Hallo Wutzi,
vielen Dank für deine Antwort. Ich war mir auch schon recht sicher. Aber wie es eben so ist, wenn ich eine Art noch nicht selbst in der Hand hatte, bin ich doch immer etwas unsicher.
Viele Grüße
Luca
Hallo Wutzi,
vielen Dank für deine Antwort. Ich war mir auch schon recht sicher. Aber wie es eben so ist, wenn ich eine Art noch nicht selbst in der Hand hatte, bin ich doch immer etwas unsicher.
Viele Grüße
Luca
Hallo zusammen,
der Wiesen-Champignon (Agaricus campestris) hatte sich bisher vor mir versteckt. Nun habe ich einige Champignons gefunden und bin der Meinung, dass es sich um genau diesen handelt. Da vorher noch nie bestimmt und ich weiß, dass Champignons ziemlich schwierig sind, würde ich gerne noch eure Meinungen hören.
- Hut: weißlich, fein geschuppt, vor allem im Alter auch mit Rosatönen; Huthaut überhängend und abziehbar
- Lamellen: jung zart rosa, alt braun-schwärzlich, viele Lamelletten
- Stiel: weiß, unter Ring seidig glänzend; über Ring rosa-bräunlich; Ring nach oben abziehbar, vergänglich
- Geruch: angenehm
- Verfärbung: in Stielbasis leicht ockerfarben, im Hut minimal rosa
- Ökologie: gepflegte Grünfläche, Park-ähnlich; weitere Pilze: Lyophyllum decastes, Laccaria spec. unter Eiche
Viele Grüße
Luca
Ich gehe ebenfalls mit in die Gaststätte, möchte aber auch keine Gans.
Liebe Grüße
Luca
Hallo zusammen,
sofern das Treffen am 04.11. stattfindet, wäre ich dieses Jahr auch gerne dabei. Die Wettervorhersage lässt nun ja doch noch hoffen. Vielleicht sind die Pilze dann pünktlich Anfang November da. ![]()
Viele Grüße
Luca
Hallo Claus, hallo Oehrling,
vielen Dank für eure Expertise. Freut mich, dass ich richtig lag. Was ihr schreibt, hab ich so ähnlich auch in meinen Büchern gelesen. Ich tue mir nur immer schwer, die teils knappen Angaben in der Literatur zu beurteilen, wenn ich eine neue Art finde. Gerade weil ich bisher erst eine Handvoll Täublinge bestimmt habe.
Danke und viele Grüße
Luca
Hallo zusammen,
gestern fand ich folgenden Täubling im nördlichen Schwarzwald auf knapp 400 m. Aufgrund der markanten Merkmale, dachte ich im Wald der ließe sich Zuhause auch makroskopisch sicher relativ schnell bestimmen. Mangels Erfahrung hatte ich dann doch wieder einige Schwierigkeiten den Fund zuzuordnen. Leider sind die Bilder wieder nicht so toll. Ich habe das Gefühl, dass die Fotoqualität meines neuen Smartphones leider schlechter ist als die meines Alten.
Nun zum Fund:
- Geschmack: mild
- Stiel: rosa überhaucht
- Huthaut feldrig aufgerissen, Konsistenz erinnerte mich stark an den Pfirsich-Täubling; Finger fühlten sich danach auch so wachsartig an; gut bis zur Hälfte abziehbar
- Lamellen: spröde; am Hut öfter gegabelt; Schneiden rosa-violett
- Geruch: frisch unspezifisch; am nächsten Tag nach Sporenabwurf etwas unangenehm (nach Fisch? Da fehlt mir die Erfahrung)
- Sporenpulverfarbe: da habe ich nur den Vergleich mit dem neuen Buch "Pilze Mitteleuropas": so 100% passte der Farbton irgendwie zu keiner abgedruckten Farbe. Am ehesten IId nach Romagnesi.
- Standort: Kleiner Wiesen-ähnlicher Abschnitt neben Rinnsal; Hasel, Buche, Tanne
Chemikalien und Mikro kann ich leider nicht liefern. Mit den Merkmalen lande ich am ehesten bei R. amoena, dem Samt-Täubling. Was meint ihr?
Standort (ca. 10 Fruchtkörper, da wo der Korb steht)
Vielen Dank für's Anschauen.
Liebe Grüße
Luca
Hallo Andy,
vielen Dank für deine Antwort. Meinst du damit konkret die Färbung?
In FoTE steht bei T. columbetta: "Other whitish tricholomas do not have a radial, silk-like structure on the cap"
Damit fand ich die fein radialfaserige Hutoberfläche meines Fundes gerade passend. Kann aber gut sein, dass ich das falsch interpretiert habe.
Gibt es noch weitere Meinungen?
Viele Grüße
Luca
Hallo zusammen,
ein weiterer Fund vom Wochenende:
- Bäume: Roteichenbestand untermischt mit jüngeren Rotbuchen
- Geruch: Konnte ich auch im Schnitt überhaupt keinen wahrnehmen
- Hut: Weiß-schmutzig, radialfaserig; Hutrand verbogen/gewellt
- Stiel: +- bauchig/verdickt
- Lamellen: untermischt, gewellt, ausgebuchtet angewachsen, am Grunde anastomisierend
Der jüngere Fruchtkörper hatte am Hutrand einen leicht rosafarbenen Glanz.
Ich lande hier bei Tricholoma columbetta, dem Seidigen Ritterling. Das sollte hinhauen, oder? Was meint ihr?
Viele Grüße
Luca
Hallo beli,
vielen Dank für die Gegenüberstellung.
Viele Grüße
Luca
Hallo zusammen,
folgenden schönen Erstfund konnte ich vergangenen Sonntag machen. Ich würde den gerne als A. lycoperdoides, den Stäubenden Zwitterling, bestimmen. Trotz der relativ gut ausgebildeten Lamellen würde ich wegen des kräftigeren Habitus und der relativ dicht stehenden Lamellen A. parasitica ausschließen. Das Zerfallen der Hüte zu Sporenpulver konnte ich nicht beobachten, würde aber davon ausgehen, dass die Exemplare noch zu jung waren. Sie begannen sich ja teilweise schon bräunlich zu verfärben.
Was meint ihr?
Viele Grüße
Luca
Hallo mitternachtspilz,
hier wurde ja schon einiges passendes geschrieben. Nun auch ein paar Gedanken von mir zu deiner interessanten Frage. Jörg bringt es schon auf den Punkt. Das Ziel des Trocknens ist das Unterbinden von chemischen Reaktionen und mikrobiellen Verderbsprozessen. All diese Reaktionen benötigen ein bestimmtes Maß an freiem Wasser, um stattfinden zu können. Ziel ist es also mit dem Trockenen die freie Wassermenge zu reduzieren, um die Pilze haltbar zu machen. Unterschreiten wir die für die Reaktionen minimal benötigte Wassermenge, sind unsere Pilze prinzipiell haltbar. Hier kommt der von dir erwähnte Aspekt der Zeit ins Spiel. Den haltbaren Zustand wollen wir möglichst schnell erreichen. Wurden zuvor nämlich bereits toxische Stoffwechselprodukte durch mikrobiellen Verderb gebildet, ist auch der getrocknete Pilz anschließend nicht mehr genießbar. Sprich verschimmelt er z.b. bevor er ausreichend trocken ist. Das wird ganz anschaulich wenn man an vergammelte Pilzleichen aus dem Wald denkt, die manchmal völlig vertrocknet sein können. Diese sind in diesem Zustand zwar 'haltbar' und unanfällig gegen weiteren mikrobiellen Abbau, etc., zuvor aber schon vergammelt, als noch mehr Wasser verfügbar war. Da würde niemand auf die Idee kommen, sowas zu verspeisen.
Um die Trocknung zu beschleunigen versuchen wir zu Hause optimale Bedingungen zu schaffen. Dünne Pilzscheibchen, möglichst trockene und warme Luft. Wie Jörg richtig schreibt, sind im Wald diese Bedingungen möglicherweise nicht durchgängig gegeben. Oder der Trocknungsvorgang dauert so lange, dass bis zum Erreichen des haltbaren Zustandes bereits mikrobieller Verderb in relevanter Menge stattfinden konnte. Der Fruchtkörper ist viel dicker als die Zuhause getrockneten Stückchen und wird vielleicht noch teilweise mit Wasser versorgt. In der Nacht ist es kühler und es herrscht eine höhere Luftfeuchtigkeit. Dadurch wird möglicherweise an zuvor bereits trockengeschädigten Stellen die Möglichkeit geboten, dass sich Bakterien und Schimmelpilze vermehren, da das Wasserangebot wieder ausreichend ist. Einfach gesagt, wir wissen nicht genau, was mit dem Pilz alles passiert ist, bevor er so trocken wurde.
Leichte Trockenschäden sprechen meiner Meinung nach nicht gegen den Verzehr von ansonsten optisch einwandfreien Fruchtkörpern. Mikroorganismen kommen überall vor und verschiedenste Stoffwechselvorgänge laufen auch durchgängig ab. Pilze aus dem Wald sind nicht steril. Man sollte sie eben nur essen, bevor sich pathogene Mikroorganismen in relevanter Menge vermehrt oder ein toxisches Stoffwechselprodukt in bedenklicher Menge gebildet wurde. Sind irgendwo feinste Anzeichen von Schimmel oder braune Stellen zu erkennen oder riecht der Pilz merkwürdig, dann bleibt er im Wald. Generell lasse ich lieber einen Fruchtkörper stehen, wenn ich mir unsicher bin.
Persönlich habe ich lieber eine kleine Ausbeute und dafür nur junge einwandfreie Pilze und kann sie mit Genuss essen. Was ich bei anderen Pilzsammlern unter anderem auch bei YouTube teilweise in den Körben sehe finde ich grausig. Aber das ist ein anderes Thema. Da bin ich vielleicht auch etwas penibel, was den Zustand der gesammelten Pilze angeht ![]()
Viele Grüße
Luca
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Antworten und die ganzen Tipps! Das hilft mir enorm.
Wen das Thema interessiert, hier ist ein Schlüssel für Xerocomellus und Xerocomus:
Vielen Dank für den Link Mykoprince. Damit werde ich mich bei Gelegenheit mal auseinandersetzen.
Viele Grüße
Luca
Hallo Oehrling,
das ist interessant, tatsächlich habe ich kurz davor am gleichen Hang auch Totentrompeten gefunden.
Viele Grüße
Luca
Hallo zusammen,
hier habe ich noch zwei Gruppen an Filzröhrlingen, bei denen ich gerne eure Meinung hören würde.
1. Den würde ich gerne als Gemeinen Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron) ablegen. Bisher hatte ich mich jedoch immer mit "Rotfußröhrling" begnügt, daher fehlt mir die Erfahrung. Meine Bestimmung basiert hauptsächlich auf dem roten Stielfleisch und den verbogenen Stielen. Hier würde mich interessieren, wie sehr sich diese Merkmale als Abgrenzung zu X. pruinatus eignen und welche ihr sonst zur Unterscheidung nutzt.
2. Diese Gruppe fand ich auf einem ungenutzten Waldweg unter Roteiche. Hier dachte ich an den Eichen-Filzröhrling (Hortiboletus engelii). Ich teilte jedoch an die 10 Fruchtkörper und meinte lediglich bei einem Exemplar zwei karottenrote Pünktchen in der Stielbasis zu sehen. Auffallend war auch die kräftige Rotfärbung der Hüte etlicher Exemplare. Meine Handykamera schafft es leider nicht die Pünktchen der Hortiboleten festzuhalten. Später an dem Tag fand ich in der Stadt unter einer großen Rotbuche nochmal eine Gruppe Filzröhrlinge, die für mich dann deutlicher zu H. engelii passte. Braune samtige Hüte, insgesamt weniger Rottöne und direkt beim ersten Exemplar deutlich erkennbare karottenrote Pünktchen. Die Kollektion aus dem Wald muss nicht unbedingt bestimmt werden falls anhand der Fotos nicht möglich. Mich würden nur die Meinungen von den erfahrenen Forenmitgliedern interessieren.
Viele Grüße
Luca
Hallo Werner,
vielen Dank für deine Antwort.
Bezüglich L. zonarius und evosmus fehlt mir die Erfahrung. In Fungi of Temperate Europe wird L. evosmus jedoch durch einen +- glatten Hutrand und einen Stiel ohne Grübchen von L. zonarius abgetrennt. Sollte das stimmen, bin ich mir bei meinem Fund mit L. zonarius sicher.
An M. mastoidea habe ich auch gedacht, schien mir aber ebenfalls nicht so ganz passend. Allein vom Bildvergleich mit FoTE könnte auch M. exoriata passen, wobei da der Standort im Wald nicht ganz stimmig ist. Den werd ich nicht bestimmen können.
Lärche habe ich beim Spateling keine bemerkt, habe aber auch nicht darauf geachtet, da mir die Relevanz im Wald noch nicht bewusst war. Nadelholz war vor Ort, gut möglich, dass da auch eine Lärche dabei stand. Hab auf der Tour auch vereinzelt mal einen Goldröhrling gesehen. Den kann ich aber trotzdem sicher als S. flavida ablegen oder? Da sollte ja nichts anderes in Frage kommen.
Viele Grüße
Luca
Hallo zusammen,
nach längerer Zeit melde ich mich nun endlich mal wieder bei euch. Anfangen möchte ich mit ein paar schönen Erstfunden, an denen ich mich die letzten Wochen erfreuen durfte.
Mit meinen Bestimmungen bin ich mir größtenteils ziemlich sicher. Da es sich um Erstfunde handelt würde ich mich dennoch freuen, wenn ihr einmal drüber schaut und mir Rückmeldung gebt.
01. Den Anfang macht das Europäische Goldblatt (Phylloporus pelletieri). Gefunden auf einem moosbedeckten Hügel in einem Buchenabschnitt mit hauptsächlich jungen und einigen älteren Buchen. Da es ein Einzelexemplar war, wollte ich es nicht entnehmen.
02. In einem Abschnitt mit jungen Eichen und Hainbuchen fand ich etliche der folgenden Röhrlinge. Aufgrund des Standortes und der eingedellten Hüte war ich bei beim Hainbuchen-Raufuß (Leccinellum pseudoscabrum), auch wenn das Schwärzen nur leicht aufgetreten ist. Zuhause, beim Sichten der Fotos, verunsicherte mich dann ein Birkenblatt, auf dem ersten Foto. Doch ein 'normaler' Birkenpilz oder kann ich den sicher als Hainbuchen-Raufuß ablegen? Da fehlt mir die Erfahrung.
Am vergangen Wochenende drehte ich eine Runde, bei der ich direkt mehrere tolle Erstfunde machen konnte.
03. Den Anfang machte dieser große Scheidenstreifling in einem Abschnitt mit jüngeren Laubbäumen, den ich für Amanita crocea, den Orangegelben Scheidenstreifling halte. Unsicher bin ich mir, ob man den hier klar von A. contui abgrenzen kann.
04. Genauer schaute ich mir folgende Milchlinge unter Eiche an.
- Hut: gelb, creme, orange; zoniert; Rand stark zoniert; filzig
- Stiel: weiß; etwas samtig?; mit gelblichen Grübchen; alt hohl
- Milch: weiß; scharf, nicht verfärbend
- Fleisch: direkt bitter, dann nach wenigen Sekunden brennend scharf
Mit diesen Merkmalen landete ich schnell beim Echten Zonen-Milchling (Lactarius zonarius)
05. Weiter ging es mit dieser Röhrlingsgruppe. Auf den ersten Blick hielt ich es für eine Art aus dem Kreis der Rotfuß-Röhrlinge. Die extreme Verfärbung am gesamten Fruchtkörper bei leichtestem Kontakt sollte jedoch keine andere Art als den Schwarzblauenden Röhrling (Cyanoboletus pulverulentus) zulassen.
06. Das Auge war auf einen weiteren leuchtenden Pfifferling am Wegesrand im Laub eingestellt ... weit gefehlt! Hier kann ich mir nichts anderes als den Dottergelben Spateling (Spathularia flavida) vorstellen. Auch wenn es 'nur' drei bereits stark angetrocknete Fruchtkörper waren, freute ich mich darüber sehr. Irgendwie hatte ich nicht damit gerechnet, diese Art in naher Zukunft zu finden.
Habitat:
07. Der letzte an diesem Tag halte ich für den Purpurfilzigen Holzritterling (Tricholomopsis rutilans). Auch den wollte ich schon länger finden. Das Foto ist leider nicht sehr aussagekräftig. Ich entnahm den Pilz nicht, da es ein Einzelexemplar war. Dennoch kann ich mir hier keine andere Art vorstellen.
Eine tolle Tour mit tollen Funden!
08. Ein paar Tage zuvor fand ich noch folgenden etwas zierlicheren Riesenschirmling. Hier traue ich mir nicht wirklich eine Bestimmung anhand der Fotos zu.
- schätzungsweise 10-15 cm Hutdurchmesser und 15-20 cm Stiellänge
- Laubwald, hauptsächlich Eiche und Buche
Kann man den eingrenzen?
Und weil ich mit den Ergebnissen meiner Handykamera meistens unzufrieden bin, zum Abschluss noch zwei Fotos die ich ganz gelungen finde.
Viele Grüße
Luca
Hi,
ich kenne B. aereus bisher nur mit etwas anderern Farben und hellerem Stiel. Wäre hier aber dennoch wie Jan bei kräftig gefärbten B. aereus. Auf Bild 3 meine ich eine fein samtig beflockte Hutoberfläche zu erkennen, was sich auch bei meinen Funden so typisch zeigte.
Ich sehe hier nichts, das gegen den Bronze-Röhrling spricht.
Viele Grüße
Luca
Hallo Stefan, Harald und Andre,
vielen Dank für eure Antworten. Da lag ich bin ich ja zumindest in der richtigen Ecke![]()
Für E. clypeatum hatte ich mich wegen den dunkleren Hutfarben entschieden, wie Harald schrieb.
Das mit den Madengängen hab ich auch gelesen. Es waren welche vorhanden und nicht wirklich verfärbt, nur in der Stielbasis etwas bräunlich. Dann wird's vermutlich E. clypeatum sein.
Viele Grüße
Luca
Hallo zusammen,
nach längerer Abwesenheit melde ich mich nun mal wieder mit einem unbekannten Fund. Gefunden hab ich die Pilze neben einem Waldweg in einer Hardholzaue.
Geruch: gurkig
Hut: 4-6 cm Durchmesser, gebuckelt, radial faserig, Rand später etwas uneben/wellig
Fleisch: weiß
Stiel: 4-6 cm längsfaserig, alt hohl, weiß, grau überfasert
Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, untermischt
Sporenpulver: rosa - fleischrötlich
Habitat: alles mögliche an Laubgewächsen, Hainbuche, Apfel, Weißdorn, Feldahorn, entfernter Eiche, Esche, auf dem Boden u.a. Walderdbeere, Buschwindröschen, Aronstab, Scharbockskraut
Mit diesen Merkmalen lande ich beim Schild-Rötling (Entoloma clypeatum). Geht ihr da mit?
Viele Grüße
Luca
Hallo Werner,
herzlichen Dank für deine Tipps und die tollen Vergleichsbilder. So etwas hilft mir enorm. Schade, dass ich mit L. semisanguifluus vermutlich daneben lag. So deutlich grün kannte ich den Edel-Reizker bisher nicht. Die Verfärbung der Milch habe ich im Feld leider nicht überprüft, das hatte ich nicht mehr Kopf, werde ich das nächste Mal aber sicher nachholen. Etwas verwundert bin ich über die Aussage, dass die Gruben am Stiel eher die Ausnahme sind. In meinen Büchern wird L. semisanguifluus mit Gruben am Stiel angegeben. Ohne Erfahrung wird es da schwierig.
Vielen Dank auch für den Hinweis auf S. caerulea.
Glückwunsch zum Fund.
Dankeschön. Ich kenne nur ein Gebiet, in dem C. melanoxeros vorkommt, dort aber gar nicht so selten. An gleicher Stelle wächst C. cinereus teilweise massenhaft. Scheint wirklich eine ganz besondere Stelle zu sein. Witziger Weise fand ich beide Arten dieses Jahr deutlich häufiger als die anderen Leistlinge.
Viele Grüße
Luca
Hallo Karl,
wow, vielen Dank für die Ausführungen, das hilft sehr.
Mit den Gerüchen hab ich öfter Probleme. Ich kann die Gerüche meist nur zuordnen, wenn ich vorher schon weiß, nach was der Pilz riechen soll. Das hilft bei Unbekannten wenig. Da brauche ich bestimmt noch mehr Erfahrung.
Ja, das fällt mir manchmal etwas schwer, die Merkmale im Gelände konsequent zu erfassen. Danke für die Erklärung zur Bestimmung der Farbe des Sporenpulvers. Das war mir nicht so bewusst, dass es auf die Dicke ankommt. Im Moment kann ich den Sporenabwurf generell nur für einen ersten Eindruck nutzen, da ich keine Farbtafel zur Hand habe.
Liebe Grüße
Luca
Hallo zusammen,
hier würde ich euch gerne eine kleine bunte Auswahl meiner Funde der letzten vier Wochen vorstellen. Den Anfang machen ein paar für die meisten von euch vermutlich triviale Arten.
1. Der Graue Wulstling Amanita excelsa, das erste Mal schöne Exemplare gefunden und eindeutig bestimmt. Die Hutfarbe war fast identisch mit dem Braun, das ich vom Pantherpilz kenne.
2. Dieses Jahr sehr stark vertreten, der Narzissengelbe Wulstling Amanita gemmata.
3. Wahrscheinlich für viele geläufig, für mich war es heute ein Erstfund, über den ich mich sehr freute, der Blutblättrige Hautkopf Cortinarius semisanguineus.
4. Allgegenwertig, der Honiggelbe Hallimasch Armillaria mellea.
5. Nicht fehlen darf der Fliegenpilz Amanita muscaria.
6. Häufiger gab es auch Stockschwämmchen Kuehneromyces mutabilis. Hier in gefährlicher Nachbarschaft. Zum ersten Mal so vereint vorgefunden. Gleich vier Arten auf einem Stumpf.
7. Erst zum zweiten Mal entdeckt hatte ich den Löwengelben Dachpilz Pluteus leoninus.
Im gleichen Habitat wie letztes Jahr entdeckt:
8. Unzählige Graue Leistlinge Craterellus cinereus
Teils in überdimensionaler Größe
9. Und viele Schwärzende Leistlinge Cantharellus melanoxeros.
Hier hab ich zum Vergleich zwei Trompeten-Pfifferlinge Cratarellus tubaeformis untergemischt.
10. Am 29.10. ziemlich spät das erste Exemplar vom Gallen-Röhrling Tylopilus felleus, an einem stark vermorschten Kiefernstumpf.
11. Die Herbst-Lorchel Helvella crispa
Weitere Erstfunde für mich waren:
12. Die Zinnoberrote Tramete Pycnoporus cinnabarinus
13. Der Isabellrötliche Schneckling Hygrophorus poetarum
14. Der Blaue Träuschling Stropharia cyanea oder der Grünspan-Träuschling Stropharia aeruginosa? Auf jeden Fall wunderschön.
15. Keine schönen Exemplare, aber trotzdem über den PersEr gefreut, die Herkules-Riesenkeule Clavariadelphus pistillaris.
16. Und der Spangrüne Kiefern-Reizker Lactarius semisanguifluus
Vielen Dank fürs anschauen. Da einige Erstfunde dabei waren, gerne melden falls ihr Probleme bei einer Bestimmung seht.
Viele Grüße
Luca
Hallo Karl,
vielen Dank für deine Nachricht. Das ist ja mal wieder etwas ernüchternd. ![]()
1 und 2 bleiben damit unbestimmt.
Verstehe ich Dich richtig, dass Du bei 3 auch bei R. sardonia bist, oder muss ich genauer hinschauen um ihn nächstes Mal bestimmen zu können. ![]()
5: L. hepaticus habe ich tatsächlich übersehen, das könnte sehr gut passen, vielen Dank. Glaube der bleibt dann aber auch unbestimmt, da traue ich mir die Abgrenzung allein anhand der kurzen Beschreibungen in FoTE nicht zu. Oder würdest Du allein anhand der Bilder L. tabidus ausschließen?
Hallo Nobi,
vielen Dank. Ich meine tatsächlich, dass ich in deinem Beitrag das erste Mal von Rhodonia placenta gehört hatte und erinnerte mich im Wald daran, im Forum irgendeinen rosa Porling gesehen zu haben. Daheim musste ich per Internet dann nur wieder zum richtigen Namen kommen.
Liebe Grüße
Luca
Hallo zusammen,
nachfolgend ein paar Bestimmlinge, die ich in den letzten Wochen gefunden habe. Über eure Meinungen und Hilfe würde ich mich freuen.
1. Cortinarius sp. vom 07.10.
Hut: Durchmesser 3-6 cm, gebuckelt, radialfaserig, filzig, dünnes Hutfleisch
Lamellen: entfernt stehend, mit Zwischenlamellen, ausgebuchtet angewachsen, breit
Stiel: Basis leicht verdickt, oben bräunlich, unten dunkler längsfaserig
Fleisch: cremefarben-bräunlich
Geruch: unangenehm (muffig, erdig?)
Sporenpulver: braun
Ökologie: Buchenwald, vermutlich Kalk/basisch
Am besten scheint mir hier der Erdigriechende Gürtelfuß (Cortinarius hinneleus s.l.) zu sein. Dass am Stiel fast keine Reste des velum universale sind, scheint nicht ganz zu passen. Die Art scheint ja aber sehr vielgestaltig bzw. ein Komplex mehrerer Arten zu sein.
2. Flockenstieliger Rettich-Fälbling Hebeloma sinapizans? ebenfalls vom 07.10.
Hut: Durchmesser 6-8 cm, halbkugelig, gewölbt, glatt, leicht klebrig, speckig, cremefarben-beige
Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, dicht, untermischt, schwach gekerbt
Stiel: Durchmesser ca. 1 cm, oben flockig, darunter längsfaserig, Basis verdickt, creme-weißlich
Fleisch: Stiel cremefarben, Hut weiß
Geruch: leicht muffig
Sporenpulver: braun
Ökologie: Buchenwald, vermutlich Kalk/basisch
3. Russula sp. vom 14.10.
Geruch: konnte ich keinen auffälligen wahrnehmen
Geschmack: brennend scharf
Ökologie: Buchen-Kiefern-Mischwald
Typisch Täubling bin ich, wenn ich es denn mal etwas genauer versuche mit der Bestimmung überfordert. Spontan würde ich auf den Zitronenblättrigen Täubling Russula sardonia tippen, auch wenn mir am Fundort nicht explizit gelbliche Lamellen aufgefallen sind.
4. Zu dem hab ich leider keine weiteren Infos als diesen Schnappschuss. Ist das der Rosafarbene Saftporling Rhodonia placenta?
5. Lactarius sp. von heute.
Aufgrund des eher kleinen Fruchtkörper und der gelbverfärbenden Milch (leider nur schlecht auf dem zweiten Foto erkennbar) komme ich hier zum Flatter-Milchling Lactarius tabidus.
Die Angabe von milder, nur im Nachgeschmack milder Milch verunsichert mich etwas. Ich nahm die Milch zunächst bitter, dann deutlich scharf wahr. Auf der Zungenspitze hatte ich dabei ein pelziges Gefühl. Ganz junge Fruchtkörper hatten deutlich dunklere grau-braune Hutfarben.
6. Auch zu diesem Fund hab ich leider nur wenige Infos. Hatte ich mir im Wald nicht genauer angeschaut und auch nicht mitgenommen. Fand ich heute zahlreich unter Nadelbäumen, meist in Hexenringen. Da könnte der Fuchsige Röttelritterling Paralepista flaccida hinkommen oder?
Viele Grüße
Luca
