Beiträge von Tricholomopsis

    Abschliessend gibt Christoph, Tricholomopsis, eine ausführliche Erklärung das die betreffenden Arten genetisch identisch sind. Das war 2019.

    Servus Rainer,


    nein, diese Aussage habe ich nicht gemacht, eher im Gegenteil. Wenn, dann ist nur ein sehr sehr kleiner Teil der DNA ununterscheidbar. Zunächst wurde von Gulden et al. (2001) per RFLP in der ITS ein Stammbaum erzeugt (siehe meine Erklärung von 2019). Diese Methodik ist nach heutiger Sicht nicht geeignet, einen Stammbaum zu erzeugen. In der Publikation wird auch ein auf Seuqnz der ITS basierender Stammbaum gezeigt, der mit dem der RFLP identisch ist (was mich immer noch wundert, dass das so gut eins zu eins passen soll). Ist die ITS identisch, heißt das nicht, dass die beiden Taxa genetisch identisch sind.


    Ich hatte damals übrigens noch eine Publikation von Gulden et al. (2005) in der Mycologia übersehen, in der auch die LSU betrachtet wurde. Hier wurde aber nicht versucht, Galerina marginata s.l. aufdzudröseln, sondern es ging um die ganze Gattung. Ein direktes Beispiel, warum die Aussage "genetisch identisch" erst gilt, wenn die gesamte DNA analysiert würde (auch die DNA zweier Menschen unterscheidet sich, identisch sind nur eineiige Zwilling): Galerina venenata wird von Gulden et al. (2001) und (2005) mit Galerina marginata s.str. synonymisiert (es wurde der Typus von G. venenata squenziert). Später erschien eine Studie von Landry et al (2021). Diese Studie hat mit RPB2 einen dritten Locus für die Stammbaumgenerierung hinzugefügt. Und siehe da, hier ist Galerina venenata schwach, aber doch abgesetzt (enthält übrigens beta-Amanitin und kein alpha-Amanitin, im Gegensatz zu G. marginata, in Wiesen, am Boden, nicht an Holz). Landry et al. (2021) spricht abgesehen davon auch nur vom "Galerina marginata-Komplex". Das Paper fokussiert sich auf das Auftreten von Amanitin in der Gattung. Siehe hier: https://journals.plos.org/plos…1371/journal.pone.0246575 (open access), nicht auf das Auftrennen oder Zusammenlegen von Arten. Als Ergebnis kam heraus, dass nur in Galerina subgen. Naucariopsis Amanitin vorkommt, die anderen Untergattungen und Sektionen keine Amatoxine enthalten.


    Hier ein Zitat aus der Arbeit (ein Satz von mir in Fettdruck hervorgehoben):

    If defined phylogenetically as the sister clade to G. badipes (Fig 2, S1 Fig), Galerina marginata s.l. receives 92% bootstrap support and encompasses six putative species represented by sequences of 500 bp or longer (Fig 2, S1 Fig). Internal bootstrap support values >70% indicates that G. marginata s.l. has more genetic structure than expected from a single species but the putative species do not show the reciprocal monophyly expected of well-established species (S1A Fig). Collections with identical or nearly identical ITS (S2 Fig) or RPB2 (S3 Fig) sequences were identified under various names, frequently as G. marginata but also as G. autumnalis, G. castaneipes, G. oregonensis, G. pseudomycenopsis, G. unicolor and G. venenata (S1 Table). aus Landry etr al. (2021: 10)


    Ob Galerina autumnalis und Galerina unicolor abtrennbar sind oder nicht, ist somit noch nicht geklärt. Der Galerina marginata-Komplex bedarf immer noch einer ausführlichen Revision, die sich dann zumindest über die Nordhalbkugel spannen sollte (und das ist mühsam). Galerina badipes ist jedenfalls eine eigenständige Art (u.a. zweisporige Basidien, Sporen fast glatt, enthält nach Landry et al. 2021 keine Amatoxine), die innerhalb der Untergattung Naucoriopsis aus dem Galerina marginata-Komplex rausfällt und eine Schwestergruppe bildet, aber eben auch wie Galerina marginata aussieht (mit dunklem Stielfleisch wie bei deiner Kollektion und später dann auch außen mit dunkler Stielbasis). Ein Problem ist auch, dass Galerina marginata s.str. noch typisiert werden muss.


    Ohne genaue Mikroskopie, nur makroskopisch und ökologisch ist hier momentan wohl nichts genau bestimmbar.


    Hier die Quellen:

    Gulden G, Dunham S, Stockman J (2001): DNA studies in the Galerina marginata complex. Mycol. Res. 105: 432–440.

    Gulden G, Stensrud Ø, Shalchian-Tabrizi K, Kauserud H (2005): Galerina Earle: A polyphyletic genus in the consortium of dark-spored agarics. Mycologia 97(4): 823–837.

    Landry B, Whitton J, Bazzicalupo AL, Ceska O, Berbee ML (2021): Phylogenetic analysis of the distribution of deadly amatoxins among the little brown mushrooms of the genus Galerina. PLoS ONE 16(2): e0246575. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0246575; 19 pp.


    Liebe Grüße,

    Christoph


    P.S.: Galerina venenata kommt in Europa und Nordamerika vor. Çelík et al. (2024) können die Art sogar nur per ITS von Galerina marginata abtrennen – da zeigen sich zwei Schwesterarten (so wurden Nachweise aus der Türkei abgesichert). Die Autoren unterscheiden u.a. Galerina marginata, Galerina autumnalis und Galerina venenata. Interessant wäre es, zu prüfen, ob Galerina venenata und Galerin unicolor das Gleiche sind.


    Quelle: Çelík et al. (2024): First record of the deadly poisonous Galerina venenata (Hymenogastraceae, Agaricomycotina) from Türkiye.

    Anatolian Journal of Botany 8(1): 34-38, doi:10.30616/ajb.1396300

    Servus Adrian,


    wie Karl schon angemerkt hat: Der Begriff "Spitzmorchel" bezieht sich auf diverse Arten, die in unterschiedlichen Habitaten vorkommen.Ich selber kenne "spitzmorchelartige Morcheln" bei Esche, bei Fichte, bei Weißtanne, aber auch im Offenland ohne Bäume – z.B. auf Kalktrockenrasen, auch in subalpinen Matten (dann im Frühsommer), auf Rindenmulch, bei Pestwurz... Es gibt Spitzmorcheln, die kalk brauchen, andere wachsen auch auf sauren Böden.


    Deine Fragestellung ist ähnlich präzise wie "bei welchen Bäumen wachsen Ritterlinge". Morchella ist eine artenreiche Gattung. Die Frage "Welche Partnerbäume habt ihr bestätigt?" kannst du auch durch Literaturstudium beantworten, unabhängig von den Erfahrungen einzelner hier. Oft ist es eben so, dass man das Spitzmorcheln sucht, wo man sie schon gesehen hat. Daraus kommt der Umkehrschluss, sie wüchsen nur dort (z. B. im Fichtenwald).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Bernhard,


    ich bin kein Kenner von Eutypella und verwandten Gattungen, aber wenn ich das mit der Literatur vergleiche, sieht das für mich gut aus. Im Prinzip ist es eine Eutypella mit ausgeprägten Hälsen (die offenbar noch länger auswachsen können) und noch kürzeren, noch keuligeren Asci. Die Art geht an diverses Substrat, also warum nicht auch an Holler?


    Hier ist ein Link zu einer Studie aus dem Iran: https://www.researchgate.net/p…1c1BhZ2UiOiJfZGlyZWN0In19


    Das Problem ist aber, dass die Gattung mehrere Arten enthält – siehe z. B.: https://mycokeys.pensoft.net/article/145312/


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Björn,


    oh, das ist ungewöhnlich (und interessant). Für solche Blattbewohner ist es ja sinnvoll, die Blätter schon am Baum zu befallen, dann kommensalisch zu leben, um nach dem Herbstabwurf schon im Blatt zu sein und so die Nahrung zu sichern. Wenn es hier anders läuft, ist das sehr interessant. Bei mir gibt es keinen weitern Gingko in der Nähe und meinen habe ich in einer Gärtnerei mit Baumschule gekauft. Dann muss die Art dennoch irgendwie schon im Gingko kommensalisch gewesen sein, denn ohne liegendes Laub kein Neubefall und somit kein Vorkommen im Garten (ich glaube nicht, dass bei uns mit der geringen Gingkodichte jedes liegende Laub von Sporen erreicht wird).


    Vielleicht eine Doppelstrategie – dauerhaftes Vorkommen im Wirt, im Herbst Neubesiedlung von liegenden Blättern? Nur wie kommt er dann in den Wirt, wenn er nur liegende Blätter befällt? Möglich wäre es über den Boden in die Wurzeln... spannendes Thema. Viel Forschungsbedarf.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Emil,


    zumindest in der ITS lassen sich die beiden Ausprägungen nicht unterscheiden. "Mein" Paxillus validus ist viel kräftiger und reagiert nicht mit Ammoniak (nur braun, kein Grünton), ist stämmiger, kurzstielig. Die zierlichere, längerstielige Variante reagiert grün mit Ammoniak und scheint mher Wärme zu benötigen (südlich der Alpen, bei uns am Rhein, in Mainfranken?!).


    Jedenfalls ist das, was ich als Paxillus validus beschrieben habe, für mich etwas Anderes. Da es aber anscheinend auch Übergangsformen gibt, warte ich persönlich ab, was sich durch weitere Loci, die sequenziert werden könnten, ergibt. Vielleicht sind es auch zwei Varietäten einer Art. Anatomisch finde ich halt keinen Unterschied, nur makroskopisch und bezüglich der Reaktion mit Ammoniak.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    mir gefällt das neue Portal sehr gut. Mittlerweile kann ich auch auf meine früheren Daten zugreifen und die auch korrigieren (so bei Pseudoplectania, wo ich mich bei der Eingabe früher verklickt hatte und daher der falsche Artname genannt wurde). Die Möglichkeit, auf der digitalen Karte den Fundpunkt anzuklicken, ist super. Ich versuche, möglichst punktgenau einzugeben, nicht auf Messtischblattbasis.

    Ich hatte auch technische Fragen und deshalb die Ansprechperson, die im Portal genannt ist, angeschrieben. Rückmeldung kam sehr zeitnah und das Problem war gelöst. Ich hatte Funde aus dem BayerWald aus den 90ern eingegeben und die waren danach nicht in meiner Karte sichtbar. Das liegt (oder lag) an einem zeitlichen Filter, der voreingestellt ist. Nach Änderung des Filters waren auch die Daten sichtbar.


    Es fehlen noch Funktionen, weshalb ich, wenn ich Daten suche, auf die alte Pilze-Deutschland-Seite gehe. Aber das neue Portal wird ja erst entwickelt. Ich kartiere jedenfalls jetzt wieder dank des Portals. Ich muss nur die Zeit finden, frühere Funde einzugeben. Es gibt aber noch weitere Winter ;-).


    Von mir einen dicken Daumen hoch für das Portal: :daumen:


    Und vielen Dank an die Ehrenamtlichen, die dahinter stehen (z. B. Frank aka Tomentella).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    ein Freund von mir hat neulich Bartheletia paradoxa gesammelt und bestimmt und mir das natürlich erzählt. Da ich auch einen kleinen Gingko im Garten habe, musste ich natürlich sofort nachschauen. Und siehe da, dunkle Blattflecken und viele, kleine, dunkle Kügelchen auf den liegenden, überwinterten Blättern. Das musste natürlich unters Mikroskop – und ja, die dickwandigen Zellen, aus denen sich (vermutlich, wenn der Gingko neu austreibt) Basidien entwickeln, sind in Reih und Glied zu sehen:



    Es handelt sich um einen basalen Vertreter der Agaricomycotina und der einzige in seiner Verwandtschaft (Bartheletiomycetes, Bartheletiales, Bartheleciaceae). Ein lebendes Fossil wie der Gingko selbst. Meinen Gingko habe ich erst vor wenigen Jahren gepflanzt und er ist noch ziemlich jung. Der Pilz ist aber schon da (vermutlich an jedem Gingko?).


    Die Bartheletia ist gut zu erkennen und im Dauerstadium gut kenntlich, also gut zu kartieren. Hier im Forum gab es ja schon Threads über sie, so auch diesen: Bartheletia paradoxa G. Arnaud ex Scheuer, R. Bauer, M. Lutz, Stabenth., Melnik & Grube 2008

    Dort sind die Dauerzellen (= Resting Spores) kugelig. Bei mir flaschenförmig (mit ausgezogener Spitze), so wie es im Paper von Koukol O. & Lotz-Winter H (2016) gezeichnet wurde und bei Scheuer et al. (2008) anhand von Mikrofotos dargestellt wird. Diese Flaschenform ist offenbar typisch, wenn die Basidien bald reifen. Die Telien sind also richtig reif, es fehlt nur noch etwas, bis sich die Basidien daraus entwickeln. Im oben genannten Thread sind es jüngere Resting Spores.


    Und wenn man die Blätter schonmal unterm Bino anschaut, dann findet man noch weiteres. Man erkennt oben schon winzige, schwarze Pünktchen. Die habe ich mir nicht angetan. Aber ich fand auf einem Blatt noch was dunkles, filziges:



    Auf dem Foto kommt es nicht so heraus wie im Bino per Auge: ein Filz, der sich mit der Präpariernadel leicht lösen lässt.


    Unter dem Mikro sieht das dann so aus:

    (Sorry, warf ein Zupf-Quetschpräparat, ist ein bisserl zerdrückt)


    Die Ketten aus dickwandigen Zellen sind irgendwie hübsch, finde ich


    noch eine Übersichtsaufnahme (40er Objektiv)



    Jetzt unter Öl (100er Objtkeitv)


    Hier ein Haar mit heller, hyaliner Spitze (davon fand ich mehrere)


    Und hier ein sekundäres Septum (oben, links neben dem Maßstab).


    thorben96 – hast Du (oder jemand Anderes natürlich) eine Idee, um welche Gattung es sich handeln könnte, damit ich nachrecherchieren kann? Es kann natürlich ein Ubiquist sein, der generell an liegenden Blättern/Nadeln vorkommt. Man sieht solchen Filz ja immer wieder mal an Nadeln (Gingko ist ja ein Nadelbaum). Ich schaue sowas nur eben selten an, weil ich da nicht eingearbeitet bin. Vielleicht kann man hier aber eine Richtung nennen.


    Literatur:

    Koukol & Lutz-Winter (2016): Secondary conidia observed in Bartheletia paradoxa. Czech Mycol. 68(1): 79–84.

    Scheuer et al. (2008): Bartheletia paradoxa is a living fossil on Ginkgo leaf litter with a unique septal structure in the Basidiomycota. Mycol. Research 112: 1265–1279


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Michael,


    ja, aber viel dezenter. Vergleich das mal mit den drei Fruchtkörpern, die Karl zeigt. Da hat der Fruchtkörper eine klare Kante, die einen senkrechten Bereich des Fruchtkörpers definiert (einen Knick sozusagen). Der senkrechte Bereich ist tief mit Jahres-/Saisonrillen versehen (hier sehr auffällig, gibt es auch bei Ganoderma). Dasist viel extremer als bei meinen Bildern und zudem ist die Anzahl der Ringe größer. Die Hutoberseite ist sehr hell, die Zuwachsringe in sich etwas ziseliert.


    Hier zwei Beispielfotos von Fomes, die das auch so schön zeigen:


    Zunderschwamm, Fomes fomentarius, an einer Linde
    Zunderschwamm, Fomes fomentarius, an einer Linde - Die Landschaft der Euregio Maas-Rhein und der Eifel in Bildern
    www.euregio-im-bild.de

    Zunderschwamm, Fomes fomentarius, an einer Linde
    Zunderschwamm, Fomes fomentarius, an einer Linde - Die Landschaft der Euregio Maas-Rhein und der Eifel in Bildern
    www.euregio-im-bild.de


    Das ist ganz typisch für alte Fomes-Fruchtkörper.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Karl,


    super Funde! Dein Eichenfeuerschwamm ist aber ein Zunderschwamm. Die Hutoberseite (Farbe/Textur), die klare Kante, die Zuwachsringe, die bei dem senkrechten Teil der Oberfläche erkennbar sind, schließen alle Fomitiporia aus. Hier ein Vergleichsfoto eines Eichenfeuerschwamms:



    Kante eher etwas wulstig bis angerundet, Hutoberfläche rissig werdend, dunkler, nicht so hell grau, keinerlei Ziselierung erkennbar.


    Auch hier: alles mehr abgerundet, wulstig.


    Meist sind auch solche, typischen, jungen Stadien mit dabei.


    Ich bin sehr sicher, dass du hier Zunderschwamm an Roteiche hast.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Sorry, ich wußte nicht, daß hier nur Mykologen sich äußern dürfen.

    Servus Achim,


    ich bin zwar hier nicht angesprochen, möchte aber einen Erklärungsversuch abgeben.

    Natürlich dürfen und sollen sich hier auch "Nichtmykologen" äußern. Gewöhnlich ist es aber so, dass diejenigen, die hier Fotos zeigen und eine Bestimmung erhoffen, eben genau hier etwas dazulernen wollen: Artenkenntnis, Gattungskenntnis oder ähnliches. Das Problem bei der Pilzbestimmung ist die große Artenvielfalt und damit einhergehend eine große Zahl sich sehr ähnlicher Arten, die per Foto gar nicht bestimmt werden können.

    Sprich: man braucht weitergehende Informationen zusätzlich zum Foto. Und normalerweise versucht man, wenn man etwas dazulernen will, selber, die Gattung oder Art zu bestimmen. Und bei dem Versuch stolpert man sofort über verschiedene Morphotypen (Pilze mit freien Lamellen vs. Pilze mit herablaufenden Lamellen etc.). Gut, ich muss da direkt Wolfgang widersprechen, denn auch bei Rüblingen gibt es freie Lamellen. Der Begriff "Freiblättler" ist eh sehr unglücklich, denn darunter werden Lamellenpilze mit Sollbruchstelle an der Verbindungsstelle Stiel/Hut gemeint, egal, wie die Lamellen angewachsen sind (bei Amanita gibt es z.B. auch breit angewachsene Lamellen, die Gattung wird dennoch immer wieder durch "Lamellen frei" definiert, was fachlich einfach falsch ist). Und da haben Rüblinge keine Sollbruchstelle, im Gegenteil, das Fleisch ist gummiartig-elastisch, bei Dachpilzen (Lamellen deutlich frei) gibt es die Sollbruchstelle.


    Worauf will ich hinaus?

    Man ist gewöhnt, dass Foristi hier versuchen, aktiv zu bestimmen und Experten helfen gern dabei. Werden nur Fotos gezeigt ohne Hintergrundinfos, dann sind Bestimmungsversuche meist mehr geraten als sicher oder schlicht unmöglich. In dem Fall wird aber meist keine Artbestimmung in den Raum geworfen, sondern halt gefragt, was das sein könnte (eben von Fotografen, die gern das Foto beschriften wollen). Man hilft ja gerne, aber was soll dann die Benennung bringen, wenn der Rezipient so nur einen Namen hat, der eh unsicher ist und zukünftig genauso wenig selber weiß? Das kanns chnell so wirken, dass da jemand zu "faul" ist, sich selbst einzuarbeiten und für sein eigenes Vergnügen Expertenwissen abgreifen möchte. Die Folge: Experten hören meist auf, hier aktiv zu antworten.


    Wolfgang kann natürlich für sich antworten, aber ich würde ihm hier kein Verbot in den Mund legen wollen, das er dir gegenüber ausspricht. Ich lese es eher als einen deutlichen Tipp, dich mit den Grundsatzmerkmalen von Morphotypen zu befassen und mit dem Mehr an Wissen besser vorzuarbeiten. Dann würdest du mehr dazulernen und als Experte wird es einfacher zu helfen, da du dann selber weißt, welche Details du per Foto rausarbeiten müsstest, um eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Fotobestimmung zu bekommen. Wie soll man denn wissen, dass du gar keine Bestimmungsmerkmale erlernen willst (so lese ich es aus deinem Erklärungsposting, kann mich da aber auch irren - Fehlinterpretationen sind schnell möglich).


    Fotos für Wiki – super! Ich bin selbst bei Wikipedia aktiv (im Moment zeitbedingt wenig, manchmal mehr, aktuell meist im Bereich Astronomie). Das ist super. Aber gerade hier sind siche rbestimmte Fotos bei Wikimedia wichtig. Sehr viele Fotos von "banalen" Arten sind fehlbestimmt. Das ist ganz normal. Wenn du also wirklich inhaltlich und nicht nur ästhetisch (Foto wunderschön. Art aber unbekannt) ehrenamtlich beitragen willst, ist es hier m.E. fast unumgänglich, dass du dich zumindest in die Grobmerkmale einarbeitest.


    Bei deinem Foto des Dachpilzes wäre es egal gewesen, ob du das Google/KI-Ergebnis angibst oder nicht. Dass es ein Dachpilz ist, hätte dir sofort jeder Experte gesagt. Pluteuis cervinus ist hier eine mögliche Art von doch sehr vielen. Und selbst wenn ich Pluteus cervinus in der Hand halte, kann ich ihn nicht auf Artebene bestimmen, auch nicht per Mikroskop (drei extrem ähnliche Arten: Pl. cervinus, Pl. hongoi, Pl. rangifer). Und das nur in Beztug auf Pluteus cervinus s.l.! Fasst man das Aggregat weiter gefasst auf, also Pluteus puzariabus s.l. etc., dann werden es einige Arten. Dein Dachpilz ist einer der sehr vielen "Rehbraunen" Dachpilze. Mehr als Pluteus spec. würde ich da nicht schreiben.


    Du siehst, du hast einen Pilz aus einem sehr komplexen Aggregat abgebildet und suchst Bestimmungshilfe. Die Alternative, das könne auch ein Rübling sein, ist ein KI/Google- Fehler auf basalstem Einsteigerniveau. Das triggert einfach, den Tipp zu geben, das basalste Einmaleins zu lernen und dann erst ernsthaft Bestimmungshilfe zu suchen (ohne die Basis bringen Erklärungen meist nichts oder wenig).


    Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Wenn dein Primärhobby Fotografie ist, dann stört es ja nicht, wenn deine Fotos keinen Namen tragen (außer "Lamellenpilz"). Wenn du für andere Projekte Namen benötigst (z. B. Wikipedia), wirst du um Basiswissen nicht herumkommen, denn du musst ja zumindest wissen, welche Merkmale auf deinen Foto zu erkennen sein müssen. Und dann helfen Experten auch gerne. Immerhin kostet es sie ja auch Zeit, in der sie ihre eigenen Fotos und Funde bearbeiten können.


    Liebe Grüße,

    Christoph


    Wie du hier sleber merkst, sind KIs keine gute Bestimmungsquelle. Da kommt oft Unsinn raus.

    Servus Thorben,


    auch von meiner Seite aus herzlichen Glückwunsch! Neue Gattung und neue Art – super! Ist die Kombination der Acremonium-artigen Konidiophoren und der dreizelligen Konidien in dieser Form eindeutig für eine klassische Bestimmung oder geht es sicher nur per Sequenz? Ich frage, weil man bei klassischer Bestimmbarkeit ja in Fallopia-Beständen suchen und die Art dann kartieren könnte.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Achim,


    Spongipellis spumeus glaube ich nicht - der hat eine abstehend haarige Hutpberseite (oder hat er die - kann ich auf dem Foto nicht klar erkennen). Climacocystis kann man völlig ausschließen (Substrat und Makroskopie). Generell: Pilzbestimmung ist schwierig bis unmöglich ohne Detailinformationen. Oben (Beitrag #15) der Lamellenpilz (schon eingetrocknet) nur von oben fotografiert. Null Info zu Lamellenanwuchs, Lamellenfarbe etc. Du nennst sogar einen Artnamen (Entoloma vernum), hast also die Lamellen-/Sporenpulverfarbe geprüft und dich eingehend mit Rötlingen im Frühjahr beschäftigt? Oder hast du schnell eine KI gefragt, was das sein könnte? Aber egal auf welchem Weg du zu dem Namen gekommen bist, ohne uns Details zu nennen, kann man kaum helfen (oft selbst dann nicht).

    Der Birkenporling (auch #15) ist eine Ausnahme, der ist so markant, dass er auch auf dem Foto oben als alter Schlappen klar erkennbar ist. Der Rotrandporling sowieso. Dein aktueller Porling aber – man erkennt die äußere Form und das sehr helle Poren hat. Sind die Poren kreisrund, eckig, labyrinthisch? Nur eine Röhrenschicht oder mehrere geschichtet? Ist der FK eher weich oder zäh? Schmeckt er mild oder bitter? Ist das Holz unter dem Fruchtkörper braun- oder weißfaul? Hutoberseite glatt, filzig oder abstehend haarig?


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus "Cognacmeister",


    die Paraphysen passen. Die Schleimhülle der Sporen scheint seitlich anzusitzen (meine ich, in einem Ascus zu erkennen). Passt auch, der Stiel der Apothecien auch. Leider schreibst du nichts zu dem Fund – das Substrat war vermutlich Weißtanne? Wird der Fund kartiert? Woher ist er (Deutschland? Bayern? Bayerischer Wald?).


    Wolltest du den Fund nur vorstellen? Wolltest du die Bestimmung bestätigt bekommen?


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Björn,


    spannend! Und submediterran klingt gut. Ich bin auf fast 700 m und hier ist es eher "frisch". Das Beet bei mir im Garten ist allerdings an der Hauswand und liegt knallhart auf der Südseite. Der hier vorgestellte Fund ist aber ein schattiger Wuchsort, eher richtig kühl (der im Beet soll erstmal ausreifen). Interessant, dass sich die Art jetzt in kühlere Bereiche ausbreitet. Aus München kenne ich Fundmeldungen, aber da ist es viel wärmer als bei mir oben auf den Moränenhügeln. Verrückt ist, dass im Garten gar keine Winterlinge waren, bis "ich" (meine Frau und ich bzw. eher meine Frau ohne mich, da sie diesbezüglich im Garten aktiv war) sie aktiv gepflanzt hatte. Und kaum sind die ersten Pflänzchen da, ist schon der Rost drauf. Ich habe aber auch schon Silberröhrlinge auf knapp über 900 m Höhe (Oberammergau) gefunden, was früher auch nicht zu erwarten gewesen wäre. Vielleicht reichen da die heißen Sommer?! Also für beide. Leucotelium ist ja nicht nur auf Winterlingen, sondern eben auch auf Prunus. Vielleicht hilft der Art die Trockenheit im Sommer (auch wenn es in Dresden sehr trocken sein kann Climbingfreak – tja, wer weiß?).


    Ich habe aber auch Urocystis ficariae im Garten (hat Werner Edelmann vor wenigen Jahren in meinem Garten am Scharbockskraut neben den Kopostern entdeckt). Ist zwar ganz was anders (Brandpilz), aber auch nicht soooo häufig.


    Servus Stefan,


    ich habe gar nicht aktiv gesucht und trotzdem gefunden. Irgendwas machst du falsch :giggle: (duck und weg)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Björn,


    super, danke dir! Ich habe im Klenke & Scholler gelesen, dass zwei weitere Arten (noch nicht nachgewiesen) auftreten. Noch nicht nachgewiesen heißt aber nix (Umkehrschluss und so). Die Blattflecken wären aber sicher ein gutes Merkmal, klar, und das fehlt hier ja eben. Die Dichte der Lager als zweites Merkmal sind ein guter Tipp! Dann weiß ich, dass ich die auch in edinem so frühen Stadium kartieren kann. Perfekt!


    Ist die Art übersehen worden oder neu bei uns eingeschleppt worden? Denn selten scheint sie ja nicht zu sein (die Verbreitungskarte zeigt wohl Unterkartierung an?!).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    gestern habe ich beim Spazierengehen Winterlinge mit sehr jungem Befall von Leucotelium cerasi gefunden. Ich bin auch in meinem Garten fündig geworden (obwohl ich erst vor zwei Jahren Winterlinge ausgesäht habe und noch sehr wenige wachsen). Der Reifegrad des Spaziergangfunds ist ungefähr so wie im Garten. Letztere will ich noch richtig ausreifen lassen, daher habe ich den jungen Befall mitgenommen, um das mal unterm Mikroskop anzuschauen (also das Stadium "0").


    Hier erstmal der makroskopische Anblick:

    Leucotelium cerasi ex Eranthis hyemalis – Spermogonien an der Blattoberseite


    Leucotelium cerasi ex Eranthis hyemalis – Aecien blattunterseits, noch im Blatt und unreif (müssen sich noch öffnen)


    Die Spermogonien sind, wie man am Foto sehen kann, bräunlich und haben eine helle Spitze in der Mitte. Das habe ich natürlich vergrößern müssen:

    Leucotelium cerasi ex Eranthis hyemalis – Spermogonien an der Blattoberseite im 40er Objektiv in zwei Schärfeebenen (damit man die Konidien sehen kann)


    Ich gehe davon aus, dass ich auch in diesem jungen Stadium kartieren kann (vielleicht kann mir da einer unserer Phytoparasitenprofis die Bestätigung geben?!). Viele Kartierungspunkte gibt es ja nicht. Der hier ist aus der Nöhe von Rott (am Lech, wobei der Lech doch noch ein Stück weg ist). Jedenfalls warte ich im Garten ab, bis die Aecien schön entwickelt sind. Praktisch ist, dass befallene Pflanzen längere Blattstiele entwickeln und die Blätter auch farblich ein klein wenig anders ausschauen. Die Blüte wird unterdrückt (oder der Rost geht nur auf nicht blühende Pflanzen, wobei ich eher vermute, dass es eine Folge des Befalls ist, dass sie nicht blüht). Am Fundort sind Sauerkrischen nicht weit und bei mir im Garten zumindest eine Zwetschge. Wobei ich nicht weiß, ob alle Prunus-Arten als Wirt genommen werden.


    Die anderen beiden Funde stammen vom selben Spaziergang. Ich habe einen Brennnesselhalm (vorjährig natürlich) mit nach Hause genommen, weil mal wieder so schön die Calloria urticae drauf saß. Schöne rote Kissen, also die Nebenfruchtform. Zudem waren die obligatorischen, schwarzen Punkterl drauf. Letztere haben mich insbesondere interessiert. Es war eine Nebenfruchtform. Im Bino waren nur wenige komplett ausgereift und zeigten ein etwas verlängertes Ostiolum. Makroskopisch sah es nach Leptosphaeria s.l. aus, nicht nach Phomatodes. Natürlich muss man mikroskopieren:


    Plenodomus acutus (Anamorphe) ex Urtica – Konidienmaße (n = 40): 5,8–7,0–8,9 × 2,0–2,4–2,7 Mikrometer, Q = 2,19–3,00–3,87


    Ich kenne drei "Phoma"-Arten auf Urtica: Phoma piskorzii (= Plenodomus acutus), Phoma acuta (= Leptosphaeria doliolum, trotz des Namens) und Phomatodes nebulosa. Die beiden letzteren haben deutlich kürzere Konidien. Phomatodes nebulosa habe ich auch einmal in meiner Gegend gefunden, allerdings zur Bestimmung sequenziert (und dann in der Mycologia Bavarica publiziert). Man muss bei den Phoma-artigen Nebenfruchtkörpern aufpassen: Konidienform und -maße, Verteilung der Öltröpfchen, Makroskopie der Pycnidien. Hier passt (fast) alles: lange, schmale Konidien und Pycnidien mit nur je einem Ostiolum (also nicht zusammenfließend). Was ich nicht gesehen habe: septierte Konidien. Die sind für die Art von Boerema & Loerakker (1981) als "occasionally" beschrieben worden, mir fehlt da aber noch die Erfahrung, wie konstant das Merkmal auftritt und ob meine Pycnidien vielleicht noch zu jung dafür waren.


    Die Hauptfruchtform von Plenodomus acutus ist ja völlig banal (muss aber auch mikroskopiert werden), denn es kommen ja zwei "Leptosphaeria"-Arten auf Brennnessel vor (wobei ich Leptosphaeria doliolum im Herbst reif finde, "Leptosphaeria" acuta im Frühling). Phoma-artige sind es dann aber schon (mindestens?) drei. Ich nenne den Fund jetzt einfach mal Plenodomus acutus ;-).


    Hier noch der Vollständigkeit halber die schöne Calloria (ich hatte keinen Fotoapparat dabei, deshalb sind alle Fotos aus meinem Arbeitszimmer, hier auf dem Tisch):

    Calloria urticae (Anamorphe) ex Urtica


    Was soll ich sagen – Schwammerlsuche macht einfach Spaß.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    I sags mal so I hab jetzt purpurea melitta glivescens bis jetzt durch mir fällt da jetzt momentan kein roter mehr ein.

    Servus "Cognacmeister",


    mit pruprurea meinst du Ceriporia purpurea? Der hat keine Schnallen, ganz andere Poren und sieht anders aus. "melitta" soll "ceriporia melitta sein? Hat auch keine Schnallen und andere Sporen. Mit "gilvescens" meinst du vermutlich Ceriporiopsis gilvescens? Der hat schmalere und kürzere Sporen.

    Braunfäule würde Ceriporiopsis ausschließen. Postia oder früher Oligoporus s.l. kommt da sehr in Frage. Auch da gibt es resupinate Arten. Laut deiner Fotos sind die Sporen bis mindestens 3,8 Mikrometer dick.


    Ceriporiopsis pseudogilvescens kenne ich nicht aus eigener Anschauung. Aber auch da passen die Sporenmaße so nicht ganz. Es gibt noch Ceriporiopsis subrufa, aber die Art kenne ich auch nicht. Da würden die Sporenmaße vielleicht eher passen. Bei Braunfäule ist Ceriporiopsis aber eh draußen.


    Poren pro Millimeter: einfach ein Lineal nehmen und entlang der Skala zählen, wie viele Poren du z. B. auf einen Zentimeter Länge hast. Genauer wäre es, flächig zu zählen, also wie viele Poren pro Quadratzentimeter. Dafür kannst du ein kleines quadratisches Fenster aus Papier ausschneiden.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus "Cognacmeister",


    du machst es einem nicht einfach mit deinen Anfragen. Bei Porlingen sind ein paar Informationen einfach hilfreich. So z.B., wie viele Poren pro Millimeter er hat, mehrjährig oder einjährig, ob das Holz an der Anwuchsstelle braun- oder weißfaul ist, ob du Rhizomorphen am Fruchtkörperrand oder im Holz gesehen hast, vielleicht noch Geruch und Geschmack...

    Wenn du Sporen anschaust, magst du vielleicht angeben, was du an Maßen herausbekommen hast. Also so klassisch von bis und mit Mittelwerten?! Und Angabe, wie viele du vermessen hast. (Ja, man kann ein paar Sporen mit Maßen sehen, aber das sind keine herausgearbeiteten Sporenmaße in ihrer Schwankungsbreite)

    Du sagst dimitisch, aber ich erkenne keine Skeletthyphen bei deinen Fotos, nur etwas skelettisierte, normale (= generative) Hyphen. Ich sehe eine Schnalle - das Hyphensystem ist also monomitisch mit Schnallen? Wie kommst du auf Ceriporiopsis pseudogilvescens, mit welcher Literatur hast du die Bestimmung versucht?


    All das sind wertvolle Merkmale. Es ist wie bei den Lamellenpilzen, die hier zur Bestimmungshilfe vorgestellt werden: ohne gute Beschreibung (mit zudem guten Fotos) ist eine Bestimmungshilfe schwierig bis unmöglich. Mit guter Beschreibung und guten Fotos geht es oft auch nicht, einen Pilz per Forum zu bestimmen. Wenn du aber keine Beschreibung und nur Fotos zeigst, dann ist es schwierig, was draus zu machen. Wirkt dann völlig lieblos (Texte fast nur in Kleinbuchstaben und fast ohne Punkt und Komma lesen sich auch nicht gerade angenehm).


    Ist alles ned bös gemeint – nur so machst du es einem schwer, dir bei der Bestimmung zu helfen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Was geht denn hier ab? Am 1. März stellt jemand eine Frage. Über zwei Wochen später schaut die Person, die die Frage gestellt hat, wieder in das Forum (eine früheres Interesse wäre zumindest höflich). Mittlerweile haben sich trotzdem mehrere Foristi beteiligt. Die Aussagen der Foristi waren, dass einerseits die Baumbestimmung wohl falsch sei (was ich genauso sehe) und dass das abgebildete Objekt nicht einmal sicher als Pilz angesprochen werden können. Ob der Größe ist verwesender Kürbis eine plausible Möglichkeit. Das Objekt ist gefroren, wäre aufgetaut aber sicherlich völlig matschig.


    Mir würde da der unter Pilzkundlern (jedenfalls in meiner Region) bekannte Spruch einfallen: "Babys und Leichen soll man nicht bestimmen".


    Und der "Dank" für die Beteiligung werden die Beteiligten beleidigt. Sowas habe ich lang nicht mehr erlebt.


    Möglicherweise ist dem Threadersteller nicht bewusst, dass – sollte das Objekt pilzlich sein – es in dem Zustand nicht mehr bestimmbar ist. Möglicherweise ist ihm auch nicht bewusst, dass selbst bei perfekt ausgebildeten Fruchtkörpern die Bestimmung per Foto nicht einfach, oft nicht möglich ist. Spannend aber ist, welche Persönlichkeitsstrukturen man im Internet kennenlernen kann.


    Jedenfalls ist das kein guter Start, wenn man sich in einem Forum neu einbringen will. Eine Entschuldigung könnte aber vielleicht helfen. Manchmal ist man in seltsamen emotionalen Zuständen und versteht Dinge schnell falsch.


    Liebe Grüße und nichts für ungut,

    Christoph