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letzter Beitrag von Tricholomopsis am

Hallimasch ? Und wenn ja, welcher?

  • Hallo Ihr Lieben,


    gestern fand ich diese Pilze wirklich massenhaft. Ich denke, dies ist Hallimasch, aber wenn ja, dann weiß ich nicht welcher. Fundort war ein Mischwald mit überwiegend Laubbäumen, insbesondere Rotbuche.


    Vielen Dank schon einmal und falls erforderlich, Schnittbilder hätte ich auch noch.


    Liebe Grüße


    Maria




  • Hallo Maria,

    Hallimasch - ja , wobei ich mir beim letzten Bild nicht sicher bin.

    Genaue Art ? müsste ich raten , lass ich aber lieber bleiben.

    Vielleicht hat ja jemand mehr Ahnung.

    Gruß

    Norbert

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    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110+6 APR 2020=116
    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

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  • Servus Maria,


    die ersten schauen sehr nach Armillaria borealis aus - wie war denn das generelle Habitat? Stammt der Fund auch aus dem Altmühltal?! Oder war dort eher eine Kaltluftsenke...?

    Gute Merkmale sind: sehr kleine, unauffällige Hutschüppchen, Stiel wenig flockig, teils fast glatt, Stielbasis nicht angeschwollen, daher dichte Büschel bildend, häufig leichte Gelbtöne im Hut und Ring auch mit Gelbtönen.


    Das letzte Foto zeigt irgendeine Hallimasch-Leiche.


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Servus Maria,


    die ersten schauen sehr nach Armillaria borealis aus -...

    Gute Merkmale sind: ...

    Hallo Christoph,

    ich musste mal wieder an Walter Pätzold denken, dem ich mal ein Hallimsch gebracht habe und er meinte:

    "ohne meinen Ludwig sage ich nichts..."

    Wie oder mit was bestimmt man denn aktuell Hallimasche? Ich habe es zuletzt mit dem Gröger probiert (Ludwig hab ich nicht), aber da blieb bei mir zuletzt immer eine Restunsicherheit wenn ich nicht gerade im Fichtenwald bin. Hinterm Haus im Rasen auf Kirschbaumwurzel zum Beispiel. Wie viel gelb darf es sein... An Pappel in den Rheinauen? Sind die honiggelb?

    viele Grüße

    Alis

  • Servus Alis,


    mit dem Ludwig bestimme ich gar keine Pilze. Ich nutze solche Abbildungswerke, um nach der Bestimmung dort nachzusehen, wie z.B. Ludwig die Art interpretiert. Bei Hallimasch bestimme ich ehrlich gesagt mit Hilfe der Artikel von Helga Marxmüller - wie dem von mir zitierten aus der Mycol. Bav. Gerade in dem Artikel diskutiert sie untypische Funde und deren Abgrenzung zu den Nachbararten. Sehr hilfreich.

    Armillaira mellea s.str. ist wirklich gar kein Problem, weder makroskopisch noch mikroskopisch. Wenn du Fotos deiner honiggelben an Pappel aus den Rheinauen zeigst, dann kann ich möglicherweise was dazu sagen (wenn die ausschlaggebenden Merkmale dort zu sehen sind). Ohne Foto nur wegen Fundort und Substrat kann ich logischerweise gar nichts sagen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo Christoph,

    du magst mir nachsehen, dass ich die MycBav nicht abboniert habe. Mir ist es einfach schlicht weg zu viel, zu allem und jedem alle erdenkliche Literatur zu haben. Tatsächlich habe ich auf meinem Rechner einen Artikel von Romagnesi und Marxmüller von 1983 gefunden. Dürfte nicht der aktuellste sein. Das Problem bei mir ist aber oft, dass ich den Fund den Beschreibungen nicht immer eindeutig zuordnen kann. Sei's drum.

    Die Hallimasche am Rhein waren schon vor drei Jahren. Damals massenhaft - flächendeckend. Und ich bei schlechtem Licht unterweges.

    Leider kein wirklich gutes Foto, vieleicht reicht es ja. Ich tippe hier schon auf mellea. Hatte auch schon was zwiebelfüßiges in der Gegend.

    Gruß Alis


  • Servus Alis,


    mir ging es gar nicht um ein Mycol.-Bav.-Abo, sondern nur um die Beantwortung deiner Frage (insofern habe ich größte Nachsicht, wobei diese gar nicht nötig ist). Der Artikel selbst lohnt sich aber - wenn du dich für Hallimasch interessierst, solltest du dit den bei Gelegenheit organisieren. Man kann ja kopieren und/oder scannen. Das Heft ist eh vergriffen bzw. fast vergriffen - wegen des Hallimasch-Artikels.

    Dein Hallimasch sieht schon sehr nach Armillaria mellea aus. Was man nicht sieht sind die Stielbasen, die bei A. mellea s.str. ausspitzen, also nach unten immer dünner werden, was besonders dichte Büschel ermöglicht. Die winzigen Schüppchen am Hut sind sehr dunkel und v.a. auf die Mitte konzentriert.


    Passt also alles. Und da die Art sehr wärmeliebend ist, fühlt sie sich bei dir pudelwohl.


    Liebe Grüße,

    Christoph

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