Beiträge von magicman

    Hallo Pilzfreunde, ich habe mal die besten Funde von der recht trockenen Magerwiese zusammengestellt.


    Wie immer gilt, meine Bestimmung ist nur makroskopisch Art und bleibt damit nur eine Einschätzung, die oft nur bis zur Gattung führt.



    1. Entoloma griseocyaneum: Dieser wunderbare Rötling konnte ich in allen Entwicklungstufen finden und bewerten. Daher zeigen ich Ihn euch auch.

    Die Merkmale umfassen einen ab dem Jugendalter mit flockenbesetzten braunen Hut. Die Lamellen sind farblich und von der Form eher unaufällig,

    Aber der überfaserter blaugraueviolette Stiel ist bei jungen FK einmalig. Sein Profil wird durch sein frühes Erscheinen und dem neutralen Geruch und Geschmack abgerundet.

    Dieser Rötling ist bei der Betrachtung einer Kollektion sehr gut bestimmbar. Sogar die deutsche Bezeichung ist sehr zutreffend, Flockenschuppiger Zärtling, Graulilastieliger Zärtling.







    alt




    2. Hypomyces: Ich halte meinen Fund für einen parasitärischen Schlauchpilz der Gattung Hypomyces. Der Wirt ist immer eine Entoloma unbekannter Art. Diese Gattung beinhaltet

    recht viele Arten, die aber oft oder in der Regel auf einen Wirt spezilisiert sind und Börn war so nett mir sofort die Art auf meinen Erdzungen zu benennen (Hypomyces papulasporae).

    Nun gut, wir suchen nach einer Hypomyces die nur auf Entoloma parasitiert. Gefunden habe ich Hypomyces porphyreus. Bernd und Thorben haben dies schon diskutiert.

    Hier muss noch einiges mikroskopisch oder genetisch geklärt werden. Hauptfruchtform (ASCI sporen) oder Nebenfruchtform. Viele Bilder gibt es im Netz nicht, der INaturalist mit

    Nordamerikanischen Funden und der verstorbene Mykologe Matthias Lüderitz hat diese Art 2 mal in Nord-Deutschland nachgewiesen.


    Beschreibung der FK: Ich durfte einige Einzelexeplare und auch Gruppen auf einer kleinen Wiese in meinem Lieblingsgebiet finden. Die FK wirken im ganzen bereift, dem Subikulum.

    Die Konsistenz der FK war nur geringfügig etwas fester und konnte nicht leicht entfernt werden. Im besonderen fällt die Defomation der Sporengeber auf. Ein unreifer Befall konnte

    ich auch noch finden und abbilden. Im Bild ist der Wirt besser zu erkennen.








    Noch unreife Version





    4. Myxo aus der Gattung Craterium: Die gestielte Porokarpe ist Pokalartig und hat ein gelbes abgegrenztes Plasmodium. Diese sind nur 0.5 bis 0,7 mm breit und das Substart ist ein

    Laubholzblatt. Es gibt sehr viele Arten. Makroskpisch könnte ich mir gut C. Minutum vorstellen. Ulla kann uns bestimmt erhellen :).







    3. Resupinatus: Ein gruppe kleiner grauner Zwergseitlinge auf in forgeschrittener Zersetzung befindlicher Pinus-Ast. Dort gibt es einige Arten, die in Frage kommen. Eingrenzend dürfte

    sich noch das Substrat (Nadelholz) sein.






    5. Marasmus: Eine Gruppe sehr kleiner Zwerg-Schwindlinge im Nadelstreu einer Fichte. Bei einerm Kopfdurchmesser von kleiner 0.5 cm kommt wohl eine andere Art als M.wettsteinii

    nicht in betracht, oder?





    6. Clathrus archer: Ein Mistkräfer, nicht näher bstimmt, badet genussvoll in Clathrus archer. Ein beeindruckendes Schauspiel, dass ohne Nasenklammer nicht auszuhalten ist.





    7. Lepiota: Mitten in der größten Trockendheit finde ich mitten auf dem Waldweg einen sehr kleinen Schirmling mit 1 cm Hut und 2 Stiellänge. Die auffallenden Parameter sind

    der sehr feinschuppige Hut mit braunroter Mitte. Der Stiel hat eine leicht Pseudoringzone mit abstenden spitzen Schuppen. Der Stiel ist gekrümmt und wird basal deutlich dunkler.

    Des weiteren finde ich einen sehr fein gezackten Hutrand. Der Geruch ist deutlich süßlich und fruchtartig. Von einer Geschacksprobe habe ich nätürlich Abstand genommen.

    Wie findet Ihr den Arbeitstitel L. apatelia?







    Zum Abschluss noch ein paar Impressionen, die ich einfangen konnte:








    Ich hoffe ich konnte euch ein wenig mitnehmen und es hat gefallen


    lg Rainer

    Struppige Tintling Coprinus cinerus

    Rollt sich im Alter so nach oben auf. Der Stiel würde auch passen.

    Hallo Norbert, diese Art bevorzugt Stickstoffreiche Weiden und ist nicht selten. Schaue ich mit an, Danke für deinen Hinweis.

    Hey Stefan, wenn ich diese Art nur einmal im Jahr in der Fläche überhaupt finde, so waren bisher kein junge ungeöffnete FK zu finden.


    Von keiner Ahnung habe ich auch eine Menge, mich erinnert der Pilz an eine Hasenpfote (Coprinopsis lagopus).

    Hallo Michael, Coprinopsis lagopus, ein interessanter Vorschlag. Diese Art ist aber generell recht klein (<5cm), oder?



    lg Rainer

    Hallo, ich finde jedes Jahr in der Heide einen, aus meiner Sicht, auffälligen Coprinellus/Coprinopsis.


    Dieser ist recht groß, Stiellänge zwischen 15 und 20 cm, und immer ausgesprochen nach oben gebogenen Hutrand.

    Der Stiel ist sehr fragil und basal sehr zottig behaart. Vielleicht lässt er sich auch ohne Mikrodetails gut eingrenzen.


    Das Habitat ist stickstoffreicher Magerrasen mit teilweise basischen Untergrund. Dieser steht immer im mittelhohen Gras ohne erkennbaren Bezug zum Dung.

    Es ist immer nur ein Einzelexemplar.


    Vielleicht hat ja eine Tintlingspezialist einen guten Vorschlag für diesen Fund.








    Vielen Dank, Lg Rainer

    Hallo Michael, Hallo Matthias, vielen Dank für die Hilfe und den informativen Link.


    Sind die Rosengallenwespe ein typischer Bewohner der Heide? Ein solches Mini Ökosystem ist mit vorher noch nicht aufgefallen.


    lg Rainer

    Hallo, zum Vergleich stelle ich euch noch die heute gefundene gelbe Form

    Stropharia nugosoannulata forma lutea ein.


    Das Habitat ist identisch, der Hut gelb und wieder mit auffälligem doppeltem Ring der unten Zahnradartig aussieht.


    Das SPP wird zum Vergleich mal ermittelt.






    Jung



    Edit: ssp Vergleich,

    Oben

    Stropharia rugosoannulata

    unten

    Stropharia nugosoannulata forma lutea





    LG Rainer

    Hallo, dieses wunderbare Stropharia

    wurde auf der Magerwiese gefunden.

    Die FK wurden in einem sehr trockenen Umfeld zwischen Besenginster ohne erkennbaren Holzsubstrat gefunden.


    Ich halte diese braune Stropharia, mit grauen gekerbten Schneiden, einem auffälligen Doppelring auf gelben Stiel und basaler leichter Natterung für

    Stropharia rugosoannulata.


    Dieser beliebte Zuchtpilz soll aber nährstoffreiches Substrat bevorzugen.

    Der Fundort ist aber alles andere als Nährstoffreich und lässt mich stark zweifeln. Des weiteren ist der Fundzeitpunkt sehr früh.


    Wie seht ihr meine Bestimmung?








    LG Rainer

    Hallo Christoph, der Hut ist natürlich niedergedrückt anstatt genabelt.


    Dein Vorschlag Gymnopus ocior oder zumindest eine nahstehende Art halte ich nun auch für sehr wahrscheinlich, danke.


    Eine Sache stört mich doch sehr an Gymnopus. Dies ist das Habitat mit dem Fundort.

    Diese sehr nährstoffarme und ausgetrocknete Fundort in mitten von trockenen Flechten auf Sand und Kies.


    Ich finde Gymnopus im Mischwald, Parkanlagen eher nährstoffreich und auf Friedhöfen, aber nicht in diesem trockenen Umfeld.


    LG Rainer

    Du hast hier einen Vertreter der Gattung Gymnopus, einen der Waldfreunde. Für die genaue Art müsste man die Cheilozystiden genauer anschauen

    Hallo Christoph, dann ist es doch ein

    Gymnopus aus der Waldfreundecke.

    Mit einer solchen genabelten Hutform

    habe ich die noch nicht gesehen.


    Danke allerseits für die Klarstellung


    LG Rainer

    hast Du mal bei den Rüblingen geschaut ? Da würde ich zuerst mit Suchen anfangen...

    Hallo corne, dort bin ich schon gewesen. Ich habe aber aufgrund der ausgesprochen genabelten Hautform

    und deutlich gebogenen Lamellen, diese Idee wieder verworfen.

    Dieser sandige mit flechten überzogene nährstoffarme Standort haben mich ebenfalls zweifeln lassen.


    Ich gebe aber zu, dass die Färbung von Hut und Stiel, diese ausgebucht ausgewachsenen Lamellen gut zu einem Rübling passen würden.


    LG Rainer

    Hallo, diese Gruppe wurde gestern in der Heide zwischen Moosen und Fechten gefunden.


    Ich Frage mich in welcher Gattung diese Art gehören könnte.


    Die FK sind später gut erkennbar genabelt, die Lamellen verlaufen stark bogig und sind clitocybe like dünn und schräg verlaufend.

    Am Stiel enden diese Ritterlingsartig ausgebuchtet.


    Wenn die Schneiden am Stiel herablaufen würden, könnte ich mir vom Habitus einen Scheinnabeling, Pseudoomphalina, vorstellen.


    Die Ökologie erinnert mich etwas an die parasitierende Art Gamundia xerophila, die ich schon dort finden durfte.


    Vielleicht kann mir jemand von euch einen Hinweis geben!? Oder hat diese Art schon gefunden.









    Vielen Dank und LG


    Rainer

    Hallo zusammen, es hat schon 10 Tage nicht auf der Fläche geregnet und dennoch kann man FK finden.


    Ich bin der Ansicht, dass ich einen Nabelrötling aus der rusticoides Clade finden durfte. Es waren zum Glück 2 FK im unterschiedlichem Alter, somit konnte ich das SPP schon erahnen.


    Nach ein wenig Recherche und Nachlesen in der FE 5 Reihe glaube ich, dass es sich gut um einen sehr frühen Rötling, Entoloma lanicum, handeln könnte. Oder, evtl ein sehr nahe Verwandter.


    Meine Bestimmung bleibt ohne Mikro nur ein wager Arbeitstitel!


    Habitat: Heide, sandig, närstoffarm, mit Stickstoffeintrag, Kalk, eine dünne Moosschicht


    Jung:

    5 mm Hut deutlich genabelt, auffällig wollige/bereifte!? Hutstruktur, keine Riefung, keine Zonierung wie bei E. umdatum.

    Der Stiel ist leicht gewunden und die Stielbasis ist gut erkennbar etwas verdickt. Die Oberfläche ist ebenfalls über die gesamte Länge faserig/bereift.


    Alt:

    Hut <2 cm und ausgeblichen. Der Hutrand schwärz leicht: Die Lamellen laufen deutlich bauchig mit etwas Abstand herab

    Der Stiel zeigt die gleiche Form und Oberflächenstrukt auf der gesamten Länge


    Der Geruch ist schwach mehlartig, die Geschmacksprobe habe ich leider vergessen.


    Die wichtigste Tennungsmerkmale von anderen Arten aus dieser Gruppe, sind aus meiner Sicht: Keine Zonierung; keine Riefung; wollig/bereifte Strukturen


    Habitat:











    Wie seht ihr meine Bestimmung?


    lg Rainer

    Hallo Günter, sorry für meine späte Antwort.


    Eine weiterführende Mikroskopische Analyse, Sporen-Form und -Größe, kann ich die leider nicht bieten. Die Gruppe wurde aber getocknet.


    Deine Bestimmungskandidaten konnte ich mir im Kibby anschauen.


    C. ammophiloides:

    Der Hut soll gelbe oder rote Anteile zeigen; Hygrophan sein und die mitte deutlich dunkler; Die Lamellen hell gelb/braun.

    Auch der Stiel soll gelbe Farbanteile zeigen. Das Fleisch ist Braun. Diese Färbungen im Hut und Stiel sehe ich in meiner Gruppe so nicht.


    C. scoticus:

    Hier sind Rotanteil im Hut und dieser ist hygrophan; Der Stiel ist hellgelbbraun; Richt nach dem Trocknen Jodoform, Das Fleisch ist Braun.

    Habitat: Kiefern dominierend mit eingstreuter Betula. Das Exsikkat richt.


    Welche äusseren Parameter habe dich zu deinen Vorschlägen geführt?


    lg Rainer

    Hallo Felli, Hallo Karl,

    das gelbe Becherchen kannst du mal mit Hyalrorbilia evtl. inflatula vergleichen.

    Deiner Lorchel hätte ich den Arbeitsnamen H. queletii / solitaria

    Zumindest die Lorchel kann man gut H. queletti benennen. Dieser rillige Stiel und das dunkle Hymenium scheinen mir doch sehr zutreffend zu sein.

    Der Becherling ist da schon deutlich schwieriger. Danke


    Gerne erscheinen im Frühjahr E. cunneatum und E. cetratum die ich aber meist in Nadelstreu bei Pinus finde. Vorstellen könnte ich mir auch noch E. conferendum.

    Diese Art scheint mir nicht zum Nadelstreu zu passen. Die beiden Fundorte waren im üppigem Moospolster. Im Umfeld gab es auch genug Möglichkeiten im Nadelstreu von Fichte und Kiefer zu fruktuzieren. Und wie schon geschrieben kein nennenswerter Geruch und der milden Geschmack.

    Ich bin leider Unterwegs und kann nicht in der 5a, 5b nachlesen, ob einer deiner drei Vorschläge ein Moosliebhaber ist.


    Der Clitocybe halte ich auch für C. fragrans. Diese finde ich aber ausschließlich im Spätherbst bis in den Winter hinein.


    LG und einen schönen Abend


    Rainer

    Hallo Werner, Hallo Ulla, vielen Dank für eure Hinweise.


    bei Nr. 4 könnt ich mir Galerina triscopa vorstellen. Die gesamte Erscheinung mit dem spitzen Buckel, die Größe und auch das morsche Nadelholz würden gut dazu passen.

    Dein Vorschlag finde ich makroskopisch sehr plausibel und nachvollziehbar!

    die Nr. 2 muß keine Lamproderma werden, es könnte auch eine Comatricha sein, aber da muß man die reifen Fruchtkörper haben.

    Nr. 11 ist eine von den roten Arcyria-Arten und die Nr. 12 eine Trichia. Beide letzteren sind mikroskop-pflichtig. Bei der Nr. 2 müßte man eben auch reife Fruchtkörper haben um wenigstens die Gattung ansprechen zu können.


    Eine Comatricha wäre ebenso noch eine Option für die 2. Interessant wäre eine Übersicht der Gattungsdetails für Myxo's. So könnte man die

    die Funde idealerweise! zumindest makroskopisch in eine Gattungsecke stellen.


    lg Rainer

    Hallo, die Wetterlage hat doch so einige Funde zugelassen. Finden konnte ich schon Entoloma, Cortinarien, Inocybe einige Schleimpilze, ein Faserling, Conocybe und coprophile Arten.



    Das erste Gebiet ist eine saure Heide, Birkenbruch, Sauerwiese und sehr viele Kiefern.


    1. Entoloma: Vom Habitus eher ein Wiesenkandiat und Moosfreund zu sein. Dieser hat eine glockige Hutform mit schwach angehefteten Lamellen. Kein Geruch oder Geschmack!

    Birkenbruch vor Erle im Moos wurde aber auch zwischen Fichten im gleichen Moos gefunden.







    2. Junge Lamproderma: Wurde auf Fagus gefunden. Seit dem ich manchmal ein paar Hölzer umdrehe gibt deutlich mehr zu finden.


    Ich zitiere mal Ulla:

    "denn Lamproderma gehört zu den Stemonitales und die haben immer einen dünnen schwarzen Stiel (Columella) der bis in das Köpfchen reinragt. Von diesem geht dann das Capillitium aus"


    Das sehe ich für meinen Fund genau so


    Comatricha sein, aber da muß man die reifen Fruchtkörper haben.

    Nr. 11 ist eine von den roten Arcyria-Arten und die Nr. 12 eine Trichia


    Edit: Die Gattung Comatricha kommt neben Lamproderma ebenfalls in frage (Danke Ulla)



    3. Gelber Becherling: Im Umfeld gibt es noch eine Menge Becherlinge. Zum zeigen finde ich diese sehr gelben Kandidaten recht gut.




    4. Galerina: Der eigentlich interessante Fund in diesem Gebiet an einem Wasserlauf nur durch umdrehen unter! Nadeltotholz zu finde. Der FK ist braun und gerieft.

    Der Habitus und die Ausrichtung lassen an Stummelfüssen denken. Vielleicht eine Seitlingsart. Der Stiel ist kaum zu erkennen, weil dieser extrem gewunden wächst.

    Die braunen Lamellen stehen weit und sind sehr dicklich. Bei genauer Betrachtung gibt es braun fleckige Stelle in den Lamellen, die auf braunes Spp schliessen lassen.

    Kein auffälliger Geruch. Evtl. ist es ein sehr kleiner Häuptling auf Totholz.


    Edit: Makroskopisch könnte es Galerina triscopa sein (Danke Werner)








    Vielleicht hat ja jemand eine Idee?


    Zum Abschluss für das Habitat noch ein Kraut passend für das Habitat Quendelblättrige Kreuzblume (Polygala serpyllifolia)

    Zeiger für sauer, feucht stark wechselnd, hell, nährstoffarm.



    Das Zweite Gebiet, sehr regelmässig besucht. Sandig, Steinig, Stickstoffreich, Magerasen, Kalk


    5. dunkler Cortinarius: Eine im Frühling immer zu findende kleine Talamonie. Diesmal als Kollektion mit allen Merkmalen. Das Geruch war nicht auffällig und der Partner ist Pappel.

    Es sehe keine roten Töne der Untergrund ist sehr sandig. Das Schnittbild zeigt dunkles Fleisch.





    6. brau/schwarze Helvella mit rilligem Stiel: Es war trotz intensiver Suche kein weiteres Exemplar zu finden. Das Hymenium an der Innenseite ist tiefschwarz. Die Aussenseite

    ist braun und kleiig. Das Fleisch ist weiß. Der Standort war im sonnig und im Moos. Der Untergrund ist sandig.


    Edit: Als Arbeitstitel finde ich Helvella solitaria sehr gut.





    7. Phragmidium sanguisorbae: Sehr oft zu finden. Bei diesem Motiv hätte es sich gelohnt sich ein wenig mehr Zeit zu nehmen



    8. Inocybe/Mallocybe: Diese Risspilze sind bei den sehr jungen Birken/Pappel in der sandigen Umgebung recht häufig zu finden. Eine weitere Betrachtung ohne Mikro lohnt nicht.





    9. Ein starkrichender Clitocybe: Diese Art war im Moos ziwschen Besenginster zu finden. Der Hut ist hygrophan und die FK sind mit einen ausgeprägten Geruch nach Marzipan

    ausgestattet.





    Und zum Abschluss noch eine Besonderheit für das Gebiet, die Zauneidechse.

    Ich durfte Sie aus nächster Nähe beobachten. Poronia punctata im Hintergrund



    Das Dritte Gebiet ist vor meiner Haustüre. Viele Wasserläufe und Hänge mit Fagus. Kalkreich.


    10. Psathyrella: Ein Einzelexemplar unter einem schon ziemlich zersetzem Fagusstamm. Hut Hygrophan, der Geruch neutral. Das Spp ist braun/Schwarz und hat eine kleinen rosaanteil

    Der Stiel ist hohl und zeigt im unteren Teil eine leichte Natterung.





    11. rot/brauner Myxo: Auf Fagus und schön reif. Die Art sitz auf einem gestielten Becher.


    Edit: Eine rotbraune Arcyria (Danke Ulla)




    12. gelber Schleimpilz: Auch auf Fagus aber diesmal liegen die FK eiförmig auf dem Substart auf. Villeicht kann @Ulla zu diesen beiden Arten schreiben


    Edit: Eine gelbe Trichia (Danke Ulla)




    Ich hoffe es hat euch etwas gefallen.


    lg Rainer

    Hallo zusammen, ich konnte heute diesen Spaltkohlenpilz auf Fagus finden. Diese Gattung ist ja durch ihre makroskopische Erscheinung sehr auffällig.


    Nur leider musste ich erkennen, das es doch einige Arten gibt. Vielleicht lässt sie sich doch noch etwas eingrenzen (Substrat)


    Das Habitat ist Fagus dominiert Hang mit angrenzendem Birkenbruch. Das Substrat färbt sich deutlich dunkel.


    Die auf Esche vorkomende Art Hysterographium Fraxini würde ich daher eher auschliessen wollen. Ob die Färbung diese Art eingrenzt kann ich leider nicht beurteilen.








    lg Rainer

    Hallo Christoph,


    vielen Dank für deinen Hinweis, meine Kommetar hat natürlich deine Sichtweise falsch wiedergegeben, sorry. Dies wurde natürlich korrigiert!


    Ob Galerina autumnalis und Galerina unicolor abtrennbar sind oder nicht, ist somit noch nicht geklärt. Der Galerina marginata-Komplex bedarf immer noch einer ausführlichen Revision, die sich dann zumindest über die Nordhalbkugel spannen sollte (und das ist mühsam). Galerina badipes ist jedenfalls eine eigenständige Art (u.a. zweisporige Basidien, Sporen fast glatt, enthält nach Landry et al. 2021 keine Amatoxine), die innerhalb der Untergattung Naucoriopsis aus dem Galerina marginata-Komplex rausfällt und eine Schwestergruppe bildet, aber eben auch wie Galerina marginata aussieht (mit dunklem Stielfleisch wie bei deiner Kollektion und später dann auch außen mit dunkler Stielbasis). Ein Problem ist auch, dass Galerina marginata s.str. noch typisiert werden muss.

    Solltest du ein Exikkat für eine eigene mikroskopische und genetische Untersuchung brauchen, könnte ich sie für dich trocken.

    Dies müsste dann noch heute geschehen -> (PM).


    Ohne genaue Mikroskopie, nur makroskopisch und ökologisch ist hier momentan wohl nichts genau bestimmbar.

    Da hat sich Raphael ja auch schon geäußert :). Vielen Dank für deine ausführliche Bewertung der aktuellen Sachlage und die Angaben der Quellen!


    lg Rainer