Beiträge von nochn Pilz

    ... Ich sehe die Brisanz in diesem eher unpolitischen Forum, besonders wenn es dich triggert. Ich bitte deshalb dich, Hans nochn Pilz, mein Gedicht aus der Wertung zu nehmen.


    LG Michael

    nö, mach ich nicht. :gnichttraurig:


    Wir alle sollten auf dem Teppich bleiben und diesen netten kleinen Gedichtewettbewerb nicht zu wichtig nehmen.

    In der Vergangenheit hatten wir hier schon Drogenverherrlichung, Majestätsbeleidigung und kiloweise Üble Nachrede. Wäre doch langweilig ohne.

    Danke, das du auf die Kritik so verständnisvoll reagierst und mir sogar die nächste Auswahl spontan anbietest. Das finde ich mehr als korrekt von dir und hätte echt nicht sein müssen. :thumbup:

    Gibt es denn eine Liste, was schon alles an Begriffen dran war, müsste ich mich dafür durch alle alten Contests durchwühlen, oder ist es in Ordnung, wenn ich spontan etwas nehme und dann vielleicht etwas doppelt dran käme?

    Immer frei von der Leber weg, Apo. ==Gnolm8

    ... nur mal so zumnachdenken. Ich denke es ist erlaubt hier begründet zu schreiben,warum man selber ein Gedicht wählt oder nicht wählt? Steht ja schließlich nicht dabei, von wem sie sind.

    Danke für Deinen kritischen Beitrag Apo. Möglicherweise war die "Dauerkrise" tatsächlich der Auslöser für das Abschweifen von der strengen mykologischen Ausrichtung. Ich wähle die Begriffe immer sehr spontan, je nachdem was mir gerade so durch den Kopf geht.Da ja bald schon der nächste PPC ansteht biete ich Dir an drei Begriffe zu nennen, die wir zur Grundlage für unsere nächste Gedichterunde wählen. Gerne bis Samstag.

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Ich hoffe, dass trotz des tatendurstigen Durchstreifens Eurer Pilzwälder noch Zeit für die Abstimmung zum Pilzgedicht des Monats September bleibt.

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Die Abstimmung endet mit Ablauf des 04. Oktober.


    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren Dauerkrise - frohlocken - naja





    Der Genuss des Waldes

    Ich wandre durch das tiefe Grün,

    wo herbstlich feuchte Nebel ziehn.

    Das Unterholz steht reich und dicht,

    die Sonne bricht im Blätterlicht.

    Der Waldboden, im Sommer leer,

    gibt endlich seine Schätze her.

    Vorbei ist nun, man spürt es kaum,

    die Dauerkrise unterm Baum.

    Wo wochenlang kein Halm gedieh,

    regiert nun Pilz-Anatomie.

    Ein Steinpilz steht in Pracht und Fülle,

    durchbricht die weiche Mooseshülle.

    Da kann mein Sammlerherz frohlocken,

    ich spring vor Freude aus den Socken.

    Der Korb füllt sich mit reicher Beute,

    ich schwelge in der puren Freude.

    Die Pfanne wartet schon zu Haus'

    auf diesen edlen Ernteschmaus.

    Die Pilze brutzeln in der Butter,

    ein herrlich fettes Abendfutter.

    Der Magen voll, die Seele lacht,

    der Wald hat alles gutgemacht.

    Ich seufze satt: Naja, 's ist wahr –

    mehr braucht man nicht fürs Glück im Jahr.




    Hinter der Flöte


    Die Sommer glühen, heiß und schwer,

    Unwetter peitschen ohne Maß.

    Die Erde dürstet mehr und mehr,

    Den Pilzen fehlt das kühle Nass.


    Mieten steigen, Raum wird knapp

    Wie selt'ne Pilze in dem Wald.

    Portemonnaie hängt traurig, schlapp,

    Der Spritpreis auf drei Euro bald.


    Junge Schultern tragen schwer,

    Renten lasten greis und hoch.

    Zur Dauerkrise reicht das her,

    Empfunden wie ein enges Joch.


    Ferner Schatten übler List,

    verborgen, heimlich Unheil rührt.

    Tücke, die den Frieden frisst,

    ein Krieg, der keine Fahne führt.


    Rattenfänger, die frohlocken,

    Im Land mit Schimpfen und mit Schrei'n.

    Mit Angst und Wut woll'n sie uns schocken,

    Mit schneller Lösung nur zum Schein.


    Angst, die hab' ich vor dem Zug,

    Der Menschen, treu der Rattenflöte.

    Die nicht fragen, ob es klug,

    Ob sich nicht was Bess'res böte.



    Man möchte schier verzweifeln



    Die Welt, sie steckt in Dauerkrise

    Manch Staatenlenker durchgeknallt

    Ganz vorne der Orangen-König

    Vom Rechtssystem hält er nur wenig

    Besonnenheit an ihm abprallt

    Und seiner sonderbaren Frise


    Mein Alltag, eine Dauerkrise

    Das Auto, es springt nicht mehr an

    Die Miete, sie ist explodiert

    Die Ehefrau ist schwer frustiert

    Sie wollte Urlaub in Lausanne

    Doch auf dem Konto nur noch Miese


    Die Pilze, eine Dauerkrise

    Erst war der Sommer knochentrocken

    Dann endlich Regen und sie sprießen

    Bei mir jedoch die Tränen fließen

    Denn ich muss strikt zuhause hocken

    „schreib Pilzgedicht!“ ist die Devise

    Man möchte schier verzweifeln



    Die Welt, sie steckt in Dauerkrise

    Manch Staatenlenker durchgeknallt

    Ganz vorne der Orangen-König

    Vom Rechtssystem hält er nur wenig

    Besonnenheit an ihm abprallt

    Und seiner sonderbaren Frise


    Mein Alltag, eine Dauerkrise

    Das Auto, es springt nicht mehr an

    Die Miete, sie ist explodiert

    Die Ehefrau ist schwer frustiert

    Sie wollte Urlaub in Lausanne

    Doch auf dem Konto nur noch Miese


    Die Pilze, eine Dauerkrise

    Erst war der Sommer knochentrocken

    Dann endlich Regen und sie sprießen

    Bei mir jedoch die Tränen fließen

    Denn ich muss strikt zuhause hocken

    „schreib Pilzgedicht!“ ist die Devise

    August 2026

    Waldbrand- malen- weniger

    von Rendel


    Der Schwarzhex, ja der helf ich gern!


    Die Schwarzhex sagt, sie mag nicht mehr

    und ist total gefrustet.

    Ein neues Hobby das muss her,

    sie findet keine Pilze.


    Nichts wächst bei dieser Höllenglut,

    kein Perlpilz und kein Reizker.

    Drum irrt sie rum und findet nichts

    und wird noch viel gereizter.


    Die Erderwärmung, die ist blöd

    es regnet keinen Tropfen.

    Die Kehle wird nun auch schon dörr,

    her mit dem Saft aus Hopfen!


    Die Schwarzhex denkt, was mach ich nur?

    Sie kann ja nicht nur malen.

    Und Stricken ist ihr auch zu doof,

    sie schnappt sich die Sandalen.


    Ein neues Hobby das muss her

    doch was - oh Pilzgott - was???

    Was Neues finden ist soo schwer,

    denn alles macht kein‘ Spaß.


    Die Rendel kann sie gut verstehn,

    auch hier ist’s viel zu trocken.

    Geht nochmal raus in Wald und Flur

    vielleicht kann sie was rocken.


    Ein Waldbrand wäre jetzt ganz schön

    auf der verkohlten Fläche

    spätestens heut in einem Jahr

    wachsen dort viele Becher.


    Die Schwarzhex die ist wirklich nett,

    der hilft die Rendel gern.

    mit einem Grinsen im Gesicht

    zieht Rendel an der Zigarett….

    Bitte jetzt nicht beschweren….

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Weiter geht´s im 14. PPC-Jahr!

    Während nebenan noch in einer Stichwahl die/der SiegerIn des Vormonats gekürt wird möchte ich schonmal zur nächsten Runde aufrufen.

    Natürlich fühlen sich vor Allem die routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre angesprochen.

    Gerne sind aber auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten!

    Es haben bereits Erstlingswerke den Jahressieg geholt! Ich hoffe auf rege Teilnahme.

    Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: Pilz Poetry Poesiealbum

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind

    Dauerkrise - frohlocken - naja

    Abgabeschluss ist der 26.09.26 24:00 Uhr.

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.


    Die Abstimmung zum Pilzgedicht des Monats August ist äußerst knapp ausgefallen.

    Zwei Gedichte konnten mit 4 Stimmen gemeinsam in Führung gehen und stehen nun in einer Stichwahl.






    Bitte stimmt in einer Entscheidungswahl ab:

    Welches der beiden Gedichte soll das Pilzgedicht des Monats August werden?

    Ihr könnt abstimmen bis Samstag, den 12.09.2026 23:59 Uhr.






    Das Eldorado



    Meinen ersten Pilz habe ich hier gefunden, das ist wahr.

    War es noch ein Pfiffi, Marone, oder Steini gar?

    Das ist schon viel zu lange her,

    hab daran keine Erinnerung mehr.


    Aufgewachsen bin ich in diesem Wald darin.

    Wenn's nur irgendwie ging, bin ich mit den Eltern hin.

    Oder zur Not mal auch mit den Verwandten.

    Gesammelt wurd' halt nur, was wir auch kannten.


    Ein paar verschiedene Röhrlinge und der Pfifferling.

    Selten auch mal ein Milchbrätling. Das war ein Ding!

    Alle anderen, die wir da nicht kannten,

    waren jene, die wir pauschal als Giftige benannten.


    So kam es natürlich viele Male vor -

    die Stimmen habe ich immer noch im Ohr -

    dass umsonst wir zogen unsere Bahnen,

    und anschließend nach Hause gingen mit hängenden Fahnen.


    "Da kannst nichts finden, da ist nichts drin!

    Komm, fahren wir zu einem anderen hin!

    Was hilft es denn, wenn du ihn zu Fuß erreichen kannst,

    und dann bleibt er doch wieder leer, unser Wanst?


    Diesen Wald können wir getrost vergessen.

    Hier findest du nichts, was kannst du essen.

    Ich gehe hier gewiss nicht mehr rein.

    Dieser Wald kann mir gestohlen sein!"



    Angestachelt von den unbekannten Funden,

    begann ich die "Giftigen" zu erkunden.

    Das war für mich fürwahr nicht leicht.

    Es bringt nicht viel, wenn man nur ein Bild abgleicht.


    Und so habe ich - erst im Kleinen, dann im Großen

    mir eine Art nach der anderen erschlossen.

    Plötzlich merkte ich, ja das ist doch famos,

    die Vielfalt, ja die ist hier riesengroß!


    Im Wald bin ich noch gar nicht richtig angekommen,

    hab schon gleich was wunderbares ich vernommen.

    Dreh um einen Stumpf so meine Runden,

    nebenbei meine allerersten Stockschwämmchen ich hab gefunden!


    Muss gar nicht weit gehen, jawoll, jippie!

    Steht er gleich da, ein Pracht-Flockie!

    Der nächste Grund, warum ich mich bucke,

    ist eine schöne Krause Glucke!


    Dann erreiche ich eine spezielle Stelle.

    In dem Koniferenwald ist es nicht wirklich helle.

    Besonders an ihm, ein Jahr ist der Boden kahl.

    Im nächsten Jahr steht da alles voll!


    Würz'ger Tellerling, Kuhmaul, Ledertäubling,

    Semmelgelber Schleimkopf, Perlpilz, Gifthäubling.

    Knollinger Schleierritterling, Schopftintling,

    Saitenstieliger und auch Echter Knoblauchschwindling.


    Was es dort zu finden gibt, ist famos.

    Noch dazu ist das Waldstück nicht wirklich groß.

    Auf der anderen Straßenseite geht es weiter.

    Was dort wächst, macht mich wirklich heiter!


    Edelreizker stehen dort gern dicht an dicht.

    Auch die Butterpilze verschmäh' ich nicht!

    Zwischen einigen Fichten und Weymuthskiefern,

    lass ich mir die nächsten tollen Funde liefern.


    Während die Reifpilze im Blaubeerbusch drin steh'n,

    habe ich die Elfenbeinröhrlinge am Weg geseh'n.

    Weiter hinten die Königsröhrlinge thronen,

    Ein Stück da runter Semmelstoppler wohnen.


    Da draußen bei der Lichtung, hab ich mal geseh'n,

    dort stehen gern ein paar wilde Orchideen.

    Wenn ich mich dann weiter troll'

    steht mit Braunen Raslingen alles voll.


    Wieder rein, noch ein Stück, bei den Lärchen hinten

    Kann man Hohlfuß- und Goldröhrlinge finden.

    Bei den geschlag'nen Fichten, später im Jahr,

    stehen Graublättrige Schwefelköpf, wunderbar!


    Ich könnt noch lange weiter machen.

    Hier gibt es ja so viele tolle Sachen!

    Doch wenn ich jemand' frag, ob er mitkommen will,

    heißt es nur: "Ach, sei mir still!


    Da kannst nichts finden, da ist nichts drin!

    Komm, fahren wir zu einem anderen hin!

    Was hilft es denn, wenn du ihn zu Fuß erreichen kannst,

    und dann bleibt er doch wieder leer, unser Wanst?


    Diesen Wald können wir getrost vergessen.

    Hier findest du nichts, was kannst du essen.

    Ich gehe hier gewiss nicht mehr rein.

    Dieser Wald kann mir gestohlen sein!"


    Ich nicke bloß nett und denke mir:

    Wennst nichts finden willst, dann bleib doch hier!

    Hier ziehe ich doch liebend gerne meine Runden.

    Nichts weniger, als ein Eldorado, das hab ich gefunden.



    Mitten in der Nacht weckt mich ein schriller Heulton auf.

    Das Tatü-tata, das kommt zuhauf.

    Was wird denn da schon wieder passiert sein?

    Mit lauter'm Grübeln schlaf ich irgendwann wieder ein.


    Am nächsten Morgen dann der Riesenschock,

    als ich grad an den Jalousien hock'!

    Ich ziehe sie ein Stückchen hoch,

    bis ich erkenne, was ich die ganz' Zeit schon roch!


    Wie jeden Tag schau ich hinüber zu meinem Wald.

    Ein Schauer läuft mir den Rücken hinab, furchtbar kalt!

    Da drüben, wo bis gestern noch mein Eldorado stand

    ist jetzt alles in gar vollstem Brand!


    Zig kühne Helfer mit Schläuchen in den Armen,

    kämpfen gegen's Feuer mit null Erbarmen.

    Helikopter rattern durch die Lüfte mit großer Eil',

    Um zu erreichen, dass noch was bleibt heil!


    Nun kämpfen sie schon seit vielen Tagen.

    Es ist umsonst. Ich höre sie bis hier her zagen.

    Der Wald ist nicht mehr da, wie weg gekehrt.

    Zum Glück blieben alle Häuser unversehrt!


    Es war wohl eine weggeworf'ne Zigarette.

    Wie gern ich den erwischt doch hätte.

    Oder auch ein zerbroch'nes Glas.

    Ich war erschüttert, als ich das erstmals las!


    Das Feuer schien erst noch ganz klein.

    Nicht größer als ein Has' soll's gewesen sein.

    Doch dann erreichte es die trock'nen Kiefern,

    die einem Feuer massig Brennstoff liefern.


    In Kürze brannte alles lichterloh!

    Dass uns nichts passiert ist, bin ich nun froh.

    Mein Eldorado ist verschwunden jetzt.

    Ich hatte meine Freude an ihm bis zuletzt.


    So blicke ich auf das große Grauen hin.

    Kann noch immer nicht beschreiben, wie geschockt ich bin.

    Verkohlte Stümpfe ragen nun empor

    wo mein zweites Zuhause war, bis kurz zuvor.


    Da kannst nichts mehr finden, ist nichts drin!

    Muss nun fahren zu einem anderen hin!

    Was hilft es denn, wenn du ihn zu Fuß erreichen kannst,

    und dann bleibt er doch nur leer, mein Wanst?


    Diesen Wald kann ich getrost vergessen.

    Hier findest du nichts mehr, was kannst du essen.

    Ich gehe hier gewiss nicht mehr rein.

    Doch wird er immer in bester Erinnerung mir sein!




    Der Schwarzhex, ja der helf ich gern!


    Die Schwarzhex sagt, sie mag nicht mehr

    und ist total gefrustet.

    Ein neues Hobby das muss her,

    sie findet keine Pilze.


    Nichts wächst bei dieser Höllenglut,

    kein Perlpilz und kein Reizker.

    Drum irrt sie rum und findet nichts

    und wird noch viel gereizter.


    Die Erderwärmung, die ist blöd

    es regnet keinen Tropfen.

    Die Kehle wird nun auch schon dörr,

    her mit dem Saft aus Hopfen!


    Die Schwarzhex denkt, was mach ich nur?

    Sie kann ja nicht nur malen.

    Und Stricken ist ihr auch zu doof,

    sie schnappt sich die Sandalen.


    Ein neues Hobby das muss her

    doch was - oh Pilzgott - was???

    Was Neues finden ist soo schwer,

    denn alles macht kein‘ Spaß.


    Die Rendel kann sie gut verstehn,

    auch hier ist’s viel zu trocken.

    Geht nochmal raus in Wald und Flur

    vielleicht kann sie was rocken.


    Ein Waldbrand wäre jetzt ganz schön

    auf der verkohlten Fläche

    spätestens heut in einem Jahr

    wachsen dort viele Becher.


    Die Schwarzhex die ist wirklich nett,

    der hilft die Rendel gern.

    mit einem Grinsen im Gesicht

    zieht Rendel an der Zigarett….

    Bitte jetzt nicht beschweren….

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Ich freue mich schon auf das Stechen diesen Monat! Ich glaube, das wird eng.

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Die Abstimmung endet mit Ablauf des 06. September.


    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren Waldbrand- malen- weniger





    Das Eldorado



    Meinen ersten Pilz habe ich hier gefunden, das ist wahr.

    War es noch ein Pfiffi, Marone, oder Steini gar?

    Das ist schon viel zu lange her,

    hab daran keine Erinnerung mehr.


    Aufgewachsen bin ich in diesem Wald darin.

    Wenn's nur irgendwie ging, bin ich mit den Eltern hin.

    Oder zur Not mal auch mit den Verwandten.

    Gesammelt wurd' halt nur, was wir auch kannten.


    Ein paar verschiedene Röhrlinge und der Pfifferling.

    Selten auch mal ein Milchbrätling. Das war ein Ding!

    Alle anderen, die wir da nicht kannten,

    waren jene, die wir pauschal als Giftige benannten.


    So kam es natürlich viele Male vor -

    die Stimmen habe ich immer noch im Ohr -

    dass umsonst wir zogen unsere Bahnen,

    und anschließend nach Hause gingen mit hängenden Fahnen.


    "Da kannst nichts finden, da ist nichts drin!

    Komm, fahren wir zu einem anderen hin!

    Was hilft es denn, wenn du ihn zu Fuß erreichen kannst,

    und dann bleibt er doch wieder leer, unser Wanst?


    Diesen Wald können wir getrost vergessen.

    Hier findest du nichts, was kannst du essen.

    Ich gehe hier gewiss nicht mehr rein.

    Dieser Wald kann mir gestohlen sein!"



    Angestachelt von den unbekannten Funden,

    begann ich die "Giftigen" zu erkunden.

    Das war für mich fürwahr nicht leicht.

    Es bringt nicht viel, wenn man nur ein Bild abgleicht.


    Und so habe ich - erst im Kleinen, dann im Großen

    mir eine Art nach der anderen erschlossen.

    Plötzlich merkte ich, ja das ist doch famos,

    die Vielfalt, ja die ist hier riesengroß!


    Im Wald bin ich noch gar nicht richtig angekommen,

    hab schon gleich was wunderbares ich vernommen.

    Dreh um einen Stumpf so meine Runden,

    nebenbei meine allerersten Stockschwämmchen ich hab gefunden!


    Muss gar nicht weit gehen, jawoll, jippie!

    Steht er gleich da, ein Pracht-Flockie!

    Der nächste Grund, warum ich mich bucke,

    ist eine schöne Krause Glucke!


    Dann erreiche ich eine spezielle Stelle.

    In dem Koniferenwald ist es nicht wirklich helle.

    Besonders an ihm, ein Jahr ist der Boden kahl.

    Im nächsten Jahr steht da alles voll!


    Würz'ger Tellerling, Kuhmaul, Ledertäubling,

    Semmelgelber Schleimkopf, Perlpilz, Gifthäubling.

    Knollinger Schleierritterling, Schopftintling,

    Saitenstieliger und auch Echter Knoblauchschwindling.


    Was es dort zu finden gibt, ist famos.

    Noch dazu ist das Waldstück nicht wirklich groß.

    Auf der anderen Straßenseite geht es weiter.

    Was dort wächst, macht mich wirklich heiter!


    Edelreizker stehen dort gern dicht an dicht.

    Auch die Butterpilze verschmäh' ich nicht!

    Zwischen einigen Fichten und Weymuthskiefern,

    lass ich mir die nächsten tollen Funde liefern.


    Während die Reifpilze im Blaubeerbusch drin steh'n,

    habe ich die Elfenbeinröhrlinge am Weg geseh'n.

    Weiter hinten die Königsröhrlinge thronen,

    Ein Stück da runter Semmelstoppler wohnen.


    Da draußen bei der Lichtung, hab ich mal geseh'n,

    dort stehen gern ein paar wilde Orchideen.

    Wenn ich mich dann weiter troll'

    steht mit Braunen Raslingen alles voll.


    Wieder rein, noch ein Stück, bei den Lärchen hinten

    Kann man Hohlfuß- und Goldröhrlinge finden.

    Bei den geschlag'nen Fichten, später im Jahr,

    stehen Graublättrige Schwefelköpf, wunderbar!


    Ich könnt noch lange weiter machen.

    Hier gibt es ja so viele tolle Sachen!

    Doch wenn ich jemand' frag, ob er mitkommen will,

    heißt es nur: "Ach, sei mir still!


    Da kannst nichts finden, da ist nichts drin!

    Komm, fahren wir zu einem anderen hin!

    Was hilft es denn, wenn du ihn zu Fuß erreichen kannst,

    und dann bleibt er doch wieder leer, unser Wanst?


    Diesen Wald können wir getrost vergessen.

    Hier findest du nichts, was kannst du essen.

    Ich gehe hier gewiss nicht mehr rein.

    Dieser Wald kann mir gestohlen sein!"


    Ich nicke bloß nett und denke mir:

    Wennst nichts finden willst, dann bleib doch hier!

    Hier ziehe ich doch liebend gerne meine Runden.

    Nichts weniger, als ein Eldorado, das hab ich gefunden.



    Mitten in der Nacht weckt mich ein schriller Heulton auf.

    Das Tatü-tata, das kommt zuhauf.

    Was wird denn da schon wieder passiert sein?

    Mit lauter'm Grübeln schlaf ich irgendwann wieder ein.


    Am nächsten Morgen dann der Riesenschock,

    als ich grad an den Jalousien hock'!

    Ich ziehe sie ein Stückchen hoch,

    bis ich erkenne, was ich die ganz' Zeit schon roch!


    Wie jeden Tag schau ich hinüber zu meinem Wald.

    Ein Schauer läuft mir den Rücken hinab, furchtbar kalt!

    Da drüben, wo bis gestern noch mein Eldorado stand

    ist jetzt alles in gar vollstem Brand!


    Zig kühne Helfer mit Schläuchen in den Armen,

    kämpfen gegen's Feuer mit null Erbarmen.

    Helikopter rattern durch die Lüfte mit großer Eil',

    Um zu erreichen, dass noch was bleibt heil!


    Nun kämpfen sie schon seit vielen Tagen.

    Es ist umsonst. Ich höre sie bis hier her zagen.

    Der Wald ist nicht mehr da, wie weg gekehrt.

    Zum Glück blieben alle Häuser unversehrt!


    Es war wohl eine weggeworf'ne Zigarette.

    Wie gern ich den erwischt doch hätte.

    Oder auch ein zerbroch'nes Glas.

    Ich war erschüttert, als ich das erstmals las!


    Das Feuer schien erst noch ganz klein.

    Nicht größer als ein Has' soll's gewesen sein.

    Doch dann erreichte es die trock'nen Kiefern,

    die einem Feuer massig Brennstoff liefern.


    In Kürze brannte alles lichterloh!

    Dass uns nichts passiert ist, bin ich nun froh.

    Mein Eldorado ist verschwunden jetzt.

    Ich hatte meine Freude an ihm bis zuletzt.


    So blicke ich auf das große Grauen hin.

    Kann noch immer nicht beschreiben, wie geschockt ich bin.

    Verkohlte Stümpfe ragen nun empor

    wo mein zweites Zuhause war, bis kurz zuvor.


    Da kannst nichts mehr finden, ist nichts drin!

    Muss nun fahren zu einem anderen hin!

    Was hilft es denn, wenn du ihn zu Fuß erreichen kannst,

    und dann bleibt er doch nur leer, mein Wanst?


    Diesen Wald kann ich getrost vergessen.

    Hier findest du nichts mehr, was kannst du essen.

    Ich gehe hier gewiss nicht mehr rein.

    Doch wird er immer in bester Erinnerung mir sein!




    Der Schwarzhex, ja der helf ich gern!


    Die Schwarzhex sagt, sie mag nicht mehr

    und ist total gefrustet.

    Ein neues Hobby das muss her,

    sie findet keine Pilze.


    Nichts wächst bei dieser Höllenglut,

    kein Perlpilz und kein Reizker.

    Drum irrt sie rum und findet nichts

    und wird noch viel gereizter.


    Die Erderwärmung, die ist blöd

    es regnet keinen Tropfen.

    Die Kehle wird nun auch schon dörr,

    her mit dem Saft aus Hopfen!


    Die Schwarzhex denkt, was mach ich nur?

    Sie kann ja nicht nur malen.

    Und Stricken ist ihr auch zu doof,

    sie schnappt sich die Sandalen.


    Ein neues Hobby das muss her

    doch was - oh Pilzgott - was???

    Was Neues finden ist soo schwer,

    denn alles macht kein‘ Spaß.


    Die Rendel kann sie gut verstehn,

    auch hier ist’s viel zu trocken.

    Geht nochmal raus in Wald und Flur

    vielleicht kann sie was rocken.


    Ein Waldbrand wäre jetzt ganz schön

    auf der verkohlten Fläche

    spätestens heut in einem Jahr

    wachsen dort viele Becher.


    Die Schwarzhex die ist wirklich nett,

    der hilft die Rendel gern.

    mit einem Grinsen im Gesicht

    zieht Rendel an der Zigarett….

    Bitte jetzt nicht beschweren….




    Im Dörrobst-Wald


    Der Waldboden ist staubig, trocken,

    die Sonne brennt mir ins Gesicht.

    Kein Pfifferling kommt aus den Socken,

    weil selbst dem Moos die Kraft gebricht.


    Man müsste Regenwolken malen,

    und dieses Elend gießen gehn,

    doch statt in feuchten Pilz-Pokalen

    muss man im Dörrobst-Walde stehn.


    Ein kluger Sammler bräuchte weniger

    von dieser Hitze, dieser Glut,

    er schaut nach oben, stummer Prediger,

    und rückt verzweifelt seinen Hut.


    Wo sonst das feuchte Dickicht glänzte,

    droht heute die Waldbrandgefahr,

    was jeden Pilztraum jäh begrenzte –

    und dennoch sucht die Jägerschar!


    Mit leerem Korb und festem Glauben

    schreitet der Sammler überall,

    lässt sich der Optimismus rauben?

    Ooh nein, er hofft auf jeden Fall!


    Er sucht im Staub nach einem Zeichen,

    und schmunzelt über seinen Trott.

    Er wird wohl ohne Beute weichen,

    treu dient er dem Myzelien-Gott.

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Weiter geht´s im 14. PPC-Jahr!

    Auch wenn es viel zu heiß zum klaren Denken oder Reime finden ist möchte ich zur nächsten Runde aufrufen.

    Natürlich fühlen sich vor Allem die routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre angesprochen.

    Gerne sind aber auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten!

    Es haben bereits Erstlingswerke den Jahressieg geholt! Ich hoffe auf rege Teilnahme.

    Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: Pilz Poetry Poesiealbum

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind

    Waldbrand- malen- weniger

    Abgabeschluss ist der 30.08.26 24:00 Uhr.

    Soo ein tolles Gedicht!

    Und dann keine Konkurrenz.

    Schade, dass Du so "billig" ins Ziel gekommen bist, Suku; aber für mich ist das schonmal ein Favorit für das Gedicht des Jahres!

    Jedenfalls meinen herzlichen Glückwunsch und natürlich findest Du Dich im PPC wieder.

    :gbravo: :gbravo: :gbravo: :ganbeten: :ghurra: :ghurra: :ghurra:

    Juli 2026

    Durst- trocken- sauer

    von Suku



    Sehnsucht


    Suchend irr' ich durch dein Reich,

    Wo stolz die Nadelbäume thronen,

    Den Blick geeicht auf Wurzelzonen,

    Beredte Still' macht alles gleich.


    Flirrende Schatten, gedämpftes Licht,

    Der wuchtige Wald schweiget und lauscht.

    Samtblasse Haut, die mich berauscht,

    Dein Krauser Kopf, anmutig und schlicht.


    Dein nussig-betörend wohliger Duft,

    Folgt im Traum mir in die Nacht,

    Der mit wilder Sehnsuchtsmacht,

    Wie gekommen, so verpufft.


    Zäh regiert des Sommers Brüten,

    Brennt den Boden knochentrocken,

    Ich will nur zu Hause hocken,

    Gegen diese Hitze wüten.


    Sengewinde, staubgeboren,

    hindern Wachstum, Sein und Leben.

    Wochenlang gab's keinen Regen

    Du bist in der Glut verloren.


    Schließlich zeigt der Himmel Milde,

    Wirft mit kühlen Silberfäden

    Gegen Durst und Hitzeschäden,

    Trommeltropfen ins Gefilde.


    Dort im Moos, am Fuß der Föhre,

    Sink' auf meine Knie ich nieder.

    Endlich habe ich Dich wieder,

    zeigst Du Dich, die ich begehre.


    Zart berühren meine Lippen

    Deinen kühlen, krausen Kopf.

    Nochmal was für meinen Topf,

    Die Gluck' hat gut was auf den Rippen.

    Juni 2026

    Fichte- leuchten- garnicht

    von Kabeloma


    Hier wird nun ein Gedicht gesucht?

    Ich les gern die von andern,

    mich küsst die Muse nie, verflucht!

    Als wär mein Hirn beim Wandern.


    Doch diesmal ist es fast ein Muss,

    denn Kabelomas Name

    ist Fichtner und der Musenkuss

    schmatzt laut die alte Dame.


    Wenn ich im Wald die Fichte seh,

    darunter steht ein Pilz,

    dann denke ich "ach guck, wie schee"

    ein Hut mit weichem Filz.


    Ich schneid ihn ab mit scharfem Schnitt

    und leg ihn zu der Meute,

    daheim folgt dann der nächste Schritt,

    Hex putzt die Hexenbeute.


    Nun hat es plötzlich doch geklappt,

    mit diesem Pilzgereime.

    das hätte ich gar nicht gedacht,

    es leuchten Augen....meine.

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Weiter geht´s im 14. PPC-Jahr!

    Auch wenn die Abstimmung zum PPC 3/26 noch läuft, möchte ich zur schon mal Julirunde aufrufen.

    Natürlich fühlen sich vor Allem die routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre angesprochen.

    Gerne sind aber auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten!

    Es haben bereits Erstlingswerke den Jahressieg geholt! Ich hoffe auf rege Teilnahme.

    Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: Pilz Poetry Poesiealbum

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind

    Durst- trocken- sauer

    Abgabeschluss ist der 01.08.26 24:00 Uhr.

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Endlich wieder ein Stechen diesen Monat!

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Die Abstimmung endet mit Ablauf des 10. Juli.


    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren Fichte- leuchten- garnicht





    Hier wird nun ein Gedicht gesucht?

    Ich les gern die von andern,

    mich küsst die Muse nie, verflucht!

    Als wär mein Hirn beim Wandern.


    Doch diesmal ist es fast ein Muss,

    denn Kabelomas Name

    ist Fichtner und der Musenkuss

    schmatzt laut die alte Dame.


    Wenn ich im Wald die Fichte seh,

    darunter steht ein Pilz,

    dann denke ich "ach guck, wie schee"

    ein Hut mit weichem Filz.


    Ich schneid ihn ab mit scharfem Schnitt

    und leg ihn zu der Meute,

    daheim folgt dann der nächste Schritt,

    Hex putzt die Hexenbeute.


    Nun hat es plötzlich doch geklappt,

    mit diesem Pilzgereime.

    das hätte ich gar nicht gedacht,

    es leuchten Augen....meine.



    Wie die Marone zur Fichte fand


    Zwei Sporen mochten sich sehr gerne und folgten innerem Befehl

    Sie blieben sich nicht lange ferne und wurden schließlich ein Myzel

    Doch kurz schon nach der schönen Paarung, viel Zeit verging bis dahin kaum

    Da brauchten sie ganz dringend Nahrung und suchten einen guten Baum

    Und schnell, bereits nach kurzer Suche, sie brauchten nur ein kleines Stück

    Da fanden sie dann eine Buche; ein toller Baum, was für ein Glück


    "ICH bin hier die NUMMER EINS, hab´ superglatte Rinde

    Und rechts und links des Rheins, kein´ wirklich Besseren man finde

    Das gilt auch rechts und links des Mains, schießt lieber in die Winde!"


    Der Frust war groß, der Hunger auch - sie dachten sich das Gleiche:

    Ich brauch jetzt dringend was im Bauch, da fanden sie ´ne Eiche.


    "ICH bin hier der STÄRKSTE BAUM, ich bin uralt und bitter

    Was Stärkeres das find´ man kaum und meine Rinde ist voll Knitter

    So trennt euch schnell von Eurem Traum, weil ich euch sonst zersplitter!"


    Frustriert und auch leicht angepisst schau´n sie ein wenig tiefer

    da drüben, gleich bei dem Bovist, da drüben steht ´ne Kiefer


    "ICH bin hier die NUMMER UNO, kein andrer Baum hat soviel Harz

    ich bin so braun, man nennt mich Bruno, bin Champion in den Wooden Charts

    ich blühe oft bereits im Juno, vielleicht spielt ihr woanders Darts!"


    So langsam machten sie sich Sorgen, der Hunger trieb sie in die Not

    Denn allerspätest´ früh am Morgen da wartete bereits der Tod!

    Wenn Du glaubst, es geht nicht mehr kommt von irgendwo ein Lichtlein her

    und im allerletzten Abendlichte da fanden sie noch eine Fichte:


    "Ey Leute, cool dass ihr erscheint, ich freu´ mich dass ihr da seid

    Kommt zu mir und wir sind vereint, hier herrscht nur Freude und kein Neid

    Hier ist es besser als man meint - bleibt bei mir und macht Euch schön breit

    Hier gibt´s nur Freunde, keinen Feind (bis uns der Hallimasch kasteit)"

    Wie die Marone zur Fichte fand


    Zwei Sporen mochten sich sehr gerne und folgten innerem Befehl

    Sie blieben sich nicht lange ferne und wurden schließlich ein Myzel

    Doch kurz schon nach der schönen Paarung, viel Zeit verging bis dahin kaum

    Da brauchten sie ganz dringend Nahrung und suchten einen guten Baum

    Und schnell, bereits nach kurzer Suche, sie brauchten nur ein kleines Stück

    Da fanden sie dann eine Buche; ein toller Baum, was für ein Glück


    "ICH bin hier die NUMMER EINS, hab´ superglatte Rinde

    Und rechts und links des Rheins, kein´ wirklich Besseren man finde

    Das gilt auch rechts und links des Mains, schießt lieber in die Winde!"


    Der Frust war groß, der Hunger auch - sie dachten sich das Gleiche:

    Ich brauch jetzt dringend was im Bauch, da fanden sie ´ne Eiche.


    "ICH bin hier der STÄRKSTE BAUM, ich bin uralt und bitter

    Was Stärkeres das find´ man kaum und meine Rinde ist voll Knitter

    So trennt euch schnell von Eurem Traum, weil ich euch sonst zersplitter!"


    Frustriert und auch leicht angepisst schau´n sie ein wenig tiefer

    da drüben, gleich bei dem Bovist, da drüben steht ´ne Kiefer


    "ICH bin hier die NUMMER UNO, kein andrer Baum hat soviel Harz

    ich bin so braun, man nennt mich Bruno, bin Champion in den Wooden Charts

    ich blühe oft bereits im Juno, vielleicht spielt ihr woanders Darts!"


    So langsam machten sie sich Sorgen, der Hunger trieb sie in die Not

    Denn allerspätest´ früh am Morgen da wartete bereits der Tod!

    Wenn Du glaubst, es geht nicht mehr kommt von irgendwo ein Lichtlein her

    und im allerletzten Abendlichte da fanden sie noch eine Fichte:


    "Ey Leute, cool dass ihr erscheint, ich freu´ mich dass ihr da seid

    Kommt zu mir und wir sind vereint, hier herrscht nur Freude und kein Neid

    Hier ist es besser als man meint - bleibt bei mir und macht Euch schön breit

    Hier gibt´s nur Freunde, keinen Feind (bis uns der Hallimasch kasteit)"





    Diese Abstimmung war...

    beinahe hätte ich "aaschknapp" gesagt (so sagt man hier, wo ich wohne), aber zum Glück habe ich das nochmal so gerade eben bleiben lassen..

    .. sehr eng, aber eindeutig: der Sieger ist diesmal wieder Suku.

    Ich bedanke mich bei beiden Premio-Dichter*innen, bleibt uns bitte erhalten!

    Das Gewinnergedicht erhält Einzug in das Pilz Poetry Poesiealbum, ischa wool klaa.

    Mai 2026

    Vogel- quietschen- meistens

    von Suku



    Von Drosseln und anderen Defekten


    Die Drossel übt im Wald Gesang,

    Der einst die Lüfte hell durchzog.

    Nun quietscht es nur, ein schräger Klang,

    Die Stimme fort, der Ton verflog.

    Zur Uhl geht jetzt der erste Gang,

    Die Krummes oft schon gerade bog.


    Die Eule blinzt mit weisem Blick,

    Und rät zum Tee aus Kräutern mild.

    Der Ton ein fiepsend' Missgeschick,

    Kein Lied erklingt, es quietscht nur wild.

    "Ein Sud aus Pilzen - alter Trick",

    Dem Schnabel nur ein "Quieeek" entquillt.


    "Mit Bienenwachs wird alles gut,"

    Und: summe tief im Morgenlicht"

    Zaubert die Uhl aus ihrem Hut,

    Die Drossel klingt, als hätt' sie Gicht.

    Langsam vergeht ihr letzter Mut,

    Ihr schwindet jede Zuversicht.


    Krächzend kriecht die Drossel weiter.

    Am Boden, in 'ner Fahrradtasche,

    (Es dürstet sie, so wie kein Zweiter,)

    Findet sie 'ne kleine Flasche.

    "Kettenöl? Hilft das jetzt weiter?

    Egal, ich trink' was ich erhasche".


    Kaum rinnt das Zeug die Kehle runter,

    Da löst sich Kratzen, Stein und Rost.

    Das Vöglein singt so hell und munter

    Viel lieblicher, als je erhofft.

    Dank Öl ist uns're Welt viel bunter.

    Die Eule weiß: so ist das meistens oft.

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Weiter geht´s im 14. PPC-Jahr!

    Natürlich fühlen sich vor Allem die routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre angesprochen.

    Gerne sind aber auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten!

    Es haben bereits Erstlingswerke den Jahressieg geholt! Ich hoffe auf rege Teilnahme.

    Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: Pilz Poetry Poesiealbum

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind

    Fichte- leuchten- garnicht

    Abgabeschluss ist der 30.06.26 24:00 Uhr.

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Endlich wieder ein Stechen diesen Monat!

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Die Abstimmung endet mit Ablauf des 14. Juni.


    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren Vogel- quietschen- meistens




    Zu spät.



    Auf einer meiner späten Pilzler-Runden,


    lief ich fröhlich durch den Wald,


    denn : Hey, die Pilze wachsen bald!


    Schaut! Bevor sie sind verschwunden!



    Ich ging langsam, schwadronierte fast,


    um nicht einen Schwindling zu verpassen


    und kein Pilzlein aus meinen Augen zu entlassen.


    Da sah ich die Gestalt hinter einem dürren Ast!



    Merkwürdig- so deuchte es mir,


    dass noch wer zu unchristlicher Zeit


    auf tiefsten Waldwegen verweilt…


    Was macht dieser Typ denn hier?



    Beobachtet – wie ich mich durch’s Dickicht mogel-


    Die Tannenwipfel peitschen in mein Gesicht-


    es tut zwar weh, ich bemerk es jedoch nicht.


    Er denkt sich sicher „Was für’n komischer Vogel!“



    Schleicht der mir immer noch hinterher?


    Ich werde unruhig, laufe schneller


    erreiche den Feldweg – das Licht wird heller.


    Frage lautstark: „Ist da wer?“



    Nur Stille. Eine Krähe kräht.


    Ich schaue auf die Armbanduhr


    Und merke: Zweiundzwanzig Uhr.


    Der letzte Bus? Zu spät.



    „Atme.“ Nur Furcht – ich weiß es besser.


    Niemals hast du hier jemanden gesehn.


    Und bleibe erstmal einfach stehn.


    Blitzt da was? Ein Messer???



    „Komm her zu mein, mein Waldes-Liebschen!“


    Ein alter Schuppen! So schnell ich kann


    renn ich in Sicherheit- und dann


    hör ich noch die Stalltür quietschen…



    zu spät.



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    Von Drosseln und anderen Defekten


    Die Drossel übt im Wald Gesang,

    Der einst die Lüfte hell durchzog.

    Nun quietscht es nur, ein schräger Klang,

    Die Stimme fort, der Ton verflog.

    Zur Uhl geht jetzt der erste Gang,

    Die Krummes oft schon gerade bog.


    Die Eule blinzt mit weisem Blick,

    Und rät zum Tee aus Kräutern mild.

    Der Ton ein fiepsend' Missgeschick,

    Kein Lied erklingt, es quietscht nur wild.

    "Ein Sud aus Pilzen - alter Trick",

    Dem Schnabel nur ein "Quieeek" entquillt.


    "Mit Bienenwachs wird alles gut,"

    Und: summe tief im Morgenlicht"

    Zaubert die Uhl aus ihrem Hut,

    Die Drossel klingt, als hätt' sie Gicht.

    Langsam vergeht ihr letzter Mut,

    Ihr schwindet jede Zuversicht.


    Krächzend kriecht die Drossel weiter.

    Am Boden, in 'ner Fahrradtasche,

    (Es dürstet sie, so wie kein Zweiter,)

    Findet sie 'ne kleine Flasche.

    "Kettenöl? Hilft das jetzt weiter?

    Egal, ich trink' was ich erhasche".


    Kaum rinnt das Zeug die Kehle runter,

    Da löst sich Kratzen, Stein und Rost.

    Das Vöglein singt so hell und munter

    Viel lieblicher, als je erhofft.

    Dank Öl ist uns're Welt viel bunter.

    Die Eule weiß: so ist das meistens oft.