Beiträge von Shroom!

    Da sieht leider vieles arg überständig aus bei dir. Die Krause Glucke ist auch definitiv hinüber mit der Farbe. Schnuppertest sollte da den Appetit verderben.

    Was die Röhrlinge angeht: Rotfüße mit so grobporigen und herausquellenden Röhren bitte nicht mehr sammeln. Da ist das Risiko groß, dass sich der Goldschimmel schon eingenistet hat, auch wenn man es noch nicht sieht. Und ein Genuss sind solche Fruchtkörper ohnehin nicht mehr da zu weich.


    Bei den Maronen sehe ich auf Bild 4 mittig rechts ein Exemplar mit Trockenschaden am Rand, die ist hinüber. Die anderen mit den herausquellenden Röhren sind vermutlich grenzwertig bis ebenfalls hinüber - in jedem Fall aber kein Genuss.


    Ältere Maronen kann man m.E. durchaus sammeln, geeignet sind sie dann aber in erster Linie zum Trocknen. Frisch zubereitet werden sie zu schleimig und die Stiele sind etwas holzig. Dafür eher auf junge knackige Exemplare zurückgreifen, bei denen der Hutrand noch eingerollt ist.


    Bei älteren Exemplaren unbedingt auf die Festigkeit achten. Wenn sich der Hut weich anfühlt und Druckstellen nicht mehr ausfedern, also zurückbleiben, dann ist das Exemplar nichts mehr für den Speisepilzkorb. Die Eiweiszersetzung ist dann im Gange und man riskiert eine unechte Pilzvergiftung aka Lebensmittelvergiftung. Das gilt übrigens für alle Arten von Röhrlingen und nicht nur für die Maronen. Der Druckstest ist neben der optischen Prüfung die beste Möglichkeit zur Frischebestimmung. Geruch ist nebensächlich, auch weiche Maronen riechen in der Regel noch lecker.


    LG Christopher

    Auf Erdritterlinge sollte man übrigens auch Acht geben, wenn man Braune / Gepanzerte Büschelraslinge sammelt. Darauf bin ich selbst neulich reingefallen, als es noch etwas trockener war. Die Hutoptik der beiden Arten war auf den ersten Blick 1:1 identisch, weil sie bei den Büschelraslingen leicht aufgerissen war, was dann diese leichte schuppige Optik wie bei den Erdritterlingen erzeugt hat. So kam es dann, dass ich plötzlich ein Büschel Erdritterlinge in der Hand hielt. Dass sie alle einzeln aus dem Boden wuchsen, machte mich stutzig. Geruchsprobe bestätigte dann, dass hier was nicht stimmt. Bei eingehender Betrachtung wurde es dann schnell klar. Beide Arten wuchsen durcheinander.


    Also wie immer beim Pilze sammeln: Achtsam sein. Gerade bei so ergiebigen Arten hat man ganz schnell mal was Unerwünschtes dabei, wenn man eifrig zur Ernte übergeht.


    LG Christopher

    Im Mertinger Forst gehen die Glucken ab, sowas habe ich noch nicht gesehen. Obwohl alles voller Pilzsammler ist, findet man sie am laufenden Band. Aber die meisten sammeln nur Maronen.


    Von der Machart habe ich mit Begleitung heut 5 Stück eingefahren. Irre.


    Hoffentlich bleibt der Frost noch ne Weile fern. Vorhersage sieht hier leider auch nicht so toll aus.


    LG Christopher

    Dann würde ich sagen ist es eine bestätigte Krause Glucke. Und da du hier ein Küchenfoto postest: Natürlich hier im Forum keine Verzehrfreigabe, dein eigenes Risiko. Schon alleine, da hier niemand die Frische des Pilzes beurteilen kann.


    LG Christopher

    Sieht für mich auch nach einem typischen Braunen(!) Büschelrasling aus. Geruch sollte nussig-spermatisch sein, fleisch fest und etwas gummi-artig, Stiel etwas faserig.


    LG Christopher

    Für mich eindeutig eine Krause Glucke, die Breitblättrige ist auch jung niemals so fein gekräuselt.

    Spätestens beim Geruch sind die Arten eindeutig zu unterscheiden. Die Breitblättrige riech seifig und unangenehm, die Krause riecht angenehm würzig, leicht Morchel-artig und auch lieblich-nussig mit ganz dezenter Vanille-Komponente.


    Die Krause Glucke kann auch auf Totholz vorkommen, von daher nicht so ungewöhnlich die in augenscheinlich reinem Laubwald zu finden. Eingestreute Kiefern oder Lärchen (auch daran kommt die Krause Glucke gerne mal vor) sind ja in Laubwäldern recht gängig.


    LG Christopher

    aber bei Zecken-Lieblingsspeisen bringt das alles nichts

    Dazu zähle ich aber auch ;)

    probiere ich das Kokosöl

    Muss kaltgepresst sein, am besten Bio. Ich nehme das von den Rossman oder DM Eigenmarken. Mit Coupon bekommt man die oft recht günstig und so ein Glas hält locker eine Pilzsaison, oft sogar länger.


    Zu Schwarzkümmelöl: Das muss mit Kokosöl kombiniert werden. So macht man es bei Hunden. Für den Körper ist mir das aber zu Geruchsintensiv. Pures kaltgepresstes Kokosöl finde ich dagegen sehr angenehm. Riecht einfach leicht nach Kokos.


    LG Christopher

    und ob man sich gezielt unattraktiver machen kann

    Doch, kann man. Kokosöl an Armen und Beinen wirkt Wunder. Die meisten Zecken lassen sich dann entweder fallen oder irren ewig auf einem herum ohne anzubeißen, sodass man sie dann erwischt und wegschnippen kann. Apfelessig trinken reduziert die Bissrate ebenfalls, darauf schwören manche Jäger. Und hat auch nebenbei noch andere gesundheitliche Vorteile auf Zuckerstoffwechsel und Fettverbrennung. Beides in Kombination wirkt bei mir sehr gut. Zecken spielen so gut wie keine Rolle mehr. Nach der Tour kurz die aufgesammelten von der Kleidung entfernen und gut ist. Keine Bisse mehr.

    Die Chemiekeulen haben bei mir nie was gebracht und ich kann den Geruch der Mittel auch nicht ausstehen.


    LG Christopher

    Guten Morgen in die Runde!


    Nach den zahlreichen ergiebigen Regenfällen der letzten Wochen tut sich im Wald endlich wieder was und so gab es auf der gestrigen Tour am späten Nachmittag im Hauswald einiges zu entdecken.

    Was die Fichtensteinpilze angeht, ist das Jahr nicht so gut wie 2024. Sie sind da, allerdings nur vereinzelt. Nur an wenigen Stellen gibt es Massenwachstum. Die größeren Schübe habe ich leider verpasst, diese fanden während des Regens statt und so konnte ich dort nur noch alte Riesen bewundern.


    Am Ende sprang nur noch ein brauchbarer Fichtensteinpilz raus, dieser allerdings in stattlicher Größer und komplett frei von Maden. Ich bin zufrieden.


    Die Lachsreizker starten auch gerade ins Massenwachstum. Überall sind orangene Punkte zu sehen und hier und da findet man auch schon stämmige Fruchtkörper.


    Auch die Mönchsköpfe kommen langsam. Noch ein Einzelfund, aber das dürften bald mehr werden. Ich freu mich drauf, einer meiner liebsten Speisepilze.


    Die Schopftintlinge schieben auch weiterhin in Massen. Ein Foto wert war dieses nette Grüppchen mitten auf dem Weg. Als ich in dem Waldstück ankam, war nichts zu sehen. Zwei Stunden später standen sie plötzlich da. Entweder, ich war am Hinweg blind, oder die Art kann derart schnell wachsen.


    Ein netter Zwischenfund war dieser Eispilz / Gallertige Zitterzahn. Im Hauswald bisher nie gefunden. Schön, dass es die hier auch gibt. Einfach eine wunderschöne Art.


    Auf einem Baumstumpf konnte ich dieses nette Makro-Motiv ausfindig machen. Picture Mushroom sagt Fleischroter Gallertbecher - nach Prüfung stimme ich dem zu. Der Fleischrote Gallerttrichter hat sich übrigens auch gezeigt, allerdings schon recht durchgenudelt und kein Foto mehr wert.


    Zu Abwechslung zwischendurch mal was abseits der Pilzwelt. Ein toller Farbtupfer am Wegesrand mitten im Nadelwald.


    Ein kleiner Schmunzler: Goldröhrlinge stehen Schlange zum Aussporen. Einer nach dem Anderen, Ordnung muss sein! :D


    Erfreulich: Die Amanita Gattung, welche bisher ein extrem schlechtes Jahr hatte, kommt endlich in Wallungen. Es fehlen zwar immer noch viele Arten, aber der Gelbe Knolli steht jetzt praktisch überall im Wald rum. Für mich kein Foto wert, dafür aber das: Ganz frische Grüne Knollis, die gerade aus ihrem "Ei" herausplatzen.


    Und auch die Fliegenpilze sind endlich ins Massenwachstum übergegangen. Darunter auch ein paar extrem schöne Exemplare. Wer findet das versteckte Kuhmaul?


    Hier und da zeigen sich in den Buchenwäldern auch noch klassische Sommerpilze. Die Gelbporigen Raufüße wollen es immer noch stellenweise wissen.


    Weitere nicht abgelichtete Funde: Verschiedene Schleierlinge, Grüne Anistrichterlinge, Hallimasch, Unmengen an Pfefferröhrlinge, einige Maronen, Langstielige Knoblauchschwindlinge, alte Täublinge und ein schönes Büschel Stockschwämmchen - meine ersten Brauchbaren in diesem Jahr.


    Steinpilz und Stockschwämmchen landeten auf einer Pizza Gorgonzola. Die Lachsreizker gab es kross gebraten und gesalzen pur als Snack.


    LG Christopher

    Da Zecken ja jahrelang ohne Mahlzeit auskommen

    Nur wenn sie sich vorher vollgesaugt haben und unter idealen Bedingungen. Feuchtigkeitsmangel macht ihnen schnell den Garaus, deshalb verschwinden sie im Wald recht schnell wieder in den Boden, wenn eine Trockenperiode kommt. Nach vier bis fünf Tagen im Haus sind die hinüber. Am Körper vermutlich auch wenn sie an einer Stelle hängen wo nichts zu holen ist. Wobei das eher die Ausnahme sein dürfte. Die suchen sich dann eher ne neue Stelle bevor sie verenden.


    LG Christopher

    Pilztour heute war toll. Der Wald lebt auf. Hier allerdings kein gutes Jahr für die Fichtensteinpilze. Kommen nur sehr punktuell. Da wo sie vermehrt kamen, habe ich sie verpasst. Immerhin sind die Lachsreizker jetzt da, Amanita kommt endlich in Wallungen und ich konnte die ersten Stockschwämmchen dieses Jahr ernten. Morgen mach ich nen Tour Bericht in einem separaten Thema, heute nicht mehr. Hab ein paar sehr schöne Fliegenpilze vor die Kamera bekommen. :)


    LG Christopher

    Bei den Büschelraslingen und Schopftintlingen dürfte aber auf jeden Fall jetzt was zu holen sein. Die mögen so ein Wetter ja.

    Die Glaskugel hat gesprochen. Aber was für Dreckspatzen. Zum Glück kann man die Art problemlos waschen.


    Erfreulich außerdem:


    Unerfreulich hingegen:


    Da kontrolliert man monatelang engmaschig und dann kommen die Affen (Fichtensteinpilze) wenn es schüttet und man die Stelle mal 4 Tage nicht kontrolliert. Hmpf!


    LG Christopher

    Bei mir sind jetzt die 20 Liter geknackt. Bis 9 Uhr soll es noch regnen. Morgen Pause, dann Freitag bis Sonntag jeden Tag nochmal ein paar Liter.

    Bin schon gespannt, was die Steinpilze dazu meinen, ob sie weiter schieben oder nochmal ne Pause einlegen bis die Feuchtigkeit gesunken ist.

    Bei den Büschelraslingen und Schopftintlingen dürfte aber auf jeden Fall jetzt was zu holen sein. Die mögen so ein Wetter ja.


    LG Christopher

    An meiner besten Stelle für Xanthopus kommen beide Arten zusammen vor. Und Richtung Wegesrand auch noch Netzhexen. Ist ein tolles Habitat, da es zuverlässig ab Juni bis in den Herbst in Massen und mit nur kurzen Pausen schiebt, wenn die Bedingungen passen. In anderen Habitaten ist es aber tatsächlich auch ein "Entweder, Oder". Den Zweifarbigen Hexenröhrling habe ich bisher nur in Nadelholz Habitaten gesehen. Auch wenn das wohl nur eine Varietät sein soll, ist da wohl doch irgendwas anders.


    LG Christopher