Beiträge von nobi_†

    Unser liaba Nobi kennt die Ansicht auf den Pyramidenkogel und sehr wahrscheinlich auch dieses Lied,

    Da werden schöne Erinnerungen wach, lieber Peter!

    Den Kogel habe ich natürlich gleich erkannt und das nächste Mal bezwingen wir den gemeinsam!;)

    Gern stoße ich mit Dir an!

    "pflonck".


    LG, Nobi

    Wunderbar, Matthias!

    Die enge Beziehung zu Saccobolus infestans hatten wir ja bereits hier diskutiert. Da auch noch ein link zu P. Püwerts Funden an ebenfalls Mäuse- sowoi Fuchsdung.

    Man kann davon ausgehen, dass die Variationsbreite von Saccobolus geminatus größer ist, als von van Brummelen anhand nur einer Aufsammlung beschrieben.

    Auch die Sporenanordnung 2-2-2-2 passt einwandfrei, wenn man sich die mittleren Sporen seiner Abbildung gedreht vorstellt.


    Immer wieder sensationell, was der Torsten so entdeckt und was Du dann daraus machst!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Ich weiß nicht ob das ein stabiles Merkmal ist, aber ich sehe bei curvicolla immer helle, ganz oder fast durchscheinende Perithecien. Oft kann man die reifen Sporen durchscheinen sehen. P. setosa kommt eigentlich immer schwarz und opak daher.

    Gut beobachtet, Ralf!

    Ist mir ebenfalls aufgefallen und auch Lundqvist beschreibt es so ähnlich.


    Interessant auch eure Diskussion zur Häufigkeit und zum Substrat.

    Hier ist meinen Beobachtungen nach P. curvicolla die häufigere Art von beiden.

    Stand 2014 sah es so aus.

    Podospora curvicolla 52 Funde, davon 25 x Hase, 9 x Reh und 6 x Pferd.

    Podospora setosa 28 Funde, davon 7 x Schaf, 5 x Pferd, 4 x Rind und nur 3 x Reh. Im Gegensatz zu P. curvicolla finde ich setosa also deutlich häufiger an Dung von domestizierten Tieren.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Danke fürs Zusammenstellen der vielen links, Felli.:thumbup:


    Das hat mich nun doch überzeugt, dass Dein Fund Podospora curvicolla sein muss.


    Ich habe soeben meine Aufzeichnungen zu beiden Arten nochmals durchgeschaut und finde zwar für curvicolla u.a. Haarbüschel bis 450 µm Länge! Aber eben nicht immer. Durchaus können die nur 100 µm betragen oder sogar ganz fehlen. Also, das ist schon mal kein gutes Merkmal zur Arttrennung.

    Auch variiert die Sporengröße sehr. Bei den meisten meiner Messungen betrug die Länge 14-16 µm, vereinzelt erreichten sie aber auch Werte bis 19, sogar 20 µm.


    Wirklich gute und konstante Merkmale zur Unterscheidung beider Arten scheint die Anzahl der Sporen pro Ascus zu sein (setosa 128, curvicolla 256) sowie die Asci an sich. Form, Größe (vor allem Breite), Vorhandensein eines Apikalringes (setosa ja, curvicolla nein).

    Dass die Trennung beider Arten dennoch mitunter ausgesprochen schwierig sein kann, veranschaulicht eindrucksvoll Dein Beispiel.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Gut gemacht, Murph!

    Also doch "nur" Ciboria amentacea. Schade, aber warum soll es Dir besser gehen als mir.;)

    Denn auch ich konnte C. coryli noch nie finden!


    Liebe Grüße

    Nobi


    PS. Einen schönen Mikroskopierstuhl hast Du! Aber vorsicht, nicht anlehnen!:D

    Ich bin der gleichen Meinung wie Florian, Felli.

    Also, Trichodelitschia minuta sollte passen.

    Etwas kleinere Sporen hat T. munkii, während T. bisporula größere Sporen hat.

    Beide Arten haben auch nur eine zweigeteilte Gelhülle, während auf deinen letzten Fotos eine dreigeteilte erkennbar ist.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Also eigentlich passt das ja alles zu P.curvicolla aber irgendwie ???

    Naja, manches würde besser zu Podospora setosa passen, Felli.

    Z.B. Sporengröße sowie Form und Größe des Pedicels.

    Auch scheinen die für curvicola oft riesigen "hairtufts" nicht besonders ausgeprägt.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Also ich sehe ein Ostiolum - dann ist es doch Chaetomium. Seufz. Die sind viel schwieriger.

    Da sagst Du was!

    Und es ist auch völlig normal, dass man in dieser schwierigen und artenreichen Gattung nicht immer zu einer Artbestimmung kommt.

    Also, nicht grämen.

    Chaetomium spec. ist doch auch nicht schlecht!;)


    Liebe Grüße

    Nobi

    Zusammen mit Melanie Schoppe und Rainer Wald ging es zu Günter in Richtung Mosel zu einem Fundort von Sarcoscypha jurana.

    Welch illustre Runde, lieber Ralf!

    Da musste ja einfach Großartiges passieren!

    Was Du wunderbar fotografisch eingefangen hast!:thumbup:

    Und nein, um die Plectania melastoma beneide ich Dich natürlich überhaupt nicht.==17

    Auch nicht um die Roten, Weißen und Blauen, die natürlich auch vom feinsten sind.


    Grüß' mal die Melli bei der nächsten Tour und sag ihr, dass sie mir und überhaupt im Forum fehlt!

    freut mich, dass Du in diesem Forum wieder Funde einstellst, :thumbup:

    Dito!:)


    Liebe Grüße

    Nobi

    Astreine Vorstellung mal wieder, Matthias!

    Und hmmm.==Gnolm11

    Mit den kleinen Sporen kann es eigentlich nicht Ascobolus michaudii sein, auch wenn das Ornament recht gut passt.

    Die Sporen wären ja sowohl in der Länge als auch in der Breite deutlich unter Maß.

    Ich vermute hier etwas Neues!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Nobi hat mich gestern in seinem schönen Bericht auf die Idee gebracht, auch mal weiter oben in den Sträuchern zu suchen. Ich wollte gerne die kleinen Keulen finden. Das ist mir leider nicht gelungen. Bei der Kletterei habe ich dann aber den Kleiigen Haselbecher gefunden.

    Na, das ist doch schon mal ein Anfang, Murph!:thumbup:

    Und das mit den Keulchen wird schon noch.


    Der Becherling an Kätzchen könnte durchaus der Hasel-Stromabecherling (Ciboria coryli) sein.

    Im Gegensatz zum Erlenkätzchen-Becherchen (Ciboria amentacea) findet man den auf wenig skelettierten Kätzchen.

    Um sicher zu sein, braucht man allerdings einige mikroskopische Merkmale.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Jetzt nochmal, diesmal mit Sporen (aber ohne Asci).

    Doch, mit Asci, Sigrid!

    Ich habe mir erlaubt das 5. Bild Deines 2. Beitrages etwas zu bearbeiten und einige Asci mit Pfeilen versehen.



    Sie sind typisch breitkeulig und und natürlich unreif, denn bei Sporenreife sind sie bereits Geschichte!

    Vielleicht doch Chaetomidium? C. subfimeti vielleicht, mit Sporenmaßen von 9µm x 7.5µm?

    Da muss man schauen, ob die Fruchtkörper ein Ostiolum haben, dann wären das Perithecien und die Gattung Chaetomium käme infrage.

    Ohne Ostiolum hätten wir Cleistothecien, was zu Chaetomidium führen würde.


    Liebe Grüße über den "Großen Teich".

    Nobi

    ...Viele davon für mich gänzlich neu - danke, daß ich sie kennenlernen durfte!

    Aber gern doch, Grüni! Und danke für das Feedback!:)

    Hallo Nobi,

    zu dem Schleimi

    den würde ich makroskopisch als Dictydiaethalium plumbeum benennen.LG Ulla

    Schaut gut aus. Ich habe zwar nur wenig Material, vermutlich unreif, aber das schicke ich Dir gern zu!

    Chromoscyphella muscicola würd da besser passen.

    Auf diese Art hatte ich gehofft, Werner.

    Aber mikroskopisch kam da mit hyalinen Sporen von 9-10 x 4,5-5 µm nur A. retiruga infrage.

    Morgen werde ich nämlich in meinem Lieblingswald intensiver unter Haseln rumkriechen, um kleine Becherlinge zu suchen. Lohnt sich da ein Blick nach oben?

    Unbedingt, Murph!

    Neben den Keulchen könntest Du auch den Hasel-Kleiebecherling (Encoelia furfuracea) oder den Hasel-Rindensprenger (Vuilleminia coryli) entdecken!

    An alten, abgestorbenen Ästen musst Du suchen.

    Lass' Dich von den HoBis ruhig einmal nach oben heben!;)

    Nicht alles ist concentrica. :) Es gibt von Marc Stadler da ein paar sehr gute Monographien zu der Gattung, die meines Wissens auch frei zugänglich sind...

    Ich habe natürlich verglichen. Sporen gab es keine und makroskopisch kann es eigentlich nur Daldinia concentrica sein!


    Liebe Grüße

    Nobi

    ...Sehen ein bißchen wie Chaetomium aus, es sind aber keine Sporen zu sehen. Sind die vielleicht noch nicht reif?

    Die Richtung sollte passen, Sigrid.

    Mit den +/- geraden Haaren ringsum könnte es auch ein Chaetomidium sein.

    Sehr wahrscheinlich unreif, wie Du ja auch vermutest.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Mit dieser Podospora(?) komme ich nicht weiter.

    Ohne Pedicel und mit zwei gelatinösen Anhängseln würde ich in der Gattung Arnium suchen, Sigrid.

    Arnium mendax wäre eine Option.

    Die Sporen sollten zwei Keimporen haben (schwer zu sehen) und der Ascus einen Apikalring.

    Es wäre schön, wenn Du das noch überprüfen könntest.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Dem zumindest hier recht milden und schneefreien Winterwochen ist zu verdanken, dass ich in letzter Zeit in meinem Hauswald hin und wieder nach Pilzen Ausschau hielt.

    Wenn auch keine spektakulären Funde gelangen und ich die meisten Pilze in früheren Beiträgen bereits vorgestellt habe, möchte ich Euch dennoch einige Bilder zeigen.

    Wer also Lust auf einige, meist recht kleine, Winterpilze hat, darf mich gern begleiten.


    Beginnen möchte ich, anknüpfend an das noch nicht so lange zurückliegende APR, mit einem Rätselbild.

    (APR = AdventsPilzRätsel, das einmalige und größte Pilzrätsel aller Zeiten!==Gnolm19)



    Ich hätte hierfür einen Joker gebraucht, den ich Euch ebenfalls anbiete.



    Na, alles klar?

    Genau. Es handelt sich um den Ahorn-Runzelschorf (Rhytisma acerinum) an Blättern vom Spitz-Ahorn.



    Das Gemeine. Bild 1 hätte auch der Punktierte Runzelschorf sein können. Ist es allerdings nicht.==2


    Den kennt ihr natürlich alle. Austernseitling (Pleurotus ostreatus). Einmal als Baby



    und einmal als Teenager.



    Noch ein Babybild. Junge Judasohren (Auricularia auricula-judae).



    Hier im Top-Erntezustand. Nichts besonderes, aber immer wieder schön zu fotografieren.:)



    Kennt jemand dieses Labyrinth?



    Klar, das sind die Poren der Rötenden Tramete (Daedaleopsis confragosa).



    Massenpilz und immer wieder ein Hingucker. Krauser Adernzähling (Plicatura crispa).



    Ebenfalls extrem häufig und dennoch stets fotogen ist die Geweihförmige Holzkeule (Xylaria hypoxylon).



    An Altholz fand ich diesen „Belag“. Hmmm?



    Am gleichen Stamm dann das.



    Erst ein Schnitt verriet mir die Art. Kohlen-Kugelpilz (Daldinia concentrica).



    In luftiger Höhe an Hasel fand ich wie im Vorjahr kleine Keulchen.

    Krüppel-Röhrenkeulen (Typhula contorta = Macrotyphula fistulosa var. contorta). Sind sie nicht schick?





    Auch den winzigen Gerieften Rindenhelmling (Mycena mirata) konnte ich wiederfinden.




    Hier hoffte ich auf ein besonderes Stummelfüßchen.

    Aber letztlich war es zum wiederholten Male das Kugelsporige Stummelfüßchen (Crepidotus cesatii). Auch ein schöner Pilz!



    Einen weiteren Basidiomyceten möchte ich euch mit dem Blassen Adermoosling (Arrhenia retiruga) zeigen.

    Dieser wächst gegenwärtig zu Dutzenden zwischen Moosen an einer Sandsteinmauer in unserem Grundstück.



    Winzigen Maulbeeren gleich überzieht der Gelatinöse Kugelpustelpilz (Hypocrea gelatinosa) zu Tausenden morsches Holz. Hier ein kleiner Ausschnitt.



    An abgestorbenen Nadelholzästen findet man um die Jahreszeit oft kleine Haarbecherchen, wie das Lärchen-Haarbecherchen (Lachnellula occidentalis).



    Auf der Rückseite des Astes entdeckte ich zuhause unter der Stereolupe einen noch kleineren unscheinbaren Becherling.

    Es handelte sich um das Rindenbecherchen Pezicula cinnamomea. Auch wenn makroskpisch nicht besonders attraktiv, möchte ich es euch dennoch gern zeigen.



    Viele weitere Becherchen wuchsen an Totholz, wie das Schwarzweiße Weichbecherchen (Mollisia melaleuca), welches nahezu flächendeckend auftrat.



    Auch Moosbecherchen gab es während der feuchtmilden Witterung einige.

    Hier ein Massenaspekt von Octospora gyalectoides an Pottia truncata, dem Abgestutzten Drehzahnmoos. Danke für die Moosbestimmung, Torsten!




    Gefreut habe ich mich auch über den Wiederfund des Parasitischen Pustelpilzes (Flammocladiella decora) an den gleichen Ahornästchen wie vor einem Jahr.



    An benachbarten Eichenästen konnte ich schließlich noch eine schöne Gruppe Zäher Stromabecherlinge (Rutstroemia firma) entdecken.




    Völlig überraschend fand ich Ende Dezember noch einen kleinen Hexenring Violetter Rötelritterlinge (Lepista nuda). Die Pilze waren noch taufrisch



    und ergaben letztlich sogar noch eine leckere Mahlzeit.==Pilz27




    Schaun wir mal, wie sich das Pilzjahr weiter entwickelt.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Glückwunsch, Beate, sowohl zum neuen Mikroskop als auch zu dem tollen Fund!:thumbup:

    Ich habe keine Zweifel an Octosporopsis nicolai, wie von Björn vorgeschlagen.

    Dafür sprechen neben dem Substrat auch die charakteristischen Sporen, die man so bei Octospora nicht findet.


    Im Forum wurde die Art von Thorben schon einmal vorgestellt. Hier zum vergleichen.

    Den wunderbaren Artikel "Octosporopsis nicolai - ein rätselhafter Vertreter aus der Familie der Pyronemataceae" von Lindemann et al (Z.Mykol. 80/2, 2014) findest Du hier als PDF zum download.


    Vielen Dank für die Vorstellung dieser Art. Sowohl die Makro- als auch Mikrofotos sind ausgezeichnet gelungen!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Aktuell stellt Chris Yeates bei Ascofrance Saccobolus eleutherosporus vor.

    Er zeigt und erwähnt ebenfalls das scheinbar der Originalbeschreibung widersprechende gelbe Pigment.

    Die für die Gattung blassen Sporen sowie das Ornament stimmen ebenfalls sehr gut mit deinem Portrait überein, Matthias.

    Also, ein weiterer Punkt dafür, dass es tatsächlich S. eleutherosporus ist, was da auf Torstens "Wundermaus" fruktifiziert!

    Ich hatte da ja auch kaum Zweifel.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Juliane,


    großartige Bilder von diesem Naturphänomen sind Dir gelungen.:thumbup:

    Auch ich bin jedes Mal begeistert wenn ich diese bizarren Wunderwerke aus Holz und Eis entdecke.

    Mich würde ja interessieren ob die Pilze etwas absondern was den Gefrierpunkt des Wassers hochsetzt.

    Nun, Günter hat ja bereits etwas dazu geschrieben und auch verlinkt.

    Ich möchte ebenfalls noch auf zwei schöne PDFs hinweisen, wo die Entstehung vom Haareis einmal recht einfach erklärt wird und einmal als wissenschaftliche Studie in aller Ausführlichkeit. Letztere Arbeit von Wagner & Mätzler (2008) lässt kaum Fragen offen.


    Liebe Grüße

    Nobi