Beiträge von Shroom!

    und den Lamellen her würde ich trotzdem auf einen Ziegelroten Schwefelkopf tippen

    Zumindest beim Schnittbild lässt sich ein leichter Grauschimmer in den Lamellen erkennen. Aber normal haben so große, aufgeschirmte Ziegelrote Schwefelköpfe schon sehr dunkelgraue Lamellen, teils auch mit leichtem Grünstich. Wäre also schon ein eher ungewöhnliches Exemplar.


    LG Christopher

    Wenn der Steini noch schön fest ist, pack ihn offen in den Kühlschrank (Gemüsefach) und geh am nächsten Tag damit zum PSV. Mit etwas Glück bleibt er fest, schimmelt nicht und ist dann noch genießbar. Wäre ja schade drum, das Prachtexemplar einfach so wegzuwerfen.


    LG Christopher

    Wahrscheinlich dann auch der Herbstrotfuß. Die rötliche Schicht unter der Huthaut haben sowohl der Herbstrotfuß als auch der Echte Rotfuß. Ist aber nicht immer stark ausgeprägt. Oft sieht man die im Schnittbild gar nicht richtig sondern nur an Fraßstellen.


    LG Christopher

    Die werden eigentlich immer recht groß. Man muss sie halt wachsen lassen. Die Fruchtkörper sind ja sehr robust und langlebig. Los ging es an den Stellen vor ca. 4 Wochen, da waren sie alle noch ganz winzig.

    Auch jetzt schieben sie noch junges Wachstum hoch. Da es auch wieder regnen soll, dürfte es mit denen noch ein Weilchen weiter gehen. Letztes Jahr standen an der Stelle auch im Januar noch brauchbare Fruchtkörper herum. Die Art ist recht Frost-resistent.


    LG Christopher

    Die Schnittbilder lassen auf den Herbstrotfuß bzw. Stattlicher Rotfußröhrling schließen. Der echte Rotfuß hat meist im Stielfleisch Rottöne. Auch das fehlende Blauen deutet auf den Herbstrotfuß hin, welcher sich maximal ganz dezent verfärbt, oft gar nicht. Der echte Rotfuß kann etwas stärker blauen. Der Falsche Rotfuß würde noch intensiver blauen, hätte aber nicht so ausgeprägte Rottöne am Stiel, meist mehr gelblich mit Braun-Einschlag.


    LG Christopher

    Theoretisch wären diese Pilze ja essbar, aber mal ernsthaft, wer zerstört diese grandiosen Kunstwerke der Natur?

    Herrliche Bilder! Verstehe ich auch nicht, wie man sowas hübsches ernten kann. Zumal man die Art ja auch einfach zum Züchten als Set bekommt. Und geschmacklich soll er ja auch nicht so der Bringer sein.

    Bei mir in der Region leider extrem selten. Ich selbst habe ihn noch nie finden dürfen.


    LG Christopher

    Bin von meiner Tour zurück. Leider keine Edelreizker. Dafür aber anderes schickes Zeug.


    Bilderbuch-Maronen


    Trompeten Pfifferlinge


    Viele Eispilze


    Und das hier sieht mir verdächtig nach einer der selteneren dunklen Becherlingsarten aus.


    Dazwischen gab es noch falsche Rotfüße und Violette Rötelritterlinge zu finden.


    Blick in den Korb:


    Ist doch ganz hübsch geworden.


    LG Christopher

    Hier bleibt es wohl erstmal frostfrei. Nächste Woche könnte es sogar nochmal an die 20 Grad geben. Lässt hoffen, dass die Saison doch noch etwas weiter geht als gedacht. Regen soll auch nochmal kommen ab morgen bis Mittwoch.


    Ich mach mich jetzt auf den Weg in Richtung Mertinger Forst / Augsburger Westliche Wälder, mal sehen was sich da mittlerweile so getan hat. Der letzte Besuch ist ja schon einige Wochen her. Vielleicht klappt es endlich mal mit dem Erstfund vom Edelreizker.


    MeckPilz Wenn es bei dir schöne Reizker hat, probier mal Spaghetti mit Reizker und Garnelen / Shrimps. Wenn du danach Googelst findest Rezepte. Ist ein Klassiker in Spanien und überaus lecker.


    LG Christopher

    Man muss nur ohne Kamera in den Wald gehen, dann zeigen sich auch plötzlich wieder Röhrlinge. :D

    War heute wieder unterwegs nach neuen Herbsttrompeten Spots suchen. Zwischendurch gab es:

    • 4 weiche Monster Steinpilze
    • 7 knackige Rotfüße
    • Eine Gruppe Semmelstoppelpilze, die ersten die ich heuer gesehen habe
    • 6 knackige und recht stämmige Maronen

    Ansonsten hätte ich mir auch wieder Unmengen an Lachsreizkern mitnehmen können. Die schieben hier ohne Ende. Bin im Laubwald an einer einzelnen Weißtanne vorbei gekommen die komplett umringt war mit Fruchtkörpern. Violette Rötelritterlinge gab es auch, aber die sind heuer nicht sehr häufig, wie so viele Arten.


    Die Knollis (Gelb und Grün) sind aber auch weiterhin überall am Start. Perlpilze sind aber wieder weg, was mich aber auch nicht wundert, die mögen es ja eher etwas wärmer. Derzeit hat es hier recht konstant zwischen 4 und 12 Grad.


    Rotfüße und Maronen haben auf einem Pilzbrot zum Abendessen Platz nehmen dürfen. Herbsttrompeten haben wieder den Dörrautomaten gefüllt, von denen kann man ja nie genug auf Lager haben. 8o


    LG Christopher

    War heute mal in einem Nachbarwald vom Hauswald. Da geht mit Herbsttrompeten mehr. Habe dort mal mithilfe der Elfenbeinschnecklinge nach neuen Herbsttrompeten-Habitaten gesucht. Mitten im Unterholz dieses Meer aus Schnecklingen:


    Zwei Meter daneben:


    Dann an einer anderen Stelle Elfenbeinschnecklinge gesichtet:


    Und direkt drei, vier Meter weiter:


    Die beiden Arten scheinen überaus ähnliche Standortansprüche zu haben.


    Fürs Abendessen gab es auch noch was Schönes:


    LG Christopher

    Von diesen Monstern gab es bei mir zum Monatswechsel Juli / August einige zu finden, als die große Sommersteinpilzschwemme war. Da waren sowohl Sommersteinpilze als auch Fichtensteinpilze dabei. Bestimmt drei davon dürften auch jeweils über der 1kg Grenze gewesen sein. Aber genießbar war davon kein einziger. Bei der Röhrenfarbe sind die ausnahmslos weich und überständig. Finde ich schon grob fahrlässig sowas seiner Familie zu verfüttern. <X


    LG Christopher

    Ein komisches Pilzjahr ist das ja schon. Die Flockenhexen am Start, aber sonst röhrt hier gar nichts mehr. Keine Steinpilze, keine Filzer, keine Maronen.


    Täublinge hat es plötzlich wieder wie Sand am Meer, allerdings nur scharfer Kram - dafür hübsch anzusehen. Nebelkappen sind in diesem Jahr eine Randerscheinung, Mönchsköpfe ebenso. Den Elfenbeinschnecklingen gefällt es hingegen wieder prächtig, in manchen Waldstücken könnte man meinen, man Blickt in den Sternenhimmel.


    Die Herbsttrompeten im Hauswald geben mir Rätsel auf. An der einen zuletzt besammelten Stelle das schönste Wachstum, alle anderen bekannten Habitate sind hingegen leer, auch in direkter Nachbarschaft. Schade, wenn die ein besseres Jahr hätten, wäre jetzt eine gute Gelegenheit um neue Stellen zu finden. Der Elfenbeinschneckling ist nämlich nach meiner Erfahrung ein sehr guter Anzeiger für Herbsttrompeten.


    Edit: Wer Herbstlorcheln isst, hätte hier übrigens seine wahre Freude. Die könnte man gerade auch Körbeweise sammeln. So viele wie heuer habe ich noch nie gesehen. Teils stehen an den Wegesrändern richtige Büschel davon rum.


    Langsam wird es im Wald wieder trockener. Konstanter Wind und länger kein Regen mehr macht sich bemerkbar. Bis nächste Woche bleibt es wohl trocken, dann wird es aber auch wieder deutlich kälter.


    LG Christopher

    Ja, sind Pfefferröhrlinge aber die sehen auf den Bildern überständig aus. Verzehrfreigabe gibt es hier im Forum eh nicht.

    Mischen kannst du den Pfefferröhrling prinzipiell wie du willst. Der hat kein besonderes Aroma und scharf ist er nach dem Kochen auch nicht mehr. Kann man sich also sparen finde ich.


    LG Christopher

    Sieht mir verdächtig nach einer der braunen Zuchtformen vom Austernseitling aus. Da die hier und da in der Wildnis bereits fruchten, dürften da auch einige Sporen herumwirbeln. Bei mir kommt diese braune Variante im Herbst in einem Stadtpark an Rosskastanie vor.


    Auf jeden Fall interessant, dass sie dir per Zufall in den Kaffeesatz gekommen sind und dann auch noch fruchten. Normal braucht es dafür ja sehr kontrollierte Bedingungen (muss steril sein, Feuchtigkeit sollte passen, Temperatur je nach Art auch). Da hattest du Glück in der Pilz-Lotterie. Vielleicht züchtet auch jemand bei dir in der Nähe und die Sporen sind auf diesem Wege in den Kaffeesatz gelangt.


    Die Chancen stehen denke ich gut, dass du hier eine recht anspruchslose Genetik vor dir hast. Kannst ja mal versuchen, sie gezielt zu vermehren.


    LG Christopher

    Nur weil eine einzige Pilzart von einer einzigen Pflanzenart in einer Untersuchung keine Alkaloide aufgenommen hat, wäre ich vorsichtig, daraus zu schlussfolgern: "Pilze nehmen grundsätzlich keine Giftstoffe aus Wirtspflanzen auf"

    Deshalb ja auch meine Fragestellung. Ist ja prinzipiell auch möglich, dass es vorkommen kann aber nicht muss. Sprich das eine Exemplare einer Art von giftigem Holz keine Giftstoffe aufnimmt, ein anderes hingegen schon.

    Ich bin grundsätzlich ein Skeptiker

    Skepsis schadet ja nie, aber an den Heileigenschaften diverser Pilze ist schon was dran, auch wenn vielleicht nicht alles stimmt, was ihnen nachgesagt wird. Diverse Arten werden ja schon seit Ewigkeiten für Heilzwecke eingesetzt und das oftmals mit Erfolg. Und auch Heilpraktiker die sich auf Pilze spezialisiert haben erzielen mitunter beachtliche Erfolge, sogar bei Fällen, wo die Schulmedizin versagt hat. Finde das schon sehr interessant. Und die Wissenschaft auch. Es wird ja mittlerweile auch deutlich mehr in die Richtung geforscht.


    Kann hier auch was aus dem eigenen Umfeld berichten. Meine Großmutter muss nach Schlaganfall die obligatorischen Blutverdünner nehmen, verträgt allerdings die herkömmlichen Mittel nicht. In Abstimmung mit ihrer Ärztin und einem Heilpraktiker mit Heilpilz Spezialisierung wurde sie mittlerweile vollständig auf Auricularia umgestellt, eingenommen als Pulver in Kapselform. Keine Nebenwirkungen mehr und Blutwerte passen. Das zeigt aber auch, dass man beim Konsum von Pilzen ggf. vorsichtig sein muss, wenn man bestimmte Medikamente einnimmt. Wer Blutverdünner einnimmt, sollte ggf. mit dem Verzehr von Judasohren und der Verwandtschaft vorsichtig sein.


    Am besten untersucht sind aktuell wahrscheinlich Schmetterlingstramete und Birkenporling. Schmetterlingstramete wird z.B. in manchen Ländern vereinzelt auch begleitend zur Chemotherapie bei Krebspatienten eingesetzt, da sie die Nebenwirkungen lindert, immunstärkend wirkt, das Allgemeinbefinden bessert und für sich gesehen wohl ebenfalls eine Krebszellen abtötende Wirkung haben kann.

    Aus eigener Erfahrung kann ich auch die Immunstärkende Wirkung bestätigen. Seit ich regelmäßig Schmetterlingstramete einnehme (ein bis zweimal pro Woche als Tee), bin ich deutlich weniger empfänglich für Infekte (Erkältung, Grippe, Corona, etc.). Und wenn doch mal was ausbricht, sorgt eine intensive Trinkkur über mehrere Tage mit Schmetterlingstramete und Birkenporling in Kombination bei mir für deutlich angenehmere Verläufe und schnellere Erholung. Ein Wundermittel ist es aber auch nicht. Bis ich eine Steigerung der Abwehrkräfte wahrgenommen habe, hat es sicherlich ein Jahr gedauert. Und sicherlich wird die Wirkung auch nicht bei jedem gleich sein. Gut möglich, dass manche Personen gar keinen Nutzen davon haben. Da muss also jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln.


    Spannend finde ich auch die Forschungen die in Richtung Psilocybin und dem Fliegenpilz bzw. Muscimol betrieben werden. Da scheint es ja auch ein enormes Potenzial zu geben, was die Behandlung von psychischen Erkrankungen aber auch Geschichten wie Stottern oder Schlafprobleme angeht - bei letzteren scheint der Fliegenpilz niedrig dosiert bei vielen Personen eine sehr positive Wirkung zu haben und kann wohl auch bei Depressionen positive Wirkung zeigen. Und das ganz ohne berauschende Wirkung. Beim Psilocybin finde ich spannend, dass die Behandlung offenbar nicht nur symptombekämpfend wirken, sondern sogar nachhaltig sein kann. Nachteilig ist hier allerdings, dass dort in der Regel Dosierungen mit Rausch als Folge nötig sind, was ja potenziell auch gegenteilige Effekte haben kann - Stichwort "Horror Trip". Ich glaube Arte hatte zu dem Thema mal ne ganz gute Doku am Start.


    Ist auf jeden Fall ein sehr spannendes Themengebiet und man kann nur hoffen, dass die Forschung in die Richtung in den nächsten Jahren noch deutlich intensiviert wird. Am Ende des Tages will man ja nicht nur eine potenziell mögliche Wirkung kennen, sondern auch die Mechanismen dahinter verstehen, genauso wie etwaige Nachteile die sich ergeben könnten. Alles was eine Wirkung hat, hat auch eine Nebenwirkung. Das sollte man unbedingt auch bei eigenen Experimenten mit Heilpilzen im Hinterkopf behalten.


    LG Christopher

    Danke für den Link, da kann man interessante Infos rausziehen. Halten wir also fest: Direkte Giftstoffaufnahme aus dem Holz konnte in keiner tatsächlichen Untersuchung nachgewiesen werden. Schwefelporling von Robinie bildet allerdings Laetirobin. Die Verbindung behindert die Zellteilung. Offenbar aber nur selektiv in Tumorzellen. Interessant für die Heilpilz-Fraktion, wobei dem Schwefelporling ja allgemein schon eine krebs- und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird.


    Stutzig machen dennoch diverse Aufzeichnungen über unerwünschte Reaktionen (starke Unverträglichkeit mit teils heftigen Symptomen) aus verschiedenen Quellen, wobei häufig Exemplare von giftigen Hölzern verspeist wurden. Kann also ggf. doch eine Aufnahme von Giftstoffen stattfinden oder reagieren die Leute nur auf Stoffe die der Pilz an solchen Hölzern ausbildet?


    So wirklich schlau wird man am Ende also auch nicht. Da wäre eventuell eine breitere Untersuchung von Proben hilfreich um Licht ins Dunkle zu bringen. Spannende Thematik jedenfalls.


    Werde bei Gelegenheit mal noch die KI losschicken, eventuell finde die in den Tiefen des Internets noch weitere Informationen zu der Thematik.


    LG Christopher