Beiträge von Luca

    Hallo zusammen,


    ich war die letzten Wochen einige Male im Wald unterwegs und konnte einige tolle Funde machen.

    Die Gelegenheit möchte ich nutzen, um mal wieder ein paar Fotos mit Euch zu teilen.

    Alle Funde stammen aus der Karlsruher Umgebung.


    01. Starten möchte ich mit einem farbenfrohen Erstfund vom 28.02.: Blutroter Borstenscheibling - Hymenochaete cruenta


    Zwei weitere Arten vom selben Tag, die mir mehrmals bei der Suche nach spitzem Gemörch unterkamen:

    02. Geselliger Glöckchennabeling - Xeromphalina campanella


    03. Dunkler Lackporling - Ganoderma carnosum


    04. Am 07.03. fand ich dann meine erste Spitzmorchel - Morchella elata agg. für dieses Jahr.

    Beim zweiten Bild hat Syntaxys einen Stack von mir zusammengebaut und einige Korrekturen vorgenommen. Vielen Dank nochmals dafür.

    Der qualitative Unterschied zu meinen Aufnahmen hat mich wirklich umgehauen, ein grandioses Ergebnis. Das hat mich enorm motiviert, mich auch mit dem Stacken und der Bildbearbeitung zu beschäftigen. Wenn nur die Zeit nicht so begrenzt wäre... Bin ich doch gerade auch noch dabei, mich generell in die Fotografie einzuarbeiten und die ersten Schritte am Mikroskop zu gehen.


    05. Scheibenlorchel - Discina ancilis


    06. Am folgenden Wochenende fand ich an einer feuchten Stelle im Auwald direkt an einem Wassergraben ein unglaubliches Vorkommen von hunderten Fruchtkörpern des Scharbockskrautbecherlings - Sclerotina binucleata. Dank des Mikroskops konnte ich die Art nun auch zum ersten mal absichern. Auch ohne Karminessigsäure waren die zwei Zellkerne der Sporen zu erahnen.


    07. Am Tag darauf gab es weitere Spitzmorcheln - Morchella elata agg.


    08. Mit dem Leuchtenden Prachtbecherling - Caloscypha fulgens einen weiteren Erstfund.


    09. Und zum ersten mal die Frühjahrsgiftlorchel - Gyromitra esculenta in freier Wildbahn. Hatte ich bisher nur auf Mulch.


    Vergangenen Samstag ging es wieder in den Auwald.

    10. Bei den Böhmischen Verpel - Verpa bohemica war ich mal wieder zu spät dran.


    11. Die Speisemorcheln - Morchella esculenta agg. kamen gerade frisch hoch. Erstaunt war ich über das Vorkommen etlicher Fruchtkörper auf kleinstem Raum unter einer Eiche an meinem ehemaligen Top Spot. Die letzten Jahre nahmen die Funde an der Stelle rapide ab. Die Eschen sind größtenteils gefallen. Ob überhaupt noch eine lebt, weiß ich nicht. Und nun, als ich die Stelle bereits abgeschrieben habe, tauchen die Morcheln unter einer Eiche auf? Immer wieder faszinierend die Morcheln.


    12. Am Sonntag gab es dann am Waldrand eines Mischwaldes auf Muschelkalk einen weiteren tollen Fund, bei dem ich von der Schwarzweißen Scheibenlorchel - Gyromitra melaleuca ausgehe.


    Vielen Dank fürs Mitgehen. Ich wünsche Euch ebenfalls viel Erfolg bei Euren Touren und schöne Funde.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Oehrling,


    vielen Dank für deine Einschätzung. Beim Bestimmen für die Ausstellung wurde Nr. 5 von den Experten ebenfalls als C. olidus angesprochen, das passt also.

    Der kräftige Habitus und die grünlichen Töne im Hut hatten mich da etwas verunsichert.


    Viele Grüße

    Luca

    Liebe Pilzfreunde,


    im Kalkbuchenwald habe ich heute folgende Cortinarien finden können, zu denen mich eure Einschätzung interessieren würde.


    01. Den würde ich Cortinarius cliduchus/olidus - gelbgegürtelter Schleimkopf nennen wollen.


    02. Sehr bitterer Geschmack und düstere Farben, da lande ich bei Cortinarius infractus agg. - Bitterer Schleimkopf.


    03. Den kenne ich bereits von letztem Jahr. In diesem Jahr im gesamten Habitat immer wieder vorkommend: Cortinarius vulpinus - Fuchs-Schleimkopf


    04. Mit chromgelber KOH-Reaktion in der Trama, Cortinarius largus - Blasser Schleimkopf?


    05. Bei dem Kollegen konnte ich auf die Schnelle nichts passendes finden. Muss ich mir morgen nochmal in Ruhe anschauen. Habt Ihr eine Idee?


    06. Gefreut habe ich mich über den Nachwuchs bei Cortinarius praestans - Schleiereule. Ich erlaubte mir einen der Fruchtkörper für unsere Pilzausstellung in Karlsruhe an diesem WE

    mitzunehmen.


    07. Kein Schleierling, aber jedes Jahr treu an der exakt gleichen Stelle mit schönen Fruchtkörpern: Hygrophorus poetarum - Isabellrötlicher Schneckling.


    Was meint Ihr zu meinen Funden? Ich freue mich auf eure Rückmeldung.


    Viele Grüße

    Luca

    Liebe Pilzfreunde,


    ich konnte die letzten Tage mal wieder einige Stunden im Wald verbringen und möchte gerne ein paar Funde mit euch teilen.

    Es macht zur Zeit einfach Spaß, es gibt so viel zu entdecken!


    01. Orangeroter Träuschling - Leratiomyces ceres - Ein Erstfund für mich aus dem Karlsruher Schlosspark.


    02. Laubwald Rotkappe - Leccinum aurantiacum


    03. Zitronenblättriger Täubling - Russula sardonia


    04. Rosenroter Schmierling - Gomphidius roseus - Ein weiterer PersEr für mich.


    05. Marzipan Fälbling - Hebeloma radicosum - Über den tollen Geruch freue ich mich immer besonders.


    Samstag morgen konnte ich kurz in meinem Lieblingswäldchen, einem kalkhaltigen Buchenwald vorbeischauen. Die Anzahl an Fruchtkörpern ist oft noch etwas gering, dafür herrscht jedoch eine schöne Artenvielfallt. Zu finden gab es unter anderem:


    06. Specht Tintling - Coprinopsis picacea


    07. Falber Milchling - Lactarius pallidus - Den hatte ich bisher auch noch nicht, zumindest nicht bewusst wahrgenommen.


    08. Diese Hexen halte ich für den Kurznetzigen Hexenröhrling - Suillus mendax - Das Myzel kenne ich schon länger. Auffällig sind die immer eher kleineren Fruchtkörper mit dünnem Stiel und kräftig tiefroter Färbung.


    09. Sehr gefreut habe ich mich auch über die Schleiereule - Cortinarius praestans - an bekanntem Standort. Vier junge Fruchtkörper drückten sich aus dem Laub. Leider war der größte am Stiel bereits abgefressen.


    10. Ein eher häufiger Schleierling im Gebiet, der sich anhand seiner bitteren Huthaut leicht bestimmen lässt. Der Buchen Klumpfuß - Cortinarius anserinus. Mit dem Leuchtendgelben Klumpfuß - Cortinarius splendens - fand ich noch einen weiteren schönen Schleierling, leider ohne Foto.


    11. Der Wollige Scheidling - Volvariella bombycina - Ein PersEr, den ich schon lange finden wollte.


    12. Bei guten Bedingungen immer in großer Zahl im ganzen Gebiet vertreten, der Schwärzende Leistling - Craterellus melanoxeros


    13. Und der Graue Leistling - Craterellus cinereus


    Ich wünsche allen ebenfalls schöne Funde und eine tolle Zeit im Wald.


    Bei den aktuellen Bedingungen bin ich sicher, dass wir bei unserer Pilzausstellung im Naturkundemuseum Karlsruhe am kommenden Wochenende (11. & 12.10.) eine schöne Vielfalt zeigen können.

    Vielleicht mag der eine oder andere von euch ja vorbeischauen, der Eintritt ist frei.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo hubi,


    tolles Foto!


    Bei mir wurde es eine gebrauchte OM-D EM 5 II + 30 mm Makro. Echt klein und handlich das Teil. Bin doch froh, nicht direkt ein kleines Vermögen für eine High-end Kamera ausgegeben zu haben. Danke!


    Samstag war ich kurz im Wald, Pilze gab es keine, also versuchte ich mich an anderen Motiven.

    Anbei meine ersten Gehversuche. Gar nicht so leicht und ich war im ersten Moment ehrlich gesagt etwas ernüchtert, nachdem mich die Fotos der seltenen Boleten mit der ausgeliehenen Kamera direkt so begeistert hatten. Aber das wird sicher noch. Ich freu mich auf das Üben, wenn die Pilze wieder da sind.


    Viele Grüße

    Luca



    Spinne, die eine kleine Fliege erbeutet hat und einen Parasiten? am Rücken hat.

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure zahlreichen Ratschläge. Das war sehr hilfreich.

    Ihr habt natürlich Recht damit, dass ich mich zunächst einarbeiten werden muss und habt mich überzeugt.


    Daher wird es erstmal eine preiswertere Kamera, mit der ich mich intensiv ins Thema einarbeiten kann. Aktuell schwanke ich zwischen der EM5 II (gebraucht ca. 370 €) und der Lumix G9 (gebraucht ca. 470 €). Ich bin noch etwas unschlüssig, ob mir die Kompaktheit der EM5 II oder die etwas bessere Leistung der G9 wichtiger sein wird.


    Als Objektiv weder ich mit einem 30 mm Makro starten, da ich es flexibler einsetzen kann und ich hauptsächlich Kollektionen mit mehreren Fruchtkörpern fotografiere. Mit dem ausgeliehenen Setup kam ich gut zurecht. Später kann ich dann für mehr künstlerische Zwecke ggf. ein Makro mit längerer Brennweite ergänzen.


    Viele Grüße

    Luca

    Liebe Pilzfreunde,


    vor Kurzem hatte ich die Gelegenheit, die LUMIX DC GH6 mit dem Panasonic H-HS030E LUMIX G Makro 30 mm F2.8 auszuleihen und im Wald zu testen (siehe „Zu Besuch beim König“). Das hat zu dem Wunsch einer eigenen Kamera geführt.


    Ich habe versucht mich etwas einzulesen, fühle mich angesichts der riesigen Auswahl aber noch völlig überfordert und bin daher sehr dankbar für eure Meinungen, Tipps, Empfehlungen und Hinweise.


    Die Kamera soll hauptsächlich für Pilzfotografie genutzt werden. Ich möchte direkt in ein hochwertigeres Gerät investieren, um Reserven zu haben und nicht nach kurzer Zeit aufrüsten zu müssen, falls mich das Thema weiterhin richtig packt.


    Meine aktuellen Überlegungen:

    Um die Auswahl einzuschränken und die Portabilität zu gewährleisten, habe ich mich auf MFT-Kameras fokussiert. Folgende Modelle habe ich mir näher angeschaut:


    - Panasonic LUMIX G9 II

    - OM System OM-5 Mark II

    - OM System OM-1 (gibt es gebraucht bei Calumet in sehr gutem Zustand für ~1200 €. Ich denke das könnte das beste Preis-Leistungs-Verhältnis sein?)


    Objektiv:

    - M.Zuiko Digital ED 30mm f3.5 Makro

    Oder doch ein teureres

    - M.Zuiko Digital ED 60mm f2.8 Makro oder

    - Panasonic Leica DG Macro-Elmarit 45 mm f/2.8 ASPH OIS?


    Meine Fragen an euch:

    - Sind meine Überlegungen grundsätzlich sinnvoll?

    - Würdet ihr ebenfalls zu MFT-Kameras raten?

    - Habt ihr Erfahrungen mit dem Kauf gebrauchter Geräte bei Calumet?

    - Oder würdet ihr generell ein neues Gerät empfehlen?

    - Welche Brennweite würdet ihr für die Pilzfotografie bevorzugen? (Ich habe gelesen, dass beim 30mm-Objektiv der geringe Arbeitsabstand problematisch sein kann. Mit dem ausgeliehenen Setup hatte ich allerdings keine Probleme und fand den Abstand angenehm bzw. eher überraschend groß, da ich bisher nur mit Smartphone fotografierte. Könnte bei einem längeren Objektiv nicht eher das Problem auftreten, dass Äste oder Laub im Bild stören?)


    Viele Fragen auf einmal. Ich bin wirklich über jede Rückmeldung dankbar.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    vielen lieben Dank für eure Nachrichten und motivierenden Worte!


    Ich war selbst begeistert von den Aufnahmen, daher steht nun auch fest, dass ich mir eine Kamera zulege. Das Fotografieren hat richtig Spaß gemacht. Ich habe schon unzählige Fotos mit dem Smartphone gemacht und mich auch etwas theoretisch mit Fotografie beschäftigt, aber dass die Bilder direkt beim ersten Versuch so gut werden, war toll.

    Es sind natürlich die gelungensten der 350 Aufnahmen, die ich gemacht habe ^^ Und die wunderschönen Fruchtkörper haben den guten Fotos natürlich auch in die Karten gespielt.

    Wo hast Du denn den alten Namen ausgegraben?

    Hallo Jörg,

    den hatte ich in der App mushpits aufgeschnappt.

    Hab ich richtig gelesen dass Du die im Raum Karlsruhe gefunden hast?

    Hallo Eberhard,

    der Hasenröhrling stammt direkt aus Karlsruhe, die restlichen Funde mehr oder weniger aus der Umgebung. Falls Du mal in der Gegend bist und es zeitlich passt, melde Dich gerne. Vielleicht klappt es mit einer gemeinsamen Tour.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    ich möchte auch mal wieder ein paar Funde von mir mit euch teilen. Gestern war ich in einem wunderschönen Wald unterwegs und konnte dort zum ersten Mal den Echten Königsröhrling Butyriboletus regius entdecken!
    Daneben gab es noch viele weitere tolle und teils seltene Arten und das in erstaunlicher Anzahl.


    Zudem hatte ich die Möglichkeit eine gute Kamera auszuleihen. Zum ersten Mal habe ich nicht nur mit dem Handy, sondern mit einer richtigen Kamera fotografieren. Und was soll ich sagen: Ich brauche eine eigene Kamera!
    Da ich fotografisch noch blutiger Anfänger bin, würde ich bei Zeiten gerne nochmal auf eure Expertise zurückkommen, wenn's darum geht, welche Kamera es werden soll.


    Nun die Bilder zu meinen Funden:


    1. Leccinum griseum – Hainbuchenraufuß


    2. Boletus reticulatus – Sommersteinpilz


    3. Boletus aereus – Bronzeröhrling


    4. Rubroboletus satans – Satansröhrling


    5. Caloboletus radicans – Wurzelnder Bitterröhrling


    6. Entoloma sinuatum – Riesenrötling


    7. Unzählige Amanita rubescens – Perlpilze


    Und 8. Butyriboletus regius – Echter Königsröhrling


    Mit den Röhrlingen läuft es zur Zeit einfach richtig gut. Schade, dass es nun wieder trockener wird. Bereits vor einigen Tagen konnte ich zwei weitere Erstfunde verzeichnen.


    9. Gyroporus castaneus – Hasenröhrling, dutzende Exemplare mitten in Karlsruhe unter einer Eiche


    10. Suillellus queletii – Glattstieliger Hexenröhrling


    Viele Grüße
    Luca

    Hallo Stefan,


    ohne davon groß Ahnung zu haben, dachte ich bei deinen Bildern auch direkt an junge Sternstäublinge. Ich hat den letztes Jahr an einem vergleichbaren Standort am Straßenrand zum ersten Mal gefunden. Die Peridie sah sehr ähnlich aus.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Oehrling,


    vielen Dank für deinen Hinweis zur Genauigkeit, Du hast natürlich Recht. Der Fund zeigt mir wieder, dass ich nicht versuchen sollte einen unbekannten Täubling schnell zwischen Tür und Angel bestimmen zu wollen.


    An einen Heringstäubling dachte ich am Anfang auch kurz. Das weiße Sporenpulver sprach aber dagegen. Der Geruch war schon etwas unangenehm. Klar nach Fisch konnte ich ihn nicht zuordnen, muss aber auch hier gestehen, dass mir die Erfahrung fehlt.

    Das ist alles, was ich dem einen Hut an Sporen entlocken konnte.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Oehrling, Thiemo und Andreas,


    vielen Dank für eure Expertise! Dass man sich bei der Täublingsbestimmung nicht unbedingt auf die Hutfarben verlassen sollte weiß ich. Da habe ich die Variabilität von R. velutipes unterschätzt. Tatsächlich hatte ich Eisensulfat zur Hand und hatte es auch auf der Stielrinde getestet (s. Bild unten). Die Beurteilung fällt mir aber noch ziemlich schwer. Zunächst sah die Verfärbung eher gräulich aus. Danach war schon eine leichte Farbe zu erkennen. Ob das nun aber eher orange oder rosa war, konnte ich nicht einschätzen. Anhand des Fotos nun wahrscheinlich auch nicht mehr sicher zu beurteilen.


    Vielen Dank auch für den Hinweis auf die Festigkeit des Stieles. Das muss ich in Zukunft genauer festhalten und auch hier lernen es besser einzuschätzen.


    Die Fruchtkörper hatte ich bereits Montag morgen entsorgt. Der Fund lässt sich also leider nicht mehr abschließend klären.


    Viele Grüße

    Luca


    Hallo MeckPilz,


    vielen Dank für den Hinweis, das Merkmal kannte ich bisher nur ausgeprägter.


    Hallo Sebastian,


    R.velutipes hatte ich aufgrund der teilweise dunklen violett-bräunlichen Hutfarben ausgeschlossen.

    Danke für deine Bestätigung.


    Liebe Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    folgende Russula habe ich vergangenen Samstag in einem wärmebegünstigten Buchenwald gefunden.

    Ich wäre dankbar über Rückmeldungen, welche Arten hier in Frage kommen? Könnte es sich um R. vesca handeln? Dafür vermisse ich die verkürzte Huthaut und auch die Steilbasis ist nicht wirklich verjüngt. Ansonsten spricht aber nichts dagegen, soweit ich das beurteilen kann und eine bessere Idee habe ich nicht.


    Ich würde mich über eure Einschätzungen freuen.


    • Habitat: Laubwald auf basischen Boden. Hauptsächlich Buche, in 5-10 m Entfernung stand auch eine Eiche.

    • Geschmack: mild

    • Sporenpulver: leider gab der Hut nur sehr wenige Sporen ab. Ich würde das SPP als weiß bis maximal leicht cremefarben einschätzen.

    • Huthaut: bis zur Hälfte abziehbar



    Liebe Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    heute begab ich mich in einen Kalkbuchenwald, um Fruchtkörper für unsere Pilzausstellung in Karlsruhe am kommenden Wochenende zu sammeln. Ich war schon länger nicht mehr dort und wurde völlig umgehauen von dem massenhaften Auftritt der Pilze. Ich hatte leider nicht so viel Zeit und konnte mir nur einen kleinen Teil der Pilze anschauen. Zwei schöne Cortinarien konnte ich nicht unbeachtet lassen und würde gerne eure Meinung dazu wissen.


    1. Cortinarius callochrous agg. - Amethystblättriger Klumpfuß

    - Hut 5-6 cm

    - KOH auf dem Hut braun

    - Stark abgeflachte Knolle, auf der Oberseite ocker-gelblich


    2. Cortinarius anserinus - Buchen Klumpfuß

    - Hut 5-9 cm

    - Huthaut deutlich bitter

    - Hutrand lange eingebogen

    - Beim letzten Bild unter Kunstlicht sind die Hutfarben etwas zu lebhaft gelb


    Die Merkmale scheinen mir insgesamt gut zu passen. Etwas überrascht war ich bei beiden Arten lediglich über die in der Literatur angegebenen deutlich violetten Lamellen. Vor allem bei 2. sehe ich da maximal ein schwaches grau-violett. Da ich mich bisher so gut wie nicht mit dieser Gattung beschäftigt habe, bin ich über jeden Hinweis dankbar.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Antworten. Mit den Gerüchen tue ich mir meistens schwer bei unbekannten Arten. Auch in meiner Familie konnte den Geruch niemand zuordnen. Mehr als unangenehm kann ich leider nicht mehr sagen, ich müsste nochmals am frische Fruchtkörper riechen. Auch den Geruch des getrockneten Fruchtkörpers kann ich nicht zuordnen. Könnte vielleicht schon in die Richtung

    beißend pissigem Gestank

    gehen, auf jeden Fall deutlich unangenehm.


    auch wenn die bräunlichen Hüte eher rötlich sein sollten, aber das liebt vielleicht am Foto(?)

    Die Farben auf den Fotos sollten schon einigermaßen stimmen. Ein kräftiges Rot war nicht zu erkennen. Nach dem Trocknen sind praktisch nur noch bräunliche Töne zu erkennen.


    Wurde beim Stinktäubling der Geruch geprüft?

    Der Geruch war deutlich wahrnehmbar und unangenehm. Den als süßlich, ölig beschriebene Geruch fand ich treffend. Der Geschmack der Lamellen war widerlich und nach wenigen Sekunden deutlich scharf. Dieses Wochenende hatte ich auch die Möglichkeit, mich erstmals am Mikroskop zu versuchen. Die Sporen fand ich eher für subfoetens passend. Eine sichere Abgrenzung traute ich mir aber noch nicht zu. Mikrofotos kann ich leider nicht anbieten.


    Ein schönes Erfolgserlebnis meine ich jedoch mit einem anderen Täubling aus dem gleichen Wald gehabt zu haben.

    Die Beschreibungen in der Literatur des Honig-Täublings, R. melliolens, passen bei allen Merkmalen perfekt zu meinen Beobachtungen. Aufschlussreich war zunächst das helle cremefarbene Sporenpulver (IIa), trotz der gelben Lamellen, dann der deutlich süßliche Geruch am zweiten Tag und anschließend die anscheinend so markanten Sporen (da fehlt mir noch die Referenz). So macht Pilzbestimmung Spaß. Früher oder später muss wohl doch ein eigenes Mikroskop her. ^^


    07. Honig-Täubling - Russula melliolens


    Viele Grüße

    Luca


    Hallo zusammen,


    ich melde mich mal wieder mit zwei mir unbekannten Funden vergangenen Wochenendes.

    Über eure Meinungen wäre ich dankbar, auch falls keine sichere Bestimmung möglich sei.

    Beide Funde habe ich in einem Buchenwald auf basischem Boden gemacht.


    01. Inocybe spec.

    Hut: bis 8 cm; cremefarben, braunrötlich; ausgebreitet, flach gebuckelt; radialfaserig, rissig; Rand gewellt

    Lamellen: tabakbraun, Schneiden heller; ausgebuchtet angewachsen

    Stiel: 6 cm; cremefarben mit rotbräunlichen Flecken; Basis leicht verdickt

    Geruch: undefinierbar, unangenehm; beim Trocknen widerlich nach Fäkalien (Eigengeruch oder aufgrund alter verdorbener Fruchtkörper?)

    Baumpartner: Fagus sylvatica

    Im Wald dachte ich hier an den Ziegelroten Risspilz. Aufgrund der nicht so deutlich rot, sondern eher fleisch-bräunlichen Verfärbungen und der späten Erscheinungszeit, bin ich unsicher.


    02. Russula spec.

    Hut: 4 cm; gelblich-orange bis cremefarben, Mitte dunkler; glatt, glänzend; Haut 1/3 bis ½ abziehbar; Rand gerieft

    Lamellen: cremefarben; leicht ausgebuchtet angewachsen; nach wenigen Sekunden leicht scharf, nach ca. 10 Sekunden deutlich scharf

    Sporenpulver: leider keine Sporen abgeworfen

    Stiel: 5 cm; leicht gebogen, Spitze verjüngt; weiß; hohl

    Geruch: wahrnehmbar, undefinierbar

    Ökologie: Fagus sylvatica, basisch, in dicker Laubschicht

    Meine erste Idee war der Sonnen-Täubling, R. solaris. Die Beschreibungen scheinen ganz gut zu passen. Da ich die Art aber ebenfalls noch nicht hatte und der Sporenabwurf nicht klappte, bin ich auch hier ziemlich unsicher. Was meint ihr zu den Funden?


    Weitere Funde aus dem Habitat waren:

    03. Grüner Knollenblätterpilz - Amanita phalloides


    04. Stink-Täubling - Russula foetens oder subfoetens


    05. Rotstieliger Leder-Täubling - Russula olivacea


    06. Schwärzender Leistling - Cratarellus melanoxeros


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Shroom,

    keine Sorge, das ist ganz klar ein Täubling. Fleisch und Lamellen waren völlig spröde.


    Hallo Lütte, Björn und Oerhling,


    vielen Dank für eure Hinweise. Den Geschmack hatte ich mit einem kleinen Stück des Hutfleisches getestet. Lange genug hatte ich die Probe im Mund, war völlig mild. Die Lamellen wollte ich erst nicht probieren, da die Fruchtkörper doch sehr bewohnt waren. Ich hab jetzt gerade doch noch eine unvermadete Stelle der Lamellen probiert. An der Zungenspitze ist eine minimale Schärfe zu bemerken, man kann die Probe aber problemlos für eine Minute im Mund behalten. Da fehlt mir jetzt wieder die Erfahrung. Ich hatte auf jeden Fall schon extrem viel schärfere Täublinge.


    Chemikalien habe ich mir leider noch immer nicht zugelegt. Das muss ich für diese Saison endlich mal machen.


    Liebe Grüße

    Luca