Beiträge von nochn Pilz

    Hallo Norbert

    schau mal unter Banger Rally Challenge - Banger Rally, Plymouth Dakar, Banjul Challenge, Timbuktu, Morocco, Banger Challenge, Nouakchott, Banger Rallies, Murmansk | Dakar Challenge 2015

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    im Untermenü "Challenges" auswählen und dann "Banjul Challenge " und Du kommst auf die Seite der diesjährigen Challenge. Die ist nicht ganz up to date, die Veranstalter kümmern sich gerade um die Charity-angelegenheiten vor Ort.

    Soweit ich weiß, waren 21 Autos am Start. Pamela hat ihren Ford Focus planmässig und unbeschädigt in Nouakchott gelassen. Sie ist von dort beruflich nach San Francisco geflogen. Der Espace musste ebenfalls in N'chott aufgegeben werden. Der Alfa ist in Mali zerbröselt, konnte aber nach Bamako geschleppt werden. Alans Nissan musste ein zweites Mal an der Vorderachse geschweißt werden. Der Suzuki von Colm ist schon in Frankreich kaputt gegangen. Alle anderen Autos sollten in Banjul oder Bamako angekommen oder noch unterwegs sein.


    Vielleicht kann ich in ein paar Tagen nochmal genauer berichten.

    Hallo liebe Pilzfreunde und liebe stillen Mitleser.

    Vielen Dank für die gedankliche Teilnahme an unserem Abenteuer, für die Tipps, die aufmunternden Worte und die mentale Unterstützung.

    Das tut gut in harten Zeiten!

    Die Tour hat uns an unsere Grenzen geführt und manchmal etwas darüber hinaus.

    Das Hauptproblem ist das Schlafdefizit und die hohe notwendige Konzentration beim Fahren. Dazu kommen die teilweise unfreundlichen äusseren Umstände, minus fünf Grad im Hohen Atlas, 35 Grad im Schatten im Senegal, Staubsturm in Mauretanien, hartnäckiger Reizhusten usw.

    Unser Mazze war ein treuer Freund, wir hatten keine Panne, nicht mal einen Plattfuss. Alle Auf- und Umbauten haben sich im harten Betrieb bewährt .


    Aber das liegt nun hinter uns, wir entspannen am Pool, werden heute abend noch einen leckeren Fisch nebst gezapftem Guiness verputzen und anschliessend von den Ladies im schwarzen Jaguar zum Flughafen gebracht werden.

    Gegen Mitternacht bringt uns dann eine obskure türkische Airline nach Düsseldorf und am frühen Nachmittag fahre ich mit der Bahn nach Hause.

    Ich habe alle Mitreisenden gebeten, mir Ihre Foto- und Filmdateien zur Verfügung zu stellen. Daraus werde ich dann wieder ein Movie basteln, welches wir dann beim Nordtreffen im Herbst gemeinsam geniessen werden.

    Hier nun meine letzten Bilder am Ende einer tollen Reise, die ich noch garnicht richtig verarbeitet habe.




    Wieder ein schwerer Tag.

    Wir sind nun kurz vor Farafeni, dem gambischen Grenzposten im Landesinneren.

    Wir fahren überwiegend ganz normale Strassen. Mit einer Menge an nicht angekündigten Speedbumpers von ungefähr einem halben Meter Höhe. Und einem Abzweig zum Abkürzen, den wir dann doch bereuen. Es reisst uns auf der folgenden Piste nach etwa 5 km die rechte Vorderradachse von Alans Nissan ab.

    Später trennen wir uns (nach der Reparatur) schweren Herzens von den BamakoFahrern, speziell von Phil & Andy, sind seitdem nur noch mit einem Auto unterwegs. Ausgerechnet jetzt geraten wir kurz vor Schluss in einen Orientierungstrouble, den man nicht glauben kann. Wir passieren mehrere "Dörfer" wo wir mutmasslich das erste jemals gesehene Auto sind. Jedenfalls laufen Hühner und Kinder davon. Am Ende finden wir nach fast 20 km unfassbarer Offroadstrecke unser Camp. Hier sind wir sehr gut aufgehoben und ziemlich sicher gibt es einen anderen Weg um rauszukommen.

    Fürs Erste sehr gut aufgehoben und voller Hoffnung, morgen in Banjul zu sein.


    Zebrabar, frühmorgens reingefahren, frühmorgens rausgefahren.




    Pelikane, bringen die eigentlich Glück (ich glaub dran):



    Vorderachse abgerissen. Kam nicht völlig unerwartet. Nach Reparatur Steuerungseigenschaften "ungefähr"



    Gentlemen-Donation: 150 Fussball-Kits für die Kinder in Kaolack. (Huddersfield Town)



    Unser (armer) Campingaffe, leider angeleint am einzigen Baum, an dem er jemals rauf- oder runterklettern darf.


    Endlich in Saint-Louis.

    Wir hätten um 15 Uhr hier sein können (2 Stunden Grenze eingeplant), aber da war eine innerafrikanische Grenze dazwischen, deswegen wurde es 19:15 Uhr.

    Die "Strasse" im Sumpfgebiet zwischen Mauretanien und Senegal ist dermassen unbeschreiblich, dass ich es gar nicht erst versuche. Nur soviel: heute in der Gruppe zwei abgerissene Auspuffe und eine zerlegte Hinterachse. Wir haben zeitweise die Strasse verlassen und uns seitlich einen eigenen Weg querfeldein gesucht. So eine "Strasse" bin ich nochnie gefahren, nirgends!

    Im Senegal ist die Situation zum Glück eine ganz andere, tadelloser Asphalt verwöhnt, nur ab und zu unterbrochen von etwa halbmeterhohen Speedbrakers. Besser, man sieht sie im flachen Abendlicht rechtzeitig.


    Wenige Bilder heute, nur ein kleiner Eindruck:


    Fischer in den Wetlands des Senegal-Flusses:



    Glücklich, wer hier nicht noch mehr Teile zerstört:


    Das ganze hat so ein bißchen den Flair von "In 80 Tagen um die Welt". Man will genau wissen in welchem Zustand die Karren sind, ob jemand ausfällt, Leute passen müssen etc.

    Ob alle ins Ziel kommen?

    Da ist ein ungeheurer Gruppen-Spirit im Spiel.

    Nick musste sein Dreirad bereits vor dem Start wegen Überhitzung aus dem Rennen nehmen. Er schloss sich mit ihm damals gänzlich unbekanntem Pete zu einem Zweiergespann zusammen. Colm musste seinen Suzuki bereits in Nantes final abstellen. Phil und Andi fuhren extra 100km zurück, um ihn aufzunehmen. Der Jaguar der 3 Amigos war ein paar Mal dicht vorm Verschrotten. Mit Hilfe der Gruppe läuft er immer noch, mittlerweile im Senegal. Der Espace wurde in aufwändiger 3 Stunden Reparatur mitten im Nirvana wiederbelebt, später abgeschleppt und steht jetzt mit positiver Prognose in einer Werkstatt in N'chott.


    Echt vorbildlich, jeder steht für jeden ein oder, wie die Engländer sagen: "no man's left behind"

    Planänderung. Wir bleiben heute in Nouakchott, haben eine heisse Dusche, frische Klamotten und ein aufgeräumtes Auto. Wir haben WiFi, deshalb kann ich auch etwas ausführlicher schreiben. Unser Guide Dahid hat für uns einen "Fixer" organisiert, der die Formalitäten an der senegalesischen Grenze erledigt und/oder beschleunigt. Wir wollen morgen mit zwei Autos um 7:00 hier losfahren und hoffen, die Zebrabar in Saint-Louis am frühen Nachmittag zu erreichen.


    Unser mauretanischer "Fixer" und Guide Dahid mit der kleinen Tochter des Hotelbesitzers:



    Das hatte ich eigentlich erst in Banjul erwartet, doch auch in Nouakchott gibt es einen farbenfrohen Fischereihafen. (fast wie in Bremerhaven 🤡):









    Sehr speziell sind ebenfalls eine Vielzahl rollender Schrottkarren, die offenbar einmal in der Woche Stockcar-Rennen fahren. Ich habe noch nicht rausgefunden, wo das stattfindet. Könnte natürlich sein: überall in der Stadt:



    Auch dieser Alptraum eines jeden TÜV-Prüfers entstammt keineswegs einem Autofriedhof, sondern nimmt tapfer am Alltagsverkehr teil:


    Nouakchott, netter als erwartet.

    Endlich mal wieder ein Kaffee, Weissbrot, Butter, Marmelade- herrlich.

    Die letzten Tage waren eher durch hartes Campleben geprägt. Im Dunklen ankommen, im Dunklen losfahren, Schlafen im Freien.


    Gestern schliesslich die Königsetappe. Leider fiel die Strandpaasage aus, weil sich ein Renault Espace trotz routinierter Kühlerreparatur nicht mehr als fahrtauglich erwies und schliesslich abgeschleppt werden musste. Das Fahren im Tiefsand mit einem stinknormalen PkW ist tricky, aber machbar. Unser "Mazze" erwies sich als gut fahrbar und technisch kerngesund.


    Heute versuchen wir Saint-Louis zu erreichen. Allerdings ist die Strasse im letzten Teil sehr schlecht und die Grenze schliesst um 18:00. Schaun mer mal.


    Dem Alfa musste ein Teil des Unterbodens amputiert werden:



    Team Lettland kam durch:



    Der Alfa verlor am Ende auch einen Teil der vorderen Plastikeinrichtungen, fährt aber noch tapfer weiter:



    Der Volvo des Brüdertrios von den Shetlands:



    Der Sharan war am Ende trotz aufwändiger (und gut gemachter) Kühlerreparatur wegen defekter Kopfdichtung nicht mehr fahrbereit:


    Nein, wir haben zwar Guides, die uns hier erwartet haben, aber da geht es um die Orientierung auf der Offroadstrecke, die wir fahren. Wenn wir wollten, könnten wir uns frei bewegen. Lediglich die Ecke Nouadhibou/Dakhlet wird vom Auswärtigen Amt nicht empfohlen. Und natürlich der ganze Osten. Da, wo wir fahren wollen, ist nach französischen und britischen offiziellen Stellen alles sicher.

    ...worauf Du Dich verlassen kannst, Tuppie. ==Gnolm7


    Das Hotel Barbas in zweistelliger Entfernung zur Grenze bietet keinen besonderen Standard, aber einen Unterschied von draussen nach drinnen wie Tag und Nacht. Über das ganze Gebäude ist ein riesiger Fallschirm gespannt:


    Die Vorbereitung der Teilnehmerfahrzeuge ist durchaus unterschiedlich, einige bevorzugen die ästhetische Komponente:


    ....andere mehr die technische:


    Hier sind tatsächlich (bis auf Wenige) alle drauf.

    Gleich nachdem wir aus Dakhla rausgefahren sind haben wir auf Wunsch von Andy am weitläufigen Kitesurferstrand eine Bergungsübung durchgeführt. Er hat ein Bergungsseil mit sich, welches zunächst überaus elastisch einsetzt. Das hat den Effekt, dass er schon voll eingekuppelt hat (keine Belastung der Kupplung) und er dennoch nicht dem Gezogenen den Vorderwagen abreisst. Hat tadellos gearbeitet, obwohl schon 18 Jahre alt. Kann man sich merken. Echte Bergefotos folgen sicher, deshalb an dieser Stelle lieber der Kitesurferstrand:


    Die Küste ist hier in der Regel Steilküste, so dass man das Meer nur selten sieht. Zum Fotografieren des Meers muss man anhalten und vorsichtig Richtung Kante fahren:


    Dakhla liegt auf einer Halbinsel. Die Stadt ist rausgeputzt. Die Marokkaner wollen den umstrittenen Status Quo der Westsahara festklopfen. Uns war es recht, eine der besten Unterkünfte bisher zum Budgetpreis:


    Kamele gibt es mittlerweile viel mehr, als ich das in Erinnerung hatte:


    Beim Wettbewerb "Welches ist eigentlich das schönste Land der Welt?" hat dieWestsahara einen verdammt schweren Stand:

    Schon wieder ein harter Tag. Der "Dark Disco Jag" hatte eigentlich nur noch einen brauchbaren Reifen. Um alles in Laayoune auseinanderzusortieren, brauchten wir wieder bis 13:00. Der vereinbarte Platz fürs Wildcamping war wegen Windstärke 5 bis 6 nicht vertretbar. Also A... zusammenkneifen und runter bis Dakhla. Dort haben wir ein wirklich brauchbares Hotel und sind jetzt zum Restaurantbesuch verabredet. Die Anderen drängeln schon.


    Wüsten-Haubenlerche speziell für Jutta:



    La Aayoune, Hauptstadt der Westsahara:



    Man kann mit solchen Reifen losfahren, man muss nicht:



    Die Zentralverriegelung funktioniert schon wieder nicht. Ein- und Ausstieg nur über die Fenster möglich:


    Dankeschön lieber Mausmann, den Pareys habe ich schon, deshalb gerne Variante 2.


    Sitze übrigens gerade im Cafe in Laayoune. Die Ladies haben einigermaßen passende Reifen gefunden. Eine Radmutter ist bei der Montage zerbröselt. Hält natürlich wieder auf. Immer noch 350km zu Fahren. Mal schauen, wann wir weiterkommen.

    Gestern war der bisher härteste Tag. Bis mittag war nicht klar, ob "Kitty" gerettet werden konnte. Zerbröseltes Achslager und Riss in der Reifenflanke. Irgendwie schaffte es der Mechaniker ein passendes Ersatzteil aufzutreiben. Das Reifenformat war nicht zu haben, weder für Geld noch gute Worte. Deshalb mussten wie eine der Ladies zu uns an Bord nehmen und Phil und Andy den Grossteil des Gepäcks um den Jag zu entlasten.

    Schliesslich kamen wie erst gegen 13:00 weg und hatten noch 600km zu Fahren. Und das darf man sich nicht so vorstellen, wie auf unseren Autobahnen sondern eher wie auf einem drittklassigen Eifelsträsschen nach der Schneeschmelze. Die letzten 4km zum Camp waren Piste, aber zum Glück hat Andy sehr gute LED- Zusatzscheinwerfer am Auto.

    Heute sind es bloss 350km. Wir planen Wild Camping an einem Schiffswrack. Inshallah!


    Die Waschmaschine ist jetzt auf dem Dach. Im Vordergrund unser Schlafzimmer:




    Aktuelle Kolonne: Phil, Nicola, Sarah, Thomas, Hillary und Andy (und ich)

    Gutes Netz, keine Zeit.

    Gratulation den Top Ten, ganz besonders Grüni. Spitzenleistung. Ich selbst bin sehr zufrieden. Gegen Ende hatte ich überhaupt keine Zeit mehr, auch keine Bücher.