Beiträge von Tricholomopsis
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Danke dir, lieber Stefan. Und natürlich gern geschehen! Es sollte noch ein langer Phyto-Artikel dazu kommen, aber der wird im Januar als erster Artikel von Heft 26 hochgeladen werden.

Liebe Grüße,
Christoph
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Servus beinand,
ich habe heute als Vorbereitung für das Raclette zu Silvester Shiitake zubereitet. Man kann die Pilze da als kalte Beilage essen oder sie wiede im Pfännchen bzw. auf dem Stein warmmachen.Ich mag sie auch gerne so als Vorspeise oder als kalten Snack am Abend nebenbei:
Man braucht frische Shiitake (ein Schälchen aus dem Supermarkt, aber wirklich frisch sollten sie sein) - große Hüte halbiere, kleine Hüte im Ganzen
Öl (ich habe Bio-Sonneblumenöl genommen)
2 Knoblauchzehen, klein schneiden
getrocknete Bird's Eye-Chillies (Menge nach gewünschtem Schärfegrad)
Mirin
Sojasauce
Szechuanpeffer (Zanthoxylum piperitum)
Chillies in heißem Öl zusammen mit einem Esslöffel Szechuanpfeffer anbraten
Dann den klein geschnittenen Knoblauch dazu und bevor dieser bitter wird die frischen Pilze dazu geben und anbraten
Wenn die Pilze leicht angebraten sind mit zwei bis drei Esslöffel Mirin ablöschen
Ist der Mirin von den Pilzen aufgenommen worden, dann mit etwas Sojasauce eindicken (nicht zu viel, ein bis zwei Esslöffel)
Deckel auf die Pfanne und bei niedriger Flamme nochmal vor sichhin köcheln lassen, damit alles in die Pilze einzieht.
Ich liebe den Geschmack. Der Shiitakegeschmack bleibt erhalten, der Knoblauch unterstützt ihn, Mirin gibt etwas Süße, die Sojasauce etwas Salzigkeit und Umami, die Pilze sind eh sehr geschmackig, der Szechuanpfeffer gibt etwas Zitronigkeit dazu (und das unnachahmliche Gefühl beim Essen) und die Bird Eye Chillies sind nicht zu scharf, aber geben den Pilzen etwas Wumms. Ich liebe es.
Warnung: am Anfang, wenn die Chillies im Öl brutzeln unbedingt das Küchenfenster öffnen und den Abzug maximal laufen lassen.Capsaicin in der Luft sorgt gern für Husten

Ich habe schon Einiges davon vernascht und muss aufpassen, dass genug fürs Raclette übrig bleibt.
Liebe Grüße und einen guten Rutsch,
Christoph
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Servus Reinhard,
Scleroderma verrucosum würde ich hier makroskopisch ausschließen. Der hat, wie Vitus sehr schön zusammengestellt hat, einen sehr deutlichen, langen Pseudostiel. Die Peridie hat auch nicht dieses sehr dunkle, kontrastreiche fein areolierte Oberfläche.
Makroskopisch bin ich hier bei Scleroderme areolatum, dem Leopardenfell-Bovist. Allerdings ist die Abgrenzung zu Scleroderma bovista nicht immer einfach. Der ist nicht so fein areoliert, aber so ganz klar ist mir das nicht. Man braucht da wirklich reife Fruchtkörfper, um die echten, reifen Sporenmaße zu haben. Die Sporen von jungen FK sind oft zu klein und dann schlüsslt man sich ins Nirvana.
Scleroderma cepa wiederum kann man ausschließen, denn der hat eine dickere Peridie (es gibt mehr Scleroderma-Arten als man erstmal denken würde). Scleroderme cepa und Sc. bovista werden bei mir immer häufiger. Früher waren das Raritäten.
Als Feldbestimmung wäre ich bei deinem Foto bei Scleroderma areolatum.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Reinhard,
ich schließe mich Sabine an: ein Rosaroter Schönkopf, Calocybe persicolor oder Calocybe carnea.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus beinand,
die neue Mycologia Bavarica ist heute online gegangen (http://www.mycologia-bavarica.de) – in Form der Einzelartikel, deshalb ist noch Nr. 24 abgebildet. Die Artikel mussten noch in diesem Jahr online publiziert werden, damit die Jahresreihenfolge weiterhin passt ;-).
Ich habe im neuen Heft einen makroskopischen Amanitaschlüssel publiziert: https://mycologia-bavarica.de/…hn-Schluessel-Amanita.pdf
Jetzt ist zwar Winter, aber in der neuen Saison ist er hoffentlich hilfreich. Ich habe als Schmankerl einen Pantherpilz mit (fast) ungerieftem Hutrand und geriefter Manschette abgebildet, sonst ist es ein reiner Schlüssel. Allerdings musste ich die Scheidenstreiflinge weglassen, denn da habe ich es schlicht nicht geschafft, die vielen, neu beschriebenen Arten makroskopisch zu trennen. Ich schwimme da bei den Grauen auch mit Mirkoskopie. Ohne Sequenz sage ich da nix ;-).
Viel Spaß beim Anwenden des Schlüssels und gerne Rückmeldungen über Probleme mit demselben. Ist ja Version 1.0
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Vitus, servus Emil,
der Schlüssel ist jetzt auch schon ein paar Jahrer alt, den ich publiziert habe. In Bezug auf Flammulina velutipes vs. Flammulina elastica (und Fl. fennica) ist es schwieriger, als man und auch ich damals gedacht hatte. Die Sporenmaße sind wohl auch von äußeren Umständen abhängig. Das untersucht gerade jemand (nicht ich) mit viel Aufwand, weshalb ich hier keine näheren Infos ausplaudere. Daraus wird eine Publikation werden und ich stehe mit der Person, die hier forscht, in regem Austausch.
Flammulina filiformis lässt sich hingegen leicht an ihrer HDS erkennen.
Was mir mit der Publikation wichtig war, auch auf Flammulina rossica und Flammulina populicola hinzuweisen, die makroskopisch auch als "normale" Fl. velutipes durchgehen würden. Auch diese Arten lassen sich an ihrer HDS gut erkennen.
Liebe Grüße,
Christoph
P.S.: Ich freue mich immer, wenn sich Pilzfreunde jenseits des Kochtopfs mit dieser spannenden Gattung beschäftigen
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Servus beli,
nur zur Klarstellung: Prof. Focht hat keine neue Art beschrieben. Er hatte eine Varietät von Cantharellus cibarius beschrieben. Gut, das ist historisch bedingt und es kann gut sein, dass er es heutzutage als Art definieren würde.
Die Varietät Cantharellus cibarius var. pallidoamethysteus wurde nicht gültig beschrieben.
ZitatMöglicherweise liegt der Grund dafür, dass diese Art in der ausländischen Literatur nicht erwähnt wird, darin, dass das ehemalige Jugoslawien in gewisser Weise politisch von der EU isoliert war, dann der Krieg ausbrach und Professor Focht verstarb.
Wäre die Varietät gültig beschrieben worden, wäre sie auch beachtet worden. Focht kannte sicherlich die damaligen Nomenklaturregeln, hat dennoch keinen Typus und keine lateinische Diagnose angegeben.
Die Interpretation ist schwierig, da ein violetter Reif auf dem Hut bei mehreren Arten vorkommen kann. Blasse Leisten und fleckende Stiele kommen auch bei Cantharellus amethysteus vor. Hier ein paar Fotos vom letzten Herbst:
Was ein Unterschied sein könnte, ist das Fehlen der Flockenschüppchen bei der Varietät, die Focht ungültig beschrieben hat. Cantharellus amethysteus hat aber eine sehr breite ökologische Amplitude, ich finde ihn im Laub- und Nadelwald, trockenbödig bis nass (hier war es ein montaner, bodenfeuchter, anmooriger Fichtenwald). Die blassen Leistens ind typisch für Cantharellus amethysteus s. str.
Für mich ist es schwierig, zu interpretieren, was Focht genau gemeint haben könnte oder ob er nur atypisch glatthütige Canth. amethysteus vor sich hatte, sie er dann als zu Cantharellus cibarius zugehörig interpretiert hat.
Weihnachtliche Grüße,
Christoph
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Liebe Vroni,
eine wunderschöne Dokumentation! Ich wäre hier auch definitiv in der Gattung Leucocoprinus. Ich meine, die Riefung sehen zu können (ist zunächst unter den Velumflocken versteckt, dann müsste sie zum Vorschein kommen). In der Gattung bin ich allerdings nicht wirklich firm. Ich habe eine Doku von L. cepistipes im Netz gefunden: https://www.pilzfreun.de/wp-co…iger-Faltenschirmling.pdf
Das ähnelt deiner Kollektion sehr. Makroskopisch sieht L. cretaceus natürlich genauso aus (L. cepistipes gilbt aber auf Druck ein Bisserl), die geschnäbelten Cheilozystiden sind aber tyoisch für L. cepistipes.
Hier noch ein aktueller Schlüssel für GB von Kibby: https://pdf.sciencedirectasset…rr=9b2fd78b9a6e9764&cc=de
Liebe Grüße und frohes Fest,
Christoph
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Servus beinand,
Haralds Idee sieht makroskopisch wirklich passend aus. Dabei sind wir wieder beim Thema "Ausführlichkeit der Beschreibung, um Bestimmungshilfe zu bekommen".
r2102 "Hüte mit dunkelbraunem Samt" und "hat Stoppeln" (die Poren sind, also Löcher/Röhren und keine Stacheln, also genau das Gegenteil) ist als Beschreibung extrem dürftig. Falls es in der Tat ein Foto vom Urlaub im Mittelmeerraum (z.B. von Kreta) ist, dann wäre auch diese Information hilfreich.
An deiner Annahme, Semmelstoppelpilze würden konsolenartig an Holz wachsen schließe ich, dass du ein pilzkundlicher Einsteiger bist. Pilzbestimmung ist meist recht kompliziert, weshalb selbst mit guten Fotos oftmals eine sichere Bestimmung nicht möglich ist. Daher ist es für die, die helfen wollen, gut, eine ausführliche Beschreibung zu haben. Hier z.B. Konsistenz (zäh oder sogar hart?), Farbe des Fleisches, eine Röhrenschicht oder mehrerer übereinander, an welchem Holz gewachsen, welche Klimazone/Region etc.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus beinand,
das Programm ist mittlerweile online: https://myk.univie.ac.at/programm-2026/vortraege-2026/
Liebe Grüße,
Christoph
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Unser Gelbstieliger Muschelseitling (Sarcomyxa Serotina) ist auch in Japan Sarcomyxa Serotina und dann gibt es eben noch die zweite Art (Edulis), die auch als Zuchtpilz (Mukitake) gehandelt wird.
Servus Christopher,
keinerlei Widerspruch. Und natürlich heißt Sarcomyxa serotina auch in Japan Sarcomyxa serotina. Und dass Sarcomyxa edulis gezüchtet wird und auch als Speispilz verkauft wird, ist ebenfalls klar. Jetzt weiß ich auch, wie du den zweiten Satz meintest. Der Bezug war einfach unklar. Hättest du nicht den Umstand verdreht, dass Sarcomyxa serotina schon immer als eigenständige Art galt (seit dem 18. jahrhundert) und diese niemals als Varietät von S. edulis galt, wäre es einfacher gewesen, dich zu verstehen. Wie ich schon sagte: völlig wurscht - es sind zwei Arten und gut ist. Dass es die zweite Art (S. edulis) gibt, ist seit 2003 bekannt, denn da wurde sie ja erst als neu beschrieben. Vorher lief alles unter Panellus serotinus bzw. Sarcomyxa serotina.
Man schreibt übrigens des Artepitethon klein (den "zweiten Namen"), also Sarcomyxa serotina statt Sarcomyxa Serotina. Aber auch das ist nur eine Kleinigkeit.
Ich denke, wir können die Diskussion hier abbrechen. Gibt ja nichts mehr zu diskutieren – dass in Japan zwei Arten auftreten, ist ja klar und die Namen sind auch geklärt (für mich keine neue Erkenntnis).
Ach ja, zur KI – ich werde auch da keine Grundlagendiskussion führen. Aber als ein Beispiel: schau dir diesen Artikel an: https://www.jstage.jst.go.jp/a…jjom.H25-13/_pdf/-char/en – auf Seite 26 ist eine englischsprachige Vergleichstabelle der Merkmale beider Arten (die dort übrigens beide Mukitake heißen, was logisch ist, da ja vor 2003 die beiden Arten nicht getrennt wurden, der Name Mukitake aber wohl älter ist). Vergleiche das mal mit deinem KI-Ergebnis. Deshalb schaue ich mir lieber direkt die Originalpaper an als dass ich ChatGPT befrage. Kannst du aber halten, wie du willst. Ich will dir die KI nicht schlechtreden. Ich kenne aber Websites über Pilze, die KI-generiert sind (passiert grauenhafterweise sogar bei Pilzbüchern). Die Qualität ist entsprechend.
Liebe Grüße,
Christoph
Jetzt habe ich doch was dazu geschrieben... Egal. Das Thema rund um Sarcomyxa edulis dürfte ausdiskutiert sein.
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Servus Thorben,
oh ja, spannend! Die forma minor hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Wie gesagt, ich schwimme selber in dem Komplex. Falls du ne Sequenz investieren solltest, wäre ich auf das Ergebnis gespannt.
Servus beli,
klar, makroskopisch kann man da direkt an Hemimycena cucullata denken. Das ist der Grund, warum ich die Dinger nur sehr ungerne makroskopisch anspreche, es sei denn, die Ökologie ist so eindeutig wir an der Basis von Beinwell ;-). Und klar, Hemimycena lactea s.l. soll an Nadeln wachsen, was der Fund hier nicht macht. Die Sporenform und die generelle Anatomie sprechen aber sehr für den Formenkreis um Hemimycena lactea. Die Gattung hat irgenwie der Teufel gesehen.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Christopher,
null problemo. Dass Sarcomyxa edulis bei uns nicht vorkommt, weiß ich. Dass in Japan beide Arten vorkommen, weiß ich auch. Ich bezog mich auf diese Aussage:
ZitatNoch ein Nachtrag: Früher wurde unser Gelbsieliger Muschelseitling (grünliche Hutfarben) in Japan wohl als Varietät von Edulis (geblich-bräunliche Hutfarben) betrachtet, ...
Und diese Aussage stimmt eben nicht, wie ich oben erklärt habe. Ist aber auch nicht so wichtig.
Und den Rest verstehe ich dann einfach nicht:
Zitat... mittlerweile aber eigenständige Art in selber Gattung. Wird unter denselben wissenschaftlichen Namen geführt wie bei uns (Panellus / Sarcomyxa Serotina).
"wird unter demselben wissenschaftlichen Namen geführt..." Wäre dem so, wären es Syonyme, die jetzt beide unter demselben wissenschaftlichen Namen laufen. Ist aber wie gesagt auch wurscht. Der Punkt ist, dass in Asien zwei Arten vorkommen. Eine davon heißt aktuell Sarcomyxa edulis.
Sorry, aber die ChatGPT-Recherche schaue ich mir nicht an. Ich rechechiere lieber selber, da lerne ich bei der Recherche und kann selber entscheiden, was wichtig und unwichtig ist. KI – da fehlt mir das Vertrauen. Ich muss dann eh erstmal alles gegenprüfen, dann recherchiere ich gleich selber ;-).
Liebe Grüße,
Christoph
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P.S. Hemimycena lactea passt besser, was die Zystiden und v.a. die HDS angeht, aber die Sporen sind einfach zu kurz. Bei H. pseudolactea passen die Sporen, aber die Cheilozystiden sind von der Form her vielleicht nicht wirklich passend und in der HDS wären nicht so ausgeprägt capitata Hyphenenden zu erwarten. Es gäbe aber ein gutes, weiteres Merkmal: Hemimycena pseudolactea hat Pleurozystiden, H. lactea nicht.
Ich habe aber zu wenig Erfahrung in der Gattung, um zu entscheiden oder zu wissen, ob H. lactea auch mal kürzere Sporen haben kann... Bei H. lactea i.w.S. schwimme ich ofr bei der Bestimmung. Ich kenne sie auch viersporig (var. tetraspora).
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Thorben, servus Beli,
zu Hemimycenba cucullata passt die Mikroskopie gar nicht. Die kopfigen Zystiden udn die viel zu kleinen Sporen lassen H. cucullata komplett von der Liste streichen.
Thorben, vergleiche mal mit Hemimycena pseudolactea.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Bruno,
Werner hat (wie so oft) vollkommen recht :-). Ich hätte den ohne Bedenken makroskopisch im Feld als Phelbia centrifuga angesprochen.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Reinhard,
das oberste Foto, der Fruchtkörper rechts mit dem blassen, opaquen Hutbuckel ist absolut typisch für Mycena rosea. (Die anderen Fotos zeigen natürlich auch diese Art, aber diesen Hutbuckel in der Form zeigt keine andere Art (bei uns) aus dem Formenkreis rund um Mycena pura.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Vitus,
es ist ja eigentlich schon alles gesagt. Ich wäre auch bei S. serotina. Aber wer schaut sich einen so häufigen Pilz genauer an? Es wäre nicht das erste Mal, dass die Diversität größer ist, als vorher gedacht. Bin ebenfalls auf das Sequenzergebnis gespannt.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Alex,
ich wäre da auch bei Tubaria (furfuracea agg.).
Liebe Grüße,
Christoph
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Zitat
14. Und auch hier glaube ich noch an etwas Besonderes. Ein Scheidenstreifling bei Linde im Laubmischwald. Für A. ceciliae gefallen mir die hellen Hutschuppen und das deutliche Schwärzen auf Druck nicht. An anderer Stelle wurde hier A. tomentella f. albida vorgeschlagen, den ich überhaupt nicht kenne. Leider ist das Exsikkat verschimmelt. Tricholomopsis kennst du den vielleicht?
Servus "Schrumz", sorry, da traue ich mir am Foto nichts zu zu sagen. Amanita tomentella Krombh., Naturgetreue Abbildungen und Beschreibungen der Schwämme 4: 23, 29:6-9 (1836) ist laut Mycobank ein Synonym zu Amanita porphyria. Ich habe mir die Tafel von Krombholz angeschaut (https://dn790002.ca.archive.or…2/mobot31753002807052.pdf /Tafel 29 Abb. 6-9
Die Abbildungen 6-9 sind klar Amanita porphyrea, ohne Zweifel. Krombholz nennt ihn "feinfilziger brauner Fliegenschwamm, Amanita tomentella".
Der Name kann also nicht für einen Scheidenstreifling verwendet werden.
Da ich den Pilz nicht bestimmen kann, kann ich wenigstesn was zum Namen Amanita tomentella beitragen

Liebe Grüße,
Christoph
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Noch ein Nachtrag: Früher wurde unser Gelbsieliger Muschelseitling (grünliche Hutfarben) in Japan wohl als Varietät von Edulis (geblich-bräunliche Hutfarben) betrachtet, mittlerweile aber eigenständige Art in selber Gattung. Wird unter denselben wissenschaftlichen Namen geführt wie bei uns (Panellus / Sarcomyxa Serotina).
Servus "Shroom!",
das ist irgednwie kaum möglich. Die Art wurde als "Panellus" edulis erst 2003 beschrieben, während "Agaricus" serotinus bereits 1793 beschrieben wurde. Wenn, dann könnte man es andersherum machen, die asiatische Art als Varietät von Sarcomyxa serotina einstufen. Da finde ich aber auch keine Kombination in den einschlägigen Datenbanken.,
Kurz gesagt: Sarcomyxa edulis wurde 2003 als neue Art "entdeckt" und (noch in der Gattung Panellus) beschrieben. Natürlich wurde der Artrang diskutiert. Mittlerweile ist die Art anerkannt. Dass sie unter demselben wissenschaftlichen Namen bei uns geführt wird wie Sarcomyxa serotina verstehe ich nicht, denn dann wären sie ja Synonyme. Meines Wissens ist die Artabgrenzung aber bestätigt worden.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Beli,
erstmal zu Cantharellus cibarius var. pseudoamethysteus. Auf der von dir gezeigten Buchseite steht n. var. (neue Varietät), aber keine lateinische Diagnose etc. In Mycobank finde ich kein solches Taxon, also ist es wohl in der Tat ungültig beschrieben. Einen violetten Überzug können jung mehrere Arten haben, selbst Cantharellus ferruginsacens, ebenso Cantharellus cibarius und natürlich sowieso Cantharellus amethysteus.
Cantharellus cibarius kann auch fast oder ganz weiß sein. Albinos kann es immer geben. Im Gegensatz zu Cantharellus pallens, C. ferruginascens, C. amethyeteus und C. alborifescens fleckt C. cibarius (frisch) aber nicht auf Druck.
Cantharellus ferruginasens meine ich im Gelände an dessen seltsamem Farbton zu erkennen, der eingemischt ist. Auf Fotos kommt das selten so rüber, wie ich es live im Gelände sehe. Daher fällt es mir oft schwer, den auf Fotos definitiv zu erkennen. Auf den Fotos von Schupfnudel kommt der kühle Farbton git rübner (jedenfalls auf meinem Monitor) und für mich wöre der typisch. Deine blassen Fruchtkörper in Beitrag #3 sehen für mich mehr nach blassen C. cibarius aus, zumal sie nicht flecken.Die weiteren Fotos bestätigen das, das ich in den blassen Leisten nicht diesen kühlen Farbton erkennen kann.
Die letzten Fotos des schlankstieligen, gelbhütigen Pfifferlings aus Kroatien würde ich auch als C,. ferruginascens bezeichnen. Bei den blasshütigen, stark fleckenden Fruchtkörpern, die du in dienem letzten Post aus dem Raurisertal zeigst, kann ich wenig sagen. Die Leisten sehen rein weiß aus, was Cantharellus pallens ausschließt. Für Cantharellus ferruginascens sind sie mir aber im Habitus zu kompakt, zu kurzstielig. Die müsste man wohl reifer sehen.
Ich traue mir nicht zu, jeden Pfifferling am Foto auf Artebene zu bestimmen ;-). Sieht aber interessant aus.
Liebe Grüße,
Christoph
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Vieles liegt (auch hier) am Zeitmangel, der aus unerfindlichen Gründen meistens Probleme macht.
Servus Maronisto,
wie kommst du auf die Idee, dass bei denen, die sich Mühe machen, dir zu antworten, Zeitmangel kein Problem ist? Ich bin sicher, die meisten hier helfen gerne bei Bestimmungsanfragen. Pilzbestimmung ist allerdings kein einfaches Unterfangen. Warum sollte man sich also die Mühe machen, Zeit in Bestimmungsversuche zu investieren, wenn du keine Zeit in eine sinnvolle Beschreibung und Fotos in annehmbarer Qualität stecken willst?
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus beli,
deine Kollektion ist in meinen Augen sogar typisch für Cantharellus alborufescens. Die Leisten sind bei dieser Art jung weiß bzw sehr blass und sie bleiben es zumindest in der Nähe zum Hutrand bis ins Alter. Bei deinen Fotos sieht man die blassen Leisten sehr gut. Jung hat er gerne einen violetten Reif. Solche Ausprägungen wurden als Cantharellus lilacinopruinatus beschrieben, mittlerweile aber von Olariaga et al. (2016) synonymisiert. Dieses paper empfehle ich dringenst, wenn du dich für Cantharellus interessierst. Kannst du hier bekommen: https://www.researchgate.net/p…ugh_a_multigene_phylogeny
Cantharellus alborufescnes wächst unter immergrünen Eichen, z. B. Quercus ilex (wie dein Fund), und wurde auch als Cantharellus ilicis beschrieben (jetzt ein Synonym). Als Cantharellus henrici wurde die Art auch schon beschrieben, was zeigt, wie variabel sie sein kann (vor allem die Hutfarbe).
Bei deiner Kollektion passen Standort und Makroskopie super!
Zu den anderen Fragen:
Cantharellus pallens und C. subpruinosus wurden synonymisiert, Cantharellus pallens ist der ältere Name.
Cantharellus pallidoamethysteus kenne ich nicht (auch in der MycoBank finde ich keinen Eintrag unter diesem Namen). Wurde die Art gültig beschrieben?
Cantharellus ferruginascens hat zwar auch recht blasse Leisten, sieht aber von den Farben her anders aus: kühle Gelbtöne, teils mit einem eingemischten, kühlen Grünton und nicht bei immergrünen Eichen. Ich hänge ein foto hier an bzw. binde es ein. Die Farben kommen auf dem Digitalfoto nicht sauber heraus. Ganz so blass war er real nicht, aber der Chip verweigerte den künstlichen, kühlen Gelbton mit Hauch von kühlem Grün. Der Fund ist aus Vorarlberg, nicht mediterran.
(Cantharellus ferruginascens)
Cantharellus pallens hat am Hutrand leuchtend gelbe Leisten, fällt also auch raus:
(Cantharellus pallens)
Am Foto siehst du die dottergelben Leisten am Hutrand ganz gut. Die restlichen Leisten können auch sehr blass sein (hier sind die auch schön gelb), dann ist der Kontrast zum Hutrand besser zu sehen.
Cantharellus cibarius fällt eh raus, weil er nicht auf Druck fleckt.
Cantharellus alborufescens, ein schöner Fund!
Liebe Grüße,
Christoph
