Hallo,
ich kann Sandras Frustration sehr gut verstehen und auch nachvollziehen.
Ein Beispiel aus meiner Praxis. Ich will Pilzart XYZ gerne einmal finden. Ich weiß, wo diese wächst. Das sind an gesamter Fahrstrecke 115 km. Das kostet Zeit und Benzin.
Ich bin zur richtigen Jahreszeit dort: Zu trocken.
7 Tage später: Wieder nichts.
3 Wochen später: Zwar nass, aber trotzdem nichts.
Eine Woche später: Aha, da war er, wurde aber von Pilzsammlern abgeschnitten.
Die Saison ist vorbei. Na gut, mache ich nächstes Jahr weiter.
Und das Spiel ist jetzt im dritten Jahr.
Besitzt man Informationen darüber, dass genau jetzt aktuell Pilz XYZ tatsächlich vorhanden ist (manche Pilzfreunde haben diese Information), dann kann man einmal fahren und hat fast gesicherten Erfolg.
Kein Witz: Ich will nunmehr im 5. Jahr Amanita phalloides knipsen. Ich weiß, wo der in Massen wächst – wenn er denn wächst. Beim Erstfund im strömenden Regen Massen an FK, Bilderbuchpilze in allen Entwicklungsstadien. Seither nie wieder gefunden.
Noch vor 5 Jahren war die allgemeine Situation deutlich besser. Es wird einfach jedes Jahr schlimmer und extremer. Und wie Sandra schon sagte: Wir können nicht wegen jedes Pilzes x‑mal, rein auf Verdacht, hunderte Kilometer fahren.
Insofern bin ich völlig bei ihr, wenn sie sich etwas anderes sucht, was nicht ständigen Frust und Ärger verursacht. Dazu die laufenden Kosten: Kosten für Lehrgänge, Übernachtung, Benzin. Ein Hobby soll Spaß machen!
Viele Grüße,
Steffen