Beiträge von nobi_†

    Da tappe ich immer noch im Dunkeln, Felli! :(


    Mit Arnium absimile gibt es eine 256-sporige Art, deren Sporen keine oder im jungen Stadium maximal rudimentäre Anhängsel haben.

    Allerdings soll die Art kräftige Haarbüschel besitzen, die Sporen werden mit 18-23 x 11-12 und ohne Septen angegeben.

    Beschrieben als Podospora absimilis von Cain in Can. J. Bot. 40, 1962.


    Desweiteren gibt es mit Arnium apiculatum eine septiertsporige Art mit ähnlichen Anhängseln, allerdings 8-sporig und mit deutlich größeren Sporen.


    LG, Nobi

    Danke, ich war dort und es war wirklich mit maximalen Erfolgen gesegnet, so viel Neues auf einmal hatte ich noch nicht in einem Tropenhaus.

    Super, Matthias! :)

    Ich hatte mich fast schon entschlossen, spontan ebenfalls dahin zu fahren. Für eine gemeinsame Tropenhausrunde.

    Aber gut 220 km und fast 3 Stunden Fahrzeit (eine Strecke!) war mir dann doch zuviel.

    Werde mich wieder melden

    Das will ich gern hoffen, und ich bin bereits äußerst gespannt auf die Ergebnisse.


    LG, Nobi

    In Abwägung der Merkmale zwischen den am nächsten stehenden Arten würde ich hier Ascobolus stictoideus zu sagen wollen!

    Das ist auch meine Meinung, Hans! :thumbup:

    Als Verwechslungskandidat kommt eigentlich nur Ascobolus degluptus infrage, mit deutlich ablösendem Perispor.

    Beide Arten haben wir bereits mehrmals in diesem Forum diskutiert.

    weitere Arten folgen!

    Ich bin gespannt und freue mich bereits darauf! :)


    LG, Nobi

    Hallo Felli.

    Was meint ihr?

    Hmmm? :rolleyes:

    Über vielsporige Arnium-Arten haben wir ja in dieser Runde wenigstens zweimal diskutiert.

    Arnium leporinum cf...

    Arnium japonense


    Leider gibt es von meiner Seite seitdem keine neuen Erkenntnisse. :(


    Interessant und neu in dem Zusammenhang sind die septierten Sporen, die allerdings nur einen gewissen Anteil ausmachen.

    Ungewöhnlich sind auch die Größenunterschiede der einzelnen Sporen.

    Wie sehen denn die Anhängsel aus? Sind die eher unscheinbar knubbelig oder langgezogen? Kann ich anhand der Bilder nicht deuten.


    Spannend allemal, für mich leider im Moment nicht lösbar.


    LG, Nobi

    Schräges Teil, Steffen!

    Sehr wahrscheinlich etwas exotisches, was ich noch nie gesehen habe. ==Gnolm5

    Was könnte das sein, ich bin ehrlich und gebe zu, das ich recht im Dunklen stehe.

    Nicht nur Du! :D

    Ich finde übrigens die Idee von Raphael gar nicht so schlecht!

    Auf die Auflösung bin ich gespannt (falls es eine gibt).


    LG, Nobi

    Nach meiner Bestimmung müsste das Pilaira dimidiata sein!

    Das sehe ich auch so, Hans! :thumbup:

    Ich kenne die Art nicht, habe aber aufgrund der winzigen Sporangiophore und der Sporengröße keine Zweifel!

    Bisher fand ich nur Pilaira anomala und moreaui, diese mit deutlich größeren Sporenträgern und abweichenden Sporenmaßen.


    Ja, Gänsekot birgt sicher noch einige Überraschungen!

    Sollte man sich öfter einmal ansehen, so man die Gelegenheit dazu hat.


    LG, Nobi

    Hallo Schrumz,


    auch mein Hauswald wird seit vielen Jahren regelmäßig gekalkt. Was auffällt, ist eine Zunahme an nährstoffliebender Bodenvegetation wie Brom- und Himbeeren, Brennnesseln, Weidenröschen. Auch die Funga hat sich verändert, zB werden viele Mykorrhiza-Pilze seltener während Saprophyten häufiger auftreten. Bei den Moosen und Flechten gibt es ebenfalls Veränderungen.


    Eine Diskussion zum Thema gab es 2009 im Forum PilzePilze. Hier zum Nachlesen.


    Den im Zeitungsausschnitt erwähnten Artikel von Prof. Reif füge ich an. Er ist sehr ausführlich. Wichtig für uns ist u.a. der Punkt 6.2, Biozönotische Folgen der Kalkung.

    Waldkalkung - Bodenschutz contra Naturschutz_Reif et al., 2014.pdf


    LG, Nobi

    Mit Haindling, S.T.S., Wolfgang Ambros und dem Philipp Poisel gab es in letzter Zeit doch recht viel regionale Musik in diesem Forum. Was ich durchaus begrüße! :thumbup:


    Was an regionaler Musik noch fehlt, sind weite Felder des ostdeutschen Rocks! Also Rockmusik aus dem Osten Deutschlands, als dieser Teil des Landes noch DDR hieß! Und solche Musik gab es bereits vor mehr als 50 Jahren!


    Und die Szene musste sich nicht verstecken.


    Immerhin habe ich 33 Jahre in dieser Deutschen Demokratischen Republik gelebt, wo es ab den 1970er Jahren auch eine wahrnehmbare Rockmusikszene gab. Da alles Englische verpönt war, mussten sich die Bands seltsame Namen geben, die oft auf die Namen der Bandleader oder Gruppenmitglieder zurückgingen. Um im Radio gespielt zu werden, sollten die Texte natürlich auch deutsch sein. Da man im Gegensatz zu den englischen Texten diese nunmehr auch verstand, zeichneten oft Lyriker dafür verantwortlich.

    „Am Fenster“ von City (H. M. Rauchfuß),


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    und hier in der Fassung von Deine Lakaien


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    oder Bayons „Stell Dich mitten in den Regen“ (vom wiederentdeckten Wolfgang Borchert) sind nur zwei Beispiele von vielen.


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    Eine der wichtigsten Bands war zweifellos die ursprünglich bereits 1958 gegründete Klaus-Renft-Combo.


    Der Obrigkeit von Anfang an ein Dorn im Auge, für die Fans Kult! Keine DDR-Rockband der 1970er polarisierte so wie diese Band, die sich später einfach Renft nannte. Viele der alten Lieder sind heute für die, die damit großgeworden sind, schlichtweg Klassiker. Später hinterfragte die Band mit ihren Liedern immer kritischer das DDR-Regime, was letztlich zu einem Auftrittsverbot führte. 1975 wurde die Gruppe schließlich von sogenannten „Kulturpolitikern“ als „nicht mehr existent“ erklärt.


    Erst am Wochenende haben mir meine Freunde der regionalen Band „Turtle Brain“ während eines denkwürdigen Auftrittes in unserem Dorf wieder bewusst gemacht, welch großartige und zeitlose Lieder Renft vor nahezu 50 Jahren schrieben!



    Mit wunderbaren Coverversionen solch großartiger Songs wie Trug sie Jeans, Als ich wie ein Vogel war, Zwischen Liebe und Zorn, Gänselieschen, Apfeltraum oder Cäsars Blues hatten sie das Publikum sofort auf ihrer Seite. Danke für diesen Abend, Andreas, Jani & Daniela!


    Ein legendäres, erst kürzlich von mir entdecktes Film-Dokument, möchte ich Euch im folgenden vorstellen. Es handelt sich um einen Life-Mitschnitt eines Renft-Auftrittes um 1974 während der DDR-Rocksendung „Rund“. Wundert Euch nicht über das merkwürdige Publikum. Das war offensichtlich von der „Stasi“ ausgewählt und wusste mit den Songs absolut nichts anzufangen. Wahre Fans wären mit langen Haaren, Jeans und Parka gekommen und hätten den Laden vermutlich zerlegt! Aber das durfte natürlich im Fernsehen der DDR nicht stattfinden.


    So, nun aber endlich Musik.


    Hier sind Klaus „Renft“ Jentzsch (†2006), Thomas „Monster“ Schoppe, Peter „Cäsar“ Gläser (†2008), Christian „Kuno“ Kunert, Peter „Pjotr“ Kschentz (†2005) und Jochen Hohl. Was für Typen, welch geniale Mugge!


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    Und natürlich darf der „Apfeltraum“ nicht fehlen. Hier die Studiofassung von ihrer ersten LP.


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    So, das war ganz schön viel „off topic“. Wer mag, kann sich gern darauf einlassen.

    Demnächst gibt es auch wieder Pilze und Naturfotos von mir. Versprochen!


    LG, Nobi

    Segnest mir den als Coprinopsis patouillardii ab?

    Nein, Peter, das ist nicht Coprinopsis patouillardii.

    Dieser hat deutlich herzförmige bis fünfeckige Sporen. Siehe folgendes Portrait.

    Coprinopsis patouillardii (A. Melzer).pdf


    Welchen Pilz Du zeigst, kann ich anhand der Bilder nicht sagen. Die Sporen könnten zu Coprinellus impatiens passen

    Vergleiche mal mit der Pilzflora-Ehingen.

    Für eine genaue Bestimmung muss man das ganze Programm durchziehen. Untersuchung des Velums, der Basidien, der Cheilo- und Pleurozystiden, evtl. auch Hutdeckschicht und Stielbekleidung.


    LG, Nobi

    Auch ich habe mir diesen Film angesehen.

    Einen Film, den ich als durchweg gelungen einschätze.

    Ich möchte unkommentiert einige Sätze zitieren, die mich sehr nachdenklich machten.

    Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden.


    "In den vergangenen Jahrzehnten wurden in Deutschland fast eine Million Hektar Grünland umgebrochen, also in Acker verwandelt.

    Wird die Artenvielfalt mit den Wiesen einfach untergepflügt?

    Die staatliche Förderung der Stromgewinnung aus Biogas war für viele ein Anreiz, ihre Wiesen zu opfern.

    Auf 2,5 Millionen ha werden heute 'Energiepflanzen' angebaut, allen voran Mais."


    "Erneuerbare Energien sind die Alternative zum Raubbau an fossilen Energieträgern.

    Aber Wiesen umzupflügen und anstelle von Lebensmitteln 'Futter' für Biogasanlagen anzubauen, darf keine Lösung für große Flächen sein.

    Immerhin, die Subventionen laufen aus und heute wird kaum noch Grünland in Acker verwandelt."


    "Noch existieren fast 5 Millionen ha Wiesen in Deutschland..."


    "In Deutschland fallen Urin und Kot von mehr als 10 Millionen Rindern und fast 30 Millionen Schweinen an.

    Jedes Jahr!

    Das ergibt etwa 200 Millionen Tonnen Gülle, die auf Feldern und Wiesen landen.

    20 Badewannen voll je menschlichem Einwohner.

    Auf die erste Güllegabe, die die Wiese erhält, erfolgt ein Massensterben. Die Pilze verenden als erstes.

    Nicht nur die bunten Saftlinge.

    Auch die unsichtbaren unterirdischen Pilzgeflechte, die mit vielen Wiesenpflanzen in Symbiose leben, geben auf.

    Jetzt sterben Orchideen, Enziane und andere Kostbarkeiten ab."


    "Die Gülle bleibt nicht einmal zur Gänze auf der Wiese. Als Ammoniak entweicht ein Teil in die Luft und trägt zur Düngung der Landschaft abseits der Wiese bei.

    Und sie belastet unsere Gewässer. Das Grundwasser, die Seen, die Bäche."


    Wir müssen uns nicht wundern, dass die Anzahl und Vielfalt der Wiesenpilze, ~pflanzen und ~vögel rapide zurückgeht.

    Dass die Insekten immer weniger werden.

    Wir müssen uns ändern, um zur Artenvielfalt von einst wieder zurückzukehren.


    Liebe, nachdenkliche Grüße vom Nobi




    Oha! Das paßt schon recht gut auf meinen Achtzeller von neuerdings mit Sporenmaßen von 50-58µm x 11-15µm, der Form und dem Substrat.

    Ja, daran dachte ich auch sofort, Sigrid! :thumbup:

    Nun schrieb René allerdings:


    "Another reason that leads us to let you know Preussia octosymmetrica is that Sigridj often sends 8 celled Sporormiella, one of the last of which has a spore quite similar to ours, but it is not the same!"


    Man müsste natürlich beide Aufsammlungen vergleichen!


    LG, Nobi



    Kennt jemand noch Kevin Coyne ?

    Und ob! :thumbup:

    In den 1960ern unterwegs mit seiner Band "Siren", wurde er nach dem Tod von Jim Morrison als dessen Nachfolger bei den Doors gehandelt. Vielleicht ist es ganz gut, dass es dazu nicht gekommen ist. Sich einer Band unterzuordnen, dazu war wohl einfach zu individuell.

    1986 erlebte ich ihn live in der Dresdener "Garde", der größten Freilichtbühne der Stadt. Nachdem MCB, eine der angesagtesten Metalbands der DDR eröffnet hatte, enterte er schließlich die Bühne mit dem Satz "I hate heavy metal!" Die Metalfans feierten ihn dafür frenetisch (konnten die kein englisch?) und verließen bereits während seines ersten Songs panikartig das Gelände. Für mich war es eines der Konzerte, die man nie vergisst, mit vielen Songs meiner Lieblingsscheibe "Millionaires & Teddy Bears".

    Einen davon gibt es in einer remasterten Version an dieser Stelle.


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    Und Haindling ist sowieso Legende

    Lokal, würde ich mal sagen.

    Den kennt hier im deutschen Osten niemand wirklich.

    Ich beschäftige mich nun wirklich viel mit Musik und kenne den eigentlich nur dem Namen nach.


    LG, Nobi

    Passt Eintagstintling?

    Nein, passt leider nicht, Christine.

    Der von Dir vermutete Coprinopsis patouillardii hat keine Pileozystiden, die gut auf Deinem letzten Bild zu sehen sind.

    Auch zerfließt er bei Reife. Du zeigst hingegen einen Tintling der Sektion Setulosi, welcher bei Reife welkt. Damit bist Du in der Gattung Coprinellus. Infrage kommen mehrere Arten. Ich vermute eine Species aus dem Umfeld um Coprinellus impatiens. Ohne Mikroskopie ist die Art nicht bestimmbar.


    Übrigens werden bei 123 Pilze unter dem von Dir verlinkten Portrait des "Eintagstintlings" wenigstens zwei Arten vorgestellt.

    Ich vermute sogar drei!

    Die gute Nachricht, Coprinopsis patouillardii ist wahrscheinlich auch mit dabei. :D

    Die schlechte Nachricht, nur wer die Art kennt kann sie auch erkennen! ;)

    Also, 123 Pilze sollte man nicht blind vertrauen.


    LG, Nobi

    Mal etwas ganz anderes.

    Wer Mut und Lust auf etwas eher schräg-modernes hat, mag mich gern begleiten.


    Am 06.Juni spielte der österreichische Weltklassepercussionist Martin Grubinger mit seinem großartigen Percussive Planet Ensemble wieder einmal in Dresden.

    Und es waren 2,5 Sternstunden, die mitzuerleben ich das Glück hatte.

    Man stelle sich fünf Percussionisten vor, die auf allen denkbaren und undenkbaren Schlaginstumenten ein einzigartiges Feuerwerk abbrannten.

    Dazu noch einen Pianisten, der gleichzeitig Arrangeur einiger Stücke ist.

    Weltklasse ist untertrieben!


    Hier das Programm.



    Um Euch einen visuellen Eindruck dieses Jahrhundertkonzertes zu vermitteln, habe ich aus einigen Bildern, die mir freundlicherweise mein Freund Peter zur Verfügung gestellt hat, eine kleine Collage gebastelt. Danke an dieser Stelle an Dich, Peter!



    In der Sendung "Klick-Klack" des BR-Kultur vom 11.05.2022 gewährt uns Martin Einblicke zu den Proben eines Konzertes in Heidelberg, das inhaltlich identisch mit dem von Dresden ist. Beginnend ab 19:05 bis zum Schluss ca. 10 Minuten später könnt Ihr wenigstens eine kleinen Eindruck bekommen.


    Wen es interessiert.

    Noch ist Martin Grubinger auf Tour. Wer einen der Termine wahrnehmen kann, sollte das unbedingt tun.

    Denn im nächsten Jahr wird er 40 und dann mit den Konzerten aufhören!


    LG, Nobi

    Hallo Florian,


    leider kenne ich mich in der Gattung Microascus nicht gut aus, bisher fand ich lediglich M. longirostris. :(

    Nun sind die +/- hörnchenförmigen Sporen ziemlich speziell und Dein Gattungsvorschlag ist sicher eine gute Idee!

    Wenn man die Arbeit von Barron, Cain & Gilman (1961) zurate zieht, scheint Microascus albo-nigrescens ein möglicher Name.

    Hier passen sowohl Sporenform und ~größe ganz gut, als auch die papillaten Perithecien.

    Perithecien ohne ausgeprägten Hals, aber mit erkennbarer Mündung

    Auch vereinzelte, bis 40 µm lange Seta werden erwähnt.

    Seta sind auf Deinen Bildern zu sehen, über die Länge kann man natürlich nur spekulieren.

    Hier der genannte Artikel zum Nachlesen.

    Microascus, the genus_Barron, Cain & Gilman, Can. J. Bot. 39, 1961.pdf


    Während im "Index Fungorum" Microascus albonigrescens (Sopp) Curzi als gültiger Name genannt wird,

    führen Sandoval-Denis et. al. die Art als ausgeschlossene bzw. zweifelhafte Species.

    Microascus, Scopulariopsis and allied genera_Sandoval-Denis et al., Persoonia 36, 2016.pdf


    Mehr kann ich leider nicht zur "Erhellung" beitragen, aber vielleicht helfen Dir meine Überlegungen ein wenig weiter.

    Danke für diese wiederum sehr interessante Anfrage! :thumbup:


    LG, Nobi

    Mehr gibt es nicht zu berichten und es macht wirklich keinen Spaß stundenlang durch die Botanik zu laufen und kaum etwas zu finden.

    Na, das ist ja wieder einmal maßlos untertrieben, lieber Jörg!

    Kaum etwas zu finden... ==Gnolm5

    Ich habe dieses Jahr noch keinen "richtigen" Pilz entdeckt - und um die Ziegelroten beneide ich Dich besonders.

    Vielleicht klappt es dieses Jahr mal mit einem Treffen bei uns beiden.

    Sagt rechtzeitig Bescheid. In einer knappen Stunde könnte ich da sein. ;)


    LG, Nobi

    Hallo Anna und erst einmal willkommen im Pilzforum.eu. :)

    Das sieht ziemlich nach Melanoleuca verrucipes aus.

    Der Meinung bin ich auch, auf deutsch heißt der Pilz Raustiel-Weichritterling.

    Typischerweise sollte der Stiel deutlich braunschuppig sein. Vielleicht kannst Du das noch überprüfen.

    Ich hatte die Art im Vorjahr hier vorgestellt.


    Das ist natürlich keine Essensfreigabe, da Dein Pilz anhand der Bilder nicht sicher bestimmbar ist.

    Es könnte durchaus auch ein anderer weißlicher Weichritterling sein.


    LG, Nobi

    Auch ich wünsche Dir alles Gute, liebes Habichtla.

    Hab' ein glückliches und in jeder Hinsicht sonniges Jahr. :)

    Ich war vor kurzem im Bierparadies und habe etwas zum Anstoßen mitgebracht.

    Du darfst gern zugreifen.



    LG, Nobi

    Lieber Nobi,

    die Aufnahmen sind traumhaft schön gelungen.

    Ich danke allen für die Likes und Dir, Karl für Deine netten Worte! :)

    Wie immer ist da eine Prise Zufall dabei. Ich sah das ungleiche Paar, als ich unterwegs in den Keller war.

    Sofort umgekehrt und meine kleine TG6 geholt, die Nahfunktion eingestellt und dann braucht es halt etwas Geduld und Glück.

    Hier noch ein letztes Bild als Bonus, mehr kann ich aus der "Kleinen" nicht herausholen.



    LG, Nobi

    Heute auf dem hölzernen Handlauf unseres Außengeländers gesehen.

    Zebraspringspinne (Salticus scenicus) mit Beute.

    Achtung: Nichts für schwache Nerven! ;)





    LG, Nobi

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort, Matthaeus! :)


    Aufgrund der genannten Maße und der zwei polaren Gelkappen an den Sporenbündeln habe ich nunmehr keine Zweifel an Saccobolus quadrisporus.

    Sehr schön kann man die Gelkappen auf den Bildern 4 und 5 sehen!

    Ein weiteres charakteristisches Merkmal für quadrisporus ist wohl die Tatsache, dass die Außenseite der Sporen aus kräftigen nahezu zusammenfließenden Warzen besteht, während die durch eine weißliche Linie deutlich getrennte Innenseite nahezu glatt ist. Auf Bild 3 kann man das schön sehen.

    Was mich verwundert, ist der Rinderdung.

    Das ist in der Tat merkwürdig. Nun zumindest gibt es auf den Rieselfelder von Münster auch Weißwangen- und Kanadagänse.

    Möglicherweise kam der Saccobolus ursprünglich ja auf dem Gänsekot vor und ist von diesem Substrat auf den Rinderdung "übergewechselt"?

    Aber das ist natürlich lediglich eine Spekulation.


    LG, Nobi

    Hallo Matthaeus,


    ich muss da nochmal nachhaken.

    Habe über Ascofrance.com gerade die Arbeit von Dissing (1987) entdeckt, wo er drei viersporige Saccobolus-Arten vorstellt.

    Zumindest mit Saccobolus groenlandicus ist eine dem Saccobolus quadrisporus nahestehende Art dabei.


    Laut Dissing waren 1987 mit dem Typus (1900) und einem Fund von Eckblad (1968) gerade einmal zwei Funde von quadrisporus bekannt.

    Er nennt ein Beispiel von 1983, wo sich während einer Studie auf Grönland 18 von 20 Saccobolus-Aufsammlungen an Weißwangengans-Dung als groenlandicus herausstellten, und lediglich zwei als quadrisporus. Zumindest da scheint also groenlandicus häufiger zu sein!


    Hast Du die Asci-, Cluster- und Sporenmaße mit groenlandicus verglichen?

    Leider nennst Du die Maße nicht und der Skala will ich nicht so recht trauen.


    LG, Nobi

    Liebe Dungpilzfreunde,


    vor kurzem erreichte mich eine sehr nette und interessante E-Mail von René Chalange, dem Vizepräsidenten der Mykologischen Gesellschaft Frankreichs.

    Gemeinsam mit Marie-Paule Vigneron hat er 2017 in ihrem Verbandsorgan (Bulletin la Société mycologique de France) eine achtzellige Sporormiella beschrieben.

    Aufgrund bevorstehender Veröffentlichungen wurde die Art als Preussia publiziert, was ich hier nicht weiter diskutieren möchte.

    Er verbuchte den Fund unter "Anfängerglück", worauf ich antwortete, dass es das schöne an unserem speziellen Hobby ist, immer wieder überraschende Funde zu machen.


    Da diese Arbeit nicht einfach zu finden ist, hat René sie mir geschickt und mir nachdrücklich erlaubt, sie im Pilzforum.eu zu verlinken! :)

    Vielen Dank dafür.

    Gern könnt ihr sie hier herunterladen.

    Preussia octosymmetrica_Chalange & Vigneron-BSMF 133(3-4).pdf


    Die beiden Autoren beschäftigen sich seit ca. fünf Jahren mit coprophilen Pilzen und erwähnen ausdrücklich, dass das Dungpilzforum eine wichtige Inspiration für sie ist.

    Natürlich habe ich sie eingeladen, gemeinsam mit uns unbestimmte und interessante Funde in diesem Forum zu diskutieren.


    Liebe Grüße vom Nobi


    PS. Von der Sporenform steht die Art kürzlich von Sigrid gezeigten Funden nahe, unterscheidet sich aber durch konstant achtzellige Sporen.

    Vergleiche octonalis? und calomera?