Beiträge von magicman
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Hey Ditte, lieben Dank für deine klärenden Worte. Die neuen Gattungen waren mir bisher unbekannt. Ein Grund mehr deine Seite inocybe.org
regelmässig zu besuchen. Alleine die Gattungzuordung ist für einen Änfänger herausfordernd. Ich finde immer wieder Inocybaceae auch mit, aus meiner Sicht; auffälligen Merkmalen.
lg Rainer
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Hi,
und Pilz 1 ist nicht klar. Kann eine Mallocybe sein; muss aber nicht.
l.g.
Stefan
Hallo Stefan eine kurze und knackige Antwort für den potenziellen Mallocybe.
Welche makroskopischen Merkmale lassen dich an Mallocybe denken?
Ditte beschreibt die Gattung Mallocybe makroskopisch! mit ich zitiere aus dem Werk "Noch mehr Risspilze..."
Zitat:
"Die Gattung Mallocybe lässt sich bereits im Feld im Allgemeinen aufgrund ihres
gedrungenen Habitus, der breit angewachsenen Lamellen sowie der meist mehr oder
weniger feinfilzigen bis wolligen Hutoberfläche gut erkennen
...
mikroskopische Beschreibung
...
Bei den meisten Mallocyben wird der Stiel mit der Zeit
hohl, und die Hutfarbe ist bei etlichen Arten ockerlich bis ockerbraun in unterschied-
lichen Schattierungen
...
Des weiteren zeigt diese Gattung keinen spermatischen Geruch auf"
Zitat ende
Einen gedrungen Habitus sehe ich für meine Fund zwar nicht. Mit der Hutbeschreibung kann ich mich gut anfreunden und die Geruchbescheibung
muss ich euch leider schuldig bleiben.lg Rainer
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Hallo,
mit Schleimkopf (Phlegmacium) bei der Nr.2 liegst du schon richtig, mehr ist aber nicht drin.
Der geknickte Hutrand kommt bei etlichen Arten vor. Speziell im Infractus Aggregat, das daher auch seinen Namen hat (infractus = eingeknickt)
Bei der 5 sehe ich auch ganz klar einen Seifenritterling
Der Lactarius sollte L.blennius und der Risspilz am Schluss ein typischer Gefleckter Risspilz, Inosperma maculata sein.
LG
Uwe
Hallo Uwe, schön das ich schon mal die Untergattung getroffen habe. Um der Art etwas näher zu kommen, muss ich wohl immer! ein Schittbild
eine Geruchs- und Geschmacksprobe liefern. Beim Knick, meine ich den Lamellenverlauf.
Deine Vorschlag für den letzten Inocybe "Inosperma maculata" finde ich gut und muss ich mir in ruhe ansehen, danke.
lg Rainer
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Hi.
Nummer 3 und 4 keine Einwände.
Nummer 1 würde ich auch für einen Risspilz halten, welcher weiß ich aber nicht.
Nummer 5 schaut nach einem Pilz aus dem Seifenritterlings-Aggregat aus.
Die Nummer 7 würde ich mal mit Lactarius blennius abgleichen, wobei der aber eher unter Buchen anzusiedeln wäre. Gibt es dort nur Kiefern?
Nummer 8 hatte ich mal einen ähnlichen Fund angefragt. Damals war der Vorschlag Inosperma maculatum. Risspilze sind aber nicht meine Baustelle.
LG.
Hey Schupfnudel,
1.) Nur gut das ich schon mal für Nr 1 die Gattung getroffen habe. Eigentlich dachte ich zuerst an Cortinarius.
5.) Also einer der Seifenritterling, danke.
7.) Der Lactarius hat in 1-2 m Entfernung von der Kiefer gestanden. In einem Abstand von 10- 15 m kann auch Fagus gestanden haben.
Für L. blennius fehlt mir nach PM Winkler die genaue Beschreibung der Geschmacksprobe für die Milch und! das Fleisch.
Da L. bennius sich nur an Fagus bindet aber direkt vor Pienus fruk. finde ich doch sehr ungewöhnlich.
8.) Dein Vorschlag mit Inosperma maculatum werde ich mir noch genauer ansehen

lg Rainer
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Hallo Pilzfreunde, ein weiterer Teil meiner ungeklärten Funde 2023 (Teil 8)
Ich möchte euch weitere Funde vom letzten Jahr vorstellen und wieder wissen, ob ich ich mit meiner Einschätzung richtig liege.
1.
InocybeMallocybe: Nach etwas Suche und Betrachtung der weiß bewimperte Lamellenschneiden möchte ich bezüglich der Gattungeinen Risspilz vermuten. Dieser hat eine für eine Inocybe ungewöhnliche filzig wollige Hutstruktur die keine radialausrissige
Strukturen erkenne lässt.
Die Geruchprobe wurde nicht notiert. Von einer Geschacksprobe wurde abstand genommen.
Die Ökologie ist sandige, Feuchte Magerwiese mit angrenzend jungen Birken und Nadelbäume.
Einschätzung: Nach eine wenig Suche könnte ich mir gut Inocybe dulcamara - der Bittersüsse Risspilz vorstellen, weil der Habitus
und die Ökologie gut passen würde.
Edit: Ein Risspilz der Gattung Mallocybe (Danke Ditte und Stefan)
Ökologie
2. Cortinarius/Untergattung Schleimkopf(Phlegmacium)?: Mein erster Blick sieht einen Cortinarius, vielleicht aufgrund
des feuchten Hutes einen der Schleimköpfe. Der zu erwartende Schleier ist aber kaum vorhanden. Daher bin ich mir bei meiner
Gattungswahl schon etwas unsicher. Die tiefbrauner Lamellen zeigen eine makroskopische Auffälligkeit, diese sind so merkwürdig
geknickt. Es gibt am Stielende eine deutliche Ringzone. Ein auffälliger Geruch wurde nicht festgestellt.
Die Ökologie ist eine Weidefläche (Heidelandschaft) angrenzende Laubwald mit Holundersträucher und in etwas Entfernung stehende
alte Eichen. Den Boden würde ich als eher lehmig bezeichen.
Einschätzung: Ein unbekannter gelbocker farbener Cortinarius aus der Untergattung Phlegmacium
Ökologie:
3. Suillus: Fundort Hausmeile in der Heide. Sandig unter verschiedenen jungen Nadelbäumen. Kiefer dürfte auch dabei gewesen sein.
Der Röhrling hat einen rötlichen nicht schierigen Hut. Die Röhrenmündungen würde ich als Graubraun beschreiben. Diese läufen am Stiel
herab und sind innen recht eckig. Das Schnittbild zeigt ein mattes Gelb von Kopf bis Fuss. Ein Blauen war nicht vorhanden.
Einschätzung: Aus meiner Sicht diesmal eindeutig Suillus bovius - der Kuhröhrling
4. Hortiboletus: Ein sehr schöner dunkel roter Filzröhrling. Diesen möchte ich euch eher nur zeigen. Ich denke, dass Ihn
das Schnittbild unverwechselbar als Hortiboletus rubellus identifiziert. Im hellgelben Fleisch ist auch eine
leichtes Blaunen zu erkenne.
Einschätzung: Hortiboletus rubellus
5. Tricholoma
/ErdritterlingDies war ebenfalls einer der vielen Friedhofsfund und diese blasse gelb grüne Fährbung des Hutes und derLamellen fand ich ihn auffällig. Es war leider nur ein Einzelexemplar und etwas überständig. Der Partner ist Eiche und in etwas Abstand
war noch eine Eibe zu finden. Den Geruch habe ich mir leider nicht notiert und eine Geschmacksprobe wurde nicht gemacht.
Der Hutrandbereich ist auffällig hell.
Einschätzung: Aufgrund des Farbspecktrums vielleicht Tricholoma scalpturatum?
Edit: Aufgrund der Färbung wird es wohl eher einer der Seifenritterling sein.
6. Hygrocybe: Mal wieder eine roter Saftling mit leicht rauer feuchter aber nicht klebriger Hutoberfläche.
Der eher etwas orangene Stiel war ebenfalls feucht aber nicht klebrig. Der Geschmack mild und dieser
zeigte keine auffälligen Geruch (Honig, Knoblauch). Die Schneiden sind deutlich heller und laufen mit Zahn am Stiel herab.
Die Hutrandzone ist leicht gelblich. Die Ökologie ist wie erwartet Magerwiese.
Einschätzung: Bei der Hutgrösse und diesen makrologischen Eigenschaften tendiere ich entweder zu H. miniata oder H. coccinea.
Kann man diese beiden Arten noch makroskopisch trennen. Ich bitte um eure Einschätzung

7. Lactarius: Dieser Milchling wurde in der nähe einer Kiefer gefunden. Er hat eine schlammfarbenen Hut und weisse zuerst bitter
und später schärflich werdende Milch. Die Geschacksprobe des Fleisches würde ich als leicht scharf beschreiben.
Die Taschentuchprüfung wurde nicht durchgeführt.
Einschätzung:?
Edit: Es könnte Lactarius blennius sein (Schupfnudel). Der Baumbestand wäre nochmal zu prüfen! (Buche)
Ökologie
8.
Inocybe?Inosperma: Dieser Fund ist recht lange her (2022) Diese weiße Hutmusterung hat mich beindruckt. Ich dachte mit diesem makroskopischenMerkmal lässt sich der Kreis der potenziellen Kandidaten deutlich einschrämken. Aber ich finde keinen Risspilz mir dieser Hutstruktur.
Die Gruppe wurde am geschotterten gut befestigten Wegesrand gefunde.
Vielleicht hat ja einer von euch einen Tip?
Edit: Es könnte Inosperma maculatum sein! (Danke Ditte und Schupfnudel)
Vielen Dank
lg Rainer
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Hallo zusammen,
meine Idee zu Nr. 3 wäre Agrocybe aegerita/cylindracea (Südlicher Ackerling), Man hätte erheben müssen, auf welchem Substrat die Pilze gewachsen sind. Der Südliche Ackerling braucht Pappeln und liebt diese sehr, wenn sie in Wassernähe stehen.
Zu Nr. 5: Tricholoma ustale kann das keinesfalls sein, denn dieser würde nicht so auffällig mehlig riechen, außerdem fehlen die "Brandstellen" an Lamellen und Stiel völlig. Die Hutfarbe ist auch eine ganz andere (braun mit deutlich ockergelbem Einschlag), und T. ustale hat auch keine Pseudoringzone bzw. klar definierten Braun-Weiß-Übergang am Stiel. Dass T. ustaloides nur im basischen Laubwald wachsen soll, kann ich so nicht bestätigen. Wir haben diesen Pilz z. B. auf der Hohenloher Ebene unter Eiche in einem Vorgarten, das ist kein wirklicher Kalkboden. Sogar im Landkreis Darmstadt hatte ich ihn mal unter Eiche gefunden, und das Gebiet ist nun keinesfalls kalkverdächtig, sondern sauer-sandig. Also meiner Meinung nach ist T. ustaloides hier eine gute Option, falls eine Eiche dabeistand. Auf dem Foto sind allerdings Blätter zu sehen, die weder von einer Eiche oder einer Buche stammen. Man sollte hier noch einmal checken, ob da nicht vielleicht auch eine Pappel war, dann wäre der Pappelritterling auch eine Option.
Abschließend wollte ich anmerken, weil hier ja - was mich stark wundert - eine Kostprobe vorgeschlagen wurde: lasst das mit den Kostproben bei weißbraunen Ritterlingen unbedingt sein, das kann böse ausgehen, da gibt es mehrere entsprechende Berichte in Pilzzeitschriften. Unter den weißbraunen Ritterlingen gibt es mehrere stark magen-darm-giftige Arten, die etwa einem Tigerritterling nicht hintanstehen. Die Bestimmung von Arten der Weißbraun-Sektion kann rein nach makroskopischen Kriterien erfolgen, wenn man aktuelle Literatur zur Verfügung hat.
FG
Oehrling
Hey Oehrling,
@Tricholoma
danke für deinen erneuten Hinweis auf die ausgeprägte Pseudoringzone die T. ustaloides im gegensatz zu T. ustale immer haben soll.
Wenn der Baumbestand sondiert wurde kommt dein Hinweis auf T. populinum evtl. noch zum tragen. Wir werden sehen

Sind Friedhöfe nicht durch die Wegbefestigung eher basisch?
Nr. 3 Potenzieller Agrocybe oder Pholiota
Der Baumbestand war in Böchungsrichtung ausschliesslich Hainbuche. Der Untergrund sehr fest. Ich glaube eher die Sporenablagerung am Ring deutet doch Richtung Pholiota (Thomas und Emil). In dieser Gattung kann ich mir als Art Ph. mixta gut vorstellen.
lg Rainer
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Tricholoma:
Nach erneuter Sichtung von PM/Winkler und Netz finde ich T. ustaloides aufgrund der Eigenschaften der Ringzone viel plausibler.
Der Fundort war eine Friedhof in Bonn und die Gruppe wurde im Gras neben einem gut befestigten Weg (Schotter/Spilt) gefunden.Im Falle eines erneuten Besuchs werde ich mir den Baumbestand genauer ansehen und berichten, ob es sich um Buche oder Eiche handeln könnte.
@Geschmacksprobe
Ich sehe darin kein Problem, der Mund muss anschliessend immer sehr gründlich ausgespült werden
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Hallo Rainer,
1) der dünne Ring ist typisch für die Gruppe Zitzen-/Acker-Riesenschirmling und unterscheidet diese Gruppe von der Gruppe um den Parasol.
2) Siehe Thomas´ Beitrag.
3) Die ersten beiden Bilder sind vermutlich etwas farblich übersättigt / rotstichig. Ansonsten passen die Farben (orangebraun) zu den Häublingen. Für die genaue Art muss man mikroskopieren. G. unicolor ist wohl synonym zu G. marginata. Allerdings könnte eventuell G. uncialis in Betracht gezogen werden.
Climbingfreak: Christensen & Heilmann-Clausen schreiben, T. ustaloides habe eine „more viscid cap“ als T. ustale. Dieses Merkmal müsste also umgekehrt sein zu dem von dir Beschriebenen.
Viele Grüße
Emil
Hallo Emil, ich glaube deine Zuordnung ist um 1 verschoben.
2.) in Zukunft werde ich diese sofort im Feld erkennen, danke
3.) Dir ist doch eine Art in den Sinn gekommen?
4.) Ich werde mir G. uncialis mal ansehen, Dein Vorschlag wäre eine recht kleine Art.
lg Rainer
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Hallo Rainer,
1) C. bolaris passt.
2) Das ist der Zitzen-Riesenschirmling (Macrolepiota mastoidea s. l.).
3) Da würde ich bei den Schüpplingen (Pholiota) schauen. Ich weiß aber spontan nicht die Art.
4) Das ist ein Häubling aus dem Gift-Häublings-Komplex (Galerina marginata s. l.).
5) Ja, bei Buche ist das T. ustale. Ähnlich ist T. ustaloides (bitterer, bei Eiche, schleimiger und mit stärker abgesetzter Ringzone).
Viele Grüße
Emil
Hey Emil,
2.) Der Riesenschirmling hat nur einen einfachen dünnen häutigen Ring und wie Harald schon schrieb keine Zitze.
Auch wenn es sich hier um ein teilweise unersortiertes Arten ag. handelt finde ich keinen Hinweis oder Bilder von einer solchen Ringform!
Nur die Habitusgrösse hatte mich zumindest zweifeln lassen sollen... Nun gut, danke wieder etwas gelernt

3.) Für diesen Gruppe auf einen Schüppling zu kommen, kann ich nicht nachvollziehen. Bitte erleuchte mich!?
An welchen Pholiota hast Du gedacht, vielleicht Ph. mixta?
4.) Diese Farbenpracht (eher Saftlingsartig) bei einem Galerina zu finde ist schon aus meiner Sicht merkmürdig. Ich kenne diese nur eher einfach
braun. Wie auch immer, bei der Suche nach den Eignschaften, Ring, Wiesenbewohner, Grösse, könnte vielleicht G. unicolor eine Option sein.
5.) Sowohl Buchen als auch Eichen sind nicht auszuschliessen.
Vielen Dank, lg Rainer
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Ein frohes Neues an alle Forummitglieder und ich hoffe ihr macht in diesem Jahr viele ausgewöhnliche Funde

Ich möchte euch weitere Funde vom letzten Jahr vorstellen und möchte wissen ob ich ich mit meiner Einschätzung richtig liege.
1. Cortinarius: Fundort Mischwald mit Eichenbestand in der Nähe. Die Bodenverhältnisse sind als Kalkreich einzuschätzen.
Fundzeitpunkt: Die sehr prägnat rote Hutschuppung lassen aus meiner Sicht nur eine Bestimmung zu.
Einschätzung: Ich sehe Cortinarius bolaris - den Rotschuppiger Hautkopf
2.
LeucoagaricusMacrolepiota: Fundort: Laubwald, Fundzeitpunkt: 30.9.2022, es ist also schon etwas her und die Lichtverhälnisse eher schlecht.Der Feinschuppige Weissgraue Hut, die zum Rand hin deutlich rissige Strukturen, die bauschige fast freien Lamellen
und diese lassen mich sofort an einen Schirmling denken.
Wenn den so ist, gibt es wohl nicht soviele Kandidaten die makroskopisch für die Ökologie und diesen grauhütigen
Egerlingsschirmling zutreffen könnten.
Edit: M. mastoidea oder M. excoriata haben auch einen einfachen häutigen Ring. Aufgrund des Habitat muss wohl M. mastoidea ausgegangen werden (Danke Emil)
Einschätzung:
Ich tendiere vorsichtig zu Leucoagaricus cinerascens - der Grauschüppige Egerlingsschirmling3.
Stropharia?: Ein Unbekannter beige/brauner Saprobiont, der am geschotterten Wegesrand wächst und und lehmhalten Bodenverhältnisse gut findetDieser FK ist sicher aufgrund der Lamellenfärbung ein Braunsporen und diese sind mit leichten Graben angewachsen und laufen deutlich mit Zahn am Stiel herab.
Edit: Die Ringzone/Sporenablagerung führt eher zu einem Pholiota
Einschätzung: nicht möglich, weil die Gattung unklar ist.
4.
Ein weitere UnbekannterGalerina. Dieser ist aber diesmal ein Magerwiesenbewohner in der Heide. Unter einem jungen Nadenbaum wurde dieserFK gefunden. Die Strahlende gelb/orange des Hutes mit einen hervorhebenden weißen Randzone war faszinierend.
Optisch kann die Lamellenseite nicht mithalten. Die Lamellen und der Stiel sind hellbraun. Die Lamellen sind gerade angewachsen
und die Schneiden etwas hellen. Den braunen Ring finde merkwürdig, weil ich etwas vergleichbares so nicht kenne.
Edit: Es ist wohl eher ein Galerina, die Art ist ohne Mikroskop schwer einzugrenzen. Ein Ring, Grösse und Habitat grenzen dies etwas ein
Vielleicht ist es G. uncialis
5. Tricholoma: Friedhofsfund. Ein Ritterling mit ausgeprägten Geruch (deutliche Gurke/Mehlig). Erinnert mich an einen Mairitterling.
Der feucht schmierige mit deutlichen radialen Strukturen des braunen Hutes, die weissen fast ohne Burggraben angewachsen
sehr dichten Lamellen. Eine angedeutet Ringzone die am Stiel oberhalb weiß und unterhalb braun ist.
Eine Geschacksprobe wurde nicht gemacht.
Edit: Aufgrund der deutlich ausgeprägten, kontrastreichen Weiß/Braun-Wechsel der Ringzone ist wohl eher von T. ustaloides auszugehen.
Um die Einschätzung mehr Gewicht zu verleihen muss im Nachgang der Baumbestand genau ermittelt werden!
Eiche: -> T. ustaloides und Tricholoma ustale -> Buche
Einschätzung: Ein Habitus mit diesem ausgeprägtem Geruch, da könnte ich mir Tricholoma ustale . dem Brandigen Ritterling vorstellen
Schon mal vielen Dank für eure Hilfe
lg Rainer
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Bei Deinem Ritterling hätte eine Geruchsprobe noch vor Ort Klarheit gebracht: T.saponaceum riecht seifig, eben nach Waschküche. T.squarrulosum riecht unverletzt nach gemahlenem Pfeffer und verletzt kräftig mehlig.
Hey Chorknabe, T.squarrulosum ist wohl unabhängig vom abweichenden Geruch und der fehlenden ausgebuchteten Lamellen kein ernsthafter Kandidat.
danke für den Hinweis.
lg Rainer
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Hallo
Dein Ritterling dürfte diese Variante sein -> Tricholoma saponaceum var. squamosum.
BG Andy
Dein Vorschlag klingt gut, die Stielschuppung ist ja sehr ausgeprägt. Tricholoma saponaceum ist sehr variabel und variantenreich.
lg Rainer
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Servus Rainer
1. Ist Humaria hemisphaerica seit 2020 nicht nur eine synonym für Trichosphaea hemisphaeroides? Der Borstenbecherling passt von der Grösse,
Wo hast du das gelesen ?
Wenn du das aus 123 Pilze hast ? steht da
"Halbkugeliger Borstling, Halbkugeliger Borstenbecherling
TRICHOPHAEA HEMISPHAERIOIDES (SYN. HUMARIA HEMISPHAERIOIDES, LACHNEA HEMISPHAERIOIDES VAR. TENUIPILOSA, LACHNEA HEMISPHAERIOIDES"
Das ist ein tückischer Fehler in der deutschen Benamsung.
Humaria hemisphaerica hat wesentlich andere Mikromerkmale und ist mit - zu 2,5 cm meist größer als Trichophaea hemisphaeroides
in der Gattung Trichophaea sind meist kleinere, bis 1cm, behaarte Pilzchen
Würde mich wirklich wundern wenn die beiden synonymisiert worden wären- aber wer weiß ?
schau mal hier
https://www.mykologie.net/inde…ichophaea_hemisphaeroides
da sind beide verlinkt
Grüße
Felli
Hey Felli, dein Hinweis ist sehr zutreffend, danke.
In PM, Winkler habe ich die beiden Borstlinge nicht gefunden und im Web 123 ist die Beschreibung etwas irreführend.
Ausserdem sind die Deutschen Namen sehr leicht zu verwechseln.
Nach einer kurzen Suche hier im Forum, scheint Humaria hemisphaerica recht häufig zu erscheinen und aufgrund der Grösse meines Fundes
(ca 2cm) halte ich diese Art für wahrscheinlich.
LG Rainer
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Servus Rainer
Hast du deine Nr. 1 Borstenbecherling mikroskopiert ?
Trichosphaea hemisphaeroides ist ein relativ kleiner Pilz, ich glaube der ist es nicht.
Ich denke hier eher an Humaria hemisphaerica.
Die 2 Peziza könnte durchaus P. cerea sein oder aber auch einige andere
. Ich würde den ( falls er nicht gelb gemilcht hat) ohne Mikromerkmale als Peziza aff. varia bezeichnen.Dein Seifenritterling passt aus meiner Sicht
Und dein Röhrling gehört vermutlich zum Netzstieligen Hexenröhrling bzw. evtl. zu Suillellus mendax.
Grüße
Felli
Hey Felli,
1. Ist Humaria hemisphaerica seit 2020 nicht nur eine synonym für Trichosphaea hemisphaeroides? Der Borstenbecherling passt von der Grösse,
1-2 cm sehr gut in das Raster von Humaria hemisphaerica.
2. Dort gibt es recht viele potenzille Kandidaten und P. cerea ist sicher einer von Ihnen.
4. An Suillellus mendax habe ich auch sofort gedacht, die FK hatten aber keine erkennbare Netzzeichung.
lg Rainer
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Nun gut, fassen wir mal die facts zusammen:
Jung: Rotbrauner Aussenhülle und olivebraunem Hymenium. Alt: eher Braun mit verblassenden Aussenhülle und deutlich olivgelbem Hymenium.
Ein eindeutiges milchen der Bruchstelle ist nicht richtig zu erkennen. Ob dem FK in diesem altersschwachen Zustand überhaupt noch eine Milch zu entlocken wäre, ist fraglich.
Sollte ich Ihn erneut finden, werde ich mir die Bruchstelle genauer ansehen und mit einem Taschentuch prüfen.
Ich bleibe bei meiner unsicheren Einschätzung, das es sich um P. succosa handeln könnte. Dieser kann auch diese Rotbraune Färbbung zeigen
(PM Winkler)
Alles in allem wird es ohne Mikro natürlich keine entgültige Klarheit geben. Bis es soweit danhin reicht mir eine makroskopische Eingrenzung.
Vielen Dank, für eure Hilfe und wertvollen Tips
lg Rainer
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Hallo
Die Becherlinge in Bild 1 bis 3 sind aus meiner Sicht keine Peziza badia.
Deine gezeigten FK, sind etwas aus der milchenden Fraktion.
Mir würde jetzt noch den Peziza michelii als Arbeitstitel gefallen.
Aber wie gesagt -> nur ein Hinweis. Ich müsste diese auch mikroskopieren um den Beleg zu haben. BG Andy
Hey Andy vielen dank für den Hinweis auf eine milchende Art. Dies grenzt die Bestimmung deutlich ein!

Aber wie Felli schon schreibt, glaube ich auch nicht an P. michelii (Fehlende Violette Töne) und auch nicht an den alsoluten exot Legaliana cf. badiofuscoides (ich sehe keine blaue Milch).
Wie findet ihr den meinen Vorschlag, dass es sich um P. succosa - der gelbmilchende Becherling handeln könnte.
Die gelbe Milch scheint ja recht eindeutig zu sein. Die Ökologie würde auch sehr gut passen (lehmige, kalkreiche Bodenverhältnisse)
Grösse mit 1-3 liegt ebenfalls in der Bandbreite.
LG Rainer
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Die Aufarbeitung meiner Funde von 2023 Teil 6
Der nächste Teil meiner Aufarbeitung. Die Geschmacksprobe wurde oft bewusst unterlassen (Kleinkind anwesend)
1. Borstenbecherling
Fundzeitpunkt sehr spät, 26.12.2023, Fundort: Friedhof, im bemoosten Wurzelbereich eines Nadelbaumes. Der größte FK ist ca. 2 cm im Durchmesser.
Die ausgesprochene Behaarung ist mir sofort aufgefallen. Die Hymeniumfarbe ist ausgesprochen weiß, die jungen FK sind mit 0,5 cm halbkugelartig
Fleisch hellbraun, der Geruch war unauffällig. Aus meiner Sicht gibt es sonst keine so behaarte Alternative in dieser Grösse und Farbe.
Einschätzung: Ich möchte zu Trichophaea hemisphaerioides - dem Halbkugeliger Borstenbecherling tendieren.
Edit: Augrund der FK Grösse ist wohl eher von Humaria hemisphaerica auszugehen (danke Felli)
2. Tricholoma: Mit sehr dunkler Hut- und Stielschuppung.
Fundort: Friedhof, Geruch unauffällig, Eiche und Nadelbaum, sehr dunkle Hutschuppung, Rand eingerollt, Lamellen hell gelblich,
angewachsen! und mit Zahn herablaufend, der Stiel ist ausgesprochen dunkel beschuppt oder befasert.
Einschätzung: Vielleicht der dunkelschuppige Seifenritterling Tricholoma saponaceum var.
ardosiacumsquamosumoder doch ein ErdritterlingTricholoma squarrulosum - der Schuppenstielige Erdritterling (Lamellen aber eher ausgebuchtet angewachsen)3. Peziza/Becherling: Substrat Nadelholzbaum im Kalkgebiet, Zeitpunkt Sommer, Farbe aussen blass ockerlich, auffällig unregelmässiger Becherrand, Wuchsform Schlüsselförmig
Geruch unaufällig, Fleisch sehr brüchig.
Einschätzung: Auffgrund der Grösse, Farbe und unreglmässigem Rand vielleicht Peziza cerea - der Gelber Wachsbecherling?
Edit: Mehr als ein Peziza spec. bleibt wohl an dieser Stelle von meiner Bestimmung nicht übrig.
4. Röhrling: Etwas überständiger Röhrling der in wärmebegünstigten Buchenwald auf Kalk gefunden wurde. Bilder sagen mehr als Worte
siehe Schnittbild. Lässt sich anhand des Schittbildes noch auf eine Art schliessen oder diesen Fund eingrenzen? Die Röhrlinge zeigten keine Netzzeichung am Stiel!
Einschätzung: Für die Analyse des Schnittbildes fehlt die Erfahrung und die Röhrlings-Literatur

lg Rainer
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Servus,
Die Becherlinge in Bild 1 bis 3 sind aus meiner Sicht keine Peziza badia.
Deine gezeigten FK, sind etwas aus der milchenden Fraktion.
Mir würde jetzt noch den Peziza michelii als Arbeitstitel gefallen.
Da möcht ich 1. rechtgeben und
2. aber doch widersprechen.
Peziza michelii ist das sicher auch nicht, da fehlen die violetten Töne im Hymenium !
Und diese olive-gelbe Hymeniumfarbe auf den obigen Bildern ist mir bei P. michelii noch nie untergekommen.
Die austretende Flüssigkeit ( auf dem letzten Peziza-Bild) schimmert leicht bläulich - denke ich zu erkennen - kann das sein?
Vielleicht könnte man das dann mal mit Legaliana cf. badiofuscoides vergleichen.
Allerdings ist eine Bestimmung ohne Mikromerkmale leider einfach nicht möglich.
Grüße
Felli
Hey Felli, vielen Dank für deine Einschätzung.
Ich habe noch weitere Bilder von diesem Becherling. Vielleicht lässt sich da mehr erkennen. Dieser Becherling wurde aus meiner sicht schon
im November dort gefunden. Bilder kommen gleich...
16.11.2023
Die Aussenseite zeigt deutlich rote Töne
lg Rainer
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Hallo Rainer
Die Cortinarien sind vermutlich eine Mischkollektion
Die ersten 2 Bilder zeigen ganz klar C.rubellus.
Das dritte und vor allem das angehängte und nicht eingefügte Bild C.hinnuleus agg. , so streifig hygrophan wäre absolut untypisch für C.rubellus.
Gruß
Uwe
Hey Uwe,
das stimmt sehr wahrscheinlich. Die Bilder mit den älteren FK wurden etwas früher im Jahr gemacht. Weil FK überständig waren konnte ich sie nicht richtig einschätzen, trotz chemie. Zu einem späteren Zeitpunkt habe ich den selben Standort wieder besucht und bin von der gleichen Art ausgegangen. Dein Einwand ist als mehr als berechtigt!
lg Rainer
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Hi,
zur Lepiota: Für mich wäre der erste Kandidat L. oreadiformis. Ohne Mikro Lepioten zu bestimmen geht leider nicht. Alle Funde sollten zumindest sporentechnisch gecheckt werden. Mich würde es nicht wundern, wenn die hier groß und spindelig wären.
l.g.
Stefan
Hey,
ohne Mikro ist es natürlich schwer. Z.z. habe ich leider noch keines. Ich finde, wenn die makroskopische Erfahrung grösser ist, fällt die spätere Eingrenzung deutlich leichter und führt schneller zum Ziel (Übereinstimmung). Eher früher als später wird es wohl auch ein Mikroskop geben

5. L. oreadiformis soll eher eine fein-filzige Hutstruktur aufweisen und in der Hutmitte deutlich dunkler sein. Dein Vorschlag ist auf jeden Fall deutlich besser als meiner

lg Rainer
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Hallo Rainer,
3 ist Collybiopsis peronata (Brennender Rübling).
Bei 4 sehe ich auch Candolleomyces (=Psathyrella) spec.
5: Gloeophyllum sepiarium kann auch auf Laubholz wachsen. Den Eichen-Wirrling würde ich ebenfalls in Betracht ziehen, weiß aber nicht, ob der so oben aus einem Stubben wachsen und so rötlich werden kann. Größe und Konsistenz wären hier zur Unterscheidung auch hilfreich.
Viele Grüße
Emil
Hey Emil, danke für deinen Hinweis. Nach erneuter Recherche gehe ich für den Rübling mit -> Collybiopsis peronata (Brennender Rübling)
Für C. peronata spricht, dass die Lamellen nicht so dicht stehen und nur die Lamellenscheiden heller sind.
Gymnopus octor hat im ganzen dichtere heller/gelbe Lamellen und nicht nur die Schneiden.
Nach welchen makroskopischen Merkmalen hast Du deine Entscheidung getroffen?
5. Wenn dieser eine solche rotbraune Farbe haben darf, finde ich den Eichen-Wirrling gut.
lg Rainer
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4. Ein weisser behangener Schirmlingsartiger Pilz (Cystrolepiota oder Lepiota)
Der Hutrand ist nur leicht mit Velumresten behangenDie Lamellen stehen dicht und sind nicht! fast frei, wie bei Schirmlingen üblich! Sondern mit leichtem Graben angewachsen, weder bauchig
und ich erkenne eine leichte rosa Farbung in den Lamellen!
Der Geruch wurde leider nicht notiert!
Potenzielle Kandidaten
a. Cystrolepiota sistrata - weißer Mehlschirmlingc. Cystrolepiota seminuda - zierlicher Mehlschirmling
c. Lepiota erminea - weißer Schirmling
Einschätzung: Ich tendiere aufgrund der geringen velumreste am Hutrand zu Cystrolepiota seminuda.Da sind keine freien Lamellen und die "rosa Färbung" in den Lamellen deutet auf einen Braunsporer.
Das ist was um Psathyrella candolleana.
Beste Grüße
Harald
Hallo Harald,
das stimmt natürlich. Die Lamellenfarbe, leicht rosabraun Tone und die angeheftet Lamellen sprechen nicht für einen Schirmling
lg Rainer
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Hi,
1 ist klar Panaeolus papilionaceus durch den behangenen Hutrand
2. sehe ich eher eine Psilocybe, ohne Mikro nicht bestimmbar
4. C. seminuda kann gut sein. Trotzdem mikroskopieren
6. kann auch ein Tulosesus sein! P. kuehneri ist nicht selten! Leider werden die Parasolas nicht mikroskopiert, deswegen werden die oft fehlbestimmt, bzw. nicht erfasst.
l.g.
Stefan
Hey Stefan, danke für deine Einschätzung.
2. Eine Psilocybe, ich mal schaune welche Arten dort zu finden sind. Weches Merkmal fürt dich zu dieser Entscheidung?
4. Nach dem Hinweis von Harald und Emil sehe ich aufgrund der leicht rosa/braunen Farbe und angeheftet Lamellen auch Psathyrella
6. Die Bestimmung kann nur Parasolas spec. bedeuten. Die Gattung Tulosesus ist mir noch unbekannt.
lg Rainer
