, welches 678 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Adi Meyer.

  • Seit einer Woche beobachte ich einen Birnen-Stäubling Standort an einem Wegrand im Maiengrünwald in Hägglingen. Mir ist aufgefallen, dass die Jungpilze offenbar nur sehr langsam oder überhaupt nicht wachsen, während dem die grossen Pilzfruchtkörper sich in der gleichen Zeit rasch verändert haben. Alle Pilzkörper wachsen am gleichen Totholzplatz, so denke ich, die kleinen Pilzchen von 5-10mm müssen auch zur gleichen Pilzart zählen. Was meint ihr dazu? Im Internet und in meinen Büchern habe ich nichts näheres über das Wachstum der Birnen-Stäublingen gefunden. Man findet eigenlich nur Bilder von ausgewachsenen Stäublingen.

    Hier meine Fotos:

    Auf den 3 folgenden Fotos sind jeweils die gleichen Pilze abgebildet am 22.10. 26.10.und 28.10., rechts ein alter Stäubling welcher in dieser Zeit immer mehr versport, links die fraglichen Jungplize welche in der gleichen Zeit keine Fortschritte im Wachstum machen.

    Das folgende Bild zeigt in der gleichen Zeit am gleichen Stantort direkt neben dem Stamm am Boden Birnen-Stäublinge, welche sich in einer Woche stark verändern und sich versporen.

    2 Nahaufnahmen von kleinen Jungpilzchen im Abstand von einer Woche und es passiert nichts!

    Ich bin mir eigentlich sicher, dass dies alles Birnen-Stäublinge sind am Totholzstamm hat es auch noch weitere Wachstumsstadien

    eine Woche später , das gleiche Bild, kein Wachstum, obwohl es geregnet hat und die Bedingungen doch gut wären.


    manchmal findet man grosse alte und Jungpilze nebeneinander

    Die Schnittflächen aller Pilze ob klein oder gross sind weiss!


    Hat jemand von Euch eine Erklärung dafür, dass grosse alte Pilze sich schnell verändern und bei kleinen Jungpilzen in der gleichen Zeit einfach keine sichtbaren Änderungen feststellbar sind?

    Bin gespannt auf Eure Antworten

    Gruss

    Adrian

  • Ahoj, Adrian,


    IMHO liegt das daran, daß die "Kraft" ins Wachstum der Großen gesteckt wird

    und für die Jungen nicht mehr genug bleibt.

    Habe ich so schon bei verschiedenen Arten beobachten dürfen.


    LG

    Malone

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    Der frühe Vogel fängt den Wurm. Soll er doch im Dunkeln tappen...ich fange lieber Pilze. Fossas sind auch nur aktiv, wenn es sich lohnt.

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  • Moin,

    ist das nicht auch bei Austernseitlingen so?

    Da kommen viele kleine, aber am Ende bleiben einige große Lappen über, so kommt mir das an meinen bekannten Stellen vor.


    LG

    Daniel

  • Jepp, bei den Austern ist es ebenso.


    LG

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  • ...wie bei Allem,

    was in Grüppchen größer gleich zwei wächst,

    und bei Pflanzen (wer hat schon mal bissel gegärtnert?)

    gleichermaßen.


    LG

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  • Ahoj, Reizker,


    verstehe ich das richtig, daß Kleine klein bleiben?

    Nicht, daß gar keine Gurken-FK nachwachsen?


    LG

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  • Ja richtig, sie bleiben klein, bzw sie entwickeln sich aus den zahlreichen neuen Blüten gar nicht erst großartig zur Gurke sondern fallen frühzeitig ab. Die Energie wird stattdessen weiter in die großen gepumpt bis sie überreif, gelb und bitter werden. Zwei größere Gurken schaffen es meistens an einer Pflanze, aber eine dritte bleibt eigentlich immer so lange klein, bis ich eine große abgeschnitten habe (Zur Klarstellung: Wir sprechen hier von kleinen Snack/Bauerngurken die an Pflanzen in größeren Blumentöpfen hängen. Im großen Gartenbeet mögen es durchaus mehr Früchte werden).

  • Ahoj, Reizker,

    beschleicht mich doch so langsam leise das Gefühl,

    daß wir den Fred zu sprengen drohen,

    denn schon wieder liegen Fragen auf den Tasten vor mir..

    ...oder müssten wir nen UnterFred, nen neuen starten,

    wo Pilverrückte über Gartenbau den Austausch sich erlauben...


    LG

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    Der frühe Vogel fängt den Wurm. Soll er doch im Dunkeln tappen...ich fange lieber Pilze. Fossas sind auch nur aktiv, wenn es sich lohnt.

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  • Hallo zusammen

    Pilze sind nun aber mal keine Pflanzen und der Stoffwechsel von Pilzen läuft doch sehr anders ab als bei Pflanzen, wie Gurken! Pilze haben ja auch keine Photosynthese und ihr Mycel im Boden oder im Totholz ist doch deutlich grösser als die Wurzeln von Pflanzen! Denken wir nur einmal über den Halimasch nach, dieser Pilz kann sich mit seinem Mycel über hunderte von Metern ausbreiten, und die Fruchtkörper wachsen alle super schnell und verfaulen auch wieder super schnell! Aber vielleicht habt ihr recht, dass es gleich wie bei einigen Pflanzen ist! Wenn die kleinen Pilze im Wachstum durch die grossen Pilze unterdrückt werden, ist dies eigentlich hochinteressant, über welche Mechanismen sich die Pilze offenbar austauschen! Es scheint, dass es bei Pilzen ja auch Ausnahmen gibt, all die Pilzarten, welche in Massen auftreten, wie z.B. bei vielen Tintlingen, z.B. die Glimmertintlinge kümmern sich einen Teut um ihre Nachbaren, sie wachsen einfach in grossen Horden, alle gleich und alle gleich schnell und alle verfaulen "vertintlen" auch gleich schnell! Eine andere Beobachtung ist auch interessant, dass einige Pilze ganz langsam überreifen oder verfaulen, wie z.B. die vielen Baumbilze, welche zum Teil auch nach einem Jahr noch beobachtet werden können und immer noch eine feste Struktur und normale Färbungen haben! Ich denke über die Kommunikation unter den Pilzen gibt es noch vieles zu forschen!

    Beim Birnen-Stäubling Standort bleibe ich dran, ich spaziere dort mit meinem Hund regelmässig vorbei und werde weiter das Wachstum der kleinen, nicht wachsenden Pilze beobachten, vielleicht schiessen sie ja plötzlich doch in die Höhe, sobald keine grossen Pilze mehr in ihrem Umfeld liegen, welche sie unterdrücken!

    Gruss

    Adrian

  • Hallo zusammen,

    könnten die "Kleinen" nicht aus der Teuerlingsecke kommen? Ich meine da Ähnlichkeiten zu entdecken!

    Liebe Grüße

    Rainer

    Guten Tag Rainer

    Daran habe ich zuerst auch gedacht, aber noch mehrmaligen Besuchen der Fundstelle während einer Woche bin ich mir sicher, dass es sich bei den kleinen auch um Birnen-Stäublinge handelt.

    Die Teuerlinge sehen doch etwas anders aus!

    Hier 2 Arten welche ich schon im gleichen Wald entdeckt und fotografiert habe.

    Gruss

    Adrian


    1) Tiegel-Teuerling Crucibulum Laeve

    2) Gestreifter Teuerling

  • Hallo zusammen

    Pilze sind nun aber mal keine Pflanzen und der Stoffwechsel von Pilzen läuft doch sehr anders ab als bei Pflanzen, wie Gurken! Pilze haben ja auch keine Photosynthese und ihr Mycel im Boden oder im Totholz ist doch deutlich grösser als die Wurzeln von Pflanzen! Denken wir nur einmal über den Halimasch nach, dieser Pilz kann sich mit seinem Mycel über hunderte von Metern ausbreiten, und die Fruchtkörper wachsen alle super schnell und verfaulen auch wieder super schnell! Aber vielleicht habt ihr recht, dass es gleich wie bei einigen Pflanzen ist! Wenn die kleinen Pilze im Wachstum durch die grossen Pilze unterdrückt werden, ist dies eigentlich hochinteressant, über welche Mechanismen sich die Pilze offenbar austauschen! Es scheint, dass es bei Pilzen ja auch Ausnahmen gibt, all die Pilzarten, welche in Massen auftreten, wie z.B. bei vielen Tintlingen, z.B. die Glimmertintlinge kümmern sich einen Teut um ihre Nachbaren, sie wachsen einfach in grossen Horden, alle gleich und alle gleich schnell und alle verfaulen "vertintlen" auch gleich schnell! Eine andere Beobachtung ist auch interessant, dass einige Pilze ganz langsam überreifen oder verfaulen, wie z.B. die vielen Baumbilze, welche zum Teil auch nach einem Jahr noch beobachtet werden können und immer noch eine feste Struktur und normale Färbungen haben! Ich denke über die Kommunikation unter den Pilzen gibt es noch vieles zu forschen!

    Beim Birnen-Stäubling Standort bleibe ich dran, ich spaziere dort mit meinem Hund regelmässig vorbei und werde weiter das Wachstum der kleinen, nicht wachsenden Pilze beobachten, vielleicht schiessen sie ja plötzlich doch in die Höhe, sobald keine grossen Pilze mehr in ihrem Umfeld liegen, welche sie unterdrücken!

    Gruss

    Adrian,

    Ich denke es ist so, wie eigentlich überall in der Natur: Es wird oft ein Übermaß an Nachkommen produziert von denen aber immer nur einige, wenige davon genügen um die Art zu erhalten. Daher werden alle Ressourcen immer erstmal in die stärksten und gesündesten Nachkommen gesteckt und nur wenn dann noch was übrig ist bekommen auch die schwächeren noch etwas davon ab.

    Ob das jetzt Pilze sind oder Gurken, die beide zumindest noch die Gemeinsamkeit haben als Fruchtkörper von einer "Mutterpflanze/Gewächs" gezielt mehr oder weniger stark genährt werden zu können, Frösche die hunderte von Eiern legen von denen dann 99% spätestens als zu langsame Kaulquappe gefressen werden oder Säugetiermütter die ihre schwächsten Jungen nicht an die Zitzen lassen oder sogar selber auffressen.

    Der "stärkste" oder besser, der Überlebensfähigste, kommt in der Natur einfach immer zuerst dran, weil Arterhaltung und die Weitergabe der Gene immer an erster Stelle stehen, während wir Menschen so gestrickt sind das wir automatisch dazu geneigt sind, davon ausgehen das gleichmäßig verteilt wird und die Schwächsten zuerst abkriegen sollten, damit alle eine Chance haben. Wenn dem nicht so ist kommt uns das dann immer sehr brutal vor.


    Der Garten ist mehr eine Terasse mit ganz kleinem Vorgarten. Daher ja die Blumentöpfe, viel passt da leider nicht rein. Ob das reicht um großartig Gärtnerfragen zu beantworten weiß ich nicht, aber wenn Bedarf besteht, warum sollte man nicht einen Extrathread erstellen. In wie weit größere Abschweifungen hier gedultet werden, weiß ich leider nicht, ebensowenig ob die Diskussion dann eventuell dorthin verschoben werden kann.

  • Im gleichen Wald habe ich an einem anderen Standort eine andere Birnen-Stäubling Gruppe entdeckt, wo man die Wachstumsstadien nebeneinander gut erkennen kann.

    Beim alten Standort tut sich offenbar nichts, die jungen Birnen-Stäublinge sehen immer noch gleich aus und wachsen offenbar nicht mehr

    Gruss

    Adrian