Beiträge von Shroom!

    Nette Sammlung. Der Schwefelporling räumt halt auf und macht Platz für neue Bäume. Befallene Bäume sind in der Regel vorgeschädigt. Je nachdem wie groß der Baum ist, kann der aber mit dem Schwefelporling noch viele Jahre weiterleben.


    Kleiner gut gemeinter Ratschlag: Übertreibe es nicht mit dem Verzehr vom Schwefelporling. Vor allem, was die Menge je Mahlzeit betrifft. Wenn man zu viel erwischt, wirkt er abführend. Bei den Exemplaren von Eiche und Buche etwas stärker ausgeprägt als bei Weide und Obsthölzern.


    Da es sich beim Schwefelporling auch um einen Heil- und Vitalpilz handelt (laut TCM förderlich bei entzündlichen Erkrankungen, Husten, Magenkrebs, Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Rheuma), kann ich mir gut vorstellen, dass die Überdosierung dann auch irgendwie ungesund sein kann. Analogie zum Birkenporling: Super bei Magenleiden und Magen-Darm-Infekten, kann einem bei Überdosierung jedoch die Darmflora zerschießen wegen der antibiotischen Wirkung.


    Zur Zucht: Du weißt schon, dass man sich auch fertige Impfdübel für den Schwefelporling kaufen kann?


    LG Christopher

    Dass der Schwefelporling wie Hühnchen schmeckt, unterschreibe ich auch nicht. Der hat schon einen ganz eigenen Geschmack. Nach Schwefelporling halt. Der Geschmack ist durchaus eigenwillig, mich stört er aber nicht. Das Trocknen ändert an dem Geschmack nichts, man kann ihn nur abmildern, indem man ihn in Brühe einweicht statt in Wasser und ggf. danach etwas ausquetscht.


    Der Riesenporling hat da im Vergleich deutlich weniger Eigengeschmack, aber halt auch wieder ne ganz andere Konsistenz. Ganz jung erinnert er mich an einen fetten Fisch, ältere Exemplare gehen dann mehr in Richtung Rindfleisch. Habe daraus schon veganes Gyros und auch mal ein Gulasch gekocht. Das kommt ziemlich gut, besser als mit Schwefelporling.


    LG Christopher

    Ich hätte nie gedacht, dass Pilze so riechen können.

    Echt? Blumige Düfte sind bei Pilzen eigentlich gar nicht so ungewöhnlich. Bei den Speisepilzen fällt mir da z.B. der Mönchskopf ein. Mich erinnert der Geruch von der Art sehr stark an Flieder.

    Der Semmelstoppelpilz wiederum erinnert zumindest entfernt an Orangenblütenwasser.


    LG Christopher

    Guten Abend!


    Noch ein letzter Anhänger in diesem Thema. Die jüngste Steinpilz- und Netzhexenwelle ist jetzt anscheinend vorbei. Die Wälder, in denen bei den Fichtensteinpilzen noch nichts los war, haben auch noch nicht gezündet. Letztes Jahr ging es dort am 7. September los. Vielleicht auch dieses Jahr wieder. Werde ich dann am Samstag wieder kontrollieren.


    Nachdem jedenfalls der Check dort nichts Nennenswertes hervorgebracht hat, ging es in den verlässlichen Hauswald. Die Gelbporigen Raufüße starten gerade wieder einen neuen Schub.


    Meine beste Stelle für Rotkappen ist jetzt auch aktiv. Diese bringt zuverlässig sehr große Fruchtkörper hervor, die auch voll ausgewachsen noch richtig fest bleiben. Dieses Exemplar war unter einem Holzhaufen gefangen. Die habe ich befreit, die restlichen drei Fruchtkörper blieben zum Aussporen im Habitat.

    Mit der genauen Bestimmung der Rotkappen tue ich mich noch etwas schwer, außer wenn es sich um Fichtenrotkappen handelt. Bei diesem Exemplar: Dunkle Schuppen mit rotbraunem Farbton, ins Rötliche gehende Verfärbung vom Hutfleisch, keine verkürzte Huthaut, Stielbasis zeigt dunkelbläuliche Verfärbung. Habitat: Buche, Eiche, Birke, Kiefer. Diese üppige Auswahl an potenziellen Partnern macht es nicht gerade leichter...


    Die Flockenhexen denken anscheinend gar nicht daran, das Wachstum wieder einzustellen. Hier dürfte es sich wieder mal um den Eichenflocki handeln. Habitat passt, Stielbasis im Anschnitt mit deutlich verzögertem Blauen, reichlich Gelbtöne vorhanden.


    Bei den Champignons tut sich auch mal wieder was. Da dieses Exemplar so schön die Kurve macht, verbuchen wir diesen einfach mal als Schiefknolligen Anis-Champignon.


    Beim Riesen-Champignon ist die Bestimmung dann easy. Die legen gerade nochmal ein richtiges Massenwachstum hin.


    Zum Abschluss gab es dann noch einen etwas älteren, aber dennoch einwandfreien Falschen Rotfußröhrling. Fest, keine Maden, kein Schimmel. Wenn's nur immer so wäre...


    LG Christopher

    Sehr schöne Idee! Werde ich bei Gelegenheit mal nachmachen.


    Mit der Mixer-Methode habe ich selbst schon Pfifferlingsbutter gemacht. Einfach Pfifferlinge kleinschneiden, in etwas neutralem Öl anrösten, Hitze aus und nach Belieben Butter einschmelzen. Dann mixen, bis die Pfifferlinge homogen sind. Würzen mit Salz, etwas Thymian und (wenn man mag) Pfeffer.


    Das Ergebnis ist dann auch sehr fein und hält sich im Kühlschrank locker zwei Wochen oder im Gefrierfach ein paar Monate.


    Schmeckt nicht nur als Brotaufstrich gut, sondern auch zum Steak oder auch als Zusatz beim Braten / Kochen.


    LG Christopher

    Ob das Auskochen nun wirklich nötig ist, erachte ich für fraglich bzw. abhängig von der finalen Zubereitung. Oxalsäure verflüchtigt sich zu einem großen Teil beim Erhitzen. Und der Schwefelporling sollte ja ohnehin ausreichend gegart werden, da er im rohen Zustand durchaus als giftig und nicht nur als unverträglich eingestuft werden kann.


    Der durchschnittliche Gehalt an Oxalsäure im Schwefelporling liegt laut englischsprachiger Literatur roh bei 2,7g pro 100g Trockenmasse. Damit ist das Niveau in etwa identisch wie beim Rhabarber.


    Sinnvoll ist ein Auskochen sicherlich dann, wenn man ihn paniert und anschließend brät / frittiert. Dies dürfte den Gehalt an Oxalsäure höher halten als beim normalen Anbraten in der Pfanne oder Grillen.


    Wenn man den Schwefelporling wie ich trocknet, kocht man ihn vor der Zubereitung ja im Grunde durch das Einweichen auch aus. Nach der Zubereitung dürfte der Gehalt dann völlig unbedenklich sein.


    LG Christopher

    Die Fruchtkörper an der Stirnseite werden, wenn du Pech hast, am Wochenende überständig sein. Nur weil sie relativ klein sind, heißt das nicht, dass sie noch größer werden. Vom Grad der Auffächerung her sehen mir die kurz vor ausgewachsen aus. Wenn es sehr warm ist, wächst der SchwePo auch echt schnell. Setze die Erwartungen also nicht zu hoch an, wenn du die Stelle nochmal besuchst.


    Zum Thema Zucht schließe ich mich Mausmann an. Der Schwefelporling wächst am liebsten an Weide und Obsthölzern wie Kirsche, Apfel, Birne oder Pflaume. An Nadelholz kommt er in hohen Lagen auch vor, das ist allerdings eine andere Art als die im Flachland an Laubholz vorkommende.


    An Buche, Eiche und ein paar giftigen Bäumen kann der Schwefelporling auch vorkommen. Bei giftigen Hölzern sollte man vorsichtig sein, da er u.U. Giftstoffe aufnehmen kann. Tatsächlich bewiesen ist das zwar m.W.n nicht, aber Vorsicht schadet nicht.


    Von Buche und Eiche soll er hingegen wegen der Gerbstoffe aus dem Holz bitter sein und bei größerer verzehrter Menge zu Unwohlsein oder Durchfall führen. Das kann ich nach bisheriger Erfahrung nicht bestätigen. Der Geschmack von Buche und Eiche ist aber definitiv eine Nuance anders als von Weide oder Obstholz.


    LG Christopher

    Willkommen!


    Die Glucken fruchten in der Regel nur einmal im Jahr. Also diese Stelle voraussichtlich nächstes Jahr ab August wieder.

    Deine gezeigten Fruchtkörper sind leider schon grenzwertig bis überständig. Exemplare mit so heftigen Trockenschäden sollte man nicht mehr nehmen.


    LG Christopher

    Suillus Flockenstieliger Hexenröhrling, Gelbporiger Raufuß und auch die Bronzeröhrlinge sind so die Arten, die gerade in längeren Trockenperioden mit knackiger Hitze ihren Hauptwachstumspunkt haben. Vor allem die ersten beiden Arten wollen es tatsächlich gar nicht, wenn es permanent feucht ist. Die sind dann entweder gar nicht oder nur in sehr geringer Zahl zu finden.


    Das ist mir schon letztes Jahr aufgefallen und dieses Jahr noch extremer, weil es einfach sehr lange dauerfeucht war. Kaum war der Spuk vorbei und es wurde mal ein paar Wochen richtig heiß und trocken, sind die Arten dann richtig explodiert. Vor allem jetzt zum Höhepunkt der Saison geht es da gerade richtig rund. Förderlich ist dabei, dass es gerade immer gegen Ende von Wachstumsschüben nochmal ergiebig regnet und dann wieder heiß und trocken wird, was dann den nächsten Schub triggert, wobei dann wieder genügend Feuchtigkeit für große Fruchtkörper vorhanden ist. Vor allem dann, wenn es anderen Arten (auch Röhrlingen Schrumz ) schon wieder zu trocken wird, beginnen die genannten Arten dann plötzlich das schönste Wachstum hinzulegen.


    Ich vermute mal, dass die Arten, da sie ohnehin als wärmeliebend gelten, die Feuchtigkeit auch sehr gut speichern können und das Myzel auch in eine gewisse Tiefe vordringt, wo noch Wasser vorhanden ist. Und da es Symbiosepilze sind, besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich vom Partner etwas Wasser auszuleihen. Das ist ja im Grunde der Tauschhandel, den Mykhorrizapilze betreiben: Gib du mir etwas Wasser und ich liefere dir wichtige Nährstoffe.


    LG Christopher

    Na, wenn er am Vergehen ist, ist es klar. Ich meinte rein die Größe. Viele behaupten ja, sobald er beginnt aufzufächern, ist er ungenießbar. Und das stimmt nicht. Die aufgefächerten FK die hier gepostet wurden, sehen erstmal alle einwandfrei aus, außer die weißen Ausgeblichenen natürlich, aber die hat er ja eh hängen lassen. Wie die tatsächliche Konsistenz ausfällt, kann am Ende nur der Finder eindeutig bestimmen.


    LG Christopher

    Mausmann Über die Konsistenz kann man rein nach dem Alter und Aussehen keine Aussagen treffen. Schwefelporlinge können selbst im voll aufgefächerten Zustand noch bis zum Ansatz zart sein, auch wenn die Farben schon dunkler werden. Tendenziell sind die älteren Exemplare besser, wenn man auf fleischige Textur aus ist. Die jungen Fruchtkörper sind mir persönlich viel zu weich. Aber da scheiden sich ja die Geister und jeder muss da seine eigenen Erfahrungen machen.


    Rigdig.Crispy Ohne Verzehrfreigabe sehe auch ich hier einen Schwefelporling, bzw. viele in allen Altersstufen. Die Ausgeblichenen sind natürlich nichts mehr für den Verzehr.

    Im Kühlschrank halten sich frische Schwefelporlinge ein bis zwei Tage im Gemüsefach.

    Wenn du sie längere Zeit konservieren willst, kannst du sie auch stückeln und einfrieren oder für nahezu unbegrenzte Haltbarkeit auch dörren, sofern du einen Dörrautomaten hast.

    Ich persönlich dörre sie grundsätzlich, da dies die Hühnchenartige Konsistenz verbessert und, sofern man mit einer Brühe rehydriert, der doch recht eigenwillige Geschmack der Art etwas abgemildert wird. Bei mir werden dann meist Nuggets oder Grillspieße draus gemacht.

    Wie schon erwähnt wurde, sollte man den Zimtfarbenen Weichporling kennen, wenn man Schwefelporlinge sammelt. Dieser sieht allerdings deutlich anders aus (sowohl Farbe als auch Habitus), weshalb eine Verwechslung, wenn man ihn kennt, eigentlich ausgeschlossen ist.


    LG Christopher

    Unangekündigt gab es heute ein heftiges Gewitter mitsamt lahmgelegter Straßenbeleuchtung durch Einschlag. Satte 41 Liter Regen kamen bisher runter - und es geht aktuell weiter. Laut Radar werden auch alle meine relevanten Wälder abgedeckt. Dürfte mit den tollen Pilzfunden also noch etwas weiter gehen. Ich rechne ab kommenden Wochenende mit dem nächsten Schub bei den Fichtensteinpilzen. Mal schauen, ob mein Gefühl da richtig liegt.


    Einen guten Start in die Woche!

    Christopher

    Hey Pilzsammla


    wie schon gesagt wurde, keine Verzehrfreigabe im Forum, da über Fotos oft keine eindeutige Bestimmung möglich ist. Am besten zum PSV oder wenigstens einem Bekannten oder einer sonstigen Person gehen, die schon länger Pilze sammelt und sich entsprechend auskennt.


    Dennoch mal die Arten, die ich auf deinen Bilder zu erkennen glaube:

    • Sommersteinpilz
    • Flockenstieliger Hexenröhrling
    • Einer der Raufußröhrlinge
    • Parasol

    Bei allen Arten hast du eindeutig überständige Fruchtkörper dabei. Somit könntest du dir bei Verzehr dieser, auch wenn das alles prinzipiell sehr gute Speisepilze sind, eine sogenannte "unechte Pilzvergiftung" zuziehen - gemeinhin nennt man es Lebensmittelvergiftung.


    Solltest du einen PSV zur Freigabe aufsuchen wollen, nehme die jungen Flockenstieligen Hexenröhrlinge und Steinpilze mit, sowie den Parasol der noch am Stiel ist. Der Rest kann m.E. in die Tonne.


    Bei Röhrlingen allgemein ist übrigens das beste Frischemerkmal der Drucktest. Der Hut sollte, wenn du mit dem Finger leicht darauf drückst, kaum oder gar nicht nachgeben und es darf keine Druckstelle hinterlassen werden. Von Grenzfällen und madigen Pilzen sollte man als Anfänger grundsätzlich die Finger lassen, da hier zur Beurteilung noch Geruch usw. wichtig sind, wofür es etwas Erfahrung braucht. Ansonsten natürlich auch immer auf Schimmelbefall achten. Schimmlige Pilze müssen immer verworfen werden. Wegschneiden bringt nichts.


    Also, mach keine Dummheiten und lerne dazu. Es dürfte sich lohnen, denn wie es aussieht, hast du ein Händchen fürs Pilze sammeln. Bei der zweiten Tour solche Funde zu machen, davon träumen viele Anfänger. ;)


    LG Christopher

    Guten Abend!


    Zum Start in den Monat September gab es heute gleich die nächste Pilzrunde in einem anderen Wald. Diese stand diesmal ganz unerwartet im Zeichen der Erstfunde. Es wird zwar langsam eindeutig zu trocken, aber die Artenvielfalt kann sich dennoch sehen lassen. Neben Unmengen an verschiedenen Raufuß-Arten (vor allem Gelbporige und Hainbuchen), alten Sommersteinpilzen und ein paar schönen Flocken- und Netzhexen gab es folgende Besonderheiten zu entdecken:


    Nummer 1 - Ich glaube, jetzt hat es endlich mit dem Bronzeröhrling geklappt?!

    Wenn dem so sein sollte, dann hat die Art hier eine völlige Eskalation hingelegt. Es standen in dem Habitat unzählige überständige, monströse Fruchtkörper herum.


    Nummer 2 - Ziemlich sicher der Glattstielige Hexenröhrling

    Auch hier, alles voll mit alten, riesengroßen Fruchtkörpern.


    Nummer 3 - Der Goldtäubling

    Nach dieser Art suche ich schon ewig vergebens und nun völlig unerwartet inmitten der Glattstieligen Hexenröhrlinge gefunden.


    Nummer 4 - Der Wurzelnde Bitterröhrling

    Leider ohne Bild, da die Datei defekt ist. Plötzlich stand er vor mir, stämmig, hellgelb-weißlich gefärbt. Geruch Maggi-artig. Bestimmung somit eindeutig. Standord war ein paar Meter von den Bronzeröhrlingen entfernt.


    Nummer 5 - Ein Unbekannter?

    Von oben hätte ich auf eine normale Netzhexe getippt. Der Stiel ist jedoch untypisch knallrot gefärbt. Jemand eine Idee, wo man das verorten kann? Geruch war Netzhexen-Typisch, Geschmacksprobe auch. Vielleicht doch nur eine atypisch gefärbte Netzhexe?


    Ich bin mal gespannt, wie ihr die Funde einordnen würdet.


    Liebe Grüße

    Christopher

    Ja der Harte Zinnobertäubling ist möglich, allerdings stören mich da die gelben Flecken. Jung kenne ich die eher hellrot oder rosa gefärbt. Das rot-gelb gefleckte kenne ich eher von anderen Arten, und die kommen auch im Sommersteinpilz-Habitat vor.


    Im Umkreis standen zum Beispiel alte Rotstielige Ledertäublinge, welche jung auch mal so gefärbt sein können, später dann meist in ein Weinrot bis Braunrot mit Grüntönen abdriften. Und auch der Ockergelbe Heringstäubling (R. Cicatricata) käme infrage, welchen ich aus dem Habitat auch kenne. Diese würde die gezeigte Färbung exakt so beibehalten.


    Wäre interessant, da nochmal vorbeizuschauen. Allerdings komme ich zeitnah dort wohl nicht mehr vorbei, weil nun wieder andere Wälder auf der Checkliste stehen.


    LG Christopher