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letzter Beitrag von Beorn am

Novemberrückblick

  • Servus Miteinander,

    Nach dem im Sommer und Herbst eigentlich wenig bis nix los war,

    gabs im November doch noch einige schöne Pilze zu sehen.

    Falls ich mich mit meiner Bestimmung evtl geirrt hab, kann ich auch nichts mehr dagegen tun,

    ich hab die meisten Schwammerl nur fotografiert, bin aber für Hinweise dankbar;)

    :kaffee:

    Los gehts mit ein paar Schirmlingen die ich als

    Chlorophyllum brunneum (Garten/ Giftschirmling) bezeichnen würde

    Leider waren die schon ziemlich alt und die Merkmale nicht mehr gut zu sehen/ erkennen.


    Macrolepiota mastoidea / Zitzenschirmling


    Weiter dann mit

    Lepista luscina/ panaeola Graubrauner Rötelritterling

    Wie man sieht ist hier der Frost und anschliessend der Regen am Werk geswesen


    Gleich daneben fand ich dann

    Mycena olivaceomarginata Olivschneidiger Helmling


    gar nicht weit davon, an ein paar freistehenden Kiefern

    war dann Ritterlingszeit

    Die halt ich beide für Tricholoma batschii Fastberingter Ritterling, auch wenn der Stielkontrast beim

    2 ten etwas weniger stark ausgeprägt ist. Gewachsen sind sie in unmittelbarer Nachbarschaft.

    1

    2




    Unweit davon auch einer aus der Sejunctum -Gruppe

    Tricholoma sejunctum ssl Grüngelber Ritterling ( Geruch deutlich mehlartig)


    Anderer Ort, andere Schwammerl==8


    Bei Weiden für mich ein nicht sehr häufiger Ritterling

    Tricholoma cingulatum Beringter Ritterling


    Und auf zum Totholz

    Klassiker

    Galerina marginata ssl Gifthäubling


    Jetzt wirds speziell

    wie gesagt meist nicht mikroskopiert!

    an liegender Buche

    Inonotus nodulosus Knotiger Schillerporling


    an Zitterpappel ( umgestürzt)

    ein "Perser"

    Inonotus rheades Fuchsroter Schillerporling

    Keine Seten im Hutfilz;)


    Laubholzstumpf

    Oxiporus ravidus cf


    Und

    an Weide

    Trametes multicolor Zonentramete


    Ja, das wars schon mit dem Novemberg:(

    Hoffe ihr habt ein wenig Freude dran


    Grüße

    Felli

  • Salut, Felli!


    Da sind doch einige schicke Funde zusammengekommen, und toll abgebildet auch! :thumbup:

    Tricholoma batschii passt da auf jeden Fall (wobei da vielleicht noch eine weitere Art versteckt ist, die aber nicht so klar abzugrenzen ist).

    Die Tricholoma sejunctum dagegen sieht ungewöhlnich aus mit dieser fast schwarzen Hutmitte, wass aber halt tatsächlich ein Witterungsgedöns sein kann.

    Der Oxyporus sieht schick aus, allerdings wirken die Poren ziemlich fein, was dann eher in richtung Oxyporus populinus weisen könnte - wenn es eine Art der Gattung ist. Solche Porlinge sind leider immer ziemlich mikropflichtig.



    LG; Pablo.

  • Mercy vielmals an Euch

    Die Tricholoma sejunctum dagegen sieht ungewöhlnich aus mit dieser fast schwarzen Hutmitte

    Hi Pablo,

    ja sieht ein bisschen komisch aus,- ist aber so-, kommt evtl vom Frost.

    Der Oxyporus sieht schick aus, allerdings wirken die Poren ziemlich fein, was dann eher in richtung Oxyporus populinus weisen könnte

    danke für den Hinweis, der ist jetzt gar nicht so weit weg von mir, und wenn ich nochmal hinkomme werde ich mir ein Stückchen mitnehmen und unters Mikro legen.

    Ergebnisse -wenns welche gibt- in diesem Kino


    Grüße

    Felli

  • Hallo Felli , Pablo


    Ein paar Bilder von Oxyporus populinus . Mikroskopisch bestimmen . sehr an Fellis Fund ähnlich


    -


    -


    -


    LG beli


    @ Pablo , Grad habe eine Option bei Bilder einfügen gefunden BIS MAXIMAL 20 BILDER GLEICHZEITIG EINFÜGEN . Ist das etwas neues ? Ich habe gleichzeitig diese 3 Bilder von Oxyporus einfügen , es Funktioniert . Das ist Toll . bei große Beitrag bis 50 und mehr Bilder das hilft sehr gut


    LG beli !

  • Hallo, ihr beiden!


    Im Grunde kann man typische (also wenn mit mehrschichtigen / mehrjährigen Fruchtkörpern) Oxyporus populinus schon makroskopisch gut ansprechen.
    Mit so feinen Poren, weicher Konsistenz, hellen Farben und mehrjährigen (oft moos- und algenbewachsenen fruchtkörpern) gibt es kaum noch Verwechslungsmöglichkeiten.

    Die grobporige Oxyporus ravidus (von manachen Autoren nur als pileate Form von Oxyporus corticola verstanden) halte ich schon für ein wenig schwieriger, weil eben normalerweise wohl einjährig und dann halt mit einigen großporigen Arten der Gattungen Oligoporus s.l. und Tyromyces verwechselbar.

    Von Joe hatte ich aus Österreich mal Oxyporus ravidus geschickt bekommen, sah im Exsikat und mikroskopisch dann so aus:






    LG, Pablo.

  • Hallo Felli,


    schöner Beitrag! Der grüngelbe wird wohl eher auf den Namen Sägeblättriger Ritterling (T. viridilutescens) hören. Ich nehme mal an, dass du den bei Nadelbäumen gefunden hast. Ein Detailbild von den Lamellen könnte weiter helfen. Aber man kann auch schon so einiges erkennen. T. sejunctum sollte eigentlich eher bei Laubbäumen vorkommen. Die Gruppe ist allerdings komplex. Bei Nadelgehölzen gibt es auch noch T. arvernense s.l.


    Grüßlis Ingo

  • Hallo Felli, sooo viele Ritterlingsarten, die ich noch nie gesehen habe. Ein schöner Beitrag zum Lernen für mich. Danke für’s Zeigen.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Servus miteinander

    Danke euch für eure Hinweise,

    - ja, man lernt nie aus.

    Der grüngelbe wird wohl eher auf den Namen Sägeblättriger Ritterling (T. viridilutescens) hören.

    Ingo, ich glaube damit könntest du Recht haben.




    So, ich habs heut geschafft ein Stück des Porlings zu holen

    Die Makroskopie:

    Was auffällt ist ein bräunen der unteren Hutränder.

    Konsistenz würd ich als knorpelig beschreiben.

    Am Rand keine bis feinste Poren

    Schnitt


    Bild ist scharf;)

    höchstens bis 3-5 Poren( teils lang gezogen) pro 1 mm


    Zur Mikroskopie

    Monomitsches Hyphensystem, teils dickwandige Hyphen ohne Schnallen

    Sporen 4-5 x 3-4µ ellipsoid, verklebt ( Kongorot)


    Zystiden mit " Häubchen" keinen Kristallschopf gesehen




    Ich finde, das passt irgendwie schon gut zu dem was Pablo vorgestellt hat.

    Deshalb tendiere ich vorerst mal weiterhin zu Oxyporus ravidus.


    Was meint ihr jetzt dazu ?


    Grüße

    Felli

  • Moin!


    Also: Gloeozystiden (die sind teils schwer zu beobachten) hast du nicht gesehen? Weil eine der Zystiden, die du da zeigst, ist schon extrem dickwandig.
    Wenn man über den Schlüssel von Frank Dämmrich (>hier< auf Downloads, dann auf Oxyporus) geht, kommt da noch Oxyporus borealis ins Spiel. Die hatte ich aber selbst noch nie auf dem Tisch, allerdings... "Seltene, boreale Art an Birke"? Das scheint hier ja auch nicht zu passen. Und optisch sieht das schon ganz und gar so aus wie das, was Joe mir mal geschickt hat. Die Bilder vom Frischmaterial gibt's übrigens >hier< zu sehen.
    Also ich meine, trotz der einen arg dickwandigen Zystide sollte das schon ravidus sein.



    LG; Pablo.

  • Hallo.


    Wollte man jetzt ganz arg pingelig sein, könnte man sich noch die Hyphen vom Subikulum (bzw. in dem Fall Kontext nahe der Hutoberseite) angucken, aber ich kann mir hier nix anderes mehr vorstellen, als ein schöner, gut abgesicherter Fund von Oxyporus ravidus. :thumbup:



    LG; Pablo.

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