Beiträge von magicman
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Hallo Felli,
Peziza apiculata soll auf Holz fruktuzieren und Peziza moravecii auf Dung. Dung gab es zwar in der Nähe, aber in dem Bereich
meines Fundes war dieser nicht zu finden. Discinella boudieri ist ein klassicher Sandpilz. Dieser wurde ausschlieslich zwischen Steinen
direkt auf Sand aufliegend an einigen Stellen gefunden..
Nun gut, ohne Mikro ist halt keine sichere Bestimmung möglich und unbekannte Arten sind ebenfalls nicht auszuschliessen.
Vielleicht trockne ich mir ein Exemplar.
lg Rainer
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Servus Rainer,
zur deiner Nr. 1
D. boudieri ist durchaus möglich, aber ohne Mikro´s halt leider nur eine Vermutung. Schöner Fund wenn deine Vermutung stimmt

Es gibt durchaus eine paar braune Kleinbecherlinge die auch in Betracht gezogen werden können.
Dein Becherling auf Dung Nr.3 gehört sicherlich in die Gruppe um fimeti.
Da gibts allerdings auch unendlich viel zu diskutieren was nun wirklich fimeti ist.
Hallo Felli,
welche braune Becherling der Kalk und Sand mag und diese flachen Form zeigt gibt es den noch auf Sand?
Wenn meine Einschätzung zutrifft, wäre wahrscheinlich eine Sequenzierung lohnenwert.
lg Rainer
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Nr. 4 sieht in der Größe und mit der Farbe schon stark nach Clavaria argillacea aus. Das letzte Bild ohne Nummer ist eine Poronia-Anamorphe
Hallo Björn,
vielen dank für die Bestätigung (Clavaria argillacea) und den Hinweis auf die Anamorphe form der Poronia. Viel zu finden gibt es nicht.
Karl hat 2022 auf Facebook seinen Fund einer Anamorphe Poronia punctata gepostet. Dort kann man diese Form etwas vergleichen.
lg Rainer
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Der Heutige Tag und wieder viel neues. Wie immer sind mal wieder fast nur Unbekannte dabei. Noch schlimmer, ein Teil sind wieder coprophile Arten.
1. Discinella: Das Habitat war sehr auffällig. Mitten in der Fläche einen sehr sandig und grob geschotterte Stelle.
Umgeben von sehr jungen Kiefern gibt es auch noch viel Dung zu finden. Zu rechten Seite fallen mir kastanienbraune tellerförmige FK auf Sand auf. Diese liegen direkt auf der Erde auf.
Ich halte diese Becher für Sandbecherlinge und zwar Discinella boudieri.
2. Unbekannte Dungpilze?: An dieser Stelle gibt es unterschiedlichen Dung auf Hase und Pony. Es fällt mir ein weißer kleiner Klumpen auf. Ob dies
Flechten oder Fk sind müssen Speziallisten entscheiden. Aus dem Klumpen stehen Tulpenartige Fk raus. Länge max. 5 mm.
Aus der Fläche gibt es auch einige Inocybe, die finden die kalkreiche, sandige und steinige Stelle ebenfalls gut. Sie bleiben unbeachtet.
3. Becherling auf Dung (Pony); Ein unbekannter ungestielter Becherling auf Dung. Größe ca. 3 mm im Durchmesser.
Edit: Es ist Peziza fimeti (Danke Karl)
4. Clavaria sp.: Eine gelbliche Keule auf Kalkschotter zwischen Heidekraut. Hyaline
Basis (mit Braunton) nicht büchelig. Keulenformiger Habitus; Höhe 1-3 cm.
5. Hygrocybe: Ein verblassende Art. Diesmal optisch sehr ausgeprägt. Ich finde hier kann nur H. insipida zutreffen
6. Anamorphe Poronia
lg Rainer
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Hallo Rainer,
das ist ein interessanres Gebiet.
Nr. 2 ist durchaus verwechelbar und man müsste die Sporen ansehen https://de.wikipedia.org/wiki/Poronia_erici
Nr. 3 ist weder Coprinellus noch Parasola. Ich würde mal mir Stropharia (Protostropharia) semiglobata vergleichen
Auf Pferd kommt auch noch Protostropharia dorsipora in Betracht
Nr. 4 ist C. grelletii agg. Genetisch gibt es mehrere Arten
Nr. 5 ist sicher keine Heidekeule wie Brörn schon schrieb. Sehr ähnlich ist C. amoenoides
LG KarlHallo Karl,
das Habitat ist etwas ganz besonderes und auf der Weidefläche wird noch viel zu finden sein.
Nr 2: Stimme! Es gibt noch den Verwechslungspartner Poronia erici mit größeren Sporen. Diese soll
aber nicht so kalkliebend sein. Dann wäre noch die außereuropäische Art Poronia oedipus zu
nennen.
Nr. 3: Ist leider das falsche Bild. Das korrigiere ich gleich.
Nr 4. C. greletii ist ein agg? Da finde ich keine Informationen. Meist du Clavaria pullei ?
Nr 5. Deine Alternative schau ich mir an, vielen Dank
lg Rainer
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Ich konnte gestern eine mit Ziegen und Ponys beweidete Fläche betreten. Diese ist mit Dung übersät und es waren sehr viele Coprophile Arten zu finden. Aber auch sehr besondere Keulen und unzählige Entoloma die alle gleich aussehen.
1. Cyathus: Ein Dung liebender Teuerling
2. Poronia punctata ( Danke Karl)
3. Coprinellus/Parasola: Ein auf Dung vorkommender kleiner Tintling und viele Düngerlinge zu finden
4. Clavaria greletti agg.: Eine Bleigraue Keule. Diese FK gehen in der Wiese farblich sehr unter und man braucht etwas glück diese zu finden
5. Clavaria sp.: Diese gelbe gesellig wachsende Keule hat keine hyaline Basis und ist teilweise rillig.
Ich vermuteClavaria argillacea?Edit: Den von Karl vorgeschlage Arbeitstitel Clavaria amoenoides finde ich sehr gut (Danke)
6. Wolfsmilchschwärmer raupe
Lg Rainer
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Ein paar Impressionen der letzten 2 Tage. Farben unf Formen! Eine kurze Collage.
1. Stropharia
2. Körnchenschirmling
3. Rötling mit Rosa Schirm und einem blau poliertem Stiel

Edit: Diesen Rötling halte ich mitlerweile für Entoloma ursulae oder zumindest eine sehr nahe stehende Art. Die Beschreibung von Noordeloos
in FE5a passt makroskopisch sehr gut und das Erscheinungsbild scheint einmalig zu sein.
zitat:
...Entoloma ursulae ist eine der auffälligsten und schönsten Leptonien, was kaum möglich ist verwechselt mit einer anderen Art, mit ihrem Quamulose Pileus und dunkel schwärzlich-blauen Schuppen auf hellerem, rosa-violenartigem Hintergrund, blasser viola-rosa fransiger Lamellenrand und tiefer Blauer polierter Stiel...
...Largent. Eyssartier (2002) beschrieb eine Sammlung von diese Art stammt von der Insel Korsika (Frankreich), die dem Typ sehr ähnlich ist, sich jedoch unterscheidet in der Farbe der Lamellenschneide.
zitat ende
Ich hänge noch zwei Bilder an, dort kann die Hutmitte und die Lamellen besser erkennen.
4. Glockiger Rötling mit Baby
5. Rotkappe nach einem Tag
7. Verzweigte Keule
8. Ein Sandborstling auf Kalk
9. Junge Lorchel
11. Sehr spitze Risspilze
12. Sehr ausfällige Helmlinge
lg Rainer
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Hallo Rainer
Schöne Funde, aber du brauchst dringend ein Mikroskop...
Diese interessanten Kollektionen aus Spezialhabitaten wären dann meistens bestimmbar, ohne Mikroskop fischst du nur im Trüben.
LG Raphael
Hallo Raphael, deinen Worten ist nicht`s hinzufügen.

Geht aber leider momentan nicht.
lg Rainer
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Hallo Rainer,
Amanita beckeri hat mit Deinem Pilz keinerlei Ähnlichkeit. Schau mal am Ende dieses Beitrags Häufige uns seltene Wulstlinge
...Hallo Karl, ja der Scheidenstreifling ist schlecht bestimmt, sorry. A. beckeri sieht völlig anders aus, Danke.
Welcher Amanita wäre der FK den aus deiner Sicht?
Den hellen Rötling halte ich für Entoloma sericellum.
Ich sehe ebenfalls immer genabelten FK. Der diesmal Milchkaffee farben zeigt, gedrungen ist und wie der Fund auf der Sauerwiese später einen
geschlitzen Hutrand hat. Ich glaube nicht an E. sericellum.
Die 2 Entoloma werden wohl ebenfalls zur Sequenzierung gehen.
lg Rainer
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Servus,
ich würde auch Nr. 6 eher für C. betulinus halten. Der verändert sich stark in der Farbe (von blau zu gelb), wenn er älter wird. Kannst du notfalls über die Sporenmaße dingfest machen.
Grüße
Matthias
Hallo Matthias, vielen Dank für deinen Hinweis. Kann C. betulinus blaue Farben zeigen? Am selben Standort habe ich folgenden jungen FK gefunden.
Mikroskopie ist z.Z. leider immer noch nicht möglich.
lg Rainer
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Hallo Rainer,
Entoloma euchroum ist ein toller Fund der allerdings nur in Verbindung mit Vorkommen an Holz unverwechselbar ist. Ein toller Fund!
Nr 2 ist für mich glasklar Lactarius quieticolor. L. semisanguifluus hat fast immer Grüntöne auf dem Hut und die Milch wird nach kurzer Zeit weinrot.
LG KarlHallo Karl, die Differenzierung von L.quieticolor und L. semisanguifluus werde ich mir noch anschauen. In der Fläche waren auch sehr viele Grüne Reizger zu sehen. Das war eine wilde Mischung aus Grau bis ausgeprägt Grün.
Hast Du mal an Nr. 4 gerochen?
Nr. 5 ist Entoloma sericellum
Zu Nr. ich habe den Gruch als Neutral wahrgenommen und den Entoloma halte ich eher nicht für E. sericellum. Jung und alt zeigen einen ausgeprägten Nabel. Meiner Meinung nach macht dies E. sericellum nicht. Die Fruchtkörper die ich für E.sericellum halte zeigen Jung und Alt oft einen Buckel.
lg Rainer
kleinen Buckel
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Den Saftling hätte ich vom Gefühl her in die Ecke persistens/subglobispora gepackt, wobei ich die so rot noch nicht gesehen habe.
H. subpapillata ist für mich etwas ein Mysterium, eine undefinierbare orangene Art, weder trocken noch schleimig, aber mit breit angewachsenen Lamellen und poliertem Stiel.
Deine Art hat einen längsfaserigen Stiel.
Gruß,
Wolfgang
Ich habe mir die Bilder nochmal angeschaut und zuhause zeigten die Lamellen ein schwärzen. D.h. die Hygrocybe könnten auch in das H. conica agg.
gehören.
lg Rainer
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Hi.
Die Lorcheln sind leider enorm schwierig geworden, Studien kannst du hier und hier nachlesen, das passende Sitzfleisch vorausgesetzt...
Deine Flämmlinge sehen sehr nach jungen grünblättrigen Schwefelköpfen aus.
LG.
Dank, in der große Liste der 55 Europäischen Arten finde ich in einer schnellen Durchsicht keine Schwarze Lorchel mit einem solch markanten Stiel.
Mal sehen ob ich noch etwas finde. Die Helvella wäre einer toller Kandiat für eine Sequenzierung. Getrocknet habe ich sie schon mal.
lg Rainer
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Hallo, der heutige Besuch in diesem Habitat bringt mal wieder neue Funde.
Die Findlinge wurden nur makroskopisch bestimmt.
1.Helvella sp: Eine recht große Lorchel mit tief schwarz gefurcht und gekammertem Stiel. Der Hut ist grau gelappt und hat keinen Sattel. Nur ein einzelner FK. Der Kopfteil ist recht brüchig und der Stiel quitschte zäh plastikartig beim Schnitt. Kein auffälliger Geruch und die Geschmacksprobe wurde nicht durchgeführt. Die einzige Art, die ich mit einem gefurchten, gekammerten tief schwarzen Stiel finde ist Helvella juniperi. Diese Art bevorzugt aber mediterrane Standorte und kann es daher kaum sein.
2. Hygrocybe: Direkt im Randbereich auf der Sauerwiese wurde diese rote Saftlinggruppe zu gefunden. Der Hut ist bis zur hälfte gerieft und es ist sowohl bei den den alten FK, als auch bei dem jungen FK eine Papille zu sehen. Der Hut war feucht aber nicht klebrig. Der Stiel feucht aber nicht schleimig.
Es spricht vieles fürHygrocybe subpapillata. Bevorzugt diese Art einen sauren Standort?Edit: Das schwache Schwärzen spricht für eine Art aus dem Umfeld von H. conica agg. Nach der Sichtung des Vortrags von Karl finde halte ich die
H. conicopalustris oder H. conica var. conicopalustris für eine gute Wahl. Die Erstellung eines Exikat hätte sich gelohnt.
Fund von Karl. Das Bild ist aus dem Vortrag
Mein Fund
3. Pulvinula? Ein roter < 0,5 cm oranger Becherling der ungestielt, gesellig fruktuzierend. Die Form kann man eher als tellerartig beschreiben.
Eine weitere Gruppe
4. Gymnopilus:Diese wunderbare Gruppe war an einem Baumrest zu finden. Ich halte die FK für einen Flämminge.
Edit: Selbst Schuld, wenn man sich mehr Zeit für das hochladen nimmt. Ich lasse dies mal so stehen (Schupfnudel Danke für den Hinweis)
lg Rainer
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R. helodes nicht enthalten aber die schwache langsame Reaktionbei helodes beschreibt zumindest Sarnari
Hallo Karl, diese ist schon sehr auffällig langsam und der junge FK zeigte überhaupt keine Reaktion!
lg Rainer
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Hallo,
der Guajactest ist ein Hinweis aber kein sicheres Bestimmungsmerkmal.
Zumindest sollten die Sporen mikrokopiert werden.
Helodes hat stark netzige Sporen, das sollte man sehen können.
Wenn du niemand hast, kannst du mir einen Hut trocknen und schicken
Adresse gibts per PM bei Bedarf
Gruss
Uwe
Hallo Uwe, ich sende dir gerne einen Teil des Hutes. Sowohl der ältere FK, als auch ein junges Exemplar wäre verfügbar.
Dann wissen wir mehr, vielen Danke.
lg Rainer
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Das Habitat ist nun eine kalkgeschotterte Heidelandschaft. Die Diversität ist sehr hoch.
Die Funde wurden bisher nur makroskopisch bewertet. Die gefunden FK halte ich für sehr selten und wurden bisher noch nicht von mir gefunden.
1. Amanita
beckerie: Ein jungerockerbraunergrauer Scheidenstreifling an der Grenze zum Mischbaubestand mit Quercus und Fagus, aber auch Pinus. Der Halbkugelige FK hat eine kurze Riefung und zeigt große Velumreststücke auf seinem Hut. Die Lamellen stehen dicht und sind zum Stiel hin abgerundet (siehe Schnittbild), Der Stiel ist weißlich überfasert und zeigt basal eine leichte Natterung. Die Vulva ist weiß, sehr brüchig. Eine Geschmacksprobe wurde nicht gemacht und der Geruch zeigt keine Auffälligkeit.Edit: Amanita Beckeri ist natürlich abwegig, sorry.
2. Entoloma pallens?: Ein blasser kleiner genabelter Rötling mitten auf der Magerwiese. Die kleinen FK zeigen genau wie der E. neglectum schon diesen kleinen Nabel. Diese Art ist blasser und deutlich gedrungener. Die Lamellen sind sehr tief ausgebuchtet angewachsen, diese Eigenschaft zeigen auch die jungen FKer. Die Hutstruktur wirkt deutlich matt. Im Gegensatz zu E. neglectum. Dieser hat eine strahlend weiß mit seidig glänzende Hutoberfläche. Dieser Fund muss ebenfalls mikroskopisch untersucht werden. Eine Sequenzierung scheint notwendig.
3.Mythicomyces corneipes?: Ich halte die FK für hornstielige Scheinschefelköpfe. In der Zeitschrift für Mykologie 79/2: 337-349 haben Eric Strittmatter & Harald Obenauer diese eher Nordische Art vorgestellt.
net.https://www.zobodat.at/pdf/Z-Mykologie_79_2013_0337-0349.pdf
Zitat…..Makroskopische Beschreibung : Lebhaft orange-rötlich-brauner, helmlings-artiger Pilz mit auffallend starrem, mehrfarbigem Stiel. Hut 10-25 mm im Durch-messer, jung kegelig, bald ausgebreitet, aber nicht verflachend, stets mit zentralem Buckel, Rand gerieft, jung leicht eingerollt, alt unregelmäßig wellig verbogen. Hutfarbe orange-rötlich, zum Rand hin ockergelblich ausblassend. Huthaut glatt, speckig glänzend, hygrophan. Lamellen aufsteigend angewachsen, relativ engstehend, untermischt, jung strohfarben, dann hell ockerbräunlich, alt mit Grauton bis olivstichig. Stiel 60 x 2 mm, schlank zylindrisch, apikal leicht erweitert, hornartig starr, oberer Teil orangebraun, Richtung Stielbasis immer dunkler braun werdend. Stielbasis dunkelbraun mit Myzelfilz. Fleisch dünn, ohne besonderen Geruch und Geschmack. Sporenpulver hell schmutzigbraun……. Zitat ende
Man könnte auch formulieren, dass dieser Stiel sehr prägnant hornartig ist. Eigentlich haben mich die Hutfarbenkombination angesprochen und das Habitat war sehr ungewöhnlich. Eine immer recht feuchte bewachsene Mulde an/auf Pflanzenresten. Sehr nah am Wasser stehend. Nun gut, in diesem Fall wäre wohl eine mikroskopische Analyse und Sequenzierung ratsam.
Gut, ein Entoloma geht noch. Diesen finde ich auffällig, daher zeige ich Ihn euch noch.
4. Entoloma cyanulum agg.: Ein sehr kleiner blaustieliger und blauhütiger Rötling, der bis zur Mitte gerieft ist und nur wenige weißen Lamellen den Stiel erreichen. Ich vermute die Art zumindest in seinem Dunstkreis. Ich könnte jetzt schon wieder schreiben...Mikroskop und Sequezierung dringend notwendig.
Ich hoffe meine wilden Theorien habe euch nicht zu sehr geschockt.
Edit: Text überarbeitet
Lg Rainer
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Diese Ökologische seltene Kombination lässt einige besondere Arten finden und in den der Birkenbrüche und an den Sauerwiesen angrenzenden Baumbeständen sind auch sehr Interessant.
Meine Bestimmungenversuche sind alle nur makroskopisch!
1. Entoloma euchroum: An einem stark verwitterten Birkenbaum habe ich diesen schön blauen Fk gefunden.
Die blaue Hut und Lamellenfärbung machen ihn unverwechselbar.
2. Lactarius semisanguifluus: Im Kieferstand angrenzende an den Sauerwiesen.
3. Lactarius quieticolor: Angrenzend an einem Kiefernstand konnte ich folgenden Lactarius finden.
Diesmal zeigt das Fleisch unter dem Hut eine graubläuliche Linie und keine ausfällige Rötung der Stielrinde im Schnitt.
4. Ramariopisis kunzei?: Ich vermute diese weiss Koralle mit ihren abgerundeten Enden aus einem Strunk entspringend könnte Ramariopisis kunzei sein.
5. Entoloma neglectum: Ein sehr schöne wunderbare weiße genabelte Entoloma. Diese Art schein jedes Jahr an dieser Stelle zu erscheinen.
Selbst die Kleinsten Fk weisen diesen Nabel schon auf. Die Lamellen laufen sehr früh am Stiel herab. Der Hutrand wird später geschlitzt sein.
Der Stiel verbiegt sich basal im alter gut erkennbar. Der Habitus ist im ganzen als recht schlank.
6. Cortinarius emunctus: Diese Art wurde wieder im sauren Birkenbruch gefunden. Wie im letzten Jahr. Oehrling hat mir etwas auf die Sprünge geholfen, danke.
7. Cortinarius betulinus? Direkt im Randbereich des Birkenbruchs unter Betula waren diese weiss graunen Schleimmer zu finde. Der FK ist sowohl am Hut als auch am Stiel ausserst
schleimig. Geruch unbedeuttend und Geschmack mild.
lg Rainer
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Ich stelle euch nun ein paar besondere Funde aus der Wachholderheide vor, die ich einen Tag besucht habe.
Der erste Fund ein toller grüner FK
1. Entoloma incanum/vera: Der erste Eindruck ist ein grüner Hygrocybe, aber der braune
Hut passt nicht recht in das Bild. Für alle Finder, die diesen Pilz gerochen haben, ist die Geruchsnote unverwechselbar.
Der 2021 beschriebene E. vera wird laut Nordeloos Werk FE 5B mit unspezifischer Geruchsnote beschrieben.
Ich kann mir kaum vorstellen, diese Geruchsnote nicht zu beschreiben.
2. Entoloma mougeotii: Ich halte diese Gruppe für Schiefergrauer Zährtling. Die Hutfarbe und die konkav blasscreamfarbenen Lamellen finde ich sehr markant.
Diese Art ist ein Kalkliebhaber den ich auch in der Kalkschotterheide finde.
Nun geht es in den angrenzenden Fichtenstand
3. Tolypocladium ophioglossoides auf Elaphomyces granulatus:
Nach wenigen Minuten konnte ich diese Zungenkernkeule finde. Der erfahrende Finder hätte Hirschtrüffel ausgraben und zeigen können.
4. Suillus viscidus: Der kalkliebende graue Lärchenröhrling war ebenfalls zu finden.
lg Rainer
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Hallo Oehrling, Hallo Uwe, vielen Dank für den Hinweis auf R.sanguinea
Unabhängig von der mikroskopischen Untersuchung ist diese sehr langsame Guajak erklärbar?
Und kann R.sanguinariasolch eine solche Bräunung bei Verletzung der Lamellen zeigen?
Guajak Prüfung
Max Müller schreibt für
R.sanguinaria
....mit Guajak nach ca. 20 Sekunden ins Blau umschlagend, dann je nach Exemplar mittelblau bis preußischblau...
R. helodes
... Mit Guajak am Stiel langsam und schwach bläulicholiv...
In meiner Guajak Prüfung sehe ich eher R.helodes
Sekunde 7
Sek 14
Sek 21
Sek 28
Nach ca 1,5 Minuten
Über Nacht
LG Rainer
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Hallo zusammen, ich beobachte diesen Täubling schon einige Tage. Ich halte diese Fk für Russula helodes
Das Hibitat ist als ausgesprochen sauer einzuschätzen. Hochmoor und Sauerwiesen sind die Besonderheit.
Baumbestand: Angrenzend Fichte und im wesentlichen Kiefer + 1 junger Quercus
Junger FK
Rötlich blass gebuckelt, wachsartig Schleimig im Regen,
trocken lederartig; die Huthaut lässt sich so gut wie gar nicht abziehen. Keine Verfärbung des Fleisches;
Geschmack der scharf, aber nicht brennend. Der Geruch ist kaum vorhanden, vielleicht leicht fruchtig.
Die Lamellen bräunen bei Verletzung! Es gibt keine Reaktion auf Guajak! Der Stiel läuft basal spitz zu und ist deutlich rot überhaucht.
Nach langem liegen schein der Fk etwas an der Stielfläche zu gilben
FK etwas älter
Das Sporenpulver ist 3a nach Romag.
Alter FK von heute
Sehr brüchig und ordentlich niedergedrückt. Der rote Reflex am Stiel reicht apikal bis zum Hut. Die Lamellen bräunen nicht mehr. Die Guajak-Reaktion ist nun zu erkennen dauert aber extrem lange.
Alle Parameter führen mich zu Russula helodes dem Moortäubling. Er wurde schon lange nicht mehr kartiert und gilt in Deutschland als mehr oder weniger fast ausgestorben.
Edit: Es ist R. sanguinaria, vielen Dank Uwe!
Lg Rainer
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Sorry, für den spontanen Ausstieg.
Dringender Familieneinsatz....
LG und schönen Abend
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Am 14.9 wurde ich ebenfalls fündig, die möchte ich euch auch noch zeigen.
Habitat Lac de Madine: Ausschliesslich Laubbaumbestand (Quercus, Fagus, Carpinus mit eingestreuter Betula). Der Boden ist Sandig/Lehmig und kalkhaltig.
1. Ich hätte nicht gedacht diesen Röhrling nochmal finden zu dürfen, Xerocomellus repariellus. Mein Fund aus der Wahner Heide
Laut boletales ripariellus sind die Molokularen Untersuchungen für diese nach Ladurner & Simonini (2003) beschrieben Arten (X. chrysonemus, X.
marekii, X. silwoodensis) ja noch nicht abgeschlossen.
Da frage ich mich, ob man solche Funde nicht sequenzieren lassen sollte?
In zwei sehr feuchten Senken waren ca 8 Fk zu finden. Der tief rote Hut zeigt gelbe Huthaut und der rotgelblich Stiel mit roten Punkten.
Das Schnittbild mit dem starken Rötung von der Stielbasis aufsteigend in den oberen Stielbereich im Randbereich apikal spät auslaufend. Das
ausgeprägte Blauen in den Röhren im Schnittbild ist auffällig. Der Röhrenboden ist gelb und blaut langsam.
2. Wieder ein toller rotter kleiner Russula (4-5 cm). Wieder markant rot mit gelblichen Schneiden unter einer abgestorben Betula. Der weiße Stiel zeigt
basal einen rötlich angehauchten Bereich. Der Stiel hat des weiteren gut sichbare Furchen und neigt zum leichten gilben. Das besondere Merkmal
ist aber die ausserordentliche Queradrigkeit in den Lamellen. Die Huthaut wirkt trocken und ist im Randbereich riefig bis furchig und bis 2/3
abziehbar. Ich wundertet mich, dass die Geschmacksprobe mild ausfällt. Der Geruch ist unauffällig. Alle diese Informationen führen mich zu
Russula Font-queri.
3. Noch ein Täubling. Diesmal ein blasses/weisses Exemplar mit gelben/orangen Lamellen. Im Umfeld von Quercus und Camprinus.
Dieser Ist diesmal scharf und hat noch eine bittere Note. Die Huthaut ist fast ganz bis zur abziehbar. Kann Ihn jemand etwas eingrenzen
ansonsten nur zum zeigen.
4. Diese sehr kleinen auffälligen Strukturen auf einer unbekannten Baumart (Salix?) war direkt am Wasser zu finden. Fast jeder Stamm war mit
diesen FK´ern überzogen. Könnten diese vernetzten Fk Hemitrichia, Scheinhaarstäublinge, sein? Ansonsten halt nur etwas zum zeigen.
lg Rainer
