Reiche doch bitte noch die Sporenmaße nach!
Sieht auf jedem Fall sehr spannend aus!
Nobi
Reiche doch bitte noch die Sporenmaße nach!
Sieht auf jedem Fall sehr spannend aus!
Nobi
Bis heute fruktifizieren so viele schöne Ascos darauf, dass ich schon fast, ja eigentlich überfordert bin.
Bei Problemen kannst Du natürlich jederzeit hier anfragen. Oft reichen 1 bis 2 Mikrofotos, um die Art zumindest einzugrenzen.
Mit Maßen natürlich.
Da bin ich mir jetzt eigentlich sicher, dass es P. decipiens ist oder?
Korrekt! Das geht aufgrund der charakteristischen Sporen ausnahmsweise auch ohne Maße.
Das sind jetzt meine ersten Podosporas.
Glückwunsch!![]()
Es sollten Dir noch viele weitere Funde in dieser artenreichen Gattung gelingen.
Aktuell konnte ich übrigens bisher 24 Arten der Gattung nachweisen, also da kommt noch einiges auf Dich zu.
Liebe Grüße,
Nobi
"Podospora communis oder eher doch Podospora decipiens?"
Weder...noch!
Ich hadere etwas zwischen den beiden Arten. Die apikalen Sekundäranhängsel würden glaube ich auch für P. communis passen oder?
Passt leider nicht. ![]()
P. communis hat jeweils 4 apikale und basale Caudae. Erinnert etwas an Klauen.
Die Sporengrösse aber wieder eher auch für decipiens.
Die Sporengröße passt ja ganz gut, aber der Rest? ![]()
P. decipiens zeichnet sich durch ein breites, relativ kurzes Apikalanhängsel aus während die recht unscheinbaren basalen Caudae am oberen Teil des Pedicels angeheftet sind. Nie an dessen Basis!
Ich vermute hier Podospora pyriformis, eine Art die hauptsächlich an Rinderdung vorkommt. ![]()
Sporengröße passt ganz gut, außerdem die jung gelegentlich septierten Primäranhängsel (Pedicel) sowie die breit gefurchten apikalen Caudae.
Zur sicheren Bestimmung müsste man natürlich deren Form und Größe kennen.
Liebe Grüße,
Nobi
Wenn ich jetzt die Sporen messe, erhalte ich deutlich größere Werte von (22.1-26.5) µm x (13.9-17.9) µm.
Das erscheint mir nun wiederum zu groß für Sordaria lappae, Björn!
Die Maße würden hingegen gut zu Sordaria humana passen.
Um diese von S. lappae zu unterscheiden ist es notwengig, die Gelhülle der Sporen zu untersuchen (zB in Tusche).
Bei lappae ist diese gut ausgeprägt, wie auf den Bildern vom 22.06. schön zu sehen, bei humana fehlt diese bzw. ist mit 1-2 mm kaum vorhanden.
Dass verschiedene Sordaria-Arten gleichzeitig fruktifizieren ist übrigens nicht ungewöhnlich.
Sehr oft finde ich zB fimicola gemeinsam mit humana, gelegentlich auch mit lappae, macrospora oder superba.
Allerdings konnte ich lappae und humana noch nie zusammen entdecken.
Liebe Grüße,
Nobi
Hallo Björn,
Sordaria nodulifera kann man ausschließen, diese hat ganz spezifische Sporen.
Es mag ja eine Sordaria sein aber fimicola ist das sicher nicht!
Da passt die Sporenform so gar nicht.
Das sehe ich nach den letzten Bildern und Maßen ebenso wie Hans.
Meiner Meinung kommt tatsächlich nur die von Felli ins Spiel gebrachte Sordaria lappae infrage!
Allerdings sind die Sporenmaße der Aufsammlung grenzwertig klein, ich kenne die Art mit Sporen um 20-24 x 13-16 µm, nur einmal 20-21 x 13-15.
Liebe Grüße,
Nobi
Hallo Stefan,
ich vermute wie Ralph Rothirsch. Allerdings ist das ohne Maße keine sichere Aussage.
Schaf wäre auch eine Option.
Dazu wäre es natürlich wichtig zu wissen, wo Du den Dung aufgesammelt hast.
ich brauch mal eure Hilfe in Bezug auf Losungsbestimmung.
Gern verlinke ich nochmals auf einen älteren Literaturhinweis von mir.
Liebe Grüße,
Nobi
Könnte das eine Weisse Federlibelle sein? Es wäre toll, wenn Ihr mir weiterhelfen könnt
bei meiner Libellenfrage kann mir ja leider keiner helfen - schade, aber macht nichts
Ob ich Dir weiterhelfen kann, weiß ich zwar nicht, aber ich will es wenigstens versuchen, lieber Murph.
Nach meiner Recherche ist die Weiße Federlibelle eine SW-europäische Art und scheidet wohl aus.
Eine mitteleuropäische Art der Gattung ist die Blaue Federlibelle (Platycnemis pennipes), welche durchaus "Deine" Libelle sein könnte.
Jedenfalls sieht dieses Weibchen fast genauso aus wie auf Deinem Foto!
Liebe Grüße,
Nobi
Hallo Hans,
dem privaten Tippgeber kann ich nur Recht geben. (Schade übrigens, dass er sich hier nicht mehr öffentlich äußert
)
Eindeutig Sporormiella leporina.
Liebe Grüße,
Nobi
Hallo Björn,
bin gerade zwischen zwei internetfreien Urlauben kurz zuhause, daher auch nur eine kurze Antwort.
1. Sporengröße (10.3+-0.9) µm x (4.6+-0.3) µm, Q=2.3+-0.2, so daß ich bei Coprinellus pusillulus lande.
Mit den Sphaerozysten und der Sporengröße kommt nichts anderes infrage.![]()
2. Pilobolus umbonatus
Klar!
3. Hier lande ich mit den septierten Haaren und dem einen, prall gefüllten Ascus bei Trichobolus. Von der Elliptizität her lande ich auf jeden Fall bei Trichobolus zukalii.
Passt auch! Die Sporen von sphaerosporus sind tatsächlich nahezu kugelig.
4. Ein Ascobolus...Sporengröße (17.5-20) µm x (8.5-10) µm, mit Längsrillen auf dem Epispor, deren Ränder charakteristisch angeraut erscheinen. Damit tendiere ich mal vorsichtig zu Ascobolus sacchariferus
Sehe ich ebenso!
5. Hier hat sich wohl jemand im Substrat vertan
Eine richtige Idee habe ich hier gerade nicht.
Vermutlich Sordaria fimicola, die gern die Unterlagen besiedelt.
Liebe Grüße,
Nobi
Feine Ausbeute, Jörg!
Bist Du Dir mit dem "Ziegelroten" sicher? Die habe ich noch nie in natura gesehen!
Und die Hainbuchen-Röhrlinge sind ja vom feinsten, von denen fehlt mir auch noch ein gescheites Foto.
So, und nun kuriere Dich erst mal aus.
Liebe Grüße,
Nobi
Da ist ja schon ganz schön was los bei Dir, Ute!![]()
Den "Rotfüßigen" halte ich ebenfalls für Hortiboletus bubalinus, den Blassgelbbraunen Filzröhrling.
Auffallend bei dem jungen Exemplar die leuchtend gelben Röhrenmündungen.
Ich hatte den im Vorjahr einmal angefragt / vorgestellt. Damit kannst Du ja gern nochmals vergleichen.
Liebe Grüße,
Nobi
Das erinnert auch irgednwie an einen nass gewordenen Mehlräsling (Clitopilus prunulus)
aber letzte ist Clitopilus prunulus, oft rosa Lamellen
Klar, dass das auch der Mehlräsling sein kann.
Aber ich bin bei meinem Vorschlag davon ausgegangn, dass Jörg diesen sehr gut kennt, da er ihn hier zeigte und ich ihn auch schon gemeinsam mit ihm gefunden habe.
Deshalb hatte ich den Trichterling ins Rennen geworfen.
LG, Nobi
Gewaltig, was bei Dir schon wieder los ist, Jörg!
Davon kann ich im Moment nur träumen. Ich habe natürlich auch nicht solch Biotope in meiner Nähe.
Dein vorletzter Pilz lässt mich wegen Habitus und Lamellenfarbe an einen Risspilz denken, während ich den letzten mit dem Rosa Trichterling (Clitocybe houghtonii) vergleichen würde. Die blass lachsfarbenen Lamellen würden gut passen.
Liebe Grüße,
Nobi
Ahoi, Käpt'n.
Neulich beim Spaziergang.
Achtet auf die 11
Da frage ich mich natürlich erst einmal, was "gefühlte" Champignons sind?
Sind die nur virtuell auf dem Teller vorhanden? Nun gut, dann hat man immerhin noch den Schinken und den Käse!
Viel schlimmer wäre es natürlich, wenn die Pilze nur "gefühlt" Champignons sind, in Wirklichkeit aber durchaus auch so typische Verwechslungsarten wie Ziegelrote Risspilze (vorm Erröten) oder gar Weiße Knollenblätterpilze sein könnten. Das wäre dann wohl eine sogenannte Henkersmahlzeit!![]()
Die Möglichkeit, dass es sich um "gefüllte" Champignons handelt, die vom Fehlerteufel befallen sind, würde ich nicht ganz außer acht lassen.![]()
Liebe Grüße,
Nobi
Lieber Hans,
ein schönes Portrait hast Du wieder erstellt!![]()
Die ersten drei Bilder zeigen unreife Perithecien, die noch ihren Babyflaum verlieren müssen, oder?
Auf Kaninchendung fand ich am 07.06.2020, in MTB 4804/2 Mönchengladbach eine Kernia,
die ich schon mal gefunden hatte und zu meiner Freude nicht Kernia nitida zuordnen konnte.
![]()
Bei der Beurteilung kam ich zu Kernia cauquensis.
Wie das?![]()
Kernia cauquensis ist eine Art ohne Behaarung!
Die einzige Art der Gattung mit diesen typischen apikal stark gekrümmten bis eingerollten Haaren ist Kernia nitida (Synonyme u.a. K. brachytricha, K. geniculotricha), die es auch dieses Mal wieder sein sollte.
Zum Vergleichen hier eine schöne Gattungsbearbeitung von 1971. Allerdings ohne K. cauquensis, welche ja erst 1979 beschrieben wurde.
Kernia_Malloch & Cain, Can. J. Bot. 49, 1971.pdf
Liebe Grüße,
Nobi
In der Tat ein spannender Fund, Hans!![]()
Hatte ich noch nicht.
Rhizopus sollte passen, mit "Ellis & Ellis - Microfungi on miscellaneous substrates" würde man zu Rhizopus stolonifer kommen.
S. 157, plate 51, fig. 519.
Wenn man jedoch die Monografie von Zheng et al. befragt, könnten auch noch andere Arten infrage kommen.![]()
Rhizopus, a monograph_Zheng et al., Sydowia 59.2., 2007.pdf
Schade, das die Pilzwelt so unendlich groß ist.
Schön, dass sie so groß ist!![]()
LG, Nobi
Sie scheinen jetzt wieder da zu sein.
Vermutlich nur auf Deinem Rechner.
Ich habe jetzt extra eine Stunde gewartet - leider immer noch kein Bild.![]()
LG, Nobi
Könnte interessant sein, Hans, aber leider sind die Bilder nicht zu sehen ![]()
Versuche doch bitte nochmal, sie hochzuladen.
LG, Nobi
Hoffe, die Diskussion war trotzdem interessant.
Für mich auf jedem Fall!![]()
Diese Larven finde ich oft auf Dung, wenn ich da nach diversen Pilzen suche.
Jetzt weiß ich endlich, dass es sich um Forcipomyia-, also Gnitzenlarven handelt.
Den erwähnten Urbanek-Artikel von 2011 habe ich mir gerade angesehen. Hochinteressant!
Falls Du an dem interessiert bist, kann ich Dir das PDF gern schicken.
LG, Nobi
Danke, Ralph, für den feinen Link!![]()
Auch wenn "mein" nur 9 km entfernter Wildhandel am Tharandter Wald leider nicht gelistet ist.
Dafür sind die 300! Rezepte vom Allerfeinsten.
Ich habe mich jetzt eine gute Stunde auf diesen Rezeptseiten herumgetrieben und bin begeistert!![]()
Da wird sicher das ein oder andere nachgekocht werden.
LG, Nobi
Und so habe ich eine Messerspitze getrockneten Maggipilz dazugegeben. Es war wirklich unglaublich, wie aromatisch die Soße geworden ist. Und der Duft durchströmte die ganze Wohnung. Ich werde damit bei den nächsten Pilzmahlzeiten experimentieren. Meine Frage ist: Wie viel Maggipilz ist noch unschädlich und wann muss ich auf den Paracelsus-Spruch achten?
Interessante Thematik, Claudia!![]()
Die Frage beschäftigt mich auch schon seit langem...
Eine Messerspitze sollte nicht schaden, ansonsten würde wohl seine abführende Wirkung dominieren.
Den Pilz gebe ich als PSV natürlich nicht frei, wie ich damit privat umgehe, ist etwas anderes. Geheimschriftliches folgt.
Ich gönne mir ja auch einmal im Jahr eine Grünlingsmahlzeit!
Bislang hatte ich mit meinen verwendeten Maggipilzmengen auch noch nie Probleme, aber ich wüsste eben gern, wo ihr die Grenze seht.
Siehe oben.
Das Thema wäre einen eigenen Thread wert! Hier lesen es sicher die wenigsten.
Und natürlich ist der Kampfermilchling die bessere Alternative - falls man ihn denn findet, Cratie!![]()
Liebe Grüße vom Nobi, der Maggi nicht mag aber den Maggipilz schon!
