Beiträge von Alexander

    Hallo!


    Ohne Bild vom Stiel mit Stielring würde ich nichts verbindliches sagen. Da sind sehr wichtige Merkmale drin, wie Stielnatterung und Ringsstruktur.

    Parasole können schon so klein sein. Gift-Schirmlinge aber auch. Andere Merkmale sind wichtiger als die Größe.

    Hallo zusammen, mich würde interessieren, ob man zu dieser Jahreszeit noch Perlpilze finden kann.

    LG Sigi

    Hallo Sigi,


    die Jahreszeit per se (Ende Oktober) ist kein Problem, da darf man aber keine Pauschalschlüße ziehen. Wenn die Perlpilze in Deiner Gegend Ende Oktober 2020 nicht fruktifizieren möchten, dann werden sie das auch nicht tun oder nur vereinzelt auftreten. Kein Jahr ist wie das Andere.

    Hallo Ralf

    Wegen den Gerüchen...vielleicht liegt es daran, das ich zuviel gerochen hab (v.a. Knoblauch 😂)

    Oder hat das regnerische Wetter die Geruchsintensität geschwächt? 🤔

    Keine Ahnung warum ich kein rettich an den Pilzen errieche

    Das ist normal :) Ich habe auch manchmal Probleme mit Geruch, und auch mit mancher Geruchsbeschreibung (bspw. "Stachelbeerkompott"). Auch die Kälte kann eine Rolle gespielt haben.

    Wenn der Geruch beim Pilz an der Nase halten nicht einfach so wahrnehmbar ist, dann kenne ich zwei Tricks:

    • eine Stelle am Stiel mit einem Messer abreiben, sagen wir - 10 Sekunden lang, so dass der Stiel verletzt ist und die veletze Stelle gerieben wurde. An dieser Stelle dann riechen.
    • ein Stück vom Hutrand + ein Stück vom Stielbasis abbrechen und zwischen den Fingern kräftig reiben. Dann an diesem wässrigen Pilzmatsch riechen.

    Hallo Ralf,


    meine Bestimmungstipps:

    1 - sehe ich aus so :thumbup:Der Pilz müsste allerdings nach Rettich riechen.:?:

    2 - korrekt :thumbup:

    3 - yep :thumbup: Echter Knoblauchschwindling hätte keinen so schwarzen Stiel und wäre kleiner

    4 - Butterrübling im weiteren Sinne... :thumbup:

    5 - sieht wie ein junger Rehbrauner Dachpilz aus, müsste aber nach Rettich riechen :?:

    6 - kann ich leider nichts dazu sagen

    7 - mit der Geruchsbeschreibung kann ich die Nebelkkappe nicht bestätigen, optisch passt sie aber wunderbar.

    Ist der zweite auch einer? Der Stiel ist so einheitlich dunkel.

    Hi!


    Ich sehe auf beiden Bildern mit jeweils zwei FK von Parasolen i.w.S. keine einheitlich dunkle sondern genatterte Stiele. Dunkle Stielhaut bekommt Risse, dadurch kommt helle stielinnere Farbe zum Vorschein. Das erinnern an Muster bei einer Natter (Schlange), also sieht wie Schlangenhaut aus.

    Es gibt einige Arten mich hochwirksamem Gift, wo das Gift bereits über die Mundschleimhaut resorbiert wird.

    Hallo Claudia!

    Welche sind das? Das habe ich nicht gewusst. Würde gerne mehr darüber lesen, kannst Du vielleicht ein paar Links posten?

    Danke!

    Alex

    Hallo und...

    (welcome)


    Vergleiche Deine Funde mt Nebelkappen und Flaschenbovisten (meine unverbindliche Bestimmungstipps).

    P. S. : bis jetzt kenne ich nur Maronen, Steinpilze, Austerseitlinge und Edelreizker aus dem Wald. Bei anderen prüfe ich auf Geruch UND Geschmack. Gibt es Giftpilze, die wie essbare riechen/schmecken?

    OH JA, und wie es sie gibt!

    Es gibt viele sehr gefährliche "Märchen" darüber wie man giftige von essbaren Pilzen unterscheiden kann. Nichts davon stimmt, es gibt leider keine Pauschalregel, egal was andere Leute behaupten. Grüner Knollenblätterpilz soll gut geschmeckt haben, haben einige der Vergifteten erzählt. Das Einizige was hilft essbare Pilze sicher zu bestimmen ist die genaue Artenkenntnis. D.h. man kennt die Merkmale, idealerweise auch die von Verwechslungsmöglichkeiten, und hat praktische Erfahrungen mit diesen Pilzarten (d.h. man erkennt die Pilze wieder).


    Hier im Forum werden gerne Fragen zu Merkmalen und Pilzarten beantwortet, Du kannst gerne mehr Anfragen mit Fotos posten:):thumbup:

    Verzehrfreigaben sind hier dagegen unmöglich, hier sind die Gründe aufgefürt.

    Hallo!

    das Fleisch war rötend, nach wenigen Sekunden

    Und das verrät schnell einen der Safranschirmlinge! :thumbup:

    Die orangerote Farbe sieht man u.a. hier an Lamellen:

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    Ich würde den Pilz fürs Fotografieren von der Hutspitze bis zur Stielbasis durchschneiden, dann sieht man die Verfärbung noch besser, und ganz nebenbei hat man noch jede Menge von anderen, potentiell bestimmungsrelevanten Merkmale in einem Bild. Bspw. ob der Stiel hohl ist, wie die Lamellen angewachsen sind, ob die Verfärbung gleichmäßig ist oder nicht. Bei Verfärbung evtl. nach mehreren Sekunden oder Minuten weitere Bilder machen um zu dokumentierung ob sich die Farbe mit der Zeit ändert - das kann u.a. bei manchen Reizkern für die Bestimmung relevant sein.

    Hi!


    Pablos Bestimmungstipps ist von mir nichts hinzuzufügen.:thumbup:


    Bei Pilzen gibt es nicht nur lecker oder giftig, sondern sowohl als auch in allen Kombinationen. Es gibt Unmengen von nicht giftigen Pilzen die nicht lecker sind. Es gibt leckere Giftpilze (so berichteten die Vergifteten). Es gibt leckere essbare Pilze die so zäh sind dass man sie nicht kauen will. Es gibt alles mögliche...

    das ist ein Crepidotus, Zwergseitling


    LG Rudi

    Hallo zusammen,


    Crepidotus sehe ich auch so. Ich kenne sie als Stummefüßchen als deutscher Name.

    Hier habe ich vor zwei Wochen zwei verschiedene Crepidotus-Arten gezeigt:

    2020 - (Speise-)Pilze in Baden-Württemberg ~ Pilze BW


    Ein Bild von unten wäre gut, damit man sieht dass alle Lamellen aus einem Knotenpunkt entspringen.

    Im Gegensatz zu den Seitlingen sind Stummelfüßchen keine Hellsporer und haben oft keinen richtig ausgebildeten Stiel.

    Gute Frage. Hab nicht gerochen, leider.

    Beim nächsten mal unbedingt daran riechen! Das ist, meiner Meinung nach, einer der am intensivsten riechenden Pilzen (falls nicht gerade die geruchslose Variation erwischt, siehe oben). Er riecht stark nach Anis, oft sogar auch noch wenn er schon alt ist und ein paar Tage lang im Kühlschrank lag. Manche Leute die kein Anisgeruch kennen meinen dass er nach Ouzo riecht :D aber eigentlich nach Anis, Ouzo riecht ja auch nur nach Anis.

    Hallo Wastl,


    schwer zu sagen, für mich eher kein Nelkenschwindling.

    Die Hutoberfläche und -Form gefällt mir für Nelkenschwindlinge irgendwie nicht, die Lamellen scheinen ja fast durchgehend durch die Huthaut durch wie bei manche Helmlingen.

    Die Lamellen selbst (Bild von unten) passen meines Erachtens aber gut.

    Passt der Geruch?

    Ist der Stiel zäh, lässt er sich biegen?

    Was ich dir empfehlen würde: die Schnippelreste ausbringen. Unter einem geeigneten Baum, oder ein paar Meter weg unter demselben Baum. Vielleicht auch ein wenig einbuddeln. Die Fruchtkörper bestehen ebenfalls aus Myzel, halt nur sehr verdichtet, und machen sich im Boden durchaus wieder selbstständig.

    Das mache ich auch. Putzreste beim nächsten Waldgang entsorgen, gerne auch im ganz anderen Wald, aber natürlich am Besten wäre am geeigneten Boden. "Den Sämann machen" heißt es, hat mir einer der älteren Mykologen neulich erzählt :)


    Hallo Lobel,


    viele Leute haben solche und ähnliche Beobachtungen gemacht, aus denen Schlüße gezogen wurden die aber leider nicht stimmen. Jedes Jahr ist ein anderes. In einem Jahr gibt es Herbsttrompeten, im anderen nicht. In einem stehen die Wälder voll mit Reizkern, in anderen nicht. In einem Jahr ist alles mit Hallimasch voll, im anderen ist er eher selten. Bei Deinen Karbolchampignons ist es auch nicht anders. Es gibt da viele Einflüsse aufs Fruktifizieren von Pilzen, das Sammeln soll aber keinen nennenswerten Einfluß darauf haben.


    Um diese Behauptung zu fundieren, möchte ich auf die berühmte schweizer Langzeitstudie hinweisen, die wahrscheinlich einem oder anderen noch nicht bekannt ist.

    Diese Studie wurde zwischen 1975 und 2003 durchgeführt und hat gezeigt, egal ob und wie man Pilze sammelt - den Pilzen ist das egal. Das einzige wo ein Pilzsammler Einfluß hat ist Boden betreten. D.h. allein auf dem Waldboden laufen hat etwas Einfluß auf Pilzvorkommen, aber nicht das Sammeln oder wie man gesammelt hat. Damit soll auch die Frage ob man die Pilze schneiden oder drehen muss überflüßig sein. Hier nur eine Übersicht, nach mehr einfach googeln:

    Pilze sammeln schadet den Pilzen nicht - SWI swissinfo.ch

    Pilzsammeln schadet den Pilzen nicht - waldwissen.net

    Halli Rolf,


    ich würde alle Deine Bestimmungen unverbindlich auch bestätigen :thumbup:Den Semmelstoppelpilz sogar verbindlich :)


    Bei Cortinarius violaceus stimme ich Ahemi zu. Bei dieser Art ist die Hutoberfläche interessant. Leider ist nur ein Bild vom Hut dabei und dieses Bild isu auf Laub fokusiert, nicht auf dem Hut. Aber das lässt sich üben wenn man oft Pilze fotografiert ;)

    Hallo! Also, ich glaube, dass es erst dann viel Sinn macht FK stehen zu lassen wenn Steinpilze in Deiner Gegend wirklich selten sind. Ansonsten gibt es sicherlich genug ausgesporte FK die von Pilzsammlern nicht rechtzeitig entdeckt wurden, denke ich. Ich selber finde genug Steinpilzleichen. Das Problem bei Vermehrung der Pilze ist es, meiner Meinung nach, die nicht nachhaltige und auf schnelle Profite ausgelegte Forstwirtschaft (Douglasien Monokultur als Überspitzung) in Kombination mit Umweltverschmutzung. An Sporen von Steinpilzen in der Luft dürfte es nicht dermassen mangeln dass ein Paar stehengelassene FK einen nennenswerten Unterschied machen. Das ist meine Meinung dazu. Aber natürlich ist es überhaupt nicht verkehrt Pilze auch mal zum Aussporen stehen zu lassen, da macht man nichts falsch.


    Also, ich würde ruhig die wenigen guten Steinpilze alle abernten. Madige Pilze kann man doch alle da lassen, oder sogar oben auf ein Ast aufspiessen wenn man möchte, damit der Wind noch einfacher und noch weiter die Sporen verteilt.

    Hallo Stefan,


    ich finde dass Flaschenstäublinge noch die leckersten unter Stäublingen und Bovisten sind. Alle anderen die ich probiert haben fand ich nicht besonders toll, inkl. Beutelstäubling. Aber probier es ruhig aus! :thumbup: Wenn die Bestimmung sicher ist und es frische Pilze in Massen gibt, dann warum nicht? :) Riesenbovist schmeckt mir übrigens auch, aber nur in der Panade.

    Hallo Karo,


    Kahler Krempling im weiteren Sinne - ja. Da gibt es evtl. mehrere ähnliche Arten.

    Wie der Phillip schon angedeutet hat - der Pilz ist nicht zum Essen. Ab ca. 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt er als gefhrlicher Giftpilz, mit dem es schon quallvolle tödliche Vergiftungen gab. Früher wurde er gerne und viel gesammelt, mein Opa hat ihn noch als Speisepilz kennengelernt und gegessen. Aber das ist ein Russisches Roulette, man kann wohl davon sterben.


    Und natürlich...


    (welcome)