Beiträge von Shroom!

    Danke für den Link, da kann man interessante Infos rausziehen. Halten wir also fest: Direkte Giftstoffaufnahme aus dem Holz konnte in keiner tatsächlichen Untersuchung nachgewiesen werden. Schwefelporling von Robinie bildet allerdings Laetirobin. Die Verbindung behindert die Zellteilung. Offenbar aber nur selektiv in Tumorzellen. Interessant für die Heilpilz-Fraktion, wobei dem Schwefelporling ja allgemein schon eine krebs- und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird.


    Stutzig machen dennoch diverse Aufzeichnungen über unerwünschte Reaktionen (starke Unverträglichkeit mit teils heftigen Symptomen) aus verschiedenen Quellen, wobei häufig Exemplare von giftigen Hölzern verspeist wurden. Kann also ggf. doch eine Aufnahme von Giftstoffen stattfinden oder reagieren die Leute nur auf Stoffe die der Pilz an solchen Hölzern ausbildet?


    So wirklich schlau wird man am Ende also auch nicht. Da wäre eventuell eine breitere Untersuchung von Proben hilfreich um Licht ins Dunkle zu bringen. Spannende Thematik jedenfalls.


    Werde bei Gelegenheit mal noch die KI losschicken, eventuell finde die in den Tiefen des Internets noch weitere Informationen zu der Thematik.


    LG Christopher

    Eine Robinie an der ich öfter mal mit Schwefelporlingen vorbeilaufe, hat jetzt Selbigen. Ist definitiv neu. Komme dort immer vorbei, wenn ich auf Tour gehe, wäre mir also aufgefallen. Ob ich das war? Da es in der Gegend sonst kein Vorkommen gibt, ist das zumindest am wahrscheinlichsten. Ups...
    Wäre mal ein interessanter Kandidat zum Prüfen auf Giftstoffe. Scheint ja nach wie vor nicht ganz klar zu sein, ob der Pilz nun das Gift aus dem Holz anreichert oder nicht.


    LG Christopher

    Kann die Größe der Fruchtkörper mit Laub/Nadelholz/Nährstoffdichte zusammenhängen und/oder mit der Höhenlage?

    Bei den Stockschwämmchen ist es nach meiner Erfahrung folgende Kombination:

    • Gutes Substrat mit ausreichend Material zum Zersetzen
    • Etwas geschützter Standort (z.B. am Wegesrand im Gras oder in dichterem Gebüsch)
    • Erster Schub im Jahr oder erster Schub nach längerer Pause (z.B. wegen unpassendem Wetter)
    • Längere Periode mit perfekten Bedingungen (nicht zu kalt, nicht zu warm, reichlich Feuchtigkeit)

    Solche Stellen in Verbindung mit diesen Gegebenheiten liefern bei mir häufig Monster-Stockschwämmchen.

    Tendenziell treten solche Funde meist eher zum Saisonanfang (zwischen März und April) und Saisonende (November / Dezember) auf. In den Sommermonaten bleiben sie meist klein bis normal.


    LG Christopher

    das Abziehen der Huthaut hat einen deutlichen geschmacklichen Effekt

    Ja das hat es in der Tat. Für meinen Gaumen ist die Haut aber geschmacklich nicht so störend, als dass ich freiwillig die Haut von jedem Pilz abpopeln würde. :D


    LG Christopher

    Die Huthaut von Perlpilz und Grauen Wulstling enthält konkret Anthrachinone. Aus der Stoffgruppe gibt es verschiedene Verbindungen die krebserregend, psychoaktiv oder abführend wirken können. Beim Perlpilz scheint es eine Verbindung mit abführender Wirkung zu sein, wobei mir nicht bekannt ist, um welche es sich genau handelt. Die abführende Wirkung hatte ich beim Perlpilz allerdings ehrlich gesagt noch nie (bin immer zu faul die Haut abzuziehen). Beim Grauen Wulstling, der ebenfalls Anthrachinone enthält, kann ich die Wirkung aber bestätigen. Müssen aber schon so 150 bis 200 Gramm Pilzmasse sein, dass man was merkt. Wahrscheinlich ist es auch von Person zu Person unterschiedlich, wie empfindlich man darauf reagiert.


    LG Christopher

    Lecker! Die Parasolschnitzel habe ich gerne mit Preiselbeeren und einem Kartoffelsalat mit karamellisierten Zwiebeln, Speck und Kürbiskernöl.

    Was auch lecker ist: Parasol Cordon Bleu. Wer trotzdem vegetarisch / vegan bleiben will, packst statt Schinken Rauchsalz oder geräucherten Käse rein.


    LG Christopher

    Heute war ich wieder fit genug um mal wieder etwas in den Wald zu schauen.


    Bin mit dem Rad an meine Lieblingsstelle für Herbsttrompeten. Ein sehr lichtes Areal mit leichter Süd-West Hanglage mit einigen alten großen Buchen, dazwischen junge Buchen und viel Gras gemischt mit blanken Flächen wo es auch etwas Moos hat. Die Vorkommen der Herbsttrompete dort werden immer weitläufiger und haben letztes Jahr schon aus allen Rohren gefeuert. Auch dieses Jahr geht die Post ab und wie 2024 gibt es wieder Monster-Exemplare zu zeigen.


    Die helle Varietät mit Gelbtönen kommt dort auch vor.


    Bei dem Massenwachstum konnte ich mir hier wieder die schönsten Exemplare rauspicken und trotzdem nen ganzen Beutel füllen. Damit ist der Trockenvorrat wieder gesichert.


    Werde die Tage mal meine anderen Stellen auch noch checken. Ich kenne hier einige Areale wo die Art solches Massenwachstum hinlegt.

    Steinpilze scheinen die letzte Woche in Abwesenheit nicht wieder gekommen zu sein. Flockenhexen hatten aber wohl nochmal nen Schub.


    LG Christopher

    Fraxineus Wenngleich sich der Goldröhrling über die Bilder eindeutig bestimmen lässt, wirst du hier keine Verzehrfreigabe übers Internet erhalten. Ist also dein eigenes Risiko. Die Frische der Fruchtkörper musst du selbst beurteilen. Sie sollten nicht so weich sein, dass Druckstellen erhalten bleiben. In dem Fall wären sie drüber. Am besten sind sie, wenn der Hut noch kugelig und die Röhrenschicht sehr feinporig ist. Idealerweise ist das Häutchen noch geschlossen über den Röhren.


    Was den Speisewert betrifft, ist der Goldröhrling wie hier schon erwähnt wurde nicht jedermanns Sache. Ich selbst finde sie sehr gut und mag sie am liebsten mit Karotten, Zwiebeln und Petersilie in Butter langsam angebraten. Wie alle Schmierröhrlinge sind Unverträglichkeiten hier etwas gehäuft, also am besten, sofern du dich traust sie zu essen, erstmal nur eine kleine Menge. Die Huthaut abziehen soll die Verträglichkeit erhöhen. Ich selbst habe bei der Art keine Probleme und kann sie auch mit Huthaut essen.


    Trocknen kann man Goldröhrlinge übrigens auch. Das Aroma geht dann in die Richtung von frischen Maronenröhrlingen mit leicht fruchtigem Einschlag. Habe ich sehr gerne in Saucen.


    LG Christopher

    Stropharia5 Stockschwämmchen können sogar noch wesentlich größer werden. Hatte schon Exemplare die so groß wie meine Hand waren. Kommt aber tatsächlich nicht so häufig vor.


    Malker Stockschwämmchen lassen sich ja zweifelsfrei bestimmen, wenn die Schüppchen vorhanden sind. Ist das nicht der Fall, dann lässt man die Finger davon, egal wie gut man die Art kennt. Jeder einzelne Fruchtkörper wird gewissenhaft kontrolliert - auch bei büscheligem Wachstum. Dann ist man da auch auf der sicheren Seite. Geschmacklich zählt das Stockschwämmchen für mich zu den besten Speisepilzen. Die haben ein unfassbar tolles, angenehmes und intensives Aroma. Unterm Strich für meinen Gaumen eine der geschmackvollsten Arten die die Pilzwelt zu bieten hat. Sich da ran zu trauen lohnt sich also schon. Wenn die Unsicherheit zu groß ist, kann man ja auch einen PSV zur Freigabe aufsuchen oder eine Begleitung mitnehmen, die sich wirklich auskennt. Oder züchten geht auch. Eine weniger gefährliche Alternative wäre auch der Rauchblättrige Schwefelkopf. Der ist auch extrem lecker. Aber leider vielerorts erheblich seltener zu finden.


    LG Christopher

    Die Zitronenhütigen Steinpilze scheinen ein gutes Jahr erwischt zu haben. Den hatte ich bei mir im Hauswald heuer auch zum ersten mal gefunden. Und Verwandtschaft hat kürzlich ein paar Kilometer entfernt auch einen Fund gehabt. Bei zwei Pilz-Youtubern gab es auch Funde, einmal im Schwarzwald und beim anderen weiß ich nicht wo er sich rumtreibt.


    LG Christopher

    Hier hat es sich jetzt wieder gefangen. 5,4 Grad waren vergangene Nacht das Minimum. Jetzt gerade angenehme 17 Grad. Eigentlich sollte es regnen, ist aber bisher ausgefallen.

    Werde heute Nachmittag mal nach den Röhrlingen und Herbsttrompeten schauen, wie sie auf die Temperaturen der letzten Nächte reagiert haben. Und auf dem Rückweg auch mal in die Donau-Auen, vielleicht sind die Monster-Samtfüße ja schon da. Letztes Jahr kamen sie nur ein paar Tage nach dem Temperatursturz Ende Oktober.


    LG Christopher

    Stielfarbe sieht mir auch eher nach dem Grünblättrigen aus. Ziegelrote haben meistens (aber es gibt auch Ausnahmen) wärmere Stielfarben. In jedem Fall hübsch. Wenn man sich nicht sicher ist, hilft bei der Art anlecken, sofern man sie natürlich sicher als Schwefelkopf identifiziert hat. Der Grünblättrige hat starke Gallenröhrlings-Vibes. :D Beim Ziegelroten ist die Geschmackprobe bei jungen Exemplaren mild. Die werden erst im Alter herb, aber auch dann deutlich dezenter als beim Grünblättrigen.


    LG Christopher

    Die sind sehr selten (zumindest da wo ich unterwegs war) und sehr klein, leicht zu Übersehen..

    Pfefferröhrlinge sind Massenpilze an den passenden Stellen. Vor allem in engen Fichtenschonungen mit üppigen Fliegenpilzvorkommen wirst du fündig. Nach ergiebigen Regenfällen ab Spätsommer steht da bei mir alles voll mit denen. Bei passender Witterung werden sie dann auch häufig recht groß.


    LG Christopher

    Also ich finde die Mengen die karim001 hier postet jetzt nicht bedenklich. Zumal sich die Sammelei über viele Arten erstreckt. Er war ja auch nicht alleine unterwegs und - das ist auch wichtig - er hat soweit erkennbar weitgehend einwandfreie Fruchtkörper gesammelt und die alten Exemplare im Wald gelassen, so wie es sich gehört. Wenn man mit der Masse etwas anfangen kann, dann sei es ihm gegönnt. Die Sammelgrenze wurde hier sicherlich nicht gesprengt.


    Ich gehe selbst auch gerne mal an die Sammelgrenze ran, wenn es Steinpilze, Maronen, Glucken und Reizker im Überfluss gibt. Trockenpilze halten sich vakuumiert unbegrenzt und büßen keineswegs an Qualität ein. Eingekochte Pilze halten sich auch problemlos zwei Jahre. Bis zur nächsten Saison sind die Vorräte bei mir aber in der Regel aufgebraucht, da hier relativ oft mit Pilzen gekocht wird und es in der Familie auch diverse Abnehmer dafür gibt.


    Den Protest hätte ich mir neulich mal gewünscht, als hier im Forum jemand Körbe voll überständiger Steinpilze gepostet hat und wohl auch noch stolz drauf war. Damit richtet man Schaden an.


    LG Christopher