Beiträge von Uwe58

    Ok, seit wieviel Jahren sammelst du den und isst den?

    Sagen wir mal so, ich sammele den nicht gezielt zum Essen. Im Jahr 2018 habe ich bei uns den Erstfund für Meck-Pomm gemacht. Es war ein trockenes Jahr und es gab nur ein Exemplar. Das ist dann bei unserem obersten Pilzexperten unter dem. Mikro gelandet. Die nächsten Jahre waren dann auch sehr schwach, aber zum Testen auf Verträglichkeit hat es gereicht. Die meisten sind bei Pilzwanderungen als Anschauungsmaterial gelandet. Dieses Jahr sind zwei große an die Mischpilze gekommen. Mehr gibt die Stelle nicht her. Das Gebiet ist von Braunkappensammlern übersammelt. Da werden sicherlich einige als Ziegenlippe oder Braunkappe verspeist worden sein.

    Für mich ist das kein Pilz, um früh aufzustehen. Na, ja, der Steinpilz zählt auch dazu.

    Es heißt ja man soll erstmal eine kleine Menge probieren und wenn da nichts ist, dann kann mans machen.

    So ist es. Ich teste jeden neuen Pilz in kleiner Menge. Dann sehe ich, ob er verträglich ist und ob er mir schmeckt.

    Nimmst du den immer mit zum Essen, wenn du ihn mal findest?

    Ja, in kleiner Menge als Mischpilz. Große Mengen sind dort auch nicht. Ich bin nicht so oft an dem Fundort. Dort wachsen auch noch andere Arten, die ich gerne mag. Z.B. Gelbfüße, Heideschleimfüße, Maronen, Sandröhrlinge, Reifpilze, Orangerote Graustieltäublinge, Heringstäublinge .......

    Wird der denn an seinem Ursprungsort Nordamerika gegessen? Da wirds doch sicher Berichte über mögliche Unverträglichkeiten oder Wechselwirkungen mit anderen Dingen wie Medikamenten geben, vermute ich mal. Ist der da vielleicht sogar im Handel?

    Kann ich nicht sagen. Er war vorher schon in Osteuropa eingewandert. Eigentlich müßte man da etwas lesen?

    Esst ihr den, bzw. ist er wirklich essbar?

    Hallo

    Ja, der ist essbar, für mich ein mittelmäßiger Pilz. Ob schon jemand den nicht vertragen hat, kann ich nicht sagen.

    Man kann davon ausgehen, daß der Pilz sich weiter ausbreiten wird.

    Das heißt die beiden Arten sind ja super schwer auseinander zu halten, oder? Beides Weißsporer, mit zähem Stiel, in gleichem Habitat,

    Die Nelkenschwindlinge finde ich bei uns immer auf Rasen,Wiesen, rasigen Wegrändern.

    Der Waldfreund ist im Wald oder Waldrand zu finden.

    Vermutlich täuschen deine Bilder farblich sehr stark, daher die Zweifel.

    Auf dem Bild (von dieser Woche) ein typischer Hexenring von Nelkenschwindlingen, leichter Trockenschaden und strenger Geruch. Wo der Hexenring ist, wächst das Gras etwas besser. Typisch für Nelkenschwindlinge.

    also ich seh hier auch Waldfreunde. Die Rotbrauntöne in Stiel und Hut hat der Nelkenschwindling ned, ebensowenig den Kontrast Hut - Lamellen - Stiel. Der hat eher Einheitsfarbe

    Hallo Andreas

    Den Eindruck habe ich auch. Auch die nachgereichten Bilder sehen eher wie Waldfreunde aus.

    Hallo

    Nadelwald paßt ja schon mal. Eigentlich bekommt man den Anisgeruch immer herausgekitzelt. Im Schnittbild dürften die Lamellen nicht weiß sein.

    Hallo

    Vor einigen Tagen waren wir Wandern. Da ist mir diese Kruste auf morschem Holz aufgefallen. Blätter und Moos werden auch überwuchert. Mein erster Gedanke so grob in Richtung Hausschwamm, aber dazu passt doch nicht die Festigkeit. Der Pilz war hart! Mir ist klar, dass nach dem Bild keine Bestimmung möglich ist, aber evtl. eine "Richtungsidee"?

    Ich werde sie mal kochen, denn ich las, dass der Geruch dann stärker ist. Oder stimmt das nicht?

    Mir hat eine Frau mal erzählt, in der Pfanne stinken die ganz stark! Das muß ich ja nicht auch noch einmal ausprobieren. Aber falls du es ausprobierst (nicht kochen, sondern in die Pfanne), dann berichte bitte!

    Hallo

    Zur Champignonbestimmung gehört immer der Geruch. Ich vermute hier den Giftchampignon, der auch wegen seines Geruches, Karbolchampignon genannt wird. Erkennbar ist die intensive Gelbfärbung im ersten Schnittbild.

    Ich sage es noch einmal, es gibt nicht nur den Parasol, sondern mehrere Arten, die sich ähnlich sehen. Es gibt auch schwach rötende (oder besser bräunende?) Exemplare. Aber auch die haben einen genatterten Stiel und einen verschiebbaren Ring.

    Die Safranroten Riesenschirmlinge röten ganz anders. Egal wo du die ankratzt, die werden gleich Safranrot. Auch die haben einen verschiebbaren Ring, aber niemals eine Stielnatterung.

    Richtig gefährlich werden dann die Schirmlinge mit angewachsenem Ring.

    Im Buch steht z.B. gar nichts vom doppelten Ring.

    Hallo

    Das ist nicht gut, weil es für den eigentlichen Parasol wichtig ist. Aber wichtig ist der lose, verschiebbare Ring überhaupt und die Stielnatterung. Dann muss es nicht unbedingt der eigentliche Parasol sein, aber es ist ein essbarer aus der Artengruppe.

    Ich habe das Buch und finde es gerade für Einsteiger sehr gut, da es sich auf 10 einfach zu bestimmende Arten spezialisiert, diese genau beschreibt und auch deren Verwechslungspartner aufzeigt. Zudem werden Tipps gegeben, wie man erkennt, ob die Pilze noch frisch sind und wie diese zubereitet werden können. Es wird auch darauf hingewiesen, dass man beim geringsten Zweifel den Pilz besser im Wald stehen lassen soll, idealerweise seine Pilze noch einem PSV zeigen soll und es wird auch mehrfach erwähnt, dass die Pilze im passenden Alter sein müssen.

    Das ist rausgeworfenes Geld. Es gibt bessere Bücher mit mehr Arten und Doppelgängern. Spätestens nach der ersten Pilzwanderung reicht das Buch doch nicht mehr aus!