Beiträge von Shroom!

    Ich weiß nicht was genau passiert ist.

    Semmelstoppelpilze sind wie Pfifferlinge. Die werden immer bitter beim Trocknen (und manchmal auch beim Einfrieren). Einzige Ausnahme sind Trompetenpfifferlinge, die werden nicht bitter und schmecken danach wie Herbsttrompeten.


    Goldröhrlinge erinnern mich getrocknet immer an den Geschmack von frischen Maronenröhrlingen.


    LG Christopher

    Liegt vielleicht an der Bodenbeschaffenheit und/oder an den Baumpartnern

    Eher daran, dass es einfach eine andere Art ist. Fichtensteinpilze im selben Habitat verlieren auch weiterhin gegen den Sommersteinpilz

    Frisch sind die ebenfalls intensiver, nussiger. Fichtensteinpilze haben meist eine muffige Beinote, weniger nussig, süßlicher.

    Morchelbutter soll ja auch der Wahn sein. Jetzt muss ich nur noch welche finden...

    Gute Idee, hab ich noch gar nicht ausprobiert. Hab hier noch nen Pack getrocknete Spitzmorcheln aus Zucht liegen.


    LG Christopher

    Ja Sommersteinpilz-Butter ist der Knaller. Man kann sogar noch höher konzentrieren. Ich mach meist 1 Teil Pilzpulver auf 2 Teile Butter. Ist dann extrem intensiv, man braucht dann aber auch weniger. Neben Salz mache ich auch zum Abrunden gerne noch eine Prise Zucker ran. Was auch gut schmeckt ist ein kleines bisschen Knobigranulat und Rosmarin rein (mahle ich mit den Pilzen in der Schlagmühle zusammen mit Salz und Zucker zu Pulver, dann knirscht nichts). Zur Verbesserung der Streichfähigkeit etwas Olivenöl rein.


    Wenn wir schon dabei sind noch zwei Rezept Tipps für Pilzbutter:

    • Glucken-Butter: Krause Glucke, Salz, Prise Zucker zu Pulver mahlen, mit der Butter ausreichend erhitzen, nach Geschmack mit etwas Zitronenabrieb abschmecken
    • Trompetenbutter: Herbsttrompeten oder ähnliche Arten (Kraterellen, Trompetenpfifferlinge) mit Salz, Prise Zucker, Thymian zu Pulver mahlen, mit der Butter ausreichend erhitzen, auch hier passt Zitronenabrieb rein, ist aber kein Muss

    Bei der Trompetenbutter kann man auch die Butter reduzieren und am Ende die Masse unter Frischkäse rühren, wenn man gerne eine frischere Aromatik hat. Mit der Gluckenbutter empfehle ich das allerdings nicht, das schmeckt dann nach Käsekuchen aufgrund der vanillig-nussigen Aromatik der Glucke.


    LG Christopher

    Ja, für eindeutige Bestimmung ist ein Mikroskop nötig. Gibt zwar auch Makroskopische Unterschiede zwischen einigen Arten, aber da sehr variabel ist das nicht zuverlässig.

    Glückwunsch zum Erstfund, den hatte ich vor zwei Jahren, bisher leider nicht wieder gesehen.


    LG Christopher

    Aber allein der Gedanke an die zu erwartenden Mengen ist so mühselig

    Bei den Monstern hier mit oft daumendicken Stielen gäbe das schon ordentlich was. Aber ich sehe von der Aromatik her keinen Grund. Die haben so einen feinen Geschmack, da würde sich nichts verbessern. Habe mal welche von den Monstern getrocknet um sie jemandem aus dem Forum zum Untersuchen zu schicken. War geruchlich jetzt nicht so ne Wucht. Dann lieber wie du sagst Parasol.


    Bei mir landen die Stiele von den Samtfüßen meist eh mit im Essen. Mich stört die Konsistenz gar nicht. Nur ganz holzige Exemplare kommen weg, das merkt man ja beim Schnibbeln. Genauso bei den FiZaRü, verstehe gar nicht was die Leute da haben. Sind wie Schnittlauch im Biss.


    LG Christopher

    Du kannst egal ob frisch oder zum Trocknen den ganzen Fruchtkörper verwenden. Nur Teile die sich nur noch mit deutlichem Kraftaufwand schneiden lassen sind nichts mehr. Ganz Junge Fruchtkörper mag ich persönlich gar nicht, viel zu weich und matschig.


    Wie weit man beim Alter gehen kann / will am besten durch experimentieren herausfinden. Die Vorlieben bezüglich Konsistenz sind verschieden. Gibt Leute welche ihn am liebsten haben, wenn er schon beginnt vollständig auszubleichen. Da wird er mir dann aber zu trocken und kratzig. Ich sammle meist ausgewachsen und maximal am Ansatz mit beginnendem Ausbleichen


    LG Christopher

    Flussufer mit Weiden und Auwälder mit Weiden aufsuchen. Oder Badeseen / Kieswerke mit Weidenbestand, da gibt es bei mir auch einige Habitate. Weide ist Wirt Nummer 1. Kirsche, Eiche, Buche findet man zwar auch, aber deutlich seltener. Am häufigsten noch an Eiche.


    Zwischen Ende März bis Ende Mai meist der große erste Schub im Jahr. Wenn man Bärlauch und Morcheln sammeln geht, sieht man es oft gelb leuchten. Vereinzelt gibt es auch im Hochsommer Schübe. Vermehrt dann wieder Spätsommer bis Herbst.


    Edit: Noch was vergessen zu erwähnen. Du kannst auch außerhalb der Schübe danach suchen. Die Fruchtkörper sind unverwüstlich. Wenn es Schwefelporling an einer Weide gibt, dann sieht man das in der Regel sofort. Entweder hängen die alten ausgeblichenen Fruchtkörper noch als weiße Gebilde am Stamm oder man findet um den Baum / das liegende Holz verräterische Brocken davon verstreut, die etwas wie altes, verwittertes Styropor aussehen. Wenn du solch ein Habitat findest, dann merken und regelmäßig checken.


    Wenn du ihn mal beim Fruchten erwischen kannst, dann merk dir den Zeitraum, denn in der Regel hält sich das Myzel mit +- 2 Wochen an den Termin - einmal pro Jahr. Habe bisher nur wenige Habitate erlebt die mal die Jahreszeit gewechselt haben oder zweimal in einem Jahr gefruchtet haben. Die Regel ist immer der gleiche Zeitraum, einmal im Jahr.


    LG Christopher

    Wird da auch die Oxalsäure reduziert?

    Denke schon, habe ihn aber frisch erst einmal abgekocht. Der war von Eiche. Habe nichts Störendes wahrgenommen.

    Paniert allerdings schon.

    Ja, paniert geht er frisch in Ordnung, aber probier mal Nuggets aus Getrocknetem. Welten! Habe da schon einige Leute eine Blindverkostung machen lassen. Der Unterschied zum echten Chicken Nugget wird in der Regel nicht erkannt.


    LG Christopher

    Ich finde Schwefelporling frisch zubereitet etwas adstringierend, das gibt so einen unangenehmen Pelz auf Zähnen und Zunge. Vergleichbar mit dem Gefühl nach dem Verzehr noch nicht ganz reifer Bananen. Kannst du sagen, ob sich das nach dem Trocknen verliert?

    Das ist die Oxalsäure. Der Schwefelporling enthält etwa so viel wie Rhabarber. Nach dem Rehydrieren ist diese weitgehend im Wasser. Je nachdem wie viel Wasser man verwendet hat, schmeckt die Brühe dann auch deutlich sauer.


    LG Christopher

    Empfehlung geht aber ganz klar in Richtung Trockenware. Frisch ist die Konsistenz nur halb so gut. Jedes mal wenn ich den Schwefelporling frisch zubereite bin ich davon enttäuscht. Die glaubhafte Konsistenz von Hühnerfleisch kommt erst nach dem Trocknen so richtig gut zur Geltung.


    LG Christopher