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letzter Beitrag von Tobi Lu am

Buckelwiesen bei Klais

  • Griaß eich,

    für mich einer der atemberaubendsten Hotspots, den ich je betreten habe, befindet sich zwischen Garmisch und Mittenwald auf den Buckelwiesen am Geißschädel bei Klais. Entdeckt habe ich diese Stelle letztes Wochenende bei einem glücklicherweise verregneten Kurzurlaub. Da es sich um Saftlingswiesen mit teils sehr kleinen Arten wie Hygrocybe cantharellus handelt, ist es allerdings leichter gesagt als getan, dort keine Pilze zu beschädigen. Hotspotcharakter hatte es für mich deswegen, da man die gezeigten Arten allesamt in einem sehr kleinen Areal findet < 1ha.

    Erstmal einige der Saftlingsarten: Hygrocybe intermedia, punicea, acutoconica, citrinovirens, cantharellus, nitrata

    Weiterhin wuchsen auf der Wiese, die von Fichtenwald mit eingestreuten Birken umgeben ist: Cortinarius spilomeus, Cortinarius odorifer, Imperator torosus, Caloboletus calopus, Rubroboletus rubrosanguineus, Hygrophorus erubescens, Catathelasma imperiale, Suillellus luridus, Lactarius picinus und eben noch so manches, was ich ohne die Fruchtkörper zu entnehmen nicht bestimmen konnte (das blieb wie praktisch alles andere auch stehen!).

    Ich fand den Ort ganz schön krass: Imperator torosus, Hygrocybe intermedia, citrinovirens, cantharellus und nitrata wuchsen gemeinsam auf etwa 3-4 Quadratmetern!

    Jetzt noch die dazugehörigen Impressionen:

  • Hi beli!

    Den tollsten Röhrling hatte ich tatsächlich vergessen zu erwähnen: Das ist Imperator torosus! Dazwischen kommt noch Caloboletus calopus und am Ende Rubroboletus rubrosanguineus. Von dem wuchsen aber nur alte Schlappen. Aber auch sonst in der Gegend ist er häufig und fotogen:

  • Hallo Tobi,

    nimmst Du mich bitte nächstes Mal mit zu Deinem Hotspot-Hektar. Das ist ja der helle Wahnsinn!

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Hallo beli,

    ich finde, die sind makropkopisch aufgrund der Tatsache, dass Imperatoren doch stets recht kunterbunt daherkommen, eigentlich einfach. Schwerer wirds da schon mit rhodopurpureus und rhodoxanthus, aber man kann in diesen Höhenlagen und bei etwas näherem Hinsehen von rhodopurpureus ausgehen. Im Fichtenwald zudem sicher, bei Buche wirds schon schwieriger. Allerdings habe ich auch entschieden was gegen das Manöver, all die schönen Röhrlinge herauszunehmen und durchzuschneiden. Dann bleibt lieber einer mal unbestimmt.

    Liebe Grüße,

    Tobi

  • Danke Rudi,


    gerne, von oben nach unten: C.odorifer, 2xH.citrinovirens, H.cantharellus, H.nitrata, I.torosus, C.calopus, H.erubescens, H.acutoconica, I.torosus, H.intermedia, C.imperiale, H.punicea, C.spilomeus, R.rubrosanguineus.


    Viele Grüße!

  • Hallo Tobi


    Meine das dein Fund ein Imperator rhodopurpureus ist weil zu viel rote töne auch kräftig gelbe bei so junge Frk passt nicht so gut an I. torosus . Bei junge Frk ist Makrobestimmung sehr schwierig .


    Diese Bild ist von junge I. torosus , nicht so jung wie dein Fund aber relativ jung


    -


    Ältere Frk


    -


    -


    Probierst du unbedingt Jürgen für Einschätzung fragen !


    LG beli !

  • Allerdings habe ich auch entschieden was gegen das Manöver, all die schönen Röhrlinge herauszunehmen und durchzuschneiden. Dann bleibt lieber einer mal unbestimmt.

    :daumen:

  • Hallo Beli!


    Jetzt hab ich´s verstanden. Da gebe ich zu, dass anhand der jungen Fruchtkörper eine Unterscheidung wohl kaum oder nur für absolute Kenner möglich sein dürfte. Anhand älterer Exemplare, die da noch herumstanden, war es aber einfacher. Die Bilder habe ich nur nicht gezeigt, weil sie nicht so gut geworden sind.

    Imperator rhodopurpureus kenne ich von einem anderen Standort (Eichelgarten im Forstenrieder Park bei München) und tatsächlich ist er anhand der Hut und Röhrenfarben später gut unterscheidbar. Die älteren Fruchtkörper aus Klais hatten alle vorherrschend silbrig-gräuliche Hüte mit gelben Röhren, während rhodopurpureus ja eher im rötlichen Hutfarbenbereich bleibt und auch orange-rötliche Röhren bekommt.

    Hier noch ein paar Vergleichsbilder, erst noch einmal torosus, dann rhodopurpureus:

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