auch mein Hauswald wird seit vielen Jahren regelmäßig gekalkt. Was auffällt, ist eine Zunahme an nährstoffliebender Bodenvegetation wie Brom- und Himbeeren, Brennnesseln, Weidenröschen. Auch die Funga hat sich verändert, zB werden viele Mykorrhiza-Pilze seltener während Saprophyten häufiger auftreten. Bei den Moosen und Flechten gibt es ebenfalls Veränderungen.
Eine Diskussion zum Thema gab es 2009 im Forum PilzePilze. Hier zum Nachlesen.
Den im Zeitungsausschnitt erwähnten Artikel von Prof. Reif füge ich an. Er ist sehr ausführlich. Wichtig für uns ist u.a. der Punkt 6.2, Biozönotische Folgen der Kalkung.
Mit Haindling, S.T.S., Wolfgang Ambros und dem Philipp Poisel gab es in letzter Zeit doch recht viel regionale Musik in diesem Forum. Was ich durchaus begrüße!
Was an regionaler Musik noch fehlt, sind weite Felder des ostdeutschen Rocks! Also Rockmusik aus dem Osten Deutschlands, als dieser Teil des Landes noch DDR hieß! Und solche Musik gab es bereits vor mehr als 50 Jahren!
Und die Szene musste sich nicht verstecken.
Immerhin habe ich 33 Jahre in dieser Deutschen Demokratischen Republik gelebt, wo es ab den 1970er Jahren auch eine wahrnehmbare Rockmusikszene gab. Da alles Englische verpönt war, mussten sich die Bands seltsame Namen geben, die oft auf die Namen der Bandleader oder Gruppenmitglieder zurückgingen. Um im Radio gespielt zu werden, sollten die Texte natürlich auch deutsch sein. Da man im Gegensatz zu den englischen Texten diese nunmehr auch verstand, zeichneten oft Lyriker dafür verantwortlich.
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oder Bayons „Stell Dich mitten in den Regen“ (vom wiederentdeckten Wolfgang Borchert) sind nur zwei Beispiele von vielen.
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Eine der wichtigsten Bands war zweifellos die ursprünglich bereits 1958 gegründete Klaus-Renft-Combo.
Der Obrigkeit von Anfang an ein Dorn im Auge, für die Fans Kult! Keine DDR-Rockband der 1970er polarisierte so wie diese Band, die sich später einfach Renft nannte. Viele der alten Lieder sind heute für die, die damit großgeworden sind, schlichtweg Klassiker. Später hinterfragte die Band mit ihren Liedern immer kritischer das DDR-Regime, was letztlich zu einem Auftrittsverbot führte. 1975 wurde die Gruppe schließlich von sogenannten „Kulturpolitikern“ als „nicht mehr existent“ erklärt.
Erst am Wochenende haben mir meine Freunde der regionalen Band „Turtle Brain“ während eines denkwürdigen Auftrittes in unserem Dorf wieder bewusst gemacht, welch großartige und zeitlose Lieder Renft vor nahezu 50 Jahren schrieben!
Mit wunderbaren Coverversionen solch großartiger Songs wie Trug sie Jeans, Als ich wie ein Vogel war, Zwischen Liebe und Zorn, Gänselieschen, Apfeltraum oder Cäsars Blues hatten sie das Publikum sofort auf ihrer Seite. Danke für diesen Abend, Andreas, Jani & Daniela!
Ein legendäres, erst kürzlich von mir entdecktes Film-Dokument, möchte ich Euch im folgenden vorstellen. Es handelt sich um einen Life-Mitschnitt eines Renft-Auftrittes um 1974 während der DDR-Rocksendung „Rund“. Wundert Euch nicht über das merkwürdige Publikum. Das war offensichtlich von der „Stasi“ ausgewählt und wusste mit den Songs absolut nichts anzufangen. Wahre Fans wären mit langen Haaren, Jeans und Parka gekommen und hätten den Laden vermutlich zerlegt! Aber das durfte natürlich im Fernsehen der DDR nicht stattfinden.
So, nun aber endlich Musik.
Hier sind Klaus „Renft“ Jentzsch (†2006), Thomas „Monster“ Schoppe, Peter „Cäsar“ Gläser (†2008), Christian „Kuno“ Kunert, Peter „Pjotr“ Kschentz (†2005) und Jochen Hohl. Was für Typen, welch geniale Mugge!
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Und natürlich darf der „Apfeltraum“ nicht fehlen. Hier die Studiofassung von ihrer ersten LP.
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So, das war ganz schön viel „off topic“. Wer mag, kann sich gern darauf einlassen.
Demnächst gibt es auch wieder Pilze und Naturfotos von mir. Versprochen!
Für eine genaue Bestimmung muss man das ganze Programm durchziehen. Untersuchung des Velums, der Basidien, der Cheilo- und Pleurozystiden, evtl. auch Hutdeckschicht und Stielbekleidung.
Einen Film, den ich als durchweg gelungen einschätze.
Ich möchte unkommentiert einige Sätze zitieren, die mich sehr nachdenklich machten.
Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden.
"In den vergangenen Jahrzehnten wurden in Deutschland fast eine Million Hektar Grünland umgebrochen, also in Acker verwandelt.
Wird die Artenvielfalt mit den Wiesen einfach untergepflügt?
Die staatliche Förderung der Stromgewinnung aus Biogas war für viele ein Anreiz, ihre Wiesen zu opfern.
Auf 2,5 Millionen ha werden heute 'Energiepflanzen' angebaut, allen voran Mais."
"Erneuerbare Energien sind die Alternative zum Raubbau an fossilen Energieträgern.
Aber Wiesen umzupflügen und anstelle von Lebensmitteln 'Futter' für Biogasanlagen anzubauen, darf keine Lösung für große Flächen sein.
Immerhin, die Subventionen laufen aus und heute wird kaum noch Grünland in Acker verwandelt."
"Noch existieren fast 5 Millionen ha Wiesen in Deutschland..."
"In Deutschland fallen Urin und Kot von mehr als 10 Millionen Rindern und fast 30 Millionen Schweinen an.
Jedes Jahr!
Das ergibt etwa 200 Millionen Tonnen Gülle, die auf Feldern und Wiesen landen.
20 Badewannen voll je menschlichem Einwohner.
Auf die erste Güllegabe, die die Wiese erhält, erfolgt ein Massensterben. Die Pilze verenden als erstes.
Nicht nur die bunten Saftlinge.
Auch die unsichtbaren unterirdischen Pilzgeflechte, die mit vielen Wiesenpflanzen in Symbiose leben, geben auf.
Jetzt sterben Orchideen, Enziane und andere Kostbarkeiten ab."
"Die Gülle bleibt nicht einmal zur Gänze auf der Wiese. Als Ammoniak entweicht ein Teil in die Luft und trägt zur Düngung der Landschaft abseits der Wiese bei.
Und sie belastet unsere Gewässer. Das Grundwasser, die Seen, die Bäche."
Wir müssen uns nicht wundern, dass die Anzahl und Vielfalt der Wiesenpilze, ~pflanzen und ~vögel rapide zurückgeht.
Dass die Insekten immer weniger werden.
Wir müssen uns ändern, um zur Artenvielfalt von einst wieder zurückzukehren.
Oha! Das paßt schon recht gut auf meinen Achtzeller von neuerdings mit Sporenmaßen von 50-58µm x 11-15µm, der Form und dem Substrat.
Ja, daran dachte ich auch sofort, Sigrid!
Nun schrieb René allerdings:
"Another reason that leads us to let you know Preussia octosymmetrica is that Sigridj often sends 8 celled Sporormiella, one of the last of which has a spore quite similar to ours, but it is not the same!"
Man müsste natürlich beide Aufsammlungen vergleichen!
In den 1960ern unterwegs mit seiner Band "Siren", wurde er nach dem Tod von Jim Morrison als dessen Nachfolger bei den Doors gehandelt. Vielleicht ist es ganz gut, dass es dazu nicht gekommen ist. Sich einer Band unterzuordnen, dazu war wohl einfach zu individuell.
1986 erlebte ich ihn live in der Dresdener "Garde", der größten Freilichtbühne der Stadt. Nachdem MCB, eine der angesagtesten Metalbands der DDR eröffnet hatte, enterte er schließlich die Bühne mit dem Satz "I hate heavy metal!" Die Metalfans feierten ihn dafür frenetisch (konnten die kein englisch?) und verließen bereits während seines ersten Songs panikartig das Gelände. Für mich war es eines der Konzerte, die man nie vergisst, mit vielen Songs meiner Lieblingsscheibe "Millionaires & Teddy Bears".
Einen davon gibt es in einer remasterten Version an dieser Stelle.
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Der von Dir vermutete Coprinopsis patouillardii hat keine Pileozystiden, die gut auf Deinem letzten Bild zu sehen sind.
Auch zerfließt er bei Reife. Du zeigst hingegen einen Tintling der Sektion Setulosi, welcher bei Reife welkt. Damit bist Du in der Gattung Coprinellus. Infrage kommen mehrere Arten. Ich vermute eine Species aus dem Umfeld um Coprinellus impatiens. Ohne Mikroskopie ist die Art nicht bestimmbar.
Übrigens werden bei 123 Pilze unter dem von Dir verlinkten Portrait des "Eintagstintlings" wenigstens zwei Arten vorgestellt.
Ich vermute sogar drei!
Die gute Nachricht, Coprinopsis patouillardii ist wahrscheinlich auch mit dabei.
Die schlechte Nachricht, nur wer die Art kennt kann sie auch erkennen!
Wer Mut und Lust auf etwas eher schräg-modernes hat, mag mich gern begleiten.
Am 06.Juni spielte der österreichische Weltklassepercussionist Martin Grubinger mit seinem großartigen Percussive Planet Ensemble wieder einmal in Dresden.
Und es waren 2,5 Sternstunden, die mitzuerleben ich das Glück hatte.
Man stelle sich fünf Percussionisten vor, die auf allen denkbaren und undenkbaren Schlaginstumenten ein einzigartiges Feuerwerk abbrannten.
Dazu noch einen Pianisten, der gleichzeitig Arrangeur einiger Stücke ist.
Weltklasse ist untertrieben!
Hier das Programm.
Um Euch einen visuellen Eindruck dieses Jahrhundertkonzertes zu vermitteln, habe ich aus einigen Bildern, die mir freundlicherweise mein Freund Peter zur Verfügung gestellt hat, eine kleine Collage gebastelt. Danke an dieser Stelle an Dich, Peter!
In der Sendung "Klick-Klack" des BR-Kultur vom 11.05.2022 gewährt uns Martin Einblicke zu den Proben eines Konzertes in Heidelberg, das inhaltlich identisch mit dem von Dresden ist. Beginnend ab 19:05 bis zum Schluss ca. 10 Minuten später könnt Ihr wenigstens eine kleinen Eindruck bekommen.
Wen es interessiert.
Noch ist Martin Grubinger auf Tour. Wer einen der Termine wahrnehmen kann, sollte das unbedingt tun.
Denn im nächsten Jahr wird er 40 und dann mit den Konzerten aufhören!
Vielen Dank für die ausführliche Antwort, Matthaeus!
Aufgrund der genannten Maße und der zwei polaren Gelkappen an den Sporenbündeln habe ich nunmehr keine Zweifel an Saccobolus quadrisporus.
Sehr schön kann man die Gelkappen auf den Bildern 4 und 5 sehen!
Ein weiteres charakteristisches Merkmal für quadrisporus ist wohl die Tatsache, dass die Außenseite der Sporen aus kräftigen nahezu zusammenfließenden Warzen besteht, während die durch eine weißliche Linie deutlich getrennte Innenseite nahezu glatt ist. Auf Bild 3 kann man das schön sehen.
Habe über Ascofrance.com gerade die Arbeit von Dissing (1987) entdeckt, wo er drei viersporige Saccobolus-Arten vorstellt.
Zumindest mit Saccobolus groenlandicus ist eine dem Saccobolus quadrisporus nahestehende Art dabei.
Laut Dissing waren 1987 mit dem Typus (1900) und einem Fund von Eckblad (1968) gerade einmal zwei Funde von quadrisporus bekannt.
Er nennt ein Beispiel von 1983, wo sich während einer Studie auf Grönland 18 von 20 Saccobolus-Aufsammlungen an Weißwangengans-Dung als groenlandicus herausstellten, und lediglich zwei als quadrisporus. Zumindest da scheint also groenlandicus häufiger zu sein!
Hast Du die Asci-, Cluster- und Sporenmaße mit groenlandicus verglichen?
Leider nennst Du die Maße nicht und der Skala will ich nicht so recht trauen.
vor kurzem erreichte mich eine sehr nette und interessante E-Mail von René Chalange, dem Vizepräsidenten der Mykologischen Gesellschaft Frankreichs.
Gemeinsam mit Marie-Paule Vigneron hat er 2017 in ihrem Verbandsorgan (Bulletin la Société mycologique de France) eine achtzellige Sporormiella beschrieben.
Aufgrund bevorstehender Veröffentlichungen wurde die Art als Preussia publiziert, was ich hier nicht weiter diskutieren möchte.
Er verbuchte den Fund unter "Anfängerglück", worauf ich antwortete, dass es das schöne an unserem speziellen Hobby ist, immer wieder überraschende Funde zu machen.
Da diese Arbeit nicht einfach zu finden ist, hat René sie mir geschickt und mir nachdrücklich erlaubt, sie im Pilzforum.eu zu verlinken!
Die beiden Autoren beschäftigen sich seit ca. fünf Jahren mit coprophilen Pilzen und erwähnen ausdrücklich, dass das Dungpilzforum eine wichtige Inspiration für sie ist.
Natürlich habe ich sie eingeladen, gemeinsam mit uns unbestimmte und interessante Funde in diesem Forum zu diskutieren.
Liebe Grüße vom Nobi
PS. Von der Sporenform steht die Art kürzlich von Sigrid gezeigten Funden nahe, unterscheidet sich aber durch konstant achtzellige Sporen.