Beiträge von magicman

    Hallo, mir bot sich heute ein sehr merkwürdiges Bild. Gibt es Wurmarten die in Symbiose mit Ständerpilzen leben. Ich meinen nicht die

    üblichen lästigen Arten die sich innerhalb vergnügen, sondern welche die sich ausschliesslich ausserhalb auf dem Pilz befinden!


    Die Bilder kommen noch!


    lg Rainer

    Hallo, es hat sich die Gelegenheit geboten für eine Stunde die Botanischen Gärten in Bonn zu besuchen.


    Matthias seine Tropenhaus-Expertise und die hervorragenden mikroskopischen Fähigkeiten fehlen mir sehr.

    Ich möchte euch dennoch ein paar, aus meiner Sicht, besondere Funde vorstellen.



    Es wurden 2 Lepiotas, eine Unbekannte nicht heimische Galerina und ein recht kleiner Pluteus gefunden.




    1. Lepiota Citrophyllia: Ein sehr auffälliger Schirmling mit ausgeprägt gelb/Grünlichen Tönen im Hut, als auch in Lamellen und Stiel.

    In diesem Fall gehe ich doch von L. Citrophyllia aus, der ursprünglich aus Sri Lanka kommen soll und in Gewächshäusern und Blumentöpfen

    schon häufiger nachgewiesen wurde.




    sehr jung, aber leider unscharf







    2. Echinoderma rubellum oder Echinoderma pseudorubellum: Die von Christian Gubitz in Bayreuth gefunden und beschrieben Art Ech. Pseudorubellum

    oder Ech. rubellum halte ich bei diesem Habitus und rotbrauner, sehr schuppigen Hutfärbung für sehr wahrscheinlich.

    Die Arten werden in der Z-Mykologie 74 von 2008 von Herrn Gubitz umfassend vorgestellt. Letzendlich kann nur das Mikroskop diese beiden Arten unterscheiden.


    Echinoderma rubellum oder Echinoderma pseudorubellum?








    3. Galerina spec.: Eine sehr schöne Umbrabraune Galerina die in der Hutmitte sehr abdunkelt. Der Habitus ist mit unter 1 cm Hutdurchmesser

    wieder sehr schmächtig. Der Stiel zeigt eine typische silbrigen Faserung mit Pseudoringzone. Die Lamellen haben das gleiche wunderbare Umbrabraun

    des äußeren Hutrandes. Da wird nur eine Sequenzierung helfen.









    4. Pluteus spec.: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es sich um einen Pluteus handelt. Aber das rötliche/rosa Sporenpulver könnte in diese Richtung weisen.


    Edit: Es wurden neue FK gefunden, die eine bessere Bewertung zulassen.

    Hutdurchmesser ca 2,5 bis 3 cm. Der Stiel ist in ganzer Länge fein silbrig überfasert ist basal leicht verdickt und die Lamellenschneiden zeigen keine Färbung.


    Mit den neuen Erkenntnissen tendiere ich zu Pluteus nanus.







    Der Hut war wie zu erwarten leicht entfernbar


    Das SSP sieht sehr rötlich/brau aus.



    Basal leicht verdickt und der Stiel ist weißlich überfasert


    Das Fleisch ist basal etwas dunkler







    Mal wieder ein paar nicht bestimmbare Findlinge in der trocknen Zeit 😉


    Ich hoffe es hat euch gefallen.


    Lg Rainer

    Hallo, sehr schön. Ich bin bisher in Bächlein noch nie fündig geworden.


    Deine Raupe am Ende ist Calliteara pudibunda in einer selteneren Färbung, siehe hier https://lepiforum.org/wiki/pag…ara_pudibunda#/image/4/11


    LG, Bernd

    Hallo Bernd, mein ersten Gedanken war, dass ist bestimmt eine Gute Fliege für das Forellenangeln ^^ .

    Die Raupe hast du gut aufgelöst, danke :)


    lg Rainer

    Hallo Rainer,


    die Nr. 4, 5 und 6 sind keine Entomophthora, sondern wahrscheinlich Beauveria bassiana oder Isaria farinosa.

    Leider kann man nicht sagen, dass ist entweder B. bassiana oder Isaria farinosa, weil es noch ein paar andere Anamorphen gibt.
    Aber die beiden sind die gängigsten.

    VG : Thorben

    Hallo Thorben, woran erkennst du, das dies keine Entomophthora ist? Sondern nur eine Nebenfruchtform (Potenzielle B. bassiana oder I. farinosa)


    lg Rainer

    Hallo,

    die Trockenheit hat mich auf die Idee gebracht in einem tollen Habitat mal genauer im Bachbett nachzuschauen.

    Ich war sehr verwundert welche kleinen! FK man finden konnte. Das Habitat führt das ganze Jahr über einen konstant niedrigen Wasserstand.


    Die Rinne ist links mit Laubbäumen und recht mit alten Fichten gesäumt. Es ist sehr viel Totholz zu sehen und ich schätze diesen Bereich als Humus- und Kalkreich ein. Alle Objekte liegen unter 1cm und treiben die Kamera meines Realme an die Grenzen, daher sind die Aufnahmen nicht immer scharf, sorry.



    Eine Großzahl an Bucheckernfruchtschalen verteilen sich an allen möglichen Stellen. Es hat wenige Minuten gedauert und der erste Becherling war gefunden

    1. Hymenoscyphus fagineus: Ich konnte allerding vergleichbare Fk ebenso an kleinen Laubholzästchen finden.





    2. Xylaria carpophila: Nicht weit entfernt sind junge Holzkeulen zu erkennen. Nach meiner Info kommt nur X. carpophila in betracht



    3. Mycena sp.:


    Von den vielen Helmlingen nehme ich mir nur einen raus, der sich makroskopisch etwas auffälliger zeigt. Der recht kleine FK ist kleiner als 1cm im Hutdurchmesser und zeigt hell braune bis leicht gelbliche Töne. Ist älter deutlich bis zur Mitte rillig gerieft. Die Lamellen sind angewachsen, dick und stehen weit. Der Stiel ist basal immer etwas dunkler und wird apikal heller.


    Das Substrat ist immer Laubholz.


    Edit: makroskopische wäre M. speirea

    eIn guter Kandidat.(Danke Axel)








    4. Entomophthora Beauveria bassiana/Isaria farinosa: Nun war ich doch sehr überrascht einen Fliegentöter zu finden. Diese Fliege liegt mitten im Bach auf einem Stein. Aus meiner Sicht ziemlich eindeutig E. musca auf Musca Domestica im fortgeschritten Stadium.


    Edit: Es ist von einer Anamorphen Art wie Beauveria bassiana oder Isaria farinosa auszugehen (Danke Thorben)



    Angespornt durch diesen Fund habe ich doch noch zwei weitere Amorphe Entomophthora gefunden. Der Wirt ist aber wohl nicht wieder Musca.


    Die Funde sind nur wenige mm groß. Ich habe viele Bilder machen müssen, um überhaupt zu sehen, dass es ein befallenes Insekt ist.


    Jeder helle Punkt wurde mit der cam mit 5 facher Vergrösserung geprüft und ich wurde fündig :)



    5. Entomophthora: Siehe oben: Die befallene Art kann ich nicht identifizieren.



    6. Entomophthora Siehe oben: Dies gilt auch für dieses Insekt




    7. Scutellinia: Wieder mal ein Schildborstling auf Holz. Nur ein Fk (5mm) mit recht kurzen Haaren



    8. Unbekannter FK: Sehr klein(wenige mm) Vielleicht hat jemand eine Idee?



    9. Unbekannte Gattung: Ebenfalls sehr klein (wenige mm).



    10. Und zum Abschluss noch etwas Kurioses 😊


    Edit: Calliteara pudibunda (Danke Bernd)




    Ich hoffe ich konnte euch etwas mitnehmen. Ein vergleichbares Habitat kann ich nur empfehlen.


    LG Rainer

    Edit: Ich sehr grad auf Dittes Seite bei nothomixtilis, dass da durchaus steht:

    "oft mit reichlich weißlicher oder graulicher Velipellis" - das käme ja dennoch gut hin. Faserig sind die Hüte auf dem Bild auch, nur mein Fund übertreibts eben mal.

    Inocybe - nothomixtilis Neue Seite http://www.inocybe.org


    Also mein Favorit wäre jetzt trotzdem weiter nothomixtilis, nichts desto trotz schadet es sicher nicht, das genetisch zu verifizieren, weil typisch ist der sicher nicht, egal was es ist

    Hallo zusammen, Matthias hat mit seiner Einschätzung richtig gelegen!


    Die Sequenzierung stimmt mit Inocybe nothomixtilis überein. Die Sporengröße, Q und die

    Hymenialzystidengröße liegt ebenfalls im gültigem Bereich. Die Form und Oberfläche der Sporen und Zystiden kann ich nicht bewerten.


    Vergleichsquelle: www.inocybe.org -> Inocybe nothomixtili


    Als Partner gibt Ditte: Quercus, Pinus und Picea an. Matthias hat die FK bei Cedrus libanigefunden.


    lg Rainer

    Hallo, ich durfte heute mit der Familien diesen tollen Zoo besuchen.

    Und gab in den Tropenhäusern ein paar Sachen zu finden.


    1. Ein Porling mit interessanter Wuchsform






    2 Ein FK der mich an Lactocollybia denken lässt. Der Hut und die Lamellen in diesem blassgelben Ton, nur der Stiel passt nicht.







    3. Dann eine sehr Gruppe die sich für Caryota interessiert. Die Unterseite erinnert mich an meinen Hydropus Fund. Ich halte dies nicht für eine heimische Art


    Auf Caryota





    Das SP könnte Rosa sein...








    4 ziemlich sicher eine Galerina mit Recht dunkler Stielbasis. < 1 cm

    Hutdurchmesser






    5 Da wäre noch dieser feuchte Spitzgebuckelte unbekannte Fk







    6. Ein Stachelschirmling war auch noch zu finden. Ich denke nicht das es eine exotische Art ist.





    Ein älteres Exemplar





    Und noch ein paar Impression von diesem beeindruckenden Zoo.








    LG Rainer

    Hallo, dieser im letzten Jahr gefundene Spitz gebuckelte Tricholoma ist wieder in der Heide zu finden.


    Die Begleitbäume sind junge Birke.

    Der FK neigt zu spitzgebuckelt und der Hut ist immer Inocybe rissig.

    Die Lamellen typisch Erdritterling.


    Die rechtlichen Bilder kann ich euch leider bisher nicht zeigen.

    Der Zusammenhang ist auffällig!


    Der Vorschlag war im letzten Jahr,

    Tricholoma inocybeoides, alles in allem wahrscheinlich ein Sand und Kalkfreund.




    LG Rainer

    Ich möchte nochmal auf meine Funde zückkommen.Ich finde, dass eure FK schon deutlich anders aussehen.


    Habe ich jetzt eine andere Art gefunden?


    Im species Fungorum werden ja viele

    erst 2015 beschriebene Variationen schon als Synonym gelistet.


    D.h. Haben sich diese Arten Genetisch schon alle als S queletii bestätigt!?




    lg Rainer

    Hallo zusammen, die hier vorgefunden FK blauen definitiv gar nicht an Hut und Stiel. Die Röhrenmündung reagiert nur sehr gering.


    Mal sehen ob ich noch weitere finde.


    Wie ich im Netz sehe, gibt es wohl noch Variationen von S. queletii


    LG Rainer

    Ich könnte soeben noch einen FK finden der eure vermuttung bestätigt.


    Der Hut ist ausgesprochen gehämmert wir bei hemileccinum depilatum zu erwarten ist und der Appendix tief wurzelnd. Die Frassstellen zeigen eine gelb braune Verfärbung.









    LG und Danke für den Hinweis

    Rainer

    Hallo, der Campingplatz hat viel zu bieten. Diesmal gehe ich von einem fahlen Röhrling, hemileccinum impolitum, aus. Der Fundort ist Kalklastig und von Birken, Pappel und Hainbuchen gesäumt.


    Der Hut ist blass und die Röhren sind ausgeprägt goldgelb. Der Geruch und Geschmack ist gut erkennbar säuerlich. Das Schnittbild zeigt blasses Gelb ohne zu blauen.

    Die Stielbasis ist leider etwas verkürzt, aber auch dort ist eine Gelbverfärbung gut ersichtlich.


    Ich finde hemileccinum impolitum würde gut passen.


    Edit: Mein Fund ist wohl eher Hemileccinum depilatum, Danke







    LG Rainer

    Hallo, in direkter Nachbarschaft von S. queletii habe ich noch folgende FK Gruppe gefunden, die ich für rubroboletus satanas halte.

    Der Fundort lag zwischen Birke und Hainbuche.


    Der graubrauner Hut und einen sehr verdickter rötlichen Stiel mit Netzzeichnung im apikalen gelblichen Bereich fallen sofort auf. Die Röhrenmündung ist gelborange und die Röhren sind recht kurz. Der Geruch ist eher unangenehm. Eine Geschmacksprobe wurde unterlassen.

    Der Boden schätze ich nun als recht kalklastig ein.










    LG Rainer

    Hallo Jörg,

    ist es richtig, dass S. queletti bei Berührung an Hut und Stiel

    nicht blaut und an der Röhrenmündung nur sehr schwach reagiert?


    Danke für deine Einschätzung.


    LG Rainer

    Hallo, ich habe am lac de madine vor einer Hainbuche diesen braunroten Röhrling gefunden.


    Die Röhrenmündungen sind jung gelb später orange, feinporig und am Stiel ausgebuchtet angewachsen. Die Röhren selbst sind gelb und schwer vom Röhrenboden zu entfernen und blauen nicht bis kaum.


    Der gelbe Stiel zeigt keine Netzzeichnung, blaut nicht bei Berührung und zeigt basal rote Pünktchen. Der Stiel ist tief wurzelnt.


    Das Fleisch rötet sofort in der Stielbasis, der Rest zeigt gelb und fängt zügig an zu blauen.


    Die Geschmacksprobe ist mild weder säuerlich noch bitter.


    Wenn diese Frucktkörper am Hut, Stiel und Röhrenmündung bei Berührung blauen, würden ich für suillellus queletti plädieren.









    LG Rainer

    Hallo Karl, da zeigst du uns tolle Funde. Auch wenn die seltenen Röhrlingen noch auf sich warten lassen.

    Danke fürs mitnehmen.


    Meine Magerwiese erwachte am Wochende ebenfalls. Es waren die ersten Entoloma und Saftlinge zu finden.


    LG Rainer