Beiträge von Tricholomopsis

    Servus beinand,


    Haralds Idee sieht makroskopisch wirklich passend aus. Dabei sind wir wieder beim Thema "Ausführlichkeit der Beschreibung, um Bestimmungshilfe zu bekommen".


    r2102 "Hüte mit dunkelbraunem Samt" und "hat Stoppeln" (die Poren sind, also Löcher/Röhren und keine Stacheln, also genau das Gegenteil) ist als Beschreibung extrem dürftig. Falls es in der Tat ein Foto vom Urlaub im Mittelmeerraum (z.B. von Kreta) ist, dann wäre auch diese Information hilfreich.


    An deiner Annahme, Semmelstoppelpilze würden konsolenartig an Holz wachsen schließe ich, dass du ein pilzkundlicher Einsteiger bist. Pilzbestimmung ist meist recht kompliziert, weshalb selbst mit guten Fotos oftmals eine sichere Bestimmung nicht möglich ist. Daher ist es für die, die helfen wollen, gut, eine ausführliche Beschreibung zu haben. Hier z.B. Konsistenz (zäh oder sogar hart?), Farbe des Fleisches, eine Röhrenschicht oder mehrerer übereinander, an welchem Holz gewachsen, welche Klimazone/Region etc.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Unser Gelbstieliger Muschelseitling (Sarcomyxa Serotina) ist auch in Japan Sarcomyxa Serotina und dann gibt es eben noch die zweite Art (Edulis), die auch als Zuchtpilz (Mukitake) gehandelt wird.

    Servus Christopher,


    keinerlei Widerspruch. Und natürlich heißt Sarcomyxa serotina auch in Japan Sarcomyxa serotina. Und dass Sarcomyxa edulis gezüchtet wird und auch als Speispilz verkauft wird, ist ebenfalls klar. Jetzt weiß ich auch, wie du den zweiten Satz meintest. Der Bezug war einfach unklar. Hättest du nicht den Umstand verdreht, dass Sarcomyxa serotina schon immer als eigenständige Art galt (seit dem 18. jahrhundert) und diese niemals als Varietät von S. edulis galt, wäre es einfacher gewesen, dich zu verstehen. Wie ich schon sagte: völlig wurscht - es sind zwei Arten und gut ist. Dass es die zweite Art (S. edulis) gibt, ist seit 2003 bekannt, denn da wurde sie ja erst als neu beschrieben. Vorher lief alles unter Panellus serotinus bzw. Sarcomyxa serotina.


    Man schreibt übrigens des Artepitethon klein (den "zweiten Namen"), also Sarcomyxa serotina statt Sarcomyxa Serotina. Aber auch das ist nur eine Kleinigkeit.


    Ich denke, wir können die Diskussion hier abbrechen. Gibt ja nichts mehr zu diskutieren – dass in Japan zwei Arten auftreten, ist ja klar und die Namen sind auch geklärt (für mich keine neue Erkenntnis).


    Ach ja, zur KI – ich werde auch da keine Grundlagendiskussion führen. Aber als ein Beispiel: schau dir diesen Artikel an: https://www.jstage.jst.go.jp/a…jjom.H25-13/_pdf/-char/en – auf Seite 26 ist eine englischsprachige Vergleichstabelle der Merkmale beider Arten (die dort übrigens beide Mukitake heißen, was logisch ist, da ja vor 2003 die beiden Arten nicht getrennt wurden, der Name Mukitake aber wohl älter ist). Vergleiche das mal mit deinem KI-Ergebnis. Deshalb schaue ich mir lieber direkt die Originalpaper an als dass ich ChatGPT befrage. Kannst du aber halten, wie du willst. Ich will dir die KI nicht schlechtreden. Ich kenne aber Websites über Pilze, die KI-generiert sind (passiert grauenhafterweise sogar bei Pilzbüchern). Die Qualität ist entsprechend.


    Liebe Grüße,

    Christoph


    Jetzt habe ich doch was dazu geschrieben... Egal. Das Thema rund um Sarcomyxa edulis dürfte ausdiskutiert sein.

    Servus Thorben,


    oh ja, spannend! Die forma minor hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Wie gesagt, ich schwimme selber in dem Komplex. Falls du ne Sequenz investieren solltest, wäre ich auf das Ergebnis gespannt.


    Servus beli,


    klar, makroskopisch kann man da direkt an Hemimycena cucullata denken. Das ist der Grund, warum ich die Dinger nur sehr ungerne makroskopisch anspreche, es sei denn, die Ökologie ist so eindeutig wir an der Basis von Beinwell ;-). Und klar, Hemimycena lactea s.l. soll an Nadeln wachsen, was der Fund hier nicht macht. Die Sporenform und die generelle Anatomie sprechen aber sehr für den Formenkreis um Hemimycena lactea. Die Gattung hat irgenwie der Teufel gesehen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Christopher,


    null problemo. Dass Sarcomyxa edulis bei uns nicht vorkommt, weiß ich. Dass in Japan beide Arten vorkommen, weiß ich auch. Ich bezog mich auf diese Aussage:


    Zitat

    Noch ein Nachtrag: Früher wurde unser Gelbsieliger Muschelseitling (grünliche Hutfarben) in Japan wohl als Varietät von Edulis (geblich-bräunliche Hutfarben) betrachtet, ...


    Und diese Aussage stimmt eben nicht, wie ich oben erklärt habe. Ist aber auch nicht so wichtig.


    Und den Rest verstehe ich dann einfach nicht:


    Zitat

    ... mittlerweile aber eigenständige Art in selber Gattung. Wird unter denselben wissenschaftlichen Namen geführt wie bei uns (Panellus / Sarcomyxa Serotina).


    "wird unter demselben wissenschaftlichen Namen geführt..." Wäre dem so, wären es Syonyme, die jetzt beide unter demselben wissenschaftlichen Namen laufen. Ist aber wie gesagt auch wurscht. Der Punkt ist, dass in Asien zwei Arten vorkommen. Eine davon heißt aktuell Sarcomyxa edulis.


    Sorry, aber die ChatGPT-Recherche schaue ich mir nicht an. Ich rechechiere lieber selber, da lerne ich bei der Recherche und kann selber entscheiden, was wichtig und unwichtig ist. KI – da fehlt mir das Vertrauen. Ich muss dann eh erstmal alles gegenprüfen, dann recherchiere ich gleich selber ;-).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    P.S. Hemimycena lactea passt besser, was die Zystiden und v.a. die HDS angeht, aber die Sporen sind einfach zu kurz. Bei H. pseudolactea passen die Sporen, aber die Cheilozystiden sind von der Form her vielleicht nicht wirklich passend und in der HDS wären nicht so ausgeprägt capitata Hyphenenden zu erwarten. Es gäbe aber ein gutes, weiteres Merkmal: Hemimycena pseudolactea hat Pleurozystiden, H. lactea nicht.


    Ich habe aber zu wenig Erfahrung in der Gattung, um zu entscheiden oder zu wissen, ob H. lactea auch mal kürzere Sporen haben kann... Bei H. lactea i.w.S. schwimme ich ofr bei der Bestimmung. Ich kenne sie auch viersporig (var. tetraspora).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Thorben, servus Beli,


    zu Hemimycenba cucullata passt die Mikroskopie gar nicht. Die kopfigen Zystiden udn die viel zu kleinen Sporen lassen H. cucullata komplett von der Liste streichen.


    Thorben, vergleiche mal mit Hemimycena pseudolactea.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Reinhard,


    das oberste Foto, der Fruchtkörper rechts mit dem blassen, opaquen Hutbuckel ist absolut typisch für Mycena rosea. (Die anderen Fotos zeigen natürlich auch diese Art, aber diesen Hutbuckel in der Form zeigt keine andere Art (bei uns) aus dem Formenkreis rund um Mycena pura.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Vitus,


    es ist ja eigentlich schon alles gesagt. Ich wäre auch bei S. serotina. Aber wer schaut sich einen so häufigen Pilz genauer an? Es wäre nicht das erste Mal, dass die Diversität größer ist, als vorher gedacht. Bin ebenfalls auf das Sequenzergebnis gespannt.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Schrumz


    Zitat

    14. Und auch hier glaube ich noch an etwas Besonderes. Ein Scheidenstreifling bei Linde im Laubmischwald. Für A. ceciliae gefallen mir die hellen Hutschuppen und das deutliche Schwärzen auf Druck nicht. An anderer Stelle wurde hier A. tomentella f. albida vorgeschlagen, den ich überhaupt nicht kenne. Leider ist das Exsikkat verschimmelt. Tricholomopsis kennst du den vielleicht?


    Servus "Schrumz", sorry, da traue ich mir am Foto nichts zu zu sagen. Amanita tomentella Krombh., Naturgetreue Abbildungen und Beschreibungen der Schwämme 4: 23, 29:6-9 (1836) ist laut Mycobank ein Synonym zu Amanita porphyria. Ich habe mir die Tafel von Krombholz angeschaut (https://dn790002.ca.archive.or…2/mobot31753002807052.pdf /Tafel 29 Abb. 6-9

    Die Abbildungen 6-9 sind klar Amanita porphyrea, ohne Zweifel. Krombholz nennt ihn "feinfilziger brauner Fliegenschwamm, Amanita tomentella".


    Der Name kann also nicht für einen Scheidenstreifling verwendet werden.


    Da ich den Pilz nicht bestimmen kann, kann ich wenigstesn was zum Namen Amanita tomentella beitragen ;)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Noch ein Nachtrag: Früher wurde unser Gelbsieliger Muschelseitling (grünliche Hutfarben) in Japan wohl als Varietät von Edulis (geblich-bräunliche Hutfarben) betrachtet, mittlerweile aber eigenständige Art in selber Gattung. Wird unter denselben wissenschaftlichen Namen geführt wie bei uns (Panellus / Sarcomyxa Serotina).

    Servus "Shroom!",


    das ist irgednwie kaum möglich. Die Art wurde als "Panellus" edulis erst 2003 beschrieben, während "Agaricus" serotinus bereits 1793 beschrieben wurde. Wenn, dann könnte man es andersherum machen, die asiatische Art als Varietät von Sarcomyxa serotina einstufen. Da finde ich aber auch keine Kombination in den einschlägigen Datenbanken.,


    Kurz gesagt: Sarcomyxa edulis wurde 2003 als neue Art "entdeckt" und (noch in der Gattung Panellus) beschrieben. Natürlich wurde der Artrang diskutiert. Mittlerweile ist die Art anerkannt. Dass sie unter demselben wissenschaftlichen Namen bei uns geführt wird wie Sarcomyxa serotina verstehe ich nicht, denn dann wären sie ja Synonyme. Meines Wissens ist die Artabgrenzung aber bestätigt worden.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Beli,


    erstmal zu Cantharellus cibarius var. pseudoamethysteus. Auf der von dir gezeigten Buchseite steht n. var. (neue Varietät), aber keine lateinische Diagnose etc. In Mycobank finde ich kein solches Taxon, also ist es wohl in der Tat ungültig beschrieben. Einen violetten Überzug können jung mehrere Arten haben, selbst Cantharellus ferruginsacens, ebenso Cantharellus cibarius und natürlich sowieso Cantharellus amethysteus.

    Cantharellus cibarius kann auch fast oder ganz weiß sein. Albinos kann es immer geben. Im Gegensatz zu Cantharellus pallens, C. ferruginascens, C. amethyeteus und C. alborifescens fleckt C. cibarius (frisch) aber nicht auf Druck.

    Cantharellus ferruginasens meine ich im Gelände an dessen seltsamem Farbton zu erkennen, der eingemischt ist. Auf Fotos kommt das selten so rüber, wie ich es live im Gelände sehe. Daher fällt es mir oft schwer, den auf Fotos definitiv zu erkennen. Auf den Fotos von Schupfnudel kommt der kühle Farbton git rübner (jedenfalls auf meinem Monitor) und für mich wöre der typisch. Deine blassen Fruchtkörper in Beitrag #3 sehen für mich mehr nach blassen C. cibarius aus, zumal sie nicht flecken.Die weiteren Fotos bestätigen das, das ich in den blassen Leisten nicht diesen kühlen Farbton erkennen kann.

    Die letzten Fotos des schlankstieligen, gelbhütigen Pfifferlings aus Kroatien würde ich auch als C,. ferruginascens bezeichnen. Bei den blasshütigen, stark fleckenden Fruchtkörpern, die du in dienem letzten Post aus dem Raurisertal zeigst, kann ich wenig sagen. Die Leisten sehen rein weiß aus, was Cantharellus pallens ausschließt. Für Cantharellus ferruginascens sind sie mir aber im Habitus zu kompakt, zu kurzstielig. Die müsste man wohl reifer sehen.

    Ich traue mir nicht zu, jeden Pfifferling am Foto auf Artebene zu bestimmen ;-). Sieht aber interessant aus.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Vieles liegt (auch hier) am Zeitmangel, der aus unerfindlichen Gründen meistens Probleme macht.

    Servus Maronisto,


    wie kommst du auf die Idee, dass bei denen, die sich Mühe machen, dir zu antworten, Zeitmangel kein Problem ist? Ich bin sicher, die meisten hier helfen gerne bei Bestimmungsanfragen. Pilzbestimmung ist allerdings kein einfaches Unterfangen. Warum sollte man sich also die Mühe machen, Zeit in Bestimmungsversuche zu investieren, wenn du keine Zeit in eine sinnvolle Beschreibung und Fotos in annehmbarer Qualität stecken willst?


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beli,


    deine Kollektion ist in meinen Augen sogar typisch für Cantharellus alborufescens. Die Leisten sind bei dieser Art jung weiß bzw sehr blass und sie bleiben es zumindest in der Nähe zum Hutrand bis ins Alter. Bei deinen Fotos sieht man die blassen Leisten sehr gut. Jung hat er gerne einen violetten Reif. Solche Ausprägungen wurden als Cantharellus lilacinopruinatus beschrieben, mittlerweile aber von Olariaga et al. (2016) synonymisiert. Dieses paper empfehle ich dringenst, wenn du dich für Cantharellus interessierst. Kannst du hier bekommen: https://www.researchgate.net/p…ugh_a_multigene_phylogeny


    Cantharellus alborufescnes wächst unter immergrünen Eichen, z. B. Quercus ilex (wie dein Fund), und wurde auch als Cantharellus ilicis beschrieben (jetzt ein Synonym). Als Cantharellus henrici wurde die Art auch schon beschrieben, was zeigt, wie variabel sie sein kann (vor allem die Hutfarbe).


    Bei deiner Kollektion passen Standort und Makroskopie super!


    Zu den anderen Fragen:

    Cantharellus pallens und C. subpruinosus wurden synonymisiert, Cantharellus pallens ist der ältere Name.


    Cantharellus pallidoamethysteus kenne ich nicht (auch in der MycoBank finde ich keinen Eintrag unter diesem Namen). Wurde die Art gültig beschrieben?


    Cantharellus ferruginascens hat zwar auch recht blasse Leisten, sieht aber von den Farben her anders aus: kühle Gelbtöne, teils mit einem eingemischten, kühlen Grünton und nicht bei immergrünen Eichen. Ich hänge ein foto hier an bzw. binde es ein. Die Farben kommen auf dem Digitalfoto nicht sauber heraus. Ganz so blass war er real nicht, aber der Chip verweigerte den künstlichen, kühlen Gelbton mit Hauch von kühlem Grün. Der Fund ist aus Vorarlberg, nicht mediterran.


    (Cantharellus ferruginascens)


    Cantharellus pallens hat am Hutrand leuchtend gelbe Leisten, fällt also auch raus:


    (Cantharellus pallens)


    Am Foto siehst du die dottergelben Leisten am Hutrand ganz gut. Die restlichen Leisten können auch sehr blass sein (hier sind die auch schön gelb), dann ist der Kontrast zum Hutrand besser zu sehen.


    Cantharellus cibarius fällt eh raus, weil er nicht auf Druck fleckt.


    Cantharellus alborufescens, ein schöner Fund!


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Werner,


    da kann ich nur zustimmen. Bis auf eine Winzigkeit: Chlorophyllum rhacodes ist die korrekte Schreibweise. Da wurde früher hin und her diskutiert. Mittlerweile wurde es auf rhcodes festgelegt. Das Schwammerl ist aber natürlich nicht Chlorophyllum rhacodes im heutigen Sinn, sondern Chlorophyllum olivieri, wie du ja schon geschrieben hast.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus "Maronisto",


    schlechte Fotos (ist der Stiel wirklich weiß? Die Lamellen auch weiß?), noch dazu unscharf, keinerlei Beschreibung, keine Merkmale, die du benennst... Was erwartest du als Ergebnis? Ich sage: ja, das ist ein Pilzfruchtkörper. Er hat äußerst wahrscheinlich Lamellen. Mehr geht nicht.


    Solche Bestimmungsanfragen sind im Prinzip sinnlos. Wenn du einen Namen erhältst, kannst du nicht sicher sein, ob er stimmt oder wie man darauf kommt. Du weißt dann ja nicht, an welchen Merkmalen man das festmacht, um die Art später selber allein zu erkennen. Und wer hier einen Namen nennt, rät einfach nur. Bringt also nichts.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus "Cognacmeister",


    jetzt sieht man die Amyloidität sehr gut. Bei Einzelsporen im Mikroskop ist das oft schwerer zu burteilen, auf Fotos dann nochmal schwerer. Hier sieht man aber schön anhand der vielen Sporen, die übereinander liegen, dass sie sich deutlich blau verfärben. Bestimmung also bestätigt: Anomolomy myceliosum.


    Toller Fund!


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Matthias,


    ich bin einerseits sehr neugierig, das Verkosten war vor meinem Gespräch mit Prof. Steglich und zudem hat es sich ja herausgestellt, dass der Pilz nicht wirklich ungesund ist. Schmackhaft finde ich ihn allerdings unabhängig von gesnund und ungesund gar nicht. Manch anderes Ungesundes schmeckt mir dagegen sehr gut. :saint:


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Danke! Mittelgebrige passt. Fuscoporia viticola bevorzugt bei uns kühleres Klime. Im Bayerischen Wald ist er (im Nationalpark) massenhaft zu finden. In den Alpen wiederum ist es schwierig, ihm zu begegnen. Im Osten Österreichs geht er jedoch an Kiefer auch ins Tiefland. In Amerika ist er bis in die Subtropen verbreitet. Im Norden kälteliebend an Fichte (z.B. Nordkanada, Alaska), aber auch in der Karibik an Laubholz (eben z.B. auch an Vitis). Fuscoporia ferrea kenne ich nur aus wärmeren Ecken (im Mittelmeerraum häufig, in Bayern vor allem aus Mainfranken). Deshalb hatte ich nach der Region gefragt.


    Mittelgebirge passt aber. Die Makroskopie auch zu resupinaten Fruchtkörpern von F. viticola und das Substrat auch.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    ich habe ihn einmal probiert. Ich fand ihn im Geschmack an sich nur fad, der Nachgeschmack war zudem deutlich bitter. Wenn sehr junge Fruchtkörper nicht bitter sind, reizen sie mich trotzdem nicht, da sie dann wohl nur fad sind. Die Konsistenz bringt auch keinen Pluspunkt für mich.


    Liebe Grüße,

    Christoph