Beiträge von Rhinopithecus

    Die scheinen ein gutes Jahr zu haben: im südlichen Hochsauerland gibt es stellenweise auch Pfifferlinge in unglaublichen Massen. Außerdem starten gerade die Fichtenreizker in eine neue Runde. Semmelstoppelpilze gibt es auch, und diverse Täublinge. Fichtensteinpilze habe ich auch einige gesehen, aber da waren selbst die jüngeren komplett madig.


    Grüße, Rhi

    Also hier drüben im Raum Vreden tut sich nach wie vor nicht viel — ist die letzten Wochen eher weniger geworden. Momentan finde ich in nennenswertem Umfang eigentlich nur Kartoffelboviste. Aber vielleicht bin ich auch in den falschen Wäldern unterwegs, bin ja noch neu in der Gegend …


    Anfang des Monats war ich "daheim" im Sauerland unterwegs, da ging schon deutlich mehr. Aber das mit dem Borkenkäfer hätten die sich sparen können, als ob Kyrill damals nicht schon genug gewütet hätte :(

    Hey, vielen Dank Euch allen für die Rückmeldungen!


    Dann lege ich den für mich erstmal unter H. engelii ab. Der stark riechende Drilling ist leider schon zu matschig als dass man den noch genauer untersuchen könnte, aber ich behalte mal H. bubalinus im Hinterkopf wenn sich an der Stelle noch was tut – leider wird da ziemlich regelmäßig gemäht, schlechte Chancen für voll ausgewachsene Examplare …

    Schöne Doku und du hast dir ja schon gut Gedanken gemacht. :daumen:

    Ist doch viel spannender erstmal selbst zu gucken wie weit man so kommt ;)


    Grüße, Rhi

    Hallo zusammen,


    hier habe ich ein paar merkwürdige kleine Gesellen, die mir so noch nicht untergekommen sind:

    • Fundort: Münsterland, auf dem gemähten Streifen zwischen Mischwald (Eiche, Buche, etc.) und Straße/Feldweg.
    • Geruch: zumindest die leicht angematschte Dreiergruppe fast schon unverschämt stark lecker pilzig
    • Hut
      • Der größte ist im Durchmesser noch <4cm
      • sehr dunkel braun, leicht filzig
      • Fraßstellen fast so braun wie die Hutoberfläche
      • teils steinpilzartig mit hellerem Rand
    • Röhren
      • Gelb, auf Druck leicht blauend
      • auffallend gequetscht
    • Stiel
      • gelblich bräunlich, ohne ersichtliche Rottöne
      • auf Druck blauend
      • Netzzeichnung vermag ich keine zu erkennen, die ganz jungen scheinen unter der Lupe obenrum beflockt zu sein
      • auffallend bauchig gedrungen, unten deutlich spitz auslaufend
    • Fleisch im Schnitt
      • erst recht hell gelb, im Hut rötlich und Spitze mit wenigen roten Punkten, siehe Bild
      • nach wenigen Minuten mittelstark blauend (ohne Abb.)

    Mit der Pilzsammlerliteratur die ich hier habe komme ich nicht weit. Spaßeshalber mal die wichtigsten Merkmale bei 123pilze reingeklickt komme ich am ehesten bei Lanmaoa/Boletus/Leccinum fragrans (Goldröhrenschwamm, Starkriechender Röhrling) raus. Die schon etwas mitgenommen wirkende Dreiergruppe riecht auch tatsächlich auffallend stark, die anderen Exemplare aber weniger. Er wird als wärmeliebend beschrieben, was ja im Münsterland zumindest mal nicht völlig abwegig ist. Ist aber wohl auch ziemlich selten.


    Alternativ hätte ich noch den Eichenfilzröhrling (Hortiboletus engelii) in Betracht gezogen. Der Geruch ("Pilzig, etwas säuerlich bis neutral") passt für die frischen Exemplare und die rote Punktierung in der Stielspitze spräche wohl auch dafür. Die Röhren werden als "eckig" beschrieben – mag sein, dass meine wenn sie ausgewachsen sind dann auch so aussehen. Der wär aber wohl auch ziemlich selten.


    Über jegliche Form von Bestätigungen, Einsprüchen, Alternativorschlägen und sonstigen Hinweisen würde ich mich freuen!


    Grüße, Rhi



    Ich mach' mal den Anfang, so langsam geht's nämlich los.


    Hier im Münsterland trauen sich so langsam die ersten Täublinge hervor. Ein paar Stadtchampignons habe ich auch schon gefunden. Mit Röhrlingen ist noch nicht viel los, von ein paar Rotfüßen mal abgesehen. Aber die Perlpilze kommen momentan ganz anständig – und die Pantherpilze gleich daneben.


    Und sonst so? Ich hörte im Sauerland gäb's Pfifferlinge …



    Grüße, Rhi

    Hallo zusammen,


    so ganz allmählich trauen sich nach dem Regen bei mir im Münsterland jetzt die ersten Pilze raus. Dieser hier habe ich im Dorf im Vorgarten (Beet) und angerenzendem Wegesrand (Gras) gefunden. Mittels Literatur und Internet komme ich hier beim Stadtchampignon raus:

    • Hut (leicht schmuddelig-bräunlich/ocker) weiß, Durchmesser 4–9 cm, oben abgeflacht, ragt über die Lamellen, mit Velumresten
    • Huthaut ziemlich glatt, ohne auffällige Schuppen o.ä., Gilben kann ich nicht feststellen
    • Lamellen rosa
    • Stiel wie der Hut gefärbt, tendenziell ocker/rötlich verfärbend (vorletztes Bild: rechts frisch angekratzt, links nach 1-2min)
    • Geruch für mich unauffällig pilzig
    • Fleisch weiß, im Schnitt verfärbend. Im Besich der Lamellen eher rötlich, Stiel eher ocker
    • Ring deutlich ausgeprägt, für mich doppelt (dreifach?), der obere nach oben stehend

    Geht ihr d'accord oder habe ich mich verrannt?


    Viele Grüße, Rhi


    Danke, in meinen Büchern ist die Art nicht drin, konnte daher nur nach dem Netz gehen. Hat da jemand noch mögliche Verwechselungpartner auf dem Schirm? Scheint mir ja eigentlich von anderen Arten in der Gattung ganz gut zu unterscheiden zu sein. 123Pilze sagt, die Art wäre essbar und in Japan sogar begehrt — das macht neugierug: kann man dem Glauben schenken (ich weiß: Verzehrfreigabe kann es nicht geben)?


    Grüße, Rhi

    Hallo,


    ich hatte ja erst an Judasohren gedacht, aber nach den Bildern die man im Netz so findet scheint Evita recisabesser zu passen. Definitiv auf Laubholz, wahrscheinlich Weide. Was meint ihr?


    Achtung, bei den Freilandbildern sind die FK teilweise vereist …


    Grüße, Rhi

    Hallo Kabelwoman,


    das hört sich nach einer ganz hervorragenden Idee an. Für sich genommen finde ich Semmelstoppelpilze ja geschmacklich eher nicht so spannend — genau wie Hühnerbrust ;). Sollte ich dieses Jahr nochmal welche finden, werde ich mal versuchen ihnen ordentlich Feuer unterm Hintern zu machen — Currypaste habe ich immer im Kühlschrank.


    Grüße, Rhi

    Ahoi zusammen!


    Wie so ein Schneckenschutz für Hochbeete nur eben Rund.

    Laufrille nennt sich das. Wie ein Rad, in dem ein Riemen läuft.


    Sehr anschaulich, insbesondere der Schneckenschutz — vielen Dank euch beiden. Den Begriff "Laufrille" fand ich bisher tatsächlich leicht verwirrend. Intuitiv hätte ich da für eine Sekunde erstmal an eine Rille entlang des Stiels gedacht entlang derer der Ring bei Verschieben gleitet und sich so nicht drehen kann. Das hätte für mich mechanisch Sinn gemacht, war aber natürlich biologisch offensichtlicher Blödsinn. Mit dem "Riemen" macht der Ausdruck jetzt halbwegs Sinn.


    Grüße, Rhi

    Vielen Dank,


    die Safranschirmlinge und Lepiotahatte ich für mich schon recht sicher ausgeschlossen. Aber igendwie fragt man dann doch lieber nochmal nach, zumal der hier noch etwas jünger war. Letztens hatte ich ein paar ausgewachsene Exemplare gefunden. Die waren eindeutig, aber halt leider auch eindeutig nicht mehr essbar. Der hier war richtig lecker.


    Grüße, Rhi

    Hallo zusammen,


    ich habe die leise Hoffnung, heute meinen ersten "eigenen" Parasol gefunden zu haben. Kommen da irgendwelche Alternativen in Frage, die ich nicht auf dem Schirm habe?


    Habitat: Lichte Stelle im Mischwald

    Hut: Durchmesser ca. 7.5 cm, Fleisch & Lamellen weiß, im Anschnitt nicht rötend, Lamellen frei

    Stiel: klar genattert, hohl, >20 cm lang, mit deutlicher Verdickung unten.

    Ring klar verschiebbar, ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob der so als "doppelt" durchgeht (siehe Querschnitt unten)?



    Viele Grüße, Rhi

    Hallo Peter,


    Es fehlen nur noch fein geschnittene Zwiebelstückchen, Brühe, Pfeffer und ein Becher Sahne. :kaffee:


    Hört sich gut an, ein Becher Sahne ist ja eigentlich nie verkehrt. Man kann auch eine Lauchzwiebel im Ganzen mit anschwitzen und vor dem Servieren rausfischen (und anderweitig weiterverwenden). Aber probier's ruhig mal ohne den ganzen Krempel für den puren Pilzgeschmack, ich war echt überrascht wie gut die Schopftintlinge das Gericht fast ganz alleine "tragen" – Sahne nachgießen kann man bei Nichtgefallen dann ja immernoch ;).


    Grüße, Rhi

    Ok, liegt offenbar an den Smileys. Hab jetzt alle gelöscht, dann hat es funktioniert!

    Moin,


    selbstlöschende Beiträge habe ich auch schon ohne Smileys gehabt. Das scheint mehr oder weniger zufällig die Beiträge neuer User zu treffen (siehe hier). Die Moderatoren können die Beiträge aber wiederherstellen und tun das meiner Erfahrung nach auch sehr flott wenn man via pn ("Konversation") drum bittet.


    Grüße, Rhi

    Hallo,


    ich habe früher recht viel in der deutschsprachigen Wikipedia mitgearbeitet, das aber seit ein paar Jahren sehr zurückgefahren. Man hat es da als Einsteiger aus unterschiedlichen Gründen sicher nicht leicht, aber es kann auch eine sehr erfüllende Tätigkeit sein. Mein Rat für alle Einsteiger: lasst es langsam angehen. Konzentriert euch erstmal auf unkontroverse Kleinigkeiten. Macht euch damit vertraut wie Wikipedia hinter den Kulissen funktioniert: Lest die zu den Artikeln gehörenden Diskussionsseiten, klickt auf all die Links in den Hinweisboxen für fehlende Quellenangaben etc. Findet die für euer Thema relevanten WikiProjekte bzw. Redaktionsseiten, wo Konventionen diskutiert und Probleme gelöst werden. Schaut bei den Löschkandidaten vorbei und zieht euch ruhig mal ein paar der kontroverseren Diskussionen dort rein. Bekommt ein Gefühl dafür wie Wikipedia "tickt", das kann einer ganzen Menge von Frust und Missverständnissen vorbeugen …


    Grüße, Rhi

    Hallo zusammen,


    meine Bessere Hälfte hat letztens dieses Rezept spontan zusammenkomponiert. Das Vorgehen ist denkbar simpel, das Ergebnis wunderbar mild-aromatisch leicht und eignet sich sicher toll als 1. Gang für ein Pilzmenü. Also bitteschön:


    1. Eine gute Handvoll Schopftintlinge (kennt ihr ja: nur die ganz frischen weißen) putzen und grob zerkleinern.

    2. In einem kleinen Topf in Butter ganz sachte anbrutzeln.

    3. Mit heißem Wasser aufgießen und aufkochen lassen.

    4. Ein Ei reinrühren.

    5. Sparsam salzen, fertig.


    Probiert's bei Gelegenheit mal aus!


    Grüße, Rhi

    Hallo nochmal,


    mein Beitrag von letzter Woche hatte sich leider sebstzerstört. Aktuell sieht's gar nicht so schlecht aus, wenn man sich von den trockeneren, blaubeerreichen Kiefernwäldern fernhält. Die Röhrlinge sind zurück, wenn man nur die richtigen Ecken findet: Birkenröhrlinge, Steinpilze, sogar Maronen. Trompetenpfifferlinge gibt es lokal auch in größeren Mengen.


    Grüße, Rhi