Beiträge von nobi_†

    Sehr interessant, Thorben!

    Die Bestimmung ist nicht 100% sicher, da ich mich mit der Gattung Kellermania nicht auskenne, aber wüsste jetzt auch keine andere Art die passen könnte.

    Nun, wenn man sich die Arbeit von Minnis et al zu den Planistromellaceae mit Kellermania-Schlüssel ansieht, findet man keine Species mit vergleichbar großen Konidien.

    Allerdings sind sie sich nicht sicher, ob die Art auch an Yucca vorkommen kann.


    Falls Du noch nicht auf diesen Aufsatz gestoßen bist, findest Du ihn hier zum Download.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Und wieder war es ein Riesenvergnügen, Dich auf Deinen Spaziergängen begleiten zu dürfen, liebe abeja!:)

    Ich habe sowohl die Bilder als auch die Texte sehr genossen!==Pilz25


    Zum Lebermoos (51) kann ich leider nichts beitragen.

    Das andere Moos ist sehr wahrscheinlich Atrichum undulatum, das Wellenblättrige Katharinenmoos.

    Da lohnt es sich, nach kleinen orangen Becherchen zu suchen.

    Neottiella albocincta kann man gelegentlich daran finden.


    Die Gallische Feldwespe hat vor ein paar Jahren unter einem Geländer gebaut, worauf ich mich regelmäßig stützte.

    Eine zeitlang ging alles gut, doch eines Tages hatten die Wespen wohl genug und flogen einen Angriff.

    Gestochen haben sie mich nicht, nur vertrieben.


    Danke nochmals für den wunderbaren Beitrag.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Was für eine wunderbare Tafel, Felli!:thumbup:

    Publikationswürdig!

    Steht den Zotto-Bildern in nichts nach.


    Der Wirtspilz Deines aktuellen Fundes würde mich dennoch interessieren.

    Schau doch noch mal drüber.


    LG, Nobi

    Geniale Aufnahmen vom Taubenschwänzchen und Hummelschwärmer!

    Letzteren habe ich noch nie gesehen!


    Brilliant auch die Bilder vom Schwalbenschwanz! Ist leider in den letzten Jahren sehr selten geworden.

    Wen wunderts, bei der Agrarpolitik!


    Vielen Dank für diesen wunderbaren Beitrag und liebe Grüße vom Nobi.

    Beeindruckende Blumenaufnahmen, Maria!==Pilz25

    Viele der gezeigten Pflanzen habe ich noch nie gesehen!


    Ich war ja bereits mehrmals in der Gegend, aber so bunt habe ich sie nie erlebt. Ein Grund, wiederzukommen!


    Danke für diesen großartigen Dreiteiler!==Pilz22


    Liebe Grüße vom Nobi

    Vielleicht liegt es an der späten Stunde, aber was hab ich da überhaupt ?

    An der späten Stunde liegt es sicherlich nicht, Felli, der Pilz ist nicht einfach zu bestimmen, wenn man ihn das erste Mal sieht.

    Ist bei mir auch einige Jahre als Coprotus spec. gelaufen, bevor ich ihn benamsen konnte.

    Da er weder im Doveri, noch bei Ann Bell oder Ellis & Ellis zu finden ist, gestaltet sich die Bestimmung schwierig.

    Man braucht eine zündende Idee, sprich die passende Literatur!


    Im Gegensatz zu den vermuteten Gattungen handelt es sich um einen inoperculaten Discomyceten.

    Zu erkennen auf Deinen Bildern am fehlenden Operculum.


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du Unguiculella tityrii gefunden hast.

    Bild 5 zeigt schön die gattungstypischen Haare, auf welche Du ja bereits hinweist.

    Die Art schmarotzt auf verschiedenen Pyrenomyceten, z.B. Schizothecium oder Podospora.


    Ausführlich vorgestellt und diskutiert haben wir die Art in Ralfs Beitrag.

    Literatur habe ich hier zum Download eingestellt.

    Vergleiche mal damit und schau, ob Du den Wirtspilz identifizieren kannst.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Eike,


    die langen, schmalen Asci und die Sporenmaße lassen mich eher Sporormiella subtilis vermuten.

    Auch wenn der Ascus auf dem letzten Bild relativ kurz gestielt ist.

    Nach Ahmed & Cain soll der Stiel gewöhnlich 25 µm lang sein. Wirklich langgestielt ist das nicht.


    Ich habe die Asci "meiner" subtilis mit 125-140 x 12-13 µm vermessen, die Sporenmaße betrugen 24-28 x 5-6 µm.

    Da liegen Deine Messungen an der oberen Grenze.


    Meine vermeintlichen minimoides-Funde hatten dagegen kürzere und breitere Asci (90-110 x 15-18) und deutlich größere Sporen (32-36 x 6-7).


    Liebe Grüße vom Nobi

    Was ich aber wirklich Klasse finde ist Dein Spruch: Nur wer gegen den Strom schwimmt, kann erkennen, wieviel Unrat mit dem Strom schwimmt.

    Das passt sehr häufig wirklich gut zu mir :) Wenn ich darf würde ich den Spruch gerne auch gelegentlich verwenden.

    Nun, der Spruch ist leider nicht von mir.:(

    Ich habe ihn aufgeschnappt während einer Lesung beim diesjährigen Meißner Literaturfest.

    Der sächsische Theologe Frank Richter hat ihn da geprägt. Ich bin mir allerdings nicht 100% sicher, ob der Spruch tatsächlich von ihm ist.

    Deswegen habe ich als Quelle "Frank Richter?" angegeben.


    Wenn Du auf diese Quelle verweist, sehe ich kein Problem bei der Verwendung.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Felli,


    also Sporenmaße, Keimspalten, Ascusgröße sprechen klar für Sporormiella megalospora.

    Die Art scheint ein Chamäleon zu sein, kann also recht vielgestaltig auftreten.

    Habe soeben meine Notizen durchgesehen, und festgestellt, dass bei einigen Aufsammlungen ebenfalls die 2. Zelle vergrößert war!

    Und kurzstielige Asci habe ich auch hin und wieder festgestellt.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Roni,


    meines Wissens ist bisher keine warzigsporige Art mit den genannten Maßen beschrieben.

    Sowohl Björn in dem von Felli verlinkten Beitrag, als auch Ralf in seiner Anfrage Saccobolus cf. verrucisporus zeigen den von Dir gefundenen Pilz.


    Ob es sich um eine kleinsporige Varietät von S. verrucisporus oder eine eigenständige Art handelt, können wohl nur genetische Untersuchungen zeigen.


    Doveri hat den Pilz Saccobolus aff. verrucisporus Brumm. genannt.

    Dabei würde ich es vorerst belassen.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Danke für Eure netten Antworten!

    Ein paar Fragen möchte ich im folgenden gern beantworten.

    Geschmacklich sollen sie ja auch sehr gut sein. Wenn ich einmal wieder viel Zeit haben sollte werde ich es einmal in Nandos Revier versuchen.

    Geschmacklich sehr gut? Naja, ist halt Geschmackssache.;)

    Vor zwei Jahren habe ich mit Craterelle die frischen "Erbsen" getestet. Wir haben verschiedenes probiert, vollends überzeugt hat es mich nicht.

    Keinenfalls länger als 2 - 3 Minuten erhitzen, sonst ist das Aroma fort.

    Ich nehme sie eigentlich nur getrocknet, vor allem wegen des Färbeeffektes.


    Nandos Revier ist eine gute Idee. Unweit vom Lärchenberg habe ich schon überständige Exemplare gefunden.

    Es gibt hier in der Nähe einen aufgelassenen Kohlebergbau mit kargem Boden, allerdings ist das Bergwerk schon seit 1959 stillgelegt. Meinst du dass sich dort das Suchen lohnen könnte? Wenn ja, wie lang geht die Saison der Böhmischen Trüffel?

    Klingt nach einem möglichen Standort.

    Die beste Zeit ist nach meinen Erfahrungen Juni bis Juli.

    Gelegentlich soll es eine zweite Welle im Herbst geben. Das konnte ich allerdings noch nicht beobachten.

    wie ißt man die denn? Kann man sie auch frisch essen oder nur getrocknet?

    Siehe meine Antwort an Jörg. Oder ausführlich hier. Ab #43, Craterelle teilt ihre Erfahrungen ab #46.

    mit welcher software hast Du schon wieder die Kartoffelboviste bearbeitet ==11==11==11

    Du merkst auch alles, Karl.:D

    Oh, jetzt habe ich doch tatsächlich den Namen der Software vergessen.;)

    Eine Frage stellt sich mir zur Ernte, bzw. zur Verwendung: welche Teile sind denn (noch) essbar. Die gelb gefärbten Erbschen sicher, dann kommt der Farbumschlag ins Schwarze, schliesslich ins reifsporigbraune, aber noch körnig-linsige, danach nur noch amorphes Braun. Wo genau machst Du den Schnitt zwischen essbar/ungeniessbar?

    Die Pilze reifen vom Scheitel aus. Daher hat man bei vielen bereits im oberen Teil den braunen Sporenstaub.

    Alles was bräunt, schneide ich weg, da dort bereits die Sporenreifung einsetzt.

    Aber sag mal, ist bei dir dort der Boden nicht stark belastet ? Die Erbsenstreulinge nehmen ja ganz schöne "Giftstoffe" auf.

    Belastet ist der Boden sicherlich. Ist halt Haldengelände. Jahrhundertelang wurde hier Silber abgebaut und nach Uran wurde nach 1945 gesucht.

    Allerdings gönne ich mir die Pilze nur in homöopathisch kleinen Mengen. Das sollte ok sein.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Vielen Dank für die gelungene Überraschung! Ihr Menschen würdet jetzt sagen: ach, das wäre aber nicht nötig gewesen...

    Das sagen die HoBis auch :grolleyes:

    Ach, das war doch nur ein kleines Dankeschön für Deine tolle Frühlingsüberraschung, lieber Murph!

    Und natürlich war das nötig!


    Den sogenannten Likör kannst Du und die HoBis gern schon verkosten und ihn dann bis Weihnachten aufbewahren, durchaus auch länger.

    Kühlschrank muss nicht sein. Er ist stark genug, auch so zu überleben. ;)


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Ihr Lieben.

    der nachfolgende Pilz kann doch eigentlich nur der Zottige Schillerporling sein - oder?

    Oder der Grashaarige? :D

    Klar, wie bereits mehrfach erkannt, ist es natürlich der Zottige!

    Schöne Bilder, Maria!


    Hier findest Du das einst von mir gebastelte Portrait der Art.

    Damit kannst Du gern vergleichen.

    Pablo hat es dankenswerterweise nach der unsäglichen DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) wieder hergestellt.:thumbup:


    Schöner Fund, hier relativ häufig an alten Apfelbäumen und Ebereschen!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo an alle, die trotz flächendeckender Pilzarmut immer noch dem Forum die Treue halten.


    Wenngleich auf die Gefahr hin, Euch zu langweilen, möchte ich auch in diesem Jahr, dem sechsten in Folge, kurz von meinem Ausflug ins Reich der Erbsenstreulinge (= Böhmische Trüffel, = Schiefertrüffel, Pisolithus arhizus) berichten.


    Da andere Großpilze wegen der Trockenheit der letzten Woche nach wie vor Fehlanzeige sind, will ich Euch wenigstens diese trockenresistenten „Trüffel“ zeigen.

    Vor ein paar Tagen also hat es mich wieder in meine geliebte, nur gut 15 km entfernte Haldenlandschaft gezogen.



    Nicht schlecht gestaunt habe ich, als mich dort ein rothaariges Engelchen begrüßte.

    Kein „Engel über dem Revier“ (Gundermann), sondern einer direkt im Revier. ==3

    Mensch, Gela, da nimmt man sich seit Ewigkeiten eine gemeinsame Tour vor, die einfach nicht zustande kommen will und dann trifft man sich völlig überrraschend vor Ort!

    Habe mich sehr gefreut!


    Zurück zu den Pilzen.

    Ich finde es immer wieder faszinierend, wie die Knollen aus der trockenen, sandigen Erde brechen und sich dabei so gut tarnen, dass sie nur schwer zu entdecken sind.


    Hier fünf Beispiele, jeweils um die entsprechenden Nahaufnahmen ergänzt.







    Die Ausbeute war nicht besonders reichlich, aber mit dem Dutzend Fruchtkörpern war ich letztlich zufrieden.

    Der größte brachte immerhin beachtliche 130 g auf die Waage.



    Wohl aufgrund der Trockenheitder letzten Wochen begannen allerdings bereits relativ junge Pilze zu reifen, sodass sie +/- stark stäubten.

    Ansatzweise ist das bei den aufgeschnittenen Hälften zu erkennen.



    Hier sieht man es deutlicher.



    Letztendlich war die Ernte ergiebig genug, um bis zur nächsten Saison zu reichen.



    PS. Die fünf vorherigen Beiträge zum Thema könnt Ihr gern hier nachlesen.

    Leider gibt es die Bilder dank der unsäglichen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nur nach anklicken. Ist nicht meine Schuld.

    Inzwischen sind sie wieder sichtbar! Danke den hilfreichen Engeln im Forenhintergrund.:thumbup:


    Ich hoffe, Ihr hattet etwas Spaß mit "meinen" Wüstenpilzen.


    Liebe Grüße vom Nobi

    oh ja, J.B.O. - ein fränggischer Glassiger (fränkischer Klassiker). Dass der hier noch nicht hochgeladen war, Sachen gibts.

    Dass der hier hochgeladen wurde, Sachen gibts!;)


    Man darf ja auch mal anderer Meinung sein.:D


    Ich habe J.B.O. allerdings erst einmal live erlebt.

    1999 in Landsberg am Lech bei einem Minifestival.

    Mit Mad Sin, Rancid, Such A Surge, Bad Religion und den Toten Hosen.

    Es gab nur eine schlechte und regelrecht peinliche Band an dem regnerischen Abend.

    Dreimal dürft Ihr raten, welche ich meine.

    Ansonsten Party und Pogo pur.

    Schön, dass Ihr Euch so zahlreich zu meinem OT-Thema äußert.:)

    Hallo nobi,

    schade, aber ein paar Tage zu spät, hätte ich gerne mal probiert.

    Dein Rezept klingt spannend und ist wohl den Zutaten nach etwas würziger als mein Gebräu.

    Vielleicht können wir uns ja, wenn die edlen Tröpfchen zum Jahresende trinkbar sind, ein wenig austauschen.==18

    kein Saft und Kraft halt etwa so wie ein Frauenlikör. Ja so habe ich den Nucino in Erinnerung.

    Dann war das kein echter Nocino, Klüppli!

    Meiner hat ganz schön Biss bzw. Power, wie Frank bereits schrieb.

    Gern würde ich Dir ein Probefläschlein schicken, ist allerdings mehr als kompliziert, da die Schweiz leider ein Nicht-EU-Land ist.

    Vor gut zehn Jahren sammelten wir im rumänischen Făgăraș-Gebirge frische Triebe von Pinus mugo und schichteten die im Wechsel mit Lagen aus Kristallzucker in ein großes Gurkenglas. Nach ein paar Wochen war der Zucker aufgelöst und es hatte sich ein zäher, tannenhonigartiger Sirup gebildet von dem wir immer noch was haben. Macht sich im Winter ganz gut in heißem Wasser.

    Oh, das klingt spannend, Ralph! Kann man sicher auch mit jungen Fichtentrieben machen. Muss ich unbedingt mal versuchen.

    Apropos Făgăraș, da werden Erinnerungen wach. Habe ich in den 80ern oft durchwandert!

    Ich schaue mal, ob ich das Rezept noch finde. Der Geschmack war super. Ich schicke es Dir dann per PN, wenn Du magst.

    Mir auch, bitte. Interessiert mich schon lange, auch wenn ich den Aufwand gigantisch finde.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Da hast Du ja am Telefon nicht zuviel versprochen, Jörg!

    Schade, dass ich es aus diversen Gründen nicht einrichten kann, gern wäre ich sonst auf ein paar Fotos vorbeigekommen.

    Ein paar "riesige" Filzröhrlinge unter Rhododendron, keine Ahnung welcher

    Bist Du Dir mit den Filzröhrlingen wirklich sicher? Und sehe ich da ein Eichenblatt?

    Für mich schauen die eher nach jungen Boletus depilatus aus (jetzt wohl Hemileccinum depilatum).


    Nur ca. 50 km zwischen Chemnitz und Grund - und hier ist wie fast überall z.Z. absolute Pilzwüste.:(


    Liebe Grüße vom Nobi

    Worum sonst zur Zeit?==11

    Pilze, was ist das???

    Ich zeigs Dir kurz, sollen ja nicht in Vergessenheit geraten. :)

    Ja, das waren noch Zeiten, als es "richtige" Pilze gab, Frank!

    Danke fürs Zeigen, nun sag' aber nicht, dass die Bilder aktuell sind.:gkrass:

    Liebe Genussmenschen,


    noch sind die Walnüsse jung und weich, noch ist es Zeit, ein gar lecker Tröpfchen anzusetzen.


    Zum Nordtreffen 2016 in Poyenberg habe ich den Likör gemeinsam mit einigen von Euch verkostet.

    Dass einigen mein selbstgemachter Walnuss-Likör offensichtlich recht gut gemundet hatte, war daran zu erkennen, dass irgendwann die Flasche leer war.==18

    Likör klingt immer so harmlos, genau das ist er natürlich mit seinen knapp 50% nicht. Er ist eher gefährlich!


    Kennengelernt habe ich dieses wunderbare Gesöff während des Ligurien-Pilzkurses 2015.

    Annemarie Karasch war so nett, mir das an Antonio Carluccio angelehnte Rezept zu schicken.

    Ich habe es geringfügig abgewandelt.

    Angesetzt hatte ich mit einem starken Weingeist.

    Wem das Ergebnis zu stark ist, der darf natürlich mit etwas mehr Wasser noch ein wenig verdünnen.

    Allerdings nicht zu sehr, da sonst der Charakter dieses edlen Tropfens verloren geht!


    Nach dem Poyenberg-Treffen hatte ich das Rezept zwar schon einmal hochgeladen, allerdings ohne Bilder.

    Hier kommt nun die definitive Version.


    Walnuss-Likör (Liquore nocino) nach Antonio Carluccio


    Zutaten (für etwa 4 Liter Likör, ca. 48% vol.)


    - 40 grüne Walnüsse (bis zum 24. Juni geerntet)

    - etwas geriebene Muskatnuss (je nach Geschmack, kann man auch weglassen)

    - 5 Gewürznelken

    - 2 Liter Weingeist (96,4% vol.)

    - 1,4 Liter Wasser

    - 1 kg Puderzucker


    Zubereitung


    Die unreifen Nüsse müssen gepflückt werden, solange sich der eigentliche Kern noch nicht gebildet hat und der Stiel und das Innere noch grün und weich sind

    (spätestens bis Ende Juni).




    Die Nüsse waschen, vierteln und zusammen mit den Gewürzen in ein großes Einweckglas geben und mit dem Alkohol übergießen.






    Das Glas verschließen und an einem sonnigen Platz 40 Tage ziehen lassen.






    Dabei nimmt der Alkohol allmählich eine braunschwarze Farbe an.




    Nach den 40 Tagen den Puderzucker im Wasser auflösen und den Sirup mit dem Walnussansatz vermischen.

    Den Likör filtern (durch ein feines Sieb, besser Filtertüte - Achtung, das dauert!) und in Flaschen abfüllen.




    Der Likör sollte mindestens ein halbes Jahr ruhen, kann also zu Weihnachten erstmals probiert werden.

    Je länger er reift, umso weicher wird er.


    Man reicht den Likör am besten nach einem opulenten Mahl, z.B einem deftigen Pilzgericht (er hilft bei der Verdauung).

    Schmeckt aber auch so! ==4


    Viel Spaß beim Ausprobieren.


    Liebe Grüße vom Nobi


    PS. Ist leider wieder nur ein OT-Beitrag geworden, da es hier mit den Pilzen immer noch nicht richtig losgegangen ist.:(

    Erst ein klein wenig. Doch dazu demnächst an einer anderen Stelle.

    Hallo Felli!

    Servus,

    nun nerv ich halt schon wieder.

    Du nervst doch nicht, jedenfalls mich nicht!

    Ich finde jede Dungpilzanfrage spannend.

    Indem ich mich mit denen beschäftige, bleibe ich am Ball und lerne selbst ständig dazu.

    In der Saccobolus-Sektion lande ich in der Sackgasse!

    Logisch!:D

    Weder Sporenanordnung noch violettes Pigment führen zur Sektion Saccobolus.

    Lass Dich von dem Gelb nicht verschrecken. Viele hyaline Apos vergilben mit zunehmendem Alter.


    Mit anderen Worten, Dein Pilz sollte in der Sektion Eriobolus zu finden sein. Saccobolus versicolor ist eine gute Idee.

    Mir fällt nichts besseres ein.;)


    Liebe Grüße vom Nobi

    Wir haben mal ein bisschen in unserem Fotoarchiv gesucht, da wir 2014 im Wald eine Puppe vom Ligusterschwärmer gefunden haben. Sie sieht schon irgendwie witzig aus.

    Vielleicht findest Du ja auch mal eine in Deinem Garten g:-) ...

    Danke für den "Nachschlag", Holger und Sabine!

    Tolle Bilder von der Puppe, ich werde die Augen aufhalten!


    Liebe Grüße vom Nobi